Nach Gewaltvorwürfen: „Rene Redzepi war immer das Gesicht des Noma“
Shownotes
Von Christine Mayrhofer. Der weltberühmte Küchenchef Rene Redzepi verlässt nach massiven Gewaltvorwürfen das dänische Restaurant Noma, das unter seiner Führung nicht nur mehrmals zum besten Restaurant der Welt gekürt wurde, sondern auch die Gastronomie der letzten Jahre massiv geprägt hat. Wie kann es ausgerechnet in der Spitzengastronomie über Jahre hinweg so zugehen?
„Jeder dieser Vorfälle ist ernst zu nehmen“, gibt Anna Burghardt, Gourmet- und Kulinarikexpertin der „Presse“, Einblicke in die Welt der Spitzengastronomie. „Aber man darf sich das Noma nicht als Ort vorstellen, an dem nur ausgebeutete und eingeschüchterte Leute gearbeitet haben.“ Sie erklärt in dieser Folge, welche Rolle unbezahlte Praktikanten in der Spitzengastronomie haben, wieso Köche heute als „Superstars“ gelten und wie „fine dining“ mit besseren Arbeitsbedingungen in der Küche funktionieren könnte.
Gast: Anna Burghardt, „Die Presse“ **Host: **Christine Mayrhofer Schnitt: Dominik Lanterdinger
**Mehr zum Thema: **
>>> Was bleibt vom Noma nach Redzepis Rückzug? >>> Der Koch, der sich aus Angst, einen „Michelin“-Stern zu verlieren, mit dem Jagdgewehr erschoss
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Transkript anzeigen
00:00:02: Nach massiven Gewaltvorwürfen verlässt der weltberühmte Küchenchef Rene Rezipi das dänische Restaurantnummer, dass in den vergangenen Jahren immerhin mehrmals zum besten Restaurant der Welt gekührt worden ist und die Gastronomie der letzten Jahre massiv geprägt hat.
00:00:25: Mein Name ist Christine Meyerhofer – und das ist was wichtig ist der tägliche Nachrichten-Podcast der Presse!
00:00:32: Wie kann es gerade in der Spitzengastronomie zu solchen Zuständen kommen?
00:00:37: Können sich Köche, die auch Superstars sind alles erlauben?
00:00:41: und welche Zukunft hat Feind Dining wenn schlechte Arbeitsbedingungen einfach dazugehören.
00:00:46: Überall das habe ich mit Anna Burghardt, der Gourmet- und Kulinarikexpertin der Presse gesprochen – was sie dazu sagt, hören Sie gleich!
00:01:00: Der Chefs-Reni-Rezipi des weltberühmten Dänischen Restaurants Noma, der hat sich Ende vergangener Woche wegen Gewaltanschuldigungen zurückgezogen.
00:01:09: Was ist da genau passiert?
00:01:11: Ein ehemaliger Mitarbeiter, Jason Ignacio White – er war Chef des Fermentation Lab des Noma – hat über Monate hinweg auf Instagram über Mobbing gesprochen, über physische Gewalt, über verbale Gewalt und seine eigenen Erfahrungen.
00:01:26: Und er hat auch immer mehr ... Zusendungen von anderen ehemaligen Mitarbeiterinnen öffentlich gemacht.
00:01:34: Die New York Times hat dann, also von ehemalligen Interviews, einen großen Artikel geschrieben.
00:01:43: Der ist erschienen kurz bevor das Noma-Popup in Los Angeles aufgesperrt hat.
00:01:47: Das hat sich ziemlich aufgestaut in unserer Bubble sozusagen!
00:01:51: Ich habe lange nicht darüber geschrieben und ich habe es mitbekommen welch immer gewartet hab.
00:01:54: was kommt da noch?
00:01:56: Es haben sich immer mehr Leute eingeschaltet, neue Aspekte aufgebracht zum Beispiel die unbezahlten Praktikanten.
00:02:01: Rene Rezepte hat sich dann kurz vor der Eröffnung des NOMA-Popups mit einem Statement auf Instagram an die Öffentlichkeit gewandt – mit einem Video und einem Text in dem er gesagt hat «I'm stepping away».
00:02:14: Also er zieht sich aus dem Noma zurück.
00:02:16: Kurz vorher haben sich zwei wichtige Sponsoren zurückgezogen aufgrund der Anschuldigungen.
00:02:21: Ich weiß nicht ob das dann Schadensbegrenzung war dieser Zeitpunkt wann er seine Rückzug, sag ich mal, dann öffentlich gemacht hat.
00:02:28: Und seither gibt es in der Gastronomie kein anderes Thema sozusagen.
00:02:33: Also aus den Berichten die es jetzt gibt lässt sich herauslesen das ist nicht irgendwie ein punktueller Einzelfall gewesen sein soll sondern Mitarbeiterinnen berichten von einem jahrelangen System Der Gewalt Von einem Klima der Angst.
00:02:48: Ist das überraschend oder hat man das schon ein bisschen gewusst dass da irgendwas im Argen liegt?
00:02:53: Das Rene Rezepel persönlich kein einfacher Typ ist, hat man schon gewusst.
00:02:58: Er hat sich auch selbst vor Jahren schon auch an die Öffentlichkeit gewandt und gesagt er geht in Therapie, er macht Angermanagement.
00:03:05: Dass er gewisse Aggressionen hat im Umgang mit den Mitarbeitern das war kein Geheimnis!
00:03:10: Man darf sich das Nummer nicht vorstellen als einen Ort wo nur ausgebeutete eingeschüchterte Leute gearbeitet haben.
00:03:16: Es gab die Fälle auf jeden Fall, die muss man ernst nehmen.
00:03:19: es gab aber auch genug Leute die gesagt haben ich habe wahnsinnig vom Nummer profitiert.
00:03:23: Es war vielleicht hart, aber ich habe das gut weggesteckt.
00:03:25: Ich hab wahnsinnig vom Noma profitiert!
00:03:28: Die gibt es auch.
00:03:29: Das Noma ist ja ein Phänomen sagen wir's mal so... ...es wurde in den vergangenen Jahren mehrmals zum besten Restaurant der Welt und wurde auch entsprechend abgefeiert, glaube ich kann man schon so sagen.
00:03:41: Wieso eigentlich?
00:03:42: Also was is an dieser Küche jetzt zu besonders?
00:03:45: Das Nomo hat Skandinavien auf die kolinarische Landkarte gesetzt sozusagen Mit anderen.
00:03:50: Also im Farmwasser des Nomers sind dann noch viele andere Restaurants gekommen, aber das Noma war eigentlich sehr prägend dafür dass Copenhagen zum Beispiel ein Foodie-Anziehungspunkt jetzt ist.
00:04:00: Das Noma hat eine neue Küche geprägt die mit dem Begriff des Terrorar arbeitet also das was in der Natur wächst, die uns umgibt.
00:04:08: so stellt das Rezept immer da Kiefern, Sprossen, Bären, Wehrloch Knospen Alles wird verwendet und Rini Rezeppe hat es vor allem zu einer Erzählung gemacht.
00:04:20: Also die O-Bauer in Salzburg haben schon immer gesagt, sie haben einmal gesagt wir brauchen niemanden aus Kandinavien der uns sagt dass wir mit Flechten Pilzen kochen.
00:04:26: das machen wir schon immer.
00:04:28: aber Rini REZEPPE hat einfach daraus wirklich eine Erzählung gemacht diese Terroir the landscape that's around us.
00:04:34: und so Mit der Übersiedlung an den neuen Standort des Noma mehr am Stadtrand von Copenhagen im ehemaligen Freihafen Christiane hat er in ihre Rezepte die Saison eingeführt.
00:04:45: Es gibt noch immer drei Saisonen, die Winter-Saison wenn die Erde schläft sozusagen dann geht man ins Meer es ist ein Fisch und Meeresfrüchte passiert das Menü.
00:04:53: im Sommer Wenn alles wächst gibt es ein Menü mit Gemüse Kräutern Beeren Alles.
00:04:59: Und im Herbst rückt man in den Wald aus mit der Game Forest diesen glaube ich heißt's mit Pilzen viel Wild.
00:05:06: Mit dieser Einführung der drei Saisonen wollte er noch mal stärker die Natur abbilden.
00:05:09: Im Noma hat aber vor allem die Fermentation einen riesigen Stellenwert bekommen, das sind ja alte Techniken des Haltbarmachens also Milchsauervergehren mit Koji Sporen arbeiten.
00:05:20: Das Noma hatte ein Fermentation Lab aufgestellt in dem sehr viele geniale Köpfe gearbeitet haben David Silva zum Beispiel oder Johnny Drain.
00:05:27: ich habe sie schon getroffen und es sind wirklich absolut geliane Menschen die ihren Rezept wieder versammelt hat.
00:05:32: Die fressen pro Woche fünf Bücher und haben getüftelt, was nur geht.
00:05:36: Der eine hat Butter im Hafen von Kopenhagen versenkt um zu schauen, was mikrobiologisch passiert.
00:05:42: Sie war dann nicht essbar, sie wurde dann nicht in Noma serviert weil sich nur Tierchen dran gemacht haben.
00:05:47: Das Noma hat aber auch einen ästhetischen Stil geprägt.
00:05:51: Tischduch freiheit im Fine Dining Handgemachte Keramik Naturweine Köchnern die servieren also die Krase die Grenzen zum Gast rum überschreiten und zu den Tischen kommen Sommeliers, die sich hinhacken neben dem Gast um auf Augenhöhe zu sein.
00:06:06: Das finden nicht alle angenehm aber das war ein bisschen ein Statement.
00:06:10: Das Nomad wurde fünfmal zum besten Restaurant der Welt gekürt auf der Liste World's Fifth Best Restaurants.
00:06:15: Hat aber erst sehr spät seinen dritten Michelinstein bekommen weil die Art der Küche wahrscheinlich für den klassisch geprägten Gittmischlein neu war.
00:06:23: also Rene Rezept ist muss ein wahnsinnig ehrgeiziger Typ sein.
00:06:26: ich habe ihn einmal persönlich erlebt nicht nur im Restaurant sondern auch in Mühlviertel beim Jellinas Ein internationales Köche-Happening sozusagen, wo er um zwei in der Früh aufgestanden ist.
00:06:38: Als allererster um siebzehige Rätzungen wollte er es wurden dann weniger vorzubereiten mit Flechten zu garen und so weiter und sofort.
00:06:46: Und ich habe eine Backstage Reportage damals gemacht und irgendeine Köchin gefragt aus Singapur, wer ist denn das nervöseste oder wo ist der Druck am höchsten?
00:06:54: In welchem Team die Köcher mit den Teams gekocht und sie natürlich ein reines Team was sonst
00:06:59: Also durchaus verdient.
00:07:00: der Erfolg höre ich da heraus.
00:07:02: Du warst ja selber mehrmals dort, hast dort gegessen.
00:07:06: wie waren denn deine Erfahrungen vor Ort?
00:07:08: Das Team war immer wahnsinnig freundlich das Service-Team.
00:07:11: Man ist reingekommen.
00:07:12: es sind alle gestanden aufgefehlt aus der Küche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und aus dem Service und haben Hallo gesagt.
00:07:19: also war fast Einschüchtern weil in welches freundliche Gesicht soll man dazu erst schauen was im Hintergrund passiert ist?
00:07:24: hat man als Gast nicht unbedingt die Zimmer mitbekommen?
00:07:27: Die Gerichte Wahnsinnig einprägsam immer.
00:07:30: Also die Aromen durch die Fermentationstechniken, völlig neue Aromen.
00:07:33: Es gab Gerichte.
00:07:34: da habe ich dann nicht schlafen können weil es mich so beschäftigt hat einen Entenhirn zu löffeln aus einem Entenschädel mit einem Löffel aus getrockneter Entenzunge.
00:07:43: Welchen Beitrag hat denn jetzt Trainerezepi an diesem Welterfolg Noma?
00:07:47: Also steht und fällt ein Restaurant immer mit seinem Koch.
00:07:50: wie darf man sich das vorstellen?
00:07:51: dieses Verhältnis?
00:07:53: Nicht jedes Restaurant fällt wahrscheinlich mit dem Chef, aber im Fall des Nomas ist es so.
00:07:57: René Rezeppe hat's vor drei Jahren mitgegründet und er war immer das Gesicht des Noma.
00:08:02: Also er hat wahnsinnig viele geniale Köpfe neben hinter sich gehabt.
00:08:07: Aber er war auch immer das Gesicht des Nomas.
00:08:08: Wie sie jetzt weitergeht mit dem Noma ohne dieses Gesicht an vorderster Front sozusagen wird man sehen was Stepping Away eigentlich heißt.
00:08:17: Mhm also da ist schon noch etwas Unklarheit dabei.
00:08:20: Fine Dining is ja etwas... Wozu vielleicht nicht jeder einen Zugang findet.
00:08:24: Wenn ich dir jetzt aber so zugehört habe, dann hab' ich herausgehört dass da schon auch Trends gesetzt wurden die wir alle dann kennen wenn wir ins Lokal um das Eck hin und wieder essen gehen Tische ohne Tisch durch aus Naturholz Handgemachte Keramik, Naturweine.
00:08:40: Das kenne ich ja alles wenn ich bei mir um's Eck essen gehe.
00:08:43: Ja, das Nummer hat eben nicht nur die Spitzengassonomie weltweit geprägt Sondern der Einfluss sieht sich eben auch in kleine Bistros um junge Weinbars.
00:08:52: Es gibt diesen Noma-Eskungsstil sozusagen, der ist eindeutig.
00:08:57: Jetzt hat ja das Noma aber in den letzten Jahren nicht nur mit... seiner Küche aufstehen erregt, sondern nimmt auch mit einer Ankündigung bald zusperren zu wollen.
00:09:05: Also im Jahr ist man an die Öffentlichkeit gegangen mit der Ankündigung im Jahr darauf.
00:09:11: Im Jahr des Jahres hat man dann aber doch nie gemacht.
00:09:14: Was war das eigentlich?
00:09:16: Im Nachhinein wird es jetzt als PR-Aktion interpretiert von Manchen weil ungefähr zeitgleich die ersten Vorwürfe zur Gewalt in der Küche publik geworden sind.
00:09:25: René Rezepte hat damals gesagt, Fine Dining is not sustainable.
00:09:29: Er hat aber dann Menü um Menü wieder angekündigt.
00:09:32: Für mich persönlich hat das Noma damals an Reiz verloren.
00:09:36: Ich war seit hier nicht mehr dort – ich war vorher viermal dort -, aber im Nachhinein wird es als PR-Aktion gesehen, um abzulenken von Missständen die ungefähr zeitgleich rausgekommen sind, das erste Mal und seit das Nomas so relevant geworden ist in der internationalen Gastronomie so stilprägend Weiß natürlich Anziehungspunkt für sehr viele junge Köche und Köcherinnen, die dort arbeiten wollten.
00:09:58: Das System der Starshare so sagt man gibt es nicht nur im Noma das gibt's in Österreich genauso unbezahlte Praktikanten.
00:10:05: Die Erfahrung die man dort in diesem Restaurant gewinnt ist sozusagen die Bezahlung.
00:10:09: Das Noma hatte sehr viele von denen weil es eben sehr attraktiver und junge Leute sich gerne das Noma für den Lebenslauf abholen wollten Wahrscheinlich wohl wissen dass man dort vielleicht ein Monat lang nur Sauerkrieg zupft.
00:10:21: Das Nummer hat aber vor ein paar Jahren begonnen, diese Praktikanten auch zu zahlen.
00:10:26: Jetzt ist dieser Mikrokosmos-Restaurantküche ja nicht zum ersten Mal in einem kritischen Licht der Öffentlichkeit.
00:10:33: Da geht es oft um hierarchische Strukturen, da geht's um problematische Verhaltensweisen... auch oft um sehr fordernde Arbeitsbedingungen, die oft nicht gut bezahlt werden.
00:10:45: Woran liegt denn das?
00:10:46: Ist jetzt die Restaurantküche ein Ort an dem wir besonders wenig hinschauen oder ist es vielleicht einfach ein System, das solche Strukturen braucht?
00:10:58: Das hierarchische System in Küchen hat sich vor allem aus Effizienzgründen etabliert und die Arbeit im Spitzenrestaurant oder in jedem Restaurant wahrscheinlich ist extrem von Trock geprägt.
00:11:11: Es geht um Zeitdruck, es sind die Gäste dann und da und wollen nicht fünfzehn Minuten auf den Gang warten auf den nächsten sondern nur acht oder sonst wird man mit dem Menü nicht fertig.
00:11:21: Dann passiert was in der Küche.
00:11:22: also es ist einfach Zeitdrucks immer da.
00:11:23: Es gibt Druck von Auszeichnungen, also man will die und jene Auszeichnung haben.
00:11:28: Das setzt Küchenchefs zusätzlich unter Druck.
00:11:30: Medial ist die Gastronomie natürlich wahnsinnig attraktiv!
00:11:32: Also Köchin sind längst zu Superstars geworden.
00:11:36: Da bietet sich vielleicht der Vergleich zur Kunst- und Kultur an – da ist ja auch erst im letzten Jahrzehnt durch Mitoo, durch vergleichbare Fälle ein neues Bewusstsein dafür entstanden was okay ist oder dass es einfach neue Spielregeln gibt?
00:11:48: Ist das etwas, was vielleicht... In der Spitzen-Gastronomie noch vor uns liegt?
00:11:54: Ja, man wird sehen wo dieser Nomaskandal jetzt hinführt.
00:11:57: Ob sich zum Beispiel das Noma so prägend war für die Gastronomie in den letzten fast zwei Jahrzehnten als ein Musterbeispiel für positive Arbeitskultur etablieren kann.
00:12:06: Das wäre eine Möglichkeit.
00:12:08: oder dass nach diesem Nomaskandal einfach die Guides
00:12:12: z.B.,
00:12:12: die ganzen Restaurantlisten Die Arbeitsbedingungen auch ein bisschen mehr in ihre Bewertungen einfließen lassen, dass es sozusagen ein Gütesiegel gibt für ein Restaurant das alle über Kollektivbetrag bezahlt.
00:12:24: Vier Tage Woche keine Überstunden und keine unbezahlten Praktikanten.
00:12:27: Ob sich das wirtschaftlich trägt ist eine andere Frage weil zum Beispiel da wird Billy Wagner aus Berlin einen sehr polarisierender Wirt, er nennt sich Wirt mit Spitzensommelier auch sagt schon die normale Gastronomie kalkuliert häufig mit unbezahlten Überstunden Und die Hochküche ergänzt dieses Modell dann noch durch etliche unbezahlte Praktikantinnen.
00:12:47: Wenn man die alle zahlen müsste, meint er würde ein Menü sehr viel mehr kosten!
00:12:52: Sind die Gäste bereit, noch mehr zu zahlen?
00:12:54: Da muss ich einhacken.
00:12:55: Zum Beispiel aus Gastperspektive könnte ich es jetzt schon nachvollziehen das man sagt um so und so viel Geld erwarte ich mir eben vielleicht nicht nur dass jedes kleinste Blättchen mit der Pinzette Hand verlesen dann aufgetragen wird sondern auch dass die Person die das macht anständig behandelt wird und anständlich bezahlt wird.
00:13:13: Man könnte wahrscheinlich den Stil in vielen Restaurants dahingehend ändern dass es weniger Arbeitsschritte benötigt.
00:13:19: Es gibt sehr viele unnötige Krempel, sag ich mal.
00:13:22: Dekor wo jemand wirklich für einen Gang... Ich weiß nicht, eine halbe Stunde steht einkocht?
00:13:26: Für einen Gast eine halber Stunde da und zupft irgendwas!
00:13:29: Dass man mit einer sehr schlichten Küche auch drei Sterne zum Beispiel kochen kann zeigen Beispiele wie Nicaromito in Italien oder Sven Wassmer in der Schweiz.
00:13:37: Die kochen völlig, die Chorluster liegt glaube ich keine einzige Blüte irgendwo drauf Und schon gar keine Dekoahippe, wie sie gerade so ins sind.
00:13:44: Wahnsinnig reduzierte Küche und das sind Gänge an die ich mich einfach erinnere.
00:13:48: Sie sind nicht instagrammable.
00:13:49: Also Instagram hat glaube ich sehr viel dazu beigetragen, dass die Gerichte sehr viel arbeitsintensiver geworden sind.
00:13:59: Willkommen zur Gesundheitsminute!
00:14:01: Ihrem kompakten Wohlfühlimpuls für unterwegs oder zu Hause.
00:14:05: Wenn wir über gesundes Altern sprechen denken viele an Ernährung Bewegung oder mentale Fitness.
00:14:10: Was dabei oft vergessen wird ist das Thema höher Gesundheit.
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00:14:20: Ein entscheidender Beitrag zur hoher Lebenserwartung und Lebensqualität.
00:14:25: Erste Anzeichen von Hörverlust bleiben oft unbemerkt
00:14:28: und
00:14:28: unbehandelt.
00:14:29: Dabei ist eine frühe Diagnostik entscheidend um kognitive Belastungen und psychosoziale Folgen rechtzeitig zu vermeiden.
00:14:37: Regelmäßige Hörtests sind ab vierzig Jahren empfehlenswert, wenn die Alters-Schwerhörigkeit langsam einsetzen kann.
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00:14:53: Diese Gesundheitsminute wurde Ihnen präsentiert von Neuerot über einhundertvierzig Mal in Österreich.
00:15:00: Ob sich sowas auch ökonomisch trägt das ist oft in Diskussion.
00:15:05: du hast es ja jetzt auch schon angeführt.
00:15:07: Dazu muss man nicht nur in die Spitzengastronomie schauen.
00:15:09: Die gleiche Diskussion kann man auch führen, wenn es um den Dorf wird, ums Eck geht.
00:15:14: Wie siehst denn du das?
00:15:15: Wie ordnest du das ein?
00:15:16: Steht vielleicht gerade diese Spitzegastronomie ökonomisch besonders unter Druck, dass sich das vielleicht gar nicht lohnt?
00:15:23: Es lohnt sich wahrscheinlich schon irgendwie, sonst gäbe es die Restaurants nicht.
00:15:28: Viele Spitzenrestaurants und viele Sternenrestaurant werden von Hotels quer subventioniert.
00:15:33: Die würden in der freien Wildbahn sozusagen alleine nicht überleben.
00:15:37: Es gibt aber auch Familienbetriebe, die sich gut halten auf hohem Niveau.
00:15:40: Die Rahmenbedingungen sind sehr unterschiedlich und der finanzielle Erfolg eines Restaurants hängt schon immer ab gerade in den Familienbetrieben.
00:15:47: zum Beispiel wie viel unbezahlte Mitarbeit von Familienmitgliedern steckt darin?
00:15:51: Vielleicht im Bezug aufs Noma, im speziellen Aber auch für diese Art von Spitzengastronomie allgemein.
00:15:57: Also ist das vorstellbar dass wir jetzt aufgrund dieser Kauser einen Schiff sehen in der Branche, wie es das ja vielleicht in der Vergangenheit auch in anderen Branchen gegeben hat Jetzt vielleicht auch Dinge verbessern werden?
00:16:08: Ich kann mir vorstellen, dass es einfach mehr Bewusstsein gibt.
00:16:12: Genauer hinzuschauen oder wenn ich mitbekomme als Mitarbeiter ein anderer wird gepiessagt.
00:16:17: Dass ich früher was sage!
00:16:18: Ich glaube diese Kultur haben wir mittlerweile und das ist in Restaurants immer so sein muss.
00:16:23: nur die Harten kommen durch.
00:16:24: Das ist ja nicht den Stein gemeißelt.
00:16:26: Ich glaub man darf reine Rezepte jetzt nicht als prügeln des Monster hinstellen.
00:16:30: er hat sehr viele Leute positiv beeinflusst auch Und er hat zum Beispiel seinen Tellerwäscher, also den Teller-Wäschern des Nomas einen zwölffachen Familienvater aus Gambia zum Mitbesitzer gemacht.
00:16:42: Hat ihn mitgenommen auf die Bühne bei der Fifty Best Präsentation.
00:16:46: Das ist schon auch ein starkes Statement.
00:16:48: Er hat die Non-Profit Organisation MAD gegründet wo es um eine nachhaltige zukunftsträchtige von der Gastronomie geht mit Sympose und internationalen Speakers hat Landwirte mit Köchen verbunden und wollte auch eigentlich besserer Ethikstandards für, also bessere Arbeitsbedingungen erarbeiten.
00:17:07: Wie das Noma jetzt ohne René Rizepi weiterbestehen wird mit welchem Gesicht?
00:17:11: Ob es eine Person gibt die ihn ersetzen kann als Gesichtesnummer weiß ich nicht oder ob's eher ein Kollektiv ist, ob das Nomo zum Beispiel nach der Aufdeckung dieser Missstände ein Musterbeispiel für ein positives Arbeitsklima sein wird weil das Nomer war immer prägend in den letzten Jahren.
00:17:27: vielleicht könnte das Nome eine Rolle einnehmen.
00:17:31: positive Arbeitsbedingungen geht.
00:17:33: Es kann natürlich sein, dass sich diverse Listen oder Guides ein bisschen mehr auch um die Arbeitsbedienungen kümmern bei den Bewertungen – das würde ich mir oft wünschen!
00:17:42: Das ist natürlich schwer nachzuprüfen.
00:17:44: wie behandelt ein Küchenchef seine Team?
00:17:47: aber daß es vielleicht irgendeine Art Auszeichnung gibt für besonders positive Arbeitsbedingungen.
00:17:53: Das gilt auch für ein kleines Bistromsecker.
00:17:56: also das kann auch eine österreichische Guide umsetzen vielleicht sozusagen einen Gütesiegel für positive Arbeitsbedingungen, wenn man nachweisen kann dass es keine unbezahlten Praktikanten gibt.
00:18:05: Dass die Leute vielleicht über Kollektivvertrag bezahlt werden vier Tage Woche haben.
00:18:09: in vielen jungen Restaurants wird das eigentlich auch so gehandhabt schon und da sollten vielleicht die Guides und die diversen Listen in die Bewertung ein bisschen einfließen lassen oder hervorheben öfter
00:18:19: Zumindest einen Lösungsvorschlag.
00:18:21: Anna vielen
00:18:21: Dank Danke.
00:18:23: Links zum Nachlesen finden Sie wie immer in den Shownutz und die Inhalte der Presse zum Nachhören und Schauen.
00:18:30: Die finden sie auch auf YouTube.
00:18:32: Danke fürs Zuhören und dranbleiben, bis zum nächsten Mal!
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