Nasa-Geologin, die Artemis-Crew ausgebildet hat: „Das hat uns tatsächlich total umgehauen”
Shownotes
Die Crew der „Artemis-2“-Mission – neben Victor Glover, Christina Koch und Reid Wiseman noch der kanadische Astronaut Jeremy Hansen - war in einer Art großen Acht um den Mond herum geflogen und hatte sich weiter von der Erde entfernt als jemals Menschen zuvor. Jemand, der diese historische Mission mitbetreut und hautnah im Mission-Control-Zentrum miterlebt hat, ist Juliane Groß. Sie ist „Artemis Campaign Sample Curation Lead“ der Nasa, also zuständig dafür, dass Gesteinsproben sicher und wissenschaftlich verwertbar zur Erde kommen. Groß ist nicht nur begeisterte Wissenschaftlerin, sie ist auch eine Abenteurerin, hat selbst schon eine Mission in der Antarktis erlebt und würde auch nicht Nein sagen, wenn man sie wortwörtlich zum Mond schießen würde.
Die in der deutschen Stadt Essen geborene Geologin lehrt die Astronauten, wie sie mit Gesteinsproben umgehen und wertet Beobachtungen des Vorbeiflugs aus. Groß lebt seit Jahren in den USA und erzählt im Podcast von den Tagen der Artemis-Mission, ihrem Schlafrhythmus damals, warum der Südpol am Mond der auserkorene Landeplatz für Artemis 4 ist, warum Astronauten den Mond besser beschreiben können als unbemannte Orbiter mit Kameras am neuesten Stand der Technik, warum Steine wie Bücher sind, die sie gerne liest und wie sie als Wissenschaftlerin damit umgeht, Teil eines auch machtpolitischen Wettrennens zum Mond zu sein. Und Groß erklärt auch, woraus der Mond besteht und warum die Proben, die die Apollo-Missionen zur Erde gebracht haben, nicht aussagekräftig für den gesamten Mond sind.
Gast: Dr. Juliane Groß, Artemis Campaign Sample Curation Lead bei der Nasa Host: Klemens Patek Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
Mond-Crew: Landung wie „rückwärts von einem Wolkenkratzer springen“
Die Rückseite des Mondes und die Kehrseite der USA
Artemis-Missionen: Wenn der Mond zur begehrten Ressource wird
Warum fliegen die USA gerade jetzt zum Mond?
Ein kurzes Potrait von Dr. Juliane Groß auf der Website der Nasa
Transkript anzeigen
00:00:05:
00:00:06: Ja, das hätte ich mir als Kind natürlich nie träumen lassen.
00:00:09: Also dass ich eines Tages in den USA lebe und fließend Englisch spreche – Ich hab Englische gehasst in der Schule total gehaszt!
00:00:16: Und dann in der Antarktis zu leben um Gesteine aus dem Weltraum zu bergen und schließlich für die NASA zu arbeiten und eben Geschichte zu schreiben.
00:00:24: Natürlich würde ich sofort liebend gerne auf den Mond selber aber ich bin auch total glücklich wo ich bin und Hilfe im Prinzip den Astronauten und allen anderen da auch hinzukommen.
00:00:34: Und haben sie die Atemismission gebannt verfolgt?
00:00:38: Noch nie waren Menschen so weit weg von der Erde, einmal um den Mond und Retour!
00:00:43: Und selbst wenn Sie nicht den Livestream der NASA mitverfolgt haben – ich glaube wir haben da einen spannenden Gast heute bei uns im Podcast jemanden, der hautnah im NASA Mission Control Zentrum mit dabei war.
00:00:55: Sie haben sie gerade schon gehört.
00:00:56: Ich freue mich sehr, dass Dr.
00:00:58: Juliane Gross Zeit gefunden hat mit mir zu plaudern!
00:01:00: Sie ist führende Geologin bei der US-Ramfahrtbehörde NASA und hat die Artemis Astronauten geschult – und schult auch die nächsten Crews.
00:01:08: Und damit herzlich willkommen bei Was Wichtig Ist.
00:01:11: Mein Name ist Clemens Patek.
00:01:13: ich wollte zwar als Kind nie Astronaut werden.
00:01:16: Juliane Groß wiederum ist nicht nur begeisterte Wissenschaftlerin, sie ist auch eine Abenteurerin hat selbst schon eine Mission in der Antarktis erlebt und würde auch nicht nein sagen, wenn man sie wortwörtlich zum Mond schießen würde.
00:01:28: Bei der NASA ist die deutsche Geologin Hüterin allen Mundgesteins das etwa die Apollo-Missionen zu Erde gebracht haben.
00:01:34: Ihr genauer Titel bei der NASA lautet Atmos Campaign Sample Curation Lead.
00:01:39: Sie erzählt von den Tagen der Atmosmission im Schlafrhythmus damals, warum der Südpol am Mond der außerkorene Landeplatz für Atmos IV sein wird Warum Astronauten den Mond besser beschreiben können als Orbiter?
00:01:53: Und warum Steine wie Bücher sind und wie sie als Wissenschaftlerin damit umgeht, Teil eines Fettrennens zum Mond zu sein.
00:02:00: Ja – und dass Juliane Groß schon seit Jahren in den USA lebt und vor allem Wörter rund um die Atemismission auf Englisch verinnerlicht hat merkt man natürlich auch in unserem Gespräch.
00:02:11: bitte verzeihen Sie wenn einige Begriffe auf Englig vorkommen und ein paar Mal haben wir auch gemeinsam nach dem richtigen deutschen Begriff gesucht.
00:02:19: Aber bevor wir jetzt den Countdown zum Mond starten, hören Sie eine kurze Werbeeinschaltung.
00:02:28: Willkommen zur Gesundheitsminute!
00:02:30: Ihrem kompakten Wohlfühlenpuls für unterwegs oder zu Hause.
00:02:34: Stellen sie sich vor die frische Bergluft nach einer Alpenwanderung der Duft von frisch gebackenen Apfelstrudel.
00:02:40: Unser Geruch und Geschmackssinn hat einen unglaublichen Einfluss auf Genuss- und Lebensqualität.
00:02:45: Und auch als Warnsensor etwa bei gefährlichen Dämpfen.
00:02:48: Doch genau das fehlt Millionen von Menschen im Alltag, nicht nur wenn die Nase verstopft ist sondern Monate oder sogar lebenslang!
00:02:55: Der Grund dahinter kann chronische Rhinosinositis mit Nasenpolüten sein – eine Erkrankung bei der gutartige Schleimhautwucherungen sogenannte Polypen in der Nase unter Nasenebenhöhlen auftreten.
00:03:07: Die typischen Symptome, eingeschränkte Nasenatmung und Geruchsin, laufende Nase, Druckschmerzen im Gesicht.
00:03:13: Häufig kommen Begleiterkrankungen wie Asthma oder Allergien hinzu.
00:03:17: Die gute Nachricht – diese Erkrankung ist behandelbar!
00:03:20: Wenn Sie sich in diesen Symptomen wiedererkennen, kontaktieren sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
00:03:26: Denn der Weg zurück zu den Gerüchen, die ihr Leben bereichern beginnt mit einem Arztgespräch.
00:03:33: Frau Dr.
00:03:34: Groß, vielen Dank dass Sie sich die Zeit nehmen mit uns zu plaudern in Wien.
00:03:37: Artemis II ist zurück?
00:03:39: Ist die Mission so gelaufen wie sie sich das vorgestellt haben?
00:03:42: kann man das so sagen?
00:03:43: ja schon.
00:03:45: also es hat glaube ich doch unsere künstliche Erwartung irgendwie übertroffen.
00:03:49: wir haben ja die Astronauten für fast drei Jahre trainiert im Klassenzimmer und dann in Simulation den Feedback gegeben und wir hatten eine Einzelbetreuung mit denen für die Observationen, Flaschkarts entwickelt.
00:04:02: Und Mondpässe in den Hausaufgaben tatsächlich auch gegeben.
00:04:05: also wenn man jetzt ein Astronautus muss man trotzdem noch Ausaufgabe machen eben um immer auch so ihr Selbstvertrauen zu stärken und dann sie auf diesen Flyby den Vorbeiflug vom Mond eben vorzubereiten.
00:04:16: und dann über ja anderthalb Jahre würde ich sagen haben wir als am Science Team eben auch trainiert unzählige Mischenabschnitte simuliert.
00:04:27: Wir haben die ganzen Verfahren ausgearbeitet und dann auch geübt.
00:04:30: im Ende sind wir tatsächlich auch da angekommen, wo das gesamte Team nicht nur das Wissenschaftsteam sich total vertraut haben, aber auch mit den Flight Directors, die haben uns also auch völlig vertrautt.
00:04:42: Ja, wir waren also schon im Februar im Prinzip bereit für den ersten Attempt und dann eben auch im April.
00:04:48: Und trotzdem, als ich es am ersten April Launch tatsächlich geklappt habe... waren wir doch irgendwie alle überrascht.
00:04:57: Und ja, die Mission für uns verlief tatsächlich perfekt und hat also alle Erwartungen übertroffen – die Astronauten, die ja tatsächlich Mitglieder von unserem Wissenschaftsteam geworden sind.
00:05:11: Über die letzten drei Jahre haben wir so eine fantastische Arbeit geleistet mit den Beobachtungen der Beschreibung in Visualisierung, also Fotos des Mondes... Ja!
00:05:21: Die Sonnenfinsternis das war im Prinzip Neufund.
00:05:24: Das hatten wir auch tatsächlich nur einmal trainiert, als in Februar wir nicht launchen konnten.
00:05:29: Das kam dann im Februar auf, dass wir das vielleicht wenn wir in den ersten paar Tagen launchen eine Sonnenfinsternis beobachten können vom Mond.
00:05:37: Das heißt, wir haben das mit den Astronauten auch nur einmal Trainiert und wir haben es selber als Wissenschaftsteam noch einmal trainieren.
00:05:42: Wir hatten eigentlich gar nicht so große Erwartungen und das hat uns tatsächlich total umgehauen.
00:05:46: also als sie Fotos zurückkamen wie die Astronautinnen das auch beschrieben haben.
00:05:51: Ja, also die ganze Mission tatsächlich war so irgendwie eine der besten Erfahrungen meines Lebens einfach unglaublich.
00:05:58: Eben Teil auch eines so historischen Moments zu sein und dazu beigetragen zu haben den wahrzumachen und die Astronauten zu trainieren das übertrifft ja eigentlich meine Künstenträume.
00:06:08: Also es war für uns sief dass er tatsächlich als war ja eine Testmission perfekt.
00:06:15: Ja total krass!
00:06:16: Wie waren denn die Tage fürs Sie während der Mission?
00:06:19: Ich nehme an Sie waren rund um die Uhr Vor Ort.
00:06:22: gibt es da längeren Schlaf überhaupt?
00:06:25: Ja, also wir waren ja alle im Mission Control Center hier bei der NASA auf dem Gelände.
00:06:32: Ich war im Science Evaluation Room in diesem Hinterzimmer vom Mission Control weil wir eben auch unsere Science Officer im Flight Control Room unterstützt haben und wir haben Prinzip geschlafen wenn die Astronauten geschlaften haben und wenn sie aufgewacht sind waren wir tatsächlich schon eine Stunde lang wieder zurück bei uns und haben gearbeitet.
00:06:53: Das heißt, wenn die dann aufgewacht wurden und angefangen haben zu arbeiten waren wir schon da und bereit, die eben auch zu unterstützen.
00:07:00: Ja also wir hätten das eigentlich gar nicht geschafft, wenn unsere Freunde und Familien es nicht so tatkräftig unterstützt hatten und uns mit Essen versorgt haben und wir mussten uns eben auch umstellen mit dem Schlafrhythmus.
00:07:13: über die zehn Tage hin haben wir dann Sleepshifting gemacht wurde.
00:07:16: Wir haben dann abends angefangen um zehn, aber als die Mission zu Ende war, haben wir im Prinzip morgen zum sieben angefangen zu arbeiten.
00:07:21: Also da mussten wir eben auch unseren Schlaf-Rhythmus irgendwie anpassen.
00:07:25: Ja und unsere Familien und Partner haben uns unterstützt den Haushalt geführt, die täglichen Besorgungen erledigten, den Kindern... Die Mission war ja im Prinzip eben so deren Mission wie es eben auch unsere war weil wir das also gar nicht geschafft hätten und wir sind alle total dankbar dass wir da so auch unterstützt wurden.
00:07:43: Und dann haben wir in Mission Control Da haben wir uns richtig in unsere Wissenschaft im Prinzip reingesetzt.
00:07:50: Ich war eine der fünf wissenschaftlichen Leiter und ich war verantwortlich für Impact History, also Einschlagsgeschichte, Landing-Sites, also Angestellen und Pols, also Norden Südpol.
00:08:03: Und als Science Seamleads haben wir eben diesen Beobachtungsplan zusammengestellt und dann haben wir die wichtigsten Ziele ausgewählt für unsere Science-Themes und die eben durch die Missionen getragen.
00:08:17: Und welche Faktoren muss man da einkalkulieren beim Beobachten des Monds?
00:08:21: Der Mond ist ja zu jedem Zeitpunkt... ...hundertundachtzig Grad beleuchtet, ein hundertundachzig Grad im Schatten.
00:08:27: Was die Astronauten tatsächlich beobachten können auf dem Moment Oberfläche hängt davon ab wann die am Mond ankommen.
00:08:33: Das heißt wir hatten Ziele ausgesucht schon über die anderthalb Jahre im Prinzip für die gesamten dreihundertsechzig Grad der Mondoberfläche.
00:08:41: Und als die dann gestartet sind und die Flugbahn eben auch feststand, dann konnten wir eben hin.
00:08:46: Und diese Ziele aus dieser Liste priorisieren um eben die Beobachtung auf dem Mond während des Verbreiflugs zu optimieren.
00:08:54: Wir hatten dann auch Ziele sag ich mal wo die Crew selber sich aussuchen konnte was sie eben beobachten wollen an bestimmten Zeitpunkten.
00:09:02: Wir hatten Diskussionszeiten eingebaut und das mussten wir alles so planen dass die ganzen wissenschaftlichen Teams eben abgedeckt waren.
00:09:12: Ja, während des Vorbeiflügs haben wir dann auch angefangen die Daten zu analysieren, die übermittelt wurden.
00:09:19: Wir haben dann während des Flybyes da haben wir ja durch die Sit-Raps von der CoA gehört was sie sehen und die CoA hat sehr auf Fragen Die haben wir denn angefangen auch zu bearbeiten.
00:09:30: Und dann für den nächsten Tag hatten wir ja die Science Conference mit den Astronauten wo wir eben auch Fragen stellen konnten.
00:09:36: das heißt ich und die vier anderen Science-Themeleads waren dafür verantwortlich, diese Fragen zu erstellen.
00:09:42: Und das ist was man als Feldgiologe eben auch macht am Ende des Tages oder am Ende... ...des Feldtages so dass man im Prinzip alle Erdaten erfassen kann die man vielleicht nicht aufgeschrieben hat oder da.
00:09:54: man denkt immer ach ja daran erinnert mich noch wenn ich nach Hause komme und dann kommt man nachhause und ändert sich natürlich nicht dran.
00:09:59: und das war eben dieser Zeitperiode wo wir dann den Astronauten gezielte Fragen stellen konnten wo wir da noch Fragen hatten oder wo sie vielleicht etwas nicht genau genug beschrieben haben oder wir halt im Frank hatten, ob das tatsächlich war was sie gesehen haben.
00:10:14: Und diese Fragen haben wir dann eben an unseren Science-Office weitergeleitet, die mit den Astronauten direkt in Kommunikationsstand.
00:10:22: Jetzt geht es ja eigentlich erst richtig los.
00:10:24: für Sie als Wissenschaftlerin?
00:10:25: Der erste Teil der Mission ist im Prinzip fertig – das war tatsächlich der Flyber!
00:10:29: Jetzt haben wir den zweiten Teil der mission gerade anfängt und das ist wirklich die Auswertung der ganzen Daten.
00:10:35: In sechs Monaten werden wir dann den Science Report... Veröffentlichen und die ganzen Daten werden veröffentlicht, den ganzen Bilder werden veröffentlichet wenn sie nicht schon veröffentlich sind.
00:10:47: Und dann kann halt tatsächlich jeder da sich rein knien.
00:10:51: Ja ist total spannend macht total Spaß!
00:10:53: Aber das heißt Sie sind ja bei diesem Vorbeiflug wirklich auf die Beobachtung der Astronautin angewiesen.
00:10:58: also da geht es wirklich um genaue Infokussenname von bestimmten Punkten und dann wird das optisch beschrieben?
00:11:04: Genau weil es sind ja tatsächlich die Augen die an unser Gehirn gebunden sind ist ja eines der besten Instrumente, was es überhaupt gibt.
00:11:12: Und das menschliche Gehirn kann eben Unterschiede, ganz feine Unterschiede von Farbnuanzen wahrnehmen und die Astronauten hatten den Vorteil dass sie den gesamten Mond im Prinzip im Sichtfeld hatten.
00:11:23: Das heißt man kann dann also großflächige... wie heisst das denn ganz auf Deutsch?
00:11:29: Dann sagen Sie's auf Englisch!
00:11:30: Jetzt ist mein Gehirne im Niemandsland festgesetzt.
00:11:33: Patterns Die Astronauten haben die Möglichkeit, diese großflächigen Muster im Augenblick wahrzunehmen und das auch zu beschreiben.
00:11:43: Wir haben ja Instrumente um den Mond rumfliegen aber die sind relativ nahe an der Oberfläche.
00:11:48: Das heißt sie können immer nur so einen Oberflächenstreifen aufzeichnen.
00:11:52: Das heisst Orbital zum Beispiel dauert Monate wenn nicht Jahre erst in Prinzip aufzuzeichnen.
00:11:58: ob man dann überhaupt die Muster erkennt ist eine andere Frage weil natürlich die Sonnenanstrahlung immer anders ist.
00:12:04: Das hatten wir jetzt nicht, da hatten die Astronauten tatsächlich den Vorteil, den gesamten Mondoberfläche in einem Augenblick wahrzunehmen.
00:12:10: Jetzt
00:12:10: ist Atemis II ein Zwischenschritt bis zu einem bestimmten Grad.
00:12:14: schließlich will die Menschheit oder will die NASA in Kooperation mit ihren Partnern ja auf dem Mond landen innerhalb der nächsten zwei Jahre?
00:12:21: es mal anberaumt Sie sind Hüterin von Mondgesteinen das die Menschheid bisher schon zurückgebracht hat.
00:12:26: aber ich nehme an sie sind schon sehr neugierig darauf was in den nächsten Jahren vielleicht dann Neues zu ihrer Sammlung.
00:12:31: dazu kommt
00:12:32: Ja, ja.
00:12:33: Also ich bin ja die Artemis Curation Lead.
00:12:36: Das heißt sich unterstütze eben die NASA dabei den nächsten Mundgesteinsproben von der Modularfläche zurückzuholen also in der Nähe vom Südpol und in meiner Funktion bin ich halt dafür verantwortlich sozusagen die Stimme der Gesteinsprobe und deren Aufbewahrung später zu sein.
00:12:55: Ich kümmere mich um den Schutz, die Konservierung, die Aufbewahlung der Gesteiner eben zu kümmern, von der Planung durch die Durchführung aller Mischenphasen im Prinzip die Gesteine so zu vertreten.
00:13:10: Das heißt ich kümmere mich darum jetzt hier auf der Erde eben auch dafür zu sorgen dass wir bereit sind die Gisteinsfragen zu empfangen.
00:13:17: Ich arbeite mit dem Ingenieurin zusammen und Prinzip die Werkzeuge zu entwickeln Die Astronauten dann eben benutzen auf der Mondoberfläche.
00:13:24: ich arbeite Mit dem Flight Control Team zusammen um eben diese Konzepte auszuarbeiten, wie die Astronauten die Proben dann auch sammeln.
00:13:31: Ich bin die Sample Lead for Training für die Astronaute.
00:13:36: also ich trainiere die Astronaten und Schule die daran wie man die Probe am besten nimmt Wie man die Gesteine am Besten identifiziert und dann eben auch beschreibt Und muss natürlich auch sicherstellen dass die astronauten verstehen warum wir diese Gestein auch sammel.
00:13:50: wissenschaftlich so das wenn wir vielleicht die auf der Mondoberfläche sind und wir dann eben jetzt in irgendeinem Schatten sind.
00:13:56: Und wir können mit denen gerade nicht sprechen, dass die Astronauten selber wissen welche Gesteinsproben wichtig sind, die sie dann eben auch sammeln können.
00:14:04: Ja, wir wollen halt sicherstellen das im Prinzip der wissenschaftliche Ertrag dieser Gesteinstruppen maximiert wird und wie das ja das Vermechnis der Astronautinnen eben auch würdigen.
00:14:14: Woraus besteht denn der Mond?
00:14:16: Oder was glauben wir denn, woraus der Mond besteht?
00:14:19: Ha!
00:14:20: Ja, gute Frage.
00:14:21: Wahrscheinlich muss ich mir jetzt ein bisschen Zeit nehmen.
00:14:25: Aber vielleicht in einfachen
00:14:26: Worten?
00:14:26: Ja, in einfach den Worten!
00:14:27: Also der Mond besteht aus Gesteinen.
00:14:30: Der Mond entstand als zwei Protoplaneten im Prinzip kollidiert sind und diese Kollision hat so viel Energie freigesetzt dass sich die beiden Protoplanetten komplett vermischt haben und aufgeschmolzen sind und der zentrale Teil hat abgekühlt und im Prinzip die Erde gebildet während dieser Debrie Cloud
00:14:47: Der Staubablagerungen.
00:14:49: Ja, sich zusammen geballt hat und dann den Mond geformt hat.
00:14:53: Und das heißt der Mond war damals und die Erde natürlich auch von einem globalen Magmaozean bedeckt.
00:15:02: Das ist im Prinzip eine Flüssigkeit und wie jede andere Flüssigkeit auch wenn das abkühlt fangen an sich Kristalle zu bilden also Minerale in unserem Fall.
00:15:11: Wenn die Mineral- oder Kristalledichter sind als die Schmelze, das Markmal selbst.
00:15:16: Dann sinken sie ins Zentrum im Weltraum.
00:15:20: Die bilden dann den Mondkern, die nächstdichteren bilden da den Mondmantel und die Minerale, die leichter sind weniger dicht sind, dass das Markma oder die Schmilze, die fangen natürlich an aufzusteigen und schwimmen dann an der Oberfläche.
00:15:34: Das kann man sich anstelle von Eisbergen zum Beispiel vorstellen als Gesteinsberge, die allererste Kruste des Mondes.
00:15:46: Diese Kristalle, die dann kristallisieren und nach oben schwimmen sind weiß.
00:15:50: Die heißen Annotit.
00:15:51: Und sie bilden das Gestein in North-Hessai.
00:15:54: Das Gesteine ist weiß weil halt die Minerale auch weiß sind.
00:15:57: Deswegen ist der Mond so hell wenn man sich den Mond anschaut, wenn jetzt jeder heute nach draußen geht und sich das anguckt.
00:16:03: Die ganzen weißen Bereiche auf dem Mond sind diese Urkruste, die sich vor vier, fünf Milliarden Jahren tatsächlich gebildet hat.
00:16:12: ist natürlich in den letzten vier, fünf Milliarden Jahren bombardiert worden mit Asteroiden.
00:16:18: Und die haben natürlich Einschlagskrater hinterlassen.
00:16:20: und einige dieser Einschlagskrater sind so heftig und so groß dass sie im Prinzip durch die Kruste durchgeschlagen haben.
00:16:27: Da hat sich dann das Innere des Bundes wieder aufgeschmolzen.
00:16:30: da hat sich diese Lava im Prinzip Geschichte an die Mondoberfläche gesammelt in diesen Kraterbecken im Prinzip gesammeln.
00:16:38: Das kann man sich im Prinzip wie so Lava Lakes, wie Lava Seen vorstellen.
00:16:43: Das hat sich dann abgekühlt und hat Basaltbesteine kristallisiert.
00:16:49: Basalt ist was wir zum Beispiel auf der Erde am Ozean-Kruste haben oder Hawaii ist ein ganz grüntes Beispiel.
00:16:57: Das sieht man ja immer wenn der Vulkan ausbricht und die ganzen schwarzen Lava und Gesteine, die man da sieht das alles basalt.
00:17:03: Das heißt, wenn wir jetzt von der Erde aus den Mond ans anschauen, dann sieht man noch diese ganzen alten Einschlagskrater.
00:17:09: Diese riesigen Becken... ...diese schwarzen Bereiche die wir sehen und die sind schwarz weil das Gesteinschwarze ist.
00:17:15: also der Besalt ist schwarz Und das kann man auch so gut sehen, wenn man ihn selber noch beobachtet.
00:17:19: und das sind im Prinzip die Gesteine die es da gibt.
00:17:22: durch die Einschlagsprozesse von diesen Asteroiden wird natürlich alles ein bisschen gemixt d.h.
00:17:27: Gesteiner werden aufgebrochen, die werden im Prinzip wieder zusammengeklebt durch den Prozess.
00:17:33: Da entsteht eine Gesteinstyp, den wir Bredger nennen.
00:17:38: Das ist im Prinzip ein fossilisierter Boden der Mondoberfläche und das Gesteintyp enthält tatsächlich alle Gesteinsarten die es so auf dem Mund
00:17:49: gibt.".
00:18:01: Konrad und Zeppelin in der Mitte, auf Englisch wie auch italienisch Brescia oder Bresca mit Doppel C.
00:18:10: Wir nennen Bresci den Treasure Trove also eine Schatztruhe des Mondes weil es eben tatsächlich alles enthält was man sich jemals vorstellen kann.
00:18:20: ich vergleich immer Gesteine mit Büchern Weil Gestein enthalten Geschichten.
00:18:26: Genau die Bücher die Minerale aus denen die Gesteinen zusammengesetzt sind im Prinzip die Wörter Elemente, die die Minerale zusammengesetzten im Prinzip das Alphabet.
00:18:40: Je nachdem wie man das Alphabet, wenn man jetzt die gleichen Buchstaben nimmt und sie anders zusammensetzt, kriegt man andere Wörter dann kriegt Man andere Mineralen also Kohlenstoff und Diamant.
00:18:49: Grafit und Diamante ist zum Beispiel das perfekte Beispiel, weil es besteht aus Kohlenstopp wird aber anders zusamengesetzt, bekommt man zwei verschiedene Mineralen.
00:18:55: Das heißt die Gesteine erzählen an anderen Geschichten.
00:18:59: In unserer Aufgabe als Wissenschaftler ist es im Prinzip diese Geschichten, diesen Stein zu entnehmen oder die Sprache zu lernen und das so zu lesen.
00:19:08: Und diese Bredgers sind im Prinzip Geschichtsbücher, die ich weiß nicht eine, zwei, drei Millionen Kurzgeschichten enthalten weil jedes Gesteinsbruchstück in diesem Bredges eine eigene Geschichte hat.
00:19:21: Ja, so ein Bredger-Gestein kann man tatsächlich sein Leben lang untersuchen und lernen.
00:19:25: Und man hat immer noch nicht alle Geschichten gelesen die da tatsächlich drin enthalten sind.
00:19:29: Das macht das Ganze für mich eben auch so spannend.
00:19:32: Die Geschichten ähneln sich auch nicht.
00:19:34: Gerade wenn wir jetzt an den geplanten Landeplatz denken in Südpol erwartet man sich da gänzlich neue Erkenntnisse oder Überraschungen neuer Geschichten?
00:19:42: Ja!
00:19:43: Die Apollo Gesteinsprung ist ganz besonders weil... im Prinzip die gesamte Planetologie oben so festgeankert ist.
00:19:52: Also man benutzt die Apollo-Gesteine, weil wir genau wissen wo sie herkommen und wir haben also diesen geologischen Kontext eben auch wo die herkamen.
00:20:01: das heißt wir können diese Gesteine benutzen um unsere Urbeta zu kalibrieren.
00:20:06: zum Beispiel Die schauen sich ja das Licht an was reflektiert wird Und das Licht verändert sich natürlich dass der Sonnenlicht etwas reflektieren wird.
00:20:13: Man kennt also das Sonnenlicht was einfällt und Minerale absorbieren bestimmte Wavelengths.
00:20:19: Wellenlängen?
00:20:21: Und das heißt, dass Licht was reflektiert wird ist eben anders sondern kann man im Prinzip so globale Chemiekarten erstellen.
00:20:28: Wir können die Gesteine datieren.
00:20:32: Das heißt wir wissen dann genau wann so ein Einschlag eben auch entstanden ist.
00:20:36: und wir haben durch die Apollo-Proben festgestellt Am Anfang waren natürlich unheimlich viele Einschläge, das Erzsystem hat sich ja gerade erst entstanden.
00:20:45: Da war noch viel debris, was hier so rumgeflogen ist und dann ist das weniger geworden.
00:20:50: Und um ungefähr drei, neun, dreieinhalb Milliarden Jahren gab es nochmal einen Spike.
00:20:56: Dann hat man festgestellt, dass dieser Spike-Impact in der Einschlagskratern verursacht wurde weil die Planeten im Prinzip die Positionen verändert haben.
00:21:08: Und dann wurde das Ganze instabil.
00:21:11: Einige Asteroiden wurden auf das Erdsondensystem losgezippt und nachdem sich das Leben auf der Erde entwickelt, hat es sich beruhigt.
00:21:23: Wir können uns die magnetischen Minerale in diesen Gesteinen anschauen und im Prinzip Rückschlüsse ziehen, dass der Mond tatsächlich mal ein magnetisches Feld hatte als das zusammengebrochen ist.
00:21:35: Das heißt natürlich, Flüssige Erdkehren sich dann vielleicht doch verfestigt hat.
00:21:40: Man kann sich die Sonneneinstrahlung, die sich ja mit der Mondoberfläche seit vier Komma fünf Milliarden Jahren im Prinzip auseinandergesetzt hat.
00:21:46: Wenn wir da so ein Mondkern in Prinzip nehmen, kann man eben die die Sonnen Geschichte quasi unser Sonnensystem das Klima des Sonnsystems tatsächlich auch rauslesen.
00:21:56: aber Wir haben festgestellt nach einiger Zeit dass Die Apollo Proben die kommen ja von einer ganz bestimmten Region auf dem Mond Auf der Seite die wir immer sehen Die ist sehr eingeschränkt und wir haben festgestellt, dass die geologisch eben auch sehr einzigartig ist.
00:22:12: Und im Prinzip nicht repräsentiv für den gesamten Mond.
00:22:16: Das heißt diese ganzen Erkenntnisse, die wir jetzt gesammelt haben und eben diese ganzen Hypothesen, die aufgestellt haben wie der Mond und die Erde entstanden sind und wie wir uns im Prinzip im Laufe der letzten vier Komma fünf Milliarden Jahre entwickelt haben, haben wir im Prinzip auf Gesteinsproben zurückgeschlossen, für den gesamten Mond verantwortlich sind.
00:22:35: Also das wäre jetzt so, wenn ich jetzt sagen würde ja dann geht doch mal los und nimmt dreihundert zwanzig Kilogramm Gesteinsproben meidern.
00:22:43: Ich weiß jetzt aus der Vulkan Eifel?
00:22:46: Und dann musst du mir erzählen wie Europa entstanden ist.
00:22:50: also es kann man nicht weil man eben alle möglichen geologischen Prozesse jetzt nicht mit einbezogen hat.
00:22:56: Wenn wir in diese Südpolregion fliegen unter Landen Das ist tatsächlich eine Region, die eben mehr repräsentativ ist.
00:23:05: Die ja auch sehr weit entfernt von diesen Apollo-Gesteinsproben sind und eine der ältesten und tiefsten Einschlagskreter eben auch in der Region sind, die es im Sonnensystem tatsächlich gibt das South Pole Akin Basin.
00:23:18: Und da können wir natürlich unheimlich viel Geschichte lernen wie unser Erdsonnsystem entstanden ist und sich dann halt auch weiterentwickelt hat.
00:23:28: Und dann können wir im Prinzip gezielt Gesteine oder Proben nehmen, wo wir dann diese Hypothesen, die wir aufgestellt haben tatsächlich testen können.
00:23:37: Dann werden wir rausfinden ob wir Recht hatten oder ob wir die Geschichtsbücher nochmal neu schreiben müssen.
00:23:42: Ich
00:23:42: hoffe es ist beides!
00:23:44: Sie freuen sich schon wenn neues Gestein vom Mond da ist und das ist auch ein Projekt dass sie sicher noch viele Jahre beschäftigen wird?
00:23:53: Auf jeden Fall ja.
00:23:55: Es ist ja dann immer, je nachdem wie viel wir zurückbringen auch wenn wir diese Erstuntersuchungen durchführen und dann eben auch weitere Wissenschaft ermöglichen mit anderen Wissenschaftlern.
00:24:05: Das ist ja so eine Zusammenarbeit im Prinzip mit der gesamten Wissenschaftswelt.
00:24:10: Ja also ich freue mich da schon total drauf auf die ganzen neuen Erkenntnisse und Ergebnisse, die wir dann entdecken werden.
00:24:17: Sie haben sicher selbst auch schon extreme Situationen ausgesetzt.
00:24:21: Interantharctis habe ich gelesen.
00:24:23: Die Frage ist es ein bisschen naheliegend, zieht das sie in den Weltall?
00:24:26: Können Sie sich das vorstellen als Astronautin einmal zu starten?
00:24:29: Ja also wenn die mich jetzt morgen anrufen würden und sagen
00:24:32: ja komm mit
00:24:34: würde ich natürlich sofort ja sagen.
00:24:36: Ich würde lieben gerne den Mond mit meinen eigenen Augen aus der Nähe sehen oder tatsächlich auch auf der Mondoberfläche gehen Und als Geologin oder Feldgeologin natürlich auch meine eigenen Gesteinsproben sammeln.
00:24:46: Das hab' ich gelernt ist natürlich was jeder Geologe im Prinzip macht, total gerne.
00:24:52: Aber ich glaube meine Talente sind vielleicht besser hier.
00:24:56: Ich würde es trotzdem gerne machen aber eben Prinzip hier auf der Erde zu sein und die Astronauten auszubilden und eben anderen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen eben zur ermöglichen Forschung zu betreiben mit den neuen Gesteinsproben in Prinzip die Erkundung des Weltraums voranzutreiben an fantastische Orte zu reisen, also wie die an der Arktis.
00:25:15: Wo wir da Meteorite geborgen haben das war ja schon fast wieder Weltraum zumindest was so die Isolation eben auch angeht.
00:25:22: Wir waren da zusammen mit drei anderen Menschen Also ich und drei andere.
00:25:25: unser achtköpfiges Team wurde im Prinzip in zwei Vierergruppen aufgestellt Und dann haben wir tatsächlich für sieben Wochen, dann völlig isoliert auf dem Eis in der Mitte von einem Arktis gelebt.
00:25:37: Ohne eine andere Menschenseele zugegeben keine Tiere nur unsere kleinen Zelte kein Badezimmer oder fließendes Wasser also nur Eis und Himmel im Prinzip und eisige Kälte von minus sechzig
00:25:49: Grad.
00:25:50: Das klingt ja fast noch etwas unbequemer als in der Raumkapsel?
00:25:53: Ja es hat total Spaß gemacht!
00:25:56: Und das hätte ich mir als Kind natürlich nie träumen lassen dass ich eines Tages in den USA lebe und fließend Englisch spreche.
00:26:03: Ich hab Englische gehasst in der Schule, total gehaszt!
00:26:07: Und dann in der Arktis zu leben um Gesteine aus dem Weltraum zu bergen und schließlich für die NASA zu arbeiten und eben Geschichte zu schreiben.
00:26:15: Das hätte ich mir als Kind also nie gedacht, denn das ist im Prinzip ein Traum, der wahr geworden ist, den ich jetzt weiterhin immer weiterleben kann.
00:26:25: Ich bin also schon ganz gespannt, was die nächsten Jahre noch so bringen.
00:26:28: Ja natürlich würde ich sofort liebend gerne auf den Mond selber aber ich bin auch total glücklich wo ich bin und helfe im Prinzip den Astronauten und allen anderen da auch hinzukommen.
00:26:37: Sie sind geologin geworden?
00:26:38: War der ihr Blick immer schon in Richtung Himmel gerichtet oder hat Ihr Interesse an Gesteinen ganz anders angefangen?
00:26:44: Also ich war immer schon interessiert im Weltraum und in dem Weltraum Und ich kann mich noch gut daran erinnern dass mein Vater und ich weiß nicht Jahre alt waren und über Sterne unterhalten haben.
00:26:55: Er mir damals gesagt hatte, dass die Sterne, die wir jetzt sehen vielleicht gar nicht mehr existieren weil das Licht tatsächlich Zeit braucht um auf die Erde anzukommen.
00:27:06: Und als habe ich als Kind also als siebenjähriger auch überhaupt nicht irgendwie begreifen können Dann hab er mir gedacht naja das stimmt gar nicht Ich sehe die doch Die sind doch da!
00:27:13: Und ich glaube da hat er so angefangen mit der Liebe in den Weltraum.
00:27:18: Und dann habe ich Geologie studiert.
00:27:20: Da hatte ich aber eigentlich auch vergessen diese Weltraumgeschichte.
00:27:23: Ich war immer schon jemand, die total geliebt hat Natur und eben rauszufinden wie Dinge funktionieren.
00:27:29: also sei es jetzt den Toaster, den ich auseinander genommen habe als Kind oder nicht mehr zusammengesetzen konnte oder eben Natur wie wie funktionieren Vulkanen?
00:27:38: Wo kommt Facilien her?
00:27:39: Wie funktioniert der Weltraum?
00:27:41: ja und dann als ich Geologie studiert hab und im Prinzip Gesteine als Bücher eben auch so gesehen habe und ich liebe es auch zu lesen oder in einer Bibliothek zu sein Da bin ich also im Prinzip verliebt in diese ganze Gesteinsgeschichte und Geologie-Geschichte.
00:27:56: Und dann, nachdem ich meine Doktorarbeit dann auch geschrieben hatte, wenn ich dann in die USA war es da eine Stelle gab für Planetologie mit Mondgesteinsarbeiten Ich hatte aber nie an der Uni Kurse gehabt Als ich dachte, ich hab gedacht, bewert mich mal.
00:28:13: Das ist ja im Prinzip was ich immer schon mit Weltraum und das kombiniert den Weltraum mit der Geologie.
00:28:19: Ist ja super!
00:28:20: Aber gedacht, die nehme ich sowieso nicht weil ich eigentlich überhaupt keine Erfahrung hatte.
00:28:25: Und auch meine Doktorarbeit eben mit Erdgesteinsproben waren.
00:28:29: Ja, und sie haben mich trotzdem eingestellt.
00:28:31: Ich hatte dann ein Vorstellungsgespräch in das Verlief Super.
00:28:34: Dann haben die mir die Stelle tatsächlich angeboten und dann dachte ich nur so oh je jetzt muss ich dass meiner Familie irgendwie beibringen.
00:28:41: Ja, das war schon etwas schwierig.
00:28:42: Also ich glaube am schwierigsten von meiner Mutter.
00:28:45: und dann da war es tatsächlich so meine erste Mal das erste mal wo ich dann eben auch mit Mundproben zusammengekommen bin und Maßgesteinen Und da bin ich dann so richtig kopfüber in die Planetologie reingefallen und haben mich da total verliebt dann auch dabei geblieben.
00:29:02: Also man wird im Prinzip zu so einer Weltraumdetektiven, die jetzt Geschichtsbücher von anderen Planeten entschlüsseln kann und lesen können mit Hilfe dieser Gesteine im Prinzip, die Oberflächen dieser anderen Himmelskörper zu erkunden und erforschen.
00:29:18: Und es ist im Prinzip das außer jetzt selber da zu sein – und die Probenzunehmung ist in Prinzip das zweitbeste wie man diese Himmelkörper erforscht.
00:29:29: Also jeden Tag für mich ist es im Prinzip, wo ich aufwache und wenn man denke ach jetzt muss ich mich doch noch mal kneifen ob das tatsächlich echt ist.
00:29:37: Und war es so?
00:29:37: naja es ist total spannend.
00:29:39: Jetzt muss ich nochmal nachfragen zu den Astronauten Gedanken weil die gesagt haben Wenn sie jemand anrufen würde Ist das schon eine ganz ein anderer Pfad einen ganzen anderen Karriereweg.
00:29:49: oder müssten Sie sich da bewerben für das Programm?
00:29:51: Ja
00:29:52: also dann muss man sich tatsächlich bewerbend für das Programmen für die nächsten Atem-Emissionen ist denke Geologie, also auch ein guter Hintergrund den man dann tatsächlich hat.
00:30:03: Aber man muss natürlich auch unheimlich viel trainieren und viel Neulis lernen.
00:30:06: Man muss natürlich dann auch lernen wie man Pilot wird und diese ganzen Geschichten.
00:30:10: Man wird dann wahrscheinlich auch mal erst auf der ISS trainiert werden.
00:30:14: Also da der ganze Lehrplan und Lehrfahrt ist natürlich extrem.
00:30:19: Und dann könnte ich jetzt nicht die ganzen Sachen machen, die ich ja im Prinzip gerade mache und mich dann eben für die Gesteine einsetzen.
00:30:26: Und die Stimme für die Steine sein, das ist so ein bisschen will man es wirklich machen.
00:30:32: auf der einen Seite total ich würde unheimlich gerne auf den Monden auch die Erde von soweit wegsehen und man hat das jetzt mit Christina Victor und Jeremy auch gesehen, also das war ja auch eines der Highlights von uns.
00:30:43: Wie die als Wissenschaftler, die wir hier ausgebildet haben und dann trotzdem noch die ganze menschliche Freude, die sie dann auch so mitgebracht haben zu sehen?
00:30:50: Das würde ich auch gerne erleben.
00:30:52: aber im selben Atemzug möchte ich eigentlich nicht aufgeben dass ich in Prinzip die Stimme der Gesteine hier bin und mich dafür einsetzen kann wie die, wo die Proben genommen werden, wie man die sicher wieder zurückbringt.
00:31:06: Ja, also wenn ich jetzt so einen Anruf bekommen würde... Ich denke, würde ich schon ja sagen.
00:31:11: Aber eben mit einem lachenden und ein weinenden Auge!
00:31:14: Wie gehen Sie denn als Wissenschaftlerin damit um Teil eines Projekts zu sein wo es dann doch ein bisschen um einen Wettlauf auf den Mond geht?
00:31:20: Wo's dann doch vielleicht um Rohstoffe geht?
00:31:22: Wer ist zuerst am Mond?
00:31:24: Wer macht sich breit auf dem Mond?
00:31:26: Wie geht man da mit um?
00:31:28: Also die Erforschung des Weltraums ist schwer Es hat Und das ist trotzdem eine Gemeinschaftsleistung.
00:31:35: Also wir können das eigentlich nicht alleine machen.
00:31:38: und wie Christina, Victor Reed und Jeremy dass sie auch gesagt haben Wir gehen für alle und wir gehen mit allen Und daran halte ich im Prinzip so ein bisschen fest.
00:31:47: also für mich ist das jetzt weniger Ein Wettlauf in welche Rohstoffe können kann wer wann da entnehmen?
00:31:54: Für mich ist es eher so eine das ist ein riesiges eine riesige Sache und wir können eben diese riesigen Sachen nicht alleine erreichen, da müssen wir tatsächlich zusammenarbeiten.
00:32:03: Und ich denke die NASA ESA Geschichte ist auch ein ganz schönes Beispiel dafür mit dem Service-Modul was die ESA gebaut hat und im Prinzip geholfen hat den Astronauten um den Mond zu fliegen.
00:32:12: Wir sind im Prinzip eine Rasse Die Menschheit, die Erdbewohner und wir müssen uns alle zusammenarbeiten wenn wir eines Tages auf dem Mond arbeiten wollen leben wollen lieben wollen lachen wollen und daran möchte ich festhalten und fest dran glauben dass wir die Erdbewohner dazu auch fähig sind, das friedlich zu machen.
00:32:31: Den Mond friedlich erforschen für alle Menschen auf der Erde.
00:32:35: Victor Glover von der Artemis II Crew hat das wirklich super in Worte gefasst als Sie die Erde gesehen haben und sie dann uns auch zurück auf die Erde gekollt haben.
00:32:46: Hat er ja gesagt glaubt uns ihr seht fantastisch aus!
00:32:49: Ihr seht wunderschön aus und ihr sehet von hier oben aus wie eine einzige Sache.
00:32:54: Wir sind alle eins Ein Volk, ja und daran halte ich einfach fest als Wissenschaftlerin auch das gerade auch im Wissenschaftsbereich es eigentlich keine Grenzen gibt.
00:33:03: Keine Länder gibt sondern als Wissenschaft wissenschaftlichen Bereich alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Prinzip auf diesem Planeten eigentlich zusammenarbeiten.
00:33:12: Und ich hoffe dass sich das im Prinzip dann ausbreitet auf den ganzen Planeten wir irgendwann alle zusammen arbeiten können.
00:33:18: Aber wenn ich Ihren Setzen auch richtig entnehme, Sie und Ich werden noch erleben dass Menschen auf dem Mond leben.
00:33:23: Zumindest in einer Art Mission oder einer Station.
00:33:26: Ja ja das ist geplant für die nächsten paar Jahre!
00:33:29: Also ich bin schon ganz gespannt und freue mich da auch drauf.
00:33:31: also es ist ja im Prinzip für uns unsere Apollo-Area.
00:33:34: also wir sind die neue Generation Die Atmosgeneration und ich finde das ganz spannend.
00:33:39: Wir werden das auf jeden Fall erleben in den nächsten paar Jahren.
00:33:42: Nur die Speicherkarte wo ich unser Gespräch aufzeichne hat schon mehr speicher Platz als Bei der Mondlandung, das ist etwas was mich immer sehr fasziniert.
00:33:49: Eine letzte Frage hatte ich noch nur zum Zeitplan.
00:33:52: ATEMIS III weder keine Mondlandungen.
00:33:54: ATEMis IV ist dann geplant?
00:33:56: Wann rechnen Sie damit dass Menschen auf dem Mond landen?
00:33:59: nach jetzigem Stand?
00:34:00: Ja, nach jetztigem stand es ATEMes IV ist für zwanzig achtundzwanzig angesetzt also in zwei Jahren.
00:34:06: Da müssen wir noch viel vorbereiten.
00:34:08: Ist jetzt Ihr Workload nochmal größer geworden oder ist jetzt ein kurzer Moment des Durchschnaufens?
00:34:13: Ja, ein kurzer Moment des Durchschnoffens.
00:34:15: Aber dann geht es natürlich los, dass wir eben von der ATEMIS II auch die ganzen Daten auswerten und ja im Prinzip weiterhin uns darauf vorzubereiten, die Mundproben dann in den Empfang zu nehmen, auch wenn die ATEMis-Kapsel dann auch im Ozean landet.
00:34:29: Und da haben wir jetzt schon seit Jahren drauf hingearbeitet und werden wir auch weiterhin darauf hin arbeiten und wir werden in zwei Jahren fertig also bereit sein!
00:34:37: Dann sage ich vielen lieb Dank, Zeit genommen haben, mit uns über ihre Karriere auch zu reden und über die Mondlandung.
00:34:43: Vielen Dank!
00:34:44: Ja, gern geschehen.
00:34:45: Danke für
00:34:54: die Einladung.
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