Salzburger Festspiele: "Damit bekommt Ex-Intendant Hinterhäuser im Nachhinein recht"

Shownotes

Seit Wochen wird der Konflikt zwischen Festspielkuratorium und ehemaligem Intendanten Markus Hinterhäuser in aller Öffentlichkeit ausgetragen. In einem „Spiegel“-Bericht gehen Mitarbeiter anonymisiert hart mit ihm ins Gericht, auch die von ihm gekündigte ehemalige schauspielerische Leitung Marina Davydova wirft ihm vor, er habe insbesondere Frauen schlecht behandelt. Auf der anderen Seite haben sich prominente Künstlerinnen und Künstler wie Elfriede Jelinek und Peter Handke in einem offenen Brief für ihn eingesetzt, und eine Kulturszene bangt um das Erbe seiner sehr erfolgreichen Festspielzeit. Im Podcast spricht Feuilleton-Redakteur Thomas Kramar über die „kleine Katastrophe“ in Salzburg und das große Drama dahinter.

Gast: Thomas Kramar, „Die Presse“ Host: Sissy Rabl Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger

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00:00:05: Das ist ein erzverdrießlich Sach.

00:00:13: Man lebt geruhig vor sich hin, hat wahrlich Böses nett im

00:00:17: Sinn

00:00:18: und wird

00:00:19: am allerschönsten

00:00:20: Tag hineingezogen und weiß nicht wie!

00:00:24: Ein Hader, Bitterness und Klark.

00:00:30: Zu hören war hier natürlich der jedermann höchst selbst und damit ist die Szene in Salzburg auch schon gesetzt, wo sich lange vor Eröffnung der Festspiele ein vertraktes Drama abspielt.

00:00:43: Dort wird nämlich gerade jene Frau, die sich der ehemalige Intendant Markus Hinterhäuser als schauspielerische Leitung gewünscht hat nun seine Nachfolge antreten.

00:00:52: Dabei hatte es sich an dieser Personalie der ganze Konflikt erst so richtig entzündet – aber noch mal von Anfang!

00:00:59: Im März war es offiziell, in den Land Hinterhäuser Muskehen.

00:01:03: Sein Vertrag, der eigentlich bis zu einem Jahrzehnte gelten sollte, sei nicht dick – er habe die Wohlverhaltensklausel nicht erfüllt.

00:01:11: Prominente Künstler wie Elfriede Jellinek und Peter Handge stärkten ihm den Rücken!

00:01:16: Wenig später jedoch erschien im Spiegel ein Artikel, in dem sich die durch ihn gekündigte ehemalige Schauspielleitung und andere Mitarbeiter anonym über vermeintliche Ausraster- und durch ihn erlettene Schikanen aussprechen.

00:01:30: Das Koratorium des Festivals hat Karin Bergmann heute offiziell in einer Pressekonferenz zur interimistischen Leitung bestellt.

00:01:39: Mein Kollege Thomas Kramer aus dem Ferton ordnet die ganze Geschichte für uns ein und rollt sie neu mit uns auf!

00:01:45: Ich bin Sissirabel und Sie hören die Presse, was wichtig ist.

00:01:53: Und darüber spreche ich heute mit meinem Kollegen aus dem Föhrthorn Thomas Kramer.

00:01:56: Hallo Thomas!

00:01:57: Hallo!

00:01:58: Vielleicht fangen wir von vorne an damit sich unsere Hörerinnen und Hörern auskennen bei der Sache.

00:02:04: Wie ist denn diese ganze Causa ins Rollen gekommen?

00:02:08: Was ist da passiert?

00:02:09: bei dieser Neubestellung der Schauspielleitung

00:02:12: Die Causa in der beispiellosen Ablösung des Festspielintentanten gemündet ist, hat wieder eine Bestellung einer Schauspielintentin begonnen.

00:02:22: Und zwar der Job wurde ausgeschrieben – das hat das Koratorium der Festspiele vorgeschrieben, obwohl es vorher nicht üblich war und hat den Intendanten, Markus Hinterhäuser dazu genötigt diesen Posten auszuschreiben.

00:02:34: Er hat trotzdem in einem Zeitungsinterview gesagt dass Karim Bergmann seine Favoritin sei und das ist ihm dann vorgeworfen worden.

00:02:44: Weil du sagst, es ist nicht so üblich gewesen.

00:02:46: Wie war das vorher in Gang und Gebe?

00:02:49: Es ist bei den Salzburger Festspielen so, dass die Theaterleitung, also die Schauspielleitung zwar ein eigener Posten ist, die aber dem Intendanten untersteht.

00:02:57: Das heißt der hat die künstlerische Verantwortung dafür.

00:03:00: Das war nicht immer ganz ohne Streit.

00:03:03: Es gab in früheren Salzburger Ehren auch schon Streit deshalb.

00:03:07: Aber es steht fest, dass der Intendant – das war eben Markus Hinterhäuser – dafür verantwortlich Und im Grunde war das der Grund für die Entlassung von seiner Vorgängerin Marina Tabidova.

00:03:19: Vielleicht noch zuerst hast du jetzt das Koratorium erwähnt, wer sitzt in diesem Koratorium.

00:03:23: und was ist denn die Aufgabe vom Koratorium?

00:03:25: Das Koratorium vertritt sozusagen die, die die Festspiele letztlich veranstalten.

00:03:30: Das sind die Bundesrepublik Österreich, das Land Salzburg, die Stadt Salzburg und dazu kommt noch der Touristenverband, Tourismus-Verband heißt es.

00:03:39: Die sind eben mehr oder weniger in diesen Koratorium besetzt.

00:03:43: Bürgermeister der Stadt Salzburg sitzt direkt drin, Landeshauptfrau sitzt drinnen.

00:03:47: Das Ministerium, also die Vertretung des Bundes sitzt indirekt... Also sitzt doch eine Vertreterin drinnen!

00:03:54: Es ist ein politisch besetztes Kremio.

00:03:57: Also da sitzen sieben Personen und was haben die eigentlich zu bestimmen?

00:04:00: Die sollen entscheiden wie die Fördergeld verteilt werden oder sollen die kreativ mitreden?

00:04:06: Nein, kreative sollen sie nicht mehr treten.

00:04:08: Sie bestimmen den Intendanten und es ist nie ganz klar geworden.

00:04:13: Institutionen, ironisch könnte man sagen gerade bei österreichischen Institutionern das es nicht wirklich klar ist.

00:04:18: Aber es würde jeder von denen sagen als auch der Kulturminister und Vizekanzler Babler würde ich sagen nein künstlerische Rede der nichts dreien!

00:04:26: Das muss man den Leuten auch glauben sollte man ihnen glauben.

00:04:29: aber offensichtlich kam es hier zu atmosphärischen Missständen.

00:04:33: um es einmal vornehm zu sagen kam es zu einem wachsenden Zorn-Diskuratorium auf den Intandanten und da hat sich dann an dieser Affäre entladen.

00:04:42: Jetzt ist es dann so passiert, das Kuratorium hat die Stelle ausgeschrieben.

00:04:46: Es gab Hearings und der Intendant hat sich aber daran vorbei.

00:04:51: quasi ausgesprochen für Karin Bergmann.

00:04:53: Das ist ja schon irgendwo als Afron zu sehen.

00:04:56: Also mussten da schon Vorherspannungen da sein.

00:04:59: Weiß mal wo das herkommt?

00:05:01: Man könnte es auch als Afro sehen dass das Kuratorium jetzt erstmal bestimmt hat, dass dieser Posten ausgeschreiben werden muss.

00:05:07: also das ist ein gewisses Misstrauen Und man kann es aber dann auch als Mist dran sehen, dass hinterher sich nicht auf diese Ausschreibung verlassen wollte.

00:05:15: Das kann man aber wieder verstehen!

00:05:17: Wir wissen alle Beauschreibungen melden sich immer die, die den Posten nicht verdienen.

00:05:21: Wer sozusagen Würde und Fähigkeit hat um einen Posten auszuüben, meldet sich nicht selber.

00:05:27: Nein... Das passiert nicht, das passiert nirgendwo eigentlich.

00:05:30: Schon gar nicht in künstlerischen Institutionen.

00:05:32: Selbst dort melden sich irgendwie Stadttheater Leute aus Deutschland die das auch einmal gern werden wollen.

00:05:36: ich weiß jetzt nicht wer sich gemeldet hat.

00:05:38: ich will es auch nicht wisserlich sollt ihr's nicht wissen aber da ist niemand dabei gewesen und so hat der Hinterhäuser einfach die Bergmann gefragt.

00:05:46: Ich halte es für in Ordnung, aber in der Situation war es offensichtlich ein Schritt zu viel.

00:05:51: Und das hat so diesem wahnsinnigen Streit geführt und der auch dann eher aufs Atmosphärische gegangen ist wo er sich gehesst hat, Hinterhäuser.

00:05:58: Wenn nehmt man sich schlecht hinterhäuse hätte herumgeschrien, lauter solche Dinge, dann kam ein Spiegelartikel wo von anonymen Leuten geäußert wurde dass Hinterhäusers sich cholerisch benommen hätten Und das alles endete schließlich in diesem Bauchenschlag vorausstand, dass sein Amtes enthoben wurde.

00:06:16: Dass der Vertrag den HAT für ungültiger Klärte wurde – das wurde auch schon vorher.

00:06:21: Also es gibt einen Vertrag bis zu Jahrhundertunddreißig.

00:06:23: Der wurde für ungültige Klärt mit der Begründung eines nicht nie näher spezifizierten mangelnden

00:06:29: Wohlverhaltens.".

00:06:31: Jetzt wenn man das jetzt in der Zeitspanne sieht er ist seit Zwei-Tausend-Siebzehn schon Intendant und seinen Vertrag wurde ja... verlängert auf.

00:06:40: Diese Klausel rund ums Wohlverhalten, die wird ja viel zitiert.

00:06:43: ist das eine übliche Klauseln, die gibt es jetzt nur in seinem Vertrag?

00:06:47: oder was bedeutet sie?

00:06:48: Keine Ahnung!

00:06:49: Also, ich kenne diese Klausenlicht mir, die niemand sagen können.

00:06:52: Das ist offensichtlich eine Geheimhaltung.

00:06:54: auch wieder eher noch.

00:06:55: Auf das Vortraum hat man das je sagen dürfen wollen.

00:06:58: Ich kann mir sowas nicht raushaben.

00:07:01: Wir haben juristisch Gelehrte gesagt, dass so etwas nicht üblich ist eigentlich.

00:07:05: Ich denke mir, dass Wohlverhalten in dem Sinn, dass man keine silbernen Löffel stillt und dass man niemandem lautstark auf allen andern beleidigt... Ich stehe eh fest, dass man in solchen Fällen dann irgendeinen Vertrag kündigen kann und nicht mehr gedacht.

00:07:17: Aber nein ich kann mir das wirklich nicht erklären!

00:07:19: Und ich bin nicht der einzige.

00:07:22: Jetzt haben manche argumentiert vielleicht ist diese Klausel extra brennen weil es schon vorher von ihm Fehlverhalten gab?

00:07:27: Das kann ich nicht beurteilen.

00:07:30: nicht lange.

00:07:31: Ich habe ihn nie als Kolearecker gesehen, ich wurde gehört und auch von den Leuten die ich kenne, die mit ihm zu tun hatten das sind natürlich Hauptsache Leute aus journalistischen Kreisen also aus einem Pressebüro aber auch Künstlerinnen und Künstlern habe ich nie dergleichen gehört.

00:07:46: Also ich kann es nicht bezeugen.

00:07:47: Natürlich glaube ich wenn es jemand mit Namen sagen würde, wenn jemand mir sagt der Interesse hat mich angeschrien dann glaube ich ihm das zunächst mal.

00:07:54: Aber das gab es nicht in dem Fall.

00:07:55: Marina Davidova hat das gesagt ja?

00:07:58: Das war ein Streit und er wurde ja auch gelöst.

00:08:00: Ich finde nicht, dass er auf die beste Art gelöst worden ist.

00:08:03: Das ist auch klar!

00:08:04: Aber sie hat einen Schauspielprogramm gemacht das nicht so den Festspringen gepasst hat und das ihm daher nicht gepasst haben.

00:08:10: Und dass es hier Streit gab?

00:08:11: Ja, das ist klar.

00:08:12: Gehen wir darauf vielleicht noch mal ein.

00:08:14: Also Marina Davidova war eben die schauspielerische Leitung und wurde eben auch von ihm gefeuert quasi.

00:08:19: Warum?

00:08:19: Also was ist da passiert?

00:08:20: Sie

00:08:20: waren davon geholt worden teilweise auch um ihr die Ausreise aus Moskau zu ermöglichen sehr russische Staatsbürgerin.

00:08:26: Die beiden haben auch gemeinsam bei den Festwochen gearbeitet früher, als es gab einen Vertrauen und es war halt die Enttäuschung dass sie ein Programm gemacht hat das ist das zu den FestWochen passen würde aber nicht zu den Festspielen.

00:08:37: Und dann kam diese dazu dass sie die ohnehin schon unter dem Vorwurf stand dass sich nicht genug engagiert Das sie da noch daneben in Berlin irgendwann ein bei einem Festival irgendwie mitgemacht hat.

00:08:48: und das war dann sozusagen was wie sagt man so schön das Fastum überlaufen gebracht hat.

00:08:54: Aber es geht ja jetzt um eine neue Schauspielleitung.

00:08:57: Also da, wie du warst das ist ja Geschichte!

00:08:58: Jetzt geht's darum was jetzt das seltsame ist dass genau die Frau für die sich Markus Hinterhäuser eingesetzt hat Wie ich sagen möchte auch teilweise ungeschickte eingesetzter dem man erzählt nicht in der Kronenzeitung so aus Man erzählt doch nicht der Presse aber man erzählt sowas einfach nicht.

00:09:14: Aber gut das war ein Fehler.

00:09:15: aber genau diese Frau wird jetzt wirklich nicht nur Schauspilschefin sondern überhaupt Intendantin.

00:09:21: Ja was ist denn das für ne Pointe?

00:09:23: Damit bekommt Markus Hinteraus ja im Nachhinein recht.

00:09:26: Inwiefern?

00:09:27: Er hat sich für eine Person entschieden, für die sich die anderen – wenn ich jetzt so pathetisch sagen darf – seine Gegner ebenso entscheiden.

00:09:34: Also hat er die richtige Wahl getroffen!

00:09:36: Wer ist denn Karin Bergmann?

00:09:38: Kannst du mir dir mal ein bisschen einladen?

00:09:39: Karin

00:09:39: Bergen war es eine deutsche.

00:09:40: Ich glaube das sind Recklingshausen und im Ruhrgebiet, die das Burgtart übernommen hat, dass das in einer wirklich schweren Krise war.

00:09:46: Es ist eine Krise, die ich nie verstanden habe.

00:09:48: Es geht um finanzielle Dinge und es ist auch nicht ganz aufgeklärt worden.

00:09:51: Was klar ist, ist Karen Bergmald übernommen hat das erst interimistisch geleitet dann als richtige Direktorin und hat das sehr gut gemacht.

00:09:58: Sie wurde dann durch einen anderen abgelöst, Martin Kusche war das damals.

00:10:01: Sie hat dann Salzburg-Festspieling Munden gemacht.

00:10:04: Damit war sie ein bisschen unterfordert.

00:10:06: Hinterhäuser hat sie als Berater hingeschätzt.

00:10:08: Das hat sie halt gefragt was sie meint dazu wie er dann das Schauspielprogramm selbst gemacht hat.

00:10:13: Und es haben viele gesagt, also bitte nicht nur ich und auch das viele Kommentatoren-Kommentaren, dass das sich geeignet wäre.

00:10:21: Das war eine gute Wahl und das findet offensichtlich das Korridor in mir jetzt auch.

00:10:24: Mehr noch!

00:10:25: Es findet sogar, dass sie sogar für die Gesamtleitung möglich wäre was auf Dauer natürlich nicht so ist.

00:10:32: Ja, das würde Sie ja auch nicht behaupten.

00:10:33: Sie kann wunderbar organisieren aber die müssten da eine Opernleitung finden.

00:10:38: Denn Karin Bergmann, so viel sie vom Theater versteht.

00:10:40: Ich glaube nicht, dass Sie sagen würde, dass sie jetzt auch die Opern programmieren kann.

00:10:44: Also das ist wirklich entramistisch und eine gute Lösung!

00:10:47: Aber zugleich gibt's sie Markus Hinterhäuser im Nachhinein recht?

00:10:52: Jetzt wird das Ganze extrem aufgeladen als ideologischer Konflikt.

00:10:55: Die eine Seite sagt, da wird Kunstfreiheit beschnitten... Der Hinterhäuser war ja bekannt für seine erfolgreiche Intendanz und auf der anderen Seite sagen jemanden, dass er ein klassischer Machtmensch versteckt sich hinter diesem Genie-Narrativ und hat eigentlich dort geherrscht wie ein Autograt.

00:11:14: Wer hat denn jetzt Recht?

00:11:15: Ja also wenn Hinterhäuser geherrschte wie ein autograt hätte ich das mitbekommen.

00:11:19: Ich bin ja der sensibelste von allen und ich bin jetzt auch nicht weiß, dass ich überall meine Ohren habe.

00:11:24: Aber ich bin doch sehr oft in Salzburg gewesen.

00:11:26: Ich war sehr oft eben im Lokale schon lieblich wo die Künstlerinnen, die ganzen Arbeiter hingehen.

00:11:32: also wenn es dieses Image nur im leisesten Tag gewesen wäre hätte ich das gehört?

00:11:37: Ja!

00:11:37: Und ich hab' es nicht gehört.

00:11:39: Ja, und ich kenne auch keine Ahnung, die es gehört haben.

00:11:42: Ich habe gehört, dass Markus Hinters zu manchen Leuten unfreundlich war, zu denen – ich finde, es wäre besser gewesen, er wäre nicht unfreundlich gewesen!

00:11:48: Aber nicht so seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das stimmt einfach nicht.

00:11:52: Also ich würde es jetzt nicht beschören aber von dem was ich erlebt habe kann ich sagen, ich glaube es nicht.

00:11:58: Und was ist jetzt sein Erbe?

00:12:00: Also er wird ja hoch gelobt.

00:12:02: Was hat er denn hinterlassen?

00:12:03: Er

00:12:03: hat die Festspieler auf eine neue Formel gebracht, mit der man gut künstlerischen Anspruch und währendseln Erfolg versöhnen kann.

00:12:10: Also er hat einfach ein gutes Programm gemacht, so möchte ich es einfach sagen.

00:12:13: Ein Programm das auf eine gute Art konservativ ist und auf eine good Art progressiv ist – beides!

00:12:18: Ich finde das gar zu kunst dazu.

00:12:19: Es muss beides sein progressiv und konservativ und genau und auf einmal und gleichzeitig.

00:12:24: Und genau das hat er gemacht, ich meine hat Luigi Nono gebracht.

00:12:27: Das ist durchaus nicht ein Opern-Komponist der im Programm der Festspiele üblich wahr.

00:12:32: Also er hat erneuert, er hat vor allem was die Regie anbelangt, durchaus manchmal zur Kritik von fremden konventioneller Regie neue Regisseure gebracht, die jetzt auch nicht mehr so neu sind aber gute Regisseurteilweise.

00:12:44: Also Castellucci in Salzburg war ein Hit, ja?

00:12:47: Romeo Castellucci.

00:12:48: Da hat er die Salome inszeniert und dann Giovanni inszenierte.

00:12:51: Das waren großartige Dinge!

00:12:53: Und Markus Hinterhäuser hat das Konzertprogramm auch geprägt... ...und nicht zuletzt hat Markus Hinterherse gemeinsam mit Helga Rabelstadl es geschafft in der Coronazeit die Festspiele dennoch abzuhalten als einziges Festival also offensichtlich ein organisatorisches Geschick muss man ihm auch lassen.

00:13:08: Und würdest du sagen gute Arbeit Rechtfertigt einen haschen Umgangston?

00:13:13: Wenn jemand mit Namen sagt, der hat das zu mir gesagt und mich angeschrien, dann muss man das ernst nehmen.

00:13:19: Wenn jemand das anonym in einem Spiegelinterviews sagt, wenn dann jemand, der angeblich zur Salzburger Gesellschaft gehört, in einem Interview mit dem Spiegl sagt was jemand in Salzburg vornehm ist eigentlich so nicht sagen sollte, nämlich dass hinterher sein Kotzbrocken sei, dann ist es nicht... Keine Wertung, da ist das kein Bericht.

00:13:39: Dann ist es nichts auf dass man sich stützen kann.

00:13:41: dann ist das einfach eine Gemeinnheit.

00:13:43: Das möchte ich schon sagen.

00:13:44: sowas sagt man nicht.

00:13:45: Ich meine auch bei uns gibt es hier Chefs Und in jeder Institution gibt es Chef und wo es Chefs gibt findet man irgendjemanden der irgendwie was schlechtes über den Chef sagt.

00:13:55: Die kleinsten Chefs haben das erlebt.

00:13:57: Also ich glaube nicht, dass man hinterhäuser zu einem Türchanstilisieren kann oder gar zu einem Batteriarchen.

00:14:03: Er ist von seinem ganzen Erscheinungsbild und seinen Umgangsformen die ich kenne für diese rollige Eignheit und er hat sich auch nicht eingenommen.

00:14:11: meines Erachtens was man ihm zugestehen muss und was mir ganz gut gefällt aber das ist vielleicht auch ein bisschen reine Tent-Binggern ist ein gewisses Skepsis Autoreteten gegenüber.

00:14:21: Ja das ja Das kann ich mir gut vorstellen bei ihm.

00:14:23: Dass er sagt, ja die Landeshauptfrau sagt, naja da schauen wir mal... Also sicher keiner der einen, wie gesagt meinen Gehäuse haben durch exerziert?

00:14:32: Nein das kann man schon vorstellen.

00:14:34: Wie gesagt eine gewisse Renaissance.

00:14:35: aber bitte wenn man das als Politikerin meine Landeshhauptfrau oder als Politikär den Bürgermeister nicht ertragen kann dann ist man für diese Posten nicht geeignet.

00:14:44: Und Marina Davidova, wenn sie sich auch gegen ihn ausspricht ist es eher eine persönliche Feder.

00:14:49: würdest du, wie würdest Du das anordnen?

00:14:50: Es ist der verständliche Kram.

00:14:52: und Grant einer, die im Zwist gegangen ist.

00:14:56: Und ja, die eigentlich gegangen wurde wie man so sagt.

00:14:59: Das ist mir schon klar!

00:15:00: Also dass die nicht gut auf ihn zu sprechen ist ja logisch.

00:15:03: Weil bei unseren Ressortschef entlasten sie auch nicht freundlich, sondern wenn wir diesen vertragen dann wird er auch böse sein.

00:15:10: Das is überall so... also das wundert mich jetzt wirklich nicht.

00:15:14: Vielleicht eine letzte Frage noch.

00:15:16: Was kannst du uns sagen?

00:15:17: Jetzt ist intermistisch eben eine Leitung bestellt und wie geht es dann weiter?

00:15:21: Ja, die richtige Leitung wird rausgeschrieben.

00:15:24: Wer sich da bewirbt, der wird spekuliert – ich weiß das wirklich nicht!

00:15:27: Also ich könnte jetzt auch Namen nennen... Das Problem ist wenn wir jetzt Name nennen, dann ist es auch unfair ja.

00:15:34: Ich glaube nicht dass Nikolaus Barker, der Leiter der Osterfest spielt, das wirklich übernehmen will.

00:15:39: Das ist auch schon gesagt worden.

00:15:41: Es ist halt das Problem wirklich auch bei so Festivals schlagen, dass Leute die fähig sind und geeignet sind.

00:15:49: Dass die ja anders von einem guten Job haben oder einen guten Posten haben.

00:15:52: Und den können sie auch nicht einfach aufgeben!

00:15:54: Die Leiterin der Opa in Berlin kann es jetzt nicht sagen von halt dürfen wir.

00:15:58: okay ich geh nach Salzburg.

00:15:59: Üblicherweise wird ein Intendant.

00:16:01: der Antritt in fünf Jahren wird jetzt bestimmt.

00:16:05: Jetzt?

00:16:05: Das heißt das wäre jetzt wenn Hinterhäuser bis da das neunundzwanzig bleiben würde.

00:16:08: dann wär's jetzt die Zeit.

00:16:10: Jetzt wär schon halbwegs dringend um den nächsten zu bestellen... ...die nächste Also das wäre vernünftig gewesen.

00:16:16: Dann soll man halt sagen können, okay nicht bis Jahrzehntausend und dreißig, bis Jahrzentundundzwanzig!

00:16:20: Dann wäre die Zeit ausreichend um einen Nachfolger in den Nachfolgern zu finden.

00:16:24: So ist es leider wirklich... Ja, es ist eigentlich eine kleine Katastrophe.

00:16:28: Danke für diese Einordnung Thomas.

00:16:30: Bitte gern!

00:16:32: Das war's auch schon für heute.

00:16:34: mehr zum Thema Lesen Sie auf diepresse.com.

00:16:37: Für heute sage ich danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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