Wie Ski ein zweites Leben bekommen

Shownotes

Skisport ist in Österreich trotz des Klimawandels das ganze Jahr über ein Thema und ein Massenphänomen. In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 1,8 Millionen Paar Ski und Skischuhe verkauft. Am Ende ihres Lebens landen diese High-Tech-Produkte meist im Sperrmüll und wertvolle Rohstoffe gehen dabei verloren. Im Forschungsprojekt „WINTRUST“ wird daran gearbeitet, Wintersportartikel systematisch zu recyclen. Im Rahmen des Innovationsforums von „Die Presse“ besprach Michael Köttritsch mit David Zidar und Michaela Plank, weshalb Recycling eine Superpower ist, bei der neben den technischen Lösungen auch die ökonomischen Aspekte eine maßgebliche Rolle spielen. Bereits im Jahr 2023 hat das Projekt „WINTRUST“ einen Bereich der Abfallwirtschaft ins Visier genommen, der bisher großteils unbeachtet blieb: das Recycling von Wintersportausrüstung. Doch das gestaltet sich schwierig, da Skischuhe, -bindungen und auch Helme aus unterschiedlichen Komponenten bestehen und Skier aus einem unlösbaren Verbund aus verschiedenen Werkstoffen bestehen, der beim Recycling aufgelöst werden muss. Die anfallenden Mengen an Material sind enorm. „Weltweit gibt es etwa 3,7 Millionen Paar Ski, die pro Saison verkauft werden, in Österreich sind das 350.000 bis 400.000 Paar. Rechnet man die Schuhe, die Helme und die Stöcke, also die gesamte Skiausrüstung, hinzu, kann man sich vorstellen, wie viele Produkte europaweit im Umlauf sind“, erklärt Michaela Plank. All diese Produkte enthalten wertvolle Rohstoffe, die Zidar, Plank und ihr Team durch Recycling wieder zurückgewinnen und in den Wertstoffkreislauf einbringen wollen. Am Projekt der Montanuniversität Leoben sind 30 Firmen, Institutionen, Gemeinden und Forschungseinrichtungen, die an der Lösung der Recyclingfrage von Skiausrüstungen beteiligt. In der Modellregion Pinzgau-Pongau entstand eine enge Zusammenarbeit mit Sportartikelhändlern, den Gemeinden und dem Abfallwirtschaftsverband. „Nach der Sammlung muss das Material in einzelne Gruppen, wie Skier, Stöcke und Schuhe, getrennt werden, denn eine gemeinsame Verarbeitung ist nicht möglich“, erläutert Zidar. Werden die Ergebnisse des Projekts „WINTRUST“ großflächig umgesetzt, könnten mehrere tausend Tonnen bzw. zehntausende Tonnen Material wiederverwertet werden.

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00:00:00: Dieser Podcast wurde mit Unterstützung unseres Werbepartners finanziert.

00:00:08: Egal wie das Wetter draußen ist, Skisport ist in Österreich trotz Klimawandels das ganze Jahr über ein Thema und ein Massenphänomen.

00:00:17: Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden hierzulande rund eineinhalb Millionen Paar Ski- und Schischuhe verkauft.

00:00:24: Am Ende ihres Lebens landen diese Hightech-Produkte meist im Speerermüll – wertvolle Rohstoffe gehen dabei verloren!

00:00:31: Wegweisende Recyclingverfahren kommen, und das mag ich überraschen von der Montan-Universität Leoben.

00:00:37: Im Forschungsprojekt WinTrust wird daran gearbeitet, Wintersportartikel systematisch zu recyceln – und damit herzlich willkommen bei unserem Innovationsforum!

00:00:47: Warum Recycling eine Superpower ist?

00:00:50: Warum man bei jeder technischen Lösung auch die ökonomische Seite im Auge behalten muss?

00:00:54: Und warum die olympischen Winterspiele- Bespricht Michael Köttritsch im Studio mit David Zieder, wissenschaftlicher Leiter von WindTrust am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung an der Montanen Universität Leoben und Michaela Plank, Absolventin der Kunststofftechnik an der montanen University Leoben, Inhaberin von M. Plank und Projektleiterin von Windtrust?

00:01:19: David Zieder, Sie haben in den Jahren die Jahr- und Zwanzig begonnen mit dem Projekt WindTrUST und damit ein sehr interessantes Thema in der Abfall Wirtschaft ins Visier genommen.

00:01:30: Sie wollen zeigen, dass das Recycling von Wintersportausrüstung ein gutes Beispiel ist wie Produkte mit einer komplexen Materialzusammensetzung und Verbindungstechnik recycelt und wiederverwertet werden können?

00:01:43: Warum ist es so schwierig, Wintersportsartikel zu recyceln?

00:01:47: Da muss man ein bisschen dazu übergehen, wie diese Produkte hergestellt sind – egal ob Skibindungen, Schuhe oder auch die Helme sind!

00:01:57: Alle bestehen aus unterschiedlichen Komponenten und jede dieser Komponente ist aus einem eigenen Material, um ihren Zweck erfüllen zu können.

00:02:05: Zum Beispiel der Ski besteht aus unglaublich vielen verschiedenen Lagen.

00:02:10: Das fängt an dabei eine Kunststoffschicht die das Design schützt darunter etwas dass die Steifigkeit an die Stabilität bringt.

00:02:16: also da sind Carbonfasern Glasfasers aber auch Holz.

00:02:19: Und unten damit der Sci gut läuft ist natürlich ein Stahlkanten und eine super Lauffläche als Kunststoff notwendig.

00:02:26: Jetzt muss das aber bei extremen Bedingungen, also niedrigen Temperaturen und extremen Kräften die wir beim Skifahren draufdrücken muss halten.

00:02:33: Das darf sich auf keinen Fall auflösen.

00:02:35: Und genau das ist das Problem im Recycling!

00:02:38: Wir haben einen unlösbaren Verbund an verschiedenen Werkstoffe den wir im Recycle aber lösen müssen.

00:02:45: Genau hier ist das problem.

00:02:46: Wir können nur recyceln wenn wir diese Werkstoff von einander trennen.

00:02:51: Dieses Trennen ist bei einem unlösbaren verbunden natürlich eine riesige Herausforderung.

00:02:55: Michaela Plank, wie groß ist das Problem überhaupt?

00:02:58: Sprechen wir davon relevanten Mengen?

00:03:01: Absolut.

00:03:01: Der Trend des Skifahrens ist ungebrochen.

00:03:04: Allein wenn man sich die Top-Nationen ansieht mit USA, Frankreich und Österreich sprechen wir da von fünfundfünfzig Millionen Skitagen... Bis zu fünfundfünfzig.

00:03:14: Österreich ist mit knapp zweiundfünfzig Millionen Ski-Tagen vertreten, was die Skifahrer auf den Pisten verbringen.

00:03:20: Jetzt kann man sich die Mengen runterrechnen in etwa, dass wir sagen, okay weltweit haben wir drei Komma sieben Millionen Paar Ski, die pro Saison verkauft werden.

00:03:29: Auf Österreich runtergebrochen heißt das noch einmal dreihundertfünfzehnt bis vierhunderttausend Paarski in unserem Verhältnismäßig kleinen Land.

00:03:38: Wenn man da jetzt noch dazu nimmt Die Helme, die Stöcke, was man noch braucht bei einer Skisport Ausrüstung auf der Piste.

00:03:48: Dann weiß man etwa wie viele Produkte da europaweit unterwegs sind.

00:03:53: und diese Produkte enthalten wertvolle Rohstoffe, die wir durch das Recycling wieder im Kreislauf führen könnten und die mal wieder zurückgewinnen können.

00:04:00: David Sieder, was in den Schienen an Material steckt?

00:04:03: Das haben wir schon gehört!

00:04:04: Wie schaut es aus bei Bindungen beim Skischuhn?

00:04:07: Bindungen und Skischuhe bestehen vor allem aus technischen Kunststoffen, einer Vielzahl davon und verschiedenen Metallen.

00:04:13: Und gerade bei den Kunststoffn gibt es für solche Produkte bisher keine Lösungen.

00:04:17: Metallrecycling funktioniert theoretisch auch aus der Asche des Brennofens aber der Kunststoff ist dann weg!

00:04:24: Das ist natürlich sehr schade weil Kunststoffe sind ein sehr ressourcenintensiver Werkstoff und wenn wir diese Werkstoffe im Kreislauf führen können so wie das Wollen von der Ski-Sportproduktion im Land Österreich halten.

00:04:38: Michael Blank, wie kann es gelingen, dass man eine ökonomisch-ökologische und sozialnachhaltige Kreislaufwirtschaft implementiert?

00:04:46: Und da die Stakeholder auch dazu holt?

00:04:50: Ja genau dieser Frage stellen wir uns in den vergangenen drei Jahren im Projekt WinTrust das Wort zu sagen.

00:04:56: unsere Anfangsmotivationsfrage Wie können wir so etwas umsetzen und vielleicht gleich einmal sozusagen das Schlüssel-Element vorweg, dass ist der Zusammenschluss einer gesamten Industrie über die Wertschöpfungskette.

00:05:10: Also das war so ein bisschen die Geheimzutat, die uns auch im Laufe des Projekts erst richtig gewusst worden ist was es bedeutet wenn eine ganze Industrie inklusive Recycling inklusive Forschungsinstitutionen wie die Montan Universität León zusammenarbeiten.

00:05:24: Wir haben schon im Vorfeld Bevorprojekt statt zwei Jahre Aufbauarbeit geleistet, seitens EcoPlus in Kooperation mit der Montan-Universität Leom bis es dann zwanzig dreiundzwanzig zum Projekt stattgekommen ist und mittlerweile in diesem Projekt dreißig Firmen, Institutionen, Gemeinden und Forschungsinstitutionen an einer Lösung des Recyclingthemas arbeiten.

00:05:49: Das Projekt an sich geht jetzt noch von der FFG gefördert bis April zwanzig, siebenundzwanzig.

00:05:54: Aber wir arbeiten schon mit Nachdruck daran dass man in ein Folgeprojekt gehen weil man einfach gesagt haben dieses Projektkonsozium möchte zusammen bleiben ist motiviert und wir haben auch einige Themen zu lösen die wir uns gemeinsam der Herausforderung stellen wollen.

00:06:09: Gehen wir nochmal ganz in den Anfang zurück wenn es diese Zusammenarbeit nicht gibt was passiert dann mit den Wintersportartikeln wenn sie nicht mehr gebraucht wird?

00:06:17: Im Endeffekt passiert mit Ihnen genau das, was jetzt mit den Wintersportartikeln passiert.

00:06:21: Der Großteil der Winterspotartikel ist einerseits in den Dachböden und in den Kellern von Herrn Frau Österreicher.

00:06:28: also wir haben da Schätzungen dass jeder so ungefähr vier Paar Ski ins einem Haushalt hat die nicht mehr benötigt werden.

00:06:34: Die dann doch diese emotionale Hürde schaffen sich von den Skiern drinnen kommen dann zum Sperrmüll in den kommunalen Abfallzentren und werden aktuell in die Verbrennung zugeführt, also sprich in die thermische Verwertung.

00:06:46: Es gibt wenige noch sehr kleinflächige Rückrollaktionen vor allem von Händlern, von diversen Verleiern

00:06:54: etc.,

00:06:55: aber das gehört eben auch ausgebaut.

00:06:56: Das gehört großflächig angelegt und genau an dem arbeiten wir in Winters.

00:07:00: Weil

00:07:01: es ist die Frage wie die Sammlung funktioniert und wie sie funktionieren kann?

00:07:04: Der

00:07:04: allerwichtigste erste Schritt ist eben separat zu sammeln.

00:07:07: Also wenn das einmal im Sperrmal ist, wie wir gerade gehört haben dann ist es verloren was zu trennen wäre unmöglich.

00:07:13: Wenn wir so wie wir das jetzt im Projekt machen aber das separat trennen Dann haben wir eine Chance.

00:07:18: Wir haben dafür in Pinska-Ponga in Salzburg eine Modellregion aufgebaut und arbeiten dort ganz eng zusammen mit den Sportartikelhändlern Auf der einen Seite Und mit dem Gemeinden und dem Abfallwirtschaftsverband auf der anderen Seite.

00:07:29: Wenn dann das gesammelt ist muss dieses Material natürlich weiter transportiert werden und dort einmal getrennt werden.

00:07:36: Und zwar in die einzelnen Gruppen, also die Schiehe von den Stecken von den Schuhen weil das kann man nicht gemeinsam weiterverarbeiten.

00:07:43: Genau mit diesem ersten Schritt des Auseinandersortierens verbinden wir auch gleichzeitig den ersten händischen Zerlegungsschritt.

00:07:50: Weil der Skischuh besteht auch wieder zum Beispiel aus zwei Komponenten da muss der Innenschuh raus und dann hat man den Skischu eigentlich die Schale, den wir als Skischuch ansehen.

00:08:00: Und diese Schritte müssen manuell passieren?

00:08:02: Diese Schritte passieren manuell.

00:08:04: Auf der einen Seite weil sie am effizientesten sind, das geht sehr schnell und auf der anderen Seite weil wir mit der GW Sankt-Belten einen integrativen Betrieb haben die ja diese Arbeit nicht nur durchführen kann sondern wo auch Arbeitsplätze geschaffen werden können für Personen mit speziellen Bedürfnissen also sowohl geistige als auch körperliche Benachteilungen.

00:08:20: Windrust läuft jetzt seit drei Jahren.

00:08:22: was ist so das Auskommen?

00:08:23: was sind so die Erkenntnisse aus dieser Projektzeit?

00:08:26: Auf der einen Seite, dass dieser gesamttätliche Ansatz unglaublich wichtig ist.

00:08:30: Also vom Design des Produkts zum Abwahl also über den Lebenszyklus das ganze Produkt hin wieder zum Design.

00:08:39: Wir müssen daran denken, dass diese Rohstoffe die wir zurückgewinnen können und da können wir mit Stolz sagen Das wir wirklich für alle fünf Produktgruppen die wir uns anschauen eine Recyclinglösung haben Dass diese dann aber auch wieder im Kreislauf eingesetzt werden am besten wieder einen Ski-Schuh aus einem Ski Schuh machen.

00:08:56: Und das ist sicher der Ort kam aus dem Projekt, der am Großartigen ist, dass wir wirklich sagen können, wir können das.

00:09:02: Technisch haben wir Lösungen für alle diese Produkte.

00:09:06: Wenn wir uns den Recyclingprozess jetzt anschauen was funktioniert da gut und wo gibt es noch Aufholbedarf?

00:09:12: Genau hier muss man ein bisschen unterscheiden zwischen dem forscherischen Idealismus zu sagen die technische Lösung funktioniert für alles und der ökonomischen und wirtschaftlichen Realität.

00:09:23: Nur weil eine technische Lösung da ist, so wie wir sie entwickelt haben heißt es noch nicht dass sie wirtschaftlich umsetzbar ist.

00:09:31: Sehr gut funktioniert zum Beispiel die Skischuhe, Schalen auch die Innenschuhe sowohl als auch die Bindungen und die Bindungsplatten Auch die Metallteile also Metallstöcke oder auch die Innenhelme von den Helmen.

00:09:43: das funktioniert alles sehr gut Weil es hier Unternehmen gibt wieder daran interessiert sind und bereits die Anlagen haben um das umzusetzen.

00:09:50: Bei den anderen Produkten haben wir zwei Lösungen, aber es braucht ein Investment um dann die richtigen Anlagen zusammenzustellen und diese Produkte resecken zu können.

00:09:59: Weil da gehört Mut dazu auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite auch dass man die Wertschöpfungskette voll ausbaut.

00:10:06: Und da reicht das nicht wenn wir in unserer kleinen Modellregion bleiben wo wir in den letzten Jahren etwa fünfzig Tonnen an Material gesammelt haben sondern muss ganz bösdereich hier wo mehrere tausend Tonnen am Material anfallen würden oder am besten der ganze Alpine Raum wo wir dann im Bedarf soll über mehrere Zehntausende Tonnen reden.

00:10:24: Und dann ist auch ein wirtschaftlicher Business Case deutlich eher vertretbar, als wenn ich mit Kleinmengen in der Industrie sind halb vierzig-fünfzig Tonnen Kleinmenge arbeiten muss.

00:10:35: Das heißt man muss skalieren damit diese Systeme auch wirklich sinnvoll laufen können?

00:10:39: Jedenfalls!

00:10:40: Eine Skalierung ist unbedingt notwendig.

00:10:42: solche Anlagen, solche Trennungsanlagen Aufbereitungsanlage sind teuer und es fällt auch nebenbei in jedem Aufbereitungsschritt immer auch Abfall im Recyclingprozess an.

00:10:52: Je größer, dass es aber skaliert ist, desto geringer ist dieser Anteil von Abfall in diesen Prozessen.

00:10:59: Das heißt je besser ich skalieren kann, destor höher ist die Quote an dem vom Endprodukt hin zum Sekundärungsstoff.

00:11:06: Michael Planck mit Wingtrust ist jetzt ein sehr breites Konsortium aufgestellt worden entlang der Wertschöpfungskette.

00:11:14: Warum braucht das diese gesamte Wertschöffungskete?

00:11:17: Beteiligte entlang dieser Kette.

00:11:21: Ziel von Winchester war immer die Kooperation über diesen gesamten Wertschöpfungskreislauf, weil wir gesagt haben, wir brauchen kurze Wege.

00:11:29: Wir brauchen Feedback von der Industrie zu den Forschern und wieder zurück um eben diese Lösungen zu generieren.

00:11:35: Wir haben in unserem Konsortium mit vereint die Skihersteller also die Produzenten, die Brand Owner wie wir sie nennen, die Händler, die Unternehmen in der Aufbereitungstechnik im Recycling auch Gemeinden mit dabei.

00:11:49: Und natürlich unsere Forschungsinstitutionen mit der Montano-Universität Leoben und dem Kunststofftransfersenter in Wels, die alle auf äußerst guten Wegen zusammenarbeiten.

00:11:59: Was auch dieses Scale up über das wir gerade gesprochen haben um einiges leichter ist.

00:12:03: Wenn man sich jetzt die einzelnen Siegmente ein bisschen anzieht, also zum Beispiel unsere Skihersteller, unsere Brandowner haben natürlich einen Knowhow was den Aufbau geht, was da den Herstellungsprozess angeht Mit Atomic, Blitzert, Headfischer und Lecki sind wir da sehr gut vertreten von der österreichischen Skiindustrie her.

00:12:23: Wir haben dann weiter unsere Händler mit dabei, die sich vor allem um den Bereich Sammlung gekümmert haben.

00:12:28: Mit Bründelsport, Gigasport und InterSport, die da wirklich dazu beigetragen haben, dass wir mal gehört haben, da mehrere Tonnen, also knapp fünfundreißig Tonnen haben wir sammeln können an Wintersportartikeln in den letzten zwei Jahren.

00:12:40: Das ist schon ziemlich beachtlich, die dann eben an die geschützte Werkstätte nach St-Bölten gegangen sind wo die erste Zerlegung stattgefunden hat, teilweise manuell, teilweise halbautomatisch was auch selbst konstruiert wurde um dann eben die Komponenten weiter zu verteilen an die Unternehmen in der Aufbereitungstechnik im Recycling.

00:12:59: Die dann schon auf die Daten aus den Laborversuchen von der Montanuniversität zugreifen konnten und es gab einen schnellen Austausch zwischen Forschern und den Unternehmen um dieses Scale-Up zu begleiten.

00:13:11: Und wie anfangs erwähnt diese kurzen Wege machen das möglich dass wir und somit auch zu schnellen Lösungen kommen können.

00:13:19: David Sieder, viele Organisationen sind an WinTrust beteiligt.

00:13:23: Es ist ein interdisziplinäres Projekt Auch am der Montano Universität Leoben.

00:13:27: Welche Institute sind damit befasst?

00:13:30: Da vor allem die Kunststoffe ein Problem sind.

00:13:32: im Recycling Sind auch die Kunsthoftechniker damit beschäftigt.

00:13:36: Am Department Kunsthohtechnik sind drei Institute Und zwar das Institut für Chemie der Kunststoffes Das Institut bei Verarbeitung von Verbundwirkstoff und Design für Recycling und das Institut für Kunststoffverarbeitung, dem ich angehöre dabei beteiligt.

00:13:49: Jeder hat seine eigenen Aufgaben.

00:13:51: Chemie der Kunststoffe beschäftigt sich mit den Lösen von Klebeverbindungen – mit der Aktivierung von Aditiven und auch mit Oberflächenfunktionalisierungen für Verstärkungstoffe die wir einsetzen wollen aus den Sekundärostoffen.

00:14:04: Auf der anderen Seite die ökologische Betrachtung um die LCA.

00:14:08: damit beschäftigt es sich der Lehrstuhl für Verarbeitung von Verbundungsstoffen und Design für Recycling.

00:14:12: Und damit man dann wieder ein perfektes Produkt machen kann und dadurch die Wertschöpfung erhöhen kann.

00:14:20: Dafür brauchen wir die Kunststoffarbeitung, um aus dem Sekundärostoff auch wieder ein perfektes Bauteil zu machen.

00:14:26: Michael Blank, Recycling ist ein wirtschaftlich relevantes Thema, ein politisch relevantes thema.

00:14:31: Welches Potenzial steckt da drinnen?

00:14:33: Was kann der Windrust bewegen?

00:14:35: Potenziale steckt absolut drinnen vom wirtschaftlichen Aspekt aus!

00:14:39: Die Skiindustrie ist heute schon eine Milliarde Industrie, was die Wintersportartikel angeht.

00:14:45: Aber nun durch das Thema Recycling machen sich auch weitere Geschäftsmodelle auf, die eben diese Themen Recyling Sekundärostoff Reparability also Reparaturfähigkeit der Produkte und auch in weiterer Folge dieses Design for Recycling möglich machen.

00:15:02: Und Unternehmen, die jetzt früh dran sind an diesen Lösungen werden da in Zukunft einen Wettbewerbsvorteil zu dem Ganzen haben.

00:15:10: Zusätzlich kann man noch sagen dass durch diesen wirtschaftlichen Aspekt natürlich auch ein gewisses Thema der Readiness entsteht.

00:15:18: Also man bereitet sich darauf vor, ja?

00:15:20: Man hat da einen gewissen Aufbau dahinter.

00:15:23: es kommen immer wieder von der EU diverse Regularien und Verordnungen rein wo man dann dementsprechend reagieren kann also Themen wie CO² Bewertungen oder Design for Recycling, ECO-Designverordnung.

00:15:39: All das kommt auf uns zu und die Skiindustrie ist auf einen sehr guten Weg dass sie nicht nur auf diese Verordnungen reagieren sondern diese dann auch aktiv mitgestalten können schon im Vorfeld.

00:15:53: Einen Blick in die Zukunft wahren und an die Olympischen Winterspiele jetzt im Jahrzehnte.

00:15:59: Wie sollten Wintersportgeräte, wie sollte die Ausrüstung dann gestaltet sein um nachhaltig zu sein?

00:16:05: Also einerseits muss man sagen es ist schon jetzt in diesem Jahr zwanzig sechsundzwanzig ein großes Thema in Italien bei den olympischen Spielen gewesen.

00:16:12: Nachhaltige Winterspiele also das war ein großes thema und da ging's nicht nur darum dass die das Equipment nachhaltiger sondern als die gesamten Winterspieler Also auch, wie kommt das Essen dorthin?

00:16:23: Wie transportieren und so weiter.

00:16:25: Und ich hoffe in acht Jahren sind doch wir im Technischen Readiness soweit dass das Recycling der Wintersportartikel deutlich besser funktioniert als es jetzt funktioniert.

00:16:35: Windjust wird da seinen Beitrag dazu leisten.

00:16:38: aber in Zukunft blickend nicht nur in die olympischen Winterspiele sondern allgemein ist es notwendig Wintersports nachhaltig zu gestalten.

00:16:48: Wir müssen Dann daran denken, Wintersport ist ein Natursport.

00:16:52: Wir sind daran gebunden dass wir in der Natur das machen können und dementsprechend müssen wir Rücksicht auf die Natur nehmen und im Eingang mit der Natur diesen Sport ausüben.

00:17:00: also muss es in der Zukunft eigentlich dorthin gehen was man sagt weg von Massentourismus und Konsum hin zum nachhaltigen Wintersportsgebiet und damit entstehen neue Systeme dadurch entstehen Neue Wertschöpfungsketten wodurch das dann auch ökonomisch interessant werden kann.

00:17:19: Und so wird dann hoffentlich in Österreich als Bordzeigenation, als erstes in acht Jahren es sehr viele oder ausschließlich nachhaltige Wintersportregionen geben und nicht nur nachhaltigem Olympische Winterspielen.

00:17:33: Das war der Presse-Podcast im Rahmen des Innovationsforums zum Recycling von Wintersports Ausrüstung.

00:17:40: Wir bedanken uns fürs Zuhören!

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