250 Jahre USA: „Das Land ist der letzte Gedanke bei Trumps Feiern“ I Catherine Clüver Ashbrook
Shownotes
Von Christine Mayrhofer. Kommendes Wochenende feiern die USA am 4. Juli zum 250. Mal ihren Unabhängigkeit, die offiziellen Feierlichkeiten dazu hat US-Präsident Donald Trump schon eingeleitet. Freiheit, Unabhängigkeit und Nationalstolz: Wie steht es um diese Werte eineinhalb Jahre nach Trumps zweitem Amtsantritt im großen Jubiläumsjahr? Finden die Amis noch einen Grund zu feiern? Sind wir Europäerinnen zur Geburtstagsparty eingeladen? Und welchen Spin gibt Trump dem Jubiläum?
Die deutsch-US-amerikanische Politologin Catherine Clüver Ashbrook zieht anlässlich des Jubiläums Bilanz über die aktuelle politische Ausrichtung der USA: „Seit über einem Jahr ist diese Regierung dabei, die Geschichte der USA zu verändern“. Auch in ihrer Publikation „Der amerikanische Weckruf“ zieht sie nicht gerade eine positive Bilanz. Als Gast in dieser Folge spricht sie über die Einflussnahme der USA auf Europa, die Verschiebung der Aufmerksamkeit hin von einer Nation zu einem Präsidenten und darüber, was aus den Ideen der Gründerväter unter Trump geworden ist.
Gast: Catherine Clüver Ashbrook Moderation: Christine Mayrhofer Schnitt: Audiofunnel/ Dominik Lanterdinger Credits: USA Today
Catherine Clüver Ashbrook "Der amerikanische Weckruf" Alle Presse-Podcasts gibt es jetzt gebündelt auf [YouTube] /(https://www.youtube.com/@DiePressePodcasts)) Abonnieren Sie uns dort. Schreiben Sie uns an: podcast@diepresse.com
Wenn Sie noch mehr von uns hören wollen, hier finden Sie alle unsere Podcasts [www.diepresse.com/player] (https://www.diepresse.com/player/?utm_source=podigee&utm_medium=podcastshownotes))
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:09: Kommendes Wochenende feiern die USA am vierten Juli zum zweihundertfünfzigsten Mal ihre Unabhängigkeit.
00:00:16: Die offiziellen Feierlichkeiten dazu hat US-Präsident Donald Trump schon
00:00:20: eingeleitet!
00:00:46: Herzlich willkommen bei Was Wichtig Ist.
00:00:48: Mein Name ist Christine Meyerhofer und ich bin eine der Hosts dieses Podcast.
00:00:53: Freiheit, Unabhängigkeit und Nationalstolz dafür steht der vierte Juli traditionellerweise in den USA.
00:01:00: Doch wie sieht das eineinhalb Jahre nach Trumps zweiten Amtsantritt im großen Jubiläumsjahr aus?
00:01:06: Finden sich die Armes überhaupt einen Grund zu feiern, sind wir als Europäerinnen eingeladen.
00:01:14: Welchen Spin gibt Trump dem Jubilänium und in welchem Zustand befindet sich die US-amerikanische Demokratie überhaupt?
00:01:21: Darüber habe ich mit der deutsch-US-amerkanischen Politologin Catherine Cleaver Ashbrook gesprochen!
00:01:27: Sie hat anlässlich des US-amerikanischen Jubiläums die Publikation der amerikanische Wegruf veröffentlicht und zieht dort nicht gerade eine positive Bilanz.
00:01:41: Guten Tag Frau Klywa Esbruck!
00:01:43: Schönen guten Tag!
00:01:44: Frau Klüwa Esbruck, vierten Juli da feiern die Vereinigten Staaten ihren zweihundertfünfzigsten Geburtstag.
00:01:50: wenn sie auf die vergangenen Monate zurückblicken welchen Eindruck macht denn dieses Amerika derzeit auf sie?
00:01:58: Die USA sind derzeit ein demokratisch schwächelndes, wenn nicht gar ein sich von der Demokratie lösen das Land.
00:02:07: Wir haben es vielleicht zugespitzt gesehen wo der amerikanische Präsident nicht nur seinen achtzigsten Geburtstag begangen hat sondern quasi den Status geliefert haben soll für die Feiern zum zweihundertfünfzigten.
00:02:21: Das tat er mit einem blutigen Käfigkampf vor dem Weißen Haus mit einer Organisation, in der persönliche finanzielle Interessen hat zur... Die Erinnerung an diese Feier hat er gleichzeitig einen, hat der Gold- und Silberne Memorabilia Coins herausgegeben.
00:02:41: Bis dotiert bis zu zwei Tausend Fünfhundert Dollar verwaltet im Übrigen vom Sohn seine Chefberaters und Chefunterhändlers.
00:02:49: eben Iran und in Russland zur Bereicherung der eigenen Familie.
00:02:54: Da ist natürlich von dem Grundgedanken der Verfassungsväter nämlich die Tatsache, dass man sich lösen wolle.
00:03:01: Von dem monarchischen, dem übergriffigen, dem willkürlichen dessen alles was König Georg III einmal repräsentiert hat für die Kolonialisten.
00:03:10: Dem ursprünglichen Gedanken der Freiheit und der individuellen Ausgestaltung der Demokratie also das Verdingen nicht an sich selbst sondern an dem System, an der Demokraties, an den Gemeinschaft miteinander.
00:03:24: Davon ist da denke ich wenig zu spüren.
00:03:26: Und tatsächlich waren die letzten achtzehn Monate eine einzig große Umbau-Übung weg von dem, was die Verfassungsväter intendiert haben hinzu einer Exekutivmacht in den Händen von Donald Trump.
00:03:39: Sie haben jetzt schon ein Beispiel dafür gegeben wie sich Donald Trump Feierlichkeiten vorstellt, was seine ästhetischen Vorstellungen sind.
00:03:47: So große Inszenierungen haben wir ja auch schon öfter gesehen.
00:03:51: Was wird da über die USA erzählt?
00:03:54: Also welche Botschaft bringt man da auch ans internationale Publikum.
00:03:58: Ich glaube, dann muss man eben sehr säuberlich trennen inzwischen weil die Botschaft ist tatsächlich die eines Donald Trump seiner Familie seines engsten Kreises und der der eingeladenen zum Beispiel auf dem White House lawn an dem normalerweise friedliche Veranstaltung wie zb der Easter Egg Roll Also, dass große Ostereiersuchen zu Ostern traditionell stattfinden oder seine Vorgänger Tennis gespielt haben.
00:04:22: Derweil sehr weit friedlichere Ausübungen als blutige
00:04:26: Käfekkämpfe.".
00:04:28: Aber Donald Trump will damit selber für sich aussagen – für seine eigene Person und ich glaube wenn man ihn fragen würde, würde er das auch sagen?
00:04:35: Er würde es gar nicht so intensiv mit dem Land verbinden!
00:04:38: Wir haben es in den Texten die um den Käfigkampf veröffentlicht worden sind, immer wieder gesehen.
00:04:43: Das Land war der letzte Gedanke, wenn das überhaupt vorkommt.
00:04:47: Zunächst stand die Stärke Nord des Präsidenten und die Rolle des Präsidentens selbst im Vordergrund.
00:04:54: Und das ist glaube ich der fundamentale Bruch wie wir ihn jetzt erleben Die Selbstüberhöhung, die Konzentration auf sich selbst, dass verlangen nach Loyalität in seinem Umfeld, das Abschotten im besten Fall auch von einer Expertisenbürokratie, die dann auch strukturell zerrütet worden ist.
00:05:13: Zweiundachtzigtausend Menschen haben im bürokratschen Verwaltungsapparat der USA ihre Positionen verloren.
00:05:20: All das gehört eben zu einer neoloyalen Verdichtung um diesen Präsidenten herum eine Auffassung von sich selbst eher als König.
00:05:28: Auch dieses Bild hat der Präsident in der Vergangenheit immer wieder bedient.
00:05:32: und nochmal wenn man sich tatsächlich das Dokument durchlässt was die Amerikaner am vierten Juli feiern Dann sind zwei Drittel davon eben eine Anklageschrift gegen genau solches Royale gehabt, was die Willkür von Steuern ausmacht.
00:05:47: Da könnte man vielleicht sagen, dass es gleich zu setzen mit den Zöllen wie wir sie derzeit haben.
00:05:51: Die Militarisierung der amerikanischen Straße.
00:05:54: wenn Sie jetzt die Bürger von Main fragen, die gerade die ICE-Rates über sich ergehen lassen müssen, die würden das wahrscheinlich ähnlich beschreiben.
00:06:02: also hier scheint sich die Geschichte tatsächlich eher zu wiederholen auf eine sehr unangenehme Weise.
00:06:08: aber auch das ist intendiert!
00:06:09: Der Chef der Heritage Foundation hat zur Publikation dieses Leitplans für den Umbau Amerika gesagt Er wolle die zweite amerikanische Revolution ausrufen und die solle eben ganz anders strukturiert sein, nämlich jetzt quasi rückwärts gewalt.
00:06:25: Also eine Verschiebung hin vom Staat zur Person?
00:06:29: Jetzt ist ja so ein Geburtstag auch oft ein Moment des nationalen Stolzes.
00:06:35: Ist das auch noch irgendwo sichtbar?
00:06:37: Die Umfragen sagen, dass in der Tat nicht mehr aus.
00:06:40: fifty-fünfzig Prozent der Amerikaner trauen diesem Präsidenten auch gesundheitlich nicht mehr zu quasi das Interesse der Amerikana zu vertreten.
00:06:49: sie haben große Sorge um seinen Gesundheits und generellen Zustand.
00:06:54: Die Minderheit,
00:06:55: sogar eine Minderkeit von Republikanern.
00:06:57: Leicht über dreißig Prozent fanden die Käfigkämpfe gut.
00:07:01: Fanden diese Konzentration auf die eigene Person auch gut?
00:07:04: Auch die Kontroverse das sich zu Lebzeiten Donald Trump natürlich mehrere Monumente bauen möchte stößt sogar in den eigenen Reihen auf Kritik.
00:07:14: besonders geht es da um den sogenannten amerikanischen Triumphbogen wenn man so will der den Blick auf den Veteranfriedhof Arlington versperren könnte oder jedenfalls nach jetzigen Plänen versperrten würde.
00:07:28: Das ist für viele Amerikaner gerade wegen der Verbundenheit des Leids, um ein demokratisches Prinzip zu verteidigen und durchzusetzen immer und immer wieder eine bestimmte Lesart der eigenen Demokratie, der Verteidigung des eigenen Landes die eben mit dieser Ankerfunktion auch stark verbunden ist.
00:07:46: das empfinden viele Amerikane aber eben auch gerade Republikanern Ja, als Beleidigung wenn man so will.
00:07:52: Also auch in diesen Umständen nimmt tatsächlich der Rückhalt des Präsidenten ab.
00:07:58: In ihrem Buch beschreiben Sie ja auch das Demokratien wie eben jene der USA nicht automatisch für immer garantiert sind einmal eingeführt.
00:08:07: Wo sehen sie denn gerade die USA an einem besonders kritischen Punkt?
00:08:12: Die USA hat sich immer quasi ein System gegeben, das war zunächst einmal eine Republik.
00:08:19: Eine demokratisch auszugestaltende Republik.
00:08:21: Das heißt von vornherein war es immer der Prozess der im Vordergrund stand.
00:08:26: Das nationale Radio des Äquivalentes Deutschlandfunks nennt deswegen auch ihre Serie zum zweihundertfünfzigsten in Pursuit Also eine Demokratie die immer in Bewegung bleiben sollte, die nicht in sich abgeschlossen sein sollte.
00:08:41: Und das führt dann dazu, dass zum Beispiel zwar die Verfassung mehrfach geändert worden ist.
00:08:46: Wir denken an die vielen Amendments in der amerikanischen Verfassung Das aber in der modernen Historie eben nicht mehr passiert.
00:08:52: Es viel stützt sich auf Gewohnheitsrechte natürlich auch Auf Regeln Aber Regeln, die auch wieder geändert werden können.
00:08:59: wir sehen eine amerikanische Präsidentschaft, die gerade deswegen weil eben in vielerlei Hinsicht einiges in der Schwebe ist.
00:09:06: Gerade bei der Zollpolitik Gesetzgebungen aus dem achtzenden Jahrhundert bemüht um bestimmte Visionen der eigenen Stärke durchzusetzen.
00:09:15: Also, es war immer eine Demokratie und das wollten im Übrigen auch die Verfassungsväter in der es arbeiten sollte.
00:09:22: Die Idee von Live Liberty and Pursuit of Happiness – diese Idee des der Glückseligkeit, die sollte man sich in der Investition, in das Gemeinwohl, in das gemeinsame Leben, die sollte man sich erarbeiten.
00:09:36: Und gerade weil dann in diesem Sinne so wenig gefasst ist, es in Amerika eigentlich natürlich keine grundsätzliche Sozialgrundlage gibt.
00:09:44: Genau ist das was man vielleicht ein Social-Floor nennen würde, kein Rettungsschirm.
00:09:49: auch das war intendiert.
00:09:50: Die Amerikaner sollten sich immer anstrengen für alles, was sie hatten und Sie sollten vor allen Dingen nie den Blick verlieren auf das, was es kosten würde, diese Freiheiten zu behalten.
00:09:59: Das wollte Thomas Jefferson.
00:10:00: ganz explizit Also wird sagen, Freiheit kann schnell verloren gehen wenn es nicht die ewige Wachsomkeit gibt.
00:10:08: Und jetzt sind wir an dem Moment wo die Amerikaner scheinbar genau diese Wachsomkeit verloren haben denn dieser Präsident geht rein und zwar in der ersten Amtszeit bricht Normen auf, bricht Gewohnheitsrechte ausstellt alles infrage torpedoiert Die Rechtmäßigkeit der Institutionen und deren Funktion.
00:10:28: Also in dem Sinne hat vielleicht Kevin Roberts recht, es ist eine Revolution im System.
00:10:33: Das ist das was diese Bewegung durchdringen möchte.
00:10:37: Jetzt würden vielleicht manche sagen, dass ist aber auch genau das wo für Donald Trump gewählt wurde und das ist ja auch in sich demokratisch.
00:10:44: also wie kann man dann mit so einer Gefahr die aus dem System heraus kommt umgehen?
00:10:52: Ich glaube, das ist eben der entscheidende Punkt.
00:10:54: Die Tatsache dass er zwar gewählt worden ist auf einem Programm und mit einer Agenda im Übrigen eine Agenda von der sich immer losgesagt hat im Wahlkampf.
00:11:03: es ist etwas schwierig zu sehen wie man jetzt numerisch schon sagen kann.
00:11:07: leicht über fünfzig Prozent des Projects sind quasi Wort für Wort oder strukturell umgesetzt worden, wenn das etwas ist von dem der Präsident Lange gesagt hat er habe damit nichts zu tun hätte auch keine Intention das so durchzusetzen.
00:11:21: Faktisch ist es so.
00:11:22: Der zweite Punkt ist aber in einer Demokratie geht eben nicht nur um wählen.
00:11:26: Wählen isst ein Aspekt des demokratischen Handelns.
00:11:30: Der andere Aspekt ist die Gewaltenteilung und ein anderer großer Aspekt.
00:11:35: Das heißt, die Kontrolle des Handelns durch das Volk – und zwar dauerhaft!
00:11:39: We the people geht die amerikanische Verfassung los, die dann elf Jahre später auf Papier oder Papyrus gegossen worden ist.
00:11:49: dass die Idee, dass ein Kongress einen Senat in ihrer Kontrollfunktion beschnitten werden.
00:11:54: Das Institutionen, das der Kongress als unabhängig eingesetzt hat wie die Notenwagen, die Finanzaufsichtsbehörde, die Medienaufsichtspehörde jetzt tatsächlich nur noch nach der Pfeife des Präsidenten tanzen – das war nicht die Intention der Kontrollauflagen, die sich aus den Gründungsdokumenten Amerikas ergeben.
00:12:12: und insofern ist die Demokratie eben strukturell geschwächt, der Presse, die Dauerdruckausübung auf die verschiedenen Ebenen der Justiz.
00:12:26: Die Verschleppung im Übrigen auch der Durchsetzung der Justis.
00:12:29: Genauso macht das die Regierung bei allen anderen, bei den Zollrückgaben, was die Zoll-Auflagen aufgeht, bei der Restitution der Fördergelder für Universitäten.
00:12:41: hier wird Justiz absichtlich verschleppt selbst dort wo sie noch greifen kann.
00:12:45: all das sind undemokratische Momente.
00:12:48: Jetzt habe ich den Eindruck gewonnen in Europa, da hat man sich an Donald Trump ja gewöhnt.
00:12:54: Man nimmt ihn halt als polarisierenden Politiker wahr vielleicht auch als so eine Art Clown der ungünstigerweise sehr viel Macht hat.
00:13:02: Sie verwenden da deutlich schärfere Begriffe, also sie sprechen zum Beispiel von sowas wie moderner Thüranei.
00:13:08: Was gibt ihnen Grund solche scharfen Begriffs zu verwenden?
00:13:11: Naja
00:13:11: alles das was Donald Trump tatsächlich umsetzt beziehungsweise seine Regierungsmannschaft schön umsätzt Das hat Kaskaden Effekte nicht nur auf Europa im Moment der Aktion sondern eben langfristig.
00:13:23: Wir sehen es insbesondere am Prisma des Iran Krieges wo tatsächlich die gesamte Weltwirtschaft nicht nur den Atem anhielt, sondern massiv geschädigt worden ist wegen einer Einzelentscheidung, die die USA und Israel getroffen haben.
00:13:38: Da wurde nicht mehr mit Verbündeten abgesprochen und geklärt wie quasi im jenen modernen Eingriff der USA davor selbst wenn sich dann Alliierte dagegen entschieden haben.
00:13:49: wir erinnern uns an Joschka Fischer der Polltant seinen Amtskollegen Rumsfeld anging beim Irakkrieg.
00:13:55: Aber es wurden diese Informationen vorher geteilt, es wurde verdichtet, Länder konnten sich vorbereiten besonders natürlich Verbündete tatsächlich in dem Sinne auch ihre Bürde tragen.
00:14:05: jetzt kommen Einzelentscheidungen die zum Teil das waren ja auch ursprünglich die Ankündigung die ganze Form der USA verändern sollen.
00:14:14: Die Idee dass man über Kanada als Einenfünfzig ein Bundesstaat überhaupt sprechen kann diese absurden Fantasien quasi die USA, die Macht der USA auch physisch noch auszubauen.
00:14:26: Grünland zu annektieren diese ganzen Dinge.
00:14:29: Die mögen im ersten Moment natürlich absurd klingen aber sie haben ganz real und politische und real wirtschaftliche Konsequenzen besonders für die Verbündeten, Das große Asset der Amerikaner waren.
00:14:45: Das hatte die Sowjetunion nicht, das hatte auch eine aufstrebende Volksrepublik China nicht.
00:14:50: Also verbündete in der Ideologie, in der Durchsetzung des Kapitalismus all diese Dinge hat uns stark an den USA gebunden selbst wenn die fünfundfünfzig Tweets in drei Stunden einer Nacht absolut irrational sind und natürlich davon zeugen.
00:15:07: Das ist vielleicht dem Präsidenten in mit seinen achtzig Jahren nicht mehr ganz so gut geht, wie er das immer suggeriert.
00:15:13: Die Idee, dass hier sehr viel Wind generiert wird, lenkt aber in der Tat davon ab, dass neue Realitäten geschaffen werden – die strukturellen Realitäten in den USA, die dazu führen, dass wir uns nicht mehr auf den Schutzschirm und die Kapazität, die Ankerfunktion der USA als Anker des Westens verlassen können?
00:15:32: Das stellt uns vor ganz neue Fragen!
00:15:35: Und die Tatsache, dass diese Veränderungen bleiben der Natur sein könnten.
00:15:39: Das heißt es ist nicht so wie bei der ersten Trump-Anszeit wo's eben dann einen starken Wechsel gab und man das Gefühl haben konnte Aha!
00:15:46: Der Albtraum ist ausgeträumt seitens der Europäer auch wenn Die Europäe das gerne immer wieder sich jetzt auch erzählen.
00:15:53: Diese Tatsachen sind einfach nicht mehr haltbar.
00:15:56: Dafür sind die Strukturen schon zu stark geändert und wir wissen im Übrigen, wenn Demokratien versagen oder kurz davor sind zu versagen wie schwierig... Diese Rückholung ist, wir sehen es in Polen.
00:16:08: Wir werden sie jetzt in Ungarn live erleben.
00:16:11: In der Türkei verschlimmern sich die Situation quasi Tag um Tag.
00:16:15: Die Inflation ist bei über dreißig Prozent.
00:16:18: Die politischen Gegner sitzen im Gefängnis also wie wissen wenn eine Demokratie auseinander fällt.
00:16:23: Wenn gerade eine liberale Demokratie Auseinander fehlt Wie schwer das Rückholen dann fällt?
00:16:28: Sie haben ein zentrales Thema der letzten Monate schon angesprochen nämlich den Iran Krieg.
00:16:34: Trump ist ja angetreten mit dem Versprechen, Amerika aus Kriegen herauszuhalten.
00:16:39: Wie hat denn dieser Krieg jetzt die Präsidentschaft Trumps verändert?
00:16:43: Also sie hat ihn... Sie hat die Präsidentschaft oder jedenfalls die außenpolitischen Erfolge, die er vermeintlich auch aus der ersten Amtszeit mitgebracht hat zum Beispiel die Abraham Accords und der Fokus auf den Nahen Osten und auf den Ausgleich Israeles mit den arabischen Nachbarn All das, was man tatsächlich vielleicht in eine Erfolgskolumne schreiben könnte, massiven Frage gestellt.
00:17:05: Die Region ist so sicherheits- und wirtschaftspolitisch... umstrukturiert worden.
00:17:13: Im Übrigen durch die Antworten des Iranes und es war ab zu sie im übrigen auch von den Experten, die Donald Trump fast bis zur letzten Minute umgeben haben bevor Sie gefeuert worden sind dass der Iran auf eine horizontale Eskalation setzen würde.
00:17:28: das heißt wir sehen wie ein Präsident sich in dem Sinne diktatorisch isolationistisch verhalten hat.
00:17:35: Expertise besonders Expertise die das konterkariert hat was ihm Sein enger Freund Benjamin Netanyahu versprochen hat aus diesem Krieg.
00:17:44: Er hat sich vermutlich einen Kurzzeiterfolg erhofft, vielleicht meinte er das auch ernst mit dem schnellen Regime, wandeln mit der endgültigen Zerstörung der Nuklearkapazitäten des Iranes.
00:17:57: All das ist nicht eingetreten und jetzt haben wir tatsächlich, ja möchte man fast sagen die das schlimmstmögliche Resultat?
00:18:05: Ja!
00:18:05: Die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz, die aber vor dem Krieg geschlossen war.
00:18:11: Das heißt auch im Sinne einer Verhandlungstechnik hat sich die USA in dem Sinne ärmer gemacht, was sollte den Iran dann jetzt noch daran hindern weiter am Uranausbau und an der Nutzung des Orans?
00:18:23: Was sie noch in den Tiefen Höhlenagern haben, weiter an der Anreicherung weiterzumachen.
00:18:30: Das Regime ist in keiner Weise geschwächt im Gegenteil und es hat sich eben durch die Kriegshandlungen innerhalb des Landes noch stärken können, hat sogar Menschen auch in die Seite ziehen können, die allein aus einem Patriotismus der dauerhaften Gefahr sich an die Seite des Regimes gestellt haben selbst wenn der Widerstand im Land weiterhin stark bleibt.
00:18:50: also alle vermeintlichen Ziele die Donald Trump angeführt hat um diesen Angriff jetzt zu führen ist nicht vorhanden.
00:18:58: Und noch dazukommt, ist die Spaltung mit Israel wohl jetzt überdeutlich.
00:19:02: Denn die Israelis haben schon signalisiert sie wollen sich nicht an das Framework dieses Abkommens halten.
00:19:08: der Libanon steht weiterhin im Visier der israelischen Bombardierungen.
00:19:14: und jetzt noch das letzte Zünglein an der Waage Die vermeintlich sicheren Häfen.
00:19:19: Katar die Vereinigten Arabischen Emirate mussten zusehen wie kann Komponenten ihres Wirtschaftssystems über sechstausend verschiedene Angriffe auf die umliegenden arabischen Länder quasi in große Frage gestellt worden sind, in Abregel gestellt worden.
00:19:37: Also hier sind Turbulenzen nicht nur die Weltwirtschaft aber vor allen Dingen auch die Regionen gekommen, die Donald Trump insofern ihn kürze gar nicht einholen können wird vermutlich auch nicht bis zur Wahl zu Hause mit den Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft.
00:19:51: Sie haben es gerade schon gesagt, im Herbst stehen die Midterms an.
00:19:54: Was wird denn dieser Krieg Donald Trump innenpolitisch kosten?
00:19:58: Es kommt so ein bisschen darauf an wie lange das Erinnerungsvermögen der Amerikaner ist.
00:20:03: Wir haben in der Vergangenheit gesehen dass es zum Teil sehr kurz sein kann, dass auch besonders die Anhänger dieses Präsidenten, die tatsächlich auch gelitten haben unter den letzten Monaten wir sehen eine Inflation um die vier Prozent.
00:20:20: Die Amerikaner haben ganz schön viel geben müssen für diesen Konflikt, den sie sich nicht ausgesucht haben.
00:20:28: Den Sie nicht gewollt haben wie der Republikaner noch Demokraten schon gar nicht.
00:20:32: Und dennoch wird die Frage sein, wie schnell können ganz grundsätzliche Dinge?
00:20:37: Wie zum Beispiel ein Benzinpreis.
00:20:39: Wie z.B.
00:20:40: einen Düngermittelpreis der Auswirkung hat auf die Lebensmittelkosten in den USA.
00:20:45: Wie schnell kann sich das verringern und wie kann er diese Geschichte erzählen?
00:20:49: Donald Trump ist bekannt dafür komplett neue Narrative zu erfinden, die dann in seiner Anhängerschaft – das beschreibe ich auch im Buch wegen einer zerrütteten Medienlandschaft- und Wahrnehmungskultur über die letzten dreißig Jahre immer noch verfangen.
00:21:04: Anhänger, die sie um den Käfig-Kampf herum gefragt haben... Als schon klar war, dass es dieses Memorandum of Understanding geben würde.
00:21:12: Ob das eine gute diplomatische Leistung wäre?
00:21:16: Die bejahten das alle, fanden das wunderbar und auch diesen Krieg in sich sinnig.
00:21:22: Das passiert, wenn man Narrative so verdrehen kann, dass diese Redo-Teile dabei rauskommen.
00:21:27: D.h.,
00:21:27: Konomen haben immer gesagt, er müsse bis Juni etwas tun damit sich die binnenwirtschaftliche Krise verändert.
00:21:33: Er müsste den Hebel rumreißen.
00:21:35: Die Frage ist, ob das reichen wird.
00:21:37: Hier kommen noch andere Faktoren dazu, die es weiterhin den Menschen schwer machen.
00:21:42: Also die Frage ist wie schnell gehen die Preise runter?
00:21:46: Gehen besonders Benzin- und Lebensmittelpreise runter bis November, dass ihm große Teile seiner Anhängerschaft diesen Krieg vergeben würden.
00:21:54: Sie waren sehr unzufrieden damit.
00:21:55: Und das wird zum Teil das mit ausmachen.
00:21:58: Auf der anderen Seite natürlich auch wird ausmachen, wie stark die Wahleingriffe, die die republikanische Partei aus unterschiedlichen Gründen und auf unterschiedlichen Ebenen schon lanciert hat.
00:22:08: Wie stark die eingreifen können das Wahlrecht?
00:22:11: Und die Tatsache oder die freie geheime Wahl per se in vielen Teilen des Landes beeinflussen können.
00:22:18: all diese Dinge werden zusammenkommen und zusammenhängen.
00:22:21: Insofern ist es eine ganz wichtige Wahl selbst wenn es tatsächlich nur eine Zwischenwahl ist.
00:22:27: Und jetzt gab es ja gerade auch rund um den Iran-Krieg offen kritische Stimmen, auch aus der republikanischen Partei.
00:22:33: Wie sehr ist denn dieser Partei überhaupt noch in der Lage sich abseits von Trump zu inszenieren?
00:22:39: Also wenn seine Zustimmungswerte eben nicht ausreichen sollten!
00:22:42: Ja, das ist eine ganz wichtige Frage und interessanterweise gibt es Teile der Republikanischen Partei die sich jetzt sehr wohl schon Gedanken machen über die Zukunft der republikanische Partei ohne Trump.
00:22:53: Das ist in der ersten Anzzeit oder nach der ersten anzeit so nicht passiert denn der Druck den Donald Trump immer noch auswirken konnte auf seiner Die Partei war immens.
00:23:07: Der Druck bleibt auch immens, wenn man sich anschaut, welches Gewicht vor allem wie viel Geld ein Donald Trump in den Vorwahlkampf im Übrigen auf... allen Ebenen sogar auf der staatlichen Grundlage gebrochen, auf die Staatsparlamente in den Bundesstaaten, wie wir Indiana gesehen haben.
00:23:22: Bleibt der Einfluss Donald Trumps ungebrochen?
00:23:25: Sobald Donald Trump entscheidet sein Gewicht in die Waagschale zu werfen, haben wir zumindest bei den Vorwahlen gesehen dann gewinnen seine Kandidaten fast egal, wie kontroversy sind wir, wie es im Bundesstaat Texas gesehen hat zum Beispiel.
00:23:39: also Es ist in dem Sinne ein sich andeutender eine andeutende Bewegung in der republikanischen Partei, Dinge jetzt auch infrage zu stellen.
00:23:48: Weil sie nämlich nicht sicher sein können wie es nach zwanzig achtundzwanzig weitergehen kann.
00:23:55: Sie schauen sich den Schlagabtausch an.
00:23:57: Den vermeintlichen Zwischen dem Außenminister und dem Vizepräsidenten sind unsicher darüber ob beide Männer die Kandidaten der Partei der Zukunft sind.
00:24:06: da kommt etwas in Schwingungen.
00:24:08: Aber bislang, auch das haben wir in der letzten Woche gesehen.
00:24:11: Auch wenn es Widersprüche in der Kriegsrechtsfrage gegeben hat und in der Finanzierung der Migrationsbehörde ganz schlussendlich hat die Partei fast immer eingelenkt und dem Präsidenten für seine Linie rechtgegeben.
00:24:24: Also so ganz scheint sich die Parteien also jedenfalls nämlich nicht strukturell von den Mann und seiner Macht lösen zu können.
00:24:33: bei den Anstehren, Jubiläumsfeierlichkeiten.
00:24:35: Bei solchen Feierlichkeiten wird ja oft in die Vergangenheit zurückgeschaut aber es werden auch oft Deviesen für die Zukunft ausgegeben.
00:24:42: was haben denn Sie für ein Gefühl?
00:24:44: Was Donald Trump wichtig ist welches Amerika er da in Zukunft feiern möchte oder welche Zukunft da präsentiert werden soll?
00:24:53: Seit über einem Jahr ist diese Regierung dabei, die Geschichte der US-Arzt zu verändern.
00:24:59: Am fünften Juli des letzten Jahres hat JD Vance einen Statement, einen Staatsmannenpreis präsentiert bekommen eines sehr konservativen Thinktanks und sagte dann, dass man nur Amerikaner sein könne wenn man seine Wurzeln an den Gründungsmythos der USA direkt anhängen könne.
00:25:17: Das würde zum Beispiel die Geschichte seiner eigenen Familie seiner Frau und seiner Kinder negieren.
00:25:23: aber dafür sind diese Regierungsteile mit dafür einzustehen also ganz grundsätzliche Prinzipien und das ist ja grundsätzlich gebrucht die deutsche Staatsphilosophie.
00:25:35: Hannah Arendt hat sich deshalb so begeistern können für das amerikanische Prinzip, weil es eben keine Blut- und Bodenlogik mitbrachte.
00:25:43: Sondern die Idee dass man sich zu einer Verfassung zu einer Idee der Nation bekennen könne aus freien Stücken engagiert.
00:25:52: All das wird jetzt in April gestellt.
00:25:54: Zusätzlich wird natürlich auch noch die grundsätzliche Geschichte der USA infrage gestellt, also die Tatsache dass die Gründungsfelder zu ganz großem Teil Sklavenhalter waren, die Geschichte der Sklaverei.
00:26:07: diese Dinge werden schon tatsächlich.
00:26:09: und die großen Marmorplatten an Den Monumenten in den USA, die Nationalparks am Banker Hill Memorial in Boston, da wo die blutigsten Kämpfe zum Teil des Bürgerkriegs stattfanden.
00:26:22: Die werden alle entfernt.
00:26:24: aufmerksame Bürger bauen sie dann wieder hin, bauen zumindest die Texte wieder hin halten dort Wache damit Sie nicht wieder entfernt werden.
00:26:32: also es ist in der Tat Ein quasi Kampf um die Deutungshoheit der amerikanischen Geschichte entbrannt.
00:26:39: Diese Regierung, das Bildungsministerium was zersetzt werden soll und was eigentlich nichts mit kurikulärer Entwicklung zu tun hat mit Lehrplänen, hat in der Tat noch eine Sache gemacht bevor sich es quasi aufgelöst hat oder im Auflösen ist, ein Kurikulum zu entwickeln mit der Jugendorganisation von Charlie Kirk, mit anderen schwerkonservativen vermeintlichen Bildungsorganisations- um genau diese andere Variante von Amerika einer weißen, ethno-christlichen konservativen vermeintlichen Mehrheitsmeinung durchzusetzen.
00:27:16: Das hat wenig mit dem bunten, dem demografisch angereicherten Amerika zu tun was immer noch wenn sie ein Dollarschein in die Hand nehmen als Staatsmotto hat.
00:27:28: Und im Regelfall kommt es bei solchen Feierlichkeiten von Nationalstaaten, bei so großen Jubiläen auch zu regeln diplomatischem Austausch anlässlich dazu.
00:27:39: Wo stehen wir denn jetzt eineinhalb Jahre nach Trumps zweiten Amtsantritt?
00:27:43: Was die transatlantischen Beziehungen angeht
00:27:47: Ja, beim Cage Fight war der polnische Präsident anwesend und das ist ein Anzeichen dafür dass das was die Amerikaner diese Regierung in die nationale Sicherheitsstrategie geschrieben hat nämlich dass sie sehr wohl einwirken wollen finanziell strukturell taktisch Darin.
00:28:05: das gerade unter Verbündeten.
00:28:07: Und wir haben es in München aus dem Mund des Vizepräsidenten Teddy Wernz gehört vor zwei Jahren, Wir haben es im leicht besserem schöneren Vokabular aber mit gleichem Tenor aus dem Munt des Außenministers ebenfalls in Münchengehör Das Ansinnen Einfluss zu nehmen einen politischen Einfluß dass ein unglaubliches Tabu ist besonders Unter verbündeten.
00:28:28: Kritik ja aber kein direkter Einfluchs dass Amerika diesen Einfluss nicht nur nicht scheut, sondern tatsächlich eben dort tätlich eingreifen möchte.
00:28:37: Und ich glaube das müssen sich besonders europäische Staats- und Regierungschefs die derzeit demokratischen Ländern vorstehen weiterhin verdeutlichen.
00:28:46: hier wird eine amerikanische Regierung Tätig möchte tätig werden und wir wissen aus Berichten von Axios und Politico, dass in der Tat diese Gelder aufkommen sollen.
00:28:58: Und insofern müssen die europäischen Staats- und Regierungschefs noch genauer hinschauen wenn sie denn vorhaben falls Sie es überhaupt tun der amerikanischen Demokratie am vierten Juli zum Geburtstag zu gratulieren.
00:29:12: Sie schreiben da auch vom amerikalischen Wegruf Was verstehen Sie denn darunter?
00:29:17: Also, was sollten europäische Demokratien aus diesen aktuellen Entwicklungen lernen.
00:29:22: Ich glaube ganz wichtig ist vor allen Dingen zu verstehen dass die Methoden mit der dieser absolut beschleunigte System- und Strukturumbau sich in den USA vollzogen hat nicht nur zum Teil die Wurzeln in Europa haben durch das amerikanische Geld, durch unterschiedliche Strukturen beschleuneckt worden sind Aber sehr wohl auch hier stattfinden.
00:29:46: Die gleichen Taktiken, die konservative Parteien, rechtskonservative Parteien in Europa verwenden haben in den USA wieder Heil gefunden und wie zuversa.
00:29:56: Sie kommen nicht ohne sehr viel Geld aus aber sie verstetigen sich auf unterschiedliche Art und Weise in Europa Wenn es darum geht, die Schulen anzugehen.
00:30:08: Die gemeinschaftlichen Räume aufzubrechen.
00:30:10: wenn wir uns anschauen wie rechtspopulistische Parteien gerade in vermeintlich vernachlässigten Teilen Europa sich als die Lösung präsentieren, sich an die Kneipentische setzen eine menschliche Nähe präsendieren für viele.
00:30:26: Die tatsächlich das Vertrauen in die Institutionen und in die Funktion der Demokratie verloren haben.
00:30:31: denn gilt es jetzt besonders die Kapazität von Demokratie in einer ganz praktischen Art und Weise europaweit zu verdichten.
00:30:38: Wir stehen vor einem großen Wahljahr, zwanzig siebenundzwanzig Frankreich-Polen.
00:30:43: In entscheidenden großen Ländern wird im nächsten Jahr gewählt und auch dort stehen Rechtspopulisten quasi immer wieder vor der Tür.
00:30:51: Das heißt die Parteien der Mitte dürfen den Fehler nicht machen, denen zum Teil die Demokraten in den USA gemacht haben.
00:30:57: Nicht zu erkennen wo ein Land schmerzt wie ... die versprechende Demokratie sich zum Teil nicht mehr durchsetzen müssen mit neuer Kreativität, noch näher an den Bürger rangehen und wiederum den Bürger dazu auffordern, sich vielleicht im amerikanischen Sinne an der Ausgestaltung der eigenen Demokratie zu beteiligen.
00:31:17: Das ist ein Geben- und Nehmendemokratie lebt ihm immer!
00:31:21: Vom Demos, also von den Menschen in der Polis.
00:31:24: Also im organisierten politischen Prinzip.
00:31:27: das ist ein Anspruch für uns alle.
00:31:29: denn wie schnell dass gehen kann und das ist wirklich das Lehrstück und der Wegruf aus den USA ist diese unglaubliche Beschleunigung.
00:31:37: Das was wir in Ungarn und der Türkei und anderswo gesehen haben ja das schlicht sich heran.
00:31:41: die USA haben das vielleicht ganz klassisch und typisch für die USA verdichtet schneller größer höher weiter.
00:31:48: Und weil das Beispiel dann deshalb eben so präsent ist und uns allen so präsent ist, müssen wir dafür einstehen dass es bei uns in dieser Art und Weise nicht passieren kann.
00:31:59: Dafür müssen wir Regeln ändern Gesetze Wir müssen auf unsere Normen achten Darum auch wie wir miteinander umgehen Uns unseren Anstand bewahren Unsere Medienfreiheit bewahren Aber vor allem eben uns jeden Tag Wie der französische Staatsphilosoph Ernest Vénon sagen würde über Das Plästizid Franzose zu sein jeden Tag für unser Land in irgendeiner Weise engagieren.
00:32:21: Frau Klüver-Eisbruck, vielen herzlichen Dank!
00:32:23: Sehr sehr gerne.
00:32:25: Und von Ihnen verabschiede ich mich noch mit einigen Hinweisen, Analysen und Hintergründe aus der Presse-Redaktion.
00:32:32: rund um den zweihundertfünfzigsten Geburtstag der USA finden Sie wie immer in den Shownotes zum Weiterlesen auch den Hinweis zu Catherine Klyver Eisbrucks Buch.
00:32:40: Der amerikanische Wegruf finden sie dort.
00:32:43: Und noch ein anderer Geburtstag hat dieser Tagestatt gefunden, denn der beliebte Erklär-Podcast Erklär mit die Welt ist acht Jahre alt und hat kürzlich mit seiner vierhundertsten Folge ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert.
00:32:57: Wer den Podcast nicht kennt in hintergründigen Gesprächen mit Expertinnen und Experten lässt sich da Host Andreas Sator je ein Thema aus Politik-, Wirtschaft-, Umwelt oder Gesundheit erklärt!
00:33:09: Ganz besonders empfehle ich etwa die Folge Nummer dreihundertdreiundsiebzig ein tiefgehendes Gespräch mit dem Publizisten Paul Lentwey.
00:33:17: Diese und weitere spannende Folgen gibt es überall, wo es Podcasts gibt oder unter erklärmir.at.
00:33:24: Hier sage ich Danke fürs Zuhören und verabschiede mich für heute von Ihnen bis zum nächsten Mal!
Neuer Kommentar