ORF-Casting: Was fünf Kandidaten mit dem Sender vorhaben

Shownotes

Das ist die Aufzeichnung des öffentlichen Hearings von 5 Bewerberinnen und Bewerbern für den Posten des/der ORF-Generaldirektors/direktorin vom 2. Juni. Eingeladen hatte dazu das Neoslab, die Parteiakademie der Neos. Die anwesenden BewerberInnen waren eingeladen, in exakt vier Minuten, ihre Vision für den ORF zu präsentieren. Im Anschluss gab es eine Fragerunde, die Podcast-Host Anna Wallner moderiert hat.

Die Zusammenfassung können Sie auch hier nachlesen.

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Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:05: Die Presse.

00:00:08: Hallo und herzlich willkommen bei Was Wichtiges mit deiner Spezialausgabe zum ORF!

00:00:14: Ich bin Anna Wallner, Sie kennen mich als eine der Gastgeberinnen dieses Nachrichten-Podcasts.

00:00:19: Am elften Juni wird also ein neuer ORF-Chef – eine ORF Chefin bestellt.

00:00:25: Sechsund siebzig Personen haben sich für diesen Job beworben.

00:00:28: Ein so großes Teilnehmerfeld wie diesmal gab es in der Geschichte des ORF noch nie.

00:00:34: Nun befinden wir uns mitten in einem intensiven Personenwahlkampf.

00:00:37: Dreizehn Namen hat die Findungskommission des Stiftungsrats Anfang der Woche aus dem großen Kandidatenpul gewählt, die sind nun quasi eine Runde weiter!

00:00:47: Die aussichtsreichsten Kandidat werden bis zur Bestellung am elften Junihe insgesamt sieben Mal in wechselnder Formationen in sogenannten Hearings oder Elefantenrunden auftreten.

00:00:57: Sie verbringen also ganz schön viel Zeit miteinander – soviel das schon jemand geschärzt.

00:01:02: Sie könnten gleich in eine WG ziehen.

00:01:04: Am Dienstagabend lud das NEOS Lab, die Parteiakademie der NEOS zum Hearing von fünf Kandidatenkandidatinnen in das ehemalige ORF-Funkhaus in der Argentinierstraße.

00:01:15: Die hatten dann zunächst einmal vier Minuten Zeit – nämlich jeder vier Minuten für einen Pitch der eigenen Konzepte!

00:01:22: Die Reihenfolge hatte das los entschieden... Eingeladen wurden jene fünf Kandidaten wie die Nios vorab betont haben, weil sie ihre Bewerbung öffentlich gemacht hatten und einer HR-Expertin zufolge am besten geeignet waren.

00:01:35: Im Anschluss an die Vorstellung ihrer Visionen hat dann eine Fragerunde stattgefunden, die ich moderiert habe – und die wir Ihnen heute in diesem Podcast in gekürzter Fassung präsentieren!

00:01:46: Zu hören sind nun also die Kandidat Markus Breitenecker, Petra Höfer, Johannes Lacher, Clemens Pik und Lisa Tottzauer.

00:01:53: Schon kurz vor dieser Veranstaltung waren vier der fünf, übrigens bei PUSS IV zu Gast.

00:01:58: Referenzen und Bezüge auf bereits gesagtes beziehen sich also auf diese Runde die man mittlerweile auch auf Join nachsehen kann.

00:02:06: Aus den anschließenden Fragen aus dem Publikum haben wir nur drei sehr konkrete herausgenommen weil es da besonders spannende Antworten gab.

00:02:14: aber zuerst geht das direkt mit meiner ersten Frage los.

00:02:22: Ich möchte mit einer Aufwärmrunde starten, ganz kurz auch um euch und uns allen die Möglichkeit zu geben nach diesen ja schönen Worten.

00:02:31: Die wir gehört haben noch ein bisschen besser kennenzulernen und auf den Zahn zu fühlen.

00:02:35: ich möchte dass es jetzt übrigens alphabetisch nicht gelost weil das ist wirklich immer die frage wen nimmt man dann zuerst dran?

00:02:41: also diesmal alphabetisch mit der frau höfer beginnen Wie öffentlich bekannt ist und immer wieder zu lesen ist, haben Sie denn ORF nach vielen Jahren?

00:02:50: Sie sind seit deinerneunzig, da haben sie begonnen beim ORF wegen Marknisbrauchs unter anderem verklagt.

00:02:56: Und sodass ich sich mit Ihrem Ex-Arbeitgeber verglichen.

00:02:58: Jetzt frage ich mich, wieso wollen Sie dann überhaupt wieder zurück an den Kündlengeberg?

00:03:02: Ja, danke für die Frage!

00:03:08: Dieser Zeit war eine fordernde Zeit... mit dieser Klage vergangen ist, aber es hat eines oder es ist mehr passiert.

00:03:19: Das Wichtigste was passiert ist nach vielen Jahren der Klärung ist die Kause jetzt abgeschlossen und was auch umso besser ist ich bin irgendwie gestärkt aus diesen ganzen Erfahrungen herausgegangen hatte auch Zeit darüber nachzudenken und habe jetzt ein hochrelevantes Wissen dass ich in der NOEF einbringen kann, wie man Unternehmenskultur neu aufsetzt.

00:03:43: Und nämlich – ich habe das auch gesagt – es geht nicht darum, dass wir wieder im Konzept der Unternehmenskultur in den besten Worten und wahrscheinlich auch bestgemeinten Worten darstellen, sondern es geht jetzt endlich darum auch Unternehmenskultur zu leben, verpflichtende Standards einzuführen, wirksame Compliance-Stellen oder sie wirksam zu machen.

00:04:10: Es gibt das alles im ORF und ich glaube jetzt habe einfach hochrelevantes Wissen dass sich da hier einbringen kann.

00:04:16: und außerdem liebe ich den ORF muss ich wirklich sagen und ich würde da gerne einiges in Ordnung bringen

00:04:22: Gut, ich glaube den ORF lieben fast, nehm' mich mal an alle oder fast alle Kandidaten sich beworben haben.

00:04:27: Es sind übrigens Sechsohn-Siebzig an der Zahl.

00:04:29: Das ist wirklich ein sehr breites Teilnehmerinnenfeld dieses Mal.

00:04:34: das ist eine erfreuliche Entwicklung.

00:04:36: Ich hab ihre Kurzzusammenfassung ihrer Bewerbung mir angesehen und dass Wortes am häufigsten vorkommt ist Vertrauen, Vertrauen gewinnen neben Distanz zur Parteipolitik Nähe zum Publikum alles auch Schlagworte die sie vorher erwähnt haben.

00:04:48: Das sind schöne Schlag Worte aber Viele würden jetzt vielleicht sagen, das ist alles sehr allgemein.

00:04:53: Was ist denn Ihre erste konkrete Entscheidung die im Haus auch spürbar wehtun würde?

00:04:59: Ja also Vertrauen entsteht dann wenn man Konsequenzen setzt.

00:05:06: ich glaube

00:05:07: dass werden wird vielleicht der eine oder andere Spüren.

00:05:12: Vertrauen entsteht auch da wenn man Transparenz ist bei seinen Entscheidungen Und Vertrauen entsteht auch dann, wenn man unabhängig ist in der Art wie man das Unternehmen führt und Unabhängigkeit im Journalismus lebt.

00:05:31: Also das sind die Dinge, wie ich Vertrauen erneuern auch konkret umsetzen würde also durch hohe Transparenz, durch Konsequenzen und tatsächlich umsetzten.

00:05:43: Okay, vielen Dank.

00:05:44: Mir ist aufgefallen, dass ich das B hinter das H gereit habe – warum auch immer in der Vorbereitung?

00:05:50: Deswegen ist jetzt der zweite und nicht der erste Markus Breitenäcker!

00:05:54: Alle wissen Sie haben jahrzehntelange Erfahrungen im Privatfernsehen und alle wissen auch sie haben den ORF fast dreißig Jahre lang immer als übermächtigen Konkurrenten erlebt und das auch so benannt also noch viel kritisiert.

00:06:06: Warum soll man also jetzt und vor allem die ORF Belegschaft Ihnen abnehmen, den ORF nicht kleiner machen wollen, sondern als öffentlich-rechtliche Institution stärken wollen.

00:06:18: Es stimmt

00:06:19: das vor fünfzehn bis zwanzig Jahren wie wir in einem System waren wo es keine ausländischen Medien, was keine Social Media Giganten und keine Stimmengiganten gegeben haben eine harte Konkurrenzsituation zwischen dem privaten und den öffentlich rechtlichen gehabt haben.

00:06:35: Aber ich darf für mich in Anspruch nehmen, dass sich einer der Ersten war und in Österreich vielleicht der erste war.

00:06:41: Der vor zehn Jahren erkannt hat, der Angriff von die Dominanz des Social-Media-Geganten bedeutet wir müssen uns in Österreich in ein kooperatives Mediensystem bewegen das heißt Kooperation statt Konkurrenz zwischen öffentlich rechtlich und privat.

00:06:57: Das heißt seit zehn Jahren greife ich nicht nur den ORF nicht an, sondern ich arbeite zusammen.

00:07:03: Wir haben verschiedene Kooperationsprojekte zum Beispiel das For Game Changes Festival dass wir gemeinsam gemacht haben oder auch im Streaming Bereich wo wir gemeinsam auf eine Plattform gegangen sind.

00:07:13: Ich glaube es ist extrem wichtig, dass wir sehen und das würde ich auch als meine Erfolgsparameter für die nächsten fünf Jahre sehen Dass der Marktanteil der österreichischen Qualitätsmedien, egal ob öffentlich-rechtlich oder privat versus den ausländischen Social Media Giganten mit all ihren Gefahren steigt und nicht am Marktantell von ORF gegenüber den österreichischem Privaten.

00:07:37: Das heißt seit über zehn Jahren, seit ich demnicht mit Corinna Milborn das Buch Change der Game geschrieben habe vertrete ich das Konzept Kooperation statt Konkurrenz und nicht eine Schwächung des ORFs sondern ich glaube wir brauchen einen starken souverinen ORF.

00:07:53: Gut, Herr Lacher.

00:07:55: Sie haben zu etwas ohne die internationalste Vita in dieser Runde aber wahrscheinlich die geringste Verankerung im österreichischen ORF-System?

00:08:02: Was haben sie denn in den vergangenen Tagen und vielleicht doch schon Wochen seit sie sich dazu entschieden haben sich zu bewerben über den ORF gelernt?

00:08:10: dass sie vorher unterschätzt haben oder nicht gewusst haben?

00:08:15: Also ich bin sehr in Österreich verankert.

00:08:17: Ich war auch drei Jahre weg ja Aber ich habe Familie hier ich hab Bekannte war immer in Österreich jedes Jahr, fast jedes Monat.

00:08:27: Also meine DNA ist österreichisch.

00:08:29: ich weiß wie Österreich tickt.

00:08:31: Ich habe sehr viel gelernt über den ORF Eigentlich sehr viel Positives.

00:08:36: Man muss ganz klar sehen in den Zahlen und den Umfragen.

00:08:39: auch der ORF ist nach wie vor die vertrauenswürdigste Quelle von Informationen für die Österreicherinnen und Österreichern.

00:08:46: Ja er hat Vertrauen verloren aber es ist immer noch Vorpreisevorstandard Die vertrauenswürdigste Quelle.

00:08:54: Der ORF produziert nach wie vor ganz tolle Programme, ich war begeistert von DOC I und dem Handy-Experiment.

00:09:02: so ein Beispiel man seh er sich an den Sonnkontesten.

00:09:06: das war weltklasse Produktionsqualität.

00:09:09: also ihr habt sehr viel gelernt.

00:09:10: aber ich habe auch mit sehr vielen Mitarbeiterinnen gesprochen und es gibt wirkliche Frustration im Haus.

00:09:16: die Stimmung der Moral ist in Keller.

00:09:19: Veränderungen, die wollen ein Ende der politischen Einmischung.

00:09:23: Die wollen klare Strategie und sie wollen klere Führung.

00:09:27: Dennoch haben Sie jetzt gerade in Ihrer kurzen Präsentation gesagt, Sie fordern klare Trennung zwischen Meinung- und Nachricht?

00:09:33: Ist das etwas wo Sie dann Eindruck haben des Filter zu dem ORL?

00:09:36: Das fehlt dem ORF, ja.

00:09:37: Es könnte mehr sein in unserer politischen Berichterstattung.

00:09:41: Haben Sie

00:09:41: da ein konkretes Beispiel?

00:09:43: Nein nicht im Moment.

00:09:44: nein.

00:09:44: aber muss sich nur die täglichen ZIP-Zwei-Programme anschauen zum Beispiel.

00:09:49: Also da gibt es schon Grauzonen wo nicht klar ist geht's hier um die Meinung eines professionellen Journalisten.

00:09:54: Ist ja auch angebracht und fair?

00:09:57: Oder ist es hier Information?

00:09:59: Wir müssen uns bemühen, das klarzutrennen.

00:10:01: Damit wir unseren Bürgerinnen und Bürgern die eigene Meinungsbildung erleichtern und nicht Meinungen vorgeben.

00:10:08: Meinen Sie konkret damit jetzt Armin Wolf, der Ihnen dann zu kritisch nachfragt oder was meinen sie damit?

00:10:13: Nein,

00:10:13: meine ich nicht.

00:10:15: Wollen Sie es trotzdem näher ausführen weil Sie gerade explizit zip zwei erwähnen?

00:10:20: Ich glaube, wir wissen alle wovon wir sprechen.

00:10:23: Es gibt diese Grauzone wo nicht mehr klar ist handelt es sich hier um eine Meinung, eine Analyse oder um eine Information.

00:10:32: Und ich glaube, das ist nur fair für die Gebührenzahler zu wissen wann diese Linien überschritten

00:10:38: werden.".

00:10:39: Clemens Pick.

00:10:41: Auch das ist etwas, was wir brauchen nicht um den heißen Brei herumreden.

00:10:44: Sie werden seit Wochen als Favorit oder zumindest als besonders aussichtreicher Kandidat beschrieben und sie haben jetzt schon mehrfach in Interviews gesagt es gibt keine Zusagen weder politische noch vom lieben Gott.

00:10:57: Jetzt will mich trotzdem interessieren wie gehen Sie mit dieser Zuschreibung um?

00:11:01: Und was wäre denn Ihrer Meinung nach wenn Sie diese Wahl gewinnen der erste überprüfbare Schritt um zu zeigen, ich schulde niemandem etwas in diesem Land.

00:11:10: Also ich habe in den vergangenen Wochen wahnsinnig viel gelernt über Österreich dass sich gar nicht gewusst habe was in unserem Land alles möglich ist.

00:11:19: Ich arbeite seit zwanzig Jahren in der Austria Presseagentur davon seit zehn Jahren an der Spitze der ABBA.

00:11:27: die ABBA vielleicht kennen Sie das Kürzlaster Zeitung ist die führende Nachrichtenagenture des Landes.

00:11:33: Sie bedient mehr oder weniger alle Medien, aber auch Verwaltung Wirtschaftsunternehmen und stellt als Nachrichtenagentur, als staatlich Unabhängige im Eigentum dieser Medien Informationen, Nachrichten in allen Formaten, Textbildgrafikvideo usw.

00:11:48: zur Verfügung.

00:11:50: Eine der Kernkompetenzen des Appaschefs ist neben all den wirtschaftlichen Themen unabhängig zu sein.

00:11:56: Und wenn man zehn Jahre an der Spitze eines so sensiblen Unternehmens wieder aus der Presseagentur steht, dann kann man sich dort nur halten solange.

00:12:05: Weil man einerseits sehr erfolgreich wirtschaftet und andererseits aber völlig erhaben ist über jeden Verdacht der parteipolitischen Vereinnamung.

00:12:14: Jetzt muss ich kurz dazwischenhagen.

00:12:15: Aber wie konnte das dann passieren?

00:12:16: Was die letzten Wochen

00:12:17: passiert?

00:12:17: Ja!

00:12:17: Das ist ja auch mein leeren Effekt als den vergangenen Wochen über diese Republik.

00:12:22: Ich persönlich weiß tatsächlich nicht wo es herkommt.

00:12:26: Es gibt Interviews, wo man meinen Namen abgefragt hat und Politiker sagen ja der wäre qualifiziert und sollte sich bewerben.

00:12:34: ich persönlich halte mich auf einer ähnlichen Qualifikationsstufe und bin froh dass es ein breites Bewerberinnen- und Bewerverfeld gibt weil das ist gemeinsam mit dem neuen europäischen Gesetz Wahl bzw.

00:12:48: Bestellung für alle Stiftungsräteinnen und Stiftingsräte zutiefst begründbar machen muss, weil ein breites Bewerber in der Bewerbersfeld ist so etwas wie eine Immunisierung gegen einen Geschmäckler in diesem

00:13:00: Prozess.".

00:13:01: Also das finde ich ist ja der zentrale Punkt, ich persönlich habe mittlerweile auch irgendwie den Eindruck man will auch einen Kandidaten, der aussichtsreich wäre möglicherweise auf die Seite räumen.

00:13:17: Ich war nie Partei, ich bin nie mitgliedet irgendwas gewesen und erlebe gerade im Zuge dieser ORF-Bestellung und ORF Wahl den hohen Politisierungsgrad der hier stattfindet.

00:13:29: Und den hat halt mich getroffen.

00:13:31: es gibt weitere Vereinnahmungen auch von anderen Kandidatinnen und Kandidaten die auch am Bodium hier sitzen.

00:13:37: also das ist eine Sache gegen die anzukämpfen ist und genau deshalb plitiere ich ja so stark für die Unabhängigkeit.

00:13:45: Zusatzfrage war, wenn man das zeigen kann ein zentraler Punkt ist welche Geschäftseinteilung schlägt man vor?

00:13:52: Ein zentraler Punkt die Personalauswahl.

00:13:55: Die meisten oder alle von uns, die in der Privatwirtschaft tätig sind haben ihr völlig zu Recht den Anspruch, die besten Köpfe sich zu holen.

00:14:02: Moderne Direktorin Strukturen aufzubauen – das ist der Gradmess.

00:14:07: Eine letzte Nachfrage noch!

00:14:08: Es gibt immer wieder untergekommenen vergangenen Tagen und Wochen die Frage warum legen Sie die Appar-Geschäftsführung zurück?

00:14:17: Manche finden es gut und nur auch korrekt und andere sagen naja das klingt aber eben so als ob er schon wüsste dass es wird.

00:14:23: Das hat zwei einfache Gründe, einen sehr persönlichen.

00:14:26: Ich habe ein besonderes Loyalitätsverhältnis dort wo ich arbeite.

00:14:30: man kann finde ich in den Spitzenfunktionen nicht auf zwei Hochzeiten tanzen.

00:14:33: das ist meine persönliche Meinung.

00:14:35: aber ich habe in der ABBA einen klassischen Geschäftsführervertrag.

00:14:39: der ist zeitlich befristet.

00:14:41: Der ist weder einseitig von mir noch von der ABB auffkündbar.

00:14:45: und würde die Situation passieren dass sich gewählt werden würde am elften Juni Und dann zur ABBA gehen müsste und sagen müsste Hier bin ich und ich würde jetzt gerne meinen Vertrag auflösen.

00:14:55: Und der ist aber nicht auflösbar, weil er die Zustimmung benötigt.

00:14:58: Dann wäre das denke ich für dieses Land echt auch ein Desaster!

00:15:03: Und deshalb habe ich den Schritt für mich getroffen... ...das ist ja ganz normaler arbeitsrechtlicher Vorgang.

00:15:07: zu sagen du musst vorher, weil ich nicht einseitig kündigen kann diesen Vertrag auflößen.

00:15:13: Ganz einfach!

00:15:14: Und auch diese Sache instrumentalisiert.

00:15:17: man gibt einen Spin hinein.

00:15:19: Das muss man aushalten Und das ist bereits, wie man auch umgeht mit Kritik.

00:15:24: Man muss es transparent machen, man muss es erklären können und auch der ORF muss erklären können welche Entscheidungen er trifft, warum er diese Entscheidungen trifft – und das ist dahintergrund dieser Entscheidung.

00:15:35: Gut!

00:15:36: Lisa Totzauer, Sie beschreiben in Ihrem Konzept ja sehr grundsätzlich dass da eine demokratische Infrastruktur ist, haben wir jetzt auch gerade gehört Aber dennoch radikalen Wandel braucht.

00:15:46: Gleichzeitig sind sie, die neben Bedäufer, der jetzt aber derzeit nicht aktiv im ORF ist ... Die Kandidaten aus dem Haus mit der längsten Erfahrung im Haus zugegebenermaßen auch schon, die sich ja beim letzten Mal beworben hat... Aber es sind seit vielen Jahren, wenn man so will, Teil dieses ORF-Systems.

00:16:02: Warum isst Ihrer Meinung nach die Nähe zum ORF die Lösung und nicht das Problem?

00:16:08: Weil's ganz entscheidend ist schnell zu handeln!

00:16:11: Wenn wir etwas nicht haben ist es Zeit.

00:16:15: Und ich weiß in der Sekunde, wo die Stärken sind in diesem Unternehmen?

00:16:20: Wo die Energie ist und wo die Kreativität liegt?

00:16:24: Ich weiß auch, wo sich die Missstände befinden oder wo die Blockaden sind und wo wir auch Geld liegen lassen.

00:16:36: Mit diesem tiefen Verständnis weiß ich wie es möglich ist dass wir in kurzer Zeit die NOA F zu einer Inhaltsinstitution machen.

00:16:49: Wir sind derzeit sitzen, wir fest ins Silos, die miteinander nicht kommunizieren können.

00:16:55: Wir haben Entscheidungsprozesse und Verwaltung wo wir die uns leben und die uns Geschwindigkeit nehmen.

00:17:03: Wenn du dieses Wissen nicht

00:17:05: hast

00:17:07: kannst du nicht handeln.

00:17:09: Da bleibt trotzdem die Frage was im ORF bisher nicht verändert werden konnte oder auch aber sie nicht verändern konnten, schon als jemand die drin arbeitet.

00:17:20: Was Sie als Generaldirektorin sofort verändern würden?

00:17:22: Ich möchte es mal eins dazu sagen ich habe so viel verändert wie kaum jemand anderer und jeder weiß wenn ich etwas sage dann tue ich es auch und zwar recht schnell!

00:17:35: Die Frage was ich als erstes angreifen würde Ein Code of Contact muss sofort her, der für alle gilt und für alle bindend ist.

00:17:45: Wir brauchen sehr schnell und da bin ich zutiefst überzeugt darum eine Veränderung in der Geschäftsführungsarchitektur.

00:17:54: Wenn wir die gleiche Architekture beibehalten oder einfach nur sagen wir geben uns Informationen dazu wird sich in den Silos

00:18:03: nichts

00:18:04: verändern.

00:18:05: Das nächste was wir sehr schnell brauchen ist eine Inhaltsstrategie.

00:18:10: Wir investieren überbordend in die Zielgruppe Sechzig Plus.

00:18:16: Und das meine ich jetzt nicht diskriminierend älteren Menschen gegenüber, in keiner Sekunde!

00:18:22: Wir vergessen nur auf diesem Weg dass es junge Menschen gibt und diese jungen Menschen sind unsere Zukunft – und hier haben wir dringenden Handlungsbedarf.

00:18:32: Gut, kommen wir zum zweiten Blog den ich betiteln würde der ORF des Gelds und die Politik Jetzt nicht meine alphabetische Reihenfolge, was es vor allem für mich einfacher macht.

00:18:43: Beginne möchte ich mit Markus Breitenecker um bei der Politik zu bleiben.

00:18:46: kurz noch Sie haben in Interviews schon das Verständnis geäußert dafür dass sich ein Kanzler für das große Thema ORF interessiert.

00:18:55: wo endet denn im Jahr zwanzig sechsundzwanzig legitimes politisches Interesse und wo beginnt eine unzulässige Einflussnahme?

00:19:03: Für mich beginnt die Einfluchsnahme wenn die Politik eine Partei, wenn ein Kanzler eine Vorgabe machen würde.

00:19:12: Eine direkte oder auch eine angedeutete Indirekte wie die unabhängigen Stiftungsräte entscheiden sollen?

00:19:19: Das wäre die Grenze, die darf nicht überschritten werden dass sich die Politik logischerweise, wenn wir einen ORF haben der uns allen gehört, die wird die Beiträge bezahlen dafür interessiert was da gerade passiert und sich die Medienpolitik interessiert ist das legitim.

00:19:38: Aber es muss die neue, strenge Regelung des MFA, des European Media Acts, eingehalten werden und ich bin der guten Mut des Unwillglauben dass da sein faires, transparentes und nicht diskriminierendes Verfahren wird.

00:20:03: Herr Lacher, Sie haben gleich einen Interventionsregister vorgeschlagen.

00:20:07: Wie soll das aussehen?

00:20:08: Wer führt dieses Register, wer kontrolliert es und was wird daraus veröffentlicht?

00:20:13: Ich habe vorgeschlagt, dass der ORF ein InterventionsRegister für die Information einführt, spezifisch nicht für die Unterhaltung oder den Sport.

00:20:23: Das Register wird vom ORF geführt.

00:20:26: Es registriert Versuche der Einflussnahme aus Politik, aus Wirtschaft auf spezifische Programme und Inhalte der ORF-Information.

00:20:36: Das soll dokumentiert werden, das soll öffentlich zugänglich sein damit jeder weiß wer ruft an, wer schreibt was wollen sie mit wem setzt sich diese Person auseinander?

00:20:46: Und was sind die Konsequenzen dieser Unterhaltungen?

00:20:49: es kann ja auch durchaus legitime Impulse und Feedback aus der Politik geben.

00:20:54: dann muss man im Sinne der Fehlerkultur anerkennen Wir müssen uns dann verbessern.

00:20:58: Aber es ist schon wichtig, dass wir ganz klar zu den Österreicherinnen und Österreichern sagen können, du kannst dir hier ansehen wer letztes Monat bei uns angerufen hat und was sie von uns wollten.

00:21:08: Das ist wichtig!

00:21:09: Lisa Tossauer wollte etwas dazu sein?

00:21:11: Ich

00:21:11: muss da ganz kurz ergänzen.

00:21:13: Bei Interventionen schauen wir immer ganz schnell zur Information.

00:21:16: Wir stellen uns das vor.

00:21:18: Es ruft ein Clubop-Man an und ist vollkommen empört und wie besser in Argumentationsnotstand.

00:21:24: wie auch immer...

00:21:26: Das ist

00:21:27: kein reines Informationsthema.

00:21:30: Gesellschaft verändern wir sehr wohl und sehr nachhaltig mit dem Bereich Unterhaltung in der Fiktion.

00:21:39: Es sagt etwas aus, wenn im jeden zweiten Krimi der Mörder der Asylwerber ist.

00:21:48: Wenn wir uns die non-fiktionale Unterhaltungen anschauen, fallen jetzt alle in der Sekunde Inhalte ein die nicht reichweitenstark sind, die teuer sind.

00:22:00: Die nicht öffentlich-rechtlich sind und es wird einen anderen Grund geben warum sie auf Sendung sind Und auch im Sportbereich kennen wir dieses Thema.

00:22:10: Deshalb glaube ich dass ist wichtig ist wenn wir von Interventionen und Unabhängigkeit reden dass wir auch dafür eine Architektur haben und klare Regeln.

00:22:21: Es funktioniert nicht, wenn es an unserem Willen hängt.

00:22:24: Wenn wir sagen, wie sind starke Persönlichkeiten?

00:22:26: Wir halten das auf!

00:22:28: Es braucht die Regeln, die ganz klar festhalten – auch ein objektives Audit.

00:22:35: Es braucht ganz klare Transparenzregeln, hier unabhängig zu agieren und es geht weit über die Information hinaus.

00:22:49: Danke, Petra Höfer.

00:22:51: Sie haben ja eben auch wie wir heute schon gehört haben als eines der Schlagworte die Distanz zur Partei Politik.

00:22:56: aber machen wir es konkret?

00:22:58: Wie würde die denn Ihrer Meinung nach aussehen?

00:23:00: was muss man tun?

00:23:02: also ich habe auch in meinem Konzept drinnen den Punkt, dass man Interventionen dokumentieren sollte und transparent offenlegen sollte.

00:23:11: Ich glaube das ist schon... Das ist eine simple aber sehr starke Vorgangsweise wie man dem Ganzen begegnen kann.

00:23:20: Und Intervention gibt es bei der Information Aber natürlich auch in Personalentscheidungen oder in Unternehmensrelevanten Entscheidungen Und ich bin da jetzt ein bisschen... Also ich würde das so ein bisschen früher abgrenzen.

00:23:36: Also für mich, um das ein bisschen humorvoll zu sagen.

00:23:39: Gibt es sogar eine Equit-Distance beim Wipfbuffet?

00:23:45: Weil dort entstehen genau diese Grauzonen zwischen Politik und Medien.

00:23:51: Man trifft sich beim heurigen zufälligerweise.

00:23:53: Man hat einen informellen Termin da und dort.

00:23:56: Ich glaube man sollte zurückfinden zu einem professionellen Arbeitsverhältnis zwischen ORF unter Parteipolitik.

00:24:05: Und das wäre, glaube ich ein guter Neuanfang?

00:24:07: Aber würden Sie diese Distanz am Buffet um dieses Bild jetzt aufzugreifen nur für Journalisten und Journalistinnen durchziehen oder auch bis in die Führungsspitze zum Generaldirektor... ...oder Generaldirektoren?

00:24:20: Eigentlich schon ja!

00:24:21: Also ich finde, ich sehe zu viel Bilder von Top Management, vom WIPV nahestehend hochrangigen Politikern.

00:24:34: Und es ist ja nicht umsonst gibt's diesen großen Vertrauensverlust auch in der Bevölkerung, der betrifft Politik und Medien gleichzeitig.

00:24:44: Man muss da meine klare Trendlinie machen und deswegen eine gelebte Äquidistanz zur

00:24:51: Politik.".

00:24:52: Danke Herr Pik.

00:24:53: Das würde bedeuten, dass auch Anlässe in der Branche ein Aber für Bierige, den es glaube ich heute nicht mehr gibt oder letztes Jahr nicht mehr gab aber glaube ich eher aus anderen Gründen und andere Events die auch die Branche ausmacht das man die konsequent eigentlich nicht mehr.

00:25:11: Bei dieser genannten Abbauffereinstaltung haben wir bewusste Politikerinnen und Politiker eingeladen, genau aus diesem Grund.

00:25:17: Da waren ausschließlich Medienleute da, Journalistinnen, Kommunikationsmenschen, Redakteurinnen ... Das

00:25:22: waren schon auch immer Vertreter aus Parteien.

00:25:27: Es waren keine Politiker da!

00:25:30: Ich kann dem wahnsinnig viel abgewinnen, dass wir mit einem völlig neuen Arbeitsethos uns in diese Berufswelt hineingehen.

00:25:38: Ich finde das großartig!

00:25:40: Ich kenne es auch nur so.

00:25:42: Also jegliche Form was schon möglich sein muss und das ist wichtig zu sagen ein ORF-Generaldirektor eine ORF Generaldirektorin muss gesprächsfähig sein zu allen Institutionen dieses Landes.

00:25:56: Das sind Regierungsmitglieder, Nationalräte, Wirtschaftsleute.

00:26:02: Also eine Gesprächsfähigkeit muss möglich sein!

00:26:07: Mit einem Arbeitsethos, der auf Distanz orientiert ist.

00:26:11: und diese Equidistance herzustellen, das halte ich doch für absolut machbar.

00:26:15: Lassen

00:26:15: Sie mich das kurz mitnehmen und kurz an den Herrn Lacher geben, der den amerikanischen Markt implikat wo wir ja auch sehen einen Donald Trump, der sich in den vergangenen Monaten seit er wieder im Amt ist... mehr als davor eingemischt hat in Besetzungen der Sendung abgesetzt von Menschen, die ihm nicht genehm waren im Comedybereich und so weiter.

00:26:35: Obwohl das da private Markt ist.

00:26:38: Wie sehen denn Sie diese Nier in Österreich im Vergleich gerade zum amerikanischen Markt?

00:26:43: Das ist ein sehr gutes Beispiel, warum wir öffentlich-rechtliche Medien brauchen.

00:26:48: Ich lebe seit dreißig Jahren in Amerika und man sieht ja die private Medienindustrie und wo uns das hingeführt hat.

00:26:55: Da gibt es Inhalte nicht wie es sie im ORF gibt da gibt's die lokale Berichterstattung und die Qualität nicht wie wir sie in Österreich genießen.

00:27:03: Das ist also schon eine Wüste der öffentlichen Information in Amerika.

00:27:09: Das wird rein privatwirtschaftlich profitmaximierend ... optimiert.

00:27:14: Die Eingriffe in den USA sind natürlich erschreckend, aber da geht es immer um die wirtschaftliche Achse.

00:27:20: Da geht's darum Druck auszuüben, wirtschaftlichen Druck aus zu üben, Leute mit Klagen zu überziehen, die geschäftsgefähren sind.

00:27:30: Das sind wir in Österreich nicht oder noch nicht Gott sei Dank!

00:27:34: Aber es gibt andere Möglichkeiten in Österreich und Wie man sagt, Nudges.

00:27:42: Da gibt es die Hinweise und die Wünsche.

00:27:45: Es läuft alles unter dem Tisch.

00:27:47: Es ist erschreckend für mich, dass wir uns vorstellen können allen Ernstes ... die oder der neue Generaldirektor gesagt bekommt, wer sind deine Direktoren?

00:27:58: Oder welche Direktionen hast du überhaupt im ORF.

00:28:02: Das ist unvorstellbar in jedem seriösen Privatunternehmen der Welt, dass sich das CEO nicht sein eigenes Team so zusammengestellt wie es am besten ist für das Unternehmen und die Eigentümer des

00:28:13: Unternehmens.".

00:28:15: Es ist anders in den USA.

00:28:17: Es ist brutaler, es ist vielleicht existenzieller im Moment.

00:28:22: Aber hier in Österreich läuft schon dieses Thema unter dem Tisch.

00:28:27: andauern der politischen Einflussnahme auf den ORF und das ist erschreckend und muss man abstellen.

00:28:34: Ich möchte eine Runde noch machen zum Thema Rechnungshof.

00:28:37: die Amtszeit des neuen Generaldirektors und der neuen Generalderektorin ab ersten Jänner könnte auch ein bisschen ungemütlich werden, weil es auch ein Bericht des Rechnungshofs ansteht im ersten Quartal siebenundzwanzig.

00:28:49: Der nimmt den ORF in einigen Punkten genau und die Lube unter anderem auch was Verträge, Pensionsverträge und Personalfragen anbelangt.

00:28:56: ich würde jetzt gern von jedem von Ihnen wissen welchen Bereich würden Sie selbst wenn Sie bestellt werden?

00:29:02: Und in dem im Amt sind prüfen bevor es der Rechnungshof tut und Konsequenzen ziehen wird mit Lisa Totzorgern beginnen?

00:29:10: So wie ich das mitbekommen habe, gibt es kaum einen Bereich auf den der Rechnungshof seine Prüfung nicht ausgeweitet hat und auch schon Personal aufgestockt hat.

00:29:20: Ich finde das unglaublich wichtig und richtig!

00:29:26: Als demokratische Infrastruktur ist der Rehnungshof nicht unser Feind.

00:29:30: Der Rehnunshof ist unser Partner, der uns

00:29:34: hilft

00:29:35: die Orte Abteilungen die Bereiche zu finden, wo wir mit Geld der österreichischen Bevölkerung sorglos umgehen.

00:29:48: Meine Herangehensweise ist von Sekunde eins die hundertprozentige Kooperation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rechnungshofes, die in diesem Team sind weil es hilft uns zu detektieren wo die Zonen die Problemzonen sind.

00:30:06: zum Handeln.

00:30:08: Markus Breitenecker, was muss bis dahin repariert werden?

00:30:10: Viele Dinge die jetzt gebrüht werden sind ja auch erst ganz frisch in den vergangenen Wochen ans Licht gekommen und vor allem der Klarheit aus der PG kommen.

00:30:21: Ich glaube das ist für den neu bestellten Generaldirektor oder Generaldirektor ein Vorteil ist wenn dieser Bericht jetzt im zweiten Halbjahr rauskommt weil man kann sich daran

00:30:32: anreizen.

00:30:35: Soweit ich weiß, es ist für...

00:30:37: Aber der Rohbericht, glaube ich, kommt schon im... Rohberricht.

00:30:40: Okay also Anfang siebenundzwanzig.

00:30:42: Ich glaube dass das ein Hilfswerkzeug sein wird und daher begrüße ich das weil man damit aufbauen kann, wenn man damit argumentieren kann.

00:30:50: Wenn die Frage ist was würde man am Beginn machen?

00:30:53: Was würde man selber machen?

00:30:54: Man nimmt den Rechnungshof Bericht als Unterstützung dann würde man zunächst mal schauen was ist tatsächlich die Anforderung der Regierung, wird dem ORF tatsächlich siebzig bis neunzig Millionen weggenommen.

00:31:07: Und wann wird ihm das weggennommen?

00:31:09: Wird das sofort sein?

00:31:10: Dann sind Akutmaßnahmen notwendig und dann geht es schon ans Eingemachte.

00:31:15: Das ist brutal.

00:31:16: oder gibt's da eine gewisse zeitliche Streckung?

00:31:20: Welche Rücklagen, welche Reserven kann man verbrauchen?

00:31:23: Wenn man sieht, es bleibt Einsparungsnotwendigkeit

00:31:26: übrig

00:31:27: Auch wenn man alle Einnahmenpotenziale ausgeschöpft hat, wird trotzdem eine Einsparung das Notwendigkeit übrig bleiben.

00:31:34: Da würde ich ein sogenanntes Cashboard einrichten.

00:31:38: Das heißt eine Stelle die jede... Ausgabe, jede Kosten die über zwanzigtausend Euro ist durch dieses Gremium inklusive Generaldirektor schickt.

00:31:48: So dass wir am Anfang der Amtszeit eine ganz klare Transparenz haben.

00:31:53: und auch zu Aussagen und Ausgaben wollte ich sagen zu Ausgabem die nicht unbedingt notwendig sind nein sagen können.

00:32:01: Frau Hüfer?

00:32:05: Ja also ich habe selbst im Budget also Budget und Personal verantwortet in den damaligen Digitaldirektion und deswegen muss ich jetzt schon auch ein bisschen das Bild oder möchte ich gerade rücken, da gibt es sehr gute interne Prozesse.

00:32:26: Ein gutes Controlling für die regulären Budgets der einzelnen Abteilungen und Direktionen wird sehr im Mikromanagement gearbeitet.

00:32:38: Da wird jedes Viertel Vollzeitäquivalent besprochen, da wird sehr genau hingeschaut.

00:32:46: Ich glaube das Thema und deswegen finde ich auch sehr gut dass der Rechnungshof prüft und auch seine Forderungen klar macht.

00:32:54: Das Thema sind immer Sonderverträge, Sonderreserven.

00:32:59: Da ist anscheinend nicht die notwendige Transparenz Und da fehlt es auch an Kontrolle.

00:33:07: aus diesem Rechnungsbericht lesen können.

00:33:13: Da muss ich kurz einhaken, Lisa Totzau schüttelt den Kopf!

00:33:15: Es geht nicht um darum und darum?

00:33:18: Es geht schon um weit viel mehr.

00:33:22: Wir reden von Auftragsvergabe egal ob im Programm oder im technischen Bereich.

00:33:28: wir reden auch was wir heute schon besprochen haben von gekauften Inhalten das definitiv dem Gesetz widerspricht.

00:33:39: Wir reden weit nicht mehr nur von Pensionszahlungen, Abfertigungen, Prozesskosten und ähnlichen.

00:33:51: Und es ist gut so!

00:33:54: Ich würde Sie beide auch noch, weil ich einfach die Runde vervollständigen will.

00:33:58: Dazu um ein Wort bitten zum Rechnungshof-Berichte ansteht aber wirklich kurz, weil wir etwas auf der Zeit haben.

00:34:03: Ganz kurz

00:34:04: das was im ORF seit einigen Wochen bis Monaten passiert ist eine Art heilsamer Schock und oft im Leben ist es so wenn so etwas passiert dass das noch dauert.

00:34:16: unter Rechnungshofbericht wie wir ihn alle erwarten wird noch einmal ein kleiner heilsamer Schock werden, kleiner an manchen Stellen größer an anderen Stellen.

00:34:26: Ich finde es ist ein riesen Vorteil dass von der Periode her vom Zeitlauf her eine neue Generaldirektion dann wirklich befreit die Dinge aus diesem Bericht umsetzen kann.

00:34:38: Manchmal braucht das heilsame Schocks.

00:34:40: offenbar war das notwendig.

00:34:42: wir haben ja alle überrascht was dazu dargetritt.

00:34:44: Das wird jetzt vermutlich noch so weitergehen.

00:34:47: ich persönlich habe einen extrem positiven Zugang zur Revision, weil wir neben der Wirtschaftsprüfung auch genossenschaftliche Gebahrungsprüfungen haben.

00:34:57: Das sind und das schließe ich mich an extreme wertvolle Instrumente die wenn man sie ernst nimmt und umsetzt Unternehmen schützen.

00:35:07: Und ich glaube man muss endlich einmal die Haltung ändern und begreifen dass Prüfberichte gerade aus der Revision heraus ein wirkliches Risikomanagement-Tool sind und da muss man hin und den OF in dieser Richtung führen.

00:35:22: Herr Larich, ich will das noch gleich aufnehmen wenn hier so ein Bericht ansteht Sie haben ja auch schon angekündigt um dass der OF sparen muss ist sozusagen steht im Raum, wie viel es dann am Ende genau ist weiß man nicht.

00:35:37: Irgendwas zwischen siebzig und neunzig Millionen Euro.

00:35:40: Sie sprechen sogar von hundert Millionen Euro Einsparungen pro Jahr und Personaleinsparung bis zwanzig dreißig.

00:35:47: was wird denn Ihrer Meinung nach oder wenn Sie in diese Position kommen?

00:35:50: Was würden Sie als erstes streichen?

00:35:54: also zuerst mal Es ist für jemanden aus der Privatwirtschaft kommt und Börsen notierte Unternehmen geleitet hat.

00:36:01: Ein ziemlicher Schock, wie intransparent die Finanzen des ORF sind.

00:36:05: Also die letzten Zahlen sind von zwanzig vierundzwanzig.

00:36:07: wir kriegen keine Quartalsberichte.

00:36:10: Wir haben kein zwanzi-fünfundzwanzige Winn und Verlustrechnung oder Bilanz.

00:36:13: Es ist unglaublich intransparant.

00:36:16: Ich freue mich auf den Rechnungshof Bericht.

00:36:18: Schade dass das nur alle fünf oder zehn Jahre passiert!

00:36:21: Wir sollten freiwillig auf freiwilliger Basis externe Wirtschaftsprüffungen machen im ORF Wie das jeder durchs Unternehmen machen sollte besonders dieser Größe.

00:36:30: Dafür würde ich mich einsetzen, dass das etabliert wird.

00:36:33: Ich will auch, dass wir quartalsmäßig an unsere Kunden berichten und transparent informieren wie es uns geht.

00:36:46: Nicht nur finanziell sondern auch Publikumsakzeptanz, Akzeptanz der Haushaltsabgabe usw.

00:36:51: Zum Thema Effizienz – ganz wichtig!

00:36:54: Es geht nicht nur ums Span, sondern es geht auch ums Umschichten der verbleibenden Mittel auf die Prioritäten, die mit der Strategie in Verbindung stehen.

00:37:07: pro Jahr, das ist weniger als zehn Prozent.

00:37:10: Woher kommen diese Ersparnisse?

00:37:12: Die großen Kostenblöcke sind klar.

00:37:14: Achtzig Prozent der Ausgaben sind für Personal und für Programm.

00:37:18: Wir werden in diesen Bereichen nicht um Einsparungen herumkommen.

00:37:21: Das heißt nicht dass wir nicht investieren können aber wir müssen wenn wir alles zusammen rechnen Hundert Millionen leichter werden.

00:37:29: Personal, wir haben eine wunderbare Gelegenheit in ORF zu transformieren.

00:37:32: In den nächsten fünf Jahren gehen ca.

00:37:35: twenty-fünf Prozent der Beschäftigten in den Ruhestand.

00:37:38: Das heißt Verjüngung der Belegschaft, das heißt Einsparungen weil es auch teurer Gehälter sind die da in den Ruhestand treten.

00:37:47: Das heisst wenn wir die natürliche Fluktuation nutzen und nicht jede Stelle automatisch nachbesetzen dann ist schon ein großer Beitrag zu diesem Spaziel von hundert Millionen Euro pro Jahr.

00:38:00: Die Grundfrage ist ja, wenn Sie vom Spanen sprechen, muss man das gesamte Programm, die Struktur des ORFs verändern.

00:38:08: Da gibt es viele Ideen, die Sie alle schon mehrfach in Interviews und in Ihren Konzepten präsentiert haben.

00:38:13: Ich würde da gerne kurz eine Runde dazu machen mit Clemens Pick beginnen.

00:38:18: Sie haben grundsätzlich gesagt dass der ORF weniger ein Einnahmenproblem als ein strukturelles Problem hat.

00:38:26: Ein Beispiel, wo man sich zum Beispiel anschauen müsste wie man in Zukunft damit umgeht und die Struktur verändert ist ORF-III.

00:38:34: Und haben in dem Zusammenhang dann auch von einem Kulturklaster

00:38:37: gesprochen?

00:38:38: Was genau stellen Sie sich darunter vor?

00:38:40: Zu Beginn möchte ich sagen diese eine Million Euro Einnahmen im Vergleich zur restlichen österreichischen Medienlandschaft das ist natürlich von der Relation her sehr viel.

00:38:51: wenn jetzt weitere rund achtzig bis hundert Millionen eingespart werden müssen kann das funktionieren, aber es muss uns allen klar sein.

00:38:59: Das ist ein hartes Barprogramm wo wirklich alle Register gezogen werden müssen sinnvollerweise damit dass Programm nicht angegriffen wird.

00:39:09: Ein Beispiel um zu verdeutlichen.

00:39:11: was meinen wir immer wenn wir von

00:39:13: Strukturen

00:39:14: reden?

00:39:14: Da sind immer so diffuse Begriffe.

00:39:17: Strukturen meint an dieser Stelle beispielsweise, dass der ORF über zehn Tochterunternehmen hat.

00:39:23: Tochter-Unternehmen haben eben eigene Strukture wie Geschäftsführungen, Rechnungswesen und all diese Dinge.

00:39:30: Und bei ORF-III halte ich ja die Marke ORF III und das Angebot von ORF IV im weiten Teil mit Ausnahme dieser Dinge, die wir jetzt auch wieder erfahren mussten.

00:39:42: Dass es hier offenbar bezahlte Beiträge gibt für Public Value Edits Best Also die Marcke ORF II muss zwingend aus meiner Sicht weiter bestehen.

00:39:51: ob drunter eine GmbH Struktur liegt Da wird es für mich dann eigentlich eher sinnlos.

00:39:58: Und es gibt ja im Haupthaus eine großartige Kulturabteilung und die Frage ist, warum hier nicht?

00:40:03: Das meinte ich mit einem Kompetenzbereich-Kulturcluster.

00:40:08: ob das sind diese Synergien von denen immer redet.

00:40:12: Managmentsprech spricht von Strukturen und Synerginen am konkreten Beispiel.

00:40:17: Eine GmbH-Struktur entfernen, die Marke beibelassen und dann gemeinsam das zu produzieren, viel fokussierter und schlagkräftiger.

00:40:25: Das sind aus der Außenwahrnehmung derzeit Möglichkeiten das Unternehmen zu analysieren und anzuschauen.

00:40:32: an einem Beispiel

00:40:34: Lisa Totzauer, was gerade auch in der Debatte der vergangenen Wochen aufgefallen ist und weil eben auch wieder das Schlag richtig drauf fällt.

00:40:40: Gerade ORF III hat zwei Geschäftsführer, andere Tochterunternehmen haben sogar drei.

00:40:46: Wie kann man diese aufgeblähten Strukturen möglichst rasch?

00:40:51: Vorher haben sie gesagt wir haben keine Zeit abbauen.

00:40:57: Es ist vollkommen richtig.

00:40:59: wofür brauche ich zwei Teilweise drei Geschäftsführern?

00:41:03: wenn ich mir dann anschaue Und es versteht kein Mensch der Welt.

00:41:08: Ganz kurzer Einschub, wir haben heute gehört und man kann sich das heute dann noch im Fernsehen anschauen glaube ich auf Puls IV dass sogar eine der beiden Geschäftsführerinnen von OF-III selber auf die Frage ob es zwei Brauch gesagt hat?

00:41:20: Nein!

00:41:21: Ja richtig und wenn wir dann schauen dass diese zusammen beim Zwei-Prozent-Kanal mehr verdienen als der Generaldirektor dann stimmt etwas nicht und in diesen Gedanken finden wir sehr, sehr viele Dinge.

00:41:36: Der Rechnungshof hat uns schon bei seiner letzten Prüfung gesagt dass wir ein Thema in den Führungsstrukturen haben das wir viel zuviel Hätz und Zwischenebenen haben die uns leben.

00:41:48: Wenn ich mir den Newsroom vergleiche von damals mit heute ist er glaube ich dreimal so groß von der Führungsebene Und das ist ja etwas wo wir einfach handeln müssen weil es geht um unseren Inhalt.

00:42:01: Wir verlieren

00:42:02: kein.

00:42:03: Kein

00:42:04: Eigentümer dieser Welt zahlt fünfzehn Euro dreißig pro Monat für irgendeine Bürokratie.

00:42:10: Es ist nicht, es wird.

00:42:13: die Bevölkerung leistet ihren Anteil für Inhalt der Mehrwert bietet.

00:42:19: That's it!

00:42:21: Markus Breitenecker wo kann man aus ihrer Sicht schnell an Strukturen und Programm sparen?

00:42:28: Was braucht das nicht mehr unter einem Generaldirektor?

00:42:30: Markus Breitenacker im Programm

00:42:33: Aktuell, weil heute die Diskussion war glaube ich dass wir uns konzentrieren müssen auf österreichische Produktionen.

00:42:39: zum Beispiel die Millionen-Schogenfrage zu stellen, die in Deutschland produziert wird und in Deutschland fünf Millionen kostet finde ich richtig.

00:42:46: Das könnte man in österreichische Inhalte investieren.

00:42:51: Ich glaube es ist auch richtig ORF III einzugliedern.

00:42:54: ORFIII muss als Sender und als Sendervelt auf ORF ON im Kulturbereich bestehen bleiben.

00:43:01: unbedingt bestehenbleiben ist öffentlich rechtlicher Kernauftrag.

00:43:04: aber man braucht keine Doktor GmbH.

00:43:07: das kann zehn bis fünfzehn Millionen Euro einsparen.

00:43:10: Das ist schon relativ viel, das ist einer der größten Maßnahmen.

00:43:15: Es gibt auch andere Bereiche, wo man entweder durch Einsparungen Synergien finden kann, Doppelstrukturen auflösen kann.

00:43:23: Wo man KI einsetzen und einsparen kann.

00:43:26: Es gibt aber auch Möglichkeiten neue Erlöse zu erzielen.

00:43:29: zum Beispiel gibt es sehr viel Technik im ORF.

00:43:32: Man könnte die vermieten, man könnte das große Studium Königlberg kommerziell nutzen und vermieten.

00:43:38: Man könnte auch die Gebühren- und Beitragsdurchter für andere öffentliche Aufgaben verwenden und nützen.

00:43:47: Also ich glaube, diesen großen Betrag kann man sowohl auf der Kostenseite als auch auf der Einnahmenseite

00:43:53: optimieren.".

00:43:55: Die Frage noch zum Schluss an Petra Höfer – wo sehen Sie das größte Sparpotenzial vor allem in der Struktur und im Programm?

00:44:04: Ich will es jetzt nicht wiederholen!

00:44:05: Ich sehe ja auch bei den Tochtergesellschaften ... Es ist organisch gewachsen... Man hat die Organisation weiterentwickelt aber nie das dann bereinigt.

00:44:15: Man hat immer oben drauf gesetzt und deswegen ist, glaube ich die Situation so wie sie ist.

00:44:20: ORF-III ist ein Beispiel wurde schon genannt aber ich glaube man sollte auch... Die Organisation des Digitalbereichs wirklich genauer anschauen, weil es geht darum die Digitalisierungsprojekte eine große ORFAT-Plattform wirklich zu priorisieren und die Entwicklung zu beschleunigen.

00:44:37: Und zurzeit ist die digitale Redaktion einerseits im Newsroom von ORFat Die andere Digitalredaktion von ORF ON ist überhaupt in der Technik, da hat sich wenig verloren und sollte man sie integrieren in die Programmabteilungen.

00:44:56: Dass hier ein dynamischer Prozess stattfinden kann und ORF on wirklich zum starken Produkt weiterentwickelt werden kann.

00:45:05: Und es gibt Tochtergesellschaften wie die Blue Marble, die sich auch jetzt mit starker Softwareentwicklung technologischen Themen beschäftigt.

00:45:16: Hier kann man schauen welche... Es gibt aber auch noch eine Tochter-Gesellschaft Die heißt OFON und hat auch wieder technische Dienstleistungen für OFT.

00:45:27: Also ich glaube man sieht schon wenn man aufzählt dass man das sehr rasch.

00:45:34: Es gibt dort viele kompetente Mitarbeiter, aber es braucht nicht diese vielen Strukturen.

00:45:37: Man kann's zusammenfassen und wirklich bei den Tochtergesellschaften recht rasch und deutlich Akzente setzen und Einsparungen greifen.

00:45:45: Vielen

00:45:45: Dank!

00:45:46: Bevor wir zur Schlussrunde kommen noch zu einem Themenbereich das auch gerne und oft in den vergangenen Tagen in Interviews und Konzepten diskutiert wird – und zwar der ORF und die anderen Medien.

00:45:59: Also das schöne Schlagwort Kooperation, aber auch der OR F und das Publikum.

00:46:04: Herr Picke, ich habe Ihnen zugehört vorher bei der Pitch und Sie haben unter anderem gesagt.

00:46:09: Der ORF soll die vertrauenswürdigste Informationsquelle bleiben und werden und sein.

00:46:16: Jetzt frage ich mich wie die österreichischen Verlegerwelt aber auch privaten Sender so eine Einschätzung von ihnen aufnehmen?

00:46:25: Weil sie haben es auch dann noch weiter ausgeführt das soll auch das innovativste Medienunternehmen werden usw.

00:46:30: Bleibt da die Frage was ist eigentlich mit den anderen Medien im Land?

00:46:34: Die sind verdammt wichtig.

00:46:36: Freie Gesellschaften brauchen Medienvielfalt, ich finde Demokratien besteht nicht nur darin dass wir alle fünf Jahre zur Wahlurne gehen sondern dass wir über den gesamten Prozess uns auf Basis von Fakten Meinung bilden können.

00:46:52: und dafür braucht es unterschiedliche Medienmarken die privaten Medien ganz dringend.

00:46:58: aber wir müssen eines festhalten Den Medien geht es nicht gut.

00:47:02: Wirtschaftlich geht das Werbegeld zu den Plattformen, durch die neuen KI-Lösungen verschwinden Traffic und dass die Sichtbarkeit von Medien inhalten.

00:47:12: Und ich bin der Meinung, der ORF hat mit der Haushaltsabgabe auch eine besondere Verpflichtung diese für den Medienstandort insgesamt zu interpretieren.

00:47:21: Meines Erachtens sind mit der Einführung der Haushaltsabgaben ist ein strategischer Fehler dahingehend passiert, dass man sie eigentlich als Demokratieabgabe formulieren hätte sollen und auch die privaten Medien dazunehmen.

00:47:34: Das ist verschüttete Milch.

00:47:35: aber jetzt geht es darum in einem neuen Ordnungsrahmen Kooperation zu klären.

00:47:42: alle reden zurecht von Kooperation.

00:47:44: das ist modern und es ist auch richtig in einer Digitalwirtschaft.

00:47:49: Ich weiß wie Kooperation geht, das ist ja eines meiner Hauptthemen mit denen ich mich täglich beschäftige.

00:47:55: Wir stehen jetzt im Mitte September vor der Situation dass die Bundesregierung eine sogenanntes ORF Zukunftsforum einberuft.

00:48:03: Der erste Schritt für mich wäre, ich weiß nicht was die Regierung hier plant.

00:48:07: Aber der ORF muss vorbereitet sein und ich finde es sollte weniger ein ORF-Zukunftsforum sein als eine Zukunftsfahrung über den gesamten österreichischen Medienstandort.

00:48:17: Und Ordnungsrahmen bedeutet jetzt nicht in einem Aktionismus siebzehn Kooperationsideen eben aktionistisch zu verwirklichen, dafür teile ich das Podium ist die Zeit jetzt viel zu knapp.

00:48:30: Sondern wirklich zu sagen wo braucht es Wettbewerb?

00:48:32: Wett bewerbter Marken?

00:48:34: und wo muss der ORF sich öffnen?

00:48:36: Darf ich das gleich aufnehmen?

00:48:37: Und Markus Breitenecker, der schon selber vorher gesagt hat immer wieder das Stichwort Kooperation in den vergangenen Jahren erwähnt oder fast schon vor sich hergetragen hat.

00:48:47: Wo könnte denn der ORF überhaupt Hilfestellung für die privaten Medien abgeben?

00:48:54: also was wäre eine Sache wo der OR F mit seinem Haushaltsabgabengeld den Privatmedien, denen es schlecht geht helfen kann?

00:49:01: Also Hilfestellung, das klingt so nach Samaritan.

00:49:08: So muss man das nicht sehen sondern es geht darum dass wir den heimischen Medienmarkt als insgesamt wertvoll achten in Konkurrenz zum internationalen Markt also zu den Social Media Giganten wo jetzt Reichweite hingeht Werbegeld hingeht und wo auch überhaupt das Gedankengut unserer Kids hingeht.

00:49:29: Und wir verlieren die,

00:49:31: d.h.,

00:49:31: dass müssen wir wieder zurückholen zu den heimischen Medien.

00:49:35: Diese Kooperation muss auf Augenhöhe sein.

00:49:37: D.h.

00:49:38: sie muss für beide Seiten was bringen.

00:49:40: nicht eine Seite soll geschwächt werden damit es der anderen Seite besser geht sondern wir sollen Projekte definieren für beide Seiten sinnvoll sind.

00:49:50: Zum Beispiel Investitionen in KI, zum Beispiel Investionen in Forschung und Entwicklung für Marktforschungsprojekte, für den Ausbau einer Streaming-Plattform sowohl einer österreichischen Streamingplattform ORF ON, wo ich mir vorstellen kann dass auch die privaten linearen Sender getragen werden.

00:50:07: Z.B.

00:50:08: Die gemeinsame Entwicklung mit EU Ländern ARDZDF und anderen.

00:50:12: für eine europäische Streaming Plattform Eurovision Play nenne ich das in Kooperation mit den Privaten, wo die privaten ihre Geschäftsmodelle verwirklichen können.

00:50:23: Zum Beispiel das Thema Vermarktung – wir wollen wieder Werbegelder zurückholen von den Social-Media-Geganten, wir wollen sie wieder nach Österreich herein holen.

00:50:30: ein gemeinsames Vermarktsangebot, dass auch durchaus zu den Gunsten der privaten Asynchron ausgeschüttet werden kann wäre ein Projekt.

00:50:38: Das heißt kein willkürliches Mal da mal da einen Event gemeinsam machen sondern eine systematische Systemrelevante also Auftrag, eine Inklusion der Kooperation in den Öffentlichen.

00:50:51: Aber

00:50:52: ihr habt sich schon bisher die Frage gestellt ob diese Kooperation überhaupt zu sinnvoll ist?

00:50:56: Es gab auch schon Lisa Totzauer wollte gerade schon was sagen Kritik immer wieder an diesen Vorschlägen wie zum Beispiel dass das Join sozusagen hier jetzt noch weiter ausgeweitet wird weil sich hier die Inhalte gegenseitig vielleicht nicht wahnsinnig gut ergänzen.

00:51:12: Join ist ein Beispiel, wo es mir gelungen ist auf einer Plattform alle österreichischen Sender zu integrieren.

00:51:20: Das ist an sich etwas Gutes.

00:51:22: Wo ich aber die Kritik verstehe, ist das natürlich man hier von der Willkür eines privaten Eigentümers mit kommerziellen Interessen abhängt.

00:51:32: Wenn der zum Beispiel in einem Eigentümer wechselt wenn sich die Mehrheit-Verhältnisse ändern und dass habe ich einen eigenen Bleib erfahren, auf einmal andere strategische Prioritäten hat dann ist der gesamte heimische Medienmarkt davon abhängig.

00:51:44: Daher glaube ich, dass der ORF derjenige sein sollte, der so eine gemeinsame Streaming-Plattform organisiert.

00:51:51: Dabei kann man sich darauf verlassen, weil der ORf darf nicht diskriminieren und muss verlässlich sein.

00:51:57: Der ORf muss langfristig planbare Angebote machen.

00:52:00: Ich glaube daher, wenn wir diese gute Grundidee, dass wir eine starke Streamingplattform schaffen, wenn man die durch den ORf organisieren lässt, dass das die beste aller Lösungen ist?

00:52:11: Und der F muss glaubwürdig sein und das habe ich dir vorhin schon gesagt, deshalb wird nebendock eins nicht das Geschäft mit der Liebe stattfinden.

00:52:20: Wenn wir nach vorne schauen und uns überlegen

00:52:25: was

00:52:25: finden wir auf On?

00:52:27: Was finden wir dort?

00:52:29: Wir haben jetzt eine und da ist schon wirklich toll, suchen Maschinen funktionieren großartig Dinge die bei uns jetzt nicht so priegeln sind Wenn ich nach vorne schaue, die Augen zu machen.

00:52:39: Sind das die Inhalte, die vorhanden sind?

00:52:41: Die korrektiert sind und in Themenblöcken sind?

00:52:44: Wo ich mich weiter handeln kann?

00:52:47: Wo Ich Sound integriert habe?

00:52:49: Eine

00:52:51: Ländengpage wo ich alles wertvolle das ORF bekommen und auch weiter... springen kann.

00:53:00: Wenn ich heute dann sehe, du hast mein liebste Weiß neben willkommen Österreich und du denkst okay und findest es aber nur wenn du willkommen auch mit zwei Äle schreibst.

00:53:13: Wenn wir das jetzt weiter denken wie es ausschaut und ich bin eine... Es ist richtig dass wir eine kooperative Haltung zu haben haben.

00:53:22: warum?

00:53:23: Weil wir Verantwortung haben.

00:53:25: Wir haben in ganz vielen Bereichen Verantwortung.

00:53:29: Wir sind nicht nur ein Medienhaus, wir haben viel mehr Verantwortung.

00:53:33: Und ich sehe es natürlich in einer technologischen Entwicklung.

00:53:37: wieso nicht teilen?

00:53:38: Selbstverständlich!

00:53:40: Jetzt nicht nur mit dem Markt in Österreich genauso auch die öffentlich-rechtlichen Europa untereinander.

00:53:46: dass wir alle einzeln einen Backend für einem Player programmieren ist absurd.

00:53:52: Es ist schlicht und ergreifend absurd, die

00:53:54: dann alle nicht die Disabilität haben.

00:53:57: Und

00:53:57: eins würde ich noch sagen mit Markus bekommen für den größten Preis wenn es jemals schafft einen Werbe-Euro von einem Dächskonzern zurückzuholen.

00:54:06: Ja, den hole ich mir dem Preis!

00:54:08: Aber bevor Markus weiterholt,

00:54:09: das möchte ich jetzt kurz... Ich

00:54:10: wollte nur eine, ich meine, ich finde Geschäft mit der Liebe eine furchtbare Sendung bei The Waysies entwickelt und erfunden worden vom derzeitigen Unterhaltungschef des ORF.

00:54:19: Sie läuft

00:54:22: immer noch auf diesen

00:54:24: Sender.

00:54:25: Nein, sie wird abgesetzt.

00:54:26: Die ist furchtbar und darf nicht drauf sein.

00:54:27: Was ist die Kuradierungslogik einer öffentlich-rechtlichen Plattform?

00:54:32: Da ist der Public Value für mich Qualitätsjournalismus im Sinne des Gemeinwohls.

00:54:39: Es muss natürlich hier nicht rein nach kommerziellen Logiken, rein nach Reichweite oder rein nach Werbemaximierung gehen.

00:54:46: Das ist der große Unterschied zu einer öffentlich-rechtlichen Public Value Korratierung.

00:54:50: Gut jetzt muss ich

00:54:51: trotzdem unterbrechen weil Herr Lacher hat auch eine Kooperationsidee und dann gehen wir ins Publikum.

00:54:56: Ich würde mich interessieren wo sie die Unterschiede ihrer Kooperation Ideen gerade auch was ORF on anbelangt zum Markus Breitendeckers Konzept sehen würden?

00:55:07: Also ich glaube Ballon uns ist in dieser Hinsicht sehr, sehr wichtig.

00:55:12: Natürlich gibt es sinnvolle Kooperationen an denen der ORF beteiligt sein soll und muss.

00:55:18: keine Frage Teil meines Konzepts zum Beispiel die Auslagerung der blauen Seite in einem gemeinsamen Verwaltetes Produkt mit den Printmedien in Österreich.

00:55:29: Das dient dem Printmedium, das dient OIF, das dient vor allem am wichtigsten den Österreicherinnen und den Österreichernen weil sie ein besseres Produkt bekommen.

00:55:38: Es gibt viele Möglichkeiten zur Partnerschaft aber man muss auch vorsichtig sein.

00:55:42: Den Partnerschaften habe ich selbst erlebt.

00:55:44: Ich habe ein ganzes Jahr verbracht in England an einem Joint Venture gearbeitet zwischen ITV und Hulu dass dann nicht zustande kam.

00:55:52: Partnerschaften sind komplex, sie sind schwierig.

00:55:54: Sie dauern endlos bis sie endlich realisiert werden und sie sind unglaublich schwierig langfristig produktiv erhalten zu werden.

00:56:02: Partnerschaft lösen nicht alle Probleme.

00:56:08: Die größer die Partnerschaft ist, desto komplexer wird es.

00:56:11: ja also zu träumen über einen europäischen Streaming-Geganten mit der sich mit Netflix in Konkurrenz sitzt und private und öffentliche zusammenbringt.

00:56:20: da kann man davon träumen.

00:56:22: Das wird aber nichts und die Gefahr ist, dass wir so viel Energie darauf verwenden als ORF.

00:56:27: Dass wir unsere eigenen Plattformen, unsere eigenen Produkte, unserer eigenen Inhalte und unser eigenes Publikum darüber vernachlässigen.

00:56:34: Deswegen sage ich es braucht die richtige Balance wenn's um Partnerschaften geht.

00:56:39: Ich wollte nur ganz kurz sagen ein reiner Traum ist das nicht.

00:56:41: Ein reiner traum ist es nicht!

00:56:43: Es gibt... Ich teile die Meinung, dass eine europäische Social Media-Plattform unrealistisch ist.

00:56:49: stattfinden wird.

00:56:51: Diese Idee halte ich für autobistisch, aber eine Streaming-Plattform der EBU-Mitglieder das sehen wir bereits Ansätze!

00:56:59: Wir sehen was ARD und ZDF hier gemeinsam schaffen.

00:57:02: wenn wir mit Open Source Lösungen arbeiten ist es möglich und wir müssen man kann's Traum nennen oder Diese Idee, diese Vision nennen.

00:57:10: Wir müssen es schaffen!

00:57:12: Weil wenn wir das nämlich nicht schaffen dann wird der europäische Medienmarkt die europäisch digitale Souveränität untergehen Dann haben wir verloren und werden nur noch auf TikTok und YouTube stattfinden.

00:57:22: Und dort wollen wir nicht ausschließlich sein.

00:57:24: Wir müssen dort sein um die Jungen zu erreichen und um die jungen wieder zurückzuholen.

00:57:29: Aber wenn wir aufgeben versuchen eine eigene europäischer und starke österreichisches Streaming-Plattformen zu schaffen sind wir verloren.

00:57:38: Gut, danke.

00:57:39: Mit dieser Runde wollen wir jetzt ans Publikum gehen und Ihnen die Möglichkeit geben, Frank zu stellen?

00:57:44: Mein Name ist Alexander Bader.

00:57:45: ich war vor Jahren bei den Grünen und habe dort den BIOS-Struppel auch erlebt von seiner Abschlussgruppellosmenseite Und haben ja immer gedacht es ist so schade dass dann nicht über die Leute berichtet wird, die dem zum Opfer fallen.

00:57:57: Dieses Nichtbericht ist natürlich ja Bayer, es ist pro alterweißer Mann und ich habe jetzt also ihre fünf Präsentationen unter dem Gender Aspekt betrachtet.

00:58:07: Und da fällt mir auf das Frauen sozusagen in erster Linie dort aufräumen, wo Männer unheimlich vermisst gebaut haben und die Männer sind frei Visionen zu entwickeln.

00:58:17: Ist mein Eindruck falsch?

00:58:19: Ich wüsste gern was Sie alle dazu sagen!

00:58:21: Das

00:58:22: war der Einwand von Henrike Brandstutter, in dieser Runde Menschen nicht persönlich zu beschimpfen.

00:58:26: Aber die Frage kann man ja auf jeden Fall trotzdem beantworten?

00:58:30: Also ich finde die Kritik nicht ganz unberechtigt und ich glaube ein Schwerpunkt

00:58:37: im

00:58:37: Programmkonzept und in meinem Programm Konzept ist dass man speziell Programme entwickelt wo Frauen eine große Rolle spielen, zum Beispiel mit einem Beispiel einen Frauen Sport.

00:58:51: Frauen Sport ist ein riesiger Trend.

00:58:54: Frauen-Sport war vor allem wenn es die männlichen Sportarten Fußball und so betrifft ... Mannschaften, die Frauen-Teams extrem unterrepräsentiert.

00:59:06: Das ist ein ganz wichtiger Trend auch in den Regionalbereichen und in den Regionalliegen hinein.

00:59:12: Ich glaube dass wir im Social Media Bereich auf Creatorinnen setzen, ich glaube das wir die Integration von weiblichen Stars, von weiblichen Creators, von Weiblichen Influencern und auch vom weibischen Sportlerinnen viel stärker fördern können und machen können – das wäre Teil meines Konzepts!

00:59:30: Und ich bin jetzt einfach wahnsinnig angefressen, dass wir das Jahr ... ... und uns überlegen wie wir Frauen integrieren.

00:59:40: Unterstütze ich!

00:59:43: Ich glaube Ihre Frage hat neben der Repräsentanz vor allem ja auch völlig zurecht die Frage adressiert... Wie gehen wir in der Unternehmenskultur im Innenleben damit um?

00:59:55: Ich glaube wir Männer können in Führungsfunktionen absolut nur sensibilisiert sein.

01:00:04: Wir können Diversity Rules aufstellen, Programme zur Geschlechtergleichstellung und ich kann Ihnen garantieren wir werden das und ich hoffe ich spreche jetzt für unser männlichen Teil am diesem Podium mit aller Härte und und und all der Gerechtigkeit durchsetzen.

01:00:21: es gibt auch eine andere Form des Mann-Signs, des modernen Mann-signs fühle mich dieser modernen Form sehr verpflichtet und bin selber fassungslos, was ich als Mann oft immer wieder erleben muss.

01:00:36: Also ich habe nicht viel hinzuzufügen aber ich sehe Beispiele im ORF die mir sehr viel Hoffnung geben zum Beispiel in der Technikabteilung wo zunehmend weibliche Führungskräfte Abteilungen leiten, wichtige Projekte leiten.

01:00:55: Das gehört gefördert ganz bewusst gefördert und ich glaube die Sensibilität von der Führungsebene im ORF dafür muss da sein ob man das jetzt mit Quoten macht oder mit Programmen.

01:01:09: Das muss man sich sehr genau ansehen.

01:01:10: aber es ist wichtig anzuerkennen dass es nicht steinzeitlich ist und dass es wirklich gute Beispiele gibt wo tolle Frauen, tolle Projekte und tolle Inhalte für den ORF in führender Funktion verantworten.

01:01:26: Frau Weber?

01:01:28: Man muss schon sagen die Amtierende Generaldirektorin Ingrid Thurner hat hier einen sehr verantwortungsvollen und sich auch sehr harten Job ganz klare Konsequenzen zu setzen und das kann ich wirklich bedanken.

01:01:42: aber es gibt darüber hinaus noch viel zu tun.

01:01:45: Es gibt viel zu tun in der Sichtbarkeit von Frauen, Entführungspositionen.

01:01:49: In der Sichtbarkheit von Frauen am Bildschirm.

01:01:53: Also es gibt wirklich da einen umfassenden Katalog.

01:01:58: und was ich schon sagen muss... Ich habe das immer in Konzepten sehr aufmerksam gelesen von allen Generaldirektoren.

01:02:05: Ich war jedes Mal erfreut haben wir gedacht okay jetzt gehen wir's an!

01:02:09: Jetzt brauchen wir nicht mehr darüber reden sondern jetzt machen Hoffe ich halt, dass der kommende Generaldirektor die kommenden Generaldirektorin auch hier wirklich wirksame Maßnahmen setzt.

01:02:25: Dass es auch zu Umsetzungen kommt und das man nicht einfach nur darüber redet sondern dass man's auch tut.

01:02:31: Danke!

01:02:32: Ich habe hier die nächste Frage.

01:02:37: Ich halte diese Veranstaltung für sehr wichtig, hat einen wichtigen Beitrag für Transparenz und Bürgerinnenbeteiligung.

01:02:42: Und hoffe weil Sie alle das hohe Lied der Transparens gesungen haben in allen Bereichen dass wir auch immer es wird sich daran ab jener nächsten Jahres auch erinnern.

01:02:51: meine konkrete Frage geht zur Programmgestaltung bei ORF eins.

01:02:55: wenn man sich das Programm ansieht beispielsweise von heute kurz nach elf bis kurz vor achtzehn Uhr laufen dort nur acht Krimis eine nach dem anderen.

01:03:03: Das ist ein Ideenlosigkeit und Kreativität nicht mehr zu unterbieten, vor fünf Jahren hatten wir die Diskussion über die amerikanischen Serien, die auch sehr schwach waren.

01:03:11: wie denken Sie darüber?

01:03:14: Ich darf beginnen.

01:03:16: ich stimme dazu das ORF-I wahrscheinlich das größte Problemkind in unserer Fernsehflotte ist.

01:03:25: Ich glaube, ganz klar.

01:03:26: um es schnell zu sagen ORF-I muss wesentlich jünger werden.

01:03:30: Es muss weselijk stärker auf Unterhaltung konzentriert werden und es muss weniger amerikanisch werden.

01:03:35: Das macht keinen Sinn für uns amerikanische Spielfilme zu spielen und mit Netflix in Konkurrenz zu treten.

01:03:42: Wir müssen Raum schaffen für Innovationen und Experimente.

01:03:45: deswegen auch das Creator Lab wo wir mit Social Media Kreatoren zusammenarbeiten die dann auch letztlich.

01:03:56: Wir müssen ORF-I jünger auf Unterhaltung zugeschnitten positionieren.

01:04:02: Ich kann mich dem anschließen, ich schließe mich nicht an, dass wir es nur auf Unterhaltung zugeschnitten machen.

01:04:06: Was mir wahnsinnig wehtut ... Ich war Channel Managerin von diesem Kanal und in fünf Jahren ist der, das muss man mal zusammenbringen, der Kanal um neun Jahre gealtert.

01:04:20: In fünf Jahren!

01:04:24: Alle die Dinge, die wir selbst, diese Experimentier-Dinge, die Wir entwickelt haben und diese Ideen sind da.

01:04:30: Und die amerikanischen Serien zu verlieren war ein Gewaltakt!

01:04:34: Was wurde ich geschlagen?

01:04:36: dafür?

01:04:37: Dafür dass wir jetzt Grimmis spielen, die sich eine Zielgruppe Sechzig Plus wenden?

01:04:42: Es bricht mir das Herz... ...und die Dinge ,die wir experimentiert haben ob wir in der Dienstag Nachtungs bewegen Ob wir neue Dinge ausprobiert haben Live im SKIens.

01:04:55: Vollkommen viele Dinge, die tausendmal besser funktionieren als das was wir jetzt sehen und um zwanzig Jahre jünger waren.

01:05:03: Sie haben einfach nur recht!

01:05:08: Ich würde noch eine

01:05:09: weitere Frage nehmen weil ich nicht mehr von allen Antworten zu allen Fragen kommen soll.

01:05:15: Mein Name ist Paul Heißbauer, ich bin fünfundzwanzig Jahren alt und damit wird überhaupt sowohl was den Altersdurchschnitt hier in einem Raum angeht als auch der Hauptzielgruppe des aktuellen ORF-Programms etwas darunter.

01:05:29: Und darauf zielt auch meine Frage ab und zwar haben wir mittlerweile zehn Jahre ARD und ZDF in Deutschland meiner Ansicht noch durchaus erfolgreich das Programm FUNK gestartet, und mich würde von Ihnen jeweils eine konkrete Idee interessieren wie man in meiner jungen Zielgruppe den ORF wirklich nachhaltig wieder relevant macht, obseits das Zeit im Bild Instagram Accounts?

01:05:54: Wir müssen tatsächlich nicht alles neu erfinden.

01:05:56: Funk ist das große Rollmodel, wenn man hinschaut was im deutschsprachigen Raum hier das Angebot ist.

01:06:01: ich finde es persönlich auch großartig.

01:06:03: Die Frage ist, wie kann man so eine bestehende Möglichkeit des ORF-Eingliedern?

01:06:08: Ich denke es gibt hier gute Ansatzpunkte.

01:06:11: Ich würde ja ohnehin dieses ganze Teil Publikum, Audience und in einer Fokussierung der Plattformen, wie es so schön heißt!

01:06:19: Der ORF hat ja viele Ausspielkanäle die halt oft nicht miteinander untereinander abgestimmt sind.

01:06:24: ich würde mir vorstellen und wir waren ja heute auch bei der österreichischen Film- und Musikwirtschaft Hier diese Anknüpfungspunkte zu finden.

01:06:35: Sowohl was Creators betrifft, Rückkanäle betriffte, neue Musikformen betriften überhaupt dieses Feld des Experimentierens Riders Labs.

01:06:45: Ich finde der ORF darf wieder mutiger werden und mehr sich zutrauen auch, ich habe den Eindruck aus Sicht der Führung das Unternehmen ist im Moment sowieso aber insgesamt Lisa sagt ja sie versucht die Dinge zu treiben.

01:07:01: Sie macht es auch also hier eine ganz starke Positionierung mit einem Wirklichen.

01:07:06: man darf auch manchmal etwas kopieren und hier wirklich auf Funk zu schauen finde ich großartig.

01:07:11: Und der zweite Punkt dazu Aufbauern das stimmt darüber ein.

01:07:15: wir müssen diese Inhalte aber auch dahin bringen wo du und ihr euch befindet.

01:07:20: Wir dürfen keine Berührungsangst haben vor sozialen Plattformen, denn sonst sterben wir in Schönheit!

01:07:25: Ja?

01:07:25: Wir müssen die jungen Audiences dort engagieren wo sie ohnehin Zeit verbringen.

01:07:31: das gibt uns auch eine Möglichkeit sie zurückzubringen auf unsere eigenen Plattform.

01:07:34: aber auch wenn dass nicht stattfindet dann ist es wichtig die Inhalte dort an dem Mann oder die Frau zu bringen wo Sie sind.

01:07:41: Ich möchte dazu ergänzen dass es gute Initiativen Gute Projekte, gute Redaktionen im ORF gibt die Social Media Content herstellen wie zum Beispiel die ZIP auf TikTok.

01:07:55: Allerdings gibt es diese Inhalte die hergestellt werden

01:07:59: nicht

01:08:00: auf ORF on und das finde ich interessant weil ich möchte ja nicht nur für die Social media Giganten also für die Bestien die uns frisst produzieren.

01:08:09: Daher muss man auch bei Funk etwas differenzierter argumentieren.

01:08:12: Das gute an Funk ist, dass hier

01:08:14: junge

01:08:14: Redaktionen aufgebaut wurden von ARD und ZDF die unabhängig vom großen Flaggschiff arbeiten können und die für junge Zielgruppen Inhalte herstellen können.

01:08:24: Aber dass die ausschließlich für YouTube produzieren, ist ein Fehler.

01:08:27: Ich finde man kann das auf YouTube stellen, man muss das mittlerweile auf Youtube stellen weil sie unverzichtbar sind aber mit dem Ziel die wieder zurück zu holen auf ORF ON.

01:08:37: Warum haben wir es nicht?

01:08:41: Einerseits aus rechtlichen Gründen und andererseits auch als intern... aus internen Management drücken.

01:08:47: Wir müssen also die rechtlichen Schranken für Interaktivität, für Chatfohren und für Communitys dort gebaut werden.

01:08:54: Also alle für alle Dialog- und interaktive Möglichkeiten müssten wir sowohl rechtlich versuchen zu erreichen als auch tatsächlich in der Positionierung, in der Programmierung von ORF ON so dass wird diese guten Social Media Inhalte jedenfalls auch, vielleicht sogar zuerst auf der eigenen Plattform haben.

01:09:13: Nämlich ORF-On.

01:09:15: Böchter da noch jemand was ergänzen von den beiden oder zumindest noch so sieht?

01:09:19: Ja es ist oft das Kostenargument wo man sagt naja gut also die wir müssen sparen.

01:09:25: deswegen braucht's viele Wiederholungen.

01:09:27: ich glaube gerade für Content for the young audience ist es wichtig dass meine eigene smart produced Linie beginnt also eine kostengünstigere Produktionsweise,

01:09:42: wo man

01:09:42: auch schneller reagieren kann.

01:09:43: Wo man flexibler sein kann was eigene Teams geben muss.

01:09:47: Also das ist auch nicht so schwer und ich glaube da gibt es Ansätze aber das ist zu wenig konsequent umgesetzt.

01:09:55: Wenn wir uns nur vorstellen würden wie die Inhalte Die wir jetzt im MoEF haben Würden wir diese Inhalten die da sind in verschiedenen Sprachen erzählen.

01:10:10: In der YouTube-Sprache, in der TikTok-Ssprache oder in der Insta-Spreche, whatever – in der On-Stab-Sprafe.

01:10:16: Vorkommen egal!

01:10:17: Nur die Dinge, die da sind.

01:10:19: Es wäre das X-Fache von dem was wir heute haben.

01:10:23: und wissen Sie was das Spannende ist?

01:10:25: Wir machen das ja, das war nicht leicht wie wir es durchgesetzt haben gegen Widerstände.

01:10:29: Machen wir das

01:10:29: ja?!

01:10:31: Und wir kriegen Rückmeldungen weil wir schon interagieren auf Youtube.

01:10:35: Toll, dass ihr ein neues Format gemacht habt.

01:10:38: Das interessiert mich total und wissen Sie was es war?

01:10:42: Der Bürgeranwalt!

01:10:49: Das war der gekürzte Mitschnitt des nicht offiziellen, aber öffentlichen Hearings von fünf Bewerberinnen und Bewerbern für den ORF-Chefposten zu dem am zweiten Juni das NEOS Lab geladen hat.

01:11:00: Die Zusammenfassung von meiner Kollegin Julia Wenzel können Sie auch nachlesen – den Link dazu finden sie in den Shownot!

01:11:06: Und in Ihrem Text steht auch welche weiteren ORF Kandidaten Hearings in den kommenden Tagen waren und wo zu sehen und hören sind.

01:11:14: Danke fürs Zuhören.

01:11:15: haben Sie einen schönen Feiertag und ein Verlänger des Wochenende.

01:11:18: Machen Sie es gut und bis bald!

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