Lohnnebenkosten: Wer zahlt sie, wem nützen sie, was können sie? Und warum sollen sie jetzt sinken?

Shownotes

Der Doppelbudget-Plan der Regierung für die nächsten zwei Jahre sieht auch eine Senkung der Lohnnebenkosten vor – eine langjährige Forderung von ÖVP, Neos und Wirtschaftsvertretern. Zwei Milliarden soll diese Senkung kosten, bzw. den Unternehmen bringen. Einen Großteil davon soll ausgerechnet über Konzernsteuern wieder in die Staatskasse zurückfließen. Jakob Zirm, Leiter des Wirtschaftsressorts der „Presse“ erklärt, inwiefern diese Maßnahme Sinn ergibt und welchen Teil der Lohnnebenkosten genau die Regierung senken will.

In dieser Podcast-Folge von „Was wichtig ist“ geht es auch darum, was genau Lohnnebenkosten sind, was davon auf einem Gehaltszettel aufscheint und inwiefern eine Senkung der Lohnnebenkosten dem Arbeitnehmer selbst auch finanziell Vorteile bringen könnte. Wie bewerten Ökonominnen und Ökonomen generell die bekannten Pläne zum Budget? Jakob Zirm hält jedenfalls fest: „Es ist kein Sparpaket, es ist ein Konsolidierungspaket.“

Gast: Jakob Zirm, Ressortleiter Economist, „Die Presse“ Host: Klemens Patek Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger

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00:00:05: Die Presse.

00:00:09: Herzlich willkommen bei.

00:00:10: Was Wichtig Ist, mein Name ist Clemens Patek.

00:00:13: ich bin einer der Host dieses Podcasts und seit vierzehn Jahren Nachrichten Redakteur bei der Presse.

00:00:17: ja und die nächsten zwei Jahre wird uns das Doppelbudget beschäftigen dass die Bundesregierung derzeit auf den Weg bringt.

00:00:25: in zwei jahren sollen fünf Komma eins Milliarden Euro gespart werden Und ÖVP und NEOS jubeln trotz Sparzwangs, vor allem die Senkung der Lohnnebenkosten.

00:00:37: Allerdings hat für Unternehmen auch einen Haken.

00:00:40: welche das ist – und ob die Senkung von Lohn-Nebenkosten Auswirkungen auf Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen hat….

00:00:46: Das analysiert heute Economist-Ressortleiter Jakob Zirn bei uns im Podcast Studio!

00:00:55: Wir freuen uns über gute Bewertungen auf der Podcastplattform, auf die sie uns gerade hören.

00:01:00: Empfehlen Sie uns gerne auch weiter!

00:01:05: Hallo Jakob, danke dass du bei uns vorbeikommst im Studio.

00:01:08: Jetzt gab es Jubelmeldungen, Lohnnebenkosten sollen gesenkt werden.

00:01:12: ich würde das gern mit dir ein bisschen genauer besprechen.

00:01:14: Das war ja prinzipiell mal eine Forderung von ÖVP und NEOS bzw.

00:01:18: von Wirtschaftsvertretern.

00:01:20: Lohn-Nebenkosten sollen runter aber lass uns das vielleicht einmal kurz auftröseln.

00:01:24: Lohn Nebenkosten bestehen ja auch aus mehreren Teilen aus mehreren Elementen.

00:01:29: Vielleicht kannst du uns kurz erklären, was sind Lohnnebenkosten und welchen Teil davon will die Regierung denn jetzt reduzieren?

00:01:35: Genau also wenn wir ganz grundsätzlich mal sagen Wir haben einerseits die Arbeitskosten das ist das was da Arbeitgeber für jeden Mitarbeiter bezahlt und dann gibt es einen Netto-Lohn.

00:01:43: Das sind eigentlich die zwei entscheidenden Punkte, das ist circa eine Differenz von ca.

00:01:47: fünfzig Prozent also circa die Hälfte von dem was man einem Arbeitgebern kostet hat man schlussendlich als Netto Lohn.

00:01:54: unter Zwischen habe ich verschiedene Steuern und Abgaben, das sind natürlich mal die große Teile der Lohn- und Einkommensteuer und da gibt's noch die sogenannten Lohnnebenkosten.

00:02:01: Das ist einmal zu einem großen Teil sind das auch Sozialversicherungsbeiträge ca.

00:02:05: fifty-fifty aufgeteilt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, das sind halt die Beiträge zur Krankenversicherung, zu Pensionsversicherungen, zur Arbeitslosenversicherung.

00:02:12: Und dann gibt es vor allem auch der Arbeitgebers Seite, da gibt's noch sogenannte Lohnnebenkosten, die eigentlich gar nichts mit dem Faktor Arbeit zu tun haben.

00:02:18: Das eine setzt die Kommunalsteuer, die geht an jeweilige Gemeinde und dann gibt's den sogenannten Flafs.

00:02:23: also es gibt im Wohnbauförderungbeitrag noch unter gibt's ein Flaff und um den geht jetzt dass der Familienlasten Ausgleichsfonds, das ist in drei Kommassiven Prozent während er hier fließen in den Rhein und durch denen wird zum Beispiel finanziert die Familienbeihilfe, die wir alle kennen, die halt Kinder kriegen oder auch Studenten noch bis zum siebenundzwanzigsten Lebensjahr.

00:02:40: Und das wird alles über diesen Fluff finanzieren.

00:02:42: und von diesem drei Komma sieben Prozent soll jetzt ein Prozentpunkt reduziert werden und da sind circa zwei Milliarden.

00:02:48: Drei Kommasien prozent beträgt der Anteil?

00:02:50: Der Lohnnebenkosten fließen in den Pflaff.

00:02:53: Genau genau also drei Kommasin Prozent der gesamten Lohnsumme sind ja gesammte

00:02:57: Lohn Summe.

00:02:58: Also lass mich das nochmal wiederholen Wir haben ich sehe auf meinem Lohn Zettel das, was ich ausbezahlt bekommen netto.

00:03:04: Dann gibt es noch einen Anteil Steuern die nicht zahlen muss dass wir den nicht zu den Lohnnehmkosten gerechnet aber der ganze Rest sind Lohn-Nähmkosten.

00:03:10: Genau

00:03:10: also auf deinem Lohnzettel siehst du nur deinen Netto-Lohn dann siehst Du deine Steuer und dann siehst du deine Sozialversicherungsabgaben.

00:03:17: Was du nichts siehst ist und das ist nochmal gute dreißig Prozent Aber man kann sich's im Internet in diversen Bruttonetto rechnen kann man sich das ausehen lassen Dass Dein Arbeitgeber auch nochmal um die Dreißig prozent von dem Brutolohn nochmal zusätzlich zahlen muß.

00:03:31: Das sind Sozialversicherungsabgaben auf der Arbeitgeberseite.

00:03:34: Das ist die Kommunalsteuer, das ist der Wohnbaufförderungsbeitrag und das der FLAF.

00:03:38: D.h.,

00:03:38: man kann Daumen mal B sagen, dein Nettogehalt Mal zwei ist das was du deinen Arbeitgebers kostest.

00:03:44: Und diese Aufteilung auf Arbeitgebern nehmen wir es ja auch ein bisschen so Naja weil im Endeffekt musst Du für das Unternehmen einen Mehrwert schaffen Der über Deinen gesamten Arbeitskosten liegt.

00:03:54: nur dann zahlt sich's aus für den Arbeitgebertich einzustellen.

00:03:56: Die internationale Nachrichtenagentur Reuzers hat zum Beispiel getitelt, Österreichs Regierung einigte sich auf Doppelbudget höhere Konzernsteuern.

00:04:03: Das ist die andere Seite der Medaille nicht.

00:04:05: Es müssen ja auch die Unternehmen finanzieren und das ist das was sich vielleicht doch viele fragen.

00:04:08: ja wen nützt das dann?

00:04:10: Was für eine Maßnahme ist es denn?

00:04:12: Genau also es ist so... Der Fluff wird quasi Dieser eine Prozentpunkt soll künftig nicht mehr von den Arbeitgebern direkt finanziert werden, sondern soll über das Budget finanzieren.

00:04:21: Aber im Budget hat man eine Gegenfinanzierung sich angeschaut und die wird großteils auch wieder von der Wirtschaft getragen.

00:04:27: also wir können kurz sagen es ist ein bisschen mehr als nur die Gewinnstellen.

00:04:30: das heißt wir haben weiter Körperschaftsteuer, das ist die Gewinnsteuer.

00:04:34: Da soll künftig – da liegt derzeit bei ... und die soll bei Gewinnen über eine Million auf ... steigen.

00:04:41: Dann soll zum Beispiel auch... Die Bankenabgabe soll verlängert werden.

00:04:45: Die wurde temporär mal für ... gemacht, die soll jetzt verlängerd werden.

00:04:49: Soll auch drei Hundert Millionen bringen?

00:04:50: Für über Sechzigjährige soll es künftig Flachbeiträge geben.

00:04:54: Die wurden bisher davon ausgenommen.

00:04:55: Das waren vierhundert Millionen.

00:04:56: Bei der Arbeitslosenversicherung wurden niedriger Gehälter bis her ausgegangen.

00:04:59: Und da soll's auch künvtig die Notwendigkeit geben, dazu zahlen.

00:05:02: Also das sollte noch mal dreihundfünfzig Minuten bringen.

00:05:04: Das heißt, eins Komma.

00:05:05: fünf Milliarden dieser zwei Milliarden kommen direkt von der Wirtschaft und gibt es auch bei den Immobilien Ertragsteuers.

00:05:11: Und um auf deine Frage zurückzukehren, naja jetzt belaste ich auf deiner Seite und entlaste auf der anderen Seite was bringt das?

00:05:16: Ich habe hier eine sozusagen eine Verschiebung da sich halt sagt okay Lohn nehmen also Arbeitskosten werden niedriger in Österreich und das ist ein Riesenthema für uns.

00:05:25: natürlich dass bei unserer Arbeit sehr teuer ist Nicht konkurrenzfähig sind, da redet man nicht.

00:05:29: Konkurrenzvierkeit gegenüber Vietnam oder gegenüber China und gegenüber Deutschland, gegenüber den Niederlanden, gegenüber Slowenien weil einfach bei uns die Lohnstückkosten in vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen sind.

00:05:40: Und durch diese Entlastung kann ich hier das ein bisschen wieder korrigieren.

00:05:43: Das ist sehr wichtig Weil wir müssen bedenken Wir stehen halt oft im Konkurrents Beispiel immer bei einem Autozulieferer der in Oberösterreich sitzt Und dann gibt es einen in Bayern Der kann fünfzehn Kilometer entfernt sein Wenn da die Arbeitskosten aber in Österreich so viel Stärkersteiger sind Und der produziert natürlich die genau gleich gute Qualität, weil die Bayern auch gut arbeiten können.

00:06:00: Dann verlieren wir Aufträge und das passiert einfach in vergangenen Jahren.

00:06:04: und da hier versucht meine Entlastung zu machen.

00:06:06: Deswegen ergibt es natürlich einen Sinn hier darüber zu schiften.

00:06:09: aber natürlich habe ich eine höhere Gewinnbesteuerung.

00:06:11: Das heißt eigentlich optimal wäre natürlich wenn man wirklich sparen könnte.

00:06:14: deswegen ist kein wirkliches Sparpaket ein Konsolidierungspaket du die Sachen ein bisschen anders umstrukturieren, das ergibt durchaus Sinn.

00:06:21: Deswegen sind auch die Ökonomien dafür.

00:06:23: aber die Kritik ist natürlich die großen Maßnahmen, die im strukturellen Maßnahmen, dass man strukturiell was einspart, um das gegen zu finanzieren?

00:06:30: Das passiert nicht!

00:06:31: Ist es auch ein Punkt mit dem die SPÖ gut argumentieren kann?

00:06:34: Diese sagt ja Lohnnehmkosten ist ja prinzipiell etwas, was auch soziale Maßnahmen unterstützt und durch diese Finanzierung von den Unternehmen, dass wir das auch so argumentieren können

00:06:45: Genau, also der SBO hat eigentlich relativ klar gemacht vom Finanzminister Marta Baud immer gesagt Lohn neben Kostensengung.

00:06:50: Er versteht den Ruf danach und er ist ja auch Volkswirt sagt Ja das würde auch volkswirtschaftlich was bringen.

00:06:55: aber er sagt es muss eine Finanzierung gegen Finanzierung von der Wirtschaft geben.

00:07:00: Und da hat er sich jetzt weitgehend auch durchgesetzt, muss man ehrlicherweise sagen.

00:07:05: Weil natürlich müssen... Man kann Familienlasten auskriegsformen können einfach sein wir streichen als die Familien bei Hilfe.

00:07:11: aber natürlich wäre die Frage gewesen und das war die große Diskussion der vergangenen Wochen ob man bei den Pensionen mehr nicht kürzen, sondern weniger stark anheben können.

00:07:20: Stärker unter die Infationsrate.

00:07:22: Weil die Infation geht jetzt wieder darauf.

00:07:24: Wir hatten im Vorjahr bereits eine Anhebung unter der Infationsratis.

00:07:27: Sie wird jetzt auch wieder unter den Infationsraten liegen aber nur sehr gering.

00:07:30: Es sollen glaube ich einen Viertelprozent-Bunkt so als ca.

00:07:33: unter die Infrationsrate die Anhebungen sein.

00:07:35: Da sind auch viele Ökonomen sagen da könnte man deutlich geringer machen, weil wir müssen auch bei den Aktiven, bei den Arbeitnehmern wahrscheinlich die Löhne in der nächsten Unterdeinfektionsrate anheben.

00:07:47: Und da wäre es auch nur fair, wenn bei den Pensionisten die Anhebung spürbarer unter der Infationsrate ist.

00:07:52: und da hat sich die SPÖ eigentlich absolut quergestellt, um das zu verhindern.

00:07:57: Und man muss sagen, dass Argument der Ökonomien ist kommt ja auch nicht aus der Luft, dass man sagt nein, man möchte jetzt den Pensionisten was wegnehmen aber es gab in den letzten Jahren sehr viele aussaturliche Pensionserhöhungen.

00:08:06: also über dem gesetzlichen Rahmen wo die Pensionen über der Infanzionsrate angeroben worden sind und der Fiskalrat summiert das auf, dass er seit zwei Achtzehn um die siebeneinhalb Milliarden in Summe schon kommoliert ausmacht.

00:08:16: Das heißt die Pasionisten, Sehr viel gearbeitet in den vergangenen Jahrzehnten und verdient natürlich ihre Pension, aber hier hat man schon sehr viel immer auch reingezahlt.

00:08:26: Und da sagen die Leute jetzt könnte man das ein bisschen weniger stark anhemmen oder sich der SPÖ quergelegt und hat sich eigentlich auch durchgesetzt.

00:08:31: Die

00:08:31: Gewerkschaft hat zum Beispiel auch gewarnt weniger Beiträge also weniger Lohnnebenkosten bedeuten weniger Leistungen und du hast uns jetzt erklärt dass wille Regierung künftig direkt über das Budget regeln.

00:08:41: Das heißt, da gibt es dann einen Betrag.

00:08:43: die Regierung selbst in den Familienlastenausgleichsfonds

00:08:45: sagt?

00:08:45: Genau diese zwei Milliarden.

00:08:47: aber die werden quasi durch die Giergenfinanzierung durch höhere Köst, durch höre Immortragsteuer wieder eingenommen.

00:08:52: ja Aber der Grundgedanke und da müssen wir auch sagen zum Beispiel dieses System gibt's doch nur in Österreich.

00:08:56: In Deutschland zahlen die Unternehmen gar nichts.

00:08:58: Also bei Österreich haben wir drei Prozent Familienlasten ausgesteuert und ein Prozent Bomberförderung Und dann kommt noch die Kommunalsteuer.

00:09:04: in Deutschland gibt das alles nicht.

00:09:06: Das ist ein deutscher Betrieb Zahlt automatisch schon mal um fünf Prozent weniger Lohnnebenkosten.

00:09:11: Das heißt, das haben wir schon einen entständigen Wettbewerbsnachteil gegenüber unseren direkten Konkurrenten und das ist einfach ein Thema zunehmend.

00:09:17: Und da geht es nicht darum dass die Unternehmen einfach mehr Geld haben wollen sondern geht es darum dass Jobs nicht in Österreich entstehen sondern in anderen Ländern entstehen.

00:09:24: Wenn man schon beim internationalen Vergleich sind jetzt diese geplante Änderung dieses Senkung der Lohn-Nebenkostens ist das ein Tropfen auf den heißen Stein oder ist das schon eine bedeutende Summe?

00:09:34: Ein zwei Milliarden ist schon viel Geld muss man sagen.

00:09:37: In der gesamten Diskussion ist das Gas halb leer, es ist halb voll.

00:09:43: Es war ja schon die Sorge, dass gar nichts passiert.

00:09:46: Von dem muss man sagen, ist jetzt die zwei Milliarden und das eine Prozentpunkt durchaus schon was?

00:09:52: Langfristig, mittelfristig wäre natürlich schon wichtig, dass wir in Österreich grundsätzlich bei der gesamten Besteuerung von Arbeit einfach weiter runterkonversiert sind.

00:10:01: Wir kennen ja die OECD macht jährlich so Vergleichsrechnungen und Österreich ist mit diesem Steuer- und Abgabenkeil immer unter den Top drei, top fünf Ländern und durchaus respektable Länder wie Dänemark.

00:10:11: also wenn wir vergleichen Die OECD weist für uns immer, das ist natürlich immer ein bisschen kompliziert.

00:10:16: Sie schaut sich immer an den Durchschnittsverdiener allein stehend wir schwanken immer zwischen drei und vierzig-vierzig Prozent und denen immer klicke ich ca.

00:10:23: bis fünfunddreißig Prozent.

00:10:24: die waren vor zehn, fünfzehn Jahren auch einmal auf unserem Niveau und haben es eigentlich geschafft in den letzten zehn bis fifteen Jahren das um sieben acht Prozent Punkte zu senken.

00:10:31: und das ist eigentlich das wo wir hin sollten.

00:10:33: und da kann man dann sagen ist es ein guter Anfang aber sehr fein wenn noch mehr kommen würde

00:10:38: Weil wir jetzt erst auch über den Lohnzettel gesprochen haben, ich stelle es auch als Arbeitnehmer die simple und naheliegende Frage.

00:10:43: Auch wenn ich die Antwort schon erahne das Ganze hat ja nichts damit zu tun was ich dann am Ende heraus bekomme.

00:10:49: Nein in dem Fall ist es wirklich eine Entlastung die du direkt nicht spüren wirst.

00:10:53: also das ist eine Entastung die mal auf der Arbeitgeber Seite zu spülen sein wird die halt so für mehr Job-Sicherheit sorgt, für mehr jobmöglichkeiten sorgt etc.

00:11:02: natürlich ist die Frage Wie stark wird das jetzt bei den Lohnverhandlungen reinspielen?

00:11:06: Wie stark werden zum Beispiel, ich meine jetzt bei der Metallung gibt es einen Doppelabschluss, der heuer schon festgelegt wurde.

00:11:12: Aber die nächsten Lohn Verhandlungen, die gewerkschaftweise und wir sagen naja, jetzt habt ihr den einen Prozentpunkt Entlastung bekommen.

00:11:17: Einen Teil davon wollen wir vielleicht auch durch eine höhere Infektionsabgettung haben.

00:11:21: Das wird dann je nach Branche, hängt doch davon ab wie es bei den Unutnehmen läuft, wird das sicher ein Thema allerdings sein.

00:11:27: Und ich nehme auch an dass die Arbeitgeber wahrscheinlich einen Teil davon unter Anführungszeichen wieder abgeben werden müssen.

00:11:32: ja

00:11:33: Es sind das viele Zusammenhänge, du hast auch schon vieles angesprochen von Pensionen die vielleicht unter Inflation erhöht werden und so weiter.

00:11:41: Montag am Abend die Einigung, du hast heute schon mit einigen Ökonominnen und Experten telefoniert.

00:11:45: Was ist denn das?

00:11:46: oder Grundtino?

00:11:47: Ist es ein Paket, dass Stimmig ist?

00:11:49: Wie ist da die Bewertung?

00:11:50: Also die Grundbewertung ist so ein bisschen sowohl als auch.

00:11:53: Es ist jetzt nicht ganz eindeutig hängt, ganz ein bisschen auch natürlich davon ab, wir wissen, die Ökonomie ist keine Naturwissenschaft.

00:11:59: Das ist eine politische, eine Sozialwissenschaft,

00:12:01: d.h.,

00:12:03: Standpunkt der jeweiligen Ökonomien natürlich abwieses bewerten, aber in Summe.

00:12:07: wenn man es vor allem auch mit den Leuten spricht die eher so im Zentrum zu verorten sind dann sagen sie ja das geht schon die richtige Richtung ist auf jeden Fall zum Beispiel sinnvoller.

00:12:16: Wenn wir ein diesen ganz einfach des runterbrechen ist es besser Lohn Nebenkosten zu senken und dafür Gewinne höher zu besteuern Dann sagen die meisten Ökonomen Ja wenn ich mir von bei diesem beiden entscheiden muss, ist es besser die Lohnnehmkosten zu entlasten.

00:12:29: Aber am besten wäre eigentlich wenn wir grundsätzlich noch ein bisschen was bei der Abgabenschraube machen könnten.

00:12:34: Was eigentlich der TNO ist das Paket Grundseliges richtig aber jetzt nicht der Riesenwurf.

00:12:38: Das ist jetzt ein Doppelbudget, das passt schon, aber wir bräuchten endlich einmal diese großen strukturellen Maßen und eine Anpassung Zum Beispiel an den demografischen Wandel.

00:12:47: Wir werden immer älter und vor allem im Pflege- und Gesundheitsbereich steigende Kost massiv, um das zu adressieren bräuchte man natürlich Maßnahmen, dass die Menschen länger arbeiten, dass sie länger im Arbeitsprozess bleiben.

00:12:57: und da sagen eigentlich alle Ökonomen, dass man da wahrscheinlich auch eine Anhebung des gesetzlichen Besonderheitsalters machen muss weil das faktisch immer zwei drei Jahre drunter liegt etc.

00:13:06: Und diese Sachen ist jetzt die Erwartungshaltung nicht unbedingt, dass in einem Doppelbudget drin ist.

00:13:09: aber das wären diese großen Reformen, die nach wie vor vermisst werden Aber für ein Doppelpudget sind ganz grundsätzlich diese Maßnahmen durchaus gut.

00:13:17: Danke, Jakob, dass du uns die Lohnnebenkosten ein bisschen aufgetrötelt hast!

00:13:20: Vielen Dank.

00:13:21: Gerne.

00:13:22: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:13:24: Jakob Zirm hat seine Recherche natürlich auch in Texte gegossen und auch die Kolleginnen aus IPO & ECHO haben zum Thema Budget recherchiert.

00:13:32: Links dazu finden sie in den Shownotes.

00:13:34: IPO&ECHO, so nennen wir die beiden Ressorts Innenpolitik und Wirtschaft bei uns in der Redaktion ungangssprachlich.

00:13:40: Falls Sie Feedback haben für uns Anregungen, Themenwünsche Das alles nehmen wir unter podcastatdiepresse.com gerne entgegen und damit wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Tag!

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