Hat das Hantavirus das Potenzial, eine neue Pandemie zu entfachen, Virologe Florian Krammer?
Shownotes
Das Hantavirus macht derzeit wieder Schlagzeilen. Durch Infektionen kamen drei Menschen auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff nach Stopps in Südamerika ums Leben, mehrere weitere Personen sind erkrankt. Um welches Virus handelt es sich dabei genau? Denn Hantavirus ist nicht gleich Hantavirus. Jenes in Südamerika ist nicht dasselbe, das tatsächlich auch zum Beispiel in der Steiermark kursiert. Und jenem Hantavirus, das in Argentinien kursiert – das Andesvirus –, wird durchaus zugetraut, dass es von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Das erklärt im Podcast-Gespräch der österreichische Virenexperte und Vakzinologe Florian Krammer. Ein Nachweis dafür im aktuellen Fall auf der „MV Hondius“ steht aber noch aus. Ein Gespräch über Symptome, Forschung an Impfstoffen und Viren, die das Potenzial haben, eine Pandemie auszulösen.
Florian Krammer ist Professor für Impfstoffkunde an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York und Professor für Infektionsmedizin an der Medizinischen Universität Wien.
Gast: Florian Krammer Moderation: Klemens Patek Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
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00:00:05: Die Presse.
00:00:09: Herzlich willkommen bei Was Wichtig Ist, mein Name ist Clemens Patek und ich bin Nachrichtenredakteur bei der Presse und eben auch Ihr Podcast Host heute!
00:00:18: Und als gelernter News-Junkie werde ich natürlich immer gleich hellhörig wenn es zu ungewöhnlichen Erkrankungen durch ungewönliche Viren kommt – das Hunter-Virus macht derzeit wieder Schlagzeilen.
00:00:30: Durch Infektionen kamen drei Menschen auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff nach Stops in Südamerika ums Leben.
00:00:36: Mehrere weitere Personen sind erkrankt.
00:00:39: und welches Virus handelt es sich dabei genau?
00:00:42: Denn Hunter-Virus, das ist nicht gleich Hunter-virus.
00:00:46: Jenes in Südamerika ist nicht dasselbe, das tatsächlich auch zum Beispiel in der Steiermark hierzulande kursiert.
00:00:52: Das alles erklärt uns heute Florian Krammer.
00:00:55: Er ist Professor für Impfstoffkunde an der ICANN School of Medicine at Mount Sinai in New York und Professor für Infektionsmedizin, an der Medizinischen Universität Wien.
00:01:07: Kann das Hunter-Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden?
00:01:10: Welche Symptome haben erkrankte – und haben Hunterviren das Potenzial eine Pandemie auszulösen?
00:01:16: Das alles habe ich Professor Krammer gefragt und er weiß auch die Antwort auf die Frage, wie die erlegte Maus ihrer Freigängerhauskatze ein Beitrag zur Wissenschaft sein kann.
00:01:31: Herr Krammar schön dass Sie sich die Zeit nehmen heute herzlich willkommen bei was wichtig ist!
00:01:36: Danke für die Einladung
00:01:37: Sehr, sehr gerne.
00:01:38: Ich würde mit Ihnen zuerst einmal über den aktuellen Fall sprechen der jetzt einfach in den Medien groß besprochen wird wo es einen Hunter-Virus Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff gibt und das hat ja durchaus Schlagzeilen gemacht weil das Hunter Virus ja so hat man allgemein gesagt eher selten von Mensch zu Mensch übertragen werden kann und dann gab's gleich auf engem Raum mehrere Todesfälle und Infektionen.
00:02:00: Das liegt ja offensichtlich an einer spezifischen Variante des Hunter-Virus, habe ich das richtig verstanden.
00:02:05: Genau es handelt sich hier ums Andesvirus – das ist eben eine der Hunter-virus-Versionen die in Südamerika Vorkommand formen im Argentinien und Chile.
00:02:15: Und das ist das einzige Hunter- Virus bei dem bisher eine Übertragung von Mensch zu Mensch beobachtet
00:02:21: wurde.".
00:02:22: Das heißt wenn wir jetzt von Hunter- Virus reden sind da ganz viele verschiedene Virenstämme, die uns auf der Welt begegnen können.
00:02:29: Das ist richtig.
00:02:29: Also einerseits gibt es in allen möglichen Gegenden spezifische Hunter-Virus-Stämme, die meistens sind mit einer bestimmten Nagetierspezies assoziiert und dann gibt's noch welche, die sitzen in Raten – da handelt sich so ein Sol-Virus, die sind weltweit verbreitet, die haben sich mit der Rattenpopulation ausgebreitet.
00:02:49: aber Huntervieren gibt es eigentlich fast überall.
00:02:52: Und wenn diese Hunterviren jetzt durchaus auch unterschiedlich in ihren Symptomen sind, was kann man denn allgemein über Huntervieren sagen?
00:02:59: Wie würden Sie die beschreiben.
00:03:00: Also ganz Allgemein können wir sagen das sind RNA-Viren,
00:03:03: d.h.,
00:03:04: sie sind vom Genom her ähnlich wie Influencer oder auch Corona Viren.
00:03:09: D.h.
00:03:09: sie können mutieren und sich verändern.
00:03:12: Sie sind assoziiert größtenteils mit Nagetieren, kann man aber auch z.B.
00:03:17: in Fledermäusen und anderen Tieren vor.
00:03:20: Und die können manchmal von meistens Nagetieren auf Menschen überspringen.
00:03:26: Der typische Übertragungsweg ist über Urin und Kot von nagetieren,
00:03:31: d.h.,
00:03:32: das Virus wird von diesen Tieren ausgeschieden.
00:03:34: Die sind selber asymptomatisch, haben keine Probleme, die tragen das Virus.
00:03:39: Was dann oft passiert ist, dass dieser Kot so Urin eintrocknet und kann als Staub aufgewirbelt werden.
00:03:46: Das atmet man ein!
00:03:48: Typisch ist es in Österreich zum Beispiel, bei den österreichischen Hunter werden Garage aufkehren.
00:03:54: Und dann kannst du Erkrankungen kommen und das variiert.
00:03:57: Da gibt's einerseits ein Symptom oder eine Erkrankung die vor allem die Nieren betrifft.
00:04:03: also alle diese Erkränkungen fangen mal so als Influencer ähnliche Erkankung an um.
00:04:08: die europäische Version verursacht vor allem Nierenschäden Und da gehen die Mortalitätsraten auseinander.
00:04:15: Die österreichische Version hat eine Mortalitäzrate von nur um fünf Prozent, aber die Version, die zum Beispiel am Balkan vorkommt kann bis zu zehn Prozent draufgehen.
00:04:25: und dann haben wir eben die amerikanischen Hunter Viren.
00:04:28: also da handelt sich es eben um dieses Andes Virus Aber auch im Hunter Vieren die in Nordamerika vorkommen und die greifen vor allem die Lunge an und das Herzkreislaufsystem Und da sind die Mortalitätsraten höher, dann sprechen wir von dreißigsechzig Prozent.
00:04:45: Mit den schuldigen Siedeln kleinen Tonaussetzer in der Verbindung an dieser Stelle – es blieb dann der einzige im Gespräch ich verspreche – von dreissig bis sechszig Prozent.
00:04:54: Mortalitätersrate hat Prof.
00:04:56: Krammer hier gesprochen bei der Andes-Variante des Huntervirus und ich nutze die Unterbrechung gleich für eine Ankündigung in eigener Sache!
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00:05:48: Aber das heißt auch dieser Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff hat sich jetzt mal nicht überrascht, dass es durchaus so schnell dann doch eine kleinere Gruppe von Menschen die auf engeren Raum jetzt längere Zeit verbracht haben übertragen werden kann.
00:05:59: Nein!
00:06:00: Also überrasacht hat mich das schon weil sie im Kreuz-Fahrtschiffe ist.
00:06:03: Das passiert normalerweise in Dörfern, in Argentinien und Chile am Land.
00:06:07: Aber ich glaube, wir müssen aufpassen.
00:06:09: Es ist noch nicht bewiesen, dass es hier zu Mensch-zu-Mensch-Übertragung gekommen ist.
00:06:13: Es wird vermutet, weil auch eine Person der Arzt, die Leute dort betreut hat sich anscheinend infiziert hat, obwohl ich nicht weiß ob das schon nachgewiesen ist, dass er auch Handovirus hatte.
00:06:25: Also man muss das nach wie vor mit Vorsicht genießen.
00:06:27: Da fehlen noch viele Daten aber das Szenario ist im Prinzip, dass die in Argentinen an Land gegangen sind sich dort angesteckt haben, entweder mehrere Personen oder nur eine Person.
00:06:38: Und die Infektion hat das sehr lange in Kupaktionszeit dran, sie ist im Wochen.
00:06:44: Das kann sein dass ich alle Leute, die jetzt krank sind, in Argentinien angesteckt haben direkt von Nagitieren und jetzt kranken geworden sind.
00:06:52: Es kann aber auch sein, dass nur eine oder eine Handvoll Personen sich angestecken haben an Land und es dann zum Mensch zu Menschenübertragung auf diesem Schiff gekommen ist.
00:07:03: die zwei Möglichkeiten gibt es.
00:07:05: Wahrscheinlich gab's Mensch-zu-Mensch-Übertragungen am Schiff, aber bewiesen ist das noch nicht und da sind eben die zwei Szenarien, die
00:07:11: existieren.".
00:07:12: Das heißt dann müsste man auch den Ursprung herausfinden was ja auch die Frage ist ob man das kann?
00:07:17: Weil man wird das Huntervirus ja finden weil er sehr zirkuliert in der Region.
00:07:21: Genau, also in Argentinien ist das recht verbreitert eben in einer Nagetier Spezies.
00:07:26: Wie ist das damit eine Testung?
00:07:27: Kann ich jetzt wenn der Leute infiziert sind die relativ schnell testen auf das Hunter Virus.
00:07:32: Also grundsätzlich ist das technisch kein Problem.
00:07:35: Allerdings ist es nicht so, dass man da jetzt Schnelltests hätte oder dass der jedes Krankenhaus ein BCA dafür hat um das zu testen.
00:07:43: Das kann meistens eine oder zwei Lawers pro Land, das sind Referenzler-Boars.
00:07:48: In Österreich wird es die Virologie hier in Wien an der Miet-Uni.
00:07:52: Es gibt auch andere Tests wo man sich Antikörper anschauen kann aber grundsächlich Es ist nicht schwierig, aber es ist nicht so, dass diese Tests überall verhandeln werden.
00:08:01: Das heißt das wäre jetzt... Aber wenn man einen Ausbruch hat und darauf eingestellt ist nicht zu schwer, dann relativ rasch auf den betroffenen Personen zu testen?
00:08:09: Genau, also es wäre durchaus möglich das schnell zu testen und ein schnell Resultat dazu bekommen wenn man darauf eingestellt ist.
00:08:15: Wir bemühen uns heute das Thema bisschen klarer zu trennen.
00:08:18: ich würde gerne kurz nach Österreich gehen wo wir dann doch eine ganz andere Thematik haben aber mir ist das zum ersten Mal jetzt untergekommen.
00:08:25: so wird vielen auch Zuhörerinnen und Zuhören gehen.
00:08:28: Huntervirus in Österreich Das ist ja auch habe ich gelesen und gehört jetzt dem Zug meiner Vorbereitungen vor allem in der Steiermark und rundherum ein bisschen verbreitet.
00:08:36: Wie realistisch ist es dass man da in Kontakt kommt mit dem Hunter Virus?
00:08:39: Das ist gar nicht so unwahrscheinlich.
00:08:41: Gerade in der Steiermark, West-Süd und Oststeiermark bestimmte Gegenden im Burgenland und dann im Osten von Kärnten sind diese Infektionen jetzt nicht superhäufig aber doch recht häufig.
00:08:55: Da reden wir von einer Handvoll von Fällen pro Jahr bis zu über zwei Hundert Fällen per Jahr.
00:09:01: In Österreich handelt es sich ums Pomala-Virus.
00:09:04: Das ist das erste Mal in Finnland beschrieben worden, deshalb der Name.
00:09:07: Pomala ist eine Asiedlung oder Stadt, Kleinstadt im Finnland und das kommt immer auch in Österreich vor.
00:09:14: Das wird von der Rötelmaus übertragen und die kommt in ganz Österreich vor.
00:09:19: aber wir haben immer eine Erholfung von Fällen in der Steiermark Teilen von Kärnten und Teilen des Burmlands.
00:09:24: also das ist nicht so selten.
00:09:26: und wie kriegt man das eben?
00:09:28: In dem man zum Beispiel eine Garage einen Gartenschuppen putzt, wo diese Mäuse Kot oder Urin hinterlassen haben.
00:09:36: Bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten gewissen Betrieben, wo vielleicht an zur Ansammlung dieser Mäise kommt und das sind keine Hausmäusen als auch andere Mausspeziers bei gewissen Bautätigkeiten kann es dazu kommen dass man da in Berührung kommt mit diesen Tieren oder deren Ausschädungen.
00:09:54: dann kann sie im Zoo übertragen kommen.
00:09:56: Man muss aber auch sagen, das ist in der Steiermark relativ bekannt.
00:10:00: Viele Ärzte wissen darüber Bescheid und wir haben auch Spezialisten in Graz die Patienten dann behandelt.
00:10:06: Das war jetzt eine klassische Wiener Frage an einen Virologen!
00:10:09: Aber es gibt durchaus vielleicht können Sie uns das trotzdem noch kurz erklären vor Beugemaßnahmen?
00:10:13: Also zum Beispiel auch wenn ich jetzt einen Schuppen oder eine Garage mit dem Besen zusammenkehre dass es sich empfiehlt eine Maske zu tragen, wenn ich das richtig verstanden habe.
00:10:21: Genau also... Das sind Staubartikel, die man einatmet.
00:10:25: Wenn man da eine FFP-Zweimaus geträgt, dann schützt das.
00:10:28: Das werkt grundsätzlich ganz gut staubt in der Lunge und ist ja nicht besonders gesund.
00:10:33: Da gibt es noch andere Viren.
00:10:35: Also Hausmäuse zum Beispiel tragen einen Arena-Virus, das nennt sich LCMV.
00:10:41: Und das kann man über die gleiche Art und Weise einatmen und dann kann man sich auch damit infizieren.
00:10:46: Grundsätzlich wenn man so arbeiten macht, die Staubauffühlen im Raum wo Mäuse hinkommen, sollte man überlegen ob man sich nicht vor dieser vom Einatmen von Staubschützt.
00:10:58: Sie haben es schon kurz beschrieben.
00:10:59: aber was wären dann die Symptome wenn ich da am Huntervirus mich infiziere und erkranke?
00:11:04: Also grundsätzlich bei allen Hunterviren ist mal die Inkubationszeit relativ lang.
00:11:09: das kann eine Woche sein können aber auch fünf sechs Wochen sein.
00:11:13: also sind Wochen.
00:11:15: Und was dann als erstes auftaucht, sind Influencer-ähnliche Symptome.
00:11:18: Das heißt man hat erhöhte Temperatur und hat Gliederschmerzen.
00:11:22: Man fühlt sich müde, mesletagisch.
00:11:24: die Atemwege können involviert sein.
00:11:27: Bei der österreichischen Version kommt es zu einer Nierenschädigung.
00:11:31: Das heisst viele Patienten, die diese Infektion haben brauchen zwischendurch Dialyse weil die Nieren nicht funktionieren.
00:11:38: Und da kann es auch sein, dass es relativ viele Landzeitprobleme gibt.
00:11:42: Das heißt man erholt sich schon.
00:11:44: aber es kann sein das Monateland zum Beispiel müde ist, dass die Nieren vielleicht doch nicht richtig funktionieren.
00:11:50: also es ist keine.
00:11:52: obwohl die Mortalitätsrate geringer ist als bei den amerikanischen Handtaviren ist es doch ziemlich ungute Infektion.
00:12:00: Das heißt, es ist durchaus auch wichtig differenziert eine Diagnose zu stellen.
00:12:04: Sollten sich die Beschwerden verschlimmern?
00:12:06: Ja ja natürlich und ich glaube das muss man monitoren wenn man so eine Infektion hat.
00:12:11: wie gesagt in der Steiermark ist das bekannt dass auch bei praktischen niedergelassenen Ärzten und man muss das natürlich anschauen wenn darauf Verdacht besteht.
00:12:20: Da kommt dann nämlich natürlich auch dazu, gibt es die Möglichkeit, dass ich Kontakt mit diesen Nagitieren hatte und so weiter.
00:12:26: Und sofort ist das ein Faktor.
00:12:28: aber das sollte man sich anschauen wenn das korrekt irgendwas dientiert wird.
00:12:33: Das Problem ist ein bisschen, dass wir eigentlich gar nicht so viel machen können.
00:12:37: jetzt bei diesen Infektionen, wenn es zu einem Nierenversagen kommt kann man Diolise machen Aber grundsätzlich bei allen Hunter werden haben wir ja eigentlich keine Medikamente für Behandlung wirklich effizient werden.
00:12:51: Worin liegt es eigentlich, weil das Hunter-Virus nicht zu gefährlich ist?
00:12:54: Nicht so präsent ist?
00:12:55: oder weil es tatsächlich einfach noch an der Lösung in der Wissenschaft oder Technik fehlt?
00:12:59: Ich
00:12:59: glaube die Präsenz gibt halt nicht so viele Fälle.
00:13:03: also mit diesem normaler Virus haben wir in Europa schon ein paar tausend Fälle pro Jahr und mit dem anderes Virus in Südamerika sind es so hundert bis zweihundert Fälle per Jahr in etwa.
00:13:14: das fluktuiert stark.
00:13:15: In Nordamerika ist sowieso nur ein Handvoll von Fällen mit Synombre.
00:13:19: Das heißt, da ist nicht so viel Interesse daran dar, Forschung zu fördern.
00:13:23: Es ist echt schwierig, Forschungsförderungen dafür zu bekommen.
00:13:26: Wir haben im Herbst einen EU Grant eingereicht um monokranale Antikörper als Therapie zu entwickeln eben für Desinfektionen der abgelennt wurden.
00:13:36: Also ich habe schon einige Hunter-Virus Projekte eingereichten und die habe noch nie eines bekommen.
00:13:43: Es ist nicht etwas, was jetzt so als großes Problem gesehen wird.
00:13:47: Und ich glaube deswegen gibt es relativ wenig Forschung dazu.
00:13:52: Gibt es relativ wenige Fortschritte, was Therapien betrifft und auch was Impfstoffkandidaten betrifgt?
00:13:57: Und dann kommt noch dazu das sehr kompliziertes Virus.
00:14:00: Da gibt's viele Technologien nicht die man bei anderen Viren haben und das Bike-Protein von diesem Virus ist sehr kompliziert das Schwierige herzustellen.
00:14:11: Das heißt, es fehlt eigentlich viel Wissen.
00:14:14: Das Spike-Protein ist das, was man herstellt für die mRNA Impfung?
00:14:18: Habe ich das richtig im Kopf?
00:14:19: Genau!
00:14:19: Würde man einen Impfstoff herstellen müssen, wäre das wahrscheinlich passieren auf diesen Spike-Proten.
00:14:25: In dem Fall bei Hunter-Wirren nennt sich das GnGc also GNGC.
00:14:31: Das kommt von G für Glycoprotein, das ist Oberflächenprotein und dann N und C Terminal.
00:14:37: Das Problem ist, dass das eben nicht so ein schönes Glücker-Protein ist wie bei Influenzservieren oder bei SARS Coronavirus II der Fall ist.
00:14:45: Sondern es ist sehr, sehr kompliziert gefaltet und geht ein paar Mal durch einen Membranen durch und lässt sich echt schwer herstellen.
00:14:52: Also da gehen wir jetzt durchaus hören wenn man Impfstoffe herstellen wollen würde.
00:14:56: Jetzt ist durchaus die... Medienöffentlichkeit, natürlich das sind ein paar Zutaten dabei die das spektakulär machen.
00:15:03: sagen wir es jetzt mal so.
00:15:04: Und auch wenn es jetzt von Tier zu Mensch und dann vielleicht von Mensch zu Mensch übertragen wird, das erinnert ja dann doch an Corona und Theorien also Zoonose von Tier auf Mensch wie kann man denn einschätzen ob so ein Virus das Potenzial hat dann doch zu einer Pandemie zu führen?
00:15:18: Im Moment ist ja davon wirklich keine Rede.
00:15:19: das möchte ich hier nochmal betonen.
00:15:21: aber ist das Zufall...
00:15:24: Grundsätzlich sind alle Pandemien, von denen wir wissen gehen auf Zoonosen zurück.
00:15:29: Zumindest in den letzten hundert Jahren.
00:15:31: es war viermal Influenza, einmal HIV und einmal Corona.
00:15:35: das sind Zoonose ursprünglich.
00:15:37: Wir wissen ein bisschen was über dieses Andesvirus.
00:15:40: also Es gibt relativ häufig Fälle in Argentinien und Chile.
00:15:45: Also jetzt nicht superhäufig aber so Hundert-Zweihundertfälle, mehr oder weniger.
00:15:50: In den meisten Fällen kommt's nicht zum Mensch zu Menschenübertragungen.
00:15:53: Gut beschrieben ist das eigentlich nur drei Mal Ich glaube einmal, in dem Jahr sixundneunzig, dann nochmal zweitausendfünf und dann zweitausendachzund neunzehn wo es zu Mensch zum Menschenübertragung gekommen ist.
00:16:04: Das heißt wir wissen das Virus kann das machen macht's aber im Normalfall nicht.
00:16:09: Und mit den drei Fällen kamen sie im Prinzip nicht zu einer weiteren Ausbreitung.
00:16:13: Der letzte Fall war ein Epojen in Argentinien.
00:16:16: Da hat man natürlich das Dorf wo das passiert ist abgeriegelt und isoliert damit sich das nicht weiter ausbreiten kann.
00:16:23: Und da gab es auch Superspreader Events, unter anderem bei ein Begräbnis von einer Person die an dem Virus gestorben ist.
00:16:30: Aber grundsätzlich ist die Annahme dass das Virus nicht besonders gut darin ist von Mensch zu Mensch zu springen.
00:16:36: Aber natürlich gibt's da jetzt Ungewissheiten!
00:16:38: Die erste Ungewissheit in der Vergangenheit waren das Settings im ruralen Raum in Südamerika.
00:16:45: Das heißt, das zu isolieren ist einfacher und wahrscheinlich gibt's weniger Kontaktpersonen.
00:16:50: Jetzt haben wir Situation auf einem Kreuzfahrtschiff, wo wir wissen dass die Übertragbarkeit meistens höher ist weil die Leute auf engem Raum zusammenleben.
00:17:00: Also bei SARS-Coronavirus II war das ja auch so oder ich vergesse wie dieses Kreuzahrtsschiff geheißen hat am Anfang.
00:17:07: aber da gab es ja auch wahnsinnig viel übertragen mehr als man das Normalfall gesehen hätte.
00:17:14: Und dann kommt natürlich auch dazu, es ist eine lange Inkubationszeit.
00:17:17: Das heißt die Leute werden lange nicht krank.
00:17:20: D.h.,
00:17:20: da haben einige wahrscheinlich das Schiff verlassen, sind irgendwo hingeflohen und denen ist vielleicht gar nicht bewusst wenn sie in drei Wochen oder vier Wochen krank wären dass das Hunterview sein könnte jetzt wahrscheinlich schon durch die Medien aber das erschwert das halt und das ist eine Unbekannte.
00:17:36: also es ist anzunehmen dass da nichts passieren wird.
00:17:38: das Contract Racing läuft Aber ja In dem Setting hat man es noch nicht gesehen.
00:17:45: Im Normalfall ist es so, dass man erst das Virus überträgt an andere, erstens bei engem Kontakt und zweitens, wenn man schon anfängt sich lang zu fühlen.
00:17:53: Das heißt, wenn wir in der Inkubationsphase sind, gibt man das Virus nicht weiter.
00:17:58: Das ist gut!
00:17:59: Dass es im Gegensatz zur SARS-Coronavirus II wo das schon passieren kann.
00:18:03: D.h.,
00:18:04: es ist leicht aufzuhalten weil wenn jemand Symptome hat dann weiß man zumindest da könnte was sein.
00:18:09: Aber wie gesagt, das Setting ist neu und deshalb ist es immer ein bisschen ungewiss.
00:18:13: Das andere ist natürlich... Es ist vielleicht schwieriger Impfstoffe herzustellen.
00:18:18: Und das ist halt auch so ein Faktor einer Ungewissheit.
00:18:22: D.h.,
00:18:23: erst mal muss man auch herausfinden ob's überhaupt zu Mensch-zu-Menschübertragung gekommen ist bisher.
00:18:27: Es wird vermutet, dass nicht bewiesen.
00:18:30: Meine Einschätzung ist, auch wenns zum Menschenübertragen gekommen ist, ich glaube lässt sich das leicht aufhalten Aber Viren sind halt immer für Überraschungen gut.
00:18:39: Und wenn ich es sehr richtig verstehe, hat man da eher andere Vieren unter nähere Beobachtung für die nächsten Pandemie?
00:18:45: Ich mag sie nicht an die Wand malen aber das sind Influencerviren wahrscheinlich die gefährlicheren.
00:18:49: Na ja, ich meine, man muss sich das historisch anschauen.
00:18:52: von den letzten sechs Pandemien wurden vier von Influenserviren verursacht.
00:18:56: also Ja!
00:18:57: Die Chance dass die nächste Pandemie durch ein Influenzervirus verursachten wird ist sehr hoch nämlich an und da gibt's auch viele Kandidaten.
00:19:06: Das andere, was natürlich auch ein Punkt ist sind Coronaviren.
00:19:09: Da gibt es ja außer Saas-Coronavirus zwei viele andere Coronavieren die in Tieren zirkulieren und vor allem das Mittelist Raspberry Syndrome Coronavirus dass von Kamehlen verbreitet wird ist so ein Kandidat.
00:19:22: da gab's schon mal einen größeren Ausbruch in Südkorea der gestoppt werden konnte Und dann Paramixer vieren.
00:19:29: also das sind Viren So ähnlich sind wie Masern, da gibt es ganz viele verschiedene.
00:19:34: Und da ist das Nippa-Virus ein, das man wahrscheinlich im Auge behalten sollte.
00:19:38: Das kommt in Bangladesch vor Indien, zirkuliert den Flughunden, springt manchmal auf Menschen rüber und hat auch eine sehr hohe Mortalitätsrate von ja fünfzig bis neunzig Prozent.
00:19:51: Und das kann auch von Mensch zu Mensch übertragen werden zwar nicht effizient aber doch!
00:19:56: Also... Ja, da gibt es einige Kandidaten auf die man aufpassen muss im Prinzip.
00:20:02: Aber anderes Virus ist auch etwas was man beachten sollte.
00:20:06: Ich versuche noch mit einer optimistischeren Frage.
00:20:08: Gibt's Gründe warum wir dennoch beruhigt sein können?
00:20:12: Ist das gutes Monitoring?
00:20:13: entwickelt sich da die Wissenschaft weiter?
00:20:16: Ja!
00:20:18: Natürlich.
00:20:19: Es gibt sehr viel Virus-Überwachung in unterschiedlichsten Ländern, in unterschiedlichen Spezies und Lebensräumen.
00:20:27: Da wird schon viel gemacht aber nicht flächendeckend.
00:20:31: Und es passiert auch sehr viel.
00:20:33: was bei DEMIC Preparedness betrifft, was Impfstoffentwicklung betriffe mit den mRNA-Impfstoffmaten ein Werkzeug das sehr effizient und schnell ist.
00:20:41: Aber auch andere Technologien sind da recht gut.
00:20:44: Also man hat schon sehr viele Werkzeuge gemacht, sehr viel Erfahrung.
00:20:47: Aber was momentan geopolitisch passiert hilft nicht.
00:20:51: Es gibt weniger Kollaborationen.
00:20:54: die USA haben die WHO verlassen.
00:20:56: es wird jetzt für dieses Pandemic Agreement der WHO wieder gestritten.
00:21:00: also so rosig ist diese Situation auch nicht.
00:21:04: technologisch sind wir ganz gut vorbereitet.
00:21:07: aber Es gibt natürlich auch viele Einschnitte, was Technologieentwicklung betrifft.
00:21:11: Gerade mit dem Problem dass die USA mRNA-Impfstoffe und Impfstoff von Technologie entwickeln nicht mehr unterstützen.
00:21:18: Aber wie gesagt ich glaube man muss da bei diesem Andesvirus Ausbruch auf dem Schiff realistisch bleiben.
00:21:25: Ich glaube nicht das uns da jetzt eine Pandemie ins Haus steht.
00:21:28: Das wird in den Medien wahrscheinlich in ein paar Wochen herum geistern, dann wird das eindämmen können wenn es wirklich zu Menschen-zu-Menschübertragung gekommen ist.
00:21:36: Aber vielleicht lernt man was daraus?
00:21:38: Ich frage unsere Gäste auch gerne nach Themen die Ihnen da noch am Herzen liegen.
00:21:41: Wollen Sie uns vielleicht noch kurz erzählen woran Sie gerade arbeiten oder vielleicht auch was Ihnen wichtig ist dass darüber in Medien im Arbeitsbereich mehr gesprochen wird?
00:21:49: Einerseits arbeiten wir viel Impfstoffe die man über die Nase verabreicht, Impfstoffes die ich vielleicht Infektionen verhindern und Übertragung von Viren von Mensch zu Mensch grundsätzlich verhindert können.
00:22:01: Da arbeitet man gerade einen neuen Influencer-Impfstoff, das finde ich sehr spannend.
00:22:06: Wie gesagt wir arbeiten nach einem monoklonalen Antikörpern die man gegen alle Hand der Viren einsetzen kann.
00:22:12: Da versuchen wir ihm gerade Forschungsförder um dafür zu bekommen.
00:22:15: aber das ist auch recht spannend.
00:22:17: Und was Virusüberwachung betrifft, haben wir ja gerade ein tolles Projekt gestartet in Wien.
00:22:23: Einerseits mit dem Ludwig-Bolzmann-Institut Science Outreach and Pandemic Prepairness wo wir eben versuchen in der Stadt in unterschiedlichsten Tierspezies Virusüberwachungen zu machen.
00:22:34: Da gibt es jetzt ein konkretes Projekt das nennt sich Virokiddi.
00:22:38: da fragen wir bei Katzenbesitzern an ob die uns wenn die Katzen Freilaufende Katzen Beute nach Hause bringen, so Vögel oder Nagetiere.
00:22:47: Ob die sich bei uns melden können?
00:22:48: Wir holen dann diese Tiere ab, diese drohte Beute und schauen uns dann an welche Bienen darin vorkommen.
00:22:55: Das ist ein interessantes System wie man ohne dass man jetzt aktiv rausgeht und Tiere töten muss, ob sich das anschauen kann was da zirkuliert weil die Katze bringt es ja so und so heim.
00:23:06: Und da schauen wir uns unter anderem auch Hunterviren in Wien an.
00:23:08: Also das ist spannend und ja mal schauen was daraus kommt, also das hat jetzt vor kurzem begonnen.
00:23:14: Ich schätze mal dass wir Ende Sommer die erste Runde von Ergebnissen haben werden.
00:23:19: Also spannende Geschichte!
00:23:21: Vielen Dank Herr Prof.
00:23:22: Krammer, dass Sie uns das ein bisschen erklärt haben heute.
00:23:24: Danke schön!
00:23:25: Danke sehr!
00:23:28: Wie es auf dem holländischen Kreuzfahrt Schiff Hondius weitergeht, ob es tatsächlich bald auf den kanarischen Inseln anlegen kann – das lesen Sie wie gewohnt auf diepresse.com.
00:23:39: Donnerstagmittag war der Letztstand von Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO.
00:23:44: Außer den drei Todesfällen bestand noch bei acht weiteren Personen der Verdacht, dass sie sich mit dem Hunter-Virus infiziert haben könnten.
00:23:52: Etwa vierzig Passagiere hatten das Schiff nach Angaben der niederländischen Regierung bei einem Zwischenstopp auf der Insel St.
00:23:58: Helena verlassen, bevor der Ausbruch gemeldet wurde – Der Aufenthaltsort vieler dieser Reisenden ist unklar!
00:24:06: Die MV Hondius steckte zunächst vor der Küste der Kapwerden fest, eigentlich sollten sie das Endtiel sein, doch der Insellstaat verweigerte den Passagieren wegen des Ausbruchs den Landgang.
00:24:17: Am späten Mittwochabend nahm das Schiff mit fast hundertfünfzig Menschen an Bord schließlich Kurs auf die kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören.
00:24:26: Es soll am Sonntag Tenerife erreichen – das teilte die EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit!
00:24:33: Ja, das war noch ein kleines Update zum Kreuzfahrtschiff.
00:24:36: Sollten Sie Feedback zu unserem Podcast haben, schreiben sie uns gerne ein Mail unter podcastatdepresse.com.
00:24:43: Ich sage vielen Dank fürs Zuhören und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag.
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