Wird das die größte Energiekrise seit den Siebzigern?

Shownotes

Von Christine Mayrhofer. Der Chef der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, warnt aktuell vor der womöglich schwersten Energiekrise seit den 1970er-Jahren; es handle sich um „zwei Ölkrisen und einen Gaskollaps in einem“ und eine „große Bedrohung“ für die Weltwirtschaft. Neben der weiteren Freigabe von Ölreserven wird Regierungen von der IEA auch eine Liste von Empfehlungen vorgelegt: Tempolimits, öffentlicher Verkehr, mehr Home-Office und weniger Flugverkehr sollen helfen, Energie zu sparen.

Klingt nicht nur ernst, sondern ist es auch, wie Johannes Benigni, Berater, Energiemarkt-Experte und Geschäftsführer von JBC Vienna bestätigt. Er spricht in dieser Folge darüber, wie die Auswirkungen der Energiekrise langfristig auch in Österreich zu spüren sein werden.

Gast: Johannes Benigni, JBC Vienna Host: Christine Mayrhofer Schnitt: Audiofunnel/ Dominik Lanterdinger **Credits: **ABC Australia

**Mehr zum Thema: ** >>> Ausländer zahlen in der Slowakei nun 26 Cent mehr für Sprit >>> Die US-Wirtschaft profitiert immer vom Krieg, heißt es gern. Ist das auch jetzt schon wieder der Fall? >>> Energieversorgung: OMV-Chef sieht höhere Risiken durch Iran-Krieg als durch Ukraine-Krieg

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00:00:02:

00:00:04: Die Presse.

00:00:32: Fatih Pirol, Chef der Internationalen Energieagentur

00:00:35: warnt

00:00:35: hier vor der womöglich schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten.

00:00:39: Es handelt sich um zwei Ölkrisen und einen Gas-Kollaps in einem – und einer großen Bedrohung für die Weltwirtschaft.

00:00:45: förder aus!

00:00:46: Mein Name ist Christine Meyerhofer und das ist was wichtig ist der tägliche Nachrichten Podcast der Presse.

00:00:52: Wie weit die Auswirkungen der Energiekrise langfristig auch in Österreich zu spüren sein werden, das habe ich mit Johannes Benini Berater und Energiemaktexperte von JBC Vienna besprochen.

00:01:07: Guten

00:01:08: Tag Herr Benini!

00:01:08: Grüß Gott!

00:01:09: Herr Beninni Fatih Birol ist der Chef der Internationalen Energieagentur, der warnt vor der schwersten Energiekrisis seit den neunzehnten Siebziger Jahren und nennt die aktuelle Krise eine Bedrohung für die Weltwirtschaft.

00:01:22: Ist das auch Ihre Einschätzung, was das Ausmaß der aktuellen Krise angeht?

00:01:26: Ja auf jeden Fall.

00:01:27: Was das potenzielle Ausmaus der Krise anlangt – das, was wir bis jetzt gesehen haben ist für die Länder des globalen Südens bereits eine enorme Lieferkettenstörung, keine enorme Energiekrise.

00:01:40: in den reicheren Ländern gerade in den Wirtschafts-Nationen Europa und dergleichen ist das abgefedert, weil wir jetzt nicht unmittelbar in diesem großen Ausmaß betroffen sind von einer Verkürzung der Volumen.

00:01:55: Wir sind halt betroffen von höheren Preisen aber man muss bedenken dass gerade in den Ländern des globalen Südens wirklich ein Treibstoff jetzt eine Mangelbare hat.

00:02:06: Das haben wir auch schon in manchen Ländern gesehen durch die Straße von Hormus.

00:02:10: da kommen aktuell Nur ganz wenige Schiffe nach Europa, ein Bruchteil der Menge von den Schiffen die davor passieren konnten.

00:02:17: Jetzt haben sie aber gesagt tatsächliche Engpässe von Öl oder Gas in Europa steht aktuell nicht zur Debatte!

00:02:24: Wie funktioniert denn das dann?

00:02:25: Na gut, relativieren wir das mal.

00:02:27: Der globalen Süden, dem fehlt vor allem das Rohöl, dass normalerweise durch diesen Meer enge kommt, weil das Meisteröl aus dem mittleren Osten kommt geht nach Asien.

00:02:38: Das ist einfach von der Geografie so, dass die Tankstelle sozusagen für den meisten asiatischen Länder ist.

00:02:45: Wenn wir jetzt die Mengen berechnen dann sind das auf jeden Fall in der Größenordnung elf Millionen Fass, die jeden Tag fehlen.

00:02:53: Und das ist schon optimistisch gerechnet.

00:02:55: da gehe ich schon davon aus dass die Möglichkeiten, dass man mit der Straße von Hormuz umgeht über die feinigten arabischen Emirate gibt es eine Pipeline und über Saudi Arabien, dass sie genützt werden.

00:03:06: Wir haben aber gesehen, dass das nicht immer möglich ist.

00:03:09: ja also das Potenzial der Ausfälle ist also zwischen elf und siebzehn Millionen Fas Rohl pro Tag.

00:03:16: und das heißt diese Länder in Asien, die haben ein Riesenproblem weil auf einmal, von einem Tag auf dem anderen dieses Öl nicht mehr kommt.

00:03:24: und wenn sie sich jetzt ein Öl im Wettbewerb zum Beispiel mit europäischen Raffinerien kaufen und das z.B aus Westafrika oder Mittelmeer oder der Nordsee beschaffen dann muss man ja noch rechnen dass das auch erst auf den Weg gebracht werden muss Wochen und nicht Monate zu sagen, bis das dann auch wirklich ankommt.

00:03:45: Das heißt diese Störung der Lieferkette des Royals betrifft diese Länder unmittelbar.

00:03:51: Bei uns ist das Ganze etwas anders gelagert weil unser Royal im Großen und Ganzen nicht von dort kommt.

00:03:57: ja also es kommen vielleicht eine Million Fass-Royal von dort.

00:03:59: also das ist überschaubar und austauschbar.

00:04:03: Unser Problem in Europa ist dass wir sehr dieselabhängig sind, also von Importen abhängig und nicht nur Diesel sondern auch Flugtreibstoff.

00:04:13: Historisch haben wir uns vor allem den Diesel vom Russland geholt die im gleichen Ausmaß einen Überschuss produzieren.

00:04:21: Nachdem wir Russlands sanktionieren ist das jetzt über andere Lieferkanäle in der Welt verschifft worden und wir haben einen großen Anteil von unserem Diesel von den großen Raffinerien in mittleren Osten bekommen Und diese Raffinerien können momentan nicht exportieren und dementsprechend können wir das Material nicht bekommen.

00:04:41: Das erklärt für Sie auch, warum bei uns die Dieselpreise so stark anziehen?

00:04:45: Wenn der Rollpreis jetzt gestiegen ist, sagen wir um dreißig Dollar dann ist in der gleichen Zeit ja die Dieselmarge also dass was wir mehr zahlen für Diesel im Vergleich zum Rohr, von ungefähr zwanzig Dollar pro Fass gestiegen auf knapp siebzig Dollar.

00:05:03: Das heißt allein die Diesel-Marge also das was zusätzlich zum Rohl ist um fünfzig Dollar gestiegen und das zeigt ihnen schon dass eigentlich Diesel Treiber, der Preistreiber in Europa ist.

00:05:17: Noch viel schlimmer ist es im Flugtreibstoffbereich wo dort sind wir zu dreißig Prozent importabhängig.

00:05:23: wenn Diesel sind nur zwanzig Prozent aber da sehen Sie schon dass auch wird betroffen sind.

00:05:28: Aber wir zahlen halt momentan noch ein bisschen mehr.

00:05:30: deswegen werden die Verströmen umgeleitet und Wir haben noch eine Versorgung.

00:05:35: aber das ist keine triviale Übung.

00:05:39: Jetzt wurden zuletzt schon strategische Ölreserven freigegeben, hunderte Millionen Fass mit dem Ziel die Preise zu stabilisieren.

00:05:47: Der Effekt war kaum spürbar wenn Reserves freigegeben werden und die Preisse trotzdem hoch bleiben weiter steigen.

00:05:54: woran liegt das?

00:05:56: Jeder Ölhändler jeder der eine Beschaffung tätigt muss immer jeden Tag einschätzen wie groß ist die Krise und wie lang dauert die Krises.

00:06:06: Und diese Einschätzung ist ja nicht so einfach vorzunehmen, weil wenn ich jetzt sage heute wäre zum Beispiel der Konflikt vorbei habe auf einer Seite sofort eine spürbare Entlastung meines Nervenkostüms.

00:06:19: Aber ich muss trotzdem überlegen wann kriege ich denn dann wirklich Lieferungen?

00:06:23: Das kann dann noch immer ein zwei Monate dauern bis sich die Lieferketten wieder normalisieren und Diese Einschätzungen sind für alle Magdeln immer sehr schwer zu tätigen weil einfach auch die Signale, die geschickt werden von den involvierten Parteien unterschiedlicher nicht sein können.

00:06:40: Wie jetzt wird überlegt oder wird geplant weitere Reserven frei zu geben?

00:06:44: Auch Österreich wird da mitmachen.

00:06:46: Geben Sie uns mal eine Vorstellung was kann denn das bewirken und wie viele von solchen Reserfen sind überhaupt da?

00:06:52: Ja also man gibt jetzt einmal weltweit vierhundert Millionen.

00:06:56: fast frei sage ich mal ganz nett.

00:07:00: Was bedeutet das?

00:07:01: Das heißt, dass die Industrieländer dieser Welt die strategische Lagerbestände haben einen Teil ihrer Lager Bestände jetzt den Energieunternehmer zur Verfügung stellen.

00:07:14: In Österreich bedeutet es konkret, dass jetzt der Nationalrat demnächst beschließen wird und der Wirtschaftsminister mit einer Verordnung auf die Schiene bringt wo dann die Erdo Lagergesellschaft in Österreich diese Reserven haltet diese dann der OMV anbieten wird.

00:07:31: Angenommene OMV nimmt das Angebot an, dann wird sie bis zu dreihundertzwanzigtausend Tonnen – das sind zwei Komma-vier Millionen Fass – an Roll bekommen können.

00:07:40: Was heißt das?

00:07:41: Die bekommen das aus den Lager die wir hier in Österreich haben und Sie brauchen da nicht zum Beispiel kasachisches Roll oder lübiges Roll oder eben irgendein anderes Roll am Markt kaufen.

00:07:54: Dadurch, dass sie dann am Markt eben ein anderes Roel nicht kaufen müssen, bedeutet es, dass dieses Roel verfügbar ist.

00:08:01: Das heißt das kann jetzt jemand der von dieser Versorgungskrise gebeutelt ist wie zum Beispiel ein thailändischer Raffinöer oder ein indischer oder wer auch immer, kann dann im Markt leichter so einen Volumen aufgreifen.

00:08:15: Dass diese Maßnahme die jetzt die Internationale Energieagentur auf Schiene gebracht hat, eine Aktion der Solidarität, der globalen Solidaritet.

00:08:26: Damit wir hier alle gemeinsam versuchen Volumen am Markt zur Verfügung zu stellen dass diejenigen die eben nicht so viele Lager haben jetzt nicht ganz im Trockenen sitzen.

00:08:35: Außerdem hat dann die Internationale Energieagentur eine Reihe von Empfehlungen an Regierungen ausgegeben, also da finden sich Maßnahmen wie eben mehr Homeoffice-Tage, Tempolimits auf Autobahnen, Reduktion vom Flugverkehr bis hin zur privaten Nutzung von Autos nur in manchen Tagen.

00:08:51: Wir kennen solche beziehungsweise ähnliche Maßnahmen aus der Vergangenheit – was können sie bewirken?

00:08:58: Naja, es ist im Prinzip ein Vorsichtsprinzip das hier ausgerufen wird.

00:09:02: Also jeder der einen Rationaldenken der Mensch ist und der jetzt sagt ich schau auf mein Geldbörsel weiß dass wenn er jetzt den hundert kmh fährt und nicht hundred dreißig das ein wenig Also ein bisschen weniger Treibstoff verbraucht.

00:09:18: Das ist ja soweit empirisch von jedem von uns schon normalen wahrscheinlich festgestellt worden.

00:09:23: Diese Tatsache den Menschen in Erinnerung zu rufen, ist nichts anderes als eine erzieherische Maßnahme oder ein Appell das jeder eben beitragen kann dazu dass man jetzt nicht übermäßig viel verbrauchte und dass man da vielleicht leichter über diese Phase der Verknappung hinweg kommt.

00:09:40: Schauen wir mal dazu, was die österreichische Politik macht.

00:09:43: Die setzt nämlich anders als in der jüngeren Vergangenheit auf eine Preisbremse.

00:09:47: Will die Mineralölsteuer senken?

00:09:49: Die Marschen von Energiekonzernen beschränken?

00:09:51: ist es sinnvoll oder verzehrt das die Preissignale, die ja eigentlich in einem solchen Fall zum Sparen anregen würden?

00:09:57: Das sind die Frage, was möchte man erreichen?

00:09:59: nicht Ich glaube der Hauptfokus in der Diskussion bis jetzt war jener, dass man versucht einzugreifen um eben eine Inflation im Griff zu bekommen.

00:10:10: Wenn man auf deiner Seite wie es richtig sagen die Preissignale wirken lassen möchte dann bedeutet das höhere Preise.

00:10:17: Diese höheren Preise muss man vorsichtig sein sind sicher eine enorme Belastung für die Frechter auch für die Kleinlogistiker die dem nicht auskommen, die auch diese Preise nicht unmittelbar sofort weitergeben können aber unmittelbare mehr zahlen müssen.

00:10:32: Da ist es einmal die Frage will man sich es leisten dass man da eine höhere Anzahl von Insolvenzen zu befürchten hat?

00:10:41: Wenn man jetzt das nicht durchauschen lasst sondern man möchte eingreifen wie gesagt dann ist einmal dieses Inflationsziel oder die Reduktion der Inflation jetzt mal Thema in der Diskussion und da ist meine Sachten wichtig dass man rasch hilft.

00:10:56: Es bringt nichts, wenn wir jetzt bis April warten und dann halbherzig eine Zinssendlösung machen.

00:11:03: Weil mit dem werden wir keine Inflation aufhalten.

00:11:06: Da hat mir die italienische Methode gut gefallen, um zu sein sofort.

00:11:11: Und das greift vielleicht nicht alles aber es greift immer die Hälfte ab von dem was hier passiert.

00:11:18: Bei uns ist halt ein bisschen das Problem einer Koalition weil Jeder möchte irgendwo sich verwirklicht sehen, in dem und ideologisch irgendwie das Ganze verwirklichen.

00:11:30: Und dann kommt noch dazu das fehlende Handwerkszeug.

00:11:34: Da sehe ich es in der Diskussion und auch in der Verordnung die Qualität der Lieferketten nicht abgebildet ist.

00:11:41: Man versteht offensichtlich gar nicht wie der Markt funktioniert.

00:11:45: Schauen wir mal auf den internationalen Ölmarkt.

00:11:47: Die USA sind ja inzwischen auch Nettoexporteur von Öl und Gas, und wir haben schon im Zusammenhang mit den Zöllen gesehen, dass man da von Seiten der USA durchaus einen Absatzmarkt in Europa sucht.

00:11:59: Können jetzt die USA von dieser Krise geopolitisch profitieren?

00:12:03: Es gibt in Amerika eine Energietoktrin, die von Energiedominanz spricht.

00:12:10: Das heißt, die Amerikaner wollen eine Energiedominanz haben.

00:12:14: Und ja, man sieht das in ihren Ausbauplänen für Export.

00:12:20: Man sieht es auch in ihren Begehren und natürlich ist Amerika momentan der große Profiteur wenn die Energiepreise steigen.

00:12:28: Das ist sowohl für das Flüssiggas der Fall als natürlich auch für ihre Ölexporte.

00:12:34: Wenn Sie da in den nächsten zwölf bis vierundzwanzig Monate schauen Was ist denn ein wahrscheinliches Szenario, wie sich das weiterentwickeln wird?

00:12:42: Es hängt jetzt natürlich ab.

00:12:43: Wie sich der Krieg weiter entwickelt und das können wir schwer sagen.

00:12:46: aber rechnen Sie mit einer Entspannung in diesem Zeitrahmen oder eher eine neue Normalität mit eben dauerhaft hohen Preisen?

00:12:55: Ja die Frage ist, wie kommt man aus diesem Konflikt wieder raus nicht?

00:12:59: Und wir haben hier drei verschiedene Spieler.

00:13:01: Auch wenn Israel und die USA gemeinsam den Iran angegriffen haben, haben sie durchwegs unterschiedliche Interessen in diesem Konflikt.

00:13:09: Es ist also nicht so dass Trump jetzt vielleicht sich doch vorgestellt hat er hat einen schnellen Erfolg ja?

00:13:16: Jetzt hat er nicht den schnellen Erfolge.

00:13:18: er würde wahrscheinlich lieber heute als morgen der Sieg verkündigen und wieder nach Hause gehen.

00:13:23: Ich glaube, das sieht nicht an Jao etwas anders.

00:13:25: Der sieht erst dann das Ganze erledigt, wenn er im Iran einen Regime-Change hat und das macht es natürlich schwierig weil wir jeden Tag Erzeugen sind von strategischen Aktivitäten, wo Provokationen stattfinden.

00:13:41: Die da zudienen die andere Seite in den Kriegstärke hineinzuziehen oder andere Parteien hinein zu ziehen.

00:13:47: Deswegen haben wir ja auch jetzt Überlegungen von Saudi-Arabien und ein Vereinigten Arabischen Emiraten sich sogar diesen Konflikt zu beteiligen.

00:13:55: Das heißt es wird sehr viel gemacht um hier das Ganze in unterschiedliche Richtungen zu entwickeln nicht?

00:14:01: Und deswegen ist es nicht so einfach zu sagen jeder sucht den Ende Wenn es nicht zu einem Ende kommt, würde ich mich wundern.

00:14:10: Weil die amerikanischen Spritpreise sind ein hervorragender Indikator was politisch und Amerika akzeptabel ist.

00:14:18: Der Krieg war von Anfang an für die große breite Öffentlichkeit schwer vertaulich.

00:14:23: in dem Moment wo aber die Preise über vier Dollar pro Gellung gehen ist das in Amerika dann ein Logo weil Leute interessieren sich im Großen und Ganzen nicht viel Außenpolitik Aber es interessiert sich sehr stark, was sie jeden Tag in ihr Auto tanken.

00:14:37: Das heißt das ist etwas, was Trump sehr zusetzt und auch die Markerbewegung, dass er nicht schätzt.

00:14:44: Deswegen könnte man glauben, dass es hier ein logisches Incentiv gibt, das in diesem Krieg beendet.

00:14:51: Das Szenario, wie kann man hier gewinnend aussteigen?

00:14:55: Wie kann man das Szenarium schaffen, dass sowohl die Amerikaner als auch der Iran gewinnen und die Straße von Hormuz wieder geöffnet wird.

00:15:02: Könnte sein, dass es hier zu Zöllern kommt auf die Durchfahrt durch diese Straße vom Hormus und dass man sich detaillen wird Und am Ende des Tages zahlen wieder wir.

00:15:16: Also können Sie sich ja denken, die Europäer haben zwar mit dem Konflikt nichts zu tun aber zahlen werden immer.

00:15:21: wir dürfen und ich kann mir vorstellen dass das irgendwo so eine Art von Transaktion sein wird wo man nachher sagt jeder hat irgendwas gewonnen wenn Israel sich durchsetzt unter Krieg weitergeht und man hier versucht Bodentruppen zu schicken dann können sie sich vorstellen dass es ganz in die Länge gezogen wird.

00:15:39: es wird wesentlich mehr Tote geben auch auf der Seite amerikaner.

00:15:42: Ob das dann von Erfolg gekämpft ist, bezweifle ich und wird einfach nur länger dauern.

00:15:48: Und die Konsequenzen bei uns werden sein dass je länger sich das ganze im Laufe des Jahres nach hinten verschiebt desto eher werden wir ein Problem bekommen auch was unserem Gasmarkt anlangt.

00:16:00: weil momentan haben wir einen Glück.

00:16:03: Diese Versorgungskrise, die ausgelöst ist durch den mangelnden Volumina an katarischen Flüssiggas – das ist ja immer in der weltweit zweitgrößte Flüssiggas-Lieferant -, wird uns deswegen treffen.

00:16:16: Weil die Menge so groß ist, die da fehlt und je länger dass sie fehlt, desto mehr Nachfrage wird frustriert werden.

00:16:23: Jetzt ist es bei uns im Sommer ein Thema, das vor allem die Industrie betrifft weil die kaufen das ganze Jahr über!

00:16:30: Das heißt, die müssen momentan mehr zahlen wie noch im Winter.

00:16:33: Kommt aber dann bei uns die Wintersaison wird dann auch eingelagert werden müssen.

00:16:37: das heißt da wird auch wieder stärker Bedarf sein und es wird die Winternachfrage sein.

00:16:43: Dann werden wir sehr preissensitiv sein.

00:16:45: und dann ist sie Frage ob nach wie vor der Gaspreis bei uns den Strompreis setzt?

00:16:50: Momentan ist das ja der Mechanismus wie dieser Markt funktioniert.

00:16:55: Ich sage schon seit Jahren, man soll das reparieren.

00:16:57: Dass wir ähnlich wie die Ibera im Zweiundzwanzigerjahr uns da entkoppeln.

00:17:02: Das wird dann spannend sein weil wenn nicht, werden wieder eine flächendeckende Inflation haben.

00:17:08: also Wir haben jetzt noch Zeit.

00:17:10: Wir haben ein paar Monate Zeit dass wir unsere Hausaufgaben machen.

00:17:14: Wenn dieser Krieg länger weiterläuft und wenn wir die Hausabgaben nicht machen Dann werden wir eine ganz pittere Rechnung präsentiert bekommen.

00:17:23: Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern bringt uns also einmal mehr in eine äußerst unangenehme Situation.

00:17:29: Weitere Berichterstattung rund um die aktuelle Energiekrise sowie konkrete Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft finden Sie wie immer in den Show-Nutz.

00:17:37: – Danke fürs Zuhören und dranbleiben, bis zum nächsten Mal!

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