Die Engpässe werden real: „Was da auf uns zurollt, ist nicht nur die nächste Krise“
Shownotes
Von Christine Mayrhofer. Mal offen, mal geschlossen: Die Lage in der Straße von Hormus bleibt weiterhin angespannt, Klarheit rund um das Passieren von Frachtschiffen gibt es weiterhin nicht. Das bedeutet auch weiterhin eine angespannte Lage, was Lieferketten, Energieversorgung und Rohstoffmärkte betrifft. Österreichs Wirtschaftsminister Hattmansdorfer warnt beispielsweise vor Engpässen bei Diesel und Kerosin; Luftfahrtexperten sagen Flugausfälle im großen Stil voraus.
Marco Felsberger, Experte für Risikomanagement und Lieferketten, spricht, gemeinsam mit der Geostrategin Velina Tchakarova und dem Krisenvorsorge-Experten Herbert Saurugg, nicht nur von einer Krise sondern von einem „globalen Systembruch“, dessen tatsächliche Auswirkungen auf unsere Versorgung und unserer Wirtschaftsleben erst noch auf uns zukommen: „Es fallen verschiedene wichtige Rohstoffe gleichzeitig aus, und dann auch noch sehr viel davon. Darauf sollten wir uns vorbereiten."
In dieser Folge von „Was wichtig ist“ spricht Marco Felsberger darüber, welche Dynamik die Krise noch annehmen könnte, in welchen Bereichen Österreich ganz besonders vulnerabel ist und auf welche Engpässe wir uns in den kommenden Wochen einstellen sollten.
Gast: Marco Felsberger, Experte für Risikomanagement und Lieferketten Host: Christine Mayrhofer Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
**Mehr zum Thema: ** >>> Straße von Hormus: Das Kalkül der Kanonenboot-Politik >>> Die USA tappen in der Straße von Hormus in die Eskalationsfalle
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Transkript anzeigen
00:00:05: Die Presse Mal offen, mal geschlossen.
00:00:10: Klarheit rund um die Passierbarkeit der Straße von Hormuz haben die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bisher nicht gebracht – und damit auch keine Entspannung was Lieferengpässe, Energieversorgung und Märkte betrifft.
00:00:23: Ganz im Gegenteil.
00:00:25: Österreichs Wirtschaftsminister sagt für den Mai Engpässee bei Diesel-und Kerosin voraus.
00:00:30: Luftfahrtexperten warnen vor Flugausfällen in großem Stil.
00:00:35: Das ist was wichtig ist, der tägliche Podcast der Presse.
00:00:38: Mein Name ist Christine Meyerhofer und ich bin eine der Hosts dieses
00:00:41: Podcasts.
00:00:42: Marco Felsberger ist Experte für Risikomanagement und Lieferketten.
00:00:46: Er spricht gemeinsam mit der Geostrategin Wilina Czakarowa und dem Krisenvorsorge-Experten Herbert Zauruck nicht nur von einer Krise, die die Schließung der Straße von Hormuz ausgelöst hat sondern von einem globalen Systembruch dessen tatsächliche Auswirkungen auf unsere Versorgung und unser Wirtschaftsleben erst noch auf uns
00:01:07: zukommen.".
00:01:08: Ich habe mit Marco Felsberger darüber gesprochen, welche Dynamik die Krise noch annehmen könnte.
00:01:13: In welchen Bereichen Österreich besonders vulnerable ist und auf welche Engpässe wir uns in den kommenden Wochen einstellen sollten?
00:01:26: Guten Tag
00:01:27: Herr Felsbärger!
00:01:28: Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat zwar einen Stopp der Angriffe gebracht – was sie jedenfalls nicht.
00:01:35: gebracht hat, ist Klarheit rund um die mögliche Öffnung der Straße von Homoes.
00:01:40: Sie sprechen da nicht nur von einer Krise sondern vom globalen Systembruch.
00:01:46: Das klingt sehr dramatisch – was meinen sie damit?
00:01:52: Themen auch so benennen, wie sie sind.
00:01:54: Der globales Systembruch den die Wilina Herbezauk und ich beschrieben haben hier geht darum dass durch die Straße von Hormuz einfach sehr viele Rohstoffe geliefert werden und fahren.
00:02:02: Im Endeffekt da geht es nicht nur um Öl und Gas.
00:02:04: das ist natürlich ausschlaggebend für die Wirtschaft und wir Wirtschaft funktioniert nicht ohne Öl- und Gas aber auch sehr viele Nebenprodukte.
00:02:11: jetzt denkt man Petrochemische Produkte Helium die wir für die Halbleitindustrie brauchen und viel mehr.
00:02:16: Wir kommen da jetzt erst nach und nach drauf was alles betroffen ist und deswegen eine Situation, wo wir gesagt haben es ist nicht einfach nur die nächste Krise sondern es ist wirklich ein großer Brocken der auf uns zurollt im Sinne von Es fällt sehr viel wichtiges gleichzeitig aus und noch dazu sehr viel davon.
00:02:33: Und das sind so die Punkte, wo wie gesagt haben Wir sehen hier einen systematischen Bruch und man sollte sich auch gedanklich darauf einstellen um eben auf diese Krise reagieren zu können.
00:02:42: Bleiben wir da noch ein bisschen dabei, weil wir haben ja auch in der Vergangenheit schon Krisen gesehen – die Gaskrise etwa ausgelöst durch den Ukrainekrieg.
00:02:50: Auch während Corona waren so Lieferketten und Abhängigkeiten sehr großes Thema.
00:02:56: ist die aktuelle Situation wirklich dann nochmal eine andere Größenordnung?
00:03:00: Und was sind da die Kriterien, woran sie das festmachen?
00:03:02: Ja, also wir haben in den letzten Jahren einige Lieferkettenunterbrechungen gesehen.
00:03:06: Definitiv und dieser Ukraine-Konflikt und der Angriff von Russland auf Ukraine ist sehr wohl auch quasi das nächste Systembuch gewesen.
00:03:13: Das war eigentlich der Dritte im Endeffekt weil es einfach unsere Ordnung ein bisschen durcheinander gewürfelt hat.
00:03:18: Und mit der jetzigen Thematik wo man eben versuchen muss aus Lieferkettensicht, aus Versorgungssicht Was in meinem Spezialgebiet ist, das zu sehen, ist dass während wir damals sehr abhängig waren zum Beispiel vom russischen Gas und man hat auch festgestellt, dass wir in der Ukraine sehr viele Produktionsprozesse haben die sehr wichtig für Europa für Automobilindustrie beispielsweise sind.
00:03:38: War das doch noch ein Stück weit begrenzt im Sinne von es hat Ausweichrouten gegeben?
00:03:43: Wir haben schwer aber doch switchen können und das hat aber auch eine Zeit lang gedauert bis sich das eingebendelt hat wenn man sich erinnert selber mit Corona jetzt eben Durch die Straße von Hummus, durch die Geografische Lage der Punkt so dass es dort keine Ausweichrouten gibt.
00:03:56: Während wir den Sowas-Kanal umschiffen können über das Kaptergutten Hoffnung gibt's dort keinen Ausweg.
00:04:01: Das heißt man muss erst Landwäge, Ressourcen und Lieferwege finden und das geht natürlich nicht in der Menge.
00:04:06: Und deswegen ist das jetzt eine größere und andere Situation weil auch so viele andere Länder noch mit betroffen sind.
00:04:12: Jetzt Aushalt von Europa, wenn ich denke an Südaasien beispielsweise.
00:04:16: Das heisst eine gewisse Adaption des Systems wie wir sie vielleicht in der Vergangen?
00:04:20: gesehen haben und auch andere Wege, also beispielsweise die Diversifizierung von Lieferketten etc.
00:04:25: Da sagen Sie das ist diese Möglichkeit, die gibt es jetzt in der Form nicht?
00:04:29: Kurzfristig ist das das große Thema immer!
00:04:31: Also wir werden Lösungen dafür finden wie wir immer Lösungen gefunden haben als es nicht fatalistische sind, dass wir sagen okay jetzt werden wir da keine Lösung dafür finden.
00:04:40: Das ist jetzt nicht die Frage, wie schnell findet man das und in welcher Größenordnung.
00:04:44: Und das ist jetzt gerade eher das Thema, dass man sagt ok auf die schnelle gibt's keine Lösungen Weil eben das Sehweg auch ein sehr langes.
00:04:50: Wir sehen, wenn jetzt die Straße von Hormuz wieder freigegeben werden würde, wenn wir einen Waffenstillstand sehen würden, rechnet man trotzdem noch bis Mitte Ende des Jahres, bis die Logistikketten wieder funktionieren und dann haben wir Infrastruktur stehen dort.
00:05:03: Das heißt es ist eine relativ lange Zeitdauer, die wir dann haben plus ein Sehwerk vom vier bis sechs Wochen.
00:05:08: Das heisst wir können nicht einfach erst einmal Geld draufschmeißen und verlösen das.
00:05:11: Wir haben da physische Prozesse, die einfach eine Zeit lang dauern.
00:05:14: Darauf müssen wir uns einstellen und die Zeit je schneller wir reagieren können Bis zu, wir haben da Substitutionen gefunden ist eben dann Divos wahrscheinlich für uns auch hier in Europa angespannt wird wirtschaftlich.
00:05:27: Jetzt haben wir diese Krise bis dato als Preiskrise erfahren auf den Ölmärkten und den Energiemärkten wo freilich jetzt wir als Endkonsumentinnen nicht einkaufen.
00:05:35: aber das haben wir zum Beispiel auch an der Tankstelle gespürt.
00:05:38: von physischen Engbessen also tatsächlich eine Knappheit war es in Österreich zwar die Rede aber wir haben sie noch nicht so erfahren.
00:05:45: Wird sich das ändern?
00:05:46: Wann wird sich das Ende?
00:05:48: Ja, also Prognosen über die Zukunft sind immer schwierig.
00:05:51: Was ich mir auch und andere Experten waren gesehen haben in Modellen ist wann könnte uns das treffen?
00:05:55: Und wie ich das beschrieben habe, es sind eben diese drei Wählen.
00:05:57: Die erste Welle haben Sie ja gerade beschrieben.
00:06:00: Das sieht man recht schnell.
00:06:01: Der Markt, Aktienmärkte reagieren, Futurepreise, Optionshandel reagiert.
00:06:04: Das geht recht schnell rauf und wird dann noch mal schneller, mal weniger schnell an die Konsumenten weitergegeben.
00:06:09: Das ist das Erste was wir gesehen haben.
00:06:11: für Lieferketten viel wichtiger oder schlimmer im Sinne von... In Auswirkungen ist die zweite Welle, in der wir uns gerade auch befinden.
00:06:19: Das heißt, wir haben gewisse strategische Puffer die jetzt aufgebracht werden, ich denke nur in Öl und Gas.
00:06:25: Unternehmen haben Bufferbestände, Lagerbestände und Sicherheitsbestände.
00:06:29: Die werden es gerade aufgeteert.
00:06:30: Das heißt solange diese verfügbar sind sehen wir als Endkonsumenten noch nicht de facto das Problem oder es ist noch nicht durch die ganze Lieferkette durchgewandert weil irgendwo wird das Problem gerade noch weggebuffert.
00:06:41: sozusagen wo wir dann das Problem wirklich wahrnehmen werden und deswegen auch warum wir versuchen hier ein bisschen Aufklärungsarbeit zu leisten ist, wenn diese Buffer plötzlich weg sind.
00:06:50: Weil dann könnte uns das diese falsche Sicherheit in der wir uns gewogen haben sehr hart treffen.
00:06:55: weil auf einmal merkt man okay als Unternehmen beispielsweise zuerst ich bekomme jetzt meinen Helium nicht mehr oder ich bekam jetzt meine Petrochemischen Plastikvorprodukte nicht mehr was auch immer ich benötige und wenn man darauf nicht vorbereitet ist schaltet man sehr schnell in Aktionismus um und dass es in so einer Situation nochmal schädlich.
00:07:11: also Wir sehen jetzt auf die Zeit leisten noch mal zurückzukommen.
00:07:15: Was wird derzeit sehen?
00:07:16: durch diesen Übergang von Welle zwei in Welle drei für Kerosin, also alles was Jet-Fuel betrifft.
00:07:21: Da sehen wir das derzeit in Italien schon zur Rationierung gekommen sind.
00:07:25: erste Flugäfer haben gesagt okay wir können nicht mehr bedanken wir müssen eine Allokation betreiben.
00:07:29: sprich was heißt das?
00:07:31: bedankt werden vor allem Flüge, die medizinische Notwendigkeit haben.
00:07:34: Regierungsflüger und so weiter und sofort.
00:07:36: Und auf das muss man sich dann einstellen wenn die Produkte physisch abwerden in unterschiedlichsten Bereichen.
00:07:41: Das heißt es wird dort priorisiert wo's extrem wichtig ist was eben medizinischen Versorgung geht oder nationale Sicherheit geht und andere Unternehmen werden dann eventuell ihre Verträge nicht erfüllt bekommen.
00:07:50: Da sind dann diese Fonds-Marcheur-Meldungen Und diese Ketten treffen uns unterschiedlich, also wir merken es bei Kerosin schneller.
00:07:57: Bei Diesel in manchen europäischen Ländern eventuell auch in den nächsten zwei bis drei Wochen.
00:08:01: jetzt denke ich dann an Englern beispielsweise und Großbritannien.
00:08:04: Und meiner Analyse nach würde ich sagen dass wir in den Nächsten zwei bis vier bis sechs Wochen in sehr vielen Bereichen eben die Thematik spüren werden das die Produkte nicht verfügbar sind.
00:08:13: Was sind denn spezielle Produkte oder Branchen die da konkret in Österreich besonders betroffen wären?
00:08:19: Ja, also Branchen die konkret betroffen werden.
00:08:22: Das eine was ich jetzt noch nicht erwähnt habe ist beispielsweise die Urea-Produktion als alles was Düngemittel betrifft und Düngemittelvorstoffe.
00:08:28: Das heißt da werden wir betroffen sein preislich.
00:08:30: Da dürfen in Österreich und Europa relativ gut abgesichert sein.
00:08:33: das ist okay.
00:08:34: Das ist die gute Nachricht.
00:08:35: es gibt vielleicht auch dort etwas nicht in der Menge wie wir's gewohnt sind aber es gibt andere Produkte weil die Landwirte umswitschen auf weniger dünge mittelintensive Produkte beispielsweise.
00:08:44: dann haben wir Industrien wie die Automobilindustrie, die sowieso gerade sehr... also ich meine über die letzten Jahre sehr angeschlagen ist.
00:08:50: Die kriegen auch immer den Preisdruck in erster Linie zu spüren.
00:08:53: Und in zweiter Linie werden die ja auch darüber sprechen, dass Halbleiter betroffen sind und alles was Polymerprodukten entsteht und so Auto hat normal sehr viele Teile davon.
00:09:02: Während die das auch spülen, dass sie vielleicht ihre Produktionen entsprechend anpassen müssen.
00:09:06: Genau da haben wir die Automobilindustrie.
00:09:08: Flugverkehr ist ein Thema, was wir sicher spüllen werden gerade in der Sommersaison außer Sicher-Simmer unter einfachen Sachen ausser.
00:09:14: wir finden jetzt schnell eine Lösung dass es Flug-Einschränkungen gibt.
00:09:18: Und das ist ja kritisch an dieser Situation, deswegen auch dieser Titel des globalen Systembruchs, dass man noch gar nicht genau sagen kann wo überall Unternehmen und Industrie betroffen sind.
00:09:28: Das ist wir Spinnennetze im Moment.
00:09:30: Man zieht dann einem Ende und alles fängt zu wackeln an.
00:09:32: und in dem Moment was wackelt merkt man erst wer alle betroffen ist.
00:09:35: aber...
00:09:37: Die zweite Welle einer tatsächlichen physischen Knappheit, die rollt so langsam an sagen Sie.
00:09:43: Was passiert denn wenn es tatsächlich dazu kommt?
00:09:45: Also gibt's da dann Regeln nach denen bestimmt wird wer dann noch etwas bekommt.
00:09:51: wie viel bekommt?
00:09:53: regelt das der Markt?
00:09:54: Wie läuft das ab
00:09:55: zu teilen?
00:09:55: also der markt wird ein stückwirt regeln weil sich aber gewisse Unternehmen dass nicht mehr leisten können energieintensive Produktionsprozesse durchführen.
00:10:02: Das ist dann im endeffekt der eine punkt der sich von sich regelt.
00:10:06: als stückwerter Zweiter Linie gibt es, wie wir es in Italien beim Flugbetrieb sehen.
00:10:11: Gibt es lokale Regelungen?
00:10:12: Also sprich wer wird bedankt?
00:10:14: Gibt's Foss-Marcheur-Klauseln in eigentlich allen Verträgen von den großen Unternehmen, von produzierenden Unternehmens?
00:10:20: Das heißt was ist so ein Foss Marcheur-Regel?
00:10:22: Das heisst wann dürfen die Vertragsbrüche werden gegenüber ihren Kunden?
00:10:27: Und auch das haben wir bereits gesehen in Amerika, Helium als eines der Punkte die ich erwähnt habe.
00:10:32: Das Unternehmen, die eigentlich bestehende Helium-Verträge gehabt hätten und gewisse Mengen abnehmen durften also vertraglich zugesichert bekommen hätten, bekommen diese Mengen gerade nicht weil die zum Beispiel alle nach Taiwan zur Semiconductor Industrie oder zur Halbleitindustrie umgeleitet werden.
00:10:47: Weil die auch mehr zahlen, mehr Marsch haben usw.
00:10:50: Das heißt, das ist die vertragliche Sicht, die dann noch dazukommt.
00:10:52: Die Unternehmen auch ziehen können entsprechen, wenn es geregelt ist.
00:10:56: und das Dritte ist dann eben etwas wirtschaftlicher Sicht wahrscheinlich das weitreichendste für Regierungen, auch wenn irgendwann einmal diese Lenkungsmaßnahmen von der Regierung gesetzt werden müssen.
00:11:05: Da gibt's auch Regelungen dazu mal klarer definiert, mal weniger.
00:11:09: Das kommt immer ganz auf die Situation an, weil man auch ein bisschen flexibel reagieren muss.
00:11:13: aber das ist dann im Worst Case ein Szenario, dass wieder Staat eingreifen könnte.
00:11:19: Und weitere Folgen, also wir haben von drei Wellen gesprochen.
00:11:23: Was wären dann noch weitere Folge wenn wir uns eben in dieser Verknappung befinden und darauf einstellen müssen?
00:11:29: Genau wie schaut das denn aus?
00:11:30: Also wenn wir in dieser dritten Welle sind, mit sehr vielen Produkten und das ist dann immer die auch so ein bisschen die Größenordnung über die man da nachdenken muss.
00:11:38: Wenn es einen zwei Produkte betrifft kann man damit noch sagen mal arbeiten.
00:11:42: Da findet man Lösungen je mehr es betrifgt sagt man so gerne in der Komplexitätsforschung.
00:11:47: Mehr vom selben ist ja nicht mehr quasi dasselbe Ergebnis wie vorher sondern es verstärkt sich in irgendeiner Form die wird gar nichts zu antizipieren können.
00:11:54: Das heißt es wird irgendwo eine Bruchlinie geben wo man sagt okay wenn zwei drei vier von diesen wichtigen Rohstoffketten dann unterbrochen sind und nicht mehr da sehen, werden wir diese Auswirkungen haben mit diesen Allokationen usw.
00:12:05: Also auch immer dann dahinten dran hängt.
00:12:08: Das treu ich mich jetzt nicht sagen.
00:12:10: es glaube sehr schwer einzuschätzen weil in so einer Situation waren wir auch noch nicht.
00:12:12: und deswegen auch wieder der Rückschluss.
00:12:14: ein bisschen zu diesem Systembuch.
00:12:16: Es könnte sich wenn das Problem nicht gelöst wird sehr viel Neues für uns ergeben im Sinne von sehr viele neue Krisen auf die wir uns einstellen müssen und dass ist ein bissel.
00:12:26: dann der Blick in diese Richtung.
00:12:29: In so einer Situation waren wir noch nicht, sagen Sie.
00:12:32: Jetzt haben wir alle in den letzten Wochen gelernt und verstanden wie zentral diese Route dieses Nadelöhr von Hormuz war.
00:12:39: War das eigentlich total unvorhersehbar?
00:12:42: Dass es dazu so eine Blockade einmal kommen könnte oder hat man da das Risiko zu leichtfertig eigentlich
00:12:47: behandelt?
00:12:48: Ob's leichtfertigt behandelt worden ist, ist schwer einzuschätzen weil es einfach so ein wichtiger Ruf auf dem Roten ist dass man das gar nicht so leicht auch wenn man weiß sich davon diversifizieren kann, weil es von dem, was wir brauchen.
00:13:00: War es vorhersehbar?
00:13:01: Ja also dieser Straße von Hormuz ist bei Experten und Expertinnen schon seit Jahren ein Thema.
00:13:07: da wird viel darüber gewarnt.
00:13:08: ich sehe aber auch schon lange drüber gewarnt dass man es einfach ein Thema ist das auf so einen Also Erhebelpunkt für die Wirtschaft und geopolitischem Kämpfe, weil Iran schon seit Ewigkeiten Empagos und Sanktionen gegen sie gefahren werden und sehr eng mit China ist verbündet.
00:13:23: in diesem Sinne Und das war eigentlich eine Frage der Zeit bis da was passiert, man musste nicht in welchen Umfang.
00:13:30: Das ist dann der Trumpfaktor, der dazukommt wo man sagt okay damit war vielleicht nichts zu rechnen aber das Prinzip im Risikomanagement beispielsweise etwas wie mein Spezialgebiet ist es geht davon aus wenn etwas fragil ist und sehr anfällig ist das zu brechen sozusagen um sehr große Auswirkungen hat bereitet man sich darauf vor, ganz egal wie wahrscheinlich es dann ist.
00:13:50: Das heißt man muss irgendwie versuchen Lösungen dafür zu finden.
00:13:53: im Idealfall genau und in den Endeffekt war vorhersehbar ein Spannungspunkt.
00:13:57: das gibt sieben bis zehn je nachdem wie wir von diesen globalen Engstellen im Schiffsverkehr am Seeweg sozusagen.
00:14:05: und die sind alle geopolitisch aufgeladen weil wer die kontrolliert kontrolliert eben wichtige Faktoren und deswegen ist das zu erwarten gewesen.
00:14:13: Waren wir da entsprechend vorbereitet?
00:14:15: Ja also Es ist für mich jetzt schwer zu sagen.
00:14:17: Also ich denke ja und das sieht man auch wieder wie aus österreichischer europäischer Sicht, dass was man machen konnte würde ich mal sagen hat man gemacht weil wir haben uns ja aus den Fehlern vielleicht doch ein Stück weit gelernt mit dem Russlandkonflikt Mit dem Russland Krieg, wo wir sehr schnell in dieser Abhängigkeit gemerkt haben.
00:14:35: Wo wir deutlich abhängiger waren als jetzt von der Golfregion in Energiequellenbezug Öl und Gas.
00:14:41: Das heißt, wir haben da weg diversifiziert Richtung Amerika was immer noch auch sehr unberechenbar geworden ist.
00:14:46: aber die beste Option für uns ist von den Werten und Einstellungen her.
00:14:52: Genau deswegen betrifft uns das direkt... Diese Schließung der Straße von Homoes gar nicht so arg, weil eben die Abhängigkeit nicht so da war.
00:15:00: Indirekt über Bande jetzt mit den ganzen Problemen, die auf uns zukommen können wird es uns schon betreffen.
00:15:04: also ich glaube aus österreichischer Sicht und europäischer Sicht ja ist auch immer schwer von der Bank aus zu behuten.
00:15:08: aber ich würde sagen hat man schon bedacht?
00:15:13: was wir ja auch gesehen haben in den letzten Wochen ist dass unterschiedliche Weltregionen ganz unterschiedlich jetzt von dieser Krise betroffen sind.
00:15:20: Bei uns waren die Spritpreise das entscheidende Thema.
00:15:23: in anderen Ländern.
00:15:23: Sie haben das auch vorhin schon gesagt, da ist man schon dazu übergegangen, dass wirtschaftliche Leben herunterzufahren.
00:15:29: Bedeutet es, dass unsere europäische österreichische Zahlkraft da auch bis zu einem gewissen Grad schützt?
00:15:36: und wie weit reicht dieser Schutz?
00:15:39: Ja, also das ist was ich vorgemeint habe mit der ersten Welle.
00:15:42: Das kann man noch mit Geld lösen wenn man so will.
00:15:47: Es tut uns allen mehr wem in der Geldbörse okay aber wir kommen da wieder raus.
00:15:51: und das ist auch das Entscheidende jetzt wenn man diese Krise weiter verfolgt nämlich diese Welle zwei an Welle drei von der ich gesprochen hab das haben andere Länder schon.
00:15:58: Das tritt ja nicht gleichzeitig überall auf Gnopfdug ein sondern unterschiedliche Länder sind unterschiedlich vorbereitet.
00:16:04: und wenn wir sehen was in Indien zu Beginn los wird die haben jetzt ad hoc Maßnahmen getroffen gut, soweit man als Biotin kann das Problem löst.
00:16:10: Aber die haben auch rationaliert weil auf einmal LNG also Gas und Ausgegangen ist und dort keine strategischen Reserve in der Größenordnung da waren.
00:16:18: Dann haben wir Bankratay schon Pakistan, die auch kaum strategische Reserven gehabt haben.
00:16:22: Also sieben mal was das bringt wenn man sich vorbereitet und auch sage ich mal teuer Reserver anlegt genau für solche Fälle dass man eben eine gute Zeit lang darüber hinweg kommt.
00:16:30: Das große Thema ist halt, dass es wird in unserer vernetzten Welt und in der Supply Chain die so vernetzt sind in den Lieferketten dass auch nicht isoliert betrachten können.
00:16:37: Das heißt, wenn es geendet hätte oder jetzt sofort sich auflöst das Problem vielleicht noch mit einem blauen Auge davon andere Länder nicht und von denen beziehen wir Medizinprodukte vor Stoffe Einweg Handschulen, Masken.
00:16:54: Also das ganze Corona-Problem eigentlich wieder neu aufgerollt.
00:16:57: Weil wenn diese Länder nicht mehr produzieren können oder Produkte nicht mehr produzieren der geringe Marge haben weil einfach die Energiekosten zu hoch sind oder sie gar nicht mehr können... Wenn wir eben schon in der zweiten dritten Welle sind mit der Allokation kommt es auch wieder zu uns.
00:17:09: und das ist eben das große Thema hier wo man sagt ja man kann jetzt vielleicht lernen aber auch in der Zeit und schauen wie lösen die Länder das?
00:17:16: die schon in der zweiten, dritten Welle sind.
00:17:18: Welche Maßnahmen sind das?
00:17:19: Ist es eine Spritpreisbremse oder ist das Allokationen?
00:17:22: Wir haben jetzt da ein bisschen am Vorlauf und können schauen wie lösen die das, wie wirkt das und wie gut wirkt dass beispielsweise.
00:17:28: Gibt's da Bereiche wo... Österreich ganz speziell vulnerable ist?
00:17:32: Europa und Österreich, somit auch sie sind sehr abhängig aus Indien beispielsweise.
00:17:38: Aus der Pharma-Industrie-Vorstoffe.
00:17:39: also wir brauchen diese AP Stoffe um Medikamente zu fertigen in Österreich und das ist sehr stark in Indien konzentriert.
00:17:46: wenn dort was mit der Lieferkette nicht mehr passt werden wird es in einem sehr wichtigen Bereich bei uns auch spüren Banklatesch glaube ich oder Pakistan, jetzt bin ich mir nicht ganz sicher.
00:17:56: Wer einen Großproduzenten der medizinisches Besteck herstellt, das sind solche Themen... Da kann man nur mit der Taschenlampe draufleuchten.
00:18:07: Ich versuche immer wieder solche Themen aufzuzeigen, dass man sieht okay da könnte was auf uns zukommen aber davon gibt es halt hunderte Beispiele wobei diese Abhängigkeiten jetzt derzeit noch nicht in der Form sehen.
00:18:16: Aber ich denke auch also alles was Medizinprodukte betrifft das ist immer sehr sage mal eine Situation auch in normaleren Zeiten wo wir nicht immer alles vorreden können was wir gerne hätten.
00:18:26: Das ist ein Thema, wir haben das Thema mit Kerosin was uns auch betreffen wird.
00:18:31: Wir haben vielleicht das Thema Ed Blue also die LKWs vor allem erfahren dass zugedankt werden muss weil es eben auch auf Urea benötigt was derzeit unterbrochen ist.
00:18:42: Also sehr viele Dinge in Österreich und Europa sind noch deutlich besser unterwegs als in Südostasien aber vermutlich nur noch eine gewisse Zeitspanne lang.
00:18:56: wissen wir gar nicht so gut.
00:18:59: Also die Frage stellt sich natürlich aber schon, was wären denn Alternativen?
00:19:03: Also sollen wir unsere globalen Handelswege weniger komplex anlegen, protektionistischer Wirtschaften schauen dass wir möglichst viel souverän produzieren beispielsweise innerhalb der EU?
00:19:14: also wäre das überhaupt möglich.
00:19:16: sind das ausreichende Lösungsansätze?
00:19:19: Ich denke, es ist wie immer so ein bisschen was von allem.
00:19:23: Wir werden nicht in Europa wieder die Lieferketten alle nach Europa bringen – vielleicht auch ein bisschen salopp gesagt.
00:19:31: Aber was wir mal anfangen werden, ist dass die Industrie, die wir noch haben, nicht abwandert.
00:19:34: Das ist das Thema, dass wir sehen und laufen sehen, dass einfach die Produktionsbedingungen hier nicht mehr sind.
00:19:40: D.h.,
00:19:40: das, was wir haben sollten, wir wahrscheinlich in erster Linie mal schützen und schauen, dass diejenigen Unternehmen in Österreich und in Europa bleiben.
00:19:46: Wir wären also Quadrostoffe... Wie will Gas vorkommen?
00:19:50: Die sind, wo sie sind in der Regel.
00:19:51: Da werden wir auch nicht viel daran ändern können.
00:19:53: Wir können aber sehr wohl schauen dass man diversifiziert immer mit dem warnen Wort das da auch nicht mehr sehr viel Diversifikationsmöglichkeit über ist.
00:20:01: Wir haben Russland die sehr rohstoffreich sind, wir haben Amerika und eben dort die Regionen im Golf.
00:20:08: Im Versischen Golf.
00:20:09: Das heißt, da kann man es dafür machen.
00:20:10: Dann muss man vielleicht wieder draufschauen und sagen okay, die erneuerbaren Das sind wir schon gut, aber die haben auch noch ihre Schwächen.
00:20:16: Das ist ein wichtiger Faktor und muss man vielleicht auch wieder mal dann auch ernsthaft und ehrlich drauf schauen was das bedeutet für Atomkraftwerke?
00:20:24: Na keiner!
00:20:25: Und es geht also ein bisschen skeptisch gegenüber, was ich nachvollziehen kann.
00:20:28: Aber für Energie-Sicherheit, für ein Land, dass keine Rohstoffe besitzt Ich spreche jetzt gar nicht von Österreich, aber Europa und Deutschland, das Beispiel der den Ausstieg beschlossen haben vor einigen Jahren.
00:20:37: Ist es natürlich ein wichtiger Faktor um irgendwie Energietag zu sein?
00:20:41: Also wir müssen uns auch überlegen dass man über die Thematiken reden, die uns nicht so tauchen im Endeffekt weil das heißt wenn wir Industrie wieder herbringen zu teilen um zumindest gewisse Parameter abzudecken.
00:20:52: Wir haben auch darüber reden müssen, dass die nicht alle grün und sauber sind vielleicht in der Form wie wir's gern haben und uns nicht alle Lösungen so gut gefallen.
00:21:00: Am Schluss müssen wir da überall, sage ich mal ein Stück weit wahrscheinlich drehen an der Schraube und versuchen so balanciert wie möglich eine Selbstständigkeit wieder herzustellen.
00:21:09: Was können denn?
00:21:10: Österreichischer Unternehmen gibt ja auch viele kleine und Mittelstände in Österreich unternehmen, um sich da entsprechend aufzustellen und vorzubereiten.
00:21:17: Muss man auch ganz klar sagen jetzt im Moment ist das vor allem als KMU nicht mehr viel zu machen, sage ich mal.
00:21:23: Da ist man sowieso ein bisschen blöd.
00:21:25: Das klingt ein bisschen der Spielball jetzt weil was wir erwarten kann ist dass wenn Verträge gekappt werden, wenn es zu dieser Allokation kommt, dass man sagt okay sie sind nicht mehr genug für alle da, dann werden solche Verträge vielleicht nicht mehr beliefert, wenn die abhängig sind von solchen Stoffen.
00:21:39: Was man schauen kann, was ich mir denn... Kunden dann entsprechend auch zu Beginn schon am ersten und zweiten Tag empfohlen haben ist, dass man die Verträge, die man noch jetzt verhandeln kann nochmal verhandelt und sich Mengen sichert im Sinne von nicht zögern ob es wieder billiger oder teurer.
00:21:54: Weil ich sehe jetzt in den nächsten Wochen und Monaten nicht die Möglichkeit das es günstiger wird selbst wenn wir wollen immer den schlimmsten Fall abfedern im Endeffekt.
00:22:02: Das heißt sie sollten in die Verträger reinschauen.
00:22:05: wo kann man vielleicht mit den Lieferanten sprechen dass man Zusicherungen kriegt bis zu einem gewissen Grad zumindest Mit den Lieferanten auch schon sprechen, okay seht ihr irgendwo Probleme mit euren Zulieferern?
00:22:14: Sollte ich mir jetzt schon was auf Lager legen.
00:22:16: Das sind so die Dinge, die man in der Wirtschaft jetzt tun kann und anbarken kann.
00:22:20: Und auch entsprechend da vielleicht auch sich schon überlegen wie man selber mit solchen Fondsmaschermählungen ungebürtet.
00:22:25: Sprich Ich kann nicht mehr meine Kunden beliefern.
00:22:28: Würde ich mal sagen macht doch Sinn diese Verträge nochmal zu checken.
00:22:31: gibt es da Strafzahlungen was auch immer dazu kommt?
00:22:33: also das sind jetzt so die dinge wo man sagt sich geistig ein bisschen drauf einstehen dass das kommen könnte sich jetzt noch absichern kann oder müsste.
00:22:42: Und wir als Endverbraucherinnen, können wir uns auch vorbereiten?
00:22:46: Oder sind wir auch eher mehr nur der Spielball?
00:22:48: Ja also für uns sage ich mal als End Verbraucher wird dann eh wieder ein Stück weit wie es auch jetzt der Fall war bereits die Regierung irgendwie aufs Spielfeld treten und sagen okay Das geht nicht mehr, der braucht meine Lastungen hier und dort.
00:23:00: Und im Sinne von da werden sich schon Krisenmaßnahmen ableiten dadurch.
00:23:06: Ansonsten also wir brauchen jetzt nichts zu hoffen oder lagern und so wie ich sage verschlimmert das Problem meistens nur weil wir kennen es noch dieses berühmte Global Beer Beispiel aus Corona wo dann kein Global Beer mehr da war und deswegen diese... Diese Hamsterkäufe, diese Art Hock-Käufe bringen nichts und schaden eigentlich mehr.
00:23:24: Also ich sehe jetzt auch keine... es wird keiner Hummer leiden da jetzt in Österreich oder sonst was.
00:23:29: Es gibt vielleicht das eine oder andere Ding nicht mehr oder wieder teurer.
00:23:31: Deswegen sage ich, da braucht man sich auch vielleicht noch geistig darauf einzustellen dass man sagt okay man nimmt die Situation nicht so an wie sie ist um dann nicht zu überrascht zu sein und nicht über rumpelt zu sein.
00:23:41: Und dann gibts noch diese generelle Empfehlung Was sowieso nicht schadet, dass man jetzt wusst, ob das für ein Blackout ist oder auch für andere Seigen ist.
00:23:49: Dass einen der Bittl vielleicht von der Außenwelt kurz abschneidet oder zumindest das Einkaufen erschwert.
00:23:53: Dass man so ein vierzehn Tage Vorrat daheim hat... Essen trinken und solche Sachen.
00:23:58: Das schade sowieso nie, aber das braucht man nicht für diese Krise.
00:24:01: Das ist so generell Vorsorge, dass es wieder strategische Ölpuffer oder das strategische Gas-Puffer des Staates haben auch wir im Idealfall irgendetwas zuhause, dass uns im Worst Case ein paar Tage diese Sorgen nimmt genau.
00:24:13: Jetzt sind wir schon bei den Lieferketten in der Krise.
00:24:17: Es gibt ja ganz viele Prognosen, die auch zeigen dass die Klimakrise im Form von zusätzlichen Extremwertereignissen maßgeblich Einfluss auf Flieferketten Abhängigkeiten und dergleichen haben könnte oder wird.
00:24:31: Sehen Sie da jetzt langfristig ausreichend Vorbereitungen das sich unternehmen aber vielleicht auch die öffentliche Hand ausreichender miteinander setzt?
00:24:40: Also ich sehe schon, dass Unternehmen – gerade die großen Unternehmen analysieren das schon.
00:24:45: Man muss sich vorstellen, wenn sie irgendwo ein Werk bauen oder kaufen, ein Produktionswerk, das amotisiert sich über viele Jahre, über zehn, fünfzehn Jahre bis es wieder das Geld hineinbringt, was man investiert hat und die schauen schon auch, dass das jetzt nicht irgendwo ist wo das dann in zehn, fünften Jahren ein Hochwassergebiet ist und die Infrastruktur schön haben oder solche Sachen.
00:25:04: Das merkt man schon.
00:25:05: wird sich ausreichend darauf vorbereitet?
00:25:07: Ich glaube nicht!
00:25:08: Das sind halt die großen Abteilungen damit beschäftigen können und Experten anstellen können, die das im Auge haben.
00:25:14: Ich glaube in großen noch nicht ausrechnen ist es noch nicht so am Schirm.
00:25:17: Und wir sehen dass diese Hochwasser-Eignisse Natur gefahren nehmen von Jahr zu Jahr zu Höhe.
00:25:22: Wir bauen nur nach Spanien die letzten Jahre schon also da sind dramatische Eigentum sehr viel in der Automobilindustrie ist dort vor Ort in Spanier und das Unterbricht der Lieferketten genau.
00:25:31: Da kann man sicher noch genau analysieren und genauer schauen werden um.
00:25:34: das betrifft ja.
00:25:36: Abschließend vielleicht Kommen wir zurück zur aktuellen Krise.
00:25:39: Worauf jetzt denn in den kommenden Tagen, eher Wochen wahrscheinlich ankommen?
00:25:44: Was den weiteren Verlauf dieser Situation aktuell entscheiden wird?
00:25:49: Ja also das wichtigste Merkmal in dieser Krise und was gelöst werden muss ist einfach die Öffnung der Straße von Hormuz und dass die Schiffe wieder fahren können.
00:25:58: Das ist einmal das Ding, auf das wir alle hoffen müssen.
00:26:01: Dass sich das irgendwie zu einem paar Verstehstern zu übereinkommen kommt.
00:26:05: Genau!
00:26:06: Das ist das Wichtigste.
00:26:07: Der zweite Punkt ist an dem Parallel gearbeitet werden muss.
00:26:09: wie kann man Alternativ-Routen hochstaaten?
00:26:12: Es wird schon sehr viel gemacht weil auch die Saudi Arabien und Katarn die Länder... Wir haben jetzt Gewinnentgänge.
00:26:19: Die gehen gerade nicht das Geld, was sie gewohnt sind.
00:26:21: Das heißt die haben auch sehr starkes Eigeninteresse.
00:26:23: Da hofft man, dass das weiter ausgebaut wird und dass die Mengen entsprechend steigen.
00:26:28: Und das Dritte, was wir auf einmal Auge haben müssen ist die Infrastruktur-Schäden.
00:26:32: Wir haben vor kurz Helium erwähnt.
00:26:33: Das Werk in Qatar, das da betroffen ist, das eben fast dreißig Prozent des globalen Heliumsbedarfs liefert hat die Infrastrukturschäden!
00:26:41: Das sprechen wir auch nicht zu, das ist in zwei drei Wochen oder zwei drei Monaten wieder aufgebaut.
00:26:45: Da reden wir auch von Jahren und enormen Investmentsummen bis es wieder steht.
00:26:49: Das heißt was wir auch hoffen müssen und schauen müssen ist dass im Idealfall dort keine Infrastruktur stehen mehr noch an Top dazukommen damit wenn die Straße wieder geöffnet ist und das wieder entsprechend der Verkehr, der Warmverkehr wieder fließen kann dann entsprechend auch wieder die Produkte und Produktionen hochgefahren werden können.
00:27:04: Herr
00:27:05: Feldsberger vielen lieben Dank!
00:27:07: Vielen Dank für die Einladung
00:27:09: Und aktuell ist rund um die Straße von Hormuz, das können Sie natürlich jederzeit auf diepresse.com nachlesen – für heute sage ich Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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