Kann Trump mit Kuba wirklich machen, was er will?
Shownotes
Die karibische Insel vor der Küste Miamis scheint den USA ausgeliefert. Erst am Montag, als ein landesweites Blackout sich über Kuba legte und die Bevölkerung protestierend auf die Straße trieb, sagte Donald Trump gegenüber den Medienvertretern, er könne mit der Insel machen, was er wolle. „Selbst im schlimmsten Fall kann sich Kuba einer Sache sicher sein: Jeder externe Angreifer wird auf unüberwindlichen Widerstand stoßen“, schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel als Reaktion auf der Plattform X. Droht Kuba nun also das gleiche Schicksal wie Venezuela? Wer ist in Kuba an der Macht, wie steht es um die Menschen dort und in welchem Verhältnis steht die Insel zu den Vereinigten Staaten. Der Lateinamerika-Korrespondent Andreas Fink lebt in Buenos Aires und erklärt per Telefon, wie es um das Schicksal der Kubaner bestellt ist.
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00:00:02: Ich glaube,
00:00:10: ich bin der Honigste
00:00:14: von Kuba.
00:00:15: Das ist ein großer Honigstück!
00:00:18: Taken Kuba?
00:00:20: Taken kuba, in
00:00:21: welchem
00:00:22: Form,
00:00:22: ja.
00:00:23: Takenkuba, ich meine, ob ich es freut oder
00:00:28: nehme, ich kann alles machen, was ich will mit dem.
00:00:35: weil sie nicht mehr auf das notwendigste Zugriff haben.
00:00:38: Die Situation in Kuba hat sich am Montag noch einmal zugespitzt und zeitgleich spricht der Mann im Weißen Haus, sich Kuba in irgendeiner Form einzuverleiben.
00:00:50: Wie steht es um die Beziehungen zwischen Kuba unter den USA?
00:00:53: Und was hat Trump eigentlich vor?
00:00:55: Unser Lateinamerika-Korrespondent Andreas Fink in Buenos Aires weiß mehr!
00:01:01: Ich bin Sissi Ravl und Sie hören die Presse – was wichtig ist.
00:01:08: Und über Kuba spreche ich heute mit meinem Kollegen in Buenos Aires Andreas Fink.
00:01:12: Hallo, Andreas!
00:01:13: Servus auf Ihnen!
00:01:15: Die erste Frage, die sich mir stellt – am Montag war ein großes Blackout in Kuba, die ganze Insel lag in Dunklen und es gab Proteste?
00:01:23: Was war denn da durch Situationen in KUBA?
00:01:25: Na ja, in KUBA ist eigentlich immer Blackout.
00:01:28: Dieser war halt jetzt ganz mal landesweiter Blackout.
00:01:32: Das liegt an vielen Gründen, es liegt vor allem daran dass Kuba schon seit Jahren Probleme hat seine Energieversorgung.
00:01:40: Also sein elektrisches Netz das auf Dieselbasis eigentlich generiert wird überhaupt im Stand zu halten.
00:01:47: und selbst als Kuba noch Öllieferungen aus Venezuela geschenkt bekamen ist das Netz ständig zusammengebrochen.
00:01:54: also in den letzten jahren hatten die meisten kubanischen haushaltig schon viele Stunden am Tag keinen Strom.
00:02:00: Nachdem aber das venezuelanische Öl inzwischen ausgefallen ist und die US-Regierung gesagt hat, wir lassen dort kein Öl mehr rein.
00:02:09: Ist natürlich alles noch viel, viel schlimmer gekommen.
00:02:12: Und jetzt am letzten Montag war wirklich ein Land des Weiter Blackouts, ganze Land war ohne Strom!
00:02:17: Also ist es wahrscheinlich nicht ganz zufällig, dass Präsident Donald Trump in der USA gerade zu diesem Zeitpunkt diesen Nützt um seine Aussage zu tätigen.
00:02:27: I will take Cuba bzw.
00:02:29: ich mache damit was ich will oder habe dich das Timing doch irgendwie überrascht?
00:02:33: Nein, das hat sich nicht bedeutet.
00:02:34: Die Übernahme Kubas war eigentlich beschlossene Sache in dem Moment als Nikolas Maduro aus Venezuela entfernt wurde und tatsächlich ist es ein Masterplan der ja eigentlich schon auch dargelegt ist in der US-Sicherheitsstrategie wo es heißt die USA wollen in der westlichen Hemisphäre wieder strategische Kontrolle übernehmen Und da sind natürlich drei Staaten dabei, die den USA noch in der Quere lagen.
00:02:59: Das erste war Venezuela, das zweite ist Cuba und dann gibt es noch Nicaragua.
00:03:03: Die aber jetzt für die USA nicht ganz so relevant sind wie Cuba.
00:03:07: Da muss man mal sehen was hinführt.
00:03:09: Aber jetzt ist halt Cuba als zweites dran und das ist eigentlich auch logisch weil Venezuela die Basis führt, dass überlebende europanische Revolutionen war.
00:03:19: Und was ist jetzt das Interesse der USA an Kuba?
00:03:22: Also warum ist es strategisch so wichtig für die USA?
00:03:24: Es gibt mehrere Interessen.
00:03:26: Eine sind die strategischen, also die geostrategischen Interessen, weil Kuba natürlich seit seiner Revolution, neunundfünfzig ein Standort war für andere Mächte, die nicht aus der Region kamen.
00:03:39: erstmals was die Sowjetunion dann war's natürlich Russland und zuletzt auch China die sich in Cuba durch die Unterstützung des dortigen Regimes auch installiert haben.
00:03:50: Und diese Mächte, die von jenseits der Hemosphäre kommen will Trump auf alle Fälle rauswerfen.
00:03:56: Also die anderen raustrennen?
00:03:58: Aber ist es ressourcentechnisch auch irgendwie spannend?
00:04:00: Ja,
00:04:01: es gibt kein Öl!
00:04:02: Es ist keine riesen Ding für die US-Volkswirtschaft aber es gibt wirtschaftliche Gründe und es gibt Imagegründe.
00:04:08: Den wirtschaftlichen BW-Gründe sind schon... ...es gibt auf Kuba ich glaube die viert größten oder fünf größten Nickelvorkommen auf der Welt und auch sehr interessant Kobalt was man Vor allem in der westlichen Hemisphäre sehr wenig findet, was vor allem aus Afrika kommt.
00:04:24: Aber es ist etwas sehr wichtiges für die gleiche Elektronik – gerade Batterien auch!
00:04:29: Also diese beiden Rohstoffe sind interessant und natürlich ist Kuba ein Morse-Geschäft für einen Immobilientroffee und er sitzt jetzt im weißen Haus.
00:04:37: Die Trump-Corporation hat schon in den Jahren, als Barack Obama angefangen hat da Tauwetter zu machen mit Cuba.
00:04:46: Schon ihre Flöcke eingerammt und hat sich schon claims gesichert und die werden jetzt garantiert ausgebaut.
00:04:52: Und es ist ja nicht nur Trump sondern der Trump hat ja sehr reiche Förderer, die seinen Wahlkampf finanzieren und von denen haben auch viele immobilien Interessen in Kuba, das heißt Entwicklung von Tourismus.
00:05:05: Die Lage von Kuba direkt vor Floria ist natürlich ideal die perfekte Bader anstellt wo man riesige unberührte Strände hat den man voll bauen kann und mit Hotels zuflastern können Kreuzfahrtschiffe Man kann die Häfen modernisieren und ausbauen für riesige Kreuzahrtsschiffe.
00:05:21: Das ist ein Riesentourismus Projekt.
00:05:23: Jetzt gab es ja schon erste Verhandlungen zwischen Kuba und den USA.
00:05:27: Es gab auch schon erste Signale, dass sich Kuba sowieso öffnen will wirtschaftlich.
00:05:31: Warum spricht dann Trump überhaupt?
00:05:33: Also reicht nicht eine Einigung im Sinne von einer näheren Zusammenarbeit?
00:05:37: Naja das ist ja das was im Prinzip eigentlich angesagt ist.
00:05:41: Ja also das kenne der ganzen Verhandlung und sagen die USA versuchen wieder so eine Lösung wo sie im Prinzip die herrschenden Strukturen belassen.
00:05:50: Also egal ob die demokratisch sind oder nicht wenn sie den Zugang zu den wirtschaftlichen Ressourcen bekommen und ihr Rivalen rauswerfen können.
00:05:59: Dieser Deal hat sich eigentlich abgezeichnet, Trump hat ja schon ein Jahreswechsel also direkt gleich am Tag nachdem Venezuela den Herrn Maduro ausreisen lassen müssen.
00:06:09: Deutlich gesagt, Kuba hat sehr schlechte Karten und Sie müssen einen Deal machen!
00:06:13: Also der jetzige Präsident Kubas Miguel Nias Kanell hat quasi Angst davor gleich wie Maduro zu enden.
00:06:20: Nein.
00:06:20: Die Ascannell muss damit rechnen, dass er abgesetzt wird aber nicht, dass der Straf verfolgt wird weil es gegen die Ascanelle in den US Justiz bislang keinerlei Anzeigen gibt.
00:06:30: Wir erinnern uns das Mutten, dass Manduro ja ausgeflogen wurde.
00:06:34: Angeglich Verbindungen gab es zwischen seiner Regierung und den internationalen Drogen.
00:06:39: Und wie nimmt Miguel Diaz-Canel das auf?
00:06:42: Also ist er ein Präsident, der sowieso nicht viel macht hat und hat sich schon damit angefreundet dass er abgeschafft wird oder?
00:06:48: Diaz Canel wurde von den Castos nominiert.
00:06:51: damals war auch noch also ausgesucht glaube ich hatte ihn eh auch noch Fidel der schon nicht mehr an der Macht war.
00:06:56: was ein Buddha Raul an der MAPT.
00:06:57: aber die beiden haben ihn ausgesucht, weil er deutlich jünger war.
00:07:01: Also eine Generation weiter als die alten Kastros.
00:07:04: Die sind inzwischen uhr... also der ein ist gestorben und der andere Raul ist inzwischen wirhundneunzig.
00:07:09: Und das Kanäle ist auch schon fünfundwohnen sechzig.
00:07:11: Es ist jetzt auch nicht mehr sehr frisch aber er hat es nie geschafft eigenen Boden unter die Füße zu bekommen, weil tatsächlich haben sie Macht immer noch der alte Raul Und umgeben von engen militärischen Verbündeten ausgeübt, zu denen eben auch nach und nach dieser Enkel gehörte der jetzt offensichtlich im Zentrum der Verhandlungen mit den USA stand.
00:07:36: Ja da ist immer wieder ein Medienraul-Germain Robríguez Castro.
00:07:40: das ist eben der Enkel.
00:07:41: Warum soll er jetzt eingesetzt werden?
00:07:43: Hat der gute Connections in die USA oder welche Rolle spielt er?
00:07:47: Ich denke, das ist erstens auch wieder ein Generationsding.
00:07:50: Dass man sagt okay der ist forty-one.
00:07:52: Jedenfalls ist die Wahl jetzt auf den gefallen weil er sich in den letzten Jahren als ziemlich zentrale Figur herausgestellt hat in dem Machtapparat.
00:08:00: Weil er ist Offizier und hat gewirkt als Chef der Leibwache von Raul.
00:08:05: Die Frage ist wie weiter sich umdrehen lässt?
00:08:08: Das frage ich mich.
00:08:09: Umdrehe in welche Richtung?
00:08:10: Naja bisher war ja die ganze Ausrichtung von Kuba Richtung China und Kommunismus usw.
00:08:16: Und wenn das jetzt wirklich alles so passieren sollte, dass den USA die Türen geöffnet werden dann kann man sagen, dass es eine Unpolung ist und sowas haben sie in Venezuela auch gerade am Machen.
00:08:28: Wie steht es denn grundsätzlich um die Bevölkerung in Kuba?
00:08:32: Also, dass die wirtschaftlich darunter liegt ist ja eigentlich schon seit Jahren oder Jahrzehnten das Thema.
00:08:37: Ist das jetzt auf einem Peak oder...?
00:08:39: Ja absolut!
00:08:41: Diese wirklich totale Desaster hat mit der Pandemie begonnen weil Kuba durch die Reisebeschränkungen praktisch alle Einnahmen aus dem Tourismus verloren hat.
00:08:50: und das war so dramatisch dass die kubanische Regierung dann einen Fluchtkanale eröffnet hat, indem es eine oder mehrere reguläre Reiseverbindungen Lisa Freie Reiseverbindung nach Nicaragua eröffnete.
00:09:03: Welche sehr viele junge und gut ausgebildete Kubaner nutzten um dann von Nicaraguas Nordwärts in Richtung USA zu ziehen.
00:09:13: Kurwa hatte Anfang oder Jahr zwanzig neunzehn etwas mehr als elf Millionen Einwohner.
00:09:18: Das ist heute die offizielle Einwohnerzahl, aber tatsächlich sind fast drei Millionen weg.
00:09:23: Also der Kurwa hat schon mal zwanziv Prozent seiner Einwunder verloren und dabei eben vor allem jung und gut ausgebildet ist.
00:09:28: Und das ist ein totales Desaste!
00:09:31: Und die immer größeren wirtschaftlichen Schwierigkeiten, verbunden mit den immer größern Abschaltungen von Stromnetzern und so weiter haben auch dafür gesorgt dass auch alles was früher noch irgendwie der bescheidene Stolz dieser kubanischen Revolution war.
00:09:46: Die Ausbildung, die Schulen aber auch die Kliniken inzwischen vollkoppeln verherrt sind nicht?
00:09:52: Also wenn jemand heute ins Hospital gehen will muss er sich die Verbände selber mitbringen, die spritzen von Medikamenten keine Rede.
00:10:03: Medikamente hatten nur der, der Verwandte in den USA hat und das Geld schicken kann um dieses Kauf.
00:10:07: Kann man gut einschätzen von außen ob dass die Bevölkerung also wie die Bevölkerungen in Kuba darauf reagiert?
00:10:14: Also ob sie sich vielleicht eh freuen über jede Möglichkeit irgendwie die Wirtschaft aufzupäppeln?
00:10:20: Ich bin ein Monoseides und weit weg ja.
00:10:22: aber was ich eben erfahren kann ist es dass die Leute alle erst mal skeptisch sind Und natürlich auch nicht wirklich begeistert von dieser Verschärfung des Embaggos.
00:10:32: Ich glaube, viele Leute die irgendwie noch die Form haben langfristig zu denken was extrem schwierig sein muss unter den Bedingungen wie da alle Menschen leben, auch die Ausgebilden und Studierenden
00:10:42: usw.,
00:10:43: wenn man sich überlegen muss ob man ein Ei im Monat kaufen kann oder zwei.
00:10:47: Das ist die Form oft das tägliche Lebens inzwischen ja?
00:10:50: Und dass hat viele denken okay diese Regierung muss weg und sie braucht Druck!
00:10:55: Aber ob dann jetzt die Lösung, dass die Regierung im Amt bleibt und ihr Geheimdienst auch und das ganze System weiter funktioniert wirklich?
00:11:03: Die Begeisterung in Kuba auslöst ist stark zu bezweifeln.
00:11:07: Und auch in Miami, wo die Exilkubaner ja immer Druck gemacht haben und wo auch Marco Rubio persönlich herkommen dessen Eltern ja auch was Kuba abgehauen sind, ist jetzt die Politik der Regierung überhaupt nicht gut angekommen also dieses schwer kritisiert worden.
00:11:25: Und wann kann man damit rechnen, dass Donald Trump die Finger nach Nicaragua ausstreckt?
00:11:30: Das fragen sich alle.
00:11:31: Also der dort herrschende Ortega und sein Familienklang hat ja, ich weiß nicht, sind es elf Kinder und seine Ehefrau, die Vizepräsidentin.
00:11:41: Alle sind irgendwie in der Staatsführung beteiligt.
00:11:44: Die haben ganz schnell diverse Dinge für den USA sehr wichtig sind gerade was die Sachen zum Beispiel Rücknahme von abgeschobenen Flüchtlingen usw.. Da haben sie ganz schnell beigetreten und sie versuchen jetzt, ohne große Grausamkeiten und Skandale unterm Radar zu bleiben.
00:12:00: Nachdem die Karagua überhaupt nichts abliefern kann auch noch nicht mal ins große Strände
00:12:04: usw.,
00:12:05: ist die Übergabel von irgendwelchen Bodenschätzen- und Reichtümern an den USA kein Thema.
00:12:11: Und dann ist das einzige Thema dass Sie einfach die Klappe halten und brav sind und sich dem Trump nicht
00:12:15: entgegenstellen.".
00:12:16: Dann vielen lieben Dank Andreas für deine Einschätzungen!
00:12:19: Wir hören uns sicher bald wieder von dir
00:12:21: Ja, aber gerne.
00:12:22: Wir haben noch diverse Länder zu übernehmen
00:12:24: hier.".
00:12:28: So und mehr zum Thema lesen Sie auf diepresse.com.
00:12:31: Für heute sage ich danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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