US-Bodentruppen im Iran? „Einen Marsch auf Teheran kann man mit diesen Kräften nicht durchführen"

Shownotes

Seit 28. Februar herrscht Krieg rund um den Iran: Die USA und Israel greifen den Iran an. Der Iran schießt wiederum Raketen auf Israel, auf US-Militärstützpunkte und Verbündete in der Region: die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Katar zum Beispiel. Die Straße von Hormuz, eine Meerenge zwischen Iran und der arabischen Halbinsel, ist vom Iran mehr oder weniger blockiert. Etwa 20 Prozent bis zu einem Viertel des weltweiten maritimen Ölhandels wird normalerweise hier durchtransportiert. Das ist wohl das größte Ass im Ärmel Irans. Gleichzeitig nimmt Israel wieder verstärkt die pro-iranische Hisbollah im Libanon ins Visier und hat im Süden des Libanon die Kontrolle übernommen.

Nach drei Wochen Bombardement durch Israel und die USA: Zeigt der Iran Zeichen von Schwäche? Welche Ziele werden derzeit von Raketen beider Seiten ins Visier genommen? Oberstleutnant Christoph Göd, Militärstratege des österreichischen Bundesheers, beobachtet die Situation in der Region nicht erst seit Kriegsbeginn und gibt im „Presse“-Podcast eine Bestandsaufnahme: Wo stehen wir nach über drei Wochen Krieg?

Gast: Christoph Göd, Oberstleutnant, Militärstratege des österreichischen Bundesheers Host: Klemens Patek Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger

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00:00:05: Die Presse.

00:00:08: Herzlich willkommen bei Was Wichtig Ist!

00:00:11: Mein Name ist Clemens Patek, ich bin Nachrichtenredakteur mit Schwerpunkt Ausland bei der Presse und ich freue mich, dass sich Sie heute als Gastgeber bei unserem Podcast begrüßen darf.

00:00:20: Seit April herrscht Krieg im und rund um den Iran – das war der Tag an dem USA und Israel, den Iran zum ersten Mal angegriffen haben.

00:00:30: Und jetzt haben wir fast schon Ende März, es hat sich einiges getan.

00:00:33: Das konkrete Kriegsziel der USA im Iran wissen wir immer noch nicht – US-Präsident Donald Trump spricht von Verhandlungen mit dem Iran der Iran dementiert.

00:00:44: Für mich stellt sich die Frage, und vielleicht haben Sie sich diese Frage ja auch schon gestellt.

00:00:47: Wie ist die Lage in diesem Krieg?

00:00:49: Kann der Iran immer noch ungehindert Raketen auf seine Nachbarländer schießen?

00:00:54: Haben die Raketenangriffe der USA etwas bewirkt oder auch die Schläge gegen ranghohe Kommandanten in den militärischen Strukturen des Iran aktuell wieder viel über einen Bodentruppeinsatz des US-Militärs gerätselt?

00:01:07: Ist es möglich etwa die Insel Hark zu kontrollieren um die Ölexporte des Iranes zu stoppen?

00:01:14: Jemand, der Antworten auf meine Fragen hat ist Oberstleutnant Christoph Goet vom österreichischen Bundesheer.

00:01:20: Ich habe in telefonisch erreicht, ChristophGoet beobachtet und analysiert die Lage in der Region schon seit vielen Jahren.

00:01:31: Herr Goet, vielen Dank, dass Sie sich heute Zeit nehmen mit uns ein wenig über die aktuelle Lage mir rankriegt zu sprechen.

00:01:36: Schön, dass sie da sind.

00:01:37: Guten Tag!

00:01:38: Danke für die Änderung.

00:01:39: Ende Februar dieser Krieg gestartet – Die Kriegszielle von USA und Israel waren immer etwas unklar, zumindest in der Kommunikation nach außen.

00:01:47: Wo stehen wir denn derzeit in diesem Krieg?

00:01:48: Was passiert denn da tagtäglich?

00:01:50: Also wenn wir uns mal rein auf die militärischen Ziele konzentrieren dann ist es den USA und Israel gelungen die Raketenproduktionsstätten aber auch die Abschussbasen- und Standorte so weit zu reduzieren oder soweit zu bekämpfen dass eine mehrliche Reduktion an Angriffen seitens ins Iran mittels Raketen durchgeführt worden ist.

00:02:12: Das ist der erste Aspekt.

00:02:13: Der zweite Aspekt ist, es ist in den USA gelungen die iranischen Seestreitkräfte massiv zu bekämpfen und auch Großteils zu zerstören.

00:02:22: also vor allem die großen Schiffseinheiten sind versenkt worden.

00:02:26: kleinere Boote gibt das natürlich immer noch.

00:02:28: Und der dritte Aspekt der immer wieder genannt wurde ist die Beendigung des Nuklearprogramms.

00:02:33: hier sind Angriffe oft in sein Richtungen erkannt wurden ist es nicht gelungen das angereichete Oral irgendwie zu bekämpfen beziehungsweise im Besitz zu bringen.

00:02:46: Was wir derzeit sehen, ist dass die rein militärische Aspekte bisher nicht dazu geführt hat, dass der Iran eingelenkt hat also kapituliert oder dass es zum Regime stürzgekommen ist und deswegen sind wir jetzt auch diplomatische Maßnahmen auf denen man versucht hier zu einem für zumindest einmal die USA und Israel günstigen Ende des Konfliktes.

00:03:07: Aber das heißt Iran ist trotzdem immer noch in der Lage, Raketen abzuschießen aber halt doch merkbar reduziert.

00:03:13: Richtig also wir haben ungefähr eine oder die täglichen Raketen Angriffssaal sind ungefähr zehn Prozent von dem was es zu Beginn des Konfliktes war.

00:03:21: Also Iran ist weiterhin in der Lage Druck auszuüben nicht nur direkt durch Rakettenbeschuss sondern vor allem indirekt indem man wirtschaftliche Grundlagen in der Region bekämpft oder einerseits durch Drohungen, z.B.

00:03:34: auch an der Straße von Unmus-Maßnahmen setzt die dazu führen dass der wirtschaftlichen Druck auf die Region steigt und dadurch auch der Druck auf Israel und in den USA steigt.

00:03:43: Die Straße von Hormuz kann man durchaus als Ass im Ärmel des Iranes bezeichnen oder so würde ich das zumindest machen.

00:03:48: Wie leicht oder wie schwer ist es denn, so eine Meeresstraße zu kontrollieren?

00:03:51: Beziehungsweise kann man da nicht militärisch auch dagegen vorgehen?

00:03:54: Also

00:03:55: das ist tatsächlich das wesentliche strategische Druckmittel dass die Iran zurzeit hat.

00:04:00: Eine komplette Späre der Strasse von Homus ist rein militärischer gesehen relativ einfach.

00:04:06: Man kann hier verschiedenste Giftmittel nehmen einerseits natürlich Minen, Seeminnen die hier eine Durchfahrt erschweren oder sogar verhindern würden und zusätzlich die Wirkung mit Antischiffsraketten von den umliegenden Küsten, aber auch die Wirkung mit Drohnen aus den umlegenden Küsteregionen.

00:04:24: Und schließlich natürlich noch der Einsatz von Überwasser-Einheiten – das sind also Schnellboote kleine, das können auch Dronenboote sein, mit denen man natürlich diese Schiefe dort angreifen kann.

00:04:35: Also die Späre ist relativ einfach zu bewirken, die militärische Öffnung der Straße von Marus wie sein komplexes Unternehmen.

00:04:44: Dass sozusagen die Kombination von mehreren Teilstreitkräften würde, dass militärisch sagen notwendig würde.

00:04:51: Das heißt man müsste einerseits einmal durch Luftwirtkräfte in der Region die Luftüberlegenheit herstellen das heißt es würde bedeuten, dass man einerseits selber umgehindert seine Luftfahrzeuge in dieser Region einsetzen kann also sämtliche Fliegerabwürssysteme, das ihre Ansturz bekämpft.

00:05:07: Gleichzeitig würde es bedeuten, dass man aus der Luft Wirtmittel des Iranes, also Drohnenabschussbasen oder auch Erkippenabschusvorrichtungen bewirken kann und sozusagen durch diese Luftüberlegenheit Voraussetzungen schafft das man dann mit Marine-Einheiten in die Straße von Hormuz vordringen kann.

00:05:26: Die einerseits verwendet werden können um die Minden zu räumen, gleichzeitig verwendete werden können Kamonen und Raketen aus den Schiffen hier selbst wieder, Bedrohungen an der Küstenregion ausschalten.

00:05:41: Und auch in einer weiteren Folge andere Schiffe durch die Straße von Humus eskortieren

00:05:47: könnten.".

00:05:48: Eine weitere Aktion, die man hier sich auch mitdenken muss ist natürlich auch, dass man Bodenkräfte einsetzt.

00:05:54: Das heißt das man an neureigischen Punkten im Vertrieb Einheiten landet, die so zu einem Hier gewisse Zonen in Besitz nehmen und so wieder es erschweren, dass aus diesen Zonen auf den Schießverkehr wirken kann.

00:06:07: Das sei etwas sehr komplexes sehr risikoreiches Unternehmen und selbst dann ist wahrscheinlich eine gefahrenlose Durchfahrt durch die Straße, man muss noch immer nicht zu hundert Prozent sichergestellt.

00:06:18: Das heißt es wäre doch keine strategische Option, die man wahrscheinlich angehen würde?

00:06:22: Ich glaube das ist sehr wohl eine Option.

00:06:25: Die Frage ist halt, wie man sich sagt ob man das vorher leichter mit anderen Mitteln auch erreichen kann.

00:06:30: Und das sehe ich hier zumindest mal, die diplomatischen Bemühungen wären ein so einen Ansatz.

00:06:36: Wie gesagt eine Einsatz zur Öffnung der Straße Humus ist nicht garantiert, dass der Erfolg hat und ist natürlich mit dementsprechenden Risiken verbunden.

00:06:45: Es haben Sie auch schon Bodentruppen in diesem Szenario genannt.

00:06:49: Aktuell wird darüber viel diskutiert, die USA schicken weitere Soldaten in der Region angeblich zwischen zwei tausend und dreitausend Soldaten der Luftlandedivision.

00:06:57: ist ein Einsatz von Bodentropen zum derzeitigen Zeitpunkt im Krieg vorstellbar?

00:07:01: eine Option etwa um die Insel Chagg zu kontrollieren, von der Iran seinen Großteil seiner Ölexporte abwickelt?

00:07:07: Also grundsätzlich ist es mal mit Verlegung in den Raum gibt man oder ermöglicht der Führung vor Ort, aber natürlich auch die politischen Führungen ein weiteres Handlungsspektrum.

00:07:18: Das heißt man hat jetzt mehr Möglichkeiten Druck auf den Iran auszulösen.

00:07:22: Das ist also einerseits eine Maßnahme zur eigenen Erhöhung der Handlungsfreiheit, aber gleichzeitig auch einen Signalgegeln gegenüber dem Iran dass man es ernst meint und das noch bereit ist, oder bereit sein könnte solche Truppen einzusetzen.

00:07:35: Die Frage ist wofür sind diese einzusetzt?

00:07:38: Wir sehen dass hier zwei Marine Expeditionary Units sind.

00:07:41: Das sind also leichte Infanteriekräfte, Portaleonstärke, mehrere Kompanien-Suppsurgen und Kräfte der Zweiundachtzigsten Luftlandedivisionen der Amerikanischen.

00:07:51: Es sind auch Leichtinfanteriekkräfte.

00:07:53: D.h.,

00:07:54: von denen ist jetzt nicht da!

00:07:56: auszugehen, dass sie große raumgreifende Operationen in den Raum durchführen.

00:08:00: Sondern wir ändern das mal eben hier als eine Möglichkeit gewisse Inselkopierungen im Bereich zum Beispiel der Straße von Nomus oder auch im Bereich der Insel Kark die Sie bereits angesprochen haben im Besitz nehmen könnte.

00:08:14: ich sage könnte weil natürlich die Frage ist was dann also?

00:08:19: man hat jetzt zb eine Insel eingenommen Das Iran, dann ist die Frage wie der Iran aufreagiert.

00:08:25: Der kann sagen okay das ist ein Problem, das ist eine Verhandlungsmasse wir können darüber verhandeln oder er kann das einfach zur Kenntnis nehmen und die dort vor Ort befindlichen US-Bodengräfte bekämpfen, wodurch natürlich die USA in diese Situation kommt dass jetzt ein Teil sich auch nicht besitzt hat aber sozusagen damit nichts anderes anfangen kann außer dass sie dort steht und das dann auch aufrechterhalten muss.

00:08:50: Und diese Kräfte wären aus meiner Sicht sehr verwundbar, vor allem wenn sie in der Nähe des iranischen Festlands sind weil sie natürlich hier in die Reichweite der iranische Waffen kommen und sie müssten ständig versorgt werden.

00:09:03: d.h.,

00:09:03: man muss sich nicht nur es reichtigt wie man sie dort angelandet hat sondern man muss sie mit Munitionen Verpflegung Man muss die Verwunderten von dort wieder herausholen und verstärken nachbringen.

00:09:15: Das ist jetzt die ständige Bewegung, das ist natürlich sehr risikoreich wenn es in der Reichweite iranischer Waffen ist.

00:09:23: Aus meiner Sicht ist es eine Möglichkeit die mit sehr hohem Risiko verbunden und die Frage ist was erreicht man da durch?

00:09:30: Und das sollte aus meiner Sicht immer einer der wesentlichen Punkte sein wenn man Bodentruppen einsetzt.

00:09:34: Was ist der Sinn und Zweck von dieser Aktion?

00:09:36: Wenn wir von Bodentruppen reden haben Sie schon gesagt dann reden wir davon begrenzten Operationen sozusagen.

00:09:42: Ja, richtig!

00:09:42: Also diese leichten Kräfte sind wie gesagt nun in der Lage kleinere Räume im Besitz zu nehmen und diese zu halten.

00:09:48: aber sozusagen einen Marsch auf die Iran kann man mit diesen Kräften nicht durch.

00:10:02: Bemirkt man eigentlich strukturell eine Schwächung des iranischen Militärs?

00:10:06: Ich denke dass dann an den Hauptunschlägern viele Kommandanten die getötet worden sind hatte Iran da noch die volle Kontrolle über sein Militäre.

00:10:13: Grundsätzlich daran vorbereitet.

00:10:15: das hat sich auch bei den Hauptunschlägen weiter eine gewisse Führungsfähigkeit aufrichter ist.

00:10:21: Wir sehen auch weiterhin, dass Angriffe durchgeführt werden ob das jetzt mit Raketen, Drohnen oder auch Schiffselementen sind.

00:10:27: Das heißt er ist noch handlungsfähig daran.

00:10:30: die Frage ist inwieweit er hier miteinander sich koordinieren kann.

00:10:34: was wir nicht sehen was wir aus dem Krieg im letzten Jahr gesehen haben also riesige Raketensalben wo mehrere dutzend oder hundert Raketen gleichzeitig abgefeuert werden?

00:10:45: wahrscheinlich auf die eingeschränkte Führungsstruktur zurückzuführen, aber natürlich andererseits auch auf die Bekämpfung dieser Wirkmittel zurückzufühlen.

00:10:53: Der große Test aus meiner Sicht im Gewalt.

00:10:56: der Iran-Führungsweg ist wird sich zeigen wenn man zu einem Art Waffenstillstand oder zu einer gewissen Lösung führt zum Beispiel die Straße muss kommt weil dann musste Iran zeigen können, dass er alle seine Elemente unter Kontrolle hat und diese auch koordinieren fühlen kann.

00:11:11: Weil ich nur so keinen Waffen stößt und funktioniere.

00:11:14: Und das ist das Problem von Enthauptungsschlägen aus meiner Sicht.

00:11:17: Wenn man die Führung zerstört oder zerschlägt oder in ihrer Handlungsfähigkeit einschränkt dann hat man natürlich das Problem, wenn man sozusagen mit dieser Führungen verhandeln will oder eine Übereinkommen treffen will dass natürlich dann unklar ist, wie weit der Gegenüber oder Verhandlungspartner auch die Kraft besitzt oder die Fähigkeit besitze, alle diese Elemente zu kontrollieren.

00:11:40: Letztes

00:11:40: Wochenende gab es einen Vorfall da hat Iran langstrecken Raketen in Richtung einer US-British Militärbasis im indischen Ozean geschickt mit einer angeblichen Reichweite von bis zu viertausend Kilometern.

00:11:51: Wie lassen sich solche Vorfälle einschätzen?

00:11:53: In Medien wird dann natürlich gleich gerne darüber gesprochen, dass das eine Reichweiter wäre die auch europäische Metropolen treffen könnte.

00:11:59: und was ist von solchen Raketen die der Iran-Abfahrt zu halten?

00:12:03: Ist der Iran da wirklich in der Lage langstrecken Raketen einzusetzen gezielt?

00:12:07: Also

00:12:07: bisher ist man davon ausgegangen oder grundsätzlich davon ausgegangen, dass die iranischen ballistischen Raketen eine Reichwerte das zu zweitausend Kilometer haben.

00:12:16: Jetzt diese Raketen, die ja abgeschossen wurden sind und vermutlich viertausend, wie Sie richtig gesagt haben, hier ist die Frage ob es sich um einen neuen Raketentyp handelt oder ob man zum Beispiel bei bestehenden Raketen über zwei tausende Kilometer Reichweite verfügen gewisse Adaptionen durchgeführt haben was ich aus dem Gefechtskopf also die Spremdladung so weit reduziert hat dass natürlich das Gewicht reduziert worden ist und dadurch die Rakete weiterfliegt.

00:12:40: Also alle diese Maßnahmen sind her denkbar.

00:12:43: Grundsätzlich ist es zu verstehen, als ein Signal seitens der Iran zu zeigen über welche Fähigkeiten sie verfügt.

00:12:50: Und ja Europa wäre auch in dieser Reichweite aber derzeit ist es nicht absehbar oder nicht wahrscheinlich dass Iran einen Angriff auf Europa durchführen würde weil das sozusagen derzeit aus Sicht des Iran seine Eskalationsstufe nach oben ist die derzeit nicht notwendig ist.

00:13:07: Das heißt, Sie sehen kein Szenario in dem das für den Iran-Syner geben würde zum derzeitigen Zeitpunkt europäische Städte anzugreifen.

00:13:13: Zum derzeitige Zeitpunkt sehe ich da keinen Sinn drin.

00:13:17: Was sieht es ja aus?

00:13:18: Dubai war zum Beispiel am Anfang des Kriegs viel in den Schlagzeilen beziehungsweise Angriffe der Sirans auf benachbarte Staaten wie die Emirate eben oder Kuwait und Qatar.

00:13:26: Sie haben schon gesagt, die Raketenangriffe haben sich ja deutlich reduziert.

00:13:30: aber hat sich da etwas verändert in den letzten Tagen?

00:13:33: In der Heftigkeit der Angrife?

00:13:35: Diese Angriffen finden weiterhin statt.

00:13:36: Die Golfregion ist sozusagen auch wenn man auf die Masse der Raketen-Angriffe schaut oder die Angriefe schaut dieses jene Region die die meisten Angriffs auszustehen hatte in der vergangenen Zeit.

00:13:49: Die sind weiterhin durchgeführt, die sind in dem Sinn keine große Änderung.

00:13:53: Die Frage, die sich hier gibt ist, inwieweit und wie lange noch die Luftverteidigungssysteme der Golfstaaten in der Lage sind, die Ziele zu bekämpfen?

00:14:02: Und zwar insichtlich der Verfügbarkeit von Abfangraketten, die sie vor allem dann notwendig sind wenn sie durch ballistische Raketen bekämpft werden, weil das die einzigen sind.

00:14:12: Also das ist sozusagen das was wir in den nächsten Wochen zu beobachten haben wird.

00:14:16: Das dürfte natürlich ein generelles Thema sein.

00:14:17: oder Verfügbarkeit von Abwehrraketen?

00:14:20: Richtig!

00:14:20: Das ist ein generelles Thema.

00:14:22: da gibt es weltweit einen sehr hohen Bedarf einerseits im Bereich der Ukraine und natürlich dann hier im Bereich des Golfstaaten aber auch in Israel sämtliche Staaten aufgrund der globalen Sicherheitslage ihre eigenen Luftverteidigungssysteme wieder auffrüsten oder wieder herstellen.

00:14:43: Auch Österreich möchte ja in diesem Bereich Investitionen tätigen, weil das einfach auf Grund der Begrung notwendig ist.

00:14:49: aber jetzt haben wir hier einen Dubain bedarf an Raketen und natürlich nur eingeschreckte Liefer- oder Produktionskapazitäten.

00:14:58: Ich möchte noch einen Blick nach Israel werfen bzw.

00:14:59: in den Südlibernon, das passiert ja fast ein wenig auch im Schatten der Auseinandersetzungen mit dem Iran... Da hat Israel eine Pufferzone im Süden des Libanons geschaffen und unter seine Kontrolle gebracht.

00:15:10: Welche Rolle spielt das Gebiet für Israel beziehungsweise in dem größeren Konflikt?

00:15:14: Mehr oder weniger als im größten Konflikte ist die Isbollah mehr oder weniger ein Stellvertreter des Iranes, nach den Auseinandersetzungen in den letzten zwei Jahren ist die isbollah stärkenmäßig recht reduziert worden.

00:15:28: Und es hat aber auch dazu geführt dass jetzt sozusagen der Iran scheinbar stärkere Kontrolle über die Hisbollah übernommen hat.

00:15:35: Es gibt immer wieder Berichte, wonach Geräfte der Iranischen Revolutionsgarten jetzt die Führung in dem der Hisboller mehr oder weniger stark beeinflussen und übernomen haben.

00:15:45: Das ist mal der eine Aspekt hier zu sehen ist um diesen globalen Zusammenhang darzustellen.

00:15:49: Der andere Aspekt ist das Ziel Israels ist hier so eine Pufferzone zu errichten wodurch die Angriffe auf den Norden Israells zumindest mit Kurzstreckenwaffen erschwert wird und sozusagen hier ein Vorfeld haben, dass zur Sicherheit des Nordens beiträgt.

00:16:07: Und natürlich das nächste Ziel ist natürlich auch hier die Hisbollah zu verschlagen mehr oder weniger als Gegner aus dem Spiel zu nehmen.

00:16:15: Das zählt ebenfalls natürlich dazu und natürlich auch der Druck, den man dadurch auf die libanesische Regierung ausüben möchte damit diese auch Maßnahmen setzt, die zu einer Entwaffnung der Hisbolla führen.

00:16:25: Aber d.h.

00:16:25: Israel ist durchaus gekommen um zu bleiben in dieser Pufferzone?

00:16:29: Nachdem derzeit entstand durchaus gekommen und zu bleiben.

00:16:31: Ja, man sieht auch das sozusagen in der Grenzregion zum Libanon Israel dass man noch hier Vorbereitungen getroffen hat und teilweise auch durchgeführt hat, dass man hier Ortschaften dem Erdbund gleich gemacht oder zerstört hat um eben hier eine gewisse, diese Pufferzone nach einem ähnlichen Beispiel wie im Gaserstreifen wo wir es ja auch an den, an der Grenzenregion zur Israel so durchgeführte, dass wir durch weitgehende Zerstörungen hier sozusagen ein Vorfeld schafft, dass es verhindert wird, das aus diesem Bereich Bedrohungen für den Stadt Israel stattfinden.

00:17:07: Und auf die Angriffe auf den Iran bezogen?

00:17:09: Welche Rolle spielt Israel deinem Vergleich zu den USA?

00:17:11: Wer trägt da die Hauptlast?

00:17:12: oder gibt's deine Arbeitsteilung sozusagen?

00:17:15: Es gibt ja mal eine augenständig geografische Aufteilung zwischen nämlich den Nordwesten des Iranes mit Masse Israel im Einsatz.

00:17:26: Gleichzeitig ist im Westen bzw.

00:17:28: Südwesten mit Nasse die amerikanischen Kräfte, im Einzelsel sind.

00:17:33: hier meine geografische Aufteilung.

00:17:35: dann ergibt sie natürlich aufgrund der verschiedenen Fähigkeiten auch eine Aufteilungen hinsichtlich wer macht oder wer kann was machen.

00:17:43: da hing es vor allem ob verfügbarkeit von bunterbrechenden Munition und solche Sachen.

00:17:47: also hier die USA natürlich eine höhere Fähigkeit.

00:17:49: das ist immer die eine Aufstellung.

00:17:51: Ansonsten findet eine Aene eine Koordinierung zwischen beiden Streitkräften statt, auch durch den Austausch von Verbindungsoffizieren.

00:17:58: Das ist immer der Aspekt ansonsten die Hauptlast bei den USA zu sehen was die Angriffe betrifft.

00:18:04: Wenn wir jetzt nochmal auf Österreich bezogen schauen hat sich durch den Krieg rund um den Iran die Bedrohungslage für Österreich in irgendeiner Form geändert dass auch das österreichische Bundesheer aktiv werden musst du zu sagen oder?

00:18:16: Das österreichische Bundesjahr hat natürlich das Ausministerium bei der evakuieren beziehungsweise Beratung in der Region gestrandeten Touristen und Österreicher unterstützt, auch durch die Inzender von Kratzlofen- oder Krisenunterstützungsthins.

00:18:29: Seitdem der Jagdkommand, das wird die eine Maßnahme.

00:18:31: Dann haben wir natürlich die Ausführung für Österreich in der Gefahr des Terrorismus gegen einerseits jüdische-israelische Einrichtungen allerdings auch gegen Einrichtung in den USA.

00:18:42: Das ist aber eher ein Bereich des Innenministeriums an Versiedeln und natürlich auch jetzt im Hinblick auf die angesprochene potenzielle Raketenbedrohung der viertausend Kilometer das eindeutig bestätigt.

00:18:56: Das ist natürlich die Notwendigkeit dieses Aufbauplans der Sösischen Bundeswehr, nämlich die Investition in den Luftverteidigungselemente einerseits in die Bodengebungelufverteilingen also Abwehrraketen.

00:19:06: Allerdings auch die Notwendigkeit der Luftkomponenten, nämlich der Abfangjäger, die hier dieses mehrschichtige Raketenabwehrschild darstellen können und diese aus dieser Bedrohung die Notwenigkeit eindeutig ergeben hat.

00:19:19: Herr Götth ich danke für Ihre Zeit und Ihre Analyse!

00:19:21: Danke für Deine Einladung.

00:19:24: Was ich diese Woche übrigens noch einmal genauer recherchiert habe, man kann sowohl der Iran sagen als auch nur Iran – also auch ohne Artikel ist es sprachlich korrekt.

00:19:34: Ein wenig exakter ist womöglich sogar die Variante «ohne Artikel», nur falls Sie sich diese Frage auch schon mal gestellt haben!

00:19:40: Ich hab meine sprachlichen Erkenntnisse auch in einen Artikel gegossen.

00:19:43: den Link dazu finden sie in den Show-Notes.

00:19:46: Falls Sie uns dem Podcastteam der Presse schreiben möchten, Sie rechnen uns unter podcast atdiepresse.com.

00:19:52: Wir freuen uns auch über fünf Sterne-Bewertungen, wo auch Immersions gerade hören.

00:19:57: Morgen begrüßt sie hier meine Kollegin Anna Wallner mit einem ganz besonderen Gast – haben Sie schon einmal von Lobster Lager gehört?

00:20:04: Ja es geht um ein Bier und vor allem um KI!

00:20:07: Der Salzburger Stefan Erschwender erzählt hier im Presse-Podcast wie er seinem schrägen Experiment mit Brautank, Webcam und KI-Agentenlogik ein global beachteter

00:20:17: KI

00:20:18: Case wurde.

00:20:19: also Hören Sie morgen wieder rein.

00:20:20: Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!

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