So wenig Babys wie nie zuvor: Was treibt Österreichs Geburtenrückgang?
Shownotes
Von Christine Mayrhofer. Seitdem die österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) dieser Tage ihr „Geburtenbarometer“ vorgelegt hat, diskutiert die Politik über Geburtenraten, Karenzmodelle und Väterbeteiligung. Denn die Geburtenrate in Österreich geht zurück, die Kinderlosigkeit ist im europäischen Vergleich relativ hoch. Weniger als 1,5 Kinder pro Frau kommen laut dem Fertilitätsfaktor Period-Average-Parity-Faktor (PAP) mittlerweile in Österreich zur Welt.
Hellin Jankowski und Elisabeth Hofer aus dem Innenpolitik-Ressort der „Presse“ blicken in dieser Folge von „Was wichtig ist“ tief in die Statistik, erläutern Ursachen und gesellschaftliche Veränderungen, die mit weniger Geburten einhergehen und evaluieren Österreichs Familienpolitik.
Gäste: Hellin Jankowski, „Die Presse“; Elisabeth Hofer, „Die Presse“ Moderation: Christine Mayrhofer Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
Mehr zum Thema: >>> Väter sind drei Jahre älter als Mütter >>> Geburtenrückgang in Österreich: Sollen Väter mehr in die Pflicht genommen werden? >>> Der Staat kriegt keine Kinder
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00:00:09: Es ist nichts Neues, was die österreichische Akademie der Wissenschaften mit ihrem Geburtenbarometer vorgelegt hat.
00:00:16: Für Diskussionen sorgt es dennoch – Die Geburtonrate in Österreich geht zurück!
00:00:20: Die Kinderlosigkeit ist im europäischen Vergleich relativ hoch.
00:00:25: Weniger als ein Komma fünf Kinder pro Frau kommen laut dem Fertilitätsfaktor PAP in Österreich zur Welt.
00:00:32: Mein Name ist Christine Meyerhofer und das ist, was wichtig ist der tägliche Nachrichten-Podcast der Presse.
00:00:38: Nicht nur weniger auch zu einem späteren Zeitpunkt bekommen Österreichs Frauen und Männer Kinder!
00:00:44: Mit Helen Jankowski und Elisabeth Hofer aus dem Innenpolitikressort der Pressee habe ich in dieser Folge über den Geburtenrückgang die zahlreichen Ursachen davon und Österreichs Familienpolitik
00:00:55: gesprochen.
00:01:04: Österreich erlebt einen historischen Geburtenrückgang, bevor wir genauer zu den Ursachen kommen.
00:01:10: Wie schaut jetzt die Lage konkret aus?
00:01:11: Also gibt es da beispielsweise Unterschiede zwischen verschiedenen sozialen Gruppen, Bildungsstandards oder Regionen in Österreich?
00:01:19: Ja, du, es gibt eine ganze Reihe von Unterschieden.
00:01:22: Ich würde mal sagen ich fange mit dem Alter an.
00:01:24: das Durchschnittsalter bei der ersten Geburt war Zwischen niedriger als es heute ist.
00:01:34: Momentan liegen wir bei dreißig Jahren, bei der Mutter.
00:01:37: Auch der Vater ist meistens um diesen Dreh herum.
00:01:41: in der Regel ist er etwa drei Jahre älter als die Frau.
00:01:44: allerdings das verschiebt sich dann nach hinten.
00:01:46: also die Alterslücke wird größer.
00:01:48: wenn wir uns jetzt zum Beispiel vierzigjährige Väter anschauen.
00:01:52: die haben im Schnitt Partnerinnen die circa fünf und Reißigjahre alt sind.
00:01:56: Fünfzigjährigen Väter stehen da im schnitt Achtundreißigjährigen Müttern gegenüber.
00:02:00: also da wird es auf jeden Fall mal größer.
00:02:03: Auch bei den Frauen gibt es Veränderungen, wenn ich da noch mal in die Statistik schauen darf.
00:02:07: Während wir aus dem Jahr nineteen vierundachtzig noch fast zehn Prozent Babys hatten von Teenage-Müttern ist das aktuell oder zumindest im Jahr zwanzigvierundzwanzig war so.
00:02:17: auch voriges Jahr war sehr ähnlich nur noch ein Prozent.
00:02:20: also da gibt's schon mal Unterschiede.
00:02:22: auch bei der Bildung gibt es Unterschiede.
00:02:24: also Frauen schieben den Kinderwunsch und die Familiengründung sehr stark nach hinten.
00:02:30: Das ist ein Trend den wir schon seit ein paar Jahrzehnten beobachten.
00:02:33: Das liegt zum einen eben daran, dass die meisten eine Ausbildung zuerst machen wollen und nach dieser Ausbildung halt auch im Beruf Fuß fassen wollen.
00:02:41: Und wenn sie sich dann sozusagen etwas aufgebaut haben, dann gründen Sie erst die Familie.
00:02:46: Bei heterosexuellen Frauen mit einer höheren Bildung kommt noch etwas dazu, nämlich kriegen die statistisch gesehen nochmal später Kinder.
00:02:55: Und da hat sich die österreichische Akademie der Wissenschaften das genauer angesehen und sie hat eben ein neues Geburtenparometer veröffentlicht.
00:03:06: Immer schwerer fällt, einen Partner zu finden.
00:03:09: Nämlich weil sie sich den Partner oft nach dem ähnlichen Bildungsniveau aussuchen und aktuell ist es so dass es mehr junge Frauen mit Uni Abschluss gibt als Männer.
00:03:18: das heißt die Sache ist nicht ganz so einfach.
00:03:21: Geografisch kann ich dir auch noch ein paar Unterschiede sagen.
00:03:23: Und zwar in der jüngeren Vergangenheit haben Frauen am Land den Kinderwunsch eher umgesetzt als Frauen im großen Städten, wobei es aber so ist dass der Kinderwuns von Frauen im Alter zwischen nineteen und fünfundvierzig Jahren in Städte kaum geringer ausgeprägt ist als jener auf dem Land.
00:03:41: also jetzt mal generell drüber gestülpt Und interessant, finde ich auch noch die Wohnsituation.
00:03:47: Frauen in Eigentums- oder Genossenschaftswohnungen erfüllen sich eher ihren Kinderwunsch als Frauen in Mietwohnungen?
00:03:55: Das heißt also eine Vielzahl an Faktoren haben wir jetzt schon gehört, Spinder herein.
00:04:00: Woran es vielleicht eher nicht liegen könnte ist der geäußerte Kinderwund.
00:04:04: Der liegt sowohl bei Frauen als auch beim Männern höher als dann die tatsächlichen Kinder die Menschen bekommen, woran liegt es da?
00:04:12: Stimmt.
00:04:12: Also der Kinderwunsch ist grundsätzlich da.
00:04:14: er hat sich auch ein bisschen verändert.
00:04:16: ich habe da eine repräsentative Umfrage vom Kinderwünschzentrum an der Wien bekommen und da heißt dass fünfundsechzig Prozent jener Personen die zwischen nineteen vierhundneinzig und zweitausendundzehn geboren wurden schon ganz gern ein Baby hätten.
00:04:34: also nicht sofort jetzt vielleicht.
00:04:35: aber grundsätzlich möchten sie eines.
00:04:37: Zwei von drei Österreichern sagen sogar Kinder, das sind das Lebens.
00:04:41: Wir wollen das unbedingt haben.
00:04:43: Besonders ausgeprägt ist es übrigens in Tirol vor Alper Kärnten und der Steyrmark.
00:04:47: die Sagenkinder sind absolut das Wichtigste.
00:04:50: Trotzdem erfüllen sich knapp neunundvierzig Prozent diesen Wunsch aufgrund von finanziellen Sorgen nicht.
00:04:57: Einenundfünfzig Prozent sagen dass ihnen die momentane politische Situation zu unsicher ist und sie denken darüber nach einerseits überhaupt Kinder zu kriegen.
00:05:07: Andererseits, wenn sie schon ein Kind haben überlegen Sie sich sehr genau noch ein zweites zu bekommen.
00:05:12: Und es ist für knapp die Hälfte der Österreicher so dass die Karriere derzeit wichtiger ist als der Kinderwunsch.
00:05:19: und wenn wir das jetzt noch ein bisschen ausweiten gibt's da noch globale Kriege Katastrophen Klima usw.
00:05:25: Die Angst von neuen Pandemien, die da auch hineinspricht?
00:05:29: Man muss aber dann Schauen.
00:05:30: dazu sagen also Menschen die ja den Kindern Wundtaten oder nicht erfüllt haben gab es ja auch früher.
00:05:37: Also, das hat schon ein bisschen mit dem vorhandenen Kinderwunsch zu tun weil der ist einfach prozentuell gesunken und ich habe mir das kurz rausgesucht aus der Studie der Akademien der Wissenschaften.
00:05:47: Mitte der achtziger Jahre lag der Anteil der zwanzig bis neuneinzwanzigjährigen Frauen die kinderlos bleiben wollten explizit bei sechs Prozent.
00:05:55: Das hat sich verdreifacht.
00:05:56: wir liegen jetzt bei achtzehn Prozent.
00:05:57: also es spielt schon ein bissi durchaus hinein dass der Kind den Wunsch einfach abgenommen hat.
00:06:02: Und da habe ich jetzt vielleicht auch noch etwas, nämlich was man auch nicht vergessen darf bei dieser Diskussion ist.
00:06:07: Dass es ja auch viele gibt die einen Kinderwunsch haben aber unfreiwillig kinderlos bleiben.
00:06:11: Es gibt viele die eine Partnerschaft haben dies wirklich probieren ein Kind zu bekommen mit den unterschiedlichsten Mitteln und wo's halt eben einfach nicht klappt.
00:06:19: und dann muss man sagen das sind zehn bis fünfzehn Prozent aller Paare in Österreich also schon auch nochmal eine ganze enorme Zahl.
00:06:25: Das heißt... Einerseits wird der Kinderwunsch nach hinten verschoben und andererseits gibt es dann doch eine zunehmende Zahl an Menschen, die gänzlich darauf verzichten.
00:06:35: Genau!
00:06:36: Wie viel Problem ist das jetzt tatsächlich?
00:06:38: Also diese Entwicklung sehen wir ja schon länger – ist auch jetzt diese Woche sehr intensiv diskutiert worden in allen Medien.
00:06:46: Bei mir hat hier der Demograph Wolfgang Lutz vor einiger Zeit im Gespräch mit mir argumentiert Der Wohlstand hängt jetzt nicht automatisch mit den Geburtenraten zusammen.
00:06:55: Bildungsniveau, Erwerbsbeteiligung sind viel größerer Hebel und den Wohlstand, den wir heute haben auch über Generationen fortzusetzen.
00:07:02: Ist da was dran oder liegt das wirklich alles am Geburtenniveau?
00:07:06: Ich würde schon sagen dass da etwas daran legt.
00:07:08: man muss jetzt natürlich sagen wenn ich nur ein Kind habe kann ich dem in der Regel jetzt mal mehr bieten.
00:07:13: also es ist mal mehr Aufmerksamkeit da also mehr Zeit mehr Geld für Hobbys für Reisen eben aber auch für die Ausbildung.
00:07:20: also du kannst einen kind schon ganz anders fördern wenn's eben nur ein kind is sozusagen.
00:07:25: Allerdings muss man auch sagen, wenn immer weniger Menschen geboren werden dann wirkt sich das natürlich auch aus.
00:07:31: Denn unsere Gesellschaft, die wir wissen wird älter,
00:07:33: d.h.,
00:07:34: die Alten werden mehr und für diese Menschen zu sorgen wird dann halt absolut schwieriger.
00:07:40: außerdem bedeuten mehr Menschen schon auch mehr Arbeitsteilung, mehr Spezialisierung.
00:07:45: eine alternde Bevölkerung mit sinkender Erwerbsbevölkerung ist einfach weniger einfallsreich auch weniger unternehmerisch Einfach weniger auf ganz ganz vielen Ebenen.
00:07:55: Und für die Regierung wird es dann auch immer schwieriger, den Haushalt auszugleichen.
00:07:58: Sie braucht da noch immer mehr Schulden.
00:08:00: Das heißt ich würde sagen weniger Kinder heißen jetzt nicht automatisch weniger Wohlstand.
00:08:05: Dass es da aber einen Mitgrund gibt, ich glaube, da sollten wir uns schon einig sein.
00:08:09: Ich glaube das ist eine Frage der Lebensweise.
00:08:11: also die Lebensweise... derzeit kennen, wird nicht in der Form fortzusetzen sein wenn die Geburtenraten weiter sehr stark sinken.
00:08:18: Unser Pensionssystem zum Beispiel ist darauf ausgelegt dass sich die Bevölkerung ungefähr gleichförmig entwickelt.
00:08:25: ich verstehe aber schon was Herr Lutz da meint.
00:08:28: also man kann bis zu einem gewissen Grad natürlich kompensieren zb durch die Technologisierung vielleicht auch durch die KI im Arbeitsbereich da vielleicht viel verändern wird.
00:08:40: Die Veränderungen unserer Lebensweise werden für notwendigen.
00:08:42: so weitermachen wie bisher bei sinkenden Geburtenraten, also bei weiterhin stark sinkendem Geburtonraten wird sich nicht ausgehen.
00:08:49: volkswirtschaftlich.
00:08:51: Finanzielle Sorgen hast du schon angesprochen Helen?
00:08:54: Welche Rolle spielen da?
00:08:55: jetzt zu Faktoren wie eben Inflation, Wohnkosten, wirtschaftliche Unsicherheit, Rezession
00:09:00: etc.?
00:09:01: Na auf jeden Fall eine große.
00:09:02: Also wenn wir uns jetzt nochmal diese Umfrage vom Kinderwunschzentrum an der Wien anschauen, dann zeigt sich dort dass fast siebenundsiebzig Prozent darüber beunruhigt sind in welcher gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Welt sozusagen also unter welchen Rahmenbedingungen die Kinder derzeit aufwachsen.
00:09:19: mehr als ein Drittel sagt deswegen es ist total egoistisch jetzt ein Kind zu kriegen denn wir haben eben Teuerung auf allen Ebenen und siebenundvierzig Prozent finden, dass es mehr staatliche Unterstützung braucht.
00:09:31: Also wenn Sie ein Kind wollen sozusagen oder wenn der Staat möchte das es mehr Kinder gibt dann soll das auch mehr unterstützt werden sagen die Leute?
00:09:40: Da gibt's
00:09:41: halt das Beliebte gegen Argumenten natürlich dass es Unsicherheiten Kriege ja zu allen Zeiten gehabt haben in den Zweiten Weltkrieg mit einer nicht so drastischen Einbruch Zahl an Geburt in Österreich.
00:09:56: Es ist spannend, dass du das ansprichst.
00:09:57: Das höre ich immer mal wieder.
00:09:58: ja im Krieg und so weiter da war es ja auch ganz schlimm.
00:10:02: allerdings wie du sagst im Kriegs sind trotzdem Kinder auf die Welt gekommen.
00:10:05: das heißt wir haben momentan eine Gesellschaft die noch nie a so viele Verhütungsmethoden hatte und b nie so ein hohes Bildungsniveau.
00:10:13: das heißt das hängt einmal schon ganz ganz stark damit zusammen das jetzt halt andere vielleicht eben auch bewusstere Entscheidungen getroffen werden, als das damals der Fall war dass man einfach auch die Möglichkeit hat zu sagen nein danke.
00:10:26: Stichwort Bewusterentscheidung ich habe das vorhin auch erwähnt.
00:10:30: der Wunsch eine Ausbildung zu machen beruflich unabhängig zu sein sich finanziell gut aufzustellen Das sind ja keine egoistischen Wünsche nicht nur zumindest sondern das sind ja auch gesellschaftliche Erwünschteentwicklungen.
00:10:42: also gibt es da einfach einen Widerspruch zwischen einerseits unserer modernen Leistungsgesellschaft, wenn man es so nennen will und einem Familienleben.
00:10:51: Also insbesondere für Frauen natürlich!
00:10:53: Ja also die Egoismus-Debatte finde ich ohnehin immer recht polemisch.
00:10:57: Es ist nicht so dass die Leute sagen sie wollen gerne Gezille leben und deswegen kriegen sie keine Kinder.
00:11:02: Ich sehe eher die Entwicklung des Frauen Gott sei Dank muss man sagen heute andere Möglichkeiten haben ein erfülltes Leben zu führen als früher wo quasi sie eigentlich über die Mutterrolle definiert waren, also eine weibliche Existenz ohne Kinder war quasi eine gescheiterte Existenzen.
00:11:21: Die Kehrseite dieser Medaille ist aber leider das Frauen jetzt beides machen sollen.
00:11:25: Sie sollen Leistungen im Beruf bringen und sie sollen in der Familie gründen.
00:11:29: Und es ist kein Brenn, das ist nichts Kulturelles an sich sondern auch die Wirtschaft hat ja durchaus ein Interesse daran dass Frauen beides weniger ein Widerspruch zwischen Leistungsgesellschaft und Familienleben würde ich sagen als einfach extrem hohe Erwartungen die man auf die Frauen in unserer Gesellschaft abwälzt.
00:11:48: Das sind Erwartung, die vielleicht nicht nur Frauen heutzutage so wahrnehmen.
00:11:52: also mir hat erst kürzlich einen junger Mann aus dem Bekanntenkreis erzählt er stellt sich das so vor er möchte möglichst fifty-fifty sich dann die Kehrarbeit aufteilen mit seiner Partnerin und gleichzeitig genug verdienen sodass sich die Familie quasi finanziell überhaupt keine Sorgen machen muss.
00:12:07: das klingt nach einem sehr hohen Anspruch.
00:12:09: Also, haben sich da vielleicht auch unsere Erwartungen an Elternschaft was man das so leisten muss verändert?
00:12:17: Ja also ich finde es klingt vor allem nach einem sehr hohem Anspruch nach der Höhe seines Verdienstes dass sich das alles ausgeht.
00:12:24: aber ja Ich glaube früher war die Idee so Man kriegt Kinder weil das halt so ist und dann rennen die Kinder mit Und im besten Fall helfen die Kinder sogar mit und tragen bei zu einem schönen Leben.
00:12:36: Heute ist es anders, heute ist ein Kind ein Projekt, bei dem man möglichst alles richtig machen mag.
00:12:42: Da könnte ja vielleicht auch viel externe Struktur helfen?
00:12:46: Wie groß ist denn diese Rolle von fehlender Infrastruktur, Kinderbetreuung
00:12:50: etc.?
00:12:51: Besonders in Österreich – wo liegen da die Defizite?
00:12:55: Ja, also wir haben da die OCD hat das ja immer wieder auch erhoben.
00:12:59: Wir haben eine große Defizite vor allem bei den Kindern unter drei.
00:13:02: Da sind wir auch im EU-Schnitt ganz weit hinten.
00:13:05: Wir wissen dass es gerade am Land viel zu wenige Kinderbetreuungsplätze gibt, die mit einem Vollzeitjob kompatibel sind.
00:13:12: Österreich weil jetzt sind das eigentlich nur sechzig Prozent
00:13:16: und
00:13:18: Dadurch ergibt sich natürlich auch einen Einfluss auf die Teilzeitdebatte Weil viele Frauen rechnen sich dann aus na wenn sie Also wenn Sie Vollzeit arbeiten würden, statt Teilzeit hätten sie zwar Mehreinnahmen.
00:13:30: Aber diese Mehreinahmen müssten Sie dann investieren in Geld für Kinderbetreuung und dann haben Sie am Ende überhaupt keinen Vorteil durch die Vollzeit-Tätigkeit.
00:13:39: also da haben wir wirklich große Probleme und Defizite.
00:13:42: Diese Situation, die du jetzt aufgezählt hast oder geht es um die besonders betreuungsintensiven Jahre?
00:13:48: Babys, Kleinkinder... Jetzt gibt es ganz viele Phänomene, was gleichberechtigte Partnerschaft und finanzielle Augenhöhe angeht.
00:13:56: Die sich ja auch in den Jahren danach fortsetzen also Genderkerge, Motherhood Penalty wie sie alle heißen.
00:14:03: das passiert ja nicht in diesen Einkommen fünf Jahre nachdem ein Baby auf die Welt kommt sondern das passiert über Jahrzehnte hinweg.
00:14:09: Also ist Österreich da einfach noch auf diesem traditionellen Familienmodell?
00:14:14: Ja ich habe schon gesagt unsere Systeme sind darauf ausgerichtet, dass die Bevölkerung sich halbwegs gleichförmig entwickelt.
00:14:21: Und das heißt ja nach wie vor, dass sie nur funktionieren wenn Frauen Kinder kriegen und traditionelles Familienmodell, wenn man so möchte.
00:14:31: Aber auf der anderen Seite wurden schon immer wieder Möglichkeiten geschaffen, die diesen Dingen mit der Motherhood Penalty entgegenwirken würden.
00:14:40: zum Beispiel die Möglichkeit zum Pensionssplitting wurde die Ansprüche auf die du verzichten würdest weil der Kinderbetreuung hast, mit dem Partner teilen kannst.
00:14:50: Allerdings und das ist ein bisschen dann eine Frage der Eigenverantwortung wird diese Möglichkeit nur von zwei Prozent der Bevölkerungen Anspruch genommen.
00:14:58: also da gibt es durchaus Potenzial dass sich die eigene Lage auch zu verbessern.
00:15:02: Und es ist schon so, ich muss da nochmal kurz einhaken, dass das vorhin eh gemeint.
00:15:05: Es ist jetzt nicht nur so, dass es in den ersten Monaten nachdem ein Kind auf der Welt ist zu Problemen kommt sondern eben auch im Pensionsbereich.
00:15:13: aber es ist ja wohlso, dass's dort schon zu Problemem kommt denn wir sehen, dass wir hier eigentlich einen Papamonat haben.
00:15:19: Wir sehen also die Möglichkeit der Väterkarrenz haben.
00:15:22: Genützt wirds halt nur leider nicht.
00:15:23: Also wenn man sich das anschaut Frauen bleiben im Schnitt vierhundert Tage in Karrenz Männer neun.
00:15:29: Jetzt gibt es aber da die Möglichkeit, dass das wahrgenommen wird und es wird nicht genüßt.
00:15:33: Also da ist glaube ich auch ganz viel in der Bewusstseinsbildung noch drinnen.
00:15:37: Und ja in Österreich ist das klassische Bild nach wie vor Mutter Vater Kind.
00:15:41: Es gibt aber schon umdenken.
00:15:44: viele sagen Ja es geht eigentlich um das soziale Umfeld das man hat.
00:15:46: also wenn Ich jetzt Freunde habe Bekannte habe Die für mich einfach auch unter Anführungszeichen Familie sind dann möchte ich trotzdem ein kind haben.
00:15:54: Das heißt er bricht schon etwas auf.
00:15:56: Aber wir hinken da noch ein bisschen her in der Umsetzung.
00:16:00: Aktuell wieder automatisiert rund um die Debatte wird, dass sich heute mehr Menschen als früher – ihr habt das auch schon erzählt – bewusst dafür entscheiden Kinder frei zu leben?
00:16:10: Also wie groß ist dieser Anteil tatsächlich freiwilliger Kinderlosigkeit und warum ist es immer so ein großer Faktor in dieser Debatte?
00:16:20: Mir kommt vor, da wird immer auch sehr moralisch darüber gesprochen!
00:16:24: Absolut, also es ist ein Grund sich zu rechtfertigen.
00:16:27: Zumindest wenn man viele Österreicherinnen und Österreicher fragt, wenn man jetzt sagt ich möchte kein Kind und da ist es unbedingt ein Rechtfertigungsgrund für Frauen muss man sagen.
00:16:37: Ein Mann wird sehr selten so richtig ins Kreuz verheir genommen, wenn er jetzt sagt naja ich möchte eigentlich keine Kinder, obwohl die Gründe auf dieselben sind.
00:16:45: Also sowohl Frauen als auch Männer sagen weiß ich nicht, mir ist jetzt zum Beispiel die Karriere wichtiger oder ich habe selber keine guten Erfahrungen gemacht.
00:16:53: Ich hab da so ein bisschen die Sorge dass sich kein guter Papa, keine gute Mama sein könnte.
00:16:58: Viele spüren den Wunsch auch einfach gar nicht und viele, die Elisabeth hat es angesprochen sehen einfach eine Erfüllung in anderen Bereichen.
00:17:05: und dazu kommen dann noch was wir eh schon besprochen haben Wohnkosten Lebensmittelkosten medizinische Gründe Klimakrise politische Sorgen usw.. Aber ja, es ist so dass die Zahl gerade bei Frauen die sagen sie wollen bewusst keine Kinder das die größer wird.
00:17:22: Also die hat sich in der Zeit von einem Jahrzehntein neun bis zum Jahrzehnzehntanzeig verdreifacht habe ich gesehen.
00:17:27: Das ist schon ziemlich etwas.
00:17:29: Und aber sie müssen sich trotzdem viel mehr rechtfertigen, weil dieses klassische Modell einfach noch da ist.
00:17:35: Naja irgendwann möchte eine Frau doch ein Baby haben und wenn Sie das nicht wählen dann ist es untypisch, dann ist das anders und dann wird es kritisch beäugt.
00:17:43: also ja ich glaube da können wir in unserer Bewusstseinsbildung schon auch noch einiges anders machen.
00:17:49: Jetzt hat Österreich mit Claudia Bauer eine Familienministerin, der das Thema auch sehr wichtig ist.
00:17:55: Sie hat das zuletzt öfters angesprochen, mehrmals betont junge Menschen müssen sich einfach wieder zutrauen, Kinder zu bekommen.
00:18:03: es braucht einfach Mut ein bisschen ein Gespür Zuversicht einfordern von den jungen Leuten wie sie das nennt.
00:18:10: reicht das?
00:18:10: Nein,
00:18:11: Zuversichtlich reicht nicht Es braucht schon noch strukturelle Veränderungen.
00:18:16: Gleichzeitig kann man schon sagen, wo auf der Welt ... Wenn nicht in Österreich sollte man denn diese Zuversicht haben.
00:18:24: Und ich ... Also nein!
00:18:26: Ich finde nicht, dass es nur ihre Verantwortung ist und nicht nur die Verantwortung des Staates.
00:18:31: Ich glaube das ist auch eine Irrtung zu glauben.
00:18:33: Man könnte da politisch alles regeln oder zumindest auf nationalstaatlicher Ebene große Veränderungen schaffen.
00:18:39: weil alles was die Hellenfeuer aufgezählt hat die schwierige geopolitische Lage für viele auch der Klimawandel.
00:18:46: Das ist ja nichts, was man auf nationalstaatlicher österreichischer Ebene lösen könnte.
00:18:51: Welche Maßnahmen verfolgt denn die aktuelle Regierung so familienpolitisch?
00:18:55: Also wie steht Österreich da?
00:18:56: einfach?
00:18:57: Du hast gerade gesagt es!
00:18:58: gibt wenig bessere Plätze zum Kinderkriegen.
00:19:00: Wie steht in Österreich im internationalen Vergleich da?
00:19:02: Ja, also ich habe das jetzt auf den generellen Wohlstand und die Gesundheitsversorgung
00:19:06: etc.,
00:19:06: in Österreich bezogen.
00:19:08: aber an sich stehen wir gerade was Geldtransfers an die Familien angeht extrem gut dar.
00:19:13: Das heißt, in Österreich ist Europameister bei den Familienleistungen.
00:19:18: Also wir zahlen wirklich viel den Familien.
00:19:21: Dafür sind wir eben auf struktureller Ebene hinterher, also wir pumpen wenig Geld dafür in den Infrastrukturausbau Kindergärten, Hinterbetreuungspersonal etc.
00:19:31: und dann was man schon auch immer wieder probiert in Österreichs sind eben so Kampagnen zur Väterbeteiligung zu der Väterkarrenz aber anhand der Zahlen die die Helin vorher dank zweiter weiter Weise auch dargelegt hat muss man sagen sie sind wahnsinnig unerfolgreich.
00:19:46: jetzt.
00:19:48: Gibt es denn überhaupt Maßnahmen, die nachweislich Erfolg hätten, Geburtenraten zu beeinflussen?
00:19:53: Also wären das eben finanzielle Anreize eher.
00:19:57: oder sind das dann Themen wie struktureller Natur.
00:20:00: Wie Kinderbetreuung, Arbeitszeitmodelle, Wohnpolitik
00:20:04: etc.?
00:20:05: Gibt's da Studien?
00:20:07: Das ist sogar ziemlich gut erforscht.
00:20:10: Geldleistungen nicht hoch subventionieren.
00:20:13: Das funktioniert nicht, dass sie nachhaltig wirksam sind eben Maßnahmen wie eh schon besprochen Einkommen, Wohnungs-Situationen, Lebensplanung Betreuung und so weiter auch Geschlechterrollen bis zu einem gewissen Grad.
00:20:30: Also Südkorea ist da immer ein gutes Beispiel.
00:20:32: SüdKorea investiert enorme Summen in Geburtenförderungen hat aber Trotzdem eine niedrige Fertilität, weil sie in allen diesen Bereichen sonst recht hinterherhängt.
00:20:44: Jetzt kommt noch ein Politikum dazu.
00:20:46: ab April nächsten Jahres wird es in Österreich auch ohne medizinischen Grund erlaubt sein einzeln einzufrieren also das sogenannte Social Act Freezing.
00:20:55: was waren eigentlich Hintergründe dass das bisher nicht erlaubte war und wie sehen das eigentlich die jeweiligen politischen Parteien?
00:21:02: Ja, genau du hast recht.
00:21:03: Also bisher war bzw.
00:21:05: noch ist es ja eben in Österreich so dass du Eizellen nur dann einfrieren darfst wenn's einen medizinischen Grund gibt.
00:21:12: im Gesetz klingt das recht sperrig und betrifft eben auch nicht nur nur Eizellens sondern eben auch Samen und Hoden- und Eierstockgewebe die eben nur genommen werden durften wenn jetzt im Gesetz heißt das ein körperliches Leiden vorliegt oder wenns eine Behandlung gegeben hat oder die absehbar war wie zum Beispiel eine Chemotherapie die eine ernste Gefahr bewirkt, dass eine Schwangerschaft nicht mehr durch Geschlechtsverkehr herbeigeführt werden kann.
00:21:38: Das heißt gesunde Frauen, die ihre Eizellen einfrieren lassen wollten mussten bisher ins Ausland gehen und das haben auch recht viele gemacht.
00:21:46: Voriges Jahr hat es dann eine Frau gegeben in Österreich, die gesagt hat ja diese Passage im Fortpflanzungsmedizingesetz, die widerspricht dem Recht nämlich dem Recht auf Privat- und Familienleben und das ist in der europäischen Menschenrechtskonvention verankert Die wiederum steht in Österreich im Verfassungsrang.
00:22:04: Und deswegen hat sie gesagt, gut ich wende mich jetzt an den Verfassungssgerichtshof und dort ist sie eben angehört worden aber eben auch die Parteienvertreter.
00:22:12: Und dort wurde vor allem vorgebracht dass es die momentane Regelung also sprich das Verbot auf Social Agreesing deswegen gibt weil man die Frauen davor schützen möchte das Druck auf Sie ausgeübt wird.
00:22:26: Ins Treffen geführt hat man da vor allem große Konzerne, die da Frauen sagen könnten naja weißt du was mach jetzt doch erst mal Karriere.
00:22:34: Die Kinder kannst du ja später auch noch kriegen.
00:22:36: und da hat es einen Fall gegeben der das Ganze so ein bisschen global gemacht hat.
00:22:40: Das war im Jahr zwei zwölfund vierzehn.
00:22:42: tatsächlich war das Facebook nämlich eigentlich Meter und dieses Unternehmen war unter den ersten dabei die seinen Mitarbeiterinnen wirklich angeboten hat, die Kosten für das Einfrieren von Eizellen zu übernehmen.
00:22:55: Und da hat die österreichische Parteienlandschaft gesagt, naja davor sollten wir die Frauen im Land dann schon schützen.
00:23:01: Der Verfassungsgerichtshof hat sich das alles angehört und hat gesagt nein er sieht es anders, er kippt dieses Verbot und er möchte eben eine Neuregelung bis zum ersten April.
00:23:13: Und da wird jetzt auch schon ziemlich heftig darüber diskutiert.
00:23:17: Ich habe jetzt auch mit Medizinern gesprochen, die in dieser Gruppe dabei sind, die da verhandeln und das formulieren.
00:23:23: Man ist offenbar schon relativ weit gediegen.
00:23:26: Es geht um Fragen der Altersgrenze
00:23:28: usw.,
00:23:29: da sind sich die Parteien aber eben auch die anderen Interessensvertreter noch nicht ganz einig.
00:23:34: Aber es dürfte dann doch beizubeit sein!
00:23:38: Kann man sich davon erwarten, dass das Einfluss auf Familienplanung oder sogar die Geburtenraten hat?
00:23:43: Oder geht es da eh um eine zu geringe Menge.
00:23:46: Ich glaube an sich schon, dass das Einfluss haben wird.
00:23:50: Es ist ja jetzt schon so, dass relativ viele Frauen gebrauchte von machen.
00:23:53: Also ich habe mit vielen Frauen gesprochen die zum Beispiel nach Dänemark, nach Deutschland und nach Spanien gegangen sind um ihre Eizellen einfrieren zu lassen.
00:24:02: München ist da ein wahnsinnig beliebtes Ziel weil es ehrlicherweise auch mit dem Zug wahnsinnige gut zu erreichen ist.
00:24:08: Und dort habe ich mit einer Ärztin gesprochen, die mir erzählt hat dass die Nachfrage noch Social Accreasing regelrecht explodiert ist.
00:24:16: Sie hat gemeint gerade im Jahr zwanzig vierundzwanzig war das ganz arg Und sie hat mir auch Zahlen von ihrem Zentrum gesagt und da waren es zwanzig, zwanzigg, tausend, sechshundert Eingriffe ungefähr die gemacht worden sind.
00:24:28: Und zuletzt war das mehr als das Dreifache.
00:24:31: Sie sagt, es kommen immer mehr vor allem Singlefrauen aus Österreich, die einfach sagen, sie hätten gerne diese mentale Absicherung zu wissen.
00:24:39: ich bin jetzt Im Optimalfall in meinen zwanzigern und lass mir diese Eizellen einfrieren, damit ich einfach ein Backup habe.
00:24:46: Denn wir dürfen ja auch nicht vergessen je älter eine Frau wird, desto weniger eizellen hat sie natürlich auf der einen Seite die Sinne von Geburt weg festgelegt wie viele man hat.
00:24:55: Auf der anderen Seite hat sie halt auch mehr fehleranfällige Eizellen.
00:25:00: also wenn wir uns das überlegen so ungefähr mit fünf und dreißig Jahren ist nur noch rund die Hälfte der noch vorhandenen Eizelle einer Frau genetisch.
00:25:09: Okay, die andere Hälfte ist eigentlich defekt.
00:25:13: Ich glaube allerdings nicht dass es jetzt einen dermaßenen Boom geben wird und sich jede Frau in Österreich denkt ja passt das mache ich denn.
00:25:21: es ist zwar schön wenn das erlaubt wird aber es bleiben trotzdem Kosten.
00:25:25: Und diese Kosten, die sind jetzt schon ziemlich intensiv.
00:25:28: Also wenn wir uns jetzt überlegen man lässt sich Eizellen entnehmen dann gibt es noch eine Narkose und dann gibt's die Kryokonservierung das sind dann schon mal gut und gerne dreitausend Euro die das kostet und dann werden sie ja eingelagert.
00:25:41: da habe ich eine jährliche Lagergebühr dass Sinn im Durchschnitt je nachdem wo man das macht vierhundert Euro momentan Und dann habe ich ja noch die Wiedereinsetzung.
00:25:51: Das heißt, ich hab eine Invitrofertilisation, eine IVF und die kostet auch im Schnitt zweitausundfünfhundert Euro.
00:25:58: also es ist schon ein ziemlicher finanzieller Procken den man da auf sich nehmen muss.
00:26:02: Aber weil du gefragt hast nach der Geburtenrate das finde ich halt die interessante Frage und ich glaube dazu haben wir noch keine Antwort weil es ja noch nicht erlaubt ist.
00:26:10: aber wie viele Frauen es denn tatsächlich für Peace of mind, können Sie machen?
00:26:15: Dass sie einfach als Notfallmaßnahme, falls es nicht mehr da geht und wie viele davon wirklich ein Gebrauch machen.
00:26:22: Und dann wirklich einen Baby kriegen auf diesen Weg.
00:26:25: Wie gesagt das wird sich wahrscheinlich erst zeigen aber das wird Interessante.
00:26:28: Aktuell sind's glaube ich momentan in Österreich bei den zwei Tausend Einhundert Frauen die quasi eingeforene Eizellen haben.
00:26:34: bitte mich jetzt nicht hundertprozentig festnageln ob ich bilde mir ein dass das eine Zahl war die ich zuletzt gehört habe.
00:26:40: ja also der müssen wir noch warten, wie sich das entwickelt.
00:26:44: Blicken wir vielleicht abschließend überhaupt einmal in die Zukunft?
00:26:47: Also der Trend den wir jetzt ausführlich besprochen haben – das ist ja kein Österreichischer allein!
00:26:52: Der spielt sich so oder so ähnlich in allen entwickelten Ländern ab, stellt sich auch die Frage, wie sehr wird man das überhaupt verändern oder gar umkehren können?
00:27:01: wahrscheinlich nicht so
00:27:02: wirklich?!
00:27:03: Wie sollte denn Österreich in einigen Jahrzehnten aufgestellt sein, um auf diese neuen Bedingungen vorbereitet zu sein?
00:27:11: Ja, wahnsinnig gute Frage.
00:27:12: Also innenpolitisch?
00:27:14: Weil das ist ja mein Job kann ich sagen weil wir sich fürs Pensionssystem anschauen müssen.
00:27:18: da gibt es immer die Berichte der Alterssicherungskommissionen die das für viele Jahre nach vor berechnen und die sagen wenn das BIP ungefähr so bleibt dann wird man nicht sein großes Problem bekommen.
00:27:30: allerdings bin ich der interessante Gedanke es müssen dann viel weniger Menschen dieses BIP erwirtschaften.
00:27:37: Da muss man vielleicht doch noch an einigen Schrauben drehen.
00:27:40: und ansonsten, was ich vorher gesagt habe, weil wir jetzt schauen müssen wie viel man mit Technologisierung, mit KI etc.
00:27:46: kompensieren wird können.
00:27:49: Absolut, dem kann ich eigentlich nur zustimmen und wahrscheinlich einfach auch dass man sagt, man investiert da schon ein bisschen in die Bildung und eben in unsere Vorstellungen, was eigentlich alles Familie ist.
00:28:00: Elisabeth Helen vielen Dank euch!
00:28:03: In die Vorstellung investieren, was alles Familie ist oder sein kann.
00:28:08: Ein gelungenes Schlusswort mit dem ich Sie ins verlängerte Wochenende schicke – eine neue Folge von Was Wichtig Ist.
00:28:14: Hören Sie hier wieder kommenden Dienstag!
00:28:16: Machen Sie es gut bis dahin!
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