Wirtschaftsstandort Österreich im Sinkflug: Was muss sich ändern?
Shownotes
Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Wirtschaftsstandorts ist es aktuell nicht zum Besten bestellt. Im aktuellen Wettbewerbsranking der Lausanner Wirtschaftshochschule IMD, die 69 Volkswirtschaften einen Vergleich unterzogen hat, erreicht Österreich nur den 26. Platz und verharrt damit deutlich hinter vergleichbaren europäischen Ländern wie der Schweiz, Dänemark oder Schweden. Alarmierend sind ebenfalls die Insolvenzzahlen. Im Jahr 2025 wurden hierzulande 7.392 Firmeninsolvenzen verzeichnet. Das entspricht einem Anstieg von 8,5 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, zeigt sich ein noch deutlicherer Trend: Seit 2021 haben sich die Firmeninsolvenzen um rund 144 Prozent erhöht.
Wie ist die Stimmungslage unter Führungskräfte von in Österreich angesiedelten Unternehmen? Welcher Anteil der schwächelnden heimischen Wirtschaft sind den Rahmenbedingungen geschuldet und was ist hausgemacht? Und was muss sich ändern, um den Standort wieder nach vorne zu bringen?
Im Presse-Tonstudio erzählen Harald Breit, CEO von Deloitte Österreich, und Herbert Kovar, Managing Partner Tax & Legal von Deloitte Österreich, von den Ursachen der Wirtschaftsmisere und bringen konkrete Beispiele, mit welchen Maßnahmen Österreichs Wirtschaft gestärkt werden könnte. Im Fokus stehen die Themenfelder Bürokratie, Arbeitsmarkt sowie Steuern und Abgaben.
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00:00:00: Dieser Podcast
00:00:01: wurde mit Unterstützung unseres Werbepartners finanziert.
00:00:29: verstehen werden und sagen, ja es ist nicht angenehm aber das war richtig.
00:00:33: Es war wichtig dass wir das gemacht haben.
00:00:35: diese Hoffnung habe ich am Ende des
00:00:36: Tages.".
00:00:39: Der Wirtschaftsstandort Österreich befindet sich in der Dauerkrise mit schwerwiegenden Folgen für die heimische Wettbewerbsfähigkeit.
00:00:47: Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Die Leut.
00:00:54: Um Wohlstand und Sicherheit nicht weiter zu gefährden, braucht es neben kurzfristigen Abfederungsmaßnahmen vor allem tiefgreifende und einschneidende Reformen.
00:01:03: Im Pressitonstudio erzählen Harald Breit, CEO von die Leut Österreich und Herbert Kovar, Managing Partner Tax and Legal von der Leut österreich, von den hausgemachten Ursachen der heimischen Wirtschaftsmisäre und bringen konkrete Beispiele mit welchen Maßnahmen das Standort wieder gestärkt werden könnte.
00:01:21: Im Fokus stehen die Themenfelder Bürokratie, Arbeitsmarkt, Steuern und Abgaben.
00:01:27: Das Interview führt Christian Lenoble.
00:01:31: Österreichs Wirtschaftsfeld im internationalen Vergleich seit Jahren zurückt die Wettbewerbsfähigkeit Schwinde.
00:01:37: Experten sprechen hier von einem Sinkflug des heimischen Wirtschaftsstandortes Und warnen vor den Folgen einer zunehmenden Brüchigkeit jenes Fundaments auf dem Wohlstand Versorgung und Sicherheit in Österreich ruhen.
00:01:51: Was sind die zentralen Ursachen für diese Entwicklung und was muss sich sowohl kurz als auch langfristig ändern, um diesem Verfall entgegenzuwirken?
00:02:00: Diese beiden Fragenkomplexe wollen wir im heutigen Podcast so detailliert konkret und vor allem lösungsorientiert wie möglich beleuchten.
00:02:07: Ich darf dazu im Presse-Dunstodio herzlich begrüßen Harald Breit, CEO von Die Leute Österreich und Herbert Kovar, Managing Partner im Bereich Tax and Legal bei The Leute Österreich.
00:02:18: Herr Breiterkower, schön dass Sie da sind!
00:02:20: Schönen guten Tag und danke für die Einladung.
00:02:22: Dankeschön!
00:02:23: Im Rahmen der aktuellen Die Leutradia-Radie, im Jahr zwanzig Studie wurde die internationale Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Wirtschaftsstandortes untersucht Und da heißt es hingemäß dass sich diese in der Dauerkrise befindet gab's die Überschrift «Die Redest von einem Krisenmodus als Normalzustand».
00:02:41: Wie kommen sie zu diesem Befund?
00:02:43: An welchen Zahlen und Zeichen lässt sich das festmachen?
00:02:47: Wir haben uns die letzten fünf Jahre, sechs Jahre der Entwicklung des Wirtschaftsstandworts angesehen und man muss hier einmal festhalten dass die letzten sechs Jahre geprägt waren eigentlich von Dauerkrisen.
00:02:59: Das hat begonnen in den Jahr zwanzig-zwanzig mit der Corona-Krise ist dann übergegangen im Jahr zwentzig-zwei an zwanzigg Ukraine ein Marsch Russlands in die Ukraine.
00:03:09: Zwanzigfünfundzwanzigg zunächst Handelskonflikt mit dem USA Zollkrieg gewissermaßen jetzt natürlich noch schlimmer nach Ostkonflikten und Jaraankrieg.
00:03:19: Also man sieht, die geopolitischen Verwerfungen haben natürlich einen immensen Einfluss einerseits auf die Weltwirtschaft aber andererseits auch auf dem Wirtschaftsstandort Österreich.
00:03:29: so kann man sagen dass hier die Krise eigentlich das neue Normal geworden ist.
00:03:35: wir müssen lernen mit diesen Verwerffungen umzugehen und je nachdem wie gut es einem Land hier gelingt hier gegenzusteuern wie gut der Regierung eines Landes gelingt ja gegenzusteuern stellt sich auch die Situation am jeweiligen Standort dar für die Wirtschaftstreibenden.
00:03:52: Und das war der Gegenstand unserer Analyse, wir haben uns das angesehen.
00:03:56: einerseits hier im komparativen Vergleich aus einer Außenbetrachtung internationaler Rankings wie schneidet hier Österreich ab?
00:04:04: Also wenn man so will eine objektivierte Außenbedrachtungen und andererseits haben wir sechshundert Führungskräfte in Österreich aktuell befragt wie sie die Stimmungslage Wirtschaftsstandorte Österreich einschätzen Insbesondere auch unter Berücksichtigung jetzt aktuelles Errernkrieg.
00:04:19: Welche Auswirkungen Sie erwarten?
00:04:21: Und was das für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeutet?
00:04:24: Sie haben schon angesprochen, dass wir uns in einem Dauerzustand von abfolgenden Krisen befinden und die Aktuellste ist der Errarnkrieger.
00:04:32: Herr Kovac, da möchte ich Sie fragen... Ist es eine weitere Zuspitzung einer Situation, in den letzten Jahren spätestens seit Corona schon wirtschaftlich als problematisch erlebt wird?
00:04:42: Konkret worvor muss sich Österreich und die österreichische Wirtschaft fürchten?
00:04:46: bei dem, was im Moment passiert.
00:04:47: Es ist natürlich eine weitere Zuspitzung aber ich glaube etwas ganz wichtiges alle diese Krisen dürfen nicht das Ausrede dafür gelten dass wir ein strukturelles Problem haben.
00:04:58: also auch ohne all diesen Krisen ist es ja so dass sich die Weltwirtschaft maßgeblich verändert disruptiv verändert.
00:05:06: das heißt sehr viele traditionelle Geschäftsmodelle gehen zugrunde und das müssen neue kommen.
00:05:13: Und was jetzt wichtig ist oder wichtig wäre, es gibt drei Säulen auf denen ein guter Standort beruht.
00:05:20: Das ist Talente, Unternehmertum und Kapital.
00:05:24: Ich muss einen Standort so gestalten dass ich genau diese Ressourcen anziehe.
00:05:28: Ich brauche Top-Talente aus Österreich aber auch aus der ganzen Welt.
00:05:33: aus Österreich, aber auch aus dem Ausland und ich brauche Kapital.
00:05:38: Das ist ganz wichtig!
00:05:40: Und ich glaube – auch wenn diese Krisenschmerzhaft sind – die legen den Finger auf die Wunde und wir sehen dass wir hier in den Strukturen Nachholbedarf haben.
00:05:51: Den Nachholbedarf und vor allem, was ist sozusagen Haus gemacht in Österreich?
00:05:56: Und was ist den Rahmenbedingungen geschuldet?
00:05:58: darauf, wenn wir heute noch genau eingehen.
00:06:00: Aber der Ferneshalber also die Krise als Normalzustand ist ja kein rein österreichisches Phänomen.
00:06:05: das betrifft ja aufgrund der geopolitischen Verwerfungen die ganze Welt.
00:06:10: Faire, Österreich speziell hervorzuheben mit Problemen in der Wirtschaft.
00:06:14: Also wenn wir zu unserem großen Nachbarn nach Deutschland schauen oder auch in anderen Ländern Europas alle kämpfen mit den gleichen Strukturproblemen und der gleichen Reformunwilligkeit?
00:06:23: Oder wo sehen Sie die Spezifika, die Österreich betreffen?
00:06:27: Naja natürlich sind alle Länder davon betroffen.
00:06:30: Die Frage ist nur wie das ewige Land damit umgeht.
00:06:33: Und wenn man sich zum Beispiel das AMD Ranking, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes anhand verschiedener Kriterien misst ansieht.
00:06:43: So sind wir in den letzten fünf, sechs Jahren hier massiv abgestürzt um fast zehn Plätze.
00:06:48: Wir sind mittlerweile nur noch auf Rang XXVI, wir waren schon auf XV oder XVI und man sieht, dass andere Länder es deutlich besser machen.
00:06:56: Man sieht das anhand von makroekonomischen Faktoren wie das Wachstum des BIPs, man sieht das An der Inflationen, man seht das am Budgeteffizit.
00:07:05: Und das Interessante ist an dieser Studie, dass eben nicht die großen Länder vorne sind in diesem Ranking sondern eben genau die kleinen Länder.
00:07:12: Die vergleichbaren Länder.
00:07:14: Wenn man so will – die Schnellboote, die da wirklich rasch reagieren können.
00:07:17: Das sind Länder wie die Schweiz, das sind Länder like Dänemark, Schweden, die Niederlande, die hier permanent deutlichst vor uns sind.
00:07:25: Und das sieht man dann natürlich.
00:07:27: Das schlägt sich nieder im Wirtschaftswachstum, österreich hat fast die doppelte Inflationsrate gehabt wie Dänemark beispielsweise oder die Schweiz und das hat natürlich seine Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes.
00:07:39: Stichwort beispielsweise Lohnkosten nicht?
00:07:42: Also die Lohn kosten sind beispielsweise in Österreich in den letzten fünf Jahren um fast vierunddreißig Prozent gestiegen Im EU-Tourschnitt um vierundzwanzig Prozent.
00:07:51: Dass das natürlich ein enormer Wettbewerbsnachteil für die österreichische Industrie und überhaupt für den österreichischen Unternehmen ist, ist völlig klar.
00:07:58: Und das sieht man auch in der Statistik.
00:08:00: Sie haben das AMD-Ranking angesprochen.
00:08:03: Das ist von der renommierten Lausanne Wirtschaftshochschule.
00:08:06: Da wurden mit neunundsechzig Volkswirtschaften verglichen und Österreichs, wie gesagt, euphemistisch gesagt im Mittelfeld, im Guten oder ich erkenne wir sind ja nicht... Vor Kamer sich erkenne an ihrem Kopfschritt, dass es eher ein schlechtes Mittelfeld ist.
00:08:23: Wir könnten wesentlich besser sein.
00:08:24: Also
00:08:25: Platz sixty-vier von neun und sechzig ist wohl nicht mehr das Mittelfeld sondern wir... Sechsundzwanzig
00:08:30: oder?
00:08:31: Sechzig
00:08:31: nicht!
00:08:31: Bei den Steuern.
00:08:32: Ah, bei dem
00:08:33: Streuer.
00:08:34: Genau,
00:08:34: bei den Steuen sind sie in der
00:08:35: Gesamtbetrachtung.
00:08:36: Sechzig von neuneinundsechzig.
00:08:39: Und Sie haben richtig gesagt was ist Haus gemacht?
00:08:41: und was ist ein Problem, das auch andere Länder haben.
00:08:45: Jetzt kann man sagen okay Das Energieproblem, das haben alle Länder auf der Welt vor allem mit diesen jüngsten Krisen.
00:08:51: Aber es gibt zwei wirklich ausgemachte Probleme und das ist auf der einen Seite überbordende Bürokratie und dass ich's auf der anderen Seite eine unglaubliche Abgaben lasst.
00:09:02: und das zeigt dieses Ranking Nr.
00:09:08: der Länder, die die höchsten Abgabenquoten haben.
00:09:10: und wir sehen dann auch im Vergleich auch in Europa diese angesprochenen kleinen Länder, Die erfolgreich sind, die haben viel geringere Abgabenquote Und man muss sich das so vorstellen.
00:09:20: Ich brauche ja auch eine erträgliche Abgabenquote, Kapital anzulocken an den Standort aber genauso die Talente.
00:09:27: Schauen wir zurück die letzten Jahrzehnte!
00:09:30: Wir haben ja sehr gezerrt von den Talentreserven von Zentral und Mitteleuropa.
00:09:35: Aber es ist so dass auch aus diesen Räumen die Leute gar nicht mehr in Österreich denken sondern in andere Länder gehen.
00:09:41: das heißt wir verspielen einmal den Anreiz für die Talende.
00:09:48: Ankündigung von weiteren Steuern, die Unternehmer.
00:09:51: Die guten Unternehmer, die neue Geschäftsmodelle.
00:09:54: aus dem Boden stammt und sollten das Diener Österreich kommen und wir verscheuchen das Kapital.
00:09:59: Und am Ende des Tages müssen wir uns hier besser aufstellen denn zuerst muss die Torte am Tisch stehen und dann kann sie verteilt werden.
00:10:07: aber wenn die Tore nicht am Tisch steht hat niemand was davon.
00:10:11: Sie haben die Abgabenquote angesprochen, das BIP ist der unrühmliche vierte Platz.
00:10:19: Soweit vorne will da keiner sein, glaube ich.
00:10:22: Werden auf die ganz besonderen Ursachen sind, die Bürokratie schon angesprochen steuern und Abgaben vielleicht noch im Detail eingehen danach?
00:10:29: Ich wollte sie mit einer anderen Zahl konfrontieren.
00:10:32: Und zwar laut dem Kreditschutzverband ist es ganz interessant, die Zahlen der Insolvenzen sich anzuschauen, die vielleicht auch ein Indikator in dieser Richtung ist wie es mit unserer Volkswirtschaft steht.
00:10:43: Die haben sich seit Jahrzehnteinundzwanzig verdoppelt also in diesen letzten Krisen in Österreich.
00:10:48: Ein interessanter Vergleich wurde da angestellt.
00:10:52: Und zwar, unter einundzwanzig kamen nach fünfzehn Neugründungen eine private Insolvenz.
00:10:58: Inzwischen sind es bei sechs Gründungern eine Private Insolvent.
00:11:01: Also das Verhältnis hat sich auch geändert.
00:11:04: Wie interpretieren Sie solche Zahlen?
00:11:06: Also geht das in die Richtung, die sie ja auch aus dem Deloitte gerade da sozusagen erhoben haben?
00:11:11: Naja, es zeigt ganz klar aufgrund des weltwirtschaftlichen Wandels gibt es einfach sehr viele Geschäftsmodelle traditioneller Natur, die zu einem Ende kommen.
00:11:23: Und deshalb wird es diese Insolvenzen geben.
00:11:25: Aber wichtig ist es, dass wir in der Lage sind durch Neugründungen und durch das Anlocken von existenten Firmen in der Welt an den Standort Österreich das zu kompensieren.
00:11:36: Und da schafft man nur wenn man die drei angesprochenen Säulen, Alente, Unternehmer- und Kapital eben auch anlocken kann.
00:11:44: Es wäre ja ein hervorragender Zeitpunkt, im Moment zum Beispiel Talente aus den USA anzulocken.
00:11:49: Ich glaube dort wollen eh nicht so viele bleiben oder?
00:11:51: Absolut!
00:11:52: Das werde ich auch teilweise versucht... In
00:11:54: der Wissenschaft?
00:11:55: ...in der Wissenschaft insbesondere.
00:11:56: Da gibt es ja auch schon gewisse Erfolge natürlich.
00:11:59: aber es ist natürlich wichtig gerade für diese insbesondere im hohen Ausbildungsniveau sich befindlichen Führungskräfte, dass die natürlich auch die Rahmenbedingungen finden.
00:12:10: Auf der einen Seite in der Wissenschaft sind jetzt hier bessere Bedingungen teilweise wieder in den USA auf der anderen Seite ist es natürlich auch so auch die müssen von irgendwas leben natürlich nicht und wenn hier natürlich die steuerlichen Rahmenbedienungen uninteressant sind dann kommen sie nicht nach Österreich.
00:12:25: Die Einkommensteuerbelastung hier in Österreich ist natürlich sehr hoch und beginnt eigentlich schon relativ bei einen mittelhohen Einkommen, wo hier Spitzensteuersatz steuer setze.
00:12:38: Hier in Österreich vorhanden sind.
00:12:40: Das sind natürlich Themen die viele auch abschrecken.
00:12:42: Die sagen ja es sind zwar grundsätzlich die Rahmenbedingungen vielleicht stabiler und einschätzbarer wie derzeit in den USA und auch die Freiheit der Wissenschaft ist vielleicht hier besser gegeben.
00:12:53: aber wenn die ökonomischen Rahmenbedienungen nicht passen kommen sie trotzdem nicht.
00:12:56: und das ist natürlich die große Gefahr, die wir sehen Herr Korra?
00:12:59: Ich darf vielleicht zu diesem Thema ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.
00:13:03: Wenn Unternehmen an uns Berate herantreten, wir versuchen ja immer den Standort Österreichs zu promoten dann sagen sie Ja!
00:13:10: Wir machen einen Vergleich zwischen verschiedenen Ländern und da gibt es natürlich schon Dinge wie zum Beispiel Forschungsprämie, Forschungsförderung die hier gut ist und Lebensqualität.
00:13:21: Und dann kommen wir genau zu diesen Punkt, den Entscheidenden in diesem Unternehmen Die auch vor Ort sein müssen und hier ihr Geld verdienen.
00:13:29: Die lassen sich dann die Einkommenssteuer der Bälle geben und schauen dann ins Internet.
00:13:33: Und da steht fünfundfünfzig Prozent, dass dann irgendwo ein Sterndal ist und in der Fußnote das erst über fünfhunderttausend, das liest niemand mehr.
00:13:42: Sondern die Entscheidung ist dann Österreich nicht einmal mehr in der engeren Wahl aufgrund dieser Fünfund-Fünfzig-Prozent.
00:13:50: Das heißt
00:13:50: es ist nicht mal ein faktisches Problem sondern auch ein Kommunikationsproblem?
00:13:53: Das ist auch ein kommunikationsproblem!
00:13:55: Denn wenn ich sozusagen hier einen progressiven Tarif habe, dann ist in allen möglichen Internet-Bellen die dort aufgeschlagen werden.
00:14:05: In den USA, in Singapur oder in China.
00:14:07: vielleicht leuchten einmal die fünfundfünfzig Prozent heraus und wir sind natürlich weltweit eine Gesellschaft geworden.
00:14:14: der Verkürzung das heißt Fußnoten werden nicht mehr gelesen man merkt sich nur noch die fünfundfünfzig Prozent und der Standort Österreich ist schon nicht mehr im Talon für die Auswahl.
00:14:25: Man sieht es auch sehr deutlich hier, wenn man ansieht wie viele Unternehmenszentralen nicht in Österreich angesiedelt werden.
00:14:34: Respektive abgewandert sind zum Beispiel noch Bratislava und andere Länder die ja ganz andere Steuersätze haben, die hier auch eine andere Einkommensbesteuerung haben.
00:14:44: Weil gerade für Führungskräfte – und das sind natürlich diejenigen, die auch die Entscheidung treffen, wo dann ein Headquater einen Standort residiert, dass für die das natürlich abschreckend ist.
00:14:54: Und da ist natürlich auch denen das Hemd näher wieder rockt.
00:14:57: Die sagen wir gehen lieber dorthin, wo wir selber auch eine günstigere Steuerbelastung haben oder das Unternehmen eine günstegere Steuer belastung hat, wo wie auch noch ausreichend Arbeitskräfte zu vernünftigen Konditionen befinden.
00:15:09: Und wenn man anschaut, z.B.
00:15:10: Auto Motivindustrie, Slowakei, Ungarn
00:15:12: etc.,
00:15:13: wie viele Unternehmen dort abgewandert sind und auch Produktionen von Österreich dort hin verlagert werden – das führt natürlich alles zu einer Auszündung des Wirtschaftsstandards aus Österreich?
00:15:23: Also zum Stichwort Abwanderung auch eine Zahl.
00:15:26: Jedes laut aktueller Studie denkt jedes sechste Unternehmern in Österreich darüber nach zumindest einzelne Geschäftsbereiche ins Ausland zu verlagern.
00:15:36: und streicht das, was Sie gesagt haben.
00:15:39: Jetzt habe ich in der Anmoderation versprochen dass wir Lösungsorientierte diskutieren und nicht nur Sudern.
00:15:44: auf gut Österreichisch gehen wir auf die einzelnen Punkte ein.
00:15:47: Wir haben die Bürokratie erwähnt, Bürokrate-Dschungel überbordende Verwaltung.
00:15:51: Das ist bekannt.
00:15:52: jetzt der lösungs orientierte Ansatz.
00:15:54: Was ist zu tun?
00:15:55: Herr Kowa
00:15:56: Ja also gerade wenn wir uns diese Abgabenquote ansehen springt natürlich das Thema Lohnnebenkosten hervor.
00:16:04: Jetzt hat die Regierung diesbezüglich einen Schritt gesetzt, aber das ist natürlich ein sehr homöopathischer Schritt.
00:16:11: Ein Prozentpunkt... Denn immer wenn man eine steuerliche Maßnahme macht, es soll ja einen Lenkungseffekt haben.
00:16:17: Und das soll ja dazu führen dass mehr Arbeitskräfte und mehr Arbeitskräftemöglichkeiten entstehen, dass mehr Betriebsansiedlungen da sind.
00:16:25: Da muss man dann schon signifikanter die Sache angehen.
00:16:29: also mindestens drei Prozent, drei Prozentpunkte Ja!
00:16:32: Das muss natürlich gegenfinanziert werden aber ich glaube dass das auch positiv ist weil man sich an einer wirklich ehrlichen Bürokratie und Föderalismusreform nicht verbeidrücken kann.
00:16:45: Das ist ganz wichtig, das muss man dann schon so angehen, dass man jeden Verwaltungsprozess unter die Lupe nehmen und muss sehen wie man das effizienter gestalten kann.
00:16:57: Und die Möglichkeiten der Gegenfinanzierung liegen ja in vielen Fällen hier an der Hand.
00:17:04: Denken wir an die Babybummer, die jetzt in der Verwaltung im Pension gehen?
00:17:08: Wir finden gar nicht Die Leute, die das ergänzen sollen – wir sehen sogar in der Wirtschaft -, dass hier öffentliche Stellen mit uns in Konkurrenz treten und durch sehr gute Bedingungen versuchen, uns die Leute abzuwerben.
00:17:22: Aber es gibt ja Digitalisierung!
00:17:24: Die Welt ist ein Wandel.
00:17:25: Das heißt, es wäre hier ein sehr großes Einsparungspotenzial?
00:17:30: Zeigt aber wieder man muss schon hiermit drastischen Maßnahmen der Entlastung kommen damit auch die Notwendigkeit da ist wirklich diese Entschlackung der Bürokratie und des Föderalismus anzugehen.
00:17:44: Das ist die ganz, ganz wichtige Aufgabe und ich glaube wir haben ja gute Bedingungen!
00:17:48: Wir haben eine sehr breite Koalition wo wir verschiedenste Gesellschaftsschichten vertreten haben.
00:17:54: also ich sage wann dann wenn nicht jetzt?
00:17:58: Da vielleicht auch einhaken bitte!
00:18:00: Wenn jetzt beispielsweise nur jede zehnte Stelle in der Verwaltung nicht nachbesetzt wird, die frei wird.
00:18:07: Dann sprechen wir von ungefähr dreißig bis vierzigtausend Beamten oder Verwaltungsbediensteten, die hier eingespart werden können.
00:18:14: Das würde zu einer Einsparung von rund zwei bis drei Milliarden Euro pro Jahr führen und durch die Maßnahmen wie Digitalisierung, AI, Verschlankung der Prozesse aber überhaupt insbesondere durch eine Föderalismusreform glaube ich, ist das ohne größere Probleme verkraftbar und so kann man diese Gegenfinanzierungen in den Entlastungen hier auch tatsächlich ökonomisch darstellen.
00:18:37: Es ist immer leicht zu sagen wir steuern senken
00:18:39: usw.,
00:18:39: und wir wollen das haben.
00:18:41: natürlich muss es gegen finanziert werden aber ich glaube dass es genug Möglichkeiten gibt wenn man hier die doppelt drei-und vierfach Gleisigkeiten sich ansieht sei sie jetzt intersozial Versicherung sei es jetzt hier insbesondere im Gesundheitswesen.
00:18:54: Wir haben in Österreich eine Bundesregierung, wir haben neun Landesregierungen und wir haben zweitausend Gemeindeverwaltungen.
00:19:02: All das kann man hier sicherlich strafen zusammenlegen.
00:19:05: Es gibt erste Schritte, Zusammenlegung von Gemeinden beispielsweise
00:19:08: etc.,
00:19:09: aber ist es wirklich notwendig dass wir neuen Landesregierungen mit entsprechenden Kompetenzen haben die dann zu einem Kompetenz Wir-Wahr führen, die zu langen Verwaltungsverfahren führen für Genehmigungen etc.
00:19:21: Hier kann man glaube ich signifikant einsparen ohne das man an Qualität verliert.
00:19:25: Bestes Beispiel ist immer Bayern kommt mit einer Regierung aus und ist genauso groß und wirtschaftlich potenter wie Österreich
00:19:31: Ja.
00:19:32: Da wird sich der bayerische Ministerpräsident freuen, das ist ja sehr gerne positiv dargestellt.
00:19:37: Belastung des Faktors Arbeits – wir haben es schon angesprochen – lohnt im Kosten auch vielleicht in eine interessante Zahl.
00:19:43: gegossen von ein Euro Arbeitskosten landen in Österreich nur knapp über fünfzig Cent beim Arbeitnehmer, siebenundvierzig Cent genau steuern und Abgaben woanders hin?
00:19:55: Das haben Sie schon angesprochen.
00:19:56: diese hohe Abgabenquote.
00:19:58: Noch mal zum Lösungspunkt sozusagen.
00:20:01: Erstens, woran scheitert es denn?
00:20:02: Das wird ja auch den wirtschaftlich geprifften Herren in der Politik bekannt sein, dass das ein Problem ist.
00:20:08: die Industrie und die Wirtschaftsunternehmer kommen hier zu erinnern um das ständig zu monieren.
00:20:14: Woran scheidet's Herr Kowa?
00:20:15: Naja man sagt ja man hätte ein Budgetproblem Und man glaubt, dass man das Budgetproblem dadurch löst Dass man eigentlich nur homöopathisch Ein bisschen eine Entlastung macht, wie ein Prozent und dann gleich in Gegenzug bei der Körperschaftssteuer wieder den Satz anhebt bzw.
00:20:35: auch andere Maßnahmen die das gegenfinanzieren.
00:20:38: aber die Gegenfinanzierung darf nicht in einem Umschichtender Abgambelastung sein Aber es bleibt ja Abgampelastungen immer gleich sondern und da kommen wir wieder zum Wirtschaftsstandort zurück, damit wir mehr Wirtschaftsimpulse nach Österreich bekommen.
00:20:54: Und damit am Ende mehr Steuerzahlungen.
00:20:55: in absolut beträgen müssen wir insgesamt drunter mit der Abgangbelastung.
00:21:01: Wir müssen uns einfach die Arbeit machen auch wenn man das nicht gerne macht weil das natürlich gewisse Partikularinteressen betrifft.
00:21:10: Man muss einfach in diese Übung, das auf den Prüftern Stellen vom bürokratischen Abläufen und Föderalismus einsteigen.
00:21:19: Wirklich ernsthaft einsteigend!
00:21:22: In jedem Prozess und dort versuchen die Möglichkeiten und den Potenziale abzuernten, die für so eine Abgabenentlastung notwendig sind.
00:21:33: Und das bedeutet aber am Ende dann kommt natürlich der Wirtschaftssymbol Und dann kriege ich am Ende auch mehr Steuern insgesamt.
00:21:40: Und damit kann ich mein Budget
00:21:41: sanieren.".
00:21:42: Das wäre ja auch im Interesse aller Beteiligten, aber es passiert nicht und jetzt ist Österreich auch nicht das einzige Land in dem's nicht passiert.
00:21:49: also wenn wir von Strukturreformen sprechen die von der Bevölkerung dringend eingefordert werden, aber nicht geschehen, dann blicken wir in den Norden nach Deutschland.
00:21:59: Das ist ein zentrales Thema.
00:22:03: Ich glaube die Wirdensysteme... gerne angehen.
00:22:05: Sie werden ja mit Politikern ständig im Kontakt sein auch, sie werden ihre Wünsche vorbringen... Was hören Sie denn von der anderen Seite?
00:22:14: Kein Geld!
00:22:14: Wir haben...
00:22:15: naja das ist eben die Frage wo rennt uns quasi das Geld zwischen den Fingern hinaus?
00:22:20: oder respektive ist man hier wirklich bereit auch in der Politik Maßnahmen zu setzen, die vielleicht auch dem einen oder anderen auch der Kernklientel veto?
00:22:31: Und genau das sind wir genau bei diesem Thema.
00:22:35: Nehmen Sie beispielsweise das Thema Pensionsreform her, natürlich niemand will länger arbeiten.
00:22:41: jeder spricht von Reformen aber in dem Moment wo sie einem selber betreffen dann bitte war anders und dass ist genau das Thema.
00:22:48: ich meine die Lebenserwartung steigt.
00:22:49: es ist demografisch ein no-brainer ständig an das pensionsalter hinkt hinten nach als eine automatische Anpassung mit bestimmten Zeitabständen des tatsächlichen und gesetzlichen Pensionsalters an die Lebenserwartungen.
00:23:05: Das ist etwas, was einfach notwendig sein wird.
00:23:08: Last but not least im Moment geht das alles zu lastend der nächsten Generation unserer Kinder und unsere Enkelkinder.
00:23:14: Wir geben jedes Jahr stichwort Budgetdefizit deutlich mehr aus, als wir tatsächlich einnehmen und das seit vielen Jahren.
00:23:21: Wenn man andere Länder anschaut wie z.B.
00:23:24: Dänemark, die Schweiz
00:23:25: etc.,
00:23:26: die immer in regelmäßigen Abständen Budgetüberschüsse haben dann vielleicht wieder mal ins Minus gehen, gibt es auch Spielraum um in Krisen gegensteuern zu können.
00:23:35: wenn man immer mehr ausgibt so wird das einfach nicht da sein.
00:23:38: Und nur durch Strukturreformen, also für der Realismus, Bürokratieabbau, schlankere Verwaltung, Pensionsreform.
00:23:44: Also wirklich durch die großen Themen kann man hier diesen Spielraum auch wieder schaffen.
00:23:49: das hier Geld vorhanden ist letztendlich für den nächsten Generation aber gilt auch um die Wirtschaft anzukurbeln und diese Maßnahmen zu setzen und zu finanzieren.
00:23:57: Mit der Pensions-Reform haben Sie ja etwas angesprochen da es auch wiederum interessant einen Blick über die Grenzen zu werfen.
00:24:04: ein großes Land in Europa nämlich Frankreich dass da probiert hat Macron gesagt, so wie wir machen das jetzt?
00:24:11: Wie es eigentlich vernünftig wäre.
00:24:13: Der ist ja dramatisch, ich weiß nicht, wie ich sagen soll, gescheitert am Protest der Bevölkerung.
00:24:19: Das heißt, es scheint nicht so einfach zu sein diese Partikularinteressen zumgehen.
00:24:23: Absolut!
00:24:24: Es ist natürlich das Thema, dass hier viele politische Parteien verständlicherweise auf ihre Wähler, ihre Kernwählerschielen und da ist es natürlich so, Hier wirkliche Reformen, die weh tun.
00:24:37: Möglicherweise ist das Heiseisen, dass niemand angreifen möchte nicht und deswegen passiert es genauso wie jetzt bei der Budgetkonsolidierung, dass das zum Teil ein Flickwerk ist, zum Teil im Kreis das Geld geschickt wird.
00:24:48: Kollege Kobatz bereits erklärt, dass man auf der einen Seite die Lohnnebenkosten ein Prozent senkt, auf der anderen Seite gleichzeitig wieder die Körperschaftssteuer erhöht.
00:24:56: Das ist nicht ein wirklicher Impuls, das ist Flickwerk ganz offen gestanden.
00:25:00: Und die Warnreformen werden bestenfalls angediesert oder in homöbatischen Dosen gemacht.
00:25:05: aber niemand will sich hier offenbar mit der Wählerschaft anlegen und das ist genau das Grundproblem.
00:25:10: Ja und wir hätten ja irgendwie nur auf Action weil im Gegensatz zu Frankreich haben wir jetzt eine Konstellation die breite Gesellschaftsschichten abdeckt.
00:25:19: das heißt hier könnte man auch Vielleicht schon den einzelnen schmerzhafte Reformen machen, die aber im Interesse aller sind.
00:25:25: Und wir müssen ja alle an einem Strang ziehen und ... Ja!
00:25:29: Schauen wir nach Deutschland, nicht?
00:25:31: Also soziale Reformen wurden damals unter Schröder gemacht und Merkel dann auf der konservativen Seite hat das nicht mehr zusammengebracht.
00:25:38: Es ist ja ganz wichtig dass du alle im Boot hast, dass hier an einem Strang gezogen wird.
00:25:44: Deshalb jetzt it's now the time to do!
00:25:47: Ja
00:25:48: es ist auch ganz interessant weil wenn wir jetzt Deutschland und Frankreich als Beispiele nehmen sind große Länder, dass da etwas ein bisschen schwerfällig ist kann man noch nachvollziehen.
00:25:55: aber Herr Preizheim vorher den Vergleich gebracht auch vom IMD mit eigentlich gleich großen Ländern oder ähnlich großen Ländern, die sie Schnellboote genannt haben.
00:26:05: Also die eigentlich die Möglichkeit hätten aufgrund ihrer Größe da schneller zu reagieren und das gelingt Österreich scheinbar nicht so gut wie vergleichbaren Länder in Europa?
00:26:16: Das ist so!
00:26:17: Wobei die Länder natürlich zum Teil ganz unterschiedliche Modelle haben warum Sie erfolgreich sind.
00:26:22: Nicht schweizhistorisch auch begründet natürlich aber nichtsdestotrotz zum Beispiel hier die Kantonalbesteuerung, wo der Kanton auch tatsächlich zuständig ist.
00:26:32: Nicht nur für die Ausgaben so wie in Österreich sondern auch für die Einnahmen und damit natürlich ein viel mehr Unterdruck.
00:26:38: auch ist hier sparsam zu haushalten und nicht immer zum Bund gehen im Finanzausgleich und so.
00:26:43: eigentlich braucht man Geld.
00:26:44: Und das ist genau das Thema.
00:26:45: Man hat ja jetzt auch sehr deutlich gesehen vor einem halben Jahr wieder nochmal bekannt geworden ist oder transparent geworden ist, wie die Verschuldungen den einzelnen Bundesländern aussieht.
00:26:55: Da hat man dann doch einige AH-Erlebnisse gehabt, dass also hier doch in enormen Ausmaß auch in den Bundesländern Verschuldungen existieren, die mit denen man eigentlich so überhaupt nicht gerechnet hat.
00:27:06: Und das ist natürlich insgesamt zu sehen und das ist eine Form der Strukturreform, indem man hier beispielsweise bestimmte Kompetenzen vielleicht auch in die Bundesländer zurück verlagert andere vielleicht dort wegnehmen kann auch ein Trade Off sein um mehr Bewusstsein zu schaffen.
00:27:22: Das ist ein Schweizer Modell.
00:27:23: Es gibt ganz andere Länder, die wieder andere Modelle haben.
00:27:27: Niedrigsteuerland ist Irland zum Beispiel.
00:27:29: Große internationale Konzerne, die dort ihren Sitz haben mit Microsoft und Google etc.
00:27:34: Und natürlich Deutschland
00:27:36: wird
00:27:36: heftig kritisiert.
00:27:37: Das ist eine andere Form.
00:27:39: Ich sage nicht, dass es ein Modell für Österreich ist, das wird ohnehin schon von Irland gemacht.
00:27:44: Aber es gibt auch andere, wie die Dänen, die dann wieder andere Formen haben um erfolgreich zu sein.
00:27:48: Das ganze Thema Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung das sogenannte Flexecurity System, dass also hier der Arbeitsmarkt wesentlich liberalisierter wird.
00:27:57: Das heißt es ist dort wesentlich leichter Arbeitnehmer zu kündigen.
00:28:00: Das klingt jetzt im ersten Moment dramatisch und so ein Gotteswillen.
00:28:04: Aber der Vorteil ist die werden dann aufgefangen durch ein Sozialsystem wo sie relativ hohe arbeitslose Unterstützung für eine relativ kurze Zeit bekommen, die dann progressiv natürlich absinkt und damit relativ rasch wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden können, weil andere Unternehmer die Arbeitskräfte brauchen Leute einstellen und nicht die Angst haben müssen, die werden jetzt auf Ewigkeiten nicht mehr los.
00:28:25: Und damit ... also die Fluktation ist dort wesentlich höher in Österreich.
00:28:29: aber das erhöht auch wieder die Flexibilität der Arbeitnehmer, weil sich die Weiterbilden fortbilden um einen neuen Job zu kriegen und das ist ein absolutes Erfolgsmodell wenn man die arbeitslosen Zahlen etc.
00:28:38: an sieht.
00:28:40: Das ist das große Themenfaser-Arbeitsmarkt mit all den Problemen, die auch viele andere Länder kennen.
00:28:44: Fachkräften, meine Personalkosten haben wir heute alles schon gestreift, auch da Herr Korow was gibt es denn dafür konkrete Maßnahmen?
00:28:52: Was mir dann noch wichtig ist wenn wir die Schweiz unter wirklich mit einem konkreten Beispiel zu kommen.
00:28:58: Wir haben ja alle erlebt wie das ist mit den verschiedenen Landeskrankenhäusern hier in Österreich.
00:29:03: In der Schweiz ist das und Harald Breit hat schon angesprochen gibt's ja auch ... Der Kanton hebt ja auch eine Steuer ein und er muss sehr sorgfältig damit umgehen wird diese Steuer ausgibt, weil sonst wird er das nächste Mal nicht mehr gewählt.
00:29:16: Und das war seit Jahrzehnten so in der Schweiz – wenn man ein großes Spezialprojekt gehabt hat – dann haben sich mehrere Kantone zusammengedan, um hier wirklich betriebswirtschaftlich effizient an der Grenze von diesen Kantonen eine große Spital zu errichten.
00:29:32: und damit sieht man schon spieltheoretisch, wenn derjenige, der das Geld ausgift Auch derjenige ist, der es einheben muss und dann auch vom Bürger stehen muss und sagt ich habe dir das Geld aus der Tasche genommen.
00:29:44: Dann hat man natürlich einen viel sorgfältigeren Umgang mit öffentlichen Metern.
00:29:49: Das heißt da geht es um eine Umschichtung von Verantwortlichkeiten nach?
00:29:52: So ist es ja!
00:29:53: Also Verantwortung übernehmen für was man tut?
00:29:56: Genau.
00:29:57: Vor allem Ausgabenseitig.
00:29:59: Sie haben jetzt viele kurzfristige Maßnahmen angesprochen.
00:30:02: Sie haben die Notwendigkeit von Strukturreformen angesprochen, sie haben klar gemacht dass Homöopathie keine wissenschaftliche Disziplin ist und homöopathische Veränderungen hier nicht ausreichen werden vielleicht
00:30:13: in der Medizin hilfreich aber auch
00:30:15: dort wird das ja nicht zugesehen glaube ich.
00:30:19: wie
00:30:19: auch immer das wollen wir nicht aufwachen.
00:30:21: Aber wenn ich sie nochmal so zusammenfassend fragen darf Wenn sie morgen an den Schallthebeln der politischen Macht sitzen würden welche Reformmaßnahmen sind ganz dringend notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit in Österreich zu erhalten oder zu stärken.
00:30:37: Wir machen das im Tour.
00:30:39: also ich glaube am Beginn.
00:30:40: erstes einmal natürlich das ganze Thema Steuerbelastung.
00:30:43: wir haben bereits gesagt Entlastung des Faktors Arbeit insbesondere Lohnnebenkosten aber auch Bereich der Einkommensteuer glaube ich ein ganz wichtiger Bereich.
00:30:52: Der zweite ganz wesentliche Bereich ist eine Pensionreform.
00:30:56: da geht es um sehr viel Geld, das hier eingespart werden kann und letztendlich auch muss.
00:31:02: Auch zugunsten der nächsten Generation weil irgendwann wird das System nicht finanzierbar.
00:31:07: und die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes einerseits natürlich dass wir schauen müssen Wir haben mittlerweile doch über vierhunderttausende arbeitslose.
00:31:14: gleichzeitig suchen immer noch viele Unternehmen händeringend Mitarbeiter-Mitarbeiterinnen.
00:31:19: also da ist es ein Allokationsproblem teilweise Und auf der anderen Seite Die Best Ager also Generation Sechzig Plus Der wird zunehmend schwerer gemacht, im Arbeitsmarkt zu bleiben.
00:31:29: Da brauchen wir Zuckerl und genau das Gegenteil passiert.
00:31:32: Also der Familienlastenausgleichsfonds muss jetzt wieder mehr eingezahlt werden für Arbeitnehmer über sechzig.
00:31:36: Das ist eigentlich völlig kontraproduktiv, was da im Moment gemacht wird.
00:31:39: Ja, ich glaube auch vom Prozess her in der Finanzminister sagt also da gibt es die verschiedenen Ministerien und da müssen jetzt zehn Prozent, zwanzig Prozent eingespart werden.
00:31:48: Und dann die Ministerium selbst unter Beamten ja, die in diesem Ministerium sind dann die Aufgabe lösen müssen, wo man den einsparen könnte.
00:31:56: Ich glaube ich wird das nicht so viel bringen sondern muss man wirklich als Regierung eine Stelle einrichten wo man dann objektiv hineingeht und dann jeden Verwaltungsprozess unter die Lupe nimmt.
00:32:07: was ist notwendig für dem Bürger?
00:32:09: Und was ist nicht notwendig Für den Bürger?
00:32:11: denn am Ende des Tages sollte ja das Motto sein Die Politik und der Staat ist für den Bürger da und nicht umgekehrt.
00:32:18: Wenn wir zu einem Abschluss dieses Gesprächs kommen, darf ich Sie noch beide bieten um Ihren ganz persönlichen Ausblick in die Zukunft zum Wirtschaftsstandort Österreich.
00:32:27: Wir haben heute gehört vieles läuft unruhnt.
00:32:30: also sie haben auch konkrete Vorschläge gebracht was man besser machen Könnte, jetzt haben sie aber auch eine langjährige Berufserfahrung was wie lange braucht um sich zu ändern.
00:32:40: Das heißt wir sieht den ihr blickene Zukunft aus Herr Peit.
00:32:43: ist er pessimistisch optimistisch und was wäre denn die realistische Variante?
00:32:46: wo steht Österreichs Wirtschaft in zehn Jahren?
00:32:49: Es wird ganz darauf ankommen wie reformbereit die österreichische Bundesregierung vielleicht auch die Nachfolgeregierung sein wird im Moment noch hinreichend Zeit bis zur nächsten Wahl.
00:33:02: Ich glaube, dass viele Österreicherinnen und Österreicher erwarten, dass hier endlich Reformen gemacht werden.
00:33:08: Und die Hoffnung, dass diese Reform bereit schafft wenn sie umgesetzt wird dann auch belohnt wird.
00:33:13: Dass viele Leute sagen ja das tut vielleicht weh aber es war notwendig.
00:33:18: Vielleicht sollte man die Österreicherin und Österreich auch so einschätzen, dass wenn man ihnen das Ausreichend erklärt warum gewisse Dinge passieren?
00:33:24: Das ist am Ende des Tages auch verstehen werden und sagen Ja es ist nicht angenehm.
00:33:30: Es war wichtig, dass wir das gemacht haben.
00:33:32: Diese Hoffnung habe ich am Ende des Tages.
00:33:34: Herr Koffer, sind Sie in Hoffnungsform?
00:33:36: Ich würde Folgendes sagen, vielleicht nicht ganz so positiv gestimmt.
00:33:40: Best-Case-Szenario wäre, dass man uns jetzt nach mehr als zehn Jahren – wo wir immer wieder darauf hinweisen, dass sie in diese Richtung gehen wirklich zuhört und die Dinge macht.
00:33:50: Best-case-Scenario.
00:33:52: Realistische Szenario naja, man wurscht also dahin, macht auch eine größere oder kleinere Maßnahme Und dann wird es irgendwann halt so weit sein, dass es uns allen wahnsinnig weh tun wird.
00:34:03: Leider neige ich eher dieser zweiten realistischen Variante
00:34:07: zu.".
00:34:07: Das wäre jetzt natürlich ein ganz schlechter Abschluss von dem Podcast.
00:34:10: Deswegen bringe ich noch einen eigenen.
00:34:12: also Fakt ist glaube ich das die Wirtschaft in Österreich und Europa wirklich vor tiefgreifenden Transformationen steht, dass da dringender Handlungsbedarf besteht.
00:34:20: Da gibt's keinen Zweifel.
00:34:21: vielleicht hilft auch ein Blick über den Tellerrand.
00:34:24: Da gibts den österreichischen Zukunftsforscher Klaus Kohler Der fordert einen Wandel von reiner Krisenbewältigung, wir haben die Krise heute angesprochen hin zu einem regenerativen Zukunftdesign.
00:34:35: Was er darunter versteht ist er plädiert für ein Zukunftsdenken das nicht fragt wie es weitergeht sondern wofür sich lohnt neu zu beginnen.
00:34:44: Zukunft entsteht laut diesem Forscher dort wo Menschen Haltung zeigen Verantwortung übernehmen und den Mut haben vertrautes Denken zu verlassen.
00:34:52: vielleicht ist das eine Konstruktive Handelungsanleitung für Politiker und Unternehmer.
00:34:57: Ich danke Ihnen herzlich, dass Sie bei uns waren!
00:35:00: Danke für die Einladung!
00:35:02: Das war der Presse-Podcast zum Thema Wirtschaftsstandort Österreich im Sinkflug – was muss sich ändern?
00:35:08: Vielen Dank fürs Zuhören.
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