Das Boot Österreich hat ein Finanzleck
Shownotes
Welche Maßnahmen notwendig sind, damit Österreich auch künftig ein attraktiver Industriestandort bleibt, welche politischen Rahmenbedingungen verbessert werden müssen und welche Chancen Oberösterreich als stärkstes Industriebundesland und wachsender KI-Standort bietet, diskutierte Eva Komarek im Industrie-Talk von „Die Presse“ mit Thomas Bründl, Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich und Geschäftsführer der Starlim Spritzguss GmbH, sowie Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich.
Während andere Volkswirtschaften Krisen und wirtschaftliche Verwerfungen vergleichsweise gut bewältigen, entwickelt sich Österreich schwächer als der europäische Durchschnitt. Die Ursachen sehen die Gesprächspartner weniger in den Unternehmen selbst als vielmehr in schwierigen Rahmenbedingungen wie hohen Energiekosten und zunehmender Bürokratie. Hinzu komme der globale Wettbewerbsdruck. Vor allem China habe seine industrielle Stärke in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Heute entfallen knapp 31 Prozent der weltweiten Industrieproduktion auf das Land – fast so viel wie auf die USA und Europa zusammen. Gleichzeitig hat Österreich seit dem Jahr 2021 rund zwei Prozentpunkte seiner Industriequote verloren. „Die Weltwirtschaft ist ein robuster Tanker, der durch Krisen stabil hindurchfährt, während Europa und insbesondere Österreich und Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit verlieren“, so Haindl-Grutsch.
Auch die Kostenentwicklung bereitet Sorgen. Laut Bründl seien die Lohnkosten in Österreich in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als in vielen Nachbarländern. Teilweise betrage der Unterschied bis zu 20 Prozent. Daher brauche es strukturelle Reformen statt kleiner Anpassungen. Haindl-Grutsch verweist zudem auf die im internationalen Vergleich stark gestiegenen Lohnstückkosten. Gleichzeitig belasten hohe Energiekosten den Standort. „Günstige Energie schafft Wohlstand, teure Energie reduziert ihn“, betont Haindl-Grutsch.
Welche politischen Weichenstellungen erforderlich sind, welche Auswirkungen der demografische Wandel auf den Arbeitsmarkt haben wird und warum der Facharbeitskräftemangel trotz aktueller Konjunkturschwäche schon bald wieder zum zentralen Thema werden könnte, erläutern die beiden Wirtschaftsvertreter im Industrie-Talk von „Die Presse“.
Trotz der Herausforderungen sehen beide große Chancen für den Industriestandort Europa. „Industrial Intelligence ist die Chance für Europa“, sagt Haindl-Grutsch. Wenn es gelingt, Künstliche Intelligenz mit bestehendem Produktions-Know-how zu verbinden, könnten daraus entscheidende Wettbewerbsvorteile entstehen.
Dabei gibt es auch positive Entwicklungen auf regionaler Ebene: Oberösterreich hat sich in den vergangenen Jahren zu einem österreichischen KI-Hot-Spot entwickelt. Die Antwort auf Landesebene sind Initiativen zur Stärkung von Innovation, Qualifizierung und Technologieentwicklung. Warum Oberösterreich hier bereits wichtige Akzente setzt und welche Rolle diese Entwicklung für die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts spielen kann, ist ebenfalls Thema des Gesprächs.
Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Podcast wurde mit Unterstützung unseres Werbepartners finanziert.
00:00:09: Industriestandort oder Industriestand dort?
00:00:12: Zugespitzt formuliert ist, dass die Frage vor der Österreich steht – denn die Industrie ist seit Jahren unter Druck!
00:00:19: Auf die Pandemie folgten geopolitische Konflikte gestiegene Inflation und hohe Energiepreise.
00:00:25: Gleichzeitig verschärft sich der internationale Wettbewerb.
00:00:29: Allen voran China macht Europa Konkurrenz während Österreich bei Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit immer weiter zurückfällt.
00:00:36: Was braucht es, damit Österreich ein erfolgreicher Industriestandort bleibt?
00:00:41: Welche politischen Weichenstellungen sind notwendig und welche Rolle kann Oberösterreich als stärkstes Industriebundesland – und aufstreben der KI-Standort dabei spielen?
00:00:52: Darüber spricht Eva Komareck im Industrietalk Mit Thomas Bründel, Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich und Geschäftsführer der Stalin-Spritzkus GmbH.
00:01:03: Und Joachim Heidel Grotsch, Geschäftsführer der industriellen Vereinigung OberÖsterreich.
00:01:10: Herr Bründl wie schon eben angesprochen wenn man auf die Welt blickt dann ist das für die Wirtschaft jetzt nicht gerade rosig.
00:01:16: wir haben eben geopolitische Krisen die Blockade der Straße von Homoes Die Energiepreise sind gestiegen und es gibt eine enorme Gesamtvolatilität.
00:01:26: Wie sehr leidet denn die Weltwirtschaft unter diesen aktuellen Konflikten?
00:01:30: Und wie stark betrifft denn das vor allem auch Europa?
00:01:33: Die Fragestellung ist ja hochinteressant, weil anscheinend sind wir Krise gewöhnt, wenn wir jetzt betrachten, wie stark der Weltwirtschaft dennoch, dass dieser Krisen und diese Verwerfungen ist.
00:01:45: da stellt sich eher für mich die Frage, warum sind wir in Europa um so viel schlechter im Wachstum wie die gute Performer auf weltweiter Basis.
00:01:53: Und in Österreich haben wir dann noch das Thema dass wir nochmal schlechter performen als der europäische Schnitt.
00:02:00: und da gilt es ihnen einzuschauen wo liegen unsere strukturellen Probleme denn?
00:02:05: an hidden Champions mangelt es nicht.
00:02:08: also das heißt Wir haben die Fähigkeiten nur anscheinend nützen wir sie nicht gut genug industriellen Webbewerb so erfolgreich bestehen zu können, dass wir uns einfach Marktanteile abgraben lassen.
00:02:21: Wo sind denn die Hauptprobleme mit denen jetzt speziell die Industrie zu kämpfen hat?
00:02:26: Die Industrie kämpft – es ist schon ein alter Hut!
00:02:29: Mit den Rahmenbedingungen wird uns immer mehr aufgebürdet das nicht zur Wertschöpfung beiträgt.
00:02:36: Die Bürokratie in aller Munde Die Energiekosten sind ein Riesendema im Wettbewerbsvergleich und ein Innovationsmäßig sind wir gut unterwegs.
00:02:47: Nur Arbeit, so wie es derzeit dargestellt wird das ist nicht die dunkle Seite des Lebens sondern das ist die Erfüllung.
00:02:54: denn wenn wir gute und Jobs haben wir wirklich gute nur müssen wieder etwas fleißiger werden um entsprechend dann wieder in der Wettbewerbsfähigkeit dort zu sein, wo andere sind?
00:03:05: Also die Industrie spielt ja bekanntlich in der Weltmeisterschaft.
00:03:08: Wir haben keinen regionalen Wett bewerb, sondern wir haben den weltweiten Wett Bewerb und da muss man schon einmal dazusagen dass die Weltwirtschaft ein robuster Tanker ist, der fährt ja durch alle Krisen stabil durch währenddessen Europa aber auch ganz besonders Österreich-Deutschland eben nicht mitkommt.
00:03:28: Ein paar Zahlen dazu.
00:03:30: Der Ausblick der Aktuelle für die nächsten fünf Jahre, siebenundzwanzig bis einunddreißig zeigt das Österreich nur auf Platz.
00:03:37: einerhundertvier und achtzig von einhundertneinundneunzeig Ländern und Territorien dieser Welt liegt beim Wirtschaftswachstum.
00:03:45: also wir sind schon sehr weit hinten.
00:03:47: Und China zum Vergleich hatte in den letzten, seit der Jahrhundert neunzehntig, damals hatten sie einen Anteil der Weltindustrie von zweieinhalb Prozent jetzt von knapp einunddreißig Prozent.
00:04:00: Deutschland hat in der gleichen Zeit seinen Anteil von zehn Prozent auf unter fünf Prozent mehr salbiert.
00:04:06: Auch Österreich hat da verloren, also die Zahlen sind für Europa und für ganz besonders Österreich-Deutschland wirklich nicht gut.
00:04:14: das heißt man sieht eindeutig die Denustralisierung die schon passiert ist.
00:04:19: allein in Österreich haben wir seit zwanzig einundzwanzig zwei Prozentpunkte Industriequote hier in Österreich verloren.
00:04:29: Also bei uns wirkt sich die Krise wirklich aus und es sind eben strukturelle Probleme.
00:04:35: Und keine konjunkturellen Probleme, die das Land hat.
00:04:39: Die Welt wächst aber wir eben nicht.
00:04:41: Das ist das zentrale Thema.
00:04:43: Bleiben wir kurz bei China.
00:04:44: China war ja immer der massenbillig Produzent bis jetzt.
00:04:49: Jetzt hat China offensichtlich auch aufgeholt technologisch.
00:04:53: haben wir in Europa die chinesische Industrie da jetzt auch irgendwo unterschätzt?
00:04:58: Naja, unterschätzt für die Netzung.
00:05:00: All jene, die sehr viel oder regelmäßig in China sind haben natürlich festgestellt mit welcher wirklich Kraft hier die Pläne, die gemacht werden diese fünf Jahrespläne die ja in aller Munde sind.
00:05:12: ich glaube jetzt ist der fünftzehnte Fünfjahresplan wie die umgesetzt werden.
00:05:16: man geht hier sehr strategisch vor.
00:05:18: Ich würde China heute auch noch nicht als den Innovator selber sehen weil vieles was hier in China dann umgesetzt wird, wird hier nach wie vor in Europa erfunden entwickelt.
00:05:30: Ich würde China heute sehen als die kommerzialisierungsmaschine.
00:05:35: Die schaffen das, die guten Ideen, die wir haben aufzunehmen und dann wird dort wirklich alle Kraft hineingesetzt, um das einfach fertig das Produkt auf der Straße zu bringen und zu skalieren.
00:05:48: Und das ist etwas, da können wir davon lernen Gut und sehr einfach.
00:05:55: Und das soll jetzt kein Play-Doh je für Kinder sein, aber man soll auch mal dort hinschauen weil sie durch regulative wenn es auf der Zielinne liegt nicht gebremst werden.
00:06:04: Dort müssen wir wieder hin dass wir die guten Ideen bei uns umsetzen, bei uns kommerzialisieren und bei uns dann auch ausrollen.
00:06:12: Dann werden wir wieder auf den Weg des Erfolges zurück gerne nämlich dahingehend dass wir sagen ziel wo wollen wir hin?
00:06:19: Wir wollen zwanzig Prozent Industriequote.
00:06:22: Geht's der Wirtschaft, der Industrie gut?
00:06:24: Geht es uns allen gut.
00:06:25: Und wenn wir das Ziel vor Augen haben dann werden wir auch die notwendigen Maßnahmen setzen um dort hinzukommen.
00:06:30: Wie schauts denn mit den USA aus?
00:06:32: Die hängen uns ja auch sukzessiv immer mehr auf oder?
00:06:35: Ich glaube die USA hat erstens einmal die große Deindustrialisierungswelle schon lange für uns gehabt.
00:06:41: aber was die USA natürlich viel besser macht als wie in Europa ist sie machen ein Geschäft aus vielen Innovationen.
00:06:49: Das Mobiltelefon ist in Europa erfunden worden.
00:06:52: Das Geschäft haben amerikanische Digitalkonzerne jetzt gemacht, in den letzten Jahren.
00:06:57: Also ich glaube die Amerikaner können das Geschäft machen, verkaufen.
00:07:02: gleichzeitig sehen sie auch dass es ohne Industrie nicht geht, die reine Finanzdienstleistung funktioniert nicht für einen Standort.
00:07:10: versuchen das mit Mühe wieder zurückzuholen gelingt ihnen aber nicht wirklich.
00:07:15: Ehrlicherweise weiß ich auch gar nicht die Facharbeitskräfte haben, um das betreiben zu können.
00:07:20: Also darin sehe ich ja auch die Chance für Europa und insbesondere für den Dachraum – wir haben das Industrieproduktionsnohow!
00:07:28: Und wenn es jetzt gelingt, die KI mit dem ProduktionsnoHow zu verbinden sowie diese Industrial Intelligence sozusagen weiterzuentwickeln dann ist das die Chance für Europa, für Österreich und für Deutschland wieder erfolgreich zu sein.
00:07:43: Welche Branchen leiden denn besonders?
00:07:45: Und für welche schaut es dir ein bisschen besser aus?
00:07:48: Wer leidet?
00:07:49: all jene, die von Materialkosten oder Energiekosten abhängig sind – wir haben wieder einen starken Stück – gleichzeitig muss man vor sich arbeiten.
00:07:58: Gleichzeitig müssen wir natürlich sagen diese Krisen haben auch die guten und starken Unternehmen in Österreich.
00:08:05: betreffen Innovation angeregt etwas zu tun.
00:08:08: Keiner wartet mehr, dass ihm die Rahmenbedingungen so aufbereitet werden, dass er dann wieder gut durchkommt.
00:08:15: Jeder nimmt das Heft selber in die Hand!
00:08:17: Für mich ist es nur wichtig, wenn eine Unternehmen in Österreich erfolgreich ist, dass das auch in seinem Erfolg unterstützt wird und nicht weiter gepremst und belastet wird.
00:08:29: Jetzt innerhalb Europas sitzen ja eigentlich die Länder mehr oder weniger in der geopolitischen Krise alle im selben Boot.
00:08:35: Warum entwickelt sich jetzt gerade Österreich doch so viel schwächer als viele andere Länder?
00:08:40: Was läuft denn da bei uns so falsch?
00:08:42: Also ich glaube das wurde oft besprochen, die Kosten in Österreich sind explodiert damit die Lohnstückkosten viel stärker gestiegen als zum Beispiel in Deutschland.
00:08:51: Wenn Österreich immer teurer als Deutschland ist müssen alle Alarmglocken läuten.
00:08:56: Wie schauen die Zahlen wiederum aus?
00:08:58: Österreich hat jetzt mittlerweile dann fast ein verlorenes Jahrzehnt produziert.
00:09:03: Unser Bipro-Kopf wird nächstes Jahr, im Jahr twenty-seven, auf dem Niveau von zweiundneinzehn legen und unsere Produktivität auf den Niveaus von zweitausendsechzehn.
00:09:13: Wir rennen ja gerade über das Doppelbudget für Österreich und da sieht man wieder, die strukturellen Probleme werden überhaupt nicht angegangen.
00:09:21: Wir erhöhen dort ein paar Steuern, ein paar Gebühren.
00:09:24: Wir sparen woanders wie im Rasenmäher drüber aber strukturell ändert sich nichts.
00:09:29: also wenn ich das Bild noch bringen darf Das Brot Österreich hat einen Leck.
00:09:35: Oben wird fleißig Wasser hinausgeschöpft, unten rinnt neues Wasser durch das Loch hinein und deswegen tut sich in Sommer nix.
00:09:42: Es gibt keine
00:09:43: Verbesserung.".
00:09:44: Und jetzt heißt es wieder wie kommen wir da runter?
00:09:46: Das kann nicht sein dass Unternehmen sagen, ich gehe in die Schweiz weil ich dort günstiger produziere als Österreich.
00:09:51: Ich meine das ist ein Koril.
00:09:53: Herr Ligrundschmo abgesehenes von länger arbeiten wo liegt denn so die besten Hebel um die Produktivität widerzusteigen?
00:10:02: Also, ich würde dem Thema Verhaltensveränderung noch das Thema Vereinfachungen und du wirst es ja bestimmt dann nochmal bringen als zweiten Punkt den Spiel bringen.
00:10:12: Es gibt da den schönen Begriff der Niemandsherrschaft der Bürokratie.
00:10:17: Das System sozusagen verwaltet sich selbst zum Stillstand.
00:10:22: Irgendwie gibt's keinen mehr, der in Verantwortung ist, das System diesbezüglich zu verändern.
00:10:29: extrem überverwaltetes System völlig verkompliziert und das natürlich reduziert das Tempo unserer Veränderungsfähigkeit.
00:10:38: Also ich glaube, ein wesentlicher Zweiterpunkt wäre Simplifizierung weniger Kosten, weniger Bürokratie und mehr sozusagen Eigenverantwortung und mehr Erwachstum.
00:10:50: Das wären diese zwei Säulen einer Entwicklung die die vom Staat kommen muss, standortpolitisch kommen muss.
00:10:57: Dass die Innovation von den Betrieben vorangetrieben wird ist glaube ich ja eh klar.
00:11:01: Wo drückt denn der Schuh eigentlich mehr?
00:11:03: Ist es jetzt, wenn wir von der Bürokratie oder von dem Wünschen nach Vereinfachung reden, ist es Österreich oder ist es schon vor allem auch durch die Innenbedingte?
00:11:13: Wir nehmen das ganze Entbürokratisierungsthema, wir glauben kleine Kieselsteinchen weg weil das und diese kleine Kette haben wir gemacht.
00:11:21: Und im Wald steht der nächste Felsbrocken, der uns vor die Füße geworfen wird, den wir dann wieder mühsam zermeißeln müssen.
00:11:27: Vor der Tür.
00:11:28: Nämlich Entgelttransparenzrichtlinie.
00:11:31: Aber ich sag
00:11:31: weg
00:11:32: mit dem Arschmaden!
00:11:34: Stoppstecklock und es braucht keiner.
00:11:37: Und das in eine Verpackung hineinzustecken?
00:11:40: Das equal pace... Ja, das ist gut gemeint aber ... völlig schlechter umgesetzt.
00:11:46: Ich wollte vielleicht noch auf die Frage von vorhin noch ergänzen.
00:11:50: ein weiteres Thema, das wir jetzt überhaupt nicht angesprochen haben was die Webwärtsfähigkeit des Standortes betrifft ist die Energiepolitik?
00:11:57: Vielleicht darf ich das noch kurz anreißen.
00:11:59: also Grundsätzlich ist es ja so günstige Energie erzeugt Wohlstand teure Energie reduziert Wohlstadt.
00:12:07: Österreich ist in einem System drinnen auch in Europa grundsätzlich dass die Energiekosten massiv erhöht haben in den letzten Jahren.
00:12:16: Und das reduziert Wohlstand!
00:12:18: Wir haben vor kurzem eine Immersumfrage dazu gemacht, in Oberösterreich ist erstaunlich.
00:12:22: wie reflektiert die Bevölkerung?
00:12:24: Das Thema sieht also erstens von den vier Top-Themen für quasi für Österreich sind zwei Energiethemen mittlerweile auf Platz eins die Energie sicher und auf Platz vier die Energie kostet.
00:12:37: Also die Bevölkerungssee das komplett Und schätzt es auch richtig ein.
00:12:41: Zwei Beispiele dazu, dass zu eighty-four Prozent sich für den Ausbau der Drohnerkraftwerke aus, also Ausbau einer Wasserkraft sprechen.
00:12:49: Zweitrittel sagen ja wenn wir in Österreich eigene Gassressourcen haben warum fördern wir sie nicht?
00:12:55: Warum kaufen wir flüssig Gas aus der ganzen Welt und das eigene Gas fördern?
00:13:00: Ich weiß nicht, was Angst vor Greenpeace oder aus welchen Gründen auch immer.
00:13:05: Also das ist schon interessant wie reflektiert die Bevölkerung bei der Energiepolitik ist.
00:13:10: und grundsätzlich ist es schon so dass wir schauen müssen jetzt wie kommen wir aus dieser Schleife der viel zu hohen Energiekosten heraus?
00:13:19: Nähne da auch konkret das Beispiel Klimazil-Zwanzigvierzig in Österreich versus EU-Zwijnzigfünfzig.
00:13:27: Echtes Goldplating.
00:13:28: Wir haben vor Kurzem von der Eco-Ausdreh ausrechnen lassen, wie viel das Österreich kostet.
00:13:34: Das sind auch dreißigtausend Arbeitsplätze die zusätzlich wegfallen werden.
00:13:38: also dieses echtes goldplating weniger Pipwachs zum weniger Arbeitsplätzchen.
00:13:44: Kommen wir vielleicht noch zu etwas Positiven?
00:13:46: Nämlich Oberösterreich hat ja zuletzt immer wieder mit positiven Nachrichten zum thema-künstliche Intelligenz aufhorchen lassen.
00:13:53: Ist jetzt OberÖsterreich so ein bisschen das KI-Zentrum Österreichs?
00:13:56: Ja, wir sehen uns schon als Ölfis!
00:13:59: Aber es geht... Es ist so wie im Mannschaftspot.
00:14:01: Jetzt ist er gerade Fußballwärm.
00:14:03: Hoffentlich starten wir dort erfolgreich hinein.
00:14:05: In der KI sind wir hoffentlich die, die vorne stehen und den guten Sturm oder aus dem Mittelfeld kommen Ein Torschieß nämlich zum Erfolg beitragen.
00:14:15: Aber du brauchst natürlich eine ganze Mannschaft, um erfolgreich zu sein.
00:14:19: Ja wir haben in Obersterreich ein sehr Bruchreiter mit Hagenberg hier und natürlich in Linz und man sieht ja wie welche Anziehungskraft das hat einen guten Meltingpot entwickelt.
00:14:35: Und je erfolgreicher es ist, desto mehr kommen hinzu.
00:14:39: Das ist gut so!
00:14:41: um Ausgründungen aus den Universitäten Mut etwas zu tun und nicht Angst vor dem Misserfolg zu haben.
00:14:49: Mit diesen Themen, KI wird sehr viel Neuland betreten.
00:14:53: Nicht alles wird gelingen aber auch aus dem nicht gelungenen kann man sehr, sehr viel lernen.
00:14:59: also das sehe ich als sehr positiv.
00:15:01: Ich möchte es aber nicht nur als Einzelnes durchschen haben.
00:15:04: wir haben im dualen Ausbildungsbereich eine Top-Qualität in Oberösterreich.
00:15:09: genau das Wichtige, dass man das wo entwickelt wird an Innovation hervorgebracht wird.
00:15:15: Dass wir das auch auf die Straße bringen und da sind wir gut!
00:15:18: Wir sind in Oberstreich auch im dualen Ausbildungsbereich wirklich Spitze.
00:15:23: Wie
00:15:23: kann denn jetzt auch oder was trägt denn es auch bei um beispielsweise die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu verbessern?
00:15:32: Ja wir haben dazu eine eigene Exzellenztrategie KI geschrieben der mittlerweile auf Lannesebene so eine Richtschnur geworden ist.
00:15:40: Man sieht darin schon, dass sich das Thema KI in Oberösterreich schon vor Jahren standardpolitisch angegangen worden ist.
00:15:49: Ich erinnere dann des Erste Rheine-KI Studium in Österreich gibt es an der Johannes Keppler Universität mittlerweile fast dreitausend Studierende die also wirklich KI studieren und diese Spirale des Erfolgs hat sich jetzt sozusagen ergeben.
00:16:04: Jetzt ist ein richtiges Ökosystem entstanden, aus Hochschulen, Ausforschung, aus Firmen, aus Startups, aus Industriebetrieben – das Ganze befruchtet sich gegenseitig.
00:16:16: Letzte Runde vielleicht noch?
00:16:17: Die Zeit ist schon wieder durchgelaufen!
00:16:19: Nächstes Jahr gibt es Landtagswahlen.
00:16:21: Was wären denn die dringendsten Wünsche an die Landespolitik?
00:16:24: Veränderungen zuzulassen und mutig zu sein?
00:16:27: Was muss Standortpolitik in Oberösterreich künftig leisten?
00:16:30: Also was wirklich Standortpolitik in einem Bundesland machen kann, ist alles rund um Innovation, Technologie, Qualifizierung und Forschung.
00:16:40: Also ob es euch gar keine Steuerpolitik machen.
00:16:43: Gott sei Dank!
00:16:44: Aber im Innovations-Forschungsqualifizierungsbereich kann man sehr viel machen.
00:16:50: Darauf drängen wir diesen diesen Mut zur Veränderung wirklich mit hohem Tempo voranzutreiben, weil – wie haben wir immer gesagt?
00:16:59: Oberbürgisch ist eine industrielle Spitzenregion.
00:17:02: Es ist geschafft worden in den letzten zwanzig Jahren dass man sich unter die Top-zwanzig Industrieregionen in Europa hervorgearbeitet hat seit ein paar Jahren sozusagen dieser Trend gebrochen Weil eben wir im Boot sitzen von ganz Österreich und damit die österreichischen Standortprobleme sind natürlich auf jedes Bundesland auswirken.
00:17:23: Also, wir müssen umso schneller, um so besser werden in Oberösterreich.
00:17:28: Deswegen ist für uns das KI-Thema auch so enorm wichtig weil es ist die große Transformation, die jetzt in der Industrie, in der Wirtschaft gerade stattfindet und die dürfen auf keinen Fall
00:17:38: verpassen.".
00:17:40: Das war der Industrietalk zum Thema Zukunft des Industriestandorts Österreichs.
00:17:46: Vielen Dank fürs Zuhören.
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