Was macht die Dürre mit den heimischen Feldern?
Shownotes
Die Landwirtschaft leidet sehr stark unter den Auswirkungen des außergewöhnlich trockenen Sommers, Milchbauern sprachen sogar schon von Notschlachtungen, weil ihnen das Futter für ihre Tiere ausgeht. „Mancherorts ist der Mais vertrocknet und die Zuckerrüben sind so groß wie Karotten“, sagt Andreas Pfaller, Referatsleiter für Pflanzenbau bei der Landwirtschaftskammer.
Melanie Klug aus dem Wirtschaftsressort spricht im Podcast über die Auswirkungen der extremen Trockenheit auf die heimischen Felder, die Wirtschaft und den Konsumenten.
Gast: Melanie Klug, "Die Presse" Moderation: Sissy Rabl Schnitt: Audiofunnel/Georg Gfrerer
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00:00:03: Die Presse.
00:00:08: Als Rekord-Dürre-Jahr könnte es in die Geschichte eingehen, heißt das zumindest aus dem Landwirtschaftsministerium vor allem wenn der Niederschlag weiterhin ausbleibt.
00:00:18: Die Landwirtschaft leidet sehr stark unter den Auswirkungen des außergewöhnlich trockenen Sommers.
00:00:24: Milchbauern sprachen sogar schon von Notschlachtungen weil ihnen das Futter für IV ausgeht.
00:00:29: Aber was bedeutet das für die österreichische Wirtschaft und den österreichischen Konsumenten?
00:00:34: Welche Landwirte sind betroffen, und müssen wir gar mit Ausfällen
00:00:38: rechnen?".
00:00:39: Meine Kollegin aus dem Wirtschaftsressort Melanie Kluge hat sich informiert.
00:00:43: Ich bin Sessirabel, Redakteurin für den Chronic-Ressort – und Sie hören die Presse!
00:00:48: Was wichtig ist... Das Thema Trockenheit beschäftigt uns also weiter.
00:00:56: Heute im Podcast Studio zu Gast ist meine Kollegin aus der Wirtschaft Melanie Klaug….
00:01:00: Hallo Melanie!
00:01:02: Du hast dich beschäftigt mit dem Thema Trockenheit und Landwirtschaft.
00:01:06: Vielleicht magst du uns erzählen, die Situation beschäftigt die Bauern ja sehr stark?
00:01:11: Wie sind sie betroffen?
00:01:12: oder wie ist mein Österreich besonders betroffen?
00:01:16: Genau es ist eigentlich nicht nur jetzt die Dürre allein.
00:01:19: also die Beschäftigte bauen natürlich auch aber das hat eigentlich schon für den Frühjahr begonnen weil es war ein sehr... Schräger Staat ins Jahr, wenn man so will.
00:01:27: So hat irgendwie begonnen, dass es schon sehr früh sehr warm geworden ist.
00:01:30: D.h.,
00:01:30: die Pflanze war irrsinnig schnell zu wachsen und sich zu entwickeln.
00:01:35: Und das ist natürlich auch nicht gut für die Pflanzerwester.
00:01:37: Jetzt wird sie viel schneller entwickelt als eigentlich hätte sollen.
00:01:40: Dadurch jetzt auch noch mal sehr viel zum Jahresbeginn durcheinander gekommen.
00:01:43: Und jetzt noch mit der Tür ist er eigentlich nochmal ans drauf, dass die Bauern eben noch sehr herausfordernd quer durch die Bank.
00:01:50: Dazu gibt's auch jemanden, der da verschont is'.
00:01:53: Vielleicht röseln wir es auf an den einzelnen Sektoren.
00:01:56: Die lautesten, die sich beschwert haben waren Milchbauern?
00:01:59: Was ist genau das Problem für die Milchbauern?
00:02:03: Die waren diese Woche sehr laut weil ihnen ein simples aber tragisches Problem als Futter geht aus.
00:02:10: und warum geht Futter aus fragt man sie.
00:02:13: Es ist so dass Heu wird gemäht heues Futter für die Tiere klar Und im Wesentlichen wird in Österreich einfach zweimal die Wiese gemähte.
00:02:22: Sprich zweimal gibt es einen Futterschnitt, so nennt man das.
00:02:25: Das ist das erste Mal passiert so im Mai Juni, der war eigentlich noch ganz gut und der zweite würde jetzt passieren.
00:02:31: Der kann aber jetzt nicht passieren weil jeder, der ein bisschen draußen war sieht dass die diesen braunen Dürren sehr schütter sind und da gibt's nichts zum abmehnen.
00:02:39: selbst wenn da ein paar Grashalmen irgendwo herum stehen mäßt total wenig ab und dann geht halt einfach das Futter aus.
00:02:45: Aber mit dem kalkuliert er auch halt.
00:02:47: Er denkt sich das ja durch und das geht jetzt halt ab weil einfach nichts wachsen konnte, dadurch dass es so heiß war und eben die Wiesen verbrannt sind.
00:02:54: Es war zum anderen die Rede von Notschlachtungen.
00:02:58: deshalb das wirklich Tiere frühzeitig geschlachtet wurden, weil man sie nicht mehr durchfüttern kann?
00:03:03: Ist das ein Problem, das in die Breite geht?
00:03:06: Sind da viele betroffen?
00:03:07: Das ist eine gute Frage!
00:03:08: Das würde mich selber interessieren.
00:03:10: Vielleicht können wir dann zum späteren Zeitpunkt auch noch einmal reden darüber wie vieles wirklich sein werden.
00:03:15: Kann man jetzt sagen... Aber die Tatsache, dass es passiert und passieren muss ist natürlich für jeden einzelnen Bauer schlecht.
00:03:21: Weil wenn er weniger Vieh hat kommt weniger Milch raus und verdient dann weniger am Liter der ohnehin schon sehr billig ist.
00:03:28: also eine gute Rechnung für den Betrieb ist das nicht
00:03:32: Und deshalb fordern die Bauern jetzt auch dreihundert Euro Unterstützung pro Kuh.
00:03:37: Jetzt sind aber ... Viehwirtschaft ist ja relativ gut subventioniert.
00:03:42: Die drei hundert Euro oben drauf sind gerechtfertigt.
00:03:45: Wo sie wird beurteilen können, das sind drei Hundert Euro.
00:03:47: Die sich glaube ich aus dem Katastrophen von euch auch wünschen.
00:03:50: Natürlich kann man das fordern und verstehen natürlich auch die Frage, wenn du sagst, die Landwirtschaft ist subventioniert.
00:03:56: Ich habe jetzt auch mal die Zahlen herausgesucht damit wir das einordnen können und dass es nicht so stehen bleibt.
00:04:01: Es bauen werden so viele Subventionierte.
00:04:03: Das sind große Summen.
00:04:04: Zum Beispiel von dieser GAP, die Geldmengel aus der EU kommt.
00:04:10: Sind es sixhundert achtundsitzig Millionen an Direktzahlungen gewesen?
00:04:14: Dann die ARMA zahlt auch noch Geld für unterschiedliche Programme an unterschiedlichen Bauern für unterschiedlichere Projekte.
00:04:20: Das sind nur zuletzt eins Komma drei vier Milliarden gewesen.
00:04:23: Sind riesige Summen.
00:04:25: Man kann aber nicht sagen... Deswegen ist jetzt jeder Bauer ganz bestimmt wirtschaftlich.
00:04:31: Das sind Geträge, die ein Bauer kriegt für große Flächen.
00:04:34: Jetzt wenn es einen kleineren Milchbauern hat, der jetzt irgendetwas, was sich kühlreicht hat... Für den ist das ein bisschen anders wie für einen Großbauern, bei dem man Notschlachtung vielleicht nicht so schlimm ist als beim Kleinen.
00:04:47: Vielleicht gehen wir noch auf den anderen Sektor, der betroffen ist?
00:04:50: Wie steht's denn um die Gemüsebauern?
00:04:52: Sind sie genauso betroffen in ihrem Ernteertrag?
00:04:57: Die sind herausgefordert auf eine andere Art.
00:04:59: Mittlerweile wird schon viel mit Bewässerungsanlagen und so gemacht, aber nicht jeder hat Bewässerungsanlagen weil es nicht immer notwendig ist, soviel bewässern zu müssen.
00:05:08: Also die, die an der Bewässersanlage haben, die laufen da gerade auf Hochtouren, da kann man sie sicher sein.
00:05:13: Und die Gießen müssen aber keine solche Anlage haben.
00:05:16: für die gibt's jetzt auch zusätzlich ein Acht Schicht.
00:05:20: Das ist so, wenn wir jetzt durcharbeiten müssten.
00:05:22: Wir machen zwei Tagesschicht und dann machen wir plötzlich noch spontan eine Nachtschicht und gießen dort.
00:05:26: das Zärt natürlich nach ein paar Tagen, weil auch sehr an der Substanz...
00:05:29: Sind es bestimmte Sorten die betroffen sind?
00:05:32: Wo man vielleicht sogar mit Ausfällen rechnen muss?
00:05:35: Ich glaube, eine komplett fällt keine Sorte aus aber es gibt keine Sorge, die nicht betroffen ist von einer Trockenheit.
00:05:41: eben unterschiedlich
00:05:43: also
00:05:43: durch die Bank ist es natürlich ein Thema Und unterschiedlich gehen halt die Bauern damit um.
00:05:48: Wir dürfen auch nicht vergessen, der Bau ist irgendwo auch eine Rufe auf seinem Feld.
00:05:52: Also wortwörtlich!
00:05:55: Wo jetzt noch ein bisschen Bank sind?
00:05:57: Das sind diese sogenannten Herbstkulturen, die wachsen im Grad nach.
00:06:00: Das ist der Meister auf dem Fächtenresten, das ist die Zucker rüber... Die teilweise wurde mir berichtet, dass es eine Zucker rübe gibt, die so groß wie eine Karotte ist.
00:06:08: Eine Zucker rube ist eigentlich so groß als eine Sellerignale ungefähr.
00:06:12: Also das sind teilweise tragische Ernten, aber grundsätzlich wissen die was sie tun.
00:06:19: Das sind Profis und die schauen dass sie so viel wie möglich eben noch rauskriegen oder die die Ernte so gut wie möglich noch retten können.
00:06:26: Es ist ja jetzt doch falsch zu glauben Ja also wenn Regen braucht man jetzt auch nicht mehr hoffen weil selbst wenn es jetzt noch regnet dann ja regnen.
00:06:34: also holt sich die Pflanze vielleicht nach und treibt noch neu aus.
00:06:37: das was aber jetzt noch neu austreibt Das wird einfach nicht mehr reif in der Saison, das ist zum Vergessen.
00:06:43: Es klingt jetzt mehr des Tourettes als da.
00:06:47: Wie schaut es aus mit den Schädlingen?
00:06:48: Was tut das Klima in dem Bereich?
00:06:51: Wir mögen die Schädlinge warmes Wetter sehr und gerade sich die Pflanzen noch nicht so gut ausbregen können wie bei sensibleren Pflanzen wie Salat oder Jungzwiebeln.
00:07:02: Da kann dann der Schädeling viel anrichten weil ein Schädelung wird immer schwerer.
00:07:05: wenn eine Pflanze stark und ausgewachsen ist Dann ist in Ordnung, man kann die den Schädlingen quasi abwerfen oder können dem Schädling davon wachsen.
00:07:14: Ist schwieriger wenn die Pflanze da Schwierigkeiten hat sich zu entwickeln.
00:07:17: also da war die Anfangsphase besonders schwierig.
00:07:19: aber ja leider Schädlings lieben warmes Wetter.
00:07:23: Vielleicht gehen wir zu den Konsequenzen über Zuerst auf das Individuum was das interessiert ja jeden?
00:07:28: Was bedeutet das für mich als Konsumentin?
00:07:31: So schnell wird es auf den Preis nicht durchschlagen.
00:07:34: Jetzt kann es natürlich sein, dass weniger Kartoffeln z.B.
00:07:36: in Niederösterreich.
00:07:37: Da werden viele Kartoffel angebaut und da kann es sein.
00:07:39: Dass weniger Kartofeln rauskommen bei der Ernte aber bekommen auch ... Man muss das ein bisschen größer betrachten.
00:07:46: Die kommen aus einem Jahr heraus mit einer sehr guten Ernte.
00:07:48: also voriges Jahr wurde sehr viel geerntet.
00:07:50: Da ist sehr viel noch im Lager.
00:07:52: Wir essen ja nicht alles so frisch.
00:07:54: vielleicht glauben.
00:07:55: Das ist für sich gut!
00:07:57: Vielleicht werden Kartoffeln oder Sorteurer zum jetzigen Zeitpunkt, ist es auch noch zu früh das zu sagen.
00:08:02: Aber es wird überhaupt keine preissprünge Preisexplosionen oder sonst was geben.
00:08:06: und was wir selber nicht ausgleichen können, es gibt ja immer einen Weltmarkt.
00:08:09: Es produziert die ganze Welt und in anderen Orten der Welt lief die Ernte ja auch gut bei unterschiedlichen Sachen.
00:08:14: also wie haben wir Gott sei Dank ein Welthandel, der da auch nochmal Büsel alles im Balance halten kann?
00:08:20: Das heißt auch für die österreichische Wirtschaft ist das ja jetzt nicht außergewöhnlich schlecht gerade im Landwirtschaftssektor?
00:08:29: Es ist nicht alarmierend.
00:08:32: Jetzt bist du schon auf den internationalen Markt gekommen, es ist noch jemand betroffen von diesen klimatischen Veränderungen.
00:08:40: Also am meisten natürlich von den klimatischen Veränderungen ist die ganze Welt betroffen, auch unterschiedliche Art.
00:08:44: Jetzt hat es heute eben die EU und Europa mit der Dürre sehr stark getroffen.
00:08:49: Es ist aber nicht so das auf der ganzen Welt jetzt zu einem Erntekollapskont, der mir die Getreide zum Beispiel angeschaut wieder die Berichte bis jetzt ausgefallen sind.
00:09:01: Europa schaut natürlich durch diese flächendeckenden Türen nicht so gut aus heuer, aber in anderen Regionen ja auch auf Osten oder Westen.
00:09:08: Da gibt es gute Ernteerträge und da ist zum Beispiel genug Getreide da.
00:09:12: also du willst weder einen Erntekollaps noch ein Preiskollax geben.
00:09:15: das hält sich im Rahmen und damit wird der Preis wahrscheinlich auch jetzt nicht explosionsartig ansteigen.
00:09:21: Und again Es hat einfach im Jahr war ein Ja der guten Ernte, kann man sagen.
00:09:27: Und das heißt die Staaten von einem hohen Niveau und es kann dann schon ausgeglichen werden.
00:09:32: Wo auch die Welt aber jetzt schaut ist eben dieser Elmimio dieses Klimafänomen, dass eben ein Regen- und Türe gleichermaßen bringt vor allem in dem Raum rund um den Äquator.
00:09:41: Das ganze Beispiel Türe in Nordeuropa, Indien oder Australien bringen oder eben sehr starken Regen nach Südeuropa oder eben an die amerikanische Westküste.
00:09:50: also da ist eben noch viel offen wie's dann eben weitergehen wird Und wie stark der eben ausfallen wird.
00:09:56: Das heißt, die landwirtschaftlichen Prognosen für das restliche Jahr sind es schwer zu treffen?
00:10:02: Oder gibt's da irgendwelche Ausblicke?
00:10:05: Die Ausblicken kommen jetzt in den nächsten Wochen.
00:10:08: Da wird dann der Ausblick für die kommenden Monate gemacht.
00:10:10: aber weil sich das Wetter auch so stark ändert, geht es immer noch schrittweise gemacht also bis jetzt.
00:10:16: Wie Sie sie machen teilen hier in Europa eine Türe sehr drastisch, aber im Gesamten noch okay Also eben noch nicht alarmierend.
00:10:25: Möge es hoffentlich so bleiben!
00:10:27: Alles klar, dann vielen Dank für diese Einordnungen Melanie und hoffentlich bis bald im Studio!
00:10:32: Bis bald!
00:10:38: Das war's aus dem Studio in der Heilenburger Straße.
00:10:41: Mehr zum Thema lesen Sie auf diepresse.com.
00:10:44: Ich hoffe sie kommen heute nicht mehr ins Schwitzen und wünsche Ihnen einen schönen Tag.
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