Woher wird Europa in Zukunft seine Energie nehmen? | Johannes Benigni

Shownotes

Iran- und Ukraine-Krieg haben den Öl- und Gasmarkt auf Jahre durcheinandergebracht. Woher wird Europa künftig seine Energie bekommen? Diese Frage hat „Presse“-Redakteur Eduard Steiner am Sonntag bei einer Matinee dem Energie-Experten Johannes Benigni gestellt. Kaum einer in unseren Breiten kennt das internationale Öl- und Gasgeschäft besser als Benigni. Und kaum einer kennt es so sehr von innen. Eine leicht gekürzte Version dieses Gesprächs hören Sie heute hier bei "Was wichtig ist".

Gast: Johannes Benigni, Energie-Experte Moderation: Eduard Steiner, "Die Presse" Host: Klemens Patek Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger

Das Gespräch hat Eduard Steiner mit Johannes Benigni im Rahmen einer Matinee am Sonntag geführt - exklusiv für Mitglieder des Presse-Clubs. Falls Sie sich für die Vorteile des Presse-Clubs interessieren, schauen Sie auf diepresse.com/club vorbei.

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Transkript anzeigen

00:00:05: Die Presse.

00:00:09: Herzlich willkommen bei Was Wichtig Ist!

00:00:12: Mein Name ist Clemens Patek, schön dass Sie zuhören.

00:00:16: Iran und Ukraine Krieg haben den Öl- und Gasmarkt auf Jahre durcheinander gebracht.

00:00:21: Woher wird Europa künftig seine Energie bekommen?

00:00:24: Diese Frage – und noch mehr hat Presse Redakteur Eduard Steiner am Sonntag bei einer Martinee dem Energieexperten Johannes Benini gestellt.

00:00:33: Kaum einer in unseren Breiten kennt das internationale Öl- und Gasgeschäft besser.

00:00:37: Und kaum einer kennt es so sehr von innen!

00:00:41: Eine leicht gekürzte Version dieses Gesprächs.

00:00:43: hören Sie heute hierbei, was wichtig ist.

00:00:45: Davor noch ein kurzer Hinweis auf einen anderen Podcast Den beliebten Erklärpodcast.

00:00:51: Erklärme die Welt gibt es mittlerweile seit acht Jahren und vor Kurzem ging eine ganz besondere vierhundertste Jubiläumsfolge live.

00:00:59: In hintergründigen Gesprächen mit Expertinnen und Experten lässt sich Host Andreas Sator je ein Thema aus Politik, Wirtschaft, Umwelt oder Gesundheit erklären.

00:01:22: und wie eine Alternative aussehen könnte.

00:01:24: Diese und weitere spannende Folgen gibt es überall, wo es Podcasts gibt – unter erklärmir.at.

00:01:31: Und jetzt hören wir Eduard Steiner, den Sie sicher auch von unserem Russland-Podcast Gas-Sanktionen Oligarchen kennen!

00:01:39: Erst im Gespräch mit Energieexperte Johannes Benini.

00:01:46: Noch nie in der Geschichte war die Straße von Hormuz gesperrt und das über Monate jetzt total geschlossen war, hat natürlich sehr starke Auswirkungen.

00:02:08: Sie haben selber gesehen bei den Spritpreisen und sie sehen es nach wie vor bei den Spritpreisen obwohl sie etwas zurückgekommen sind.

00:02:16: Wir stellen uns die Frage Wie sieht's mit dieser Mangel-Situation aus?

00:02:21: Wie sehr bleibt dieser Markt gestört oder wie schnell kommt er wieder auf die Reihe?

00:02:28: Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen haben wir als Gast Herrn Johannes Benini eingeladen.

00:02:37: Ich stelle ihn kurz vor, ich würde mal sagen man kann kaum einen besseren für diese Fragen finden.

00:02:44: Herr Benini kennt das internationale Öl- und Gasgeschäft nicht vom Hörensagen, sondern als involvierter.

00:02:53: Er ist Chef des internationalen Beratungsunternehmens JBC Vienna.

00:02:58: Er war unter anderem Mitglied im Risiko Management Committee von der National Oil Company der Emirate.

00:03:06: Und er war bis zum Ausbruch des Ukrainekrieges Teil des Verwaltungsrates von Litaskor – das waren die Öl-Handelsgesellschaft des zweitgrößten russischen Ölkonzerns Lukheuel.

00:03:19: Und ganz generell berät Herr Benini seit Jahrzehnten internationale Unternehmen und Staaten in Öl und Energiefragen.

00:03:28: Herzlich willkommen!

00:03:29: Danke, dass auch Sie die Zeit gefunden haben.

00:03:36: Einen schönen guten Morgen Ihnen allen.

00:03:38: Herr Steiner danke für die Änderung.

00:03:40: Wir freuen uns.

00:03:41: Gehen wir in Medias Rees Die aktuelle Situation um den Ölpreis.

00:03:45: Sie haben es alle mitbekommen durch die Ereignisse im Iran, ist der Öl-Preis von zuvor in etwa siebzig Dollar plötzlich auf über hundertzehn gegangenen Spitzenseiten über hundherzwanzig.

00:03:59: Das war relativ logisch weil so einen Eingriff in die Transportwege hat das wie gesagt vorher nicht gegeben und Ganz viele Ölmengen kamen ganz einfach nicht auf den Markt.

00:04:12: Die internationale Energieagentur hat Mitte Mai zusammen gerechnet, dass eine Milliarde Fassöl auf dem Markt fehlen.

00:04:25: Wenn man das zusammenrechnet sind das ungefähr zehn Tage globaler Ölverbrauch der nicht da war.

00:04:33: Das ist eine Riesenmenge.

00:04:33: Das heißt wenn die ganze Welt zehn Tage lang kein Öl verbraucht, dann ist es genau diese Menge.

00:04:40: Und sie haben hochgerechnet dass über das ganze Jahr zwanzig sechsundzwanzig insgesamt auf dem Markt knapp vier Millionen Perl fehlen pro Tag.

00:04:52: Das entspricht ihnen etwa sagen wir vier Prozent auch des globalen Verbrauchs.

00:04:58: was mir ins Auge springt die Verhandlungen zwischen USA und Iran laufen, bin ein ganz kurzer Zeit der Preis plötzlich von Hundertzehn wieder abgesagt ist auf aktuell sind es gerade Zweiund Siebzig.

00:05:16: Und ehrlich gesagt kommt mir etwas Geheimnis voll vor warum das so schnell nach unten ging wo doch diese Mengen fehlen?

00:05:25: Und da hätte ich gleich gerne mal die erste Frage gestellt Ist das logisch Was da gerade passiert, ist das eine Überreaktion?

00:05:34: Wird der Preis so niedrig bleiben oder ist es eine zwischenzeitliche Ruhe und er wird möglicherweise bald wieder mal raufgehen.

00:05:42: Der Markt reagiert immer auf Erwartungshaltungen.

00:05:44: Das heißt die Frage der Realität ist manchmal gar nicht zu Ausschlag geben sondern dass was ich erwarte das passieren wird.

00:05:51: Wir haben das im Rahmen des Konflikts gesehen.

00:05:54: Das Name of the Game war immer den Markt so gut wie möglich zu manipulieren.

00:05:59: Also wir haben jeden Tag von der Administration, vom Trump gehört Wir sind ja sehr nah dran dass man eine Vereinbarung treffen nicht.

00:06:07: das war im Prinzip Sinn und Zweck der Übung dem Markt zu beruhigen und zu sagen es ist eh nicht so schlimm wir werden das schon hinkriegen.

00:06:16: Und ich würde sagen man hat es dadurch durch diese Kommunikation geschafft den Markt quasi zu beruigen.

00:06:24: Der Aktienmarkt war in einer Phase, wo im Prinzip die Privatisierung von SpaceX und den ganzen Hype um die künstliche Intelligenzunternehmen dominierend war.

00:06:34: Und der Aktienmarkter ist nach oben gegangen.

00:06:37: und das einzige was man nicht hören wollte dass es ein Problem gibt.

00:06:42: Und wenn ich den Leuten suggeriere, es ist ja kein Problem.

00:06:44: Wir werden das gleich lösen.

00:06:45: Dann konzentriert sich jeder wieder auf das was eigentlich sein Job ist nämlich Geld zu machen und von mir aus Aktien zu handeln nicht?

00:06:52: Das war im Prinzip die Strategie und deswegen sind die Preise nicht höher gegangen.

00:06:57: also Ich hätte mir erwartet dass die preise so zwischen hundertfünfzigundzweihunder dollar gehen.

00:07:02: der physische markt physische sprich tatsächliche roll lieferungen wurden durchwächst mit hundert fünfzighundertsechzig dollars gehandelt.

00:07:11: Nur die Futures Notierungen waren eben mit einem Abschlag bedient und das war dadurch zu erklären.

00:07:16: Wir haben jetzt das Gleiche zu sehen, wenn der Preis runtergegangen ist, jeder hat geglaubt naja gut jetzt ist es vorbei.

00:07:22: und überhaupt die Vereinigten Arabischen Emiraten haben ja angekündigt dass sie aus Topik austreten und dass sie nachher mehr Öl produzieren und überhaupt wird sich jetzt nachher wieder alles gut.

00:07:33: Ja, das hat sicher wieder eine Stimmung generiert, dass der Preis runtergeht.

00:07:38: Nur auch das ist jetzt nur geliehen.

00:07:40: Geliehen weil wir noch nicht diesen Krise überstanden haben.

00:07:44: Wir sind in Wirklichkeit mitten drinnen.

00:07:46: die Realität schaut ganz anders daraus.

00:07:48: Die Realität ist, dass diese Straße von Hormus heute noch de facto geschlossen ist.

00:07:53: Sie ist nicht offen sie ist nicht zu.

00:07:56: Wir haben im Monat Mai ungefähr pro Tag zwanzig bis dreißig Schiffe gehabt, die durch diese Straße gegangen sind.

00:08:05: Es ist jetzt wahrscheinlich nicht mehr.

00:08:08: Und vor dem Krieg waren

00:08:10: es?

00:08:10: Hundertdreißig.

00:08:11: Das heißt das ganze was jetzt passiert ist eine Normalisierung.

00:08:14: aber man merkt schon dass dieser Vereinbarung, die getroffen worden ist dieses Memorandum auf Understanding nicht sehr belastbar ist sondern es ist halt sehr viel Hoffnung dabei, dass das Ganze sich irgendwie ausgeht.

00:08:27: Und natürlich ist er mal in der ersten Welle einiges an Öl durch diese Straße gegangen, dass schon nochmal beladen war.

00:08:34: Die Iraner sind ja quasi ausgenommen worden von den Amerikanern und die konnten eine ganze Flotte an Schiffen rausschicken.

00:08:41: also es ist schon was rausgegangen aber eine Normalisierung schaut ganz anders daraus und man muss ja auch verstehen warum ist der Ölpreis nicht höher gegangen.

00:08:51: Wir haben da hier, sage ich mal drei wesentliche Faktoren.

00:08:54: den ersten habe ich Ihnen schon genannt nämlich das Forum von Erwartungshaltungen in dem man den Markt ganz bewusst beruhigt.

00:09:01: Das Zweite war dass natürlich sehr viel Öl von den strategischen Lagerbeständen freigegeben worden ist.

00:09:07: Wenn Sie heute schauen in Amerika die Strategische Lager Bestände sind gefallen werden wenn sagt nicht.

00:09:11: also das ist gigantisch gewesen was der weltweit freigegeben worden ist.

00:09:17: und das dritte Nicht nur die strategischen, sondern auch die operativen Lage in Amerika wurden geblündet.

00:09:23: Sie haben momentan so niedrige Lagerbestände dort gerade was die Produkten anwankt.

00:09:28: Da hat Europa sehr stark davon profitiert.

00:09:30: also dass das besorgniserregend war.

00:09:32: und das dritte war damit hat keiner gerechnet dass die Chinesen nicht gekauft haben.

00:09:38: Die Chinesien sind der weltweite größte Importeur Und die haben pro Tag ungefähr vier Komma sechs Millionen fast weniger Roel eingekauft am internationalen Markt und das kannst du nur, wenn Du vorgesorgt hast.

00:09:51: Die Chineser sind die größten Lagerbestände überhaupt und die haben ganz bewusst nicht gekauft weil sie gesagt haben wir da nicht bei hundert Plus kaufen.

00:09:59: also jetzt nehmen wir unsere Lager her die haben wir ja dafür aufgebaut Und sie haben sogar teilweise das Öl, wo Sie einen Vertragsanspruch haben wie zum Beispiel in Afrika.

00:10:08: Die haben ja sehr viele Länder in Afrikas, wo sie Verträge haben.

00:10:12: Haben sich dieses Öl anderen süd- asiatischen Ländern, die eben kein Öl hatten weitergegeben so dass die eine gewisse Versorgung haben.

00:10:20: Das heißt, die Chinesen waren instrumental dabei, dass man überhaupt über diese schwierige Phase gekommen ist.

00:10:27: Das heisst beider Rückkehr jetzt... Dieser Ölmengen wird die Frage sein, wie schnell kaufen die Chinesen wieder zu?

00:10:33: Als einer der Faktoren alle Lager müssen aufgefüllt werden.

00:10:37: Dass deswegen der Preis noch weiter sinkt, wie momentan ganz große US-amerikanische Banken behaupten.

00:10:42: ja, der Preis geht weiter runter.

00:10:43: Sie sehen selber bei den Spritpreisen wir waren ja bei Diesel auf zwei Komma eins oben jetzt sind wir bei Eins Komma sie in etwa unten.

00:10:51: aber dass das noch weiter unten geht, das halten sie nicht für sehr wahrscheinlich.

00:10:55: Natürlich ist es möglich, dass der Preis noch weiter runtergeht.

00:10:58: Nur er spricht einiges dagegen.

00:10:59: Was dagegen spricht, die Chinesen schon vor dem Konflikt.

00:11:03: Wenn sie verstehen wie in China Öl bepreist wird und wenn der Preis über Achtzig oder Neunzig Dollar geht dann verdient der Raffinör dort nichts.

00:11:11: Das heißt die Raffineriemarsche wird dort administriert.

00:11:14: Das heißt, meine Theorie ist, dass zwischen siebzig und achtzig Dollar der Chinesen keinen Grund hat, das er jetzt nicht international einkauft.

00:11:21: Und wenn der jetzt wieder einkommt, dann macht es fünf Millionen fast pro Tag Unterschiede.

00:11:25: Das heißt wir haben eine massive Welle an potenziellen Kauf, der hier stattfinden kann.

00:11:31: Ich glaube ein wesentlicher Grund warum dieses Memorandum auf understand geschlossen worden ist auch, dass die Lagerbestände in Amerika einfach sehr niedrig gegangen sind.

00:11:41: Die haben jetzt den grossen Interesse auch daran, wieder die Lagerbestände auffüllen.

00:11:45: Also natürlich kann der Preis niedriger gehen und kurzfristig ist alles möglich, ich sage, für ein sixty-toller Kurzfristige ist sicher möglich.

00:11:52: nur man darf nicht vergessen warum der Markt in einer präkären Situation ist und das Thema wird sich nicht so schnell lösen und einen überangeboten Markt muss sich auch erst einmal finden am Spotmarkt.

00:12:05: also so einfach wird es nicht sein.

00:12:07: Das heißt, dass es überhaupt so schnell zur Verhandlung gekommen ist.

00:12:10: Sehen Sie unter anderem darin begründet, dass in Amerika bei den Reserven auch enger geworden ist?

00:12:16: Oder ist das zu kurz gedacht?

00:12:19: Ich glaube, dass das einer wesentlichen Punkte war.

00:12:22: Trump hat dem Krieg eine Chance gegeben.

00:12:26: Es ist immer sehr schwierig zu verstehen warum man in diesen Krieg gezogen ist.

00:12:32: Bosardi hört der humanische Außenminister, der quasi die Friedensgespräche vor Kriegsbeginn verhandelt hat.

00:12:41: So hat er uns gesagt, dass das im Prinzip sehr nahe an den Friedensschluss war und dass hier mehr Konzessionen von mir angegeben worden sind.

00:12:53: und zwei Tage später beginnt der Krieg.

00:12:56: Und die Frage ist dann warum genau?

00:12:59: Ist schwierig jetzt nachzuvollziehen nicht!

00:13:02: Das, was man jetzt rausgeholt hat durch das Memorandum of Understanding ist eine Konstellation die hätte man vor dem Krieg auch haben können.

00:13:10: Also denke ich mir okay warum hat man dann eigentlich angefangen nicht?

00:13:14: Es ist schon schwierig zu verstehen.

00:13:16: und dann ist die Frage nach gut wenn wir eigentlich mehr wollte warum habe man denn aufgehört?

00:13:20: Und da sieht man halt dass die Lage bestehend auf deiner Seite sehr niedrig gegangen sind.

00:13:25: Die amerikanische Ölindustrie die Top Executives haben einen Monat vor Kriegsende gesagt Also es waren drei Wochen davor, hat man gesagt wir haben ungefähr noch einen Monat.

00:13:33: Dann erreichen wird die operationalen Minimums in Amerika.

00:13:37: und das war so quasi ein Wahnsignal an Trump weil was macht er?

00:13:42: Jeder hat sich an der amerikanischen Dankstelle bedient.

00:13:45: Sie müssen sich ja vorstellen in Amerika kannst du exportieren jeder kann dort frei handeln und wenn der Preis stimmt dann kaufe ich dort ein!

00:13:52: Das hat man auch gemacht.

00:13:53: deswegen sind ja überall die Lager sehr stark gefallen.

00:13:56: vor zehn Jahren noch war in Amerika ein Export nicht möglich war auch nicht notwendig, weil die Amerikaner haben nicht so viel Überschuss gehabt.

00:14:03: Aber dadurch dass man da Schieferhöl gefunden hat, Schieffergas hat, hat man angefangen, Royal Exporte zuzulassen oder affinierte Produkte im Export zuzulesen.

00:14:11: und damit ist Amerika als einer der großen Exporteure herausgekommen.

00:14:15: Und die Alternative für Trump wäre gewesen, zu sagen na gut dann exportieren wir jetzt nicht mehr.

00:14:19: Das wäre ein massiver Eingriff gewesen in die Wirtschaft, das wollte er wahrscheinlich nicht.

00:14:24: Deswegen musste er irgendwann mal sagen Halt Stop.

00:14:28: Die politische Lage ist ja heute nicht entspannter wie vorher.

00:14:34: Also wenn Sie sich das Konfliktpotenzial anschauen zwischen Israel und dem Iran, so hat sich da nichts geändert.

00:14:42: Das Bedürfnis Israels nach Sicherheit ist heute gleich wie vorher.

00:14:46: also wenn sie wollen eine wesentliche Grund für diesen Angriff.

00:14:51: Und von der Seite her kann man sagen, es wurde eigentlich nicht so reicht.

00:14:56: Es wird halt hier und da lakronisch gesagt na gut Trump hat weder Öl noch Munition gehabt.

00:15:02: deswegen hat aufgehört zum Kämpfen.

00:15:04: Ganz so schlimm ist es nicht aber viel mehr Potenzial hatte er nicht.

00:15:08: warum?

00:15:09: Eine Bodneninversion die vielleicht einen Unterschied macht is in der heißen Jahreszeit nicht möglich.

00:15:14: Das heißt selbst wenn du an die Kraft des Militärs glauben würdest Dann ist die Frage, bist du in deiner Lieferkette aufgestellt, dass da ein Land das doch in der Ferne liegt.

00:15:26: So logistischmäßig unterstützt, dass du dort nachher erfolgreich eine Operation durchführen kannst und aufgrund der Temperaturen im Mittel- und Osten mit forty-fünf Grad ist es für einen Militärstrategen nicht darstellbar.

00:15:38: Deswegen glaube ich, dass sich das Ganze jetzt einmal verschieben wird.

00:15:41: Kommen wir näher an Europa aber über den Umweg von Amerika?

00:15:47: Wir sehen ja, dass in Amerika einer der Wettbewerbsvorteile von Amerika neben dem Dollar und neben der starken IT-Firmen, Technologiefirmen sind die niedrigen Energiepreise den Amerikaner natürlich durch.

00:16:04: das Fracking und so weiter hinbekommen haben.

00:16:07: Und hier haben sie einen riesen Vorteil gegenüber den Europäern.

00:16:11: Interessanterweise hat Trump im vergangenen Jahr eine eigene Verordnung herausgebracht, dass Leistbarkeit und Verfügbarkeit von Energie für die USA das Wichtigste sein wie er sagt.

00:16:24: Jetzt kann man sich fragen nach all dem.

00:16:26: ist eher Seinem Ziel von Leistbarkeit und Verfügbarkeit der Energie nähergekommen, ist die Situation für die Amerikaner besser geworden?

00:16:36: oder hat er sich im Grunde mit dem Iran wohl auch ein eigenes Problem geschaffen?

00:16:42: Der Ausflug in den Iran hat ihm nicht geholfen.

00:16:45: Das ist keine Frage!

00:16:46: ist wahrscheinlich eher der Überredungskunst vom Herrn Netanyahu geschuldet als es irgendwas anderen.

00:16:52: Aber wenn wir jetzt auf die amerikanische Energiepolitik schauen, haben natürlich überfluss sowohl an Gas als auch an Öl und das möchte er zu Geld machen – das ist sein Ziel!

00:17:04: Was in Amerika momentan dominierend ist, ist auch der Bedarf der künstlichen Intelligenz der Datencenter nach Energie.

00:17:14: Das ist gigantisch.

00:17:15: Jeder von diesen großen Konzernen bemüht momentan Atomkraftstrategien.

00:17:20: Also jeder arbeitet daran, dass irgendwann Atomkraftwerk gehört, um eben diesen Bedarf an Energie zu decken.

00:17:26: und derzeit wird kurzfristig alles mit Gas befeuert.

00:17:30: Vor einem Jahr noch war das größte Datensenter in Amerika mit Dieselgeneratoren betrieben.

00:17:35: Jetzt macht man das mit Gas-Turbinen Und damit man das schnell bekommt und dass man da nicht lange warten muss auf Umweltgenehmigungen, hat man jetzt auch solche Trucks gebaut, auf denen Gasturbine stehen.

00:17:50: Also mobile Kraftwerke müssen Sie vorstellen?

00:17:53: Da steht die Trucks nebeneinander, da steht hinten ein Riesen Schornstein und ein Gasturbinen und da wird also enorme Mengen an Energie umgewandelt.

00:18:03: Es ist gigantisch, was ein Datencenter an Energie braucht.

00:18:08: Sie müssen sich vorstellen Leistung von ungefähr einem Gigawatt, das ist mal schon sehr viel verbraucht pro Jahr, dreieinhalb Terawattstunden.

00:18:16: Da müssen sie sich vorstellen, es ist also gigantig, was da verbraucht wird und natürlich ist alles auch problembehafft.

00:18:24: Die Umgebung oft darunter leidet weil sie brauchen dann wiederum sehr viel Wasser zum Kühlen von diesen ganzen Anlagen.

00:18:34: Das zweite Thema, das in Amerika dadurch ins Hintertreffen geraten ist, ist auch der Zugang zum Thema Klimaschutz.

00:18:42: In Amerika hat quasi CO² ein Schadstoff gestrichen.

00:18:48: Da gibt es den sogenannten Clean Air Act.

00:18:50: Das ist also die Verordnung mit der Schadstoffe in der Luft definiert werden und da ist jetzt CO² rausgestrichen worden.

00:18:58: Warum?

00:18:59: Das muss ich einem Europäer sagen, wenn in Europa eine neunundneutzig Prozentmeinung zu dem Thema ist.

00:19:06: In Amerika haben sie also nicht eine Meinung zum Thema CO² sondern dort haben sie eine relativ ausgewogene Diskussion zu diesem Thema.

00:19:13: Da haben sie tausende Wissenschaftler die einen differenzierten Zugang zum Thema Co² haben und die sagen ja mehr co² bedeutet mehr grün.

00:19:23: wir haben einfach eine deutliche Ergrünung des Planeten.

00:19:27: Ja, es wird etwas wärmer aber besser als kälter.

00:19:32: Das hört man jetzt ungern im Sommer was wirklich heiß ist und wo man dann hört wie viele Leute sterben wenn's heiß ist.

00:19:37: Aber diese gleichen Wissenschaft in Amerika rechnen einen vor das ungefähr zehnmal so viele Leute im Winter frieren aus dem Sommer aufgrund von Hitze sterben nicht?

00:19:46: Also die haben da einen anderen Zugang zu dem Thema.

00:19:50: Wenn man sich das in den letzten hundertfünfzig Jahren anschaut, stimmt es, dass es wärmer geworden ist.

00:19:55: Aber wir kommen aus der Eiszeit und wenn man sich die letzten zehn tausend Jahre anschaut dann ist das eine ganz andere Sache.

00:20:00: Also lange Rede kurzer Sinn!

00:20:02: Ich bin kein Klimawissenschaftler.

00:20:04: ich sehe nur, dass in Amerika ein komplett anderer Diskurs herrscht wie in Europa was auch die Politik dann erklärt weil die Politik sagt nach guter so Das ist jetzt einmal nicht wichtig.

00:20:12: für uns ist wichtig günstige Energie.

00:20:15: In Europa haben wir andere Phänomene und es ist ihnen bekannt, dass die EU eine Methanverordnung im Jahr zwölfundzwanzig erlassen hat.

00:20:24: Jetzt ist sie in der Zwickmühle gewissermaßen weil natürlich die Methan Verordnung sagt das man Gas nicht mehr abfackeln sollte bei der Produktion und jetzt abfakkeln sollte und dass die Importeure bei Gas und bei Öl sozusagen auf die Lieferketten schauen müssen, ob das überall eingehalten wird.

00:20:44: Jetzt laufen inzwischen erstens die potenziellen Lieferanten schon dagegen Sturm, die Amerikaner Kata und gleichzeitig die europäischen Importeure, die sagen dass können wir nicht leisten.

00:20:55: außerdem ist die Umsetzung überhaupt nicht geklärt.

00:20:58: jetzt weicht die EU das ohnehin etwas auf.

00:21:03: Andererseits muss man sagen, Europa ist da gerade wieder dabei sich ein mögliches Eigentor zu schießen.

00:21:09: Vielleicht übertreibe ich jetzt aber wie sehen Sie das?

00:21:12: Wie schlimm ist es wirklich dass wir jetzt nach der Iran-Krise durch eigene Verordnungen plötzlich ein Problem schaffen wo wir möglicherweise wieder in einem Engpass landen und die Preise rauf gehen.

00:21:25: also Europa ist importabhängig, was Öl und Gas anlangt.

00:21:29: Also jeweils über neunzig Prozent.

00:21:31: also das heißt wir müssen schon sehr vorsichtig sein wie wir hier Limitierungen der Importe machen.

00:21:39: jetzt haben wir als große als großen Einschnitt in den letzten Jahren quasi dass wir kein russisches Gas mehr kaufen.

00:21:46: ja das ist jetzt Anfang fünfundzwanzig kam quasi das Ende des Transits durch die Ukraine.

00:21:53: Jetzt ist quasi, dass LNG-Lieferungen nicht mehr stattfinden sollen im Spotbereich ab nächsten Jahr.

00:22:00: Ab jener sind also die längeren längerfristigen Spot und LNG Lieferung nicht mehr gewünscht.

00:22:06: Und ab November nächsten Jahres ist glaube ich ganz vorbei auch mit der Durkstrime Beiplein, also die noch Osteuropa versorgt.

00:22:14: Das ist nicht unwesentlich, weil Russland in der Vergangenheit bis zum Jahr zwanzig-einundzwanzig ungefähr vierzig Prozent von unserem Pipeline-Gas versorgt hat.

00:22:22: Also das war gigantisch nicht!

00:22:24: Wie schaut es heute aus?

00:22:25: Wir haben heute fifty-fünfzig Prozent vom Pipeline Gas kommt aus Norwegen und achtundfünftig Prozent von unserm Flüssiggard, also LNG, kommt aus Amerika.

00:22:34: Das heißt wir haben heute wenn sie wollen zweimal einen Kundenrisiko.

00:22:38: so wie wir's früher hatten mit Russland, dann haben jetzt den Kundenrisik mit Norwegen oder Amerika.

00:22:43: So, prinzipiell haben wir in Summe gesehen ein recht diversifiziertes Portfolio.

00:22:48: Wir haben diese zwei wesentlichen Lieferanten und wir haben eine größere Menge kleinerer.

00:22:54: Wenn wir jetzt die Amerikaner hier nicht haben wollen aufgrund der Methanverordnung zumindest ist es so.

00:22:59: Die Amerikanern haben mit ihren Botschaften im Brüssel vorgesprochen und gesagt sie akzeptieren das nicht.

00:23:04: Also diese Methan Verordnungs wie sie jetzt kommen soll können Sie nicht umsetzen.

00:23:07: das wollen sie nicht umsetzen.

00:23:09: Katar hat das Gleiche schon seit einem Jahr gesagt, da machen sie nicht mit.

00:23:12: Jetzt ist Katar so fraglich als Lieferant weil die haben bei den Angriffen der Iraner in Rassler fahren, das ist ihre Verflüssigungsanlage, siebzehn Komma fünf Prozent aus siebzen Prozent ihrer Verflüßigungskapazitäten verloren und haben sofort vor Ausmarschöre erklärt gegenüber den Europäern.

00:23:29: Das ist quasi Bereich der ihnen am wenigsten wichtig sind.

00:23:32: Die Hauptkunden sitzen in Asien, Europa macht man mit wenn es geht aber ist nicht so ihr Hauptziel weil die sind näher an Amerika dran.

00:23:40: also Europa wäre vielleicht gar nicht so stark von Katar betroffen.

00:23:43: aber auch die Kataris haben gesagt sie würden da nicht mitmachen mit dieser Metaanfordernung.

00:23:49: Die Metaanforderung nicht dass ich mich falsch verstehe eine absolut sinnvolle Sache hat.

00:23:53: Gas zu verbrennen im Produktionsprozess ist nicht notwendig, man kann das einfangen.

00:23:59: Das heißt es ist auch umweltpolitisch eine sinnvolle Maßnahme und es gibt viele Jahre schon diese Initiativen dass man Ölfirmen motiviert, dass sich diesen Prozess so gestalten, dass sie eben dieses Gas dann abgefackelt wird.

00:24:15: Normalerweise funktioniert das auch manchmal nicht.

00:24:18: Das Sicherheitsgründen wird es dann ab gefackelt.

00:24:20: aber ich sage mal Es gibt hier unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Standards.

00:24:24: Amerika ist da noch ein bisschen rough unterwegs und natürlich würde Sinn machen von europäischer Seite hier Druck zu auszüben.

00:24:32: Meine Warnung ist nur man muss immer aufpassen wenn wir Russland sanktionieren.

00:24:37: okay kann man argumentieren, dann soll man nicht gleichzeitig diese Verordnungen einführen, die in zusätzlich Lieferanten quasi fernhalten.

00:24:46: Weil dann wird es teuer und deswegen muss man immer diese Maßnahmen überlegen.

00:24:50: wann mache ich das?

00:24:51: Das sind nicht zu viele von meinen Lieferanden Abschrecke!

00:24:55: Wir sind weltweit in einem Gasmarkt der in den nächsten Jahren deutlich mehr an Angebot erwarten lässt.

00:25:02: Das ist deswegen wichtig weil mehr Gas international gesehen dazu führt, dass weniger Kohle verstromt wird.

00:25:09: Wenn Sie jetzt einen Umweltblickwinkel wieder einnehmen auf das Energieportfolio und so sagen sie wollen CO₂ reduzieren und sage ich bitte dann müssen wir Asien dekarbonisieren oder sprich Asien wegbekommen von der Kohle.

00:25:25: in Asien haben wir zwei Drittel der Energie wird durch Kohleverstromung generiert und alles was hilft mehr Gas nach Asien zu bringen führt dazu, dass die Asiaten einfach weniger Kohle verstromen müssen.

00:25:39: Und das ist wenn Sie wollen die grundlegende Strategie, die man heute machen kann, wenn man, sage ich einmal, dekabonisieren möchte?

00:25:47: Das wird sich nicht bei uns abspielen indem wir die letzte Schraube drehen, sondern es wird sich abspilen in Asien.

00:25:52: und was hier nicht hilfreich ist, ist wenn jetzt Gas verknappt wird und eben Asien das nicht machen kann.

00:25:59: In dem Fall sage ich jetzt mal... für Asien relativ urstäblich, die werden jetzt mehr Angebot bekommen.

00:26:05: Die sind natürlich durch Katar jetzt ziemlich belastet worden weil Katar fast zu Gänze Asien versorgt und sind sofort wieder zur Kohle zurückgegangen.

00:26:13: Wir haben das in den letzten Jahren schon gesehen.

00:26:15: dadurch dass Europa das ganze Flüssigasmarkt aufgekauft hat ist Asien sofort wieder Zur Kohle gegangen Und das ist ein Trend auf dem muss man immer aufpassen.

00:26:26: also wir arbeiten nicht in Europa in einem isolierten Raum Und wenn wir politische Ziele haben, muss man auf das aufpassen.

00:26:33: Wir haben im Jahr den höhe Punkt weltweit an Kohlenachfrage gehabt seit dem Kingsberg-Up und seitdem wir kein russisches Gas mehr wollen und jetzt mehr Flüssiggas gekauft haben.

00:26:46: in den letzten drei, vier Jahren ist weltweit wieder Kohlen Nachfrage auf neue Rekordniveaus gestiegen.

00:26:53: Das ist ein direktes Resultat von unserer Einkaufspolitik.

00:26:58: aber kann man argumentieren, wie gesagt.

00:27:00: Es ist nur wichtig, dass man das im Auge behaltet.

00:27:03: Jetzt ist so die EU hat ja die Energiewende als Ziel nämlich bis zu zwei tausend fünfzehn Klima neutral zu sein.

00:27:11: Man es ändert sich etwas die Argumentation in letzter Zeit nicht?

00:27:14: Sondern man kommt jetzt von ökologischer Argumentations geht meiner Spur weg und geht hin in die Argamentation, dass wir machen das um die Abhängigkeit von Lieferanten zu reduzieren und um Autarkar zu werden.

00:27:29: Wenn ich das richtig wahrnehme.

00:27:30: Ein Aspekt ein wesentlicher ist, Sie haben die Verstromung schon erwähnt dass man den Verkehr natürlich auf E-Autos umstellt.

00:27:38: wenn ich da die Statistik hernehme dann haben wir... Die Norweger sind hier völlig führend.

00:27:44: Sechsundneinzig Prozent der neue Zulassungen in Norwegen sind E-Autos.

00:27:49: Gut man kann sagen die Norwegger können sichs leisten natürlich weil sie Öl das exportieren und selber dann zu Hause auf Strom machen.

00:27:55: Die Chinesen sind allerdings bei den Neuzulassungen in Europa.

00:27:57: bei der Neu-Zuleitung sind es ca.

00:27:59: von etwa fünfundzwanzig Prozent, hier gibt's ganz größere Ziele.

00:28:03: Ich nehme noch eine Studie rein die dieser Tage rausgekommen ist nämlich vom Institut für Katalyseforschung in Deutschland und des Instituts für Kolmmaschinen in Karlsruhe und die haben im Auftrag von BMW erruiert, dass man bis zum Jahr zwei Tausend Vierzig den Straßenverkehr in Europa überhaupt auf Biokraftstoffe umstellen könnte.

00:28:29: Das heißt wenn man mehr nicht nur Altöl verwertet sondern auch Rest- und Abfallstoffe aus Wald und Wiesen

00:28:36: usw.,

00:28:37: wenn man alles zusammen nimmt könnten wir hier im Straßenverkeer autark sein.

00:28:42: Wie sehen Sie das gesamte Bild?

00:28:46: Also es hat sich in den letzten Monaten eine Signifikante Änderung in der Motivation unserer Energiepolitik dargestellt.

00:28:54: Es war Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Nachhaltigkeit waren die Grundpfeile unserer Energiepolitik.

00:29:01: Und jetzt heißt es auf einmal Versorgungssicherheit – Finanzierbarkeit also nicht Leistbarkeits- sondern Finanzierbaarkeit und Unabhängigkeit!

00:29:10: Nicht mehr Nachhaltigkeit.

00:29:13: Natürlich ist das jetzt die Frage, warum ist es so wichtig?

00:29:15: Aber man argumentiert halt jetzt mit Energy Security.

00:29:19: Das ist das neue Schlagwort und das Schlagort ist deswegen... Wenn Sie wollen eine Auflage für die Politik, naja!

00:29:27: Sie haben ja gesehen wie schrecklich das ist wenn man abhängig ist von Russland.

00:29:30: Die sind ja böse.

00:29:31: Und sie haben mir gesehen wie blöd das ist, wenn man vom Mittleren Osten abhängigt ist.

00:29:35: da ist er auch immer so instabil.

00:29:37: also ist es besser wir brauchen die alle nicht und sind unabhängig.

00:29:42: Was man eigentlich hier versucht zu erreichen ist, dass wir uns mehr Energie im eigenen Land generieren.

00:29:49: Das ist ja im Prinzip auch das Gleiche was man braucht wenn man mehr Strom lokal generiert und wir wollen ja mehr Strom aus erneuerbaren Quellen im eigenen land aufstellen.

00:30:03: die folge ist wir müssen weniger Öl importieren.

00:30:06: das ist ja alles die gleiche logik.

00:30:08: aber warum hat man das gesagt?

00:30:11: Man hat das gesagt, weil das Achtkommonfünf-Szenario vom internationalen Weltklima-Rat zurückgezogen worden ist.

00:30:18: Es gibt viele Szenarien – ich bin da kein Klimaforscher, aber die Signifikanz war deswegen.

00:30:27: Das Achtkomonfünftszenario, wenn Sie wollen, waren gewisserweise die Trägerakete dieser ganzen Szenariens im Weltkliima-Raten in jeder Hartz bemüht.

00:30:37: Also wenn Sie schauen, es gibt weltweit was nicht über Fünfzigtausend Klimastudien wahrscheinlich Vierzigtaussend Klima Studien haben sich auf das Achtkommunfünf-Szenario berufen weil das einfach so eindringlich schildert dass wir nix machen das bis zum Jahr zwei tausende Einhundert die Temperatur im fünf Grad ansteigt.

00:30:54: und deswegen war da sein sehr sage ich einmal angenehmes Szenario wenn man sehr viel politische Maßnahmen aufgrund dieses Szenarios umsetzen konnte, bemühen konnte und am Ende des Tages auch gemacht hat.

00:31:08: Es hat der Weltklimarat das zurückgezogen.

00:31:10: ja und ich gebe zu es haben die wenigsten Leute dieses Acht Komma Fünfzehn Euro wirklich gut gekannt.

00:31:17: Fakt ist es hat halt...es ist davon ausgegangen dass die Kohlenachfrage bis zum Jahr zwei Tausend Einhundert sich verdreifachen wird Die Weltbevölkerung verdoppeln wird Und das sind Annahmen, die einfach heute nicht mehr als wahrscheinlich gelten.

00:31:31: Also ich kann bei der Bevölkerung nicht zu mitreden aber beim Kohle und beim Energieportfolio kann ich mitrede.

00:31:38: wir simulieren und schätzen seit dreißig Jahren die Welt-Energie-Portfolios ein Und Kohle wird prinzipiell als eine abfallende Energiequelle betrachtet.

00:31:53: Also jeder versucht wegzukommen von der Kohle, diese Politik hat sich durchgesetzt.

00:31:58: Kurzfristig wie wir gesehen haben was ich gerade vorher erwähnt habe ist auch das kontakariert worden weswegen es für mich inkompatibel ist mit einer EU-Politik.

00:32:06: also wenn ich als EU sage ich will weg vom CO² gleichzeitig eine Politik zu machen wo ich dann andere Länder weg Also wieder Hintreiber zur Kohle war für mich nicht nachvollziehbar, aber egal.

00:32:18: Bis zwei Jahrtausend einhundert ist eine Vertreifachung der Kohlenachfrage zumindest so sei man nicht mehr darstellbar.

00:32:23: deswegen glaube ich hat die Politik das Beste gemacht dass sie kann nämlich zu sagen okay wir adaptieren unser Narrativ.

00:32:31: Klima ist jetzt eh schon gesichert.

00:32:32: jeder weiß Wir wollen eine saubere Umgebung und eine saupere Luft.

00:32:37: Aber um auf dem Thema zu bleiben und nicht die Diskussion zu haben, ob jetzt Klima überhaupt sinnvoll ist in der Art und Weise.

00:32:44: Wenn man das bis jetzt argumentiert hat, machen wir jetzt weiter mit Unabhängigkeit.

00:32:48: also das ist jetzt das eine Ziel.

00:32:50: Und auf die zweite Frage von Ihnen zu antworten was ein Verkehrssektor anlangt Der globale Verkehrsbestand heute hat zehn Prozent Anteil an Elektro.

00:33:01: Das heißt neunzig Prozent sind Verbrenner.

00:33:04: aber China, wie Sie richtig gesagt haben, hat heute schon sechzig Prozent der Neuzulassungen zum Elektro.

00:33:09: Im Jahr zwanzig dreißig erwartet man achtzig Prozent.

00:33:13: Die sind Technologieführer in dem Bereich.

00:33:16: In Europa sind wir ein bissel hinten nach, ja?

00:33:18: Fünfundzwanzig Prozent der neuzulassung an Elektro und im Jahr zwanzig-dreißig erwarten wir dreiunddreißig Prozent.

00:33:24: Da kommt schön langsam in Fahrt!

00:33:27: Und sie wissen alle wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, wie das Ganze läuft.

00:33:34: darstellbar sein Sprich.

00:33:36: Meisten Leute haben ein Thema mit der Reichweite und meiner Meinung nach je besser die Autobauer werden, desto mehr Reichweiten sie anbieten können, destum eher werden sich diese Autos durchsetzen.

00:33:46: Das zweite was ganz wesentlich ist aber auch die steuerliche Behandlung Und da sieht man wir betrachten das seit letzten zehn Jahren sehr genau.

00:33:57: wenn Regierungen Förderprogramme haben steigt sofort die Zulassungsrate.

00:34:02: Wenn Sie sie wegnehmen sinkt die Neuzulassungsrate für Elektroautos.

00:34:06: In Norwegen ist die Neu-Zulassung-Rate von Elektro Autos bei ungefähr ninety-fünf Prozent, ne?

00:34:12: Die haben nicht nur den Nova nicht verrechnet sondern auch keine Umsatzsteuer.

00:34:18: Ja, überlegen Sie sicher mal wie viel Steuern man wegnehmen kann.

00:34:22: Das heißt der Staat hat natürlich die ordnungspolitische Maßnahmen die Möglichkeit dass er etwas günstiger macht oder teurer macht.

00:34:30: Verbräner macht man tendenziell teurer in dem man halt die Nova verrechnet und das man beim Sprit Die Hälfte des Treibstoffpreises ist ja Steuer, nicht?

00:34:40: Das heißt da sehen Sie das es eine ordnungspolitische Maße.

00:34:43: Man möchte dass es teurer wird und beim Elektroautor kann der Staat das auch machen.

00:34:48: Das Problem des Staates ist ja nur er kann nicht mehr Elektro Autos fördern weil er nicht so viel Geld hat.

00:34:55: Es geht ihm ja das Geld raus und es wird früh und später sowieso der Fall sein.

00:34:58: Weil wenn er jetzt mehr und mehr Elektra Autos hat dann hat er wenig Einnahmen.

00:35:04: Zwingend kommt dann, dass auch die Elektroautos wieder besteuert werden.

00:35:08: Weil der Staat einfach das Geld braucht.

00:35:09: Das ist ja nicht so die Tugend des Staates, da es besonders sparsam ist.

00:35:14: Aber man kann wenn man möchte diese Ziele schnell erreichen und mehr Geld dafür hergibt.

00:35:20: was die CO-Zwei-Thematik anlangt ist meine Meinung hier relativ einfach.

00:35:25: ich würde mal dem Autobauer dieses Feld überlassen Weil ich der Meinung bin, ich habe beide sich über Elektronen.

00:35:33: Ich hab einen Verbrenner und ich glaube das ist immer mehr Elektroautos gibt die wettbewerbsfähig sind.

00:35:38: also muss natürlich jeder für seinen Gebrauch jetzt wissen was hier sinnvoll ist.

00:35:42: nicht aber am prinzipi glaube ich dass die autobau auf dem richtigen weg sind und sie werden mehr und mehr marktanteile gewinnen.

00:35:49: Das unser problem ist glaube ich nicht der pkw bereich.

00:35:52: Unser Problem ist eindeutig der lkw Bereich der Schwerverkehr und er macht die elfte vom Treibstoffverbrauch aus.

00:35:59: Und das ist das Problem, wir haben keine Lösung.

00:36:04: Im Nahverkehr gibt's Lkws die sind halt nicht mit der Reichweite so gut ausgestattet.

00:36:09: da kannst du es noch irgendwie... Es gibt Frechter die das machen.

00:36:13: im Fernverkehr sehe ich nicht ganz die Lösung und Es hat sich an dieser Meinung bei mir in den letzten Jahren nichts geändert.

00:36:21: Man hat zwischendurch einmal gehört eine Wasserstofflösung, auch das hat sich nicht durchgesetzt.

00:36:26: Ich glaube die letzten Wasserstoff-Dankstände im Pfarr wurden sogar geschlossen in Österreich.

00:36:30: Also da sehe ich nicht.

00:36:32: Die Frage, die Sie aufgeworfen haben mit Biograftstoffen... Schauen Sie!

00:36:36: ...die Biograffstoffe-Thematik ist eine recht alte Wir kennen das, weil man einen gewissen Prozentsatz beimischen kann ohne dass die Autohersteller ihre Garantie zurücknehmen für das Auto.

00:36:52: Im Große und Ganzen ist diese Grenze bei ca.

00:36:56: zehn Prozent mit ethanol erreicht.

00:36:59: in Amerika hat man eine große Motivation, dass man hier mehr Biografstoffe beimischt.

00:37:05: da ist man momentan gerade dabei das auch zu buschen Muss es aber wieder zurücknehmen, weil gar nicht so viel ethanol dann zur Verfügung steht.

00:37:13: Das ist wieder ein anderes Problem.

00:37:16: Aber die Autoindustrie man wollte dort schon fünfzehn Prozent vorschlagen.

00:37:19: Die Autoindustrie gibt dafür keine Garantie.

00:37:21: das heißt sie sagt ich übernehme keine Garanti dass mein auto das aushaltet.

00:37:25: warum?

00:37:26: Weil etanol relativ aggressiv ist.

00:37:28: also sie brauchen also einen tank und eine ganze pipeline sind alles was da dabei ist die also dieser korrosion besser widerstand leisten.

00:37:38: Beim Diesel mit Farme ist das wahrscheinlich eine andere Thematik.

00:37:42: Da kennen wir die Möglichkeit, dass es auch im Lkw-Berech höhere Prozentsätze gibt.

00:37:47: Da kann ich mir vorstellen, dass mehr möglich ist.

00:37:50: Da haben wir aber gesehen, dass bei den BKWs wiederum ein höherer Farmeanteil dazu führt, dass die Dieselpartikelfilter verschlacken und dass es dort zu Problemen kommt.

00:38:01: Das heißt... Ich glaube, dass da die Elektrifizierung schneller läuft.

00:38:05: Dass wir der große Umbrüche erleben im Lkw-Verkehr vielleicht.

00:38:10: Der große Traum in Europa ist es, mehr und mehr LkW-Verkeh auf die Schiene zu verlegen.

00:38:17: Und so wie ich sie hier alle sehe, denke ich haben viele von Ihnen ein ähnliches alte Weg und Sie können sich erinnern vor zwanzig Jahren hat man das ja bereits wollen!

00:38:26: Ich kann mich nicht erinnern, in den Zwei-Tausendfünfer bis zehn Jahren hat es geheißen.

00:38:31: Es wird alles auf die Schiene verweckt und dann ist das nicht passiert.

00:38:34: Und wir sollten uns alle die Frage stellen warum ist es nicht passiert?

00:38:38: Weil es einfach sehr starke Lobbis gibt, die das Verfrugung zu verhindern.

00:38:42: Diese Lobby sind nicht nur aus dem Frechterbereich.

00:38:45: Das sage ich möchte mein Geschäft behalten.

00:38:47: Wir haben damals gesehen dass sehr stark Französische Bahn, die Gewerkschaften dort dagegen waren.

00:38:53: Die wollten einfach nicht zu diesen zusätzlichen Aufkommen haben.

00:38:56: Also es gibt unterschiedliche Gründe warum diese Themen sich nicht durchgesetzt haben.

00:39:01: Will man das jetzt durchsetzen?

00:39:03: Dann glaube ich muss man an diesem Wurzel normal angreifen.

00:39:07: Wir wissen dass die Bahn überall ausgebaut wird.

00:39:09: wir können nur hoffen dass sich das beschleunigt und dass dieser Prozess sich durchsetzt.

00:39:14: Ich kann mir vorstellen dass es dann im Verkehr leichter sein wird.

00:39:18: Vieles von dem, was Sie jetzt besprochen haben ist Zukunftsmusik.

00:39:21: Ich komme ganz kurz noch auf die aktuelle Gegenwart und zitiere den scheidenden OMV-Chef Alfred Stern der dieser Tage gesagt hat Europa riskiert seine Energiesicherheit.

00:39:34: auch er hat auf alles Bezug genommen was wir jetzt besprechen haben nämlich wir haben einerseits Sanktionen gegen russisches Gas Wir haben die Methanverordnung die möglicherweise Lieferanten abschreckt.

00:39:46: Die einheimische Produktion in Europa geht zurück, er hat stark auf Gasbezug genommen.

00:39:52: Und der Gaspreis ist ja jetzt noch immer – dreißig Prozent über dem Wert, den er vor Beginn des Irankriegs hatte.

00:40:00: Jetzt frage ich nur, weil irgendwann kommt ja doch der Winter und so weit ist es dann auch wieder nicht mehr?

00:40:06: Wir hatten ja im vergangenen Jahr schon in Deutschland ein Problem mit den Gasspeichern das die schon sehr an der Neige waren.

00:40:14: Wie wird es diesen Winter werden, kann ein ernsthafter Engpass ins Haus stehen?

00:40:21: Die Preise sind jetzt schon einmal höher als man sich gedacht hat.

00:40:25: Und sie sind deswegen höher weil einfach der Ausfall von Katar als Lieferant weltweit Konsequenzen hat.

00:40:32: Katar ist einer der Lieferanten in Asien.

00:40:34: also Sie müssen sich vorstellen es gibt weltweit drei große Flüssigasproduzenten Amerika Das sind sehr stark für uns wichtig.

00:40:42: Katar und Australien sind die zwei großen Lieferanten von Asien, das fällt Katar aus – was ist passiert?

00:40:49: Mehr asiatische Nachfrage in Amerika!

00:40:52: Und das ist natürlich im Wettbewerb zu uns ja, weil wir auch in Amerika einkaufen.

00:40:56: Jetzt steigen die Preise….

00:40:58: Wir sind jetzt mit Preisen von forty fünf Euro pro Megawattstunde konfrontiert.

00:41:04: Aufgrund der neuen Verflüssigungsanlagen, aufgrund des neuen Gases, das auf den Markt kommt sollten die Preise nicht höher als dreißig Euro sein.

00:41:12: Eigentlich fünfundzwanzig Euro.

00:41:14: D.h.,

00:41:14: die Preisen sind deutlich höher als das was man eigentlich hätte erträumen können.

00:41:20: und natürlich im Sommer gibt es eine Hauptsaison gerade hinten Südausiatischen Ländern wo's heiß ist aber die brauchen einfach viel Energie für die Klimaanlagen.

00:41:30: Wir haben nur eine Haupt-Saison im Winter Und wir kaufen normalerweise dann in der restlichen Jahreszeit ein, um unsere Lager zu füllen.

00:41:38: Die Lager in Österreich sind jetzt mit fifty-fünfzig Prozent gefüllt – in der EU mit fünfzig Prozent.

00:41:43: Das heißt, wir sind relativ weit hinten im Befüllen unserer Lager.

00:41:48: Was sehr unangenehm ist, das sind diese Zahlen die wir immer kolportieren und die in der Statistik bekannt gegeben werden.

00:41:54: wenn ich jetzt sage, in Österreichs sind es Fifty vier Prozent befüllt.

00:41:58: Dann sagt uns das genau gar nichts!

00:42:00: Weil wir ja nicht wissen, was heißt das konkret für unseren Versorger.

00:42:04: Wir verlassen uns daraus, dass unser Versorge uns versorgt und ich hoffe, dass die E-Kontrolle und das Ministerium ein Auge darauf wirft, dass das auch so ist, dass sie auch dieses Gast dann haben.

00:42:17: Und teilweise wird es auf Lager sein und teilweise wird man das regelmäßig zukaufen und so ergibt sich diese Sankepotsportfolio.

00:42:26: Aber genaues wissen wir nicht, weil wir wissen nicht wie viel von diesen fifty-fünfzig Prozent die wir in Österreich haben ist jetzt von österreichischen Lieferanten eingelagert.

00:42:34: Wie viele von Italienern oder von Deutschen?

00:42:37: Das ist leider nicht sehr befriedigend.

00:42:41: ist der Glaube an das Marktsystem bei uns momentan dominierend.

00:42:45: Man glaubt daran, dass wenn ich heute hergehe und zum Beispiel in der Börsegaskaufe, dass sich das dann beziehen kann und dass ich weiligst beziehen auch ihnen als Konsument verkaufen kann.

00:42:57: Dass es vielleicht eventuell nicht möglich ist, das zu tun.

00:43:01: an diese Möglichkeit denkt heute keiner weil jeder an diesen Markt glaubt.

00:43:07: Deswegen bin ich davon überzeugt, dass es wichtig ist vielleicht eine größere Pufferfunktion braucht.

00:43:15: Wir haben derzeit die rechtlichen Rahmenbedingungen, dass quasi dreißig Tage muss ihr Lieferant vorhalten also den muss dreizig Tage am Bedarf seiner Konsumenten auf Lager halten damit er quasi als sicher betrachtet wird.

00:43:30: Und prinzipiell ist das ja nicht schlecht, ne?

00:43:32: Dreißig Tage.

00:43:33: Das Problem ist nur was passiert dann wenn wir einen Terroranschlag haben und es ist heute leider eine große Wechsel in unseren Gefahrenpotenzial wahrzunehmen.

00:43:43: In der Vergangenheit war das nie ein Thema.

00:43:46: Wir haben im ganzen Politik der Verstromung.

00:43:49: Wir gehen von jedem Energieträger weg hin zur Strom Haben wie jetzt ein erhöhtes Terrorrisiko Beim Winter das gesehen in Berlin Strominfrastruktur in die Luft gesprengt und dann ist ein ganzer Startteil also ohne Strom gewesen, Riesenprobleme nicht.

00:44:05: Wir haben jetzt im Klobipielefeld oder wo es war in Deutschland wieder eine Attacke gehabt auf Stromnetz wir mit Frankreich zwei Attacken gehabt auf Strommetz.

00:44:14: diese Dinge passieren ja.

00:44:16: und warum passieren sie?

00:44:17: Weil zum Beispiel in Deutschland jetzt da war quasi das Ziel dass die Versorgung für ein Chip-Unternehmen unterbrochen wird, das wieder die großen Datensenter versorgt.

00:44:29: Die aggressiveren Teilnehmer unserer Gesellschaft haben ein Problem mit künstlicher Intelligenz und Datensentern.

00:44:37: weil das eine disruptive Technologie ist, die momentan auf uns zukommt kann man verstehen wie man will aber die Allgemeinheit wird dadurch betroffen wenn auf einmal das Stromnetz zusammenbricht ja?

00:44:48: Und dieses Risiko ist enorm gestiegen Und im Gasbereich kann das natürlich auch passieren.

00:44:53: Deswegen ist also dreißig Tage immer nicht ganz so komfortabel, man würde sich mehr wünschen.

00:44:58: aber ich muss auch wiederum sagen Österreich hat etwas Gutes gemacht.

00:45:03: Man hat sich eine strategische Reserve zugelegt als Staat mit zwanzig Terrain-Wertstunden Das ist so knapp zwei Monate am Bedarf.

00:45:10: Also ich muss sagen Ich mache mir keine Sorgen in Österreich für diesen kommenden Winter Aber es können die Preise höher sein und das hat sehr stark damit zu tun, ob wir jetzt Lieferanten künstlich vor der Tür lassen.

00:45:24: Wo wir sagen wir wollen euer Gas nicht weil ihr die Methanforderung nicht einhaltet.

00:45:28: Da sage ich man muss diese politischen Maßnahmen ein bisschen abstimmen darauf wie viel Angebot ich habe Wenn jetzt zum Beispiel Frieden wäre mit Russland und wir hätten wieder einen Teil des Gauses aus Russland, dann kann ich mir das leichter erlauben.

00:45:42: Ich bin ein großer Verfechter der sogenannten Trittelsstrategie.

00:45:45: Ich würde nie mehr als ein Drittel meines Angebots vom einem Lieferanten kaufen.

00:45:51: Wenn Sie sich erinnern an die Zeit vor dem Krieg mit Russlands, hatten wir achtzig Prozent unserer Versorgung von Gauss aus Russlands.

00:45:58: Das war nicht gesund!

00:46:01: Jetzt kann man genauso sagen, es ist nicht gesund, dass wir mehr als fünfzig Prozent von unserem Flüssig-Gauss aus Amerika haben oder mehr als fünftig Prozent von unseren Pipeline-Gausen aus Norwegen.

00:46:11: Nein, es is'n nicht gesund!

00:46:12: Deswegen, wir müssten schon bestrebt sein ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen und in Österreich sollten wir schauen das unsere Versorge vielleicht nicht drei Sicht Tage sondern vielleicht ein bisschen mehr Sechzig Tage an Gasvorräte haben damit wir auch wirklich sicher sind.

00:46:27: Dann schließe ich hier noch die Abschlussfrage an, weil Sie Amerika jetzt erwähnt haben diese Abhängigkeit in Neue, die wir hier eingegangen sind.

00:46:36: Jetzt gibt es ja den Deal mit der EU wo Trump durchgesetzt hat dass die EU jährlich Energie in den USA für Zweihundertfünfzig Milliarden Dollar einkaufen muss.

00:46:48: Ich sage nur im Jahr zwanzivierundzwanzig waren es etwa siebzig Millionen Dollar.

00:46:52: Das hieße das wir fast eine Vervierfachung haben, die wir aus Amerika beziehen müssen.

00:46:59: Und hier die Frage an Sie – wie sollen wir das einhalten?

00:47:03: Und die Gretchenfrage auch im Energiesektor werden wir früher oder später wieder Russengas kaufen wollen-müssen-sollen.

00:47:13: Europa ist halt Schwächen!

00:47:15: Wir haben einfach eine natürliche Schwäche, dass wir abhängig sind von Energie, Einkäufen von außerhalb.

00:47:20: Das ist einmal nicht sehr angenehm.

00:47:22: Wir haben auch außenpolitische Positionierungen, die teilweise gewisse Schwächen jetzt erkennen lassen und sie können die Dominanz der amerikanischen Energiepolitik auf Europa erkennen.

00:47:35: Sie können sehen dass Amerika jetzt quasi von uns verlangt das wir kein russisches Gas kaufen sondern amerikanisch ist.

00:47:42: Das war ja auch ein Grund warum Trump in der ersten Amtsperode gesagt hat er will Nord Stream.

00:47:47: zwei nicht Beiden hat ja dann das Gleiche gesagt, da hat sie irgendwie aufgehört zum Funktionieren.

00:47:54: Aber am Ende des Tages besteht einfach ein realpolitischer Druck dar, dass man nicht von Russland Gas kauft sondern von Amerika.

00:48:03: Man hat so einen Eindruck, abhängig wird, nicht so wie wir auch den Eindruck haben können wenn man sehen das fast jedes Land in Europa hat amerikanische Militärbasen.

00:48:13: Also wir sind besetzt.

00:48:14: Es ist manchmal halt nicht zu angenehm.

00:48:17: also hätte meine eigenständige Außenpolitik und zweiter dann hätte man mehr Freiheiten.

00:48:21: aber in dem Punkt muss man halt erkennen haben wir nicht so viel zu melden.

00:48:25: die Chines am auf der anderen Seite es geschafft Ihre Lieferketten zu nützen.

00:48:29: Sie haben ihre Lieferketten so ausgenutzt, dass sie im Verbrennerbereich wegkommen von den Verbrennen, sprich sie brauchen dann weniger Öl.

00:48:40: Wenn sie wollen eine Abhängigkeit aufgebaut zur Kobalt- und Lithiumvorkommen die sie kontrollieren und haben halt Elektroautos gepusht.

00:48:49: das ist ja auch mit Subventionen passiert.

00:48:52: also wenn ich das rein von der Energie Brille betrachte, muss ich sagen versuchen die Chinesen einfach durch ihre Vorteile diese haben aufgrund von Lieferketten diese Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren.

00:49:06: Das Interessante kleiner Side Step ja die Chnesen sind ohne dies sehr talentiert.

00:49:11: sie haben einen Blick fürs Nüchterne.

00:49:13: Sie sind ja weltweit die Führenden im Windkraft und im Fotovoltaikbereich bauen trotzdem Kohlekraftwerke, pushen enorm die Atomkraftwerke.

00:49:23: Sinn und Zweck der Übung in China ist, zu schauen wie viel erneuerbarer können sie in den Energiemix einbauen so dass die Energie stabil bleibt.

00:49:32: Und gleichzeitig das nützt was frei verfügbar ist.

00:49:35: also frei wenn man unsere Minister glauben muss es kommt da keine Rechnung davon.

00:49:39: aber wir haben schon gelernt das kommt auch eine Rechnungen von Photovoltaik und Wind.

00:49:44: nur die Frage ist mache ich mich jetzt wiederum von dieser Energieform abhängig?

00:49:50: In einer Form das sich dann Netze ausbauen muss bis zum Exzess oder nützt sich das in einem richtigen Portfolio, sodass das einen Mehrwert generiert.

00:50:00: Wenn der Ansatz kommt wie bei uns, dass es umweltpolitisch sein muss und CO² reduzieren gegen Null dann ist das eine.

00:50:09: In China ist der Fokus günstig Energie aber erneuerbare Nutzen.

00:50:15: Die bauen jetzt das weltgrößte Wasserkraftwerk mit dreihundert Terawatt Stunden Kapazität.

00:50:22: Das ist unglaublich, das können Sie sich gar nicht vorstellen!

00:50:25: Also die Chinesen investieren in jede Form der Energie und das Ziel ist günstig Energie.

00:50:32: Was sie übrigens dann teilen mit den Amerikanern?

00:50:34: Die Amerikaner buschen enorm in Richtung Atomstrom.

00:50:37: Die haben ungefähr six-neinzig Atomkraftwerke wollen das vervierfachen bis zum Jahr zwanzig fünfzig.

00:50:43: Es tut sich enorm viel in diesem Bereich.

00:50:46: aber wo war die Frage?

00:50:47: Aber gut, die Frage war... Ich fahre mal jetzt Ihnen auch einmal.

00:50:52: Wie werden wir es schaffen?

00:50:54: Dass wir das Vierfache in den USA einkaufen an Energie als im Jahr zwentzwanzig nämlich jährlich für zweiundfünfzig Milliarden Dollar?

00:51:02: und werden wir wieder auf Russengast zurückgreifen müssen um aus dieser Lage auch rauszukommen.

00:51:10: Also Europa wird den Krieg mit der Ukraine irgendwann beenden.

00:51:14: Davon kann man ausgehen und ich werde sich auch dann irgendwann wieder die wirtschaftliche Beziehung normalisieren.

00:51:20: Das heißt, ich gehe davon aus dass irgendwann wieder mal russisches Gas gekauft wird weil Kriege finden statt und hören irgendwann auf.

00:51:28: Jetzt tut man sich vielleicht nicht so leicht als Europäer das heute wahrzunehmen aber man kann davon ausgehen dass die Amerikaner diese Option, die sie bekommen haben von der Ursula van der Leyen mit diesen Zweihundertfünfzig Milliarden pro Jahr dealen.

00:51:42: Dass sie diese Option ziehen werden.

00:51:44: Die werden dann von den Russen das Gas kaufen und uns verkaufen nicht?

00:51:48: Also weil Sie haben eine Vereinbarung...

00:51:50: Wir kaufen russengas über Amerika.

00:51:51: Ja

00:51:52: ich meine, die sind halt an der Zwischenhändler.

00:51:54: Weil Deutschland wird sagen wir kauft wir nicht von Russland!

00:51:57: Wir kaufen von Amerika.

00:51:58: Man kann das ja auch wieder der Öffentlichkeit verkaufen und jeder schneidet mit.

00:52:03: Ich glaube, Europa wird in seiner Energiepolitik versuchen so gut es geht jetzt dieses neue Narrativ zu bemühen unabhängig zu werden.

00:52:12: Das heißt man schaut was kann man machen?

00:52:15: Österreich steht dabei relativ gut da.

00:52:19: wir haben in Österreich viel Wasserkraft und Wasserkraft ist eine Energieform die in der Rotationsenergie, wie Sie sich das vorstellen eine sichere Komponente hat.

00:52:32: Wenn Sie heute Energiebeziehen aus Wind und aus Photovoltaik über Wechselrichter haben sie keine Rotationsenergie sondern wenn Sie wollen eine Form von Energie die keinen Ausgleichsmechanismus hat.

00:52:46: Eine Rotations-Energie ein Rotationsrad das hat eine gewisse Behebigkeit und das sichert dadurch auch das Netz ab.

00:52:54: Das Problem, das wir haben in Spanien zum Beispiel, wo auf einmal ein Blackout kam ist dass wird zu viel an Photovoltaik-Energie hatte.

00:53:03: Die Überwechselrichter dann umgewandelt werden im Gleichstrom, wo es aber keine schwerfälligen Rotationsenergien in Hintergrund gibt die das System ausgleichen.

00:53:18: Angebotnachfrage-Situation gleich sein oder sehr schwierig hinzubekommen, wenn auf einmal Schwankungen dieser Größenordnung passieren wie es in Spanien passiert ist.

00:53:27: So das ist vielleicht ein technisch nicht so gelungene Erklärung.

00:53:32: man braucht einen richtigen Energy Mix.

00:53:36: China versucht eine Energy Mix zu machen damit's günstig ist.

00:53:39: Wir wollen einen Energiemix haben der unabhängig ist und wenn sie wollen grün ist.

00:53:45: Wichtig ist aber die Balance Und wenn ich diese Balance schaffe mit einem relativ hohen Wasserkraftanteil und ich mische Erneuerbare dazu, dann kann ich sehr viel davon erreichen.

00:53:55: Das Problem das wir heute haben ist dass wir noch immer im Winter relativ viel Gas brauchen.

00:54:01: Dieses Gas in Zeiten der Dunkelflotte wo also keine Sonne scheint kein Wind weht is einfach unabdingbar weil sonst bleibt es finster!

00:54:11: Da ist halt die Frage wie können wir das trotzdem bringen?

00:54:15: Ausbord der Wasserkraft ist das eine.

00:54:18: Die alternative Frage wird dann sein, entweder wir belassen Gaskraftwerke oder werden wir ein Atomkraftwerk gebrauchen?

00:54:24: Kleine modulare Atomkraftwerke.

00:54:26: Anders wird es nicht gehen!

00:54:29: Wenn man sagt, man möchte CO² neutral haben, dann bietet sich atomkraft an weil es kein CO² hat.

00:54:34: Wir haben mit Royce-Royce und auch die Chinesen haben bereits standardisierte solche Small Modularreaktoren, die sie auf den Markt bringen.

00:54:43: Jetzt ist das natürlich nicht überall geliebt, ja?

00:54:45: Das ist schon klar.

00:54:46: Aber ich betrachte Ihnen jede Form der Energie hat Vor- und Nachteile.

00:54:51: Jede Form von Energie!

00:54:53: Und da gibt es nicht gute und schlechte.

00:54:55: Es gibt bei jeder Energieform etwas was positiv zu betrachten ist, was negativ zu bedrachten is'.

00:55:01: Man muss sich mit dem Thema schon auseinandersetzen ohne dass man ideologische Schallgrabben hat.

00:55:05: Ich

00:55:06: denke, damit lassen wir es jetzt bewenden und wir haben hier doch eine breite Palette abgehandelt.

00:55:14: Das Gespräch das Sie gerade gehört haben hat Edward Steiner mit Johannes Benini im Rahmen einer Matinee am Sonntag geführt – exklusiv für Mitglieder des Presseklubs!

00:55:24: Falls Sie sich für die Vorteile des Presseklubs interessieren, schauen sie gerne vorbei auf www.depresse.com/.club.

00:55:30: und Club ist mit Caesar geschrieben!

00:55:33: Den Link gebe ich Ihnen auch in die Show-Notes.

00:55:35: Unseren Podcast – was wichtig ist haben Sie vermutlich ohnehin schon abonniert?

00:55:39: Wenn nicht dann freuen wir uns natürlich wenn Sie das machen auf Spotify, Apple Podcast oder Woch-Immersions gerade hören.

00:55:46: Im Namen des Audioteams der Presse sage ich vielen Dank fürs Zuhören und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag.

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