ZiB-Moderator Lenglinger trifft Newsfluencer Grassl: "Leute, die Schwachsinn verbreiten, gab es immer"

Shownotes

Wem vertrauen junge Menschen, wenn es um Information geht? Eva Dinnewitzer aus dem Kulturressort der „Presse“ hat ORF-Journalisten Stefan Lenglinger und Newsfluencer Andreas Grassl zu sich ins „Presse“-Studio geladen und mit den beiden diskutiert: Wo werden wir in Zukunft unsere Information beziehen, welchen Quellen können wir noch trauen? Und welche Rolle spielen Persönlichkeit und Schmäh beim Informieren?

Das Streitgespräch zwischen Lenglinger und Grassl ist der Teil der Sonderausgabe der „Presse“, die sich mit dem Thema Zukunft beschäftigt. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur kommen darin zu Wort und reflektieren darüber, wie sich unser Leben in den nächsten 30 Jahren verändern wird.

Gäste: Stefan Lenglinger, ORF und Andreas Grassl Gespräch: Eva Dinnewitzer Host: Christine Mayrhofer Schnitt: Audiofunnel/Georg Gfrerer

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Transkript anzeigen

00:00:05:

00:00:09: Hallo, herzlich willkommen bei Was Wichtig Ist dem täglichen Nachrichten-Podcast der Presse.

00:00:14: Mein Name ist Christine Meyerhofer und ich bin eine der Hosts dieses Podcast Und selbst wenn Sie uns und mir an dieser Stelle sehr regelmäßig zuhören dann wissen sie wahrscheinlich relativ wenig über mich Meine privaten Interessen und Vorlieben.

00:00:28: die sind an dieser stelle niemals Thema.

00:00:30: Im Zentrum stehen Information, Analyse und Einordnung.

00:00:34: Denn so funktioniert traditioneller Journalismus oder zumindest hat er bis dato so funktioniert?

00:00:40: Auf Social Media schaut das mittlerweile längst ganz anders aus.

00:00:44: Politische Analysee, polemische Meinung und Outfit des Tages gehen sich da auf dem gleichen Account aus – und solche Konzepte haben oft großen Erfolg!

00:00:53: Viele junge Menschen beziehen mittlerweile ihre Informationen hauptsächlich auf Social-Media.

00:00:58: Genau das war Thema eines Streitgesprächs zwischen dem ORF-Journalisten Stefan Länglinger und dem Newsfluencer Andreas

00:01:05: Krassel.

00:01:06: Wo beziehen wir in Zukunft unsere Informationen, welchen Quellen trauen wir noch?

00:01:11: Und welche Rolle spielen Persönlichkeit und Schmäh beim

00:01:15: Informieren?".

00:01:16: Das Gespräch, dass Sie gleich hören werden – das hat meine Kollegin Eva Dinewitzer aus dem Kulturressort der Presse geführt!

00:01:22: Es ist Teil einer Sonderausgabe der Pressee, die sich mit der Zukunft beschäftigt.

00:01:27: Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur kommen darin zu Wort.

00:01:32: Und reflektieren darüber wie sich unser Leben in den nächsten dreißig Jahren verändern wird Wie wir uns in Zukunft informieren werden.

00:01:40: das hören Sie jetzt bei uns.

00:01:44: Ich sitze ja heute mit zwei sehr prominenten jungen Gesichtern des österreichischen Journalismus dem politischen Beobachter Andreas Krassel und dem EuF-Minorator Stefan Länglinge.

00:01:55: Schön dass ihr da seid.

00:01:57: Ich will mit euch über die Zukunft der Medienbranche reden, konkret darüber wie wir uns künftig informieren werden und vor allem auch wer uns informieren wird.

00:02:05: Beginnen würde ich das Gespräch gerne mit einer Zahl oder eigentlich mit zwei Zahlen.

00:02:10: in den letzten Jahren ist es Vertrauen in die Medien deutlich gesunken.

00:02:14: Das zeigt der Reuters Institute Digital News Report In Österreich von Achtundvierzig auf erst fünfunddreißig Prozent, erst dann letztes Jahr ist das Vertrauen wieder ein bisschen gestiegen.

00:02:26: Wir liegen jetzt ungefähr bei vierzig Prozent.

00:02:28: Wobei das Vertauen der jüngeren Menschen fregieler ist als dass der älteren Menschen.

00:02:35: fangen wir da gleich an.

00:02:37: woran liegt es Andreas?

00:02:38: und vorher vielleicht noch?

00:02:40: ist es alarmierend?

00:02:42: Alarmieren für die Medien die gemeins sind glaube ich für die definitiv alarmierend, weil Vertrauen ist die einzige Währung in der Mangelung dessen dass ja viele für mediale Inhalte gar nicht zahlen wollen.

00:02:54: Insofern ist das eigentlich die Hardwährungen die du hast.

00:02:57: wirst so angeschaut für was du bringst und wird dir das auch geklappt.

00:03:02: Das sind möglicherweise dann aus dieser Sicht alarmierende Zahlen.

00:03:06: Die Frage warum?

00:03:08: Ich meine vor allem deswegen zumindest in der äußeren Wahrnehmung, zu viel Nähe zwischen Politik und Medien besteht.

00:03:17: Weil vermutlich auch diverse Prozesse die nicht mehr ins XXI.

00:03:21: Jahrhundert passen Stichwort jetzt auch ja Stiftungsrat ORF Die Wahlen rundherum Einfach ein klares Defizit in der Arbeitsweise von Medien aufweisen.

00:03:36: Das ist vielleicht ein Mitgrund, warum alles so aussieht wie es aussieht.

00:03:39: Ob die alternativen Akteure das jetzt immer besser machen oder hingestellt?

00:03:43: Es gibt eine große Bandbreite und sehr große Qualitätsunterschiede aber daran mache ich das fest.

00:03:49: Ich sehe schon einen guten Punkt.

00:03:50: wir wissen auch aus Studien dass das Vertrauen nicht unbedingt erlischt sondern zum Teil migriert und zwar eben von Institutionen wie dem ORF hin zu einzelnen Persönlichkeiten wie Andreas Grassel.

00:04:00: macht ihr das Angst?

00:04:04: Angst will ich jetzt nicht sagen.

00:04:05: Ich glaube, es ist eine Entwicklung die man ernst nehmen muss und wo man auch berücksichtigen muss wie passen sich die etablierten Medien an um ein wenig den Zanderzeit zu verpassen?

00:04:15: Man kommt immer noch aus einer sehr privilegierten Position heraus.

00:04:18: Ich meine in demselben Report war drinnen glaube ich das dem ORF nach wie vor dreiundsechzig Prozent der Menschen in Österreich vertrauen.

00:04:25: da kann man sagen okay das sind dann immer noch viele dies nicht tun.

00:04:28: aber der Wert ist auch leicht gestiegen Und ich glaube für fünfzig Prozent von Menschen sind TV Nachrichten auch immer noch die Haupt Informationsquelle.

00:04:35: Darauf kann man sich nicht ausruhen, ich glaube das kann man irgendwie so sehen wie es war glaube ich ein US-Medienmacher der Name fällt mir gerade nicht ein.

00:04:42: in der gemeinter Situation der starken etablierten Medien sieht so aus dass ein riesiger Eiswürfel ist der dahin schmilzt und vielleicht ist er den nächsten zehn zwanzig Jahre noch relativ groß.

00:04:52: aber man muss einfach schauen wohin geht dieses Schmelzwasser?

00:04:56: Ja, das sicherlich die Medien selber Fehler gemacht haben.

00:05:00: Also ich glaube weder der ORF noch die Presse oder sonst.

00:05:02: wer kann behaupten dass wir im Laufe der vergangenen sechs Jahre immer perfekt waren in unserer Berichterstattung.

00:05:09: Die Covid-Pandemie ist ein riesiges Thema für viele Menschen und Ich denke dass wir gesamtgesellschaftlich auch den Verlust an Vertrauen in Institutionen haben.

00:05:19: Das liegt nicht nur an der Art und Weise wie wir arbeiten und dass unsere Qualität so stark abgenommen hätte das glaube ich in Summe nicht sondern ein Faktor, der da auch nicht zu vernachlässigen ist, einfach dass sich unser Medienumfeld verändert hat mit den sozialen Medien über die wir noch viel reden werden und deren Geschäftsmodell beruht nun mal auf Spaltung.

00:05:36: Und das schürt dann auch viel Misstrauen.

00:05:38: Ich glaube, dass ein Punkt doch noch erwähnt werden muss in der Hinsicht was ja viele etablierte Medien mittlerweile auch machen ist, dass sie ihre Populärerin, Bekannterin vielleicht auch in der neuen medialen Realität funktionierenderen Gesichter nach außen stellen und sie selbst auch marken werden lassen.

00:05:56: Stefan ist zehnmal so groß auf YouTube wie ich, das muss man auch mal hinkriegen also... Insofern ist er vielleicht auch viel mehr New School Journalist als ich das bin zumindest in der einen Hinsicht Und das funktioniert ja auch mir.

00:06:11: wieder fährt es öfter, wenn man mich irgendwie darauf einspricht wo man mich mal gesehen hat auf der Straße oder so und dann reden wir vielleicht ein bisschen inhaltlich über Dinge die ich gemacht habe.

00:06:21: Und ob das gut war oder nicht?

00:06:22: Dann sagen meine Leute immer ja ich hab dich da beim Länglinger gesehen und das ist ja super typisch aber den Noel mag ich nicht!

00:06:28: Und so mag's viel mit wer Russfurm gehen oder weiß Gott mit wem.

00:06:31: Man baut einfach zu Menschen ein anderes Verhältnis aus als zum Magen und ich glaube dass müssen sehr viele noch lernen.

00:06:38: Personifizierung werden wir dann auch noch sprechen.

00:06:40: Ganz kurz zuvor, du nennst dich Welterklärer und geopolitischer Analyst?

00:06:44: Fröhliche!

00:06:46: Wieso nicht Journalist?

00:06:47: Ich stelle mich da so ein bisschen aus der Verantwortung natürlich weil ich auf der einen Seite natürlich in neun von zehn Punkten wahrscheinlich Journalist bin aber mir bewusst das Läbel aus zwei Gründen ist.

00:06:58: gäbe dass einer ist Opportunismus positiv besetzter Begriff.

00:07:05: Und ich möchte mich nicht erklären, was nicht alle meine vermeintlichen Kollegen da verbrochen hätten und warum ich dazu gehöre und warum alles Fake News ist.

00:07:13: Sondern... Ich bin halt einfach Mensch und ich erzähle Geschichten und hoffentlich kommt es an.

00:07:18: Dann möchte ich keine künstliche Distanz über dieses Label aufbauen oder künstliches Misstrauen schaffen wenn keines existieren sollte.

00:07:24: Das andere ist, ich wollte nie Teil der Szene sein, jetzt sitze ich trotzdem da!

00:07:29: Ist das so?

00:07:29: Progt ihr das Labelschannelist Müselligkeiten ein, würdest du sagen?

00:07:34: Ja sicher.

00:07:34: Also ich glaube wenn man jetzt irgendwie nachschauen müsste welche Berufsstände sind noch unbeliebter?

00:07:39: dann sind wir bei Politikerinnen und Politikern aber dann lang nichts mehr.

00:07:43: Wo ist vielleicht auch noch?

00:07:44: Ja

00:07:44: das vielleicht auch nicht so in der öffentlichen Erscheinung.

00:07:47: also klar Journalistinnen und Journalisten sind per se jetzt nicht beliebt.

00:07:53: das würde ich schon unterschreiben.

00:07:54: Glaubt ihr die klassischen Medien werden gerade dahin gerafft.

00:07:58: Ich weiß nicht, ob Sie sterben.

00:07:59: Aber Sie gehen einen leidenden Weg gerade und ich denke nicht, dass sie alle dem Untergang geweiht sind.

00:08:04: das wird halt darauf ankommen.

00:08:06: wer kann sich an die neuen Kommunikationsrealitäten anpassen und wer kann es nicht?

00:08:09: Das ist glaube ich der entscheidende Punkt.

00:08:11: vielmehr noch als Wer sitzt in diesen Redaktionen oder war das jetzt ehemals eine Printzeitung oder eine Fernsehstation?

00:08:18: sondern eher wer geht mit der Zeit mit.

00:08:20: Wer das nicht tut, der wird überrollt, das ist schon so.

00:08:23: Es ist innovator da eigentlich immer.

00:08:25: also würde auch behaupten dass einfach durch die sehr dynamische Natur der Medien-Szene andere Medienangebote gestellt werden müssen, dann können dieselben Marken auch weiter existieren mit anderen Inhalten in anderen Erscheinungsbildern.

00:08:38: Aber gab es so dran?

00:08:40: Ja manche machen sich ja sehr gut.

00:08:41: Letztes Mal hast du gesagt klassische Medien wenn sie mich fix sterben bald

00:08:46: Es geht schon!

00:08:46: Man muss einen neunzeitgemäßen Ansatz finden warum die Menschen die Zeit mit dir verbringen sollten.

00:08:51: Du predigst näherste Distanz, so ein bisschen das Schlagwort.

00:08:55: Was du in mehreren Interviews gesagt hast quasi die Möglichkeit... ...die Person dahinter kennenzulernen schafft das Vertrauen ungefähr.

00:09:04: Wirkt es nicht auch das Risiko dass die Nachricht zur Nebensache wird?

00:09:08: Zeige ich jetzt mal wenn wir irgendwie Inhalte nicht unbedingt anglauben Wenn sie sauber recherchiert sind Sondern wenn der Überbringer mir sympathisch ist oder die überbringere ich

00:09:17: definitiv.

00:09:18: die Gefahr kann ich nicht abstreiten.

00:09:22: Ich

00:09:22: bin dann auch immer so frei Menschen, die mir so Dinge sagen wie du bist meine einzige Nachricht in Quelle zu sagen.

00:09:29: das ist vielleicht keine gute Idee.

00:09:31: Also jetzt mal im Ernst.

00:09:33: erstens kann ich auch nicht so viel leisten.

00:09:34: zweitens du wirst eine sehr getönte Sicht auf die Welt kriegen weil ich gewisse Sachen halt anschauen andere nicht.

00:09:41: es wird dir vielen gehen und Du wirst wahrscheinlich am Ende genau dasselbe denken.

00:09:47: Es ist jetzt nicht ziel der Veranstaltung.

00:09:48: Ich versuche eigentlich immer dort aufzuhören, wo sich Menschen eine Meinung bilden sollten und speziell dieses All-Inclusive-Paket von was es passiert?

00:09:58: Wie sie es einordnen?

00:09:59: Und was soll ich darüber denken um diesen letzten Punkt auszusparen und zu sagen das Denken muss schon selber machen.

00:10:06: aber viele sehen es halt nicht so.

00:10:08: also ich glaube die meisten eigentlich in diesem Newsfluencer Begriff existieren machen halt am liebsten den Punkt drei Die nehmen halt am liebsten die Meinung mit, weil die Meinung ist am billigsten.

00:10:16: Da brauche ich jetzt auch nicht viel recherchieren da muss ich mir nur kurz was dazu denken.

00:10:22: und deswegen passiert glaube ich genau der entgegengesetzte Effekt den ich bewirken will in sehr viel.

00:10:28: Ich möchte es auch niemanden unter dem Bus schmeißen aber ich kenn schon einige lebend Beispiele wo ich mich denke.

00:10:34: also ob das jetzt noch Newsfluencer oder eigentlich schon Aktivismus ist wahrscheinlich jetzt weiteres.

00:10:40: Die Grenzen verschwimmen auf jeden Fall.

00:10:42: Trotzdem glaubst du, dass das auf jeden Fall ein Punkt ist der dich oder die Leute erfolgreich macht, diese was Ähnliches machen.

00:10:48: Also diese Persönlichkeit irgendwie... Ja

00:10:50: aber nichtsdestotrotz es ist eine symbiotische Wirkung mit den klassischen Medien wenn man so will.

00:10:57: ich bin ja auf sie angewiesen.

00:10:58: Ich kann ja ohne die auch nix.

00:11:00: Das ist die Basis meiner Arbeit.

00:11:02: Da kommt meine Information her!

00:11:05: Ich habe Zeit meines Lebens eigentlich klassischer Medien gelesen konsumiert um irgendwie zuerst meinen Freunden dann einem kleineren Publikum vom Menschen irgendwo und dann mal einen großen Publikums wie heute davon zu erzählen.

00:11:20: Ohne die könnte ich gar nichts!

00:11:21: Das ist, das ist die Wahrheit.

00:11:22: also abgesehen jetzt mal von Akademischen Papers und Büchern sind eigentlich wahrscheinlich neunzig Prozent der Dinge, die ich über internationale Politik weiß den Medien entnommen.

00:11:32: Wie könnte ich mich hinstellen und sagen, die wären jetzt alle böse?

00:11:35: Du hast trotzdem mal Stefan, also den Stefan als sehr liebevoll wohlgemerkt.

00:11:40: Als Talking Head bezeichnet und das ist das was euch so ein bisschen unterscheidet nämlich dass du eben deine Persönlichkeiten nach außen bringen kannst.

00:11:46: du wiederum das nicht kannst oder nicht in deinem

00:11:50: Job?

00:11:51: Nein weil ich mir gerade denke ich saß im Donnerstag da hab mir original verlaufen der Kamera ein Bier reingestellt und habe Fragen beantwortet.

00:11:59: Das könnte glaube ich einfach quasi eines Berufsbildes nicht machen.

00:12:03: Ich bin des festen Entschlusses Was ist denn ein Lieblingsband?

00:12:06: Ein Lieblungsband oder Musiker.

00:12:08: Liebligsmusiker ist eigentlich der Weekend in den letzten Jahren, ja.

00:12:11: Weißt

00:12:12: du die Öffentlichkeit das

00:12:13: jetzt schon?

00:12:13: Wenn man meine Story schaut und seine Musik drin sieht vielleicht aber es ist nichts

00:12:16: was für

00:12:17: eine Herausforderung.

00:12:20: Das ist so mein Punkt.

00:12:22: wenn die Weltöffentlichkeit wüsste Stefan Leninger spielt gerne und gut Fußball mag der Weeknd sondern dann hätte man plötzlich eine komplett andere menschliche Sicht auf dich.

00:12:34: Wir würden, also abgesehen jetzt mal vom Fehlern, die wir dir vielleicht sogar viel eher durchgehen lassen würden als wenn sie heute passieren.

00:12:41: Würden wie ein komplett anderes Vertrauensverhältnis entwickeln oder auch ein Verhältnis der Anplenung?

00:12:46: Wenn ich halt Hardrock Metalhead bin!

00:12:49: Aber Point being... Du darfst halt gemäß deiner Umstände halt viel mehr Talking Head aber viel weniger Mensch sein vor der Kamera und das ist eigentlich hinterlich für was du im Endeffekt erzielen willst.

00:13:04: meiner Meinung nach.

00:13:05: Ja, ich bin mir nicht ganz sicher ob ich zustimme.

00:13:07: Also natürlich stimmt es dass wenn man weiß was ich zum Mittag esse oder was irgendwie meine Lieblingsband ist das man dann eine persönliche Bindung zu mir aufbaut die man nicht hat wenn wir mich einfach nur da sitzen und erzählen sieht.

00:13:20: das ist schon klar.

00:13:21: aber ich weiß nicht ob ich auch auf Social Media das alles herzeigen muss damit ich irgendwie menschlich genug und nahbar genug und auch glaubwürdig bin.

00:13:30: also ich glaube dass das vielleicht Ein Gratis, wo man irgendwie entscheiden muss wie viel gibt man und wieviel gibt man nicht.

00:13:36: Und klar das werde ich auch nicht beschreiten habe ich da gewisse Einschränkungen die du nicht hast.

00:13:40: aber ich glaube auch nicht dass es ein Nachteil sein muss, dass es dann Persönlichkeiten gibt die man irgendwie aus den klassischen Nachrichten kennt die auf Social Media aktiv sind.

00:13:48: und natürlich bin ich dort anders als wir wenn ich jetzt in der Rezip II sitze.

00:13:53: Ich bin nicht so weit, dass ich ein Bier da sitze und Fragen beantworten.

00:13:57: Ja,

00:13:58: aber es geht auch ums Wie finde ich?

00:14:01: Also du musst ja nicht wie ein Boomer in einem Foto von deinem Essen machen.

00:14:04: Und ich glaube das machen hier schon genug Journalisten und wundern sich warum's nicht irgendwie besser ankommt.

00:14:12: Entschuldigung für die drastische Wortworte, weil ich prostituiere ja auch nicht mein Privatleben.

00:14:18: wüsste ich jetzt nicht, wann ich das jemals gemacht hätte.

00:14:20: Weil das für mich auch ein gewisses Heiligtum ist und Privatleben hat den Namen weil es privat is'.

00:14:26: Aber irgendwo in dem Berufsbegriff von meinen wegen Nachrichtenüberbringer einen Grad von weniger Distanz zu schaffen.

00:14:37: also es muss sich ja wirklich mit anderen Lebensbereichen beschäftigen die deine Arbeit überhaupt nicht zuträglich sind, die einfach irgendwie Nebengemüse sind sondern es kann ja eine gewisse Lockerheit im selben Berufsbegriff stattfinden, die dich mehr legitimieren.

00:14:54: Oder findest du nicht?

00:14:55: Also wenn du...

00:14:56: Doch das stimmt mich absolut zu!

00:14:57: Ich würde nun da die Grenze ziehen, wenn es darum geht irgendwelche Aussagen zu treffen, die meine Equitistance gegenüber allen politischen Richtungen gefährden würden.

00:15:06: Das finde ich muss sozusagen der Schluckstrich sein.

00:15:08: Also ich kann mich auf Instagram her sagen wie ich Fußball spiele.

00:15:10: Das mache ich auch regelmäßig und das ist einfach etwas was ich privat mache.

00:15:13: Ich kann auch erzählen, wer meine Lieblingsband ist.

00:15:15: Aber wenn ich mit einem Interview von einer Politiker anschaue und mir denke, das ist ein Vollidiot.

00:15:20: Dann kann ich das vielleicht übermitteln?

00:15:21: Mit irgendwelchen Inhalten.

00:15:22: aber ich kann das nicht in der Deutlichkeit sagen.

00:15:24: Und ich finde es ist doch okay dass es da diese Unterscheidung gibt.

00:15:27: Also ich find's ja Nicht schlecht.

00:15:29: im Gegenteil Ich finde es gut dass es dann Newsfluencer gibt die die Möglichkeit haben da eine klarere Kante zu zeigen als jemand wie ich.

00:15:36: Aber gleichzeitig finde ich es gut Dass es so Nachrichten Persönlichkeiten gibt Die den Anspruch haben dass sie nicht nur möglichst viele Menschen erreichen sondern Wie soll ich sagen?

00:15:47: So durchsichtig in einer gewissen Form sind, dass sie auch versuchen alle möglichen Menschen zu repräsentieren.

00:15:52: Und wenn mich jetzt jemand beobachtet wie ich auf Social Media gewisse Dinge erzähle wo er sich dann denkt okay ich will aber die Grünen oder ich will ja die FPÖ und so wie der da redet stellt ihr in meinem Interesse nicht die Fragen auf Sendung Dann würde ich das als Problem empfinden.

00:16:06: In meinem Selbstverständnis.

00:16:08: In deinem Nicht, was ich auch nicht schlecht finde.

00:16:10: Ja, keine weiteren

00:16:13: Antwort.

00:16:15: Klär uns ganz kurz auf.

00:16:16: Gibt es wirklich so Vorgaben, wo heißt du okay das darfst du definitiv nicht?

00:16:20: Also geht's da wirklich nur in politische Kommentare?

00:16:22: Im Wesentlichen ist die Vorgabe ich darf nichts machen privat was jetzt meine Objektivität gefährden würde oder das Bild der Objektivity dass das Publikum von mir zu haben hat.

00:16:30: Du hast politische Äquilistenz genannt.

00:16:33: Da würde ich dich gern fragen wie hältst du es damit?

00:16:36: Wie stehst du zur Wahlempfehlung?

00:16:38: und würdest du sagen wenn du willst... Ich

00:16:39: würde niemals eine Partei empfehlen schon gar nicht für Geld sagen, was ich wähle öffentlich.

00:16:48: Also erstens haben wir ja ein anonymes Geheimnis persönliches Wahlrecht und... Ich glaube jetzt frech gesagt, das könnte man mir auch gar nicht zahlen von einer Partei aus, was das wert wäre.

00:17:04: Gab es den Versuch schon?

00:17:07: Man wollte mich einmal auf eine Wahlliste mitnehmen im Zuge der Wien-Wahl.

00:17:15: Ich sage jetzt nicht wer, aber keiner würde diese Partei jemals erraten.

00:17:19: Weil das passt eigentlich überhaupt nicht und im Gegenzug wurde mir versprochen wenn wir dieses und jenes Ergebnis schaffen dann kriegen wir so viel Parteiförderung und du kriegst mehr oder weniger.

00:17:31: du und du kannst mit dem Geld machen was du willst.

00:17:35: ich telefoniere jetzt nach im Gemeinderat, das will ich wissen.

00:17:37: welche Partei da ist Nämlich der

00:17:41: Haar dort.

00:17:46: Würden wahrscheinlich viel anders machen, oder?

00:17:48: Es gibt viele

00:17:49: die von sich aus sagen ich möchte das.

00:17:51: eigentlich bin nicht angetreten um irgendwann mit der Öffentlichkeit die ich habe jemanden den Steigbügel zu halten oder selbst Bürgermeister zu werden.

00:18:00: Auf jeden Fall wissen wir aus Analysen ja dass eben auf Social Media Meinungen und Informationen nicht immer getrennt wird oder schwer zu erkennen ist.

00:18:09: oft glaubt ihr Leute, die sich das anschauen, das checken.

00:18:15: Ist die Medienkompetenz groß genug?

00:18:18: Ich glaube insgesamt nicht... ich bemerke das auch bei mir selber, dass ich irgendwie Videos in meine Timeline gewischt bekommen und mir dann denke, okay, das ist interessant aber da muss ich erst mal nachschauen, wer das steckt dahinter.

00:18:29: Und ich würde auch manchen Newsfluencern unterstellen explizit nicht dir, sag' ich dazu du weißt dich schätzt deine Arbeit, aber es gibt welche, die Ähnliches machen und die aber unter diesem Deckmantel von nicht überbringen Nachrichten einfach Aktivismus oder man kann es auch Propaganda nennen, betreiben.

00:18:45: Und wer sich da jetzt nicht selber seine Vieh zu kuratiert, dass er ein besonderes Augenmerk darauf hat und das alles hinterfragt, glaube ich lässt sich schon sehr leicht verleiten.

00:18:55: Ich halte jetzt nicht unsere Gesamtbevölkerung für unmündig und für nicht in der Lage, dass irgendwie die Wehen benutzen, die wir haben – das möchte ich damit überhaupt nichts sagen.

00:19:04: Aber ich sehe schon die Gefahr dar, dadurch So ein Desinformationsumfeld ist eine Art von Spaltung in der gesellschaftlichen Debatte haben, weil sie auch das Geschäftsmodell in dem Silicon Valley ist.

00:19:20: Dass es so zu funktionieren hat, dass wenn ich möglichst lange auf Instagram bin, ist es gut und ich bin möglichst lange drauf, wenn ich viele polarisierende Beiträge angezeigt bekomme.

00:19:28: Das heißt gewisse Content Creators die da besonderes Geschick haben werden vielleicht mehr gepusht als jemanden sehr trocken Nachrichten vermittelt und das sehe ich schon als Nachteil.

00:19:40: Denkst du über das Umfeld nach, indem du deine Inhalte platzierst?

00:19:43: Ich kann den meisten beginnen dann nachzudenken wenn es bei ihnen nicht mehr läuft.

00:19:49: Weil eigentlich vielleicht auch gerade leicht einen wiesnanzistischen Charakter Zöge die du haben musst um immer im Zentrum stehen zu wollen.

00:20:02: und diese Ego-Mani Tust du das jetzt?

00:20:07: Also viele tun es, glaube ich aus reiner Selbstbestätigung.

00:20:11: Und solange's läuft kommst du ja nicht wirklich in die Verlegenheit der Fragen nach deiner eigenen Geltung und Unterrichtigkeit dahingehend zu stellen.

00:20:19: Und dann irgendwann ist die Öffentlichkeit vielleicht nicht mehr da, die ist weitergezogen.

00:20:24: Bist doch nimmer cool, der Nächste ist im Hype!

00:20:26: Dann überlegst du dir oder viele unreflektiert sagen halt mal Ja, der Algorithmus ist schuld Und dann fangen sie an, hinterher zu hächeln und händeringend nach dieser Öffentlichkeit zu greifen.

00:20:40: Und ja wahrscheinlich ist das mal was wir dann so oder werden zu Kritikern des Algorithmus, das finde ich dann immer das Allennustigste weil wir wissen eigentlich nicht was der Algorithus is'.

00:20:51: Also wir schauen von außen auf in den Black Box machen Ableitungen und sagen dann Das ist es und der und der ist im Vorteil und unterstellen dass wäre jetzt unfair.

00:21:03: Ich glaube, wir haben ja auch schon gemeinsam darüber gesprochen.

00:21:06: Dass wirklich schwieriger daran ist du weißt nicht, woran dich halten sollst.

00:21:10: also ich habe jetzt keinen irgendwie Ethik-Codex wo man drin steht bitte diese Punkte befolgen und dann bist du vereinen und dann passt das auch.

00:21:20: und die Öffentlichkeit kommt von Warnes.

00:21:22: und damit muss ich mich als Journalist nicht beschäftigen sondern ich bin zum selten Zeitpunkt irgendwie... Geschäftsführer, ich bin Journalist.

00:21:31: Ich bin irgendwie Kundenbetreuung... ...ich bin alles irgendwie!

00:21:36: Das mag vielleicht auch dann in der einen oder anderen Hinsicht Einfluss auf das Produkt nehmen und du wirst dich definitiv dann auch sprachlich und vielleicht auch inhaltlich so verhalten wie du meinst dass der Algorithmus ist von dir will.

00:21:52: Und das ist halt was ein Luxus den du auf einer unalgorithmisierten Plattform hast, den ich nicht habe.

00:21:59: Ein Punkt, wo ich ein bisschen einen Kontopunkt setzen würde ist das mit wie wir den Algorithmus begreifen.

00:22:05: Also ich glaube nicht dass das so undurchschaubar ist wie der funktioniert.

00:22:08: also klar die sind nicht offen gelegt aber hier wird es auch schon einige gute.

00:22:12: das sind halt immer natürlich so Feldversuche in Studien wo man sich anschaut okay wenn ich mich jetzt neu anmelde mit einem TikTok Profil wo ich mich ausgebe als dreizehnjähriger und dann versuche ich zum Islam zu informieren, wird es dann jedes Mal so laufen dass in der Richtung Extremismus gehen?

00:22:25: und die Antwort ist immer ja.

00:22:26: auch das würde ich nicht abschleiten.

00:22:29: Ich meine nur selbst wenn es weniger gibt dies vielleicht gut und richtig und vernünftig und ohne dahinter legende Intention machen es gibt sie trotzdem und es ist viel mehr in der Verantwortung des Nutzer als in der Verantwortung der Plattform.

00:22:43: vielleicht auch in der verantwortung des Staates.

00:22:44: können wir darüber diskutieren sich da dahingehend zu kuratieren, dass unter Anführungszeichen die Guten gewinnen wenn es solche gibt.

00:22:52: Das war meine nächste Frage gewesen.

00:22:54: Wer muss ja eigentlich zur Verantwortung gezogen werden eben wenn das Informationen überhanden nimmt?

00:22:58: Eben weil wir wissen gerade was du jetzt angesprochen hast Radikalisierung halt auch immer schneller passiert.

00:23:03: Naja natürlich die Platz vom Betreiber aber irgendwer muss denen was anschaffen und macht das mal, wenn JD Vance zu einer Sicherheitskonferenz kommt.

00:23:11: Dann sagt wir schauen man ob der nukleare Schutzschirm noch so da ist, wenn ihr anfängt irgendwie Meter zu regulieren?

00:23:16: Das ist dann eine Frage die wer in deinem Mediä ist in der Geopolitik ich weiß nicht inwieweit europaweit gesehen da das politische PVA da ist diese Plattformen wirklich hart anzugreifen.

00:23:28: Und dann kommt noch dazu dass sich nicht wüsste nach welchen Vorstellungen.

00:23:31: also denjenigen die dann sagen okay das System ist schlecht darauf können wir uns vielleicht alle irgendwo einigen.

00:23:35: Aber wie soll es denn stattdessen ausschauen?

00:23:38: Da kommen wieder den Debatten, die natürlich mindestens genauso gefährlich sind.

00:23:42: Weil es kommt natürlich darauf an wer jetzt in Regierungsverantwortung in gewissen Staaten ist und wie die Person sich dann vorstellt das im Social Media Algorithmus zu funktionieren hat.

00:23:51: Das wird wahrscheinlich anders sein wenn da seine rechte Partei oder eine linke Partei ist ohne dass jetzt in der einen oder andere Richtung werden zu wollen.

00:23:57: aber das ist nun mal so dass ich weder den Tech-Konzernen noch den meisten Regierungen eigentlich vertrauen würde, diese Öffentlichkeiten so zu gestalten dass sie einzig und allein einem guten demokratischen Diskurs zuträglich sind.

00:24:14: Und das ist ja man kann sagen ich nur als Dilemma bezeichnen.

00:24:18: Siehst du es auch als quasi Auftrag oder als Aufgabe vom öffentlich-rechtlichen Sender gegen diese Disinformationen die da überall herum schwirrt anzukämpfen?

00:24:29: Ja!

00:24:30: Ich glaube es ist immer eine Frage von wie man das macht.

00:24:34: Ich meine, das ist so ein oft bemühtes Beispiel nicht mit dem erhobenen Zeigefinger sondern auf Augenhöhe.

00:24:41: Das haben wir alle schon hunderttausendmal gehört aber in weiten Teilen funktioniert es wahrscheinlich nicht so wie man sich das vorstellen würde.

00:24:47: als Vertreter von klassischen Medien und also das betrifft nicht nur den öffentlich-rechtlichen sondern das erlebe ich auch bei Zeitungsredaktionen Und ich denke die ganz große Umstellung die viele noch nicht geschafft haben ist das umgehen mit der Tatsache dass du als Journalist immer sofort Rechtfertigungsdruck konfrontiert wird, den es vor zwanzig Jahren nicht gab.

00:25:07: Weil damals war's einfach nicht möglich dass ich in eine KI Suchmaschine irgendwie einwerfen gibt mit die Nummer vom Presse-Sprecher des Innenministeriums und dann hab' ich die oder das sich mich durch sämtliche Archive was weiß ich wohin durchwühle sondern der Zugang zu Informationen.

00:25:21: da waren Menschen wie mir vorbehalten und das war etwas Exklusives.

00:25:24: deswegen hatte man einen Vertrauensforschuss wenn man in einem schimmenden Studio mit einer Krawatte sitzt Und das ist jetzt aber völlig umgekehrt weil auch die Produktionskosten quasi verschwunden sind.

00:25:36: Also jeder, der irgendwie eine Handikamera und einen Internetzugang hat kann mitdiskutieren – und zwar auf dem selben Level wie ich das jetzt kann wenn ich im ORF sitze.

00:25:45: Ich halte es ja grundsätzlich für gut.

00:25:47: Auch was du machst, dass es Neustudienster gibt, das finde ich super weil's einfach ein Abflachen von Kommunikationshierarchie bedeutet und ist in einer Demokratie einfach nichts Schlechtes.

00:26:00: die Tatsache, dass es mehr Menschen gibt, die das aus zivilgesellschaftlichen Engagement machen und nicht weil sie jetzt diesen Berufsstand haben auch dazu beiträgt, dass wir der Desinformation besser begegnen können als wenn's irgendwie nur die etablierten Medien wären.

00:26:12: Wenn wir eh schon so ein Institutionsvertrauensproblem haben.

00:26:16: Was ich aber unterm Strich sagen will ist, dass diejenigen reussieren werden, die schaffen mit einer Demut vom Publikum an die Sache heranzugehen.

00:26:23: also Ich muss erklären was mich jetzt dazu befähigt irgendjemand anderen etwas beibringen zu können.

00:26:28: Und wer noch so sehr aus dieser Zeit kommt, wo man sich dachte ich habe zu senden und ihr alle habt zu empfangen der wird nicht mehr Fuß fassen in der heutigen Welt.

00:26:36: Das ist irgendwie so wie wenn man in einer Großstadt früher als einziger Mensch ein Restaurant hatte.

00:26:41: natürlich haben dann alle einem aus der Hand gefressen aber jetzt hat jeder gewissermaßen eine Herdplatte daheim und an jeder Ecke ist ein neuer Inbestand.

00:26:49: also du musst einfach überzeugende Argumente liefern warum man dir glauben soll und das erfordert eine Bescheidenheit in jedem Beitrag den man macht die einigen Journalisten einfach nicht eigen ist, weil man ja oft von zu hohem Selbstbewusstsein geprägt ist und man deshalb Schwierigkeiten hat diese Umstellung irgendwie zu schaffen.

00:27:08: Aber diejenigen, von denen ich sehe dass es funktioniert haben oft wie gesagt dieser Demut vom Publikum.

00:27:16: Demut von Publikums muss ich mal merken.

00:27:20: Ich find's auch sehr richtig vor allem vor dem Hintergrund das man mir irgendwie was entstehen lassen kann, was ja fast ein Biotop ist.

00:27:32: Also wenn du hier irgendwie die Mono gepflanzte Fichtenkultur hattest von irgendwie dreißig besonders hochwachsenden Bäumen und alles, jede einzelne davon war ein Medium.

00:27:44: So hast du heute irgendwie einen Gestrüpp an allen möglichen, manche wachsen höher, manchen wachsen bisschen niedriger aber im Endeffekt ja irgendwie vielleicht auch ein urwaldmäßiger Auswuchs an allem.

00:27:57: Ich war auch schon mit Dein Nologie auf, der ja doch eine inherente korrigierende Wirkung hat für sich selbst auch.

00:28:06: also ich muss mich dann schon manchmal rechtfertigen wenn ich irgendwas sage wo jemand anderer oder vielleicht auch viele die ihn unterstützt und ein anderer Meinung ist und mir das zum Vorwurf macht.

00:28:17: und es ist ja auch gut auch wenn es unangenehm ist in dem Moment und uns.

00:28:20: so muss man glaube ich auch damit umgehen mit eben dieser Demut.

00:28:25: Das

00:28:26: gefällt mir sehr gut.

00:28:28: Ich glaube auch, dass das ein wichtiger Punkt ist gerade zu dieser Austauschaspekt.

00:28:32: Also die Zeit im Bild zum Beispiel ist auf Social Media ja auch wahnsinnig erfolgreich.

00:28:36: aber es ist nicht möglich, dass wenn ich jetzt eine unserer Sendungen für die ZIP auf Instagram moderiere und dann kommentieren vierhundert Leute, dass sich dann jedem einzelnen antwortet... Das ist auch nicht in meinem Verantwortungsbereich!

00:28:47: Wenn ich ein kurzes Video aufnehmere von einem privaten Account, dann kann und sollte ich das machen?

00:28:52: weil ich eben genauso überzeugt bin, dass das von diesem wechselseitigen Kommunikationsweg profitiert.

00:28:58: Nämlich wie alle.

00:29:01: Kann es nicht trotzdem auch ein Problem sein, dass einfach jeder der hergekommenen quasi Nachrichten verbreiten kann?

00:29:09: Nein!

00:29:09: Finde ich auch nicht.

00:29:11: Ich sehe das nicht.

00:29:12: Es kommt darauf an, dann kommen wir wieder zurück zu den Algorithmen.

00:29:15: wenn das dann gepusht wird aufgrund Der Marktlogik und das Profitinteresses von Plattformen, die dahinter stehen.

00:29:22: Und man merkt einfach dass radikalisierende Inhalte absichtlich in den Vordergrund aller unserer Timelines gespielt werden dann ist es ein gewaltiges Problem.

00:29:30: aber dass Leute grundsätzlich in der Öffentlichkeit gehen und Schwachsinn verbreiten Das hatten wir immer schon.

00:29:35: Die Frage ist was wollen wir als Gesellschaft erlauben?

00:29:38: Was für eine Form von Reichweite die bekommen wenn das gesellschaftssersetzende Inhaltes sind und man eben beobachten kann dass exakt diese Inhalte noch mal gepusht werden, das sehe ich eher als das Thema.

00:29:49: Und wenn es nur natürliche Personen wären, dann würden wir das auch locker aushalten.

00:29:53: Also vielmehr ist das Problem eines der künstlich geschaffenen Öffentlichkeit des künstlichen Push and Spot Accounts, Repost Accounts die gewisse Meinungen oder Inhalten komplett überhöhte künstliche geschaffene Öffentlichkeiten verschaffen, die viel zu groß und viel zu präsent sind dafür praktisch keine reellen Unterstützer hinter sich wissen.

00:30:18: Das ist ein viel größeres Problem als die paar Leute, die vielleicht mit negativer Intention, mit absoluter Absicht der Zerstörung eine Öffentlichkeit suchen nur weil sie Frustrationen im Leben haben oder weil sie irgendwie die geltende Ordnung zerstören wollen.

00:30:34: Diese Gruppe an Menschen gab es wie gesagt immer und mit denen könnten wir auch umgehen, weil die sind wahrscheinlich im einstelligen Prozentbereich der Gesamtbevölkerung wenn Sie auch sehr laut sind was dann noch zusätzlich dazukommt, eben an möglicherweise ausländischen Akteuren die gezielt wollen dass vielleicht diese Meinungen oder ihre eigenen in der Öffentlichkeit gestreut werden und großen Anklang finden.

00:30:58: Und da auch viel Geld dahinter steckt das ist das tatsächliche Problem.

00:31:02: alles andere ist irgendwie demokratiepolitisch nicht nur verkraftbar muss man verkraften wenn man es ernst meint Dort, wo eben die positive Intention endet.

00:31:11: Das ist für mich der erste Knackpunkt.

00:31:13: und dort, wo die aktive Zerstörung beginnt – da ist er zweite!

00:31:17: Und dann müssen wir uns tatsächlich Gedanken darüber machen wie wir diese Akteure aussieben können.

00:31:21: Weil sie sind in unserer naiven und auch gutmütigen Glauben an die redaktionelle Gesellschaft und die funktionierende Öffentlichkeit einer Demokratie eigentlich angetreten und genau das, was ich jetzt gerade beschrieben habe zu zerstören, sie nutzen unsere Werkzeuge gegen uns.

00:31:40: Das ist ein großes Problem.

00:31:42: Das Thema der Wirtschaftlichkeit kommt mir oft zu kurz in diesen Debatten.

00:31:45: also ich weiß zum Beispiel nicht du kannst wahrscheinlich gut von dem Leben was du machst mittlerweile weil du diese Reichweite hast und auch einfach total etabliert bist.

00:31:52: aber im Normalfall macht Reichweiten erstmal nicht reich sondern du bist halt populär aber bist halt immer noch eine Einzelperson die nicht unbedingt Geld damit verdient außer du schaltest Werbung.

00:32:03: Und dann stellt sich mir wieder diese Frage mit, wie trenne ich Geschäftsführung und Redaktion?

00:32:09: Also wenn ich jetzt in der Presse eine Anzeige von REWE lese, dann habe ich eigentlich nicht zweifelt, dass ihr kritisch über den nächsten Lebensmittelskandal berichtet.

00:32:17: Ich kann von mir selber sagen, wenn ich ein Einzelcreator wäre auf Social Media und ich bekomme Geld von einer Lebensmittelkette, das ich drüber nachdenke ob ich denn den Hip-Skandal zum Beispiel so groß mache, wer er war Und dass es ein Nachteil, wie ich finde von diesem nicht eingebetteten redaktionellen Strukturen sein, da würde mich deine Gedanken eigentlich interessieren.

00:32:38: Hundertprozentig ein Problem.

00:32:41: Wobei... Ich kann jetzt natürlich aus Bequemlichkeit dieses Nivelle-Mau nach unten durchführen und sagen, ich kenne gewisse Polyvar-Redaktionen in Österreich die auch Telefonate von aktiven oder nicht mehr aktiven Politikern entgegennehmen und genauer schreiben was sie ihnen zitieren nämlich nicht als Zitat, sondern als Artikel.

00:33:00: Und ich kenne Redaktionen die im Moment ziemlich aus dem letzten Loch pfeifen weil sie auf das auf die Inserate angewiesen waren von politischen Parteien und Ministerien und sich eigentlich nur dass zurück wünschen und Sie würden noch liebsame Berichterstattung dafür hergeben damit es wieder wirtschaftlich besser läuft.

00:33:18: also auch das gibt's.

00:33:19: aber da soll mich jetzt nicht frei kaufen von der Schule.

00:33:24: Ich glaube Da jedes Mal, mit jedem Moment wo der Geld für irgendwas angeboten wird, du dir die Gewissensfrage stellen musst ob du das machen kannst und zu welchem Preis.

00:33:37: Und ob du dann noch, ich weiß es sage ja nicht Journalist dazu aber ich bin's ja irgendwie doch, ob du da noch Journalist sein kannst oder was sich das dann macht bist du nur noch mediale Persönlichkeit wenn du gewisse Kritiken nicht mehr äußern kannst bis du dann... Also, muss der Newsfluencer neutral sein oder darf er hier und da mal ein Auge zumachen?

00:33:59: Es gibt gewiss nichts einfach.

00:34:02: Ich hatte bisher keine gewisses Konflikte wo ich irgendwas was ich sagen wollte nicht sagen konnte aber ich werde mich hüten wenn der Moment einmal eintritt.

00:34:14: also wir haben keine Lösung dafür eigentlich?

00:34:17: Nein!

00:34:17: Wir haben keine Lösungen dafür.

00:34:19: entweder es bleibt halt für Ewigkeiten brotlose Kunst das war's bei mir für drei Jahre

00:34:24: ist bei den meisten Newsflanzer in den Ostdeutschen geredet.

00:34:29: Also auch welche, die mehr Reichweite haben, ist zu verdienen oft einfach gar nichts damit.

00:34:33: Und ich finde da kann man dann wieder sagen okay mach mal drei Jahre Arbeit ohne Entlohnung Dann bist du eigentlich der true believer!

00:34:43: Dann kannst du dich von sehr viel Kritik schon allein aufgrund dieses Umstands freikaufen Ab dem Zeitpunkt wo du dann was verdienen willst.

00:34:51: Das Nobles des natürlich immer, du monetarisierst irgendwie deine Zuschauer.

00:34:55: Weil die dich gut finden?

00:34:56: Dann bist du original denen was schuldig.

00:34:59: das bist du sowieso.

00:34:59: jetzt entsteht dadurch auch eine monetäre Abhängigkeit.

00:35:03: Das ist vielleicht nicht einmal schlecht.

00:35:06: Sobald dann politische Interessen oder wirtschaftliche Interessen dahinterstehen musst du halt schauen wie weit wollen die dich einschränken?

00:35:14: Stichwort Monitorisierung in den Zuschauern, glaubt ihr das junge Leute die damit aufgewachsen sind dass jede Information oder nicht jeder aber sehr viel Informationen immer verfügbar ist?

00:35:24: Gratis für die noch bereit zu zahlen.

00:35:28: Ich würde sagen ja es kommt darauf an.

00:35:30: also ich glaube es gibt und das wird auch immer geben einen gewissen Prozentsatz der Bevölkerung deren besonders gesteigertes Informationsinteresse hat und denen genügt's nicht wenn sie irgendwie durch ihren Feed brausen und nur die Kurzvideos sehen, die wollen dann zum Beispiel den Podcast mit dir sehen oder irgendein vertiefendes Interview woanders.

00:35:48: Und in dem Bereich glaube ich kann es eher funktionieren.

00:35:51: Ich habe so meine Zweifel dass das bei diesen kurzform Content dass das da möglich ist.

00:35:58: Das sehe ich nicht, weil davon gibt es einfach viel zuviel und da kannst du auch nicht so sehr in die Tiefe gehen, dass der Mehrwert den Du in vierzig Sekunden bietest, so viel größer ist als der, den ich bekomme wenn ich mir für einen anderen Anschauert ja nichts dafür verlangte.

00:36:11: Ich glaube wir sind doch gesamtmedial in einer Transformationsphase Weil ich keine.

00:36:16: viele Streaming-Ambieber, die verkaufen irgendwie ein Basic Abo Und dann ein Premium Abo und selbst das Premium Aibo ist nur werbe reduziert.

00:36:25: Da ist noch immer Werbung drin, obwohl du prinzipiell schon mal dafür bezahlst.

00:36:29: Und das heißt irgendwo ist da im Moment ein Wandel von.

00:36:35: jeder will einer Medienplattform, jeder will irgendwie Streaming-Dienstleister werden und es gab in den letzten Jahren eigentlich viel zu viele davon.

00:36:41: Ein paar gehen krachen die anderen fusionieren sich, die Dritten werden irgendwie eine größere Plattform inkoperiert.

00:36:46: RTL kauft Sky etc... ...und dann bleiben einige wenige Akteure über Und ich glaube so, wie wir das in allen anderen Plattformenökonomien gesehen haben.

00:36:56: Was jetzt vielleicht Uber angeht oder so?

00:36:59: Dann steigen die Preise!

00:37:00: Wir sind zwar alle noch junger aber wir können uns sicher daran erinnern als Uber so vor zehn Jahren zum Flughafen fünf Euro gekostet hat.

00:37:08: Und dann sagt man, wir werden nie wieder Taxifahren!

00:37:10: Wie geil!

00:37:11: Uber... Oder als die Roller zum ersten Mal da waren und du konntest sie überall abstellen und es hat nichts gekostelt.

00:37:20: Das war eigentlich nicht der reale Preis der Dienstleistung, sondern das war eine Niedrigpreismaßnahme um maximale Marktdurchdringungen zu erzielen.

00:37:30: Und der tatsächliche Preis kommt dann wenn der Gewinner sozusagen decided wurde also der der am Ende gewinnt der kann die Preise bis zum tatsächlichen Preis und darüber hinaus steigen lassen und Profite schreiben.

00:37:44: und ich glaube dass ist das was uns in den nächsten fünf Jahren so gesamten Medial blüht immens viel Werbung, Aboangebote schalten werden aus denen du dich vielleicht nicht mehr herauswinden kannst und dadurch das KI jetzt auch immer mehr in den Altag integriert wird.

00:38:02: Und ich glaube die etwas fortgeschrittenen User machen da schon alle.

00:38:07: sie lassen das Internet nach Nachrichten scrapen lassen sich gewisse mediale Inhalte von KI erstellen.

00:38:13: Zum Beispiel lasse ich mir basierend auf Büchern Podcasts erstellen, also ich füttere Claude oder es gibt auch von Google einen Dienst des Namen nicht jetzt vergessen haben, füttert dem ein Buch und sagt erzähle mir das Buch in einem dreißigminutigen Podcast und das macht er dann dass ersetzt uns alle wie wir hier sitzen und wir sind praktisch nur noch im Bestfall irgendwie die Quelle von der KI die Information bezieht.

00:38:40: Also wir können vielleicht in ein paar Jahren gar nicht mehr mittler von Nachrichten sein, sondern wir sind entweder Urheber oder uns gibt es gar nicht mal.

00:38:48: Wir werden aus dieser Sache herausgeschnitten und auch das wird Geld kosten.

00:38:54: Das wird hundertprozentig Geld kosten!

00:38:56: Wenn wir wissen wer das KI-Rennen gewonnen hat – und es ist Unternehmen eines der fünf großen – dann werden die viel Geld dafür verlangen für diese Dienste.

00:39:07: Es wird aber auch wieder nichts hier bleiben und es wird nicht uns zugutekommen.

00:39:11: Ich meine, was da noch übrig bleibt ist der Mensch.

00:39:13: Dass man irgendwie Leute hat die genauso gefangen wie einer selbst und sich da irgendwie durch diese Zickgicht schlagen.

00:39:18: Ich glaube auch das ist der Grund warum News Friends ja jetzt schon so gut funktionieren wenn man sich einfach auf dieser persönlichen Ebene identifizieren kann.

00:39:25: Und dass wird uns sicher auch bleiben, wenn man uns theoretisch nicht mehr braucht.

00:39:31: Ich würde noch gerne mit euch über also darüber reden Social Media weil ursprünglich der Gedanke dahinter, dass man Menschen vernetzt.

00:39:38: es ist eigentlich bisher nicht nur Aber auch das Gegenteil passiert, nämlich dass sehr viel Abschottung passiert ist.

00:39:43: Vor allem wir haben eh schon über Radikalisierung geredet man sieht sich immer wieder mit der eigenen Meinung konfrontiert und man wird immer tiefer in irgendwelche Ideologien reingeht.

00:39:54: Schubst sag ich mal wenn man in ein Thema rein geht?

00:39:58: Ich frag mich ob wir irgendwann noch also beziehungsweise auf welche gemeinsamen Basis Wir doch diskutieren können als Gesellschaft, wenn jeder sich irgendwo anders informiert.

00:40:09: Das kann

00:40:09: ich mitdenken warum ich gewissermaßen zurückhaltend bin bei diesem jemand wie ich müsste dann auch in den sozialen Netzwerkplattformen noch mehr Kante zeigen und noch mehr irgendwie zeigen was er persönlich denkt über gewisse politische Themen weil ich es für immens wichtig halte dass das eben auch solche Persönlichkeiten gibt die den Anspruch haben in alle Richtungen zu funktionieren.

00:40:32: gelingt natürlich nicht.

00:40:33: also es wird Genug Personen, die weit links stehen und auch weit rechts stehen geben, die sich denken mit dem Länglinger fange ich erst recht nichts an.

00:40:39: Und der OF sowieso!

00:40:40: Aber das muss dennoch der Anspruch sein von einer Person wie mir... ...die an diesen Gedanken des öffentlich-rechtlichen glaubt.

00:40:48: Das tue ich weil was ich sehe, weil ich beobachte die US-amerikanische Medienlandschaft sehr viel.

00:40:54: Die seh' ich als starkes Negativbeispiel und kann mir gut vorstellen dass wir in Österreich auch in so eine Richtung gehen.

00:41:00: Dann hast du halt deinen Tucker Carlson Und auf der anderen Seite deinen Anderson Cooper, oder wen auch immer.

00:41:05: Wenn es so ein großes Link des Pontons gibt's gar nicht.

00:41:08: Aber unterschiedliche Persönlichkeiten oder mir würde keiner anfangen.

00:41:11: Ja stimmt, den kann man nennen!

00:41:13: Und die Fans von einem mögen ihn und die Fans vom Anderen mögen ihm auch aber sie würden sich nie treffen in der Mitte und sagen da gibts jetzt eine Persönlichkeit die zumindest versucht Fragen im Interesse von uns allen zu stellen oder Berichte im Interessen von uns alle zu bringen.

00:41:27: Das kann natürlich eh nie gelingen, dass du diese hundertprozentige Objektivität erstens hast.

00:41:31: Du kannst nur noch den Prinzipien arbeiten die dir erlauben dich demso gut wie möglich irgendwie anzunähern und selbst dann die es so nicht alle Menschen damit erreichen.

00:41:39: aber wenn du einen und das darf kein vernachlässigbarer Teil einen Teil der medialen Öffentlichkeit hast der DERD ausgestaltet ist Dann bleibt uns zumindest ein kleiner gemeinsamer Austauschraum weil sowas wie öffentlich-rechtliche gibt's in den USA ja auch.

00:41:54: Aber ich weiß nicht wie viele Menschen NPR hören oder PBS News aber schauen.

00:41:58: Ich schon sehr gerne, aber ich glaube, ich zähle zu den zweitausend Leuten oder so, die das regelmäßig machen.

00:42:03: Ja.

00:42:03: Ich sehe es größer gesellschaftlicher was uns wirklich fehlt im Moment abgesehen von vielleicht Sportgroßeignissen und da eigentlich nur Fußball-Weltmeisterschaft sind so richtig gesellschaftlich einende Momente.

00:42:21: also wenn man's wirklich beschränken will.

00:42:22: Momente oder Ereignisse nennen wir es so.

00:42:26: Ich bringe gerne das Beispiel Der Zeitungen, die mein Vater immer zu meinem Geburtstag gekauft hat jedes Jahr.

00:42:33: Die liegen in einer Sammlung Jahre ignoriert.

00:42:36: Irgendwann hole ich sie raus, schau nach... ...zweitausend Einschaltquoten im Fernsehen.

00:42:47: Und du siehst die Einschaltung der ganzen Woche und merkst?

00:42:51: Die Millionenschuhe wurde von drei Millionen Menschen geschaut!

00:42:55: Ich weiß nicht was da am Freitagabend lief mag noch nicht Dancing Stars gewesen sein, aber irgendwas Vergleichbares.

00:43:01: Das hatte durch Dringungen die waren unfassbar was auch damit einherging dass du am nächsten Tag da sitzen konntest, am Stammtisch vermutlich damals noch wahrscheinlich heute eher weniger aber damals und darüber reden konntes wie der Mensch die Frage zu tausend Euro nicht beantworten konnte?

00:43:20: Wie konnte er die Frage nicht wissen?

00:43:22: bei Massinger können wir noch über irgendein Thema heute so gesamtgesellschaftlich sprechen?

00:43:30: Mir fällt wirklich wenig ein.

00:43:32: Wir haben das schon national nicht, wir haben es europäisch sowieso nicht abgesehen vielleicht von Eurovision.

00:43:37: Das ist das einzige was viele Menschen vor dem Fernseher bringt.

00:43:40: Und eigentlich fehlt uns das nicht nur medial Es fehlt uns auch im echten Leben Wenn du am selben Ort lebst Aber überhaupt nichts miteinander zu tun hast.

00:43:50: Du sprichst noch nicht die selbe Sprache Begehst nicht dieselben Brauchtümer Kennst deinen Nachbarn nicht Nimmst maximal ein Paket entgegen und stellst es ihm dann vor die Tür und hast noch nicht einmal die Courage anzuleuten.

00:44:00: Das ist alles Nicht-Gesellschaft!

00:44:03: Und was soll es uns werden, wenn wir nur noch parallel existierende Realitäten haben?

00:44:12: Aber

00:44:12: glaubst du nix

00:44:13: dazu?!

00:44:16: Nur so eine Notwendigkeit glaube ich.

00:44:18: Es ist viel zu bequem das alles nicht zu machen.

00:44:21: Es gibt ein grundsätzliches Bedürfnis danach dass wir nur sekundär befriedigen in der ganze Zeit.

00:44:26: Also wir glauben hier tatsächlich, dass das was uns irgendwie menschlichen Kontakten fehlt und dann echter Gesellschafts- und an echtem Leben unter Anführungszeichen befriedigen zu können mit acht Stunden Screamtime am Tag.

00:44:40: Aber irgendwie merkt man trotz des Umstandes, dass wieder sehr viele Menschen sehen gibt es uns nicht genug eigentlich Und die Zulauf haben im Moment an Vereinen oder Gebilden die tatsächlich in der physischen Welt stattfinden, sind die, die eine besonders niedrige Eintrittschwelle haben.

00:45:02: Also ich glaube das ist auch der Grund warum Radikalisierung so gut funktioniert.

00:45:05: erstens der Konten ist zugänglich und zweitens you just have to show up

00:45:10: Und die Antworten sind immer simple.

00:45:11: Die Antworten

00:45:12: ja schon Und du bekommst vielleicht die Anerkennung die du sonst irgendwo bekommen hast.

00:45:18: Wir bräuchten eigentlich In der Hinsicht eine gesellschaftliche Barrierefreiheit, die zur Teilnahme von allem Möglichen einlädt.

00:45:26: Das vor allem eben nennen wir es bubbleübergreifend funktioniert.

00:45:31: Da ich kurz einen hacke, weil man das jetzt umwinst auf die Medienwelt.

00:45:36: hast du nicht dann auch an Plädoyer für den öffentlich-rechtlichen Gehalten gerade?

00:45:40: Ja aber anders!

00:45:42: Also ich finde nicht dass der OF der einzige Inhaber von öffentlich rechtlichen Aufträgen sein sollte.

00:45:48: Es ist nicht zeitgemäß.

00:45:49: Der OIF sollte meiner Meinung nach seit zehn Jahren schon eine Plattform sein.

00:45:52: Eine Plattform, wo alle Medienteilnehmern die sich dafür qualifizieren und da kann man ja öffentlich-rechtliche Standards anlegen stattfinden dürfen.

00:46:00: Und dann existiert der Podcast vom SEP neben der Gesellschaftssendung von der Julia neben der ZIP II Und alles davon musste sich in irgendeiner Kapazität qualifizieren, da machen wir Ausschreibungen.

00:46:20: Du gewinnst an einen öffentlichen rechtlichen Auftrag für zwei Jahre und bespielst dann diese Plattform.

00:46:24: Erstens haben wir einmal eine Plattform geschaffen die genau das leistet was wir immer anprangen nämlich sie tritt den Konkurrenz mit den amerikanischen Pendants die wir ja irgendwie nicht eingefangen bekommen.

00:46:36: Sie hat ein breites Angebot von hier produzierten Medieninhalten.

00:46:41: Sie ist sicher monetarisierbar in einer Art und Weise, dass alle einen gerechten Lohn einstreifen.

00:46:47: Und sie bietet einfach mehr als das was wir heute haben und es legitimiert sich durch eine breitere Aufstellung.

00:46:52: wo dann die Kritiküben?

00:46:54: der ORF ist einseitig und so, die löst sich dadurch auf.

00:46:58: Also da kann ich dann einfach viel besser argumentieren, jeglicher Kritik ist unzutreffend.

00:47:04: Weil hier existieren auch Medieninhalte.

00:47:05: die hätte es so im Unteranführungszeichen alten ORF einfach nicht gegeben?

00:47:10: Ich würde sagen ja aber nicht nur sondern auch.

00:47:13: also ich glaube selbst wenn man so ein Modell hat und das gibt ja eh immer wieder solche Überlegungen dass man den ORF öffnet auch ORFAT zum Beispiel den Zeitungen mehr zu wenig macht.

00:47:22: Ich finde das kann man auf jeden Fall diskutieren und gerade in einem Medienmarkt wo alle irgendwie ums Level rennen hat es nicht so viel Sinn, wenn wir jetzt anfangen uns untereinander zu cannibalisieren sondern Kooperation ist sicher der richtige Weg.

00:47:33: Ich glaube aber dass es dann trotzdem einen ORF in der Form brauchen würde das es Leute gibt die ausschließlich dafür abgestellt sind das zu machen und dass man sich nicht darauf verlassen kann dass aus dem privatwirtschaftlichen Engagement immer genug Angebote in der form da sein wird.

00:47:48: also ich sehe das auf jeden fall als Modell aber ich glaub dennoch dass das nicht bedeuten kann dass man alles abschaft was jetzt sozusagen klasse.

00:47:56: Ich glaube, wir müssen nur willkommen von der Idee, weil das wird immer befürchtet.

00:48:00: Viele der ORF weg, dann gibt es praktisch keine Qualität mehr.

00:48:05: Sehr viele schon jetzt existierende Medien beweisen das Gegenteil und ich glaube dass eben genau diese Konkurrenz in einem hochgradigen von Förderungen abhängigem Mediensystem die wir heute haben wo die privaten Jammern darüber, dass der Orf so viel wirtschaftliche Vorteile hat Geld zwangsweise den Bürgern entziehen darf, was andere nicht dürfen.

00:48:28: Dass wir da ein ungesundes Konkurrenzverhältnis geschaffen haben das so nicht existieren sollte.

00:48:33: und wie gesagt also gegen Transparenz kann ja wirklich keiner etwas haben wenn wir öffentliche Ausschreibungen machen und jemand qualifiziert sich dafür und produziert auch tatsächlich nach den Anforderungen und sehe ich keinen Grund warum er nicht auch Beitragsgeld beziehen sollte.

00:48:51: Das sehe ich auch nicht, aber ich würde trotzdem auf den Punkt behandeln, dass ich nicht glaube das das bedeuten kann.

00:48:56: Dass die gesamte Infrastruktur des OEF dann aufgelöst werden müsste damit man es hat.

00:49:02: also ich glaube du müsstest diesen öffentlich-rechtlichen Kernauftrag immer noch haben und dass der immer noch aus dieser Institution heraus entstehen würde weil ich mich nicht darauf verlassen würde dass es auf dem privaten Markt einfach so entsteht zumindest nicht in der Form, dass man wirklich alles leisten kann was dann öffentlich-rechtlichen Auftrag umfasst.

00:49:18: Jetzt kann man natürlich diskutieren wie breit hat der gefasst zu sein aber wenn jetzt der ORF aufhört Filme zu fördern weiß ich nicht wer es als nächstes macht.

00:49:26: und das sind schon so Dinge wo ich sage okay es ist gut dass man diesen Kernauftrag hat und dass man den ORF auch in einer gewissen Größe hat und da muss er ihn auch erfüllen.

00:49:35: also ich finde es dann legitim dass man sagt ok das geht vielleicht nicht ausschließlich aus der Struktur heraus, die es jetzt gibt.

00:49:41: Aber angenommen du sammelst jetzt alles was dem ORF zufließt irgendwo um die siebenhundert Millionen jährlich und Du hast dann auch noch den Werbe-Etauer der dazu kommt Und du hast vielleicht noch alles aus der Medienförderung und du wirfst das alles in einen Port.

00:49:55: Das ist wahrscheinlich ein paar Milliarden Euro und du machst mit diesen Milliarden konkrete Aufträge die Geld gebunden sind So wie ich heute jede Förderung an einem Amt beantrage.

00:50:08: Ich sage Hier zwei Jahre Nachrichtensendung für die öffentlich-rechtliche Plattform dotiert mit Summe X, fünf Millionen Euro.

00:50:19: Dafür muss geleistet werden täglich drei Formate zu je zehn Minuten, die diese und diese Anforderungen in der Produktionsqualität zur Verfügung stellen müssen – mit Summa X an Außenkorrespondenten

00:50:30: etc.,

00:50:32: kann ich doch machen!

00:50:32: Also ich verstehe nicht warum wir nach wie vor uns eine Anstalt in der Form halten die sich gewissermaßen an ihren Aufträgen messen muss, aber die jetzt mal eigentlich relativ große Freiheiten dahin gehend hat.

00:50:47: Dass sie mit dem Geld das sie bekommt auch sehr viel unter Umfug macht.

00:50:52: also ich kann Melkem mitten drinnen nicht mehr sehen und

00:50:56: läuft doch nicht mehr.

00:50:58: Aber es ist natürlich eine legitime Kritik um die Frage zu beantworten was?

00:51:02: ich finde noch nicht dass etwas dagegen spricht.

00:51:04: Ich würde nur trotzdem sagen man kann Sie nicht darauf verlassen dass das alles erfüllt werden würde.

00:51:09: Also ich denke, wenn wir verfassungsmäßig abgesichert haben den ORF mit diesem öffentlich-rechtlichen Auftrag und man stellt eben diesen ORF auch in einer gewissen Größe bereit das er denn umsetzt dann finde ich es ist etwas wo ich mich sehr davor hüten würde zu sagen weg damit.

00:51:24: Und wir schreiben alles aus was da irgendwie drin sein sollte und dann wird schon genug Medienangebote finden die diese Plattformen dann so bestücken dass sich das ausgeht.

00:51:32: Das macht mir Bauchweh.

00:51:35: Wenn der aber die Förderung genommen wird?

00:51:39: Also ich sehe diese... Siehst

00:51:42: du den Auftrag nicht erfüllt?

00:51:43: In gewissen Weisen schon, in anderen weisen nicht.

00:51:46: Ich kann ja behaupten, weil ich das auch schon öffentlich gesagt habe und weil es tatsächlich meine Meinung ist, der einzige Grund warum aus mir in anderen Berufsfeldern jemals ein Sportkommentator wurde war die Frustration der Qualität der Sportübertragung im ORF.

00:52:00: Eindeutig!

00:52:01: Das ist bis heute verglichen mit privaten Fernsehsenden in Österreich hochgradig lieblos.

00:52:08: Und da habe ich zum Beispiel nie verstanden, warum so teure Dinge wie Champions League-Rechte die wirklich schweinisch teuer sind.

00:52:17: Warum die von zwangshintnommenem Geld der Bürger bezahlt werden und dann solidlos behandelt zu werden?

00:52:24: Dass man immer im selben Studio mit zwei Menschen zum damaligen Zeitpunkt von denen einer meistens keine Ahnung hat... ...dann eigentlich einen Disservice erweist!

00:52:35: Der Sache gegenüber das ist von hochgradigem Interesse, da sind vielleicht die einzigen beiden Gebiete in denen sich terrestrisches Fernsehen heute noch von selber trägt.

00:52:44: Das sind Nachrichten und

00:52:45: Live-Sport.".

00:52:47: Und dann so?

00:52:49: Also das ist zumindest ein Ort wo ich definitiv sagen kann, dass es damals schlecht gewesen war, wo ich diese Entscheidung getroffen habe, also so frühe Zehnerjahre – und es ist heute nicht unbedingt so viel besser!

00:53:03: Ja, das kann man natürlich so sehen aber Grundsätzlich richtig, wenn man dann sagen kann okay ich bin mit der Qualität die ich im ORF bekomme nicht zufrieden.

00:53:10: Ich sehe das aber nicht unbedingt als Argument von wegen schaffe mein Ab und mach mir was ganz anderes.

00:53:14: Wenn wir jetzt auf die Straße gehen finden vielleicht ein paar Leute die genauso denken wie du, befinden vielleicht ein Paar die anders denken.

00:53:20: Das sehe ich jetzt nicht wirklich als Rütteln an den Grundfesten des ORF.

00:53:24: Habe ich dich richtig verstanden und zu Verständnis für diesen Vorschlag, den du gerade eingebracht hast?

00:53:31: Das wäre ja dann primär was Digitales.

00:53:34: Also es geht ja beim ORF oder generell bei öffentlichen Richtigen sein sehr stark auch um diese Infrastruktur.

00:53:39: also wenn du jetzt sich um einen Auftrag bewerben würdest, würdest ihn kriegen.

00:53:42: Dann bräuchte das so als ich beim der ORF das Radiosender Fernsehsender Internet zwischen Media ist ja alles dabei dass es ja was, was du jetzt zum Beispiel als Einzelperson nicht liefern könntest.

00:53:55: Meiner Meinung nach ist ja das darin besteht der tatsächliche Wert.

00:53:59: also da sind harte Assets geschafft worden über Jahrzehnte die man gern irgendwie verstaatlich belassen kann oder irgendwie in Form einer Genossenschaft setteln kann und dann lässt man auf dieser Infrastruktur, die existiert, die gut ist möglichst viele Medien Teilnehmer mitspielen.

00:54:20: Das sehe ich jetzt keinen Grund, warum das nicht so sein soll.

00:54:22: Und die Zwangsgebühren wie du sie nennst werden damit dann quasi legitim?

00:54:25: Weil es würden mehr... Zumindest legitimer

00:54:29: als jetzt!

00:54:29: Wenn du mich rein philosophisch fragst ist Zwang natürlich immer ein illegitimes Mittel.

00:54:34: Aber wenn's

00:54:35: anders nicht funktionieren würde ja Dann muss es wohl so sein.

00:54:39: Ich tue mir bisschen schwer mit dem Begriff Zwangslabgabe.

00:54:42: Natürlich klar dass etwas was jeder zahlen muss Es ist eine Verpflichtung.

00:54:46: aber wenn wir als gesellschaft entscheiden Wir wollen gewisse Dinge haben, dann muss man auch dafür zahlen.

00:54:52: Also ich finde nicht jede Straße die ich jemals in Vorarlberg befahren habe ist super von der Architektur oder von der Gegebenheit aber meine Steuern fließen auch dorthin.

00:55:01: also das musste sich eine Gesellschaft irgendwie leisten.

00:55:04: Aber das macht umso mehr den ORF als Fokuspunkt von Kritik.

00:55:09: Und ich finde also jede Kritik zulässig, die es dann da rein gibt?

00:55:12: Ich würde noch gern zum Abschluss was ansprechen und zwar du ... Wir haben eh letztens auch schon drüber geredet.

00:55:18: Du machst aus dem Politik in erster Linie sehr wenig in den politischen Ausgründen.

00:55:22: Ja.

00:55:23: Du hast mir erzählt... Dich hat mal einen Ex-Kanzler angerufen nachdem er unzufrieden war mit einer Inhalte.

00:55:32: ist nicht genau das ein Punkt warum sie eben große Institutionen doch braucht?

00:55:37: Eben Stichwort redaktioneller Schutz.

00:55:40: Es gibt definitiv eine Berechtigung für große Redaktionen, hundertprozentig gibt es das und ich glaube dahingehend wird's auch langfristig gehen.

00:55:48: also alle die irgendwie alleine begonnen haben und groß wurden schon allein aus nennen wir es wirtschaftlichen Gründen.

00:55:55: überlegen sie sich dann erhol' ich mir nicht noch jemanden dazu und dann agieren Sie quasi redaktionell Und das kommt ja sowieso auf uns zu wenn wir größer werden oder wenn wir kooperieren wollen, also das ist kein Plädoyer gegen... Oder meine Existenz auf solche ist keinplädoye gegen große Redaktionen.

00:56:16: Die haben auch ihre Berechtigung speziell in solchen Fällen, also Rechtsabteilungen und so habe ich halt nicht.

00:56:24: Was sich hinzufügen würde zu diesem wie wichtig es ist dass wir Redaktion haben und nicht nur sozusagen Einzelpersonen die agieren ist nochmal so ein bisschen der Verweis auf Ausspielenmöglichkeiten abseits von den sozialen Netzwerkplattformen, weil natürlich ist es ein Vorteil wenn der eine Möglichkeit meiner Reichweite nicht nur die Laune von Mark Zuckerberg ist sondern irgendwie eine Plattform wo ich zumindest Schwelle an Garantie habe dass sich Menschen auch abseits vom sozialen Medien damit erreichen.

00:56:53: Also das brauchen wir zweifelsohne in der Gesellschaft.

00:56:56: Ich denke ähnlich wie du eigentlich dass wir da mehr von einer Art Symbiose haben werden.

00:57:02: Also ich glaube nicht, dass es zielführend ist das jetzt die etablierten Medien versuchen.

00:57:07: Top-Down aus weiß ich nicht guten Leitartikel schreiben oder exzellenten Nachrichten sprechen irgendwie Social Media zu machen.

00:57:14: Das wird nicht funktionieren weil du brauchst einfach Personen diese Affinität haben.

00:57:18: Das heißt entweder man hat Menschen in den eigenen Reihen die das irgendwie können oder man versucht sich die Andreas Kassels dieser Welt einzukaufen und dann profitieren beide Seiten gewissermaßen davon Weil es natürlich für deine Marke auch kein Schaden ist, wenn du die Reputation eines Fernsehcenters auf deiner Seite hast.

00:57:34: Und gleichzeitig wäre das für die Medien die Möglichkeit diese Reichweite und auch diese Nähe zum Publikum zu bekommen, die man vielleicht nicht notwendigerweise hat, weil man einfach nur postings ohne Gesicht irgendwie online stellt.

00:57:49: Wobei du dich dann erst recht wieder rechtfertigen müsstest?

00:57:52: Muss ich sowieso also... Aber die Oma ist ganz stolz, wenn ich bei Moa F. bin!

00:57:57: Ja das glaube ich.

00:57:59: Andrea Stefan, danke dass ihr da wart.

00:58:00: Danke

00:58:01: auch.

00:58:05: Und auch ich sage danke fürs Zuhören und dranbleiben und verabschiede mich mit dem nochmaligen Hinweis Wenn Ihnen dieses Gespräch gefallen hat dann werfen Sie am Wochenende einen Blick in die Sonderausgabe der Presse zum Thema Zukunft oder schauen sie auf diepresse.com vorbei.

00:58:20: dort finden Sie viele weitere spannende Gespräche und Analysen.

00:58:24: viel Spaß beim Lesen und bis zum nächsten Mal.

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