Der Wandel des Alexis Pascuttini: Wie aus dem FPÖ-Talent ein Parteifeind wurde
Shownotes
Mit 16 dockt Alexis Pascuttini bei der FPÖ in Graz an. Heute sagt er: "Ich war ein Fan von Heinz-Christian Strache und habe geglaubt, die FPÖ ist die Partei, die alles anders macht". Er steigt rasch auf, gilt als Nachwuchshoffnung innerhalb der Landespartei. Doch ab 2021 trübt der Finanzskandal der Grazer FPÖ seinen Blick auf die eigene Partei, er stellt Fragen, schließt einen Gemeinderat aus und kommt in einen Loyalitätskonflikt, der schließlich im Ausschluss durch die Partei mündet.
Seine erste politische Heimat verliert er im Herbst 2022, er bleibt aber politisch aktiv. In den vergangenen Jahren saß er parteifrei im Gemeinderat und schloss sich dem KFG (Korruptionsfreier Gemeinderatsklub) an. Im März 2026 dockt er bei den Neos an und tritt bei den Grazer Gemeinderatswahlen im Juni auf de 3. Listenlatz für die Partei an. In der zweiten Folge geht es dann um den Grazer FPÖ-Skandal, die zähe Aufarbeitung der Affäre — und um die Frage, warum Pascuttini heute ausgerechnet bei den Neos gelandet ist.
Gast: Alexis Pascuttini, Rechtsanwaltsanwärter, Ex-FPÖ-Mitglied, tritt im Juni bei den Gemeinderatswahlen für die Neos in Graz an. Moderation: Anna Wallner, Head of New Media Schnitt: Audiofunnel/Georg Gfrerer Mehr zum Thema: >>> Finanzcausa um Grazer FPÖ: Anzeige gegen Staatsanwältin eingebracht
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Transkript anzeigen
00:00:05: Die Presse.
00:00:06: In meiner damaligen jugendlichen Navität war Heizkristian Strache und die FPÖ, die Partei, die das anders machen wollte – ich habe das geglaubt!
00:00:16: Und bin dann relativ früh eben mit vierzehn-fünfzehn in das Umfeld der Freiheitlichen Partei Österreichs gekommen im Knittelfeld und dann ihm auch mit sechzehn Jahren beigetreten.
00:00:25: Also gerade auch noch, wenn man dann in der Partei angekommen ist und auf dem Parlamentsclub arbeiten darf da eine Grazricht früh eine politische Position übernehmen.
00:00:35: Da redet man sich natürlich in den ersten Jahren einiges schön.
00:00:39: Mir war bewusst, wenn ich dagegen stimme, dann haut mich die Landespartei aus der
00:00:42: Partie.".
00:00:44: Alexis Pascottini war ein junger Hoffnungsträger der FPÖ in Graz.
00:00:49: Heute ist er einer ihrer allerschärfsten Kritiker!
00:00:53: Er hat schon öfter Interviews gegeben, zuletzt etwa dem deutschen Spiegelmagazin.
00:00:58: Er war auch schon in einigen österreichischen Podcast zu Gast – aber erstens noch nie bei uns und zweitens hat sein Fall aktuell eine ganz neue Spannung bekommen.
00:01:08: Denn er hat nun bei den Grazer Niosen angedockt.
00:01:11: Vor wenigen Tagen erst hatte er bei den internen Vorwahlen den Briten Listenplatz für die Gemeinderatswahl im Juni erworben.
00:01:19: Deswegen wollen wir uns hier seiner Geschichte genauer widmen und zwar in zwei Teilen.
00:01:25: In dieser ersten Podcast-Folge geht es darum, wie er als junger Mann zur FPÖ gekommen ist und dort rasch aufsteigen konnte und wieso er der Partei dann nach zehn Jahren plötzlich den Rücken gekehrt hat.
00:01:38: In Folge II wird es um seine Jahre seit dem Ausstieg der Partie gehen und um seinen Wechsel zu den Nios.
00:01:45: Das ist was Wichtiges.
00:01:47: Ich bin Anna Wallner, seit zwanzig Jahren Journalistin bei der Presse und einer der Hosts dieses Nachrichten-Podcasts.
00:01:55: Alexis Pascottini wird diesen Sommer schon dreißig Jahre alt.
00:01:58: Er ist Jurist und arbeitet derzeit als Rechtsanwaltsanwärter in einer Grazerkanzlei.
00:02:04: Außerdem ist er seit vier Jahren im Grazer Gemeinderat Clubchef des korruptionsfreien Gemeinderatsklubs.
00:02:10: Meine erste Frage an ihn war, wieso wollte er als junger Mann mit Fünfzehnsechzehn eigentlich zur FPÖ?
00:02:21: Ja das ist eine Frage die kann man gar nicht mit ein paar wenigen Sätzen beantworten.
00:02:24: Da muss man ein bisschen ausholen.
00:02:26: Bei mir war es so dass das Elternhaus eher ganz unserem anderen politischen Spektrum war also eher sehr gut.
00:02:32: Mein Papa war vor vielen vielen Jahren Betriebsrat für die Kommunisten in der Obersteuermark.
00:02:36: mein Mutter war eher den Grünen sehr zu geneigt Und mit vierzehn, fünfzehn versucht man dann natürlich sich selbst ein bisschen eine politische Meinung zu bilden.
00:02:47: Man informiert sich selbst und hat natürlich auch noch eine gewisse jugendliche Neivität.
00:02:52: Für mich war damals eben mit vierzen, fünfzen schon klar dass dieses Land vor allem auch die Steuermark kontakt gerade auch im kleinen in Knidelfeld zwischen zwei Großparteien aufgeteilt war.
00:03:02: Das war die ÖVP und die SPÖ, Knidalfeld eine rote Gemeinde... Ich habe bis immer wieder erlebt dass eben diese beiden Parteien sich alles mögliche austauschen, auch was Postenbesetzungen im Schulbereich, gerade was den Direktor posten betroffen hat.
00:03:16: Dass das da einfach nicht immer die besten zum Zug haben sondern die wie dem richtigen Parteibuch Und in meiner damaligen Jugendlichen Navität war Heinz-Christian Strache Und die FPÖ, die Partei, die das anders machen wollte.
00:03:28: Ich habe das geglaubt und bin dann relativ früh eben mit vierzehn-fünfzehn in das Umfeld der Freiheitlichen Partei Österreichs gekommen im Knittelfeld und dann ihm auch mit sechzehn Jahren
00:03:38: beigetreten.".
00:03:39: Was haben Ihre Eltern eigentlich damals dazu gesagt?
00:03:42: Ja also mein Mutter war darüber nicht sehr erfreut.
00:03:45: Es hat für einige so konflikt- und heftige Diskussionen gesorgt.
00:03:49: Mein Papa war da viel toleranter dem... Der hat gesagt, du musst deine eigenen Erfahrungen machen.
00:03:55: Sie haben jetzt Heinz-Christian Strache schon erwähnt?
00:03:58: Wer waren denn damals die Figuren in der Partei, die sie geprägt
00:04:02: haben?
00:04:03: Also ich muss sagen, geprägte ist vielleicht das... Also ich habe sicher in den ersten Jahren war ich ein Fan von Heinz-Christian Strache.
00:04:09: Das muss man sagen, also mit vierzehn, fünfzehn wirkt ein junger Politiker oder ein jüngerer Politiker wie es Heinz Christian Strache damals war natürlich gerade für junge Menschen sehr anziehend.
00:04:18: im Vergleich dazu waren die das Angebot von Rot und Schwarz damals nicht sonderlich berauschern.
00:04:23: Es war ja auch noch vor der Ehrer Kurz weit vor einer ehrer Kern bei der SPÖ.
00:04:27: Also das waren halt einfach Politiker, die mich nicht angesprochen haben.
00:04:31: Heinz Kristian Strache natürlich schon mit Vierzehn-Fünfzehn hat, da folgt man dann natürlich auf diese Person rein.
00:04:39: Die sagt wir machen alles anders!
00:04:40: Wir sind ganz anders und wir sind natürlich super sauber.
00:04:43: Wir haben dann mega transparent.
00:04:45: Wir möchten den Proport beenden, aber wir möchten die Aufteilung zwischen Rot-Sparts beenden.
00:04:49: Das war natürlich etwas was sehr bei mir gezogen hat und für mich war eigentlich die Figur in der FPÖ Heinz Christian Strache im ersten Jahr und auch später auch Norbert Hofer Ja, das waren eigentlich die beiden Personen.
00:05:04: Ich habe dann natürlich im Laufe meiner politischen Tätigkeit, also zuerst in dem Parlamentsclub, aber später auch auf Grazebene andere Personen in der FPÖ noch kennengelernt.
00:05:14: den einen oder anderen, wo ich sage hat auch eine gute Arbeit gemacht Aber natürlich dann auch das eine oder andere mitbekommen, wo man schon an der eigenen Entscheidung dieser Partei beigetreten zu zweifeln beginnt.
00:05:27: Das war leider etwas, was mit der zunehmenden Dauer meiner politischen Aktivität auch überhand genommen
00:05:32: hat.".
00:05:35: In die Partei steigt Pascottini also im Jahr zwölf ein und am Ende wird er genau zehn Jahre dabei bleiben.
00:05:42: Aus dem Jugendlichen, der eifrig gegen den Parteienproport rebellieren wollte, wird rasch ein fleißiger Funktionär.
00:05:49: Er studiert nebenbei Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität in Graz, wird im Juni zehntinzebten Bezirksvorsteher Stellverbreter im Bezirk Graz Gösting und zwanzig Gemeinderat der Stadt Graz.
00:06:02: Er ist also das was man einen aufstrebenden Jungpolitiker nennt Einen der alle Anlagen dazu hat es weit zu bringen in der FPÖ.
00:06:13: Wann hat er das erste Mal bemerkt dass da Dinge in die Partei vor sich gehen die ihm nicht ganz geheuer sind.
00:06:38: politischen Karriere, da läuft man immer und versucht selbst mein Studium rasch ist möglich abzuschließen einen anderen Job als nur den des Politikers auszuüben.
00:06:48: Ich habe versucht wie meine unabhängige Basis rasch es möglich in meinem doch noch sehr jungen Leben zu schaffen und hab dann natürlich ein bisschen mit offeneren Augen durch die Partei gehen können und mir nicht alles entweder wegschauen müssen oder eben dass man sagt gut redet sich schön.
00:07:04: das tut man natürlich in den ersten Jahren also gerade auch nach wenn wir dann.
00:07:08: Man ist in der Partei angekommen, darf im Parlamentsclub arbeiten.
00:07:11: Darf dann in Grazricht früh eine politische Position übernehmen?
00:07:15: Da redet man sich natürlich in den ersten Jahren einiges schön!
00:07:18: dann kommen aber eigentlich irgendwann die großen Zweifel, die man nicht mehr klein rennen kann oder auch nicht mal klein rennt sollte.
00:07:25: Ich muss dazu sagen ich habe auch einige Menschen erlebt also vor allem wie es dann um diesen FPÖ-Finanzkantall in Graz ging, die sich auch sehr an der Aufklärung bemüht haben.
00:07:33: Der eine oder andere hat ein größeres Risiko als ich aufsich genommen Aber sehr viele haben einfach weggesehen und haben gesagt ich stelle keine Nachfragen Und das ist für mich etwas was sagt.
00:07:45: das war für mich so der Punkt.
00:07:50: Wenn man diese Musikstücke zusammensetzt und dann das eine oder andere selbst recherchiert, kommt man irgendwann an einen Punkt, wo man sich denkt was läuft auf falsch?
00:08:02: Warum fällt es mit anderem auf?
00:08:04: Kann man da selbst beheben?
00:08:05: Und wie wir später gemerkt haben, man konnte diesen strukturellen Problem der Umgang mit Partei- und Klubgeldern.
00:08:13: Das konnte man nicht behebeln.
00:08:14: Somit war die Trennung... durch den Auswurf, durch Malek Hunasek eigentlich die logische Folge.
00:08:22: An dieser Stelle müssen wir kurz einordnen, warum es in diesem Grazer FPÖ-Finanzskandal geht.
00:08:28: Im Herbst des Jahrhunderts wird bekannt, dass in der Grazer SPÖ über Jahre hinweg Geld aus Partei und Clubförderung verschwunden oder jedenfalls nicht nachvollziehbar verwendet worden sein sollen.
00:08:40: Ein langjähriger Finanzverantwortlicher räumt ein, Geld veruntreut zu haben!
00:08:45: Zunächst sieht es so aus, als ließ sich die Affäre auf einen Einzelfall begrenzen.
00:08:50: Doch schnell steht eine größere Frage im Raum – wie konnte das über Jahre funktionieren ohne dass es jemand bemerkt?
00:08:57: Oder wollte es niemand merken?
00:08:59: Es geht um öffentliche Gelder, um interne Kontrollmechanismen und um die Frage wer in der Grazer FPÖ wann was wusste!
00:09:08: Alexis Pascottini beginnt früh zu zweifeln an der Parteilinie, erfordert Aufklärung und gerät damit immer stärker in Konflikt mit der eigenen Partei.
00:09:18: Aus diesen ersten Zweifeln wird für Pascotini bald ein offener Machtkampf mit der FPÖ-Spitze in den Steiermark.
00:09:26: Es ist so, dass wir im Jahr zum ersten Zweifen bei mir zu wachsen begonnen haben, dass es in Graz auf verschiedenen Ebenen etwas nicht ganz rundläuft.
00:09:36: Es war auch nicht so schwierig.
00:09:37: die Rechnung, man muss sich mal anschauen was die Partei an Geld zur Verfügung hatte.
00:09:40: Durch Grupp und Parteiförderung ziert keine halbe Million Euro und was schlussendlich in den Bezirksparteien der FPÖ Graz eingelangt ist.
00:09:49: Sehr sehr wenig im Vergleich!
00:09:50: Diese Differenz hat mich natürlich stutzig gemacht und wenn man dann über die Jahre hinweg die eine oder andere Geschichte mitbekommt kann man irgendwann diese ganzen kleinen Musiksteinchen zusammenfügen und es ergibt sich ein Bild.
00:10:02: Ich hatte dann die große Möglichkeit, also nachdem dieser Finanzkandal im Oktober XXI aufgeflogen ist, habe ich die große Möglichkeiten selbst zu verantworten und zu übernehmen in der FPÖ – immer als Clubop-Mann.
00:10:13: Und meine Kollegin Claudia Schönbacher, also Stadträtin und Parteiobfrau.
00:10:17: Was ich sehr schnell gemerkt habe ist dass die Ebene darüber, über den FPÖ Graz, die Ebène rund um Mario Kuhnaseck, die Landespartei an einer wirklichen Aufgärung überhaupt nicht interessiert war.
00:10:28: Man war daran interessiert, und das ist mir sehr sehr rasch zu spülen bekommen, man war daran Interessiert den Skandal kleinzuhalten.
00:10:37: Das war eine Alleine der die Selbstanzeige geschrieben hat.
00:10:41: Matthias Eder war das ganz allein.
00:10:43: Der hat aber jahrelin weg unzählige Male in die Parteikauser gegriffen, sprich viele Gelder veruntreut.
00:10:49: Das hat er sich im Bezug gegeben und damit soll es auch bleiben!
00:10:52: Nur für mich war das überhaupt nicht schlüssig.
00:10:54: bei einer Kontenstruktur wie der FPÖ Graz immer drei Personen zeichnungsberechtigt sind.
00:11:00: Wie soll eine allein über die ganzen Jahre das verantworten sollen, dass er das alleine war?
00:11:06: Warum haben die Kontrollmechanismen so versagt?
00:11:09: Die Partei in den Rechnungsprüfer, die externen Wirtschaftsprüfer.
00:11:13: Warum hat auch der Landespartei und Maria Kunasekte auch Mitglied dieser Stadtparteileitung nie kritische Nachfragen angestellt?
00:11:19: Das war für die Landespartei Der Stadtpartei immer wieder auch große Kritizummen überwiesen.
00:11:26: Die wurden dann zurück bezahlt, man hätte sich die Frage stellen müssen warum kommt sie mit dem Geld in Graz nicht aus?
00:11:31: Und das war einfach wie ich danach in Verantwortung war als Clubop-Mann der FPÖ Graz und gesagt wir müssen uns den Verfahren anschließen Wir müssen Strafanzeigen einbringen gegen andere Personen als die schon im Akt befindlichen.
00:11:44: Wir müssen einen eigenen Wirtschaftsprüfer beauftragen, wie ich all diese Dinge gefordert habe ist der Widerstand vonseiten der Landespartei immer größer geworden.
00:11:53: Wir haben dann auch einen Konflikt im Sommer, Jahrzehnte, zweiundzwanzig ausgefochten wo ich vorgeschlagen habe einen in der Gemeinderette aus dem Club auszuschließen.
00:12:01: das war Herr Roland Loa, der uns gegenüber gesagt hat nicht mit dem ganzen Finanzskandal zu tun aber das Gegenteil war dann der Fall wie wir herausfinden mussten.
00:12:09: er war in diesen Vereinen und dies natürlich auch geht die auch im Mittlungsgegenstand sind in Organverantwortung Rechnungsprüfer des Clubs und auch Finanzreferent des Gemeinderatsclubs, was niemand gewusst hatte.
00:12:21: Wir haben das dann herausfinden müssen in mühsamer
00:12:23: Arbeit.".
00:12:24: Und für mich war da einfach die Roteline überschritten.
00:12:26: also ich habe gesagt wir müssen den Roland Loa ausschließen aus dem Club.
00:12:29: Das ist dann auch passiert.
00:12:33: Und dann beginnt etwas was Pascottini die letzte Konfliktphase mit der Landespartei nennt denn die FPÖ will dass dieser Grazer Gemeinderat wieder in den Club aufgenommen wird aber Pascotini will es nicht.
00:12:46: Er weiß aber, aus diesem internen Konflikt kann jetzt ein Loyalitätstest werden.
00:12:51: Und er ahnt auch wenn er bei seiner eigenen Linie bleibt könnte ihn genau das die Partei kosten.
00:12:57: Wie zugespitzt diese Lage damals schon war beschreibt er so
00:13:01: Das war eine Phase wo ich selbst gesundheitlich schwer angeschlagen war an dem Tag wo es beschlossen wurde dass der Roland Law wieder aufzunehmen ist in den Gemeinderatsgruppe der reißigste September, den Tag habe ich einen lungenen Fakt erlitten.
00:13:16: Also in Folge einer.
00:13:17: übergangene Covid-Infektion war dann mit einem intensivmedizinischen Behandlung und war wirklich in einem sehr schlechten Zustand.
00:13:24: trotzdem hat die Partei den Druck in den folgenden Wochen weiter erhöht hat gesagt der Roland Law ist wieder aufzunehmen.
00:13:31: Noch im Krankenstand ruft er den Club zusammen und sagt, wenn das der Wille der Landespartei ist, dann soll über die Rückkehr des Gemeinderates abgestimmt werden.
00:13:39: Er macht aber schon hier klar, er werde jedenfalls dagegen
00:13:43: stimmen.".
00:13:59: wurden dann aus der Partei geworfen, so wie ich.
00:14:02: Und was für mich bemerkenswert war – also wir haben an diesem Tag, wie wir abgestimmt haben ob wir ihn wieder aufnehmen sollten – da waren wir schon im vollen Wissen darüber dass die Staatsanwaltschaft bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den betreffenden Gemeinderat eingeleitet hat wegen eben möglicher Verwicklungen in diesen Finanzkandal.
00:14:22: Zum anderen aber hat es zwei Tage vor unserer Abstimmung eine Hausdurchsuchung bei diesem Gemeinderat und bei vielen anderen gegeben.
00:14:28: Wo auch klar war, dass die Staatsanwaltschaft Klangfurt jetzt diese Causa sehr sehr ernst nimmt und es viele weitere Nebenstränge gibt der betreffende Gemeinderate in dem ich dann noch aus der Partei geflogen bin, der schlussendlich verurteilt worden wegen den Besitz von kinderbonografischen Materials also auch etwas sehr sehr trauriges ein trauriger Nebenstrang dieser ganzen Affäre.
00:14:53: Man ist ja mit diesen Personen so lange in der Partei gewesen und dann passiert sowas Widerwertiges, natürlich hat man auch bei ihm Unmengen an Material was nationalsozialistische Literatur betrifft gefunden also auch etwas wo man sagt es sollten nicht unbedingt, somit im Moment will man nicht eigentlich in der Party sein.
00:15:10: Am achtzehnten Oktober-Zweihundzwanzig wird Alexis Pascottini also wirklich aus der FPÖ ausgeschlossen.
00:15:17: Aus dem jungen ehrgeizigen Funktionär, der einmal an diese Partei geglaubt hat und für sie sehr viel Zeit und auch Kraft investiert hat ist in den Augen der anderen Parteimitglieder endgültiger ein Gegner geworden – und man muss sagen er ist das bis heute!
00:15:33: Die Wochen danach waren nicht einfach, weil natürlich die Partei auch den Druck weiter auf uns erhöht hat.
00:15:38: Ich gleichzeitig versuchten musste mich wieder ins Leben zurückzukämpfen nach diesem Lungeninfarkt aber ich kann mich noch gut erinnern das war so die Vorweihnachtszeit, zwanzig-zweiundzwanzig.
00:15:49: Irgendwann war einfach eine Erleichterung da.
00:15:51: also ich war aus der FPÖ draußen.
00:15:52: Ich war aus dieser Trucksituation draußen, weil Herr Kunasek und die Landespartei und die Parteit darüber auf mich nicht mehr Einfluss nehmen konnte.
00:16:04: Es war also auch eine Erleichterung, sagt Pascottini.
00:16:07: Ja man muss sagen der Bruch mit der FPÖ das hat zwar bedeutet dass er seine politische Heimat verloren hat.
00:16:13: aber es war nicht das Ende seiner politischen Laufbahn denn Pascotini bleibt freier Mandatar im Gemeinderat und schließt sich dem KfG den korruptionsfreien Gemeinderatsklub an unter Beginn zeitgleich an die Aufklärung des Finanzkandals mitzuwirken.
00:16:29: Erst im Jahr zwanzig bewirbte sich dann bei den Kratzer Nios, was uns natürlich zur Frage bringt.
00:16:34: Wie kann sich ein ehemaliger FPÖ-Politiker heute ausgerechnet bei den Nios wohlfühlen?
00:16:41: Für mich war in den letzten Jahren – wenn ich mir das alles anschaue, wo es in Österreich passiert und auf verschiedenen Ebenen passiert – eigentlich nur eine Partei, die wirklich für mich überzeugend für Transparenz, für einen sorgsamen Umgang mit öffentlichen Geldern eingetreten ist, das waren die Neos.
00:17:01: Ja darum soll es morgen in Folge zwei unserer Doppelausgabe mit Alexis Pascottini gehen.
00:17:07: In dieser Folge werden wir auch genauer über den Grazer FPÖ-Finanzskandal sprechen und über die Zeeheaufklärung.
00:17:13: außerdem erzählt Pascotini mir warum er eigentlich ganz gerne mit HC Strache sprechen würde und besprechen natürlich über seinen politischen Neustart bei den News.
00:17:23: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, abonnieren Sie was wichtig ist auf der Podcast-Platform Ihrer Wahl – man kann uns seit einiger Zeit auch auf YouTube folgen und viele unserer Gespräche ansäen!
00:17:34: Das Audiotheam der Presse freut sich über Feedback, schreiben sie uns gerne an podcastatdepresse.com.
00:17:39: Danke fürs Zuhören, sagt heute Anna Wallner, macht es gut und bis morgen.
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