Die große Trudeau-Show in Salzburg: "Europa ist kompliziert"

Shownotes

Beim Salzburg Summit eroberte Kanadas Ex-Premier Justin Trudeau die Herzen des Publikums. Dass Katy Perry fehlte, glich Monika Rosen mit einer besonderen Einlage aus. Eine Wrap-Up-Folge mit den besten Zitaten von Antony Blinken über Wolfgang Hattmannsdorfer bis Justin Trudeau. Und ein Interview mit David Bach, dem Strategieprofessor von

Moderation: Anna Wallner, Head of New Media Schnitt: AUDIO FUNNEL/Georg Gfrerer Credits: Wallner/Gfrerer/Katy Perry

Mehr zum Thema lesen Sie auf DiePresse.com und hier: Über Blinkens Auftritt Über Trudeaus Auftritt

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00:00:05: Sie hat es also wieder getan.

00:00:31: Die Finanzanalystin Monika Rosen hat hier in Salzburg wieder Musik ins Programm eingebaut und damit die sonst doch eher steife- und inhaltsgetriebene Veranstaltung des Salzburgs Summit für einige Minuten ziemlich aufgelockert.

00:00:45: Nachdem von ihr moderierten Panel zum Thema Enabling Tomorrow's Innovation forderte Monika Rosen den Saal zum Tanzen aus, und motivierte auch ihr gesamtes Podium inklusive Wirtschaftsminister Wolfgang Hartmannsdorfer zum Schäken!

00:01:00: Dass sie sich Katy Perry's Hit Roar ausgesucht hat, war natürlich kein Zufall.

00:01:05: Sondern ein bewusst gewähltes Priludium zum Stargast.

00:01:09: tags darauf und spätestens jetzt wussten wirklich alle dass Justin Trudeau seit einiger Zeit mit Popstar Katy Perry liert ist.

00:01:18: aber aber um das gleich vorweg zu nehmen nein die Musikerin hat ihn nicht nach Salzburg begleitet Aber er war

00:01:26: da.

00:01:48: Mein Name ist Anna Weiner, das ist was Wichtiges.

00:01:51: der Nachrichten-Podcaste Presse mit einer Rap-Up Folge vom Salzburg Summit.

00:02:00: Der kanadische Ex-Premier, der zehn Jahre lang sein Land geführt hat war – wie wir ja in Folge eins bereits erwähnt haben – der Stargast beim Summit.

00:02:08: Und man kann schon sagen, Trudeau hat geliefert!

00:02:11: Für die IV hatte sich jedenfalls ausgezahlt, ihn als Speaker einzukaufen.

00:02:15: Weil er hat sich richtig Zeit genommen.

00:02:17: Zuerst hat er eine halbstündige Keynote gehalten, die er komplett frei und ohne Stolpern gesprochen hat.

00:02:23: Danach hat er sich mehr als die eine im Programm angekündigte Stunde Zeit genommen für eine Diskussion moderiert von ex ORF-Journalistin Hanelore Feidt und David Bach dem Strategieprofessor vom Schweizer Institut for Management Development kurz IMD.

00:02:40: Zeifels Ohne ist einer wie Trudeau-Auftritte, wie diese gewohnt.

00:02:44: Der Mann sorgte jahrelang für Memable Moments – also viele seiner Zitate wurden oft und gerne geteilt!

00:02:50: Er war der Sunny Boy der Weltpolitik, der schon lange vor seiner Liaison mit Katy Perry zu einem popkulturellen Phänomen geworden ist.

00:02:58: Es gibt zum Beispiel gleich mehrere Songs in denen er besungen wird oder die nach ihm benannt sind, z.B.

00:03:03: dieser hier von der amerikanischen Comedy-Singgruppe Booby Sisters.

00:03:35: Aber verzeihen Sie, ich schweife ab.

00:03:37: Kommen wir zurück zu Salzburg.

00:03:39: hier hat Trudeau immer wieder laute Lacher vom Publikum geerntet zum Beispiel bei seinem Stoßseufzer Europe is complicated und der Anekdote, die darauf folgte als er einmal den Belgiern mit seinem Französisch bei Verhandlungen mit den Flammen geholfen habe.

00:03:54: Charles Michel war der Belgian Prime Minister.

00:03:57: Er sagte, ich habe kein Problem mit dem Flemmish.

00:04:00: Und plötzlich, das Kanadien-Prime-Minister ist busy versucht zu lösen internal europäische Herausforderungen, weil bevor wir ihn bekommen können um den Betrieb zu gratifizieren ... Ich dachte, ihr seid ja supposed to do this?

00:04:16: Oh nein, es ist sehr schwer!

00:04:17: Können Sie bitte reden und sagen, okay, anybody else?

00:04:20: Well actually the Romanians are... Okay, we'll give you a visa access here.

00:04:31: I'm like oh my god how am I trying to solve it?

00:04:33: We really wanted this trade deal and it was great that.

00:04:37: Aber das Level, ich war nicht nur über die Konvention der Jürgen-Grenzen, was eine reale Dialogistin ist.

00:04:43: Es geht um ... Das ist Canada!

00:04:46: Wir sind environmentally, wir sind professiv und feministisch.

00:04:49: Was macht ihr nicht?

00:04:50: Oh, ein sehr schlechtes Problem.

00:04:53: So, ja, da ist es... Ja, das ist kompliziert.

00:05:03: Er hat recht lange über die Lehren aus der Corona-Zeit gesprochen, über Kanadas zuletzt so angespanntes Verhältnis zu den USA und über Donald Trump.

00:05:11: Über den Broken Social Contract und wie man das Vertrauen der Jungen wieder gewinnen müsse...

00:05:16: Dann gibt es eine Beantwortung, um die Worte zu denken.

00:05:20: Um den Auswirkungen der Gelegenheit zu finden.

00:05:23: Alle werden ein Slider und eine Linie betreffen, wo sie sein müssen.

00:05:33: Aber wir können nicht mehr betrachten, dass wir nicht mehr die Möglichkeit haben, das Welt zu schämen?

00:05:50: Denn sogar, als es in kreative Direktionen und realen Herausforderungen geht... ... die eine Sache, die wir enden in Verklappen sind, ist, wenn jeder sich ihre Hände fährt und sagt, das sei jemand anderes Problem.

00:06:06: Jemand ist wirklich fixer!

00:06:09: Trotzdem muss man sagen, vor allem Trudeau's Rede hat inhaltlich wenig Überraschungen geboten und er hat sie natürlich schamlos zur Werbung seiner Amtszeit genutzt.

00:06:20: Deutlich präziser und auch inhaltlicher stärker war er dann im Gespräch mit den zwei Fragenstellern Hannelore Feitor und David Bach zum Beispiel als es um die US-Strafzölle oder den US-Iran Krieg ging

00:06:39: attack us, the terrorists.

00:06:40: That's what it... I mean that is a

00:06:42: problem

00:06:43: but thats not the heart of this problem.

00:06:45: The Heart Of This Problem Is Disrespect Of Saying Well You're Not A Real Country And Given The Opportunity Of Course You Want To Join The United States.

00:06:53: Since That American Exceptionalist Who Wouldn't Wanna Be America?

00:06:57: We Are Best In The World!

00:06:58: Is The Mindset An Americanist?

00:07:00: Exceptionalism?

00:07:02: And Quite Frankly Canadians are Assaulted

00:07:05: By It.

00:07:06: über den US-Angriff auf den Iraner viel gesprochen und auch gesagt, das sei ein großer Fehler der Amerikaner gewesen.

00:07:13: Ganz konkret hat er gemeint – they made this mess!

00:07:16: They have to get it solved.

00:07:17: we just need to see the end as quickly

00:07:19: possible.".

00:07:21: Und man muss wirklich sagen je länger der Talk gedauert hat desto besser ist er geworden.

00:07:25: kaum jemand hat den Saal während dieser Trudeau Show verlassen.

00:07:29: Ich habe Professor David Bach dann danach abgepasst und gefragt, welchen Eindruck der kanadische Präsident auf ihn gemacht hat.

00:07:36: Und zum Einstieg wollte ich wissen welche Schulnote er zu DOS Auftritt geben würde?

00:07:42: Alles für schon eine Eins!

00:07:43: Also ich glaube man hat das schon gesehen wie sehr er den Menschen auch dort ein bisschen aus der Seele gesprochen hat was die Frustration angeht mit den USA.

00:07:52: aber er hat auch Möglichkeiten genutzt um wirklich seine Werte darzustellen, als er über Diversität gesprochen hat wie er über die Ukraine gesprochen hat.

00:08:01: Also ich hatte beeindruckt, wie er verschiedene Register ziehen konnte.

00:08:05: also man hat schon die Erfahrung gesehen, die er hat.

00:08:09: Helfen Sie uns dabei der

00:08:10: Einordnung.

00:08:10: was

00:08:10: haben wir da genau gesehen?

00:08:11: Er hat ja selber auch ein bisschen betont und erzählt dieses

00:08:15: dieser Wechsel

00:08:15: von nach zehn Jahren Premierminister jetzt einfach über eineinhalb Jahre nicht mehr im Amt.

00:08:20: Es sucht immer noch hat er zugegeben nach dem, was er in Zukunft machen wird und wer er ist.

00:08:28: Aber was haben wir dafür?

00:08:29: einen Typen gesehen?

00:08:32: Natürlich jemanden der geprägt ist von zehn Jahren im Abend, der natürlich auch der Sohn eines Prämieministers ist.

00:08:38: Das heißt also, er ist mit Politik groß geworden, die sehr starke Werte hat ob das nun um Umweltschutz geht, um Diversität und Gleichbehandlung, Gleichstellung, der global denkt mehrsprachig ist aber jemand natürlich auch immer sehr diplomatisch sein musste und hat darüber gesprochen, wie er mit Donald Trump verhandelt hat in seinem ersten Term vor allem.

00:09:00: Jemand der jetzt aber ein Jahr aus dem Ausamt ausgeschieden ist doch freier sprechen kann.

00:09:05: Und ich glaube das hat gerade seine Rede unter den Dialog mit uns so interessant gemacht dass er diese Erfahrung mitbringt aber doch ein bisschen freier Sprechen konnte.

00:09:14: Was hat sie am meisten

00:09:15: überrascht?

00:09:16: Was mich am meisten Überrascht hat?

00:09:18: natürlich hatte er über die Weltordnung gesprochen.

00:09:20: wie sich das verändert hat den Schmerz fast gespürt, der aus dieser Konfrontation mit den USA kommt.

00:09:29: Wer doch tatsächlich nicht als Politiker chido gesprochen hat sondern als Kanadier.

00:09:34: Er hat darüber gesprochen, wie amerikanische und kanadische Soldaten zusammen mit zweiten Welt gekämpft haben.

00:09:39: Und nebeneinander in Kräbern liegen, wie Engmann zusammengearbeitet hat.

00:09:46: Es ging gar nicht mal so sehr um Handelszölle, sondern darüber hat er natürlich auch gesprochen.

00:09:50: Aber das ist eher gesagt, dass die USA unter Trump Wenn die amerikanische Regierung unter Trump Kanada das Recht absprechen will, ein Land zu sein mit diesen ständigen Sätzen dass Kanada der Einenfünfzigste Staat werden will.

00:10:03: Diese Indignation dieser Schmerz der darüber kamen hat mich schon überrascht.

00:10:08: Jetzt haben sie schon ein paar Mal gesagt, er hat uns auch teilhaben lassen an seinen Werten wie Diversität und so weiter.

00:10:13: Er hat natürlich auch wieder mal betont dass er damals bei seine Amtszeit begonnen hat, fifty percent women ins Abend geholt hat womit er ja immer einen sehr vorhersehbaren Applaus bekommt.

00:10:26: ich bin jetzt auch der was ertürkelt.

00:10:28: ist es nicht doch einfach

00:10:29: in einer

00:10:30: Welt in der Donald Trump US Präsident ist dann quasi

00:10:33: der former good cop

00:10:35: zu sein oder der gute Präsident.

00:10:37: Also ist es dann nicht doch sehr easy to love him?

00:10:41: Ja natürlich ist da schon ein bisschen Nostalgie immer dabei, das sehen Sie auch.

00:10:46: wenn als President Obama seine Library eingeweiht hat und für vierundzwanzig Stunden alle so das Gefühl hatten sie wären wieder in zwei tausend neun oder zweitausend Das ist natürlich richtig, aber auf der anderen Seite gibt es viele die in der Vergangenheit ähnliche Positionen bezogen haben.

00:11:06: Was Umweltschutz angeht was Gender Equity angeht und jetzt davon laufen von diesen Positionen nicht nur Wirtschaftsführer sondern auch Politiker und auch ehemalige Politiker.

00:11:19: Und deswegen finde ich ist das schon beachtlich dass er seine Möglichkeit nutzt, weiter für diese Werte einzutreten.

00:11:31: Natürlich ist dann Kontrast da aber der Kontrast ist nicht nur mit Donald Trump.

00:11:36: Vielleicht ganz kurz zum Verhältnis Kanada zu Europa.

00:11:38: Auch im Vergleich, ich meine es ist wie gesagt noch nicht so lange her, dass Tudor aus dem Amt draußen ist aber wie hat sich denn das Verhältnissen in Kanada und Europa während seiner Amtszeit verändert?

00:11:48: Ja er hat natürlich darüber gesprochen inwieweit jetzt die Wirtschaftsverpflichtungen enger geworden sind, dass europäische Firmen kanadischen Stahl- und kanadisches Aluminium kaufen weil die USA Zoller erhebt haben.

00:12:02: Er hat darüber gesprochen wie viel Engermann Verteidigungspolitik zusammenarbeitet auch beim Defence Procurement.

00:12:09: Man sieht schon, dass Kanadien und Europäer Werte teilen.

00:12:12: Er hat also mehrmals betont wir sollen nicht wenn wir an transatlantische Beziehungen denken von der europäischen Seite nur in den USA denken sondern kann er da auf der anderen Seite des Atlantiks aber natürlich die USA sind der größte Handelspartner für die USA.

00:12:29: sie müssen sich irgendwie mit den USA arrangieren.

00:12:32: Aber es ist schon so, dass die Verbindung zwischen Europa und Kanada eine ganz wichtige ist gerade im jetzigen Moment.

00:12:38: Ja doch betont das sozusagen wie jetzt auch damit umgegangen wird, dass das Verhältnis so schwierig ist zwischen USA und Kanadas.

00:12:44: viele auch Wirtschaftsmenschen eher nach dem Motto ja lass uns das mal abwarten und quasi nicht alle Dämme... brechen lassen, sondern hoffen dass es sozusagen wieder besser wird oder weitergeht.

00:13:01: Was haben Sie dafür einen Eindruck bekommen?

00:13:02: wie ist dieses US-Kanada Verhältnis derzeit?

00:13:06: und weil er natürlich auch betont?

00:13:09: wie wichtig dieser Partner ist, dass man natürlich mit dem Nachbarland das Biggest Handelsmacht in der Welt ist, natürlich zusammenarbeiten möchte.

00:13:18: Also mich hat überrascht, dass er selbstbewusster war als man das eigentlich denken sollte denn natürlich ist die kanadische Wirtschaft stark von der amerikanischen Abhängigkeit.

00:13:28: aber er hat es auch umgedreht und hat alle daran erinnert wie sehr die amerikanische Wirtschaft von der kanadischen Wirtschaft abhängig ist Wie viele amerikanischer Unternehmen darauf bauen darauf zählen dass sie ihre Produkte und ihre Komponenten leicht über die Grenze zwischen den beiden Ländern bewegen können.

00:13:43: Und er hat darüber auch gesprochen, dass in der Vergangenheit amerikanische US-CEO's teilweise natürlich die kanadische Regierung in ihren Verhandlungen mit den USA unterstützt haben um den USA zu verstehen zu geben das es in ihrem Interesse ist halt eben den Freihandel mit Kanada aufrechtzuerhalten.

00:14:00: also er war da schon ein bisschen selbstbewusster Und ich glaube er hat auch die Teilnehmer der Europäer im Prinzip dazu aufgerufen, ein bisschen selbstbewusster zu sein und sich auf ihre Stärken zu besinnen.

00:14:11: Und halte mir nicht den Kompromiss um jeden Preis zu suchen.

00:14:15: Keine

00:14:15: Themenwechsel nach Österreich, Deutschland oder Europa?

00:14:18: Der aktuelle Wettbewerbsbericht

00:14:19: für das Jahr zwanzig sechsundzwanzig von Ihrem Institut vom IMD Zeichnet ein gemischtes Bild für den Wirtschaftsstandort Österreich, was aber Fakt ist das unser Land derzeit nur mehr Platz neunundzwanzig von insgesamt glaube ich siebzig geprüften oder untersuchten Volkswirtschaften erreicht.

00:14:34: Wir waren jahrelang auf Platz zwanzig.

00:14:37: Was ist unser größtes Problem?

00:14:39: Die ineffizienz in der Bürokratie auf der in der öffentliche Hand Aber auch in der Privatwirtschaft.

00:14:46: Das heißt Österreich hat natürlich immer noch Große Stärken, Quality of Life, Erzedichte.

00:14:55: Das Gesundheitswesen in eine sehr gut ausgebildete Bevölkerung, Arbeitskräfte die gut ausgebaut sind.

00:15:04: auch die Infrastruktur ist recht gut Aber die Staatsquote geht nach oben.

00:15:10: Die Einschätzung von Wirtschaftsführern, was man denn dafür kriegt auf der anderen Seite, die geht nach unten.

00:15:16: das heißt also die Ineffizienz auf der Regierungsseite ist etwas, was bemangelt wird.

00:15:20: aber wir sehen auch dass die Ineffizienzen auf der Wirtschaftsseite ein größeres Problem wird und das macht es natürlich schwieriger sich dann an die schnellen Veränderungen in der Weltwirtschaft anzupassen.

00:15:32: Deutschland geht ähnlich.

00:15:34: Es ist zwar immer noch ein paar Plätze vor uns, auf Platz zweiundzwanzig jetzt aber auch

00:15:38: abgesunken.

00:15:39: Auch dort die Frage was ist denn deren größtes Problem?

00:15:42: Da gibt es noch ein Paar andere Faktoren.

00:15:44: Gerade bei Deutschland sind Jahre vergangen wo nicht genug in Infrastruktur investiert wurde.

00:15:51: das wird sich hoffentlich jetzt ändern nachdem die Schuldenbremse zur Seite getan worden ist.

00:15:58: natürlich auch die hohen Energiekosten und Ja, die Wichtigkeit immer noch der Verarbeiten in Industrie, die auf Energie angewiesen ist gerade was das deutsche Exporter angeht und natürlich immer noch schwache Binnnachfrage im Vergleich zu anderen Ländern.

00:16:15: Also Deutschland hat da noch ein paar zusätzliche Schwierigkeiten allerdings etwas höhere Effizienz auf der Wirtschafts- und auf der Regierungsseite, die doch Deutschland noch ein bisschen vor Österreich positionieren.

00:16:25: Aber wer überholt uns beide da?

00:16:27: Also, das muss ja irgendjemand anderem...

00:16:29: Natürlich!

00:16:30: Es gibt viele Länder.

00:16:31: Ich glaube, dass ist das was wir in Europa immer noch zu langsam verstehen, dass der Rest der Welt nicht schläft.

00:16:36: Das sind Länder in Asien, das sind nicht nur Singapore, Hongkong, Taiwan, Chinese Taipei sondern viele andere Wirtschaften in Asiens die sich schneller bewegen und sich schneller anpassen auch Teile Europas.

00:16:51: also es sind nicht Es kann die nalischen Länder, es sind die Niederlande.

00:16:56: Es ist Irland und natürlich die Schweiz immer noch dritter in unserem Ranking.

00:17:01: also wir haben in Europa schon Beispiele wie man eine wettbewerbsfähige Industrie- und Wirtschaft aufbaut und führt und wir müssen von den Beispielen bei uns selbst und auch im anderen Teil der Welt lernen.

00:17:16: Übrigens auf Platz eins und zwei vor der Schweiz liegen im Wettbewerbs-Ranking des IMD in diesem Jahr Singapur und Hongkong.

00:17:24: Und um Wett bewerbsfähigkeit ging es in den vergangenen Tagen hier in Salzburg ja auch an vielen anderen Stellen, dem Generalthema des Summit Allianzen in einer neuen Weltordnung hat sich der zweifelsohne prominenteste Gast vom Donnerstag ausführlich gewidmet – und zwar der ehemalige US-Ausminister Anthony Blinken!

00:17:43: Könne Europa noch auf die USA bauen, wurde er gefragt und er hat gesagt das kommt darauf an.

00:17:48: So sehr er sich wünscht dass die USA weiterhin ein starker Partner Europas blieben, rate er den Europäern doch sich nach anderen Partnern umzusehen

00:18:02: die stärkeren, wovon

00:18:06: es in Russland

00:18:09: und

00:18:14: China ist.

00:18:15: In dieser

00:18:15: Sicht können

00:18:18: die

00:18:20: Chinesen ihre Partei machen.

00:18:22: Die Russen

00:18:24: können das tun, wenn sie ihre Partie

00:18:25: machen.

00:18:26: Aber Europa passt

00:18:27: nicht

00:18:27: in diese Forderung.

00:18:29: Und der

00:18:30: einzige

00:18:30: Weg, was er macht, ist, dass er sich an einer größeren Öffentlichkeit

00:18:37: und mehr politischer

00:18:38: Koalition

00:18:41: verabschiedet wird.

00:18:43: Kapitalismus!

00:18:44: Ich

00:18:44: denke, es ist essentiell.

00:18:45: Es gibt viel Geld in diesem Projekt.

00:18:46: Es sind viele jährliche Menschen.

00:18:48: Aber die

00:18:50: Absicht, den Menschen

00:18:54: und

00:18:56: das Kapital zu verabschieden, hat einen Weg zu finden.

00:19:02: Ich glaube, es wird sehr schwer zu kompetieren.

00:19:07: Und die Risiken zwischen der innovativen Maschine von den USA noch

00:19:15: ist... Auch er hat eine ganze Stunde lang Fragen zu den großen geopolitischen Krisenherden der Gegenwart beantwortet, gestellt wurden die ihm von Kate Smage von McKinsey Lonson.

00:19:27: Und ja, der ehemalige Chefdiplomat von Joe Biden hat dabei genauso entspannt und freundlich gewirkt wie Trudeau mit einer Bereitschaft kleine persönliche Anekdoten zu erzählen.

00:19:37: Und ohne auf beidens Nachfolger Trump hinzuhauen hatte man den Eindruck er ist hier gerne und erzählt gerne aus seinen Erfahrungen wenn auch vielleicht eine Spur weniger Bühnen fit und affin als Trudeaux.

00:19:50: Und Stichwort Wettbewerbsfähigkeit, die Europäer, die müssten sich jedenfalls neu erfinden.

00:19:55: Das hat Blinken auf jeden Fall gesagt und er hat sich als Freund Europas bezeichnet und an prägende Jahre seiner Kindheit- und Jugendarinadier in Paris verbracht hat.

00:20:05: Auch er hat gesagt was in den Rhein der IV hier beim Sammel natürlich totaler Krammern sens ist.

00:20:11: Europa müssen beim Aufbau eines Kapitalmarkts weiter tun damit Innovationen finanziert werden können.

00:20:17: Besonders gut angekommen ist auch der Spotlight Talk mit Ex-EU Kommissar Johannes Hahn und Sabine Mauderer, der Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank.

00:20:26: Moderiert von Corinna Milborn die an den zwei Konferenztagen als Master of Ceremonies fungiert hat.

00:20:33: Sabine Mauderer wurde sehr deutlich worum es jetzt gehe.

00:20:36: Wir hätten alle lange genug ständig zur USA geblickt.

00:20:39: Jetzt müsste man nach China schauen das Fitness Center der Welt wie sie es nennt.

00:20:44: Wir stünden vor dem zweiten Chinashock und den würde man in Deutschland bereits stark spüren.

00:21:03: dass global alle relevant unterleben, am chinesischen

00:21:17: Markt dort.

00:21:18: Warum sind sie da?

00:21:19: Weil China

00:21:20: das Fitnesscenter der Welt geworden ist.

00:21:24: So d.h.

00:21:25: unter den Müsken da sein.

00:21:26: Sie sind

00:21:27: aber mittlerweile nicht mehr

00:21:28: da im chinesischem Markt für sich zu entdecken

00:21:31: sondern um dort einerseits sehr

00:21:34: günstig zu produzieren

00:21:36: zweitens auch den technologischen Vorschnitt

00:21:38: mitzunehmen.

00:21:39: Und wir sehen eine Tendenz, die besorgniserregend ist dass immer mehr europäische Unternehmen ihre Produktionsstätten nach China verlagern.

00:21:49: Nicht nur

00:21:50: nach China auch noch andere in anderen Regionen und nicht

00:21:53: um die Absatzmärkte dort zu erobern sondern um dort

00:21:57: zu produzieren

00:21:58: und sie dann wieder nach Europa zu exportieren.

00:22:02: Und das

00:22:03: hat Konsequenzen für unsere Unternehmenslandschaft in Europa.

00:22:09: Sei es Österreich,

00:22:10: sei es die

00:22:10: deutschen Warnung!

00:22:11: Ich glaube ich bin nie ein Freund und bin das nach wie vor nicht von Industriepolitik gewesen.

00:22:18: aber was wir sehen ist dass wir

00:22:20: ungewollt

00:22:21: Gegenstand der Industriepolitiken sind der USA und von China und ich glaube darauf müssen wir auch Antworten finden.

00:22:30: Ja, insgesamt war das ein sehr kompaktes Programm bei der siebenden Auflage des Salzburg-Summit.

00:22:35: Mein Eindruck nach dem Gespräch mit einigen Teilnehmerinnen Justin Trudeau hat eigentlich so gut wie alle beeindruckt und war auf jeden Fall das Highlight dieser jährigen Summit Ausgabe.

00:22:45: Anthony Blinken hat schon deutlich weniger überzeugt.

00:22:48: da gab es sehr unterschiedliche Stimmen wie man seinen Auftritt gefunden hat.

00:22:53: Die undankbarsten Slots auf der Bühne hatten auf jeden fall Exkanzler Karl Nehammer direkt im Anschluss an Blinken und verbunden CEO Michael Strugel gleich nach Justin Trudeau.

00:23:05: Und Minister Wolfgang Hartmannsdorfer, der ließ sich eine kleine Spitze auf den immer noch Wirtschaftskamervien-Chef Walter Ruck nicht nehmen.

00:23:12: Hartmannstorff aus kurzen Impuls hat er mit dem Satz begonnen – schön dass sie es zwischen KWA Frühstück und Sektbranche überhaupt hier hergeschafft haben!

00:23:22: Der Applaus war

00:23:22: auch in

00:23:23: diesem Fall sicher….

00:23:28: Übrigens erst ganz am Ende des langen Gesprächs mit Justin Trudeau hat Interviewer David Bach, den Ex-Premierminister dann ein einziges Mal indirekt auf dessen Partnerin Katy Perry angesprochen.

00:23:41: Nämlich welchen Song der Sängerin eher den Favorisiere und Justin Trudow hat das gesagt?

00:23:59: Wir schließen dieser Folge deshalb mit ein paar takten Musik und sagen Danke fürs Zuhören.

00:24:04: Das war Folge zwei vom diesjährigen Salzburg Summit hier in unserem Podcast, was wichtig ist!

00:24:10: Mehr Berichte zum Nachlesen finden Sie auch auf diepresse.com oder in unserer App von meinem Außenpolitik-Kollegen Thomas Vierge und auf unseren Social Media Kanälen finden sie einzelne Ausschnitte von Trudeau's Auftritt.

00:24:23: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, dann erzählen Sie anderen gerne davon.

00:24:26: Empfehlen sie uns weiter und hören Sie öfter mal in was Wichtiges hinein!

00:24:30: Schönes Wochenende sagt Anna Weiner.

00:24:32: Macht es gut und auf weit!

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