Projekt Kampwald: Ein Nationalpark zwischen Stausee, Naturschutz und Politik Teil 2

Shownotes

Von Christine Mayrhofer. Zwischen Zwettl, Allentsteig und Krumau im Waldviertel soll rund um den Kampwald und die Kampseen in den kommenden Jahren Österreichs siebter Nationalpark entstehen. Unter dem Arbeitstitel „Nationalpark Kampwald“ sind dort rund um das Dobratal bereits erste Gebiete unter Schutz gestellt.

 So weit die offiziellen Pläne. Ein Zusammenschluss verschiedener NGOs schlägt als Plattform „Nationalpark Kamptal“ vor, auch noch das Mittlere Kamptal in die Planung miteinzubeziehen. Doch die Diskussion, die darüber geführt wird, ist kompliziert. Warum sorgen ausgerechnet die Flächen im Mittleren Kamptal für hitzige Diskussionen? Bis wann und wie wäre die Umsetzung eines Nationalparks eigentlich realistisch? Und wollen das eigentlich die Waldviertlerinnen und Waldviertler?

In einer Doppelfolge von „Was wichtig ist“ gehen wir den Fragen auf den Grund, wieso ausgerechnet in dieser Region ein Nationalpark entstehen soll, und fragen nach, wie das Projekt gerade läuft und woran es eventuell noch scheitern könnte.

Moderation: Christine Mayrhofer Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger Mehr zum Thema:

Der Beitrag ist mit Unterstützung eines Stipendiums des Netzwerk Klimajournalismus entstanden.

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Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:05: Die Presse.

00:00:10: Irgendwo im Waldviertel zwischen Kampfsee und Kampptal erklärt Naturfotograf, Buchauter und Naturschützer Matthias Schickhofer mir seine Vision vom zukünftigen Nationalpark.

00:00:23: Wenn man den Nationalpark wirklich will, dann braucht man das mittlere Kanton dazu.

00:00:27: Und da sollte man mit den Ausreden ausführen, weil es hat der Zeitlang auch geheißen ein Nationalpark, der so dem Zweisorteil komplexe umfasst.

00:00:34: Das geht ja gar nicht!

00:00:35: Natürlich geht das.

00:00:38: Zwischen Zwettel und Chromau, rund um den Dobra-Stausee soll im nördlichen Waldviertel Niederösterreichs dritter Nationalpark entstehen.

00:00:47: Jetzt hat ja auch die Fläche hier schon zwei Teilkomplexe.

00:00:50: Die Fläche, wo wir jetzt gerade stehen, also rund um das Dobratal ist auch zusammenhängender Komplex mit teilweise mit Naturzone, mit Management, wo man sagt es wird volle Naturzone dann in dreißig Jahren.

00:01:02: Dann gibt's den Dopa-Stase mit der Bundesstraße.

00:01:06: Die andere Teilzone da oben ist einmal durch eine Stasse und eine Bundesstraße getrennt.

00:01:12: Das kann keine durchgehende Naturzone sein, weil dort dazwischen einfach kein Natur ist.

00:01:18: Hier haben wir schon mit zwei Teilzonen.

00:01:20: Weil die Teilzone hier würde runtergehen bis fast nach

00:01:22: Grumau.".

00:01:23: So

00:01:23: weit – die offiziellen Pläne.

00:01:25: Ein Zusammenschluss verschiedener NGOs schlägt als Plattform-Nationalpark Kampthal vor auch noch das mittlere Kamphtall in die Planung miteinzubeziehen

00:01:35: Und dann hält mein Grumel in Unterbrechung, wo dann der Stasi ist und dann abwegescheitert könnte man dann noch einmal zwei große Naturzonen machen.

00:01:44: Da geht bei Steinecke eine Straße durch, da müssen wir nochmal unterbrechen und sozusagen dann weiter unten bis nach

00:01:50: Rosenburg.".

00:01:53: Warum sorgen ausgerechnet die Flächen im mittleren Kampftal für hitzige Diskussionen?

00:01:58: Bis wann und wie wäre die Umsetzung eines Nationalparks eigentlich realistisch?

00:02:05: Wollen das eigentlich die Waldviertlerinnen und Waldvierter?

00:02:09: Mein Name ist Christine Meyerhofer.

00:02:11: Und ich habe mich rund um die Kampseen- und Entlang des Camps auf Spurensuche begeben.

00:02:21: Wegscheit am Kampf, fünfzehn Kilometer weiter östlich – eine Kapelle ein kleiner Parkplatz, ein alter Gasthof der als Geheimtipp in der Gegend gilt!

00:02:31: Von hier aus führt ein Weg flussabwärts den Kampf entlang mitten in einer der ursprünglichsten Naturlandschaften Österreichs, der sogenannten Kampptall Wildnis.

00:02:47: An den steilen Uferhängen des Krampf finden sich Schluchtwälder.

00:02:51: besonders gut sehen kann man sie wenn man sich mitten an den Kampf stellt.

00:03:02: Der kannte halt trotzdem für, dass sich gerade heraus eine frische Temperatur hat.

00:03:08: Vorher ist ein Althang mit so alten dicken, dickkronigen Bäumen und das habe ich einen Linden gemacht.

00:03:18: Das wäre hier der Prioritätsgeschütz

00:03:20: dabei.".

00:03:21: Alte Linden, Buchen- und Ahornbäume haben sich aufgrund der Hanglage über hunderte Jahre gehalten – heute sind sie ökologisch wertvoller Lebensraum!

00:03:31: Jetzt sieht man natürlich die riesigen alten Bauern, diese Buchen sind abgestorben weil da Biber sie angeneckt hat.

00:03:38: Der hat sich gedacht ... Schauen wir mal, wie haben die Buches so verabredet?

00:03:42: Die brauchen aber lange bis die umfallen.

00:03:44: Ist offensichtlich nicht gelungen?

00:03:45: Das ist nicht gelogen.

00:03:46: Da stehen zwei sehr alte Buch mit viel Zunterschwemmen, die werden es langbrauchen bis die Umfallen

00:03:52: und solange sie

00:03:52: stehen, sehen die natürlich wertvolls das Habitat.

00:03:55: Das ist eine Art Gemeindebrau für ganz viele Bewohner her.

00:04:02: Eine Großwohnanlage Und die Fläche hier unterscheidet sich optisch von einem rumänischen Urwald nicht.

00:04:10: Also da sind wir wirklich auch in einem ganz, ganz wilden Bereich unterwegs.

00:04:15: Das ist wieder der Steilhang – das ist der Braalhang, der Kamp.

00:04:18: So dass er trifft auf den Hang und hat ihn im Laufe der Zeit immer weiter ausgeschürft.

00:04:23: Dadurch entstehen da so fäsige Steile abhänge.

00:04:26: Da war die Potschnur zu schwierig und das waren die alten Wetterheiten frei.

00:04:32: Von offizieller Seite zeigt man sich für Vorschläge der Gebietserweiterung zwar offen, bleibt aber reserviert.

00:04:39: Thomas Knoll, jener Landschaftsplaner, der mit seiner Beratungsfirma mit den weiteren Arbeiten zur Entwicklung des Nationalparks beauftragt ist hat mit mir darüber gesprochen.

00:04:49: Jetzt gibt es quasi den offiziellem Vorschlag für den Nationalpark Kampau und jetzt haben sie ganz viele NGOs und auch Naturschutzexpertinnen gemeldet Mit der Idee, man könne ja das mittlere Kampfteil da noch Gebiete dazunehmen.

00:05:04: Inwieweit ist man da im Gespräch oder ist nicht das im Konzept irgendwie aufgegriffen?

00:05:08: Was ist da der Stand?

00:05:10: Ja, das habe ich angesprochen!

00:05:11: Das ist Teil unserer Überprüfungen und Planungen.

00:05:15: Wir gehen da ergebnisoffen hinein.

00:05:17: wir freuen uns über Vorschläge von Fachleiten, von NGOs.

00:05:21: Wir haben da keine Berührungsängste.

00:05:24: es ist nur so dass wird zwei Dinge klarstellen.

00:05:28: Erstens, wir wollen keine Grundbesitzer überfallen und überfordern mit unseren Wünschen nach einem Nationalpark weil es ganz unterschiedliche betriebliche Situationen gibt.

00:05:39: das kann ein Betrieb in eine ganz andere Richtung sich entwickeln und dann will er halt nicht.

00:05:43: ja also was wir absolut ablehnen ist eine zwangsgebeglückung von Grundbesitzern und da sind wir vorsichtig.

00:05:50: Anders als im Dobratal gibt es im mittleren Kampptal nicht ein paar wenige Grundbesitzer einer großen zusammenhängenden Fläche, sondern verschiedene private Grundbesitzer deutlich kleinerer und unzusammenhängender Flächen.

00:06:05: Und dann wird da natürlich noch das liebe Geld – denn eine Fläche unter Schutz und somit außer Nutzung zu stellen dafür braucht es immer auch eine entsprechende Entschädigung!

00:06:16: Und wir wollen uns auch nicht hinein manövrieren lassen in schwierige Verhandlungssituationen, wo wir von Flächen abhängig sind.

00:06:24: Die der Grundbesitzer nicht freiwillig bereitstellt gegen Abgeltung.

00:06:28: Deswegen sind wir ein bisschen vorsichtig.

00:06:31: Wir prüfen den Ergebnis offen aber immer mit dem Hinweis nur wenn der Grund Besitzer dabei sich wohlfühlt und sich als Partner auf Augenhöhe empfindet.

00:06:41: Also eine schwierige Verhandlungssituation und eventuell hohe Kosten für die öffentliche Hand?

00:06:48: Matthias Schickhofer widert in einer ordentlichen Entschädigung vielmehr eine Chance für viele Fast-Betriebe.

00:06:54: Und eigentlich wäre es sinnvoll aus ökologischen Gründen, als sozialpolitischen Gründe aber auch als wirtschaftlichen Gründen mehr weil die großen Besitzer dort haben, die haben Glöster und Schlösser, die alle für Geld kosten.

00:07:08: Und wenn man das mit einem Nationalpark sozusagen, mit zusätzlichen Mitteln auch als Informationszentrum und so weiter ausbaut dann könnte da auch Wertschöpfung entstehen.

00:07:19: Beziehungsweise diese Steinhangenmeller im mittleren Kamptal die in wirklich Naturschutzfache zu den wertvollsten in Österreich gehören Die sind aus der wirtschaftlichen Perspektive kaum interessant.

00:07:29: Das sind Gänzertagesflächen oder Wenn man das Holz darauf sieht kostet es mehr aus meinem Verdient damit.

00:07:35: Deshalb Naturschutz ist wahrscheinlich wirtschaftlich auch die Besserüberwehrante.

00:07:40: Weil da kriegt man ein Geld fürs Nichtstun und das gibt es eigentlich in der normalen Wirtschaft

00:07:45: nicht.".

00:07:45: Nicht nur die unwirtlichen Hanglagen im Kamptal erschweren eine forstwirtschaftliche Nutzung der Wälder, auch der fortschreitende Klimawandel erschwert die wirtschaftliche Situation vieler Forstbetrieber im Waldviertel.

00:07:58: Und vor diesem Hintergrund wäre eine Einigung auf einem größeren Schutzgebiet Zum Benefit der Natur, zum Benefit des Menschen und vor allem auch zum Benefieter Großgrundbesitzer.

00:08:07: Ja eigentlich sinnvoll!

00:08:08: Aber das ist halt eine zyrologisch vermutlich Geschichte und daher ist es sehr schwierig diesen Diskurs

00:08:13: zu

00:08:13: führen.".

00:08:15: Wie schwierig ist der Diskurs wirklich?

00:08:18: In Horn treffe ich Markus Hoyos – einen der Grundbesitzer aus dem mittleren Kantal um mit ihm über seine Sicht der Dinge zu sprechen.

00:08:26: Einem Nationalpark steht der Forstwirt wie er sagt neutral gegenüber.

00:08:31: Ich habe jetzt nicht wirklich spezifische Meinung für oder gegen.

00:08:36: Ich finde es immer gut, wenn das Land oder der Bund sagt wir wollen irgendetwas unterschutzstellen und sind bereit dafür Geld in die Hand zu nehmen um da hier auch eine Entschädigung zu zahlen.

00:08:51: weil das muss ganz klar sein Wenn man von Grundeigentümern will dass sie etwas unterschutz stellen dann muss man ihnen eine faire Entschädigung zu haben.

00:09:03: Und zwar nicht eine einmalige, sondern es muss eine jährliche Entschätigung

00:09:08: sein.".

00:09:09: Die Zukunft seiner Wälder macht auch Markus Heuers Gedanken.

00:09:14: Anstelle auf ein Angebot Teil des Nationalparks zu werden und zu warten und zu hoffen, geht er eigene Projekte an – und versucht etwa Eichen-und Fichten mit anderer Genetik vom Balkan in seine Wälden zu holen.

00:09:29: Jetzt weitere Gedanken und denke lieber darüber nach, woher ich mein Artgut kriege und wie ich wirklich einen klimafitten Wald aufbauen kann.

00:09:39: Und will nicht bewahren etwas was auf Dauer nicht so bewahren ist sondern möchte machen wir Gedanken wie kann ich auch im Kampfteil die Waldgesellschaften verändern um in Zukunft dort glücklich zu sein damit?

00:09:57: Und ich glaube, das ist das

00:09:58: Wesentliche.".

00:09:59: Seine Wälder sind für Hoyos in erster Linie bewirtschaftungsflächen.

00:10:03: Ein mögliches Einkommen aus dem Wald könnte aber vielfältig ausschauen – er kann sich etwa auch einen Handel mit CO²-Credits oder Biodiversitätsgutschriften vorstellen!

00:10:24: Also haben wir einen Vertragsnaturschutz und bekommen ein Geld dafür, damit wir auch leben können.

00:10:32: Und unsere anderen Aufgaben machen können.

00:10:35: aber es können genauso gut die erneuerbaren Energien eine alternative Einkommensquelle

00:10:42: sein.".

00:10:44: Ein umfassender Nationalpark Kampptal wie ihn die gleichnamige Plattform sich wünscht hätte noch einen weiteren Nebeneffekt.

00:10:53: Denn auch wenn ein Nationalpark nach wie vor Zukunftsmusik ist, sind aktuell viele der wertvollen Naturnahnhänge im Kampthal bereits unterschutzgestellt.

00:11:02: Sie sind – nach europäischem Recht – Naturer zweitausend Gebiete.

00:11:07: Das bedeutet, dass eine Nutzung in diesen Gebieten nur erlaubt ist, sofern sich die Lebensräume dadurch nicht verschlechtern oder geschützte Arten nicht gestört werden.

00:11:17: In der Vergangenheit haben Schlägerungen im Kampfteil deswegen auch schon zu einem nach wie vor andauernden Rechtsstreit geführt.

00:11:27: Wie ihr immer weiter, wie ihr immer bewirtschaftet habt, das könnt ihr weitermachen.

00:11:50: Das hat überhaupt keine

00:11:52: Bedeutung.".

00:11:53: In Niederösterreich den Eindruck habe ich in einigen Gesprächen bekommen – macht man sich nicht gerade beliebt wenn man dem Begriff Natura zweitausend fallen lässt.

00:12:12: sind wir alarmiert über jede Äußerung, aber macht sich nichts draus.

00:12:17: Das merkt sie ja gar nicht und das sind diese ganzen bürokratischen Auflagen, die man hat, die wir sehr wohl merken, die immer schlimmer werden.

00:12:26: Aber das ist nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im täglichen

00:12:31: Leben.".

00:12:31: Mit Natura-二 Tausend Gebieten ist niemand zurecht zufrieden.

00:12:35: Nutzungseinschränkungen sind oft unklar – finanziellen Ausgleich gibt es keinen!

00:12:40: Andererseits wird gerade da oft nicht genau hingeschaut, was dort tatsächlich passiert und welche Auswirkungen es auf die Natur hat.

00:12:53: Und das ist nachvollziehbar.

00:13:12: Das ist eindeutig nachvollziebar und es wurde in Geld versprochen, was für die meisten Bauern ein wichtiges Thema ist, weil die sind nicht reich im Voltviertel.

00:13:20: Und das kam aber nie.

00:13:22: Stattdessen haben sie den Eindruck, dass alles verboten ist – was nicht stimmt!

00:13:26: – de facto wird sie nicht exekutiert, also im Grunde ist nichts verboten.

00:13:29: Aber es kann sein, dass irgendein Bürogat auf Bezirks- oder Landes eben auf die Idee kommt, irgendwie eine Schwierigkeiten zu machen und das ist halt die Angst.

00:13:38: Ein Nationalpark-Kampftal mit strengem Schutzgebiet würde auch in dieser Sache Klarheit bringen.

00:13:48: Mit dem

00:14:02: Wechsel von Ludwig Schleritzko, Ideengeber des Nationalparks von der Landespolitik in die Privatwirtschaft scheint jedenfalls eine treibende Kraft, die dafür gekämpft hat weggefallen zu sein.

00:14:14: Noch dazu in Zeiten des Sparzwachs – Naturschutz ist sowieso schon nicht überdottiert!

00:14:19: Mit besonders teuren Projekten läuft man Gefahr sich unbeliebt zu machen.

00:14:24: Für Matthias Schickhofer steht jedenfalls mehr auf dem Spiel als nur ein regionales Entwicklungsprojekt.

00:14:31: Es geht auch um das Thema Ökosystemsicherheit.

00:14:35: Wie gestalten wir unsere Landnutzung, dass wir in Zukunft Ökostemfunktionen wie Wasser, Landschaftskühlung, Bodenschutz, Erosionsschutz, Hochwasserschutz, Sauerstoffproduktion und all diese Kohlenstoffabsorption- und Einlagerfunk bis hin zu Tourismus- und Erholungsnutzen?

00:14:55: Das sind alles Ökossystemfunktione, die sind wichtig!

00:14:58: Und das ist nicht nur ein Hobby, dass wir dann mit den letzten zehn Millionen aus einem Budget von vier bis sechs Milliarden machen.

00:15:04: Wenn uns noch etwas überbleibt – weil im Moment ist Naturschutz ein Hobby!

00:15:09: Sondern es ist systemrelevant.

00:15:11: Ohne Wasser haben wir massive Probleme und ohne Wald haben wir kein Wasser.

00:15:16: Und wenn man die Wälder nicht Natur näher gestalten, werden sie eingehen.

00:15:20: Ja?

00:15:21: Und wenn wir nicht die letzten Naturwäldern schützen auch wegen der Genetik, die Sie uns bieten, dann werden wir die restlichen Wälden nicht wetten können.

00:15:28: Das ist eine Kaskade.

00:15:29: Für andere wieder steht eher die Regionalentwicklung touristischer und wirtschaftlicher Natur im Zentrum, Landschaftsplaner Thomas Knoll?

00:15:48: mit zunehmend das Kepsis beachtet.

00:15:59: Auf das müssen wir aufpassen, dass wir nicht zu vielen Aufgaben uns beladen, die mit der Kernaufgabe der Nationalparkentwicklung wenig zu tun haben und damit den Leuten am Nerven gehen.

00:16:11: Die Kernaufgabe eines Nationalparks in der Entwicklung ist, der Region möglichst positive Entwicklungen zu zeigen und ihnen möglichst wenig am Nerv zu gehen.

00:16:23: Aber du duscht es schon an?

00:16:24: Da sind zentrale

00:16:25: Aufgaben drin.

00:16:26: Ja, aber wenn wir mit dem Naturschutz sozusagen so ausgreifend tätig sind, dass wir den Leuten Sorgen und Ängste machen, dann werden wir das Projekt nicht

00:16:35: umsetzen.".

00:16:36: Ein vom Land aufgesetztes Personenkomitee soll das Projekt Nationalpark im Waldviertel unter die Leute bringen.

00:16:43: Lokalpolitiker, regionale Multiplikatorinnen aus Tourismus und Wirtschafts sind gefragt der Region ihren Nationalpark schmackhaft zu machen Und mit dem an das Schutzgebiet im Dobratal angrenzenden Truppenübungsplatz Allensteig hat man bereits einen zentralen Verbündeten gefunden.

00:17:02: Auch die Stimmung im Komitee ist zuversichtlich, wie mir mehrere Mitglieder erzählt haben.

00:17:08: Doch als ich mich in Rastenfeld bei Ortenstein umhöre – wie denn der geplante Nationalpark bei der Bevölkerung ankommt – möchte niemand mit mir sprechen!

00:17:17: Darf ich Sie fragen, wie Sie das finden?

00:17:20: Dass sie da in der Gegend der Nationalpark herkommen soll.

00:17:23: Findest du es sehr gut oder ... Ich hab mir mit dem Dämonogorther so einander gesetzt!

00:17:27: Eine Frau die seit Jahren im Tourismus arbeitet erzählt mir nur bei ausgeschaltete Mikro dass sie von einem Nationalpark wenig hält Er bringe nur Auflagen und Ärger mit der hiesigen Bevölkerung.

00:17:40: Einen Tourismus wie in Salzburg- oder Tirol wolle man im Waldvierteln nicht.

00:17:44: Die Waldviertler Naturschätze, die seien besser aufgehoben.

00:17:48: Wenn man sie nicht für alle Welt ausschildere.

00:17:51: Schaut also ganz so aus als hätten Land, NGOs und Personenkomitee noch etwas an Überzeugungsarbeit zu leisten.

00:18:02: Einmal noch zurück zum Kamp.

00:18:04: Diesmal hoch oben über dem Kamptal auf der Ruine Schauenstein nahe dem Ort Krog.

00:18:09: Das ist der Blick da ist.

00:18:13: Die Waldfurt ist relativ unique!

00:18:19: Der Kampf schlängelt sich durch die bewaldeten Hänge.

00:18:23: Keine Straße, kein Stromast und kein Gebäude im Blickfeld.

00:18:27: Da unten ist auch eine wenige Art im Waldviertel, wo keine menschlichen Nutzungsspuren sichtbar sind.

00:18:31: Das einzige was man sieht ist der Weg, also beim Müschen zu begehen oder da liegen umgefallenne Baumstämme und Steinbrocken etc... Die Wälder hier sind sehr urwaltig ähnlich.

00:18:42: Der wird sich mit Eschen ... Da sind viele schon gestorben, da ist ein Piz und das Echentriebsterm.

00:18:48: Die liegen jetzt gerade zum Quer, gibt es viel Totholz.

00:18:51: Es gibt auch resistente Echen wenn man sieht.

00:18:54: Das sind einige ältere die aufmerkundig den Piz in Schach halten können und das überleben.

00:19:02: Ja, da unten tost der Kampel runter mit der Charakteristik eines Wildflusses.

00:19:09: Der ist zwar obergestaut d.h.

00:19:10: die Temperatur usw.

00:19:12: ist beendflustig durch die Stahlhaltungen aber sozusagen von Flussgestalt ist das hier im Wildfluss.

00:19:18: Ich muss zugeben, so einen Anblick hätte ich dem Waldviertel nicht zugetraut.

00:19:23: Das ist schon ein Bolanblick?

00:19:27: Ja, das ist ... So stellt man sich wie Nationalpark und der Anfestzeichen vor.

00:19:31: Wenn man es genau nimmt, gehen die Vorstellungen von einem Nationalpark aber auseinander.

00:19:36: Wir können ja nicht wünschen, dass was spielt.

00:19:39: Es ist einfach eine fehlerhafte Vorstellung Von Entwicklung eines Großprojektes, dass wir uns einfach wünschen können welche Flächen wir kriegen und die wir dann einfach kriegen.

00:19:50: Das ist nicht so sondern da hängen engste Grundbesitzer Überlegungen an und man wird sehen welche Fläche man bekommt und dann wird man sehen wie man damit arbeitet.

00:20:01: aber wir können nicht in die Landschaft gehen und uns sozusagen die Rosinen rauspicken und glauben das wir damit erfolgreich sind.

00:20:09: Da sitzen Grundbesitzern die ihre eigenen Entscheidungen treffen und das ist auch gut so.

00:20:14: Also Planung funktioniert so

00:20:16: nicht.".

00:20:17: Bei welcher Vorstellung man am Ende, wenn überhaupt landen wird, ist wohl nicht nur eine Frage des Wollens und des Miteinanders sondern auch eine Frage der Geldes.

00:20:27: Die aktuelle Konzeptionsphase soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

00:20:40: Final weiß ich nicht, aber ja.

00:20:41: Der nächste Entscheidungshorizont ist dann, nachdem die fachlichen Vorschläge am Tisch legen werden.

00:21:10: Bis dahin soll klar werden, wie viel der Nationalpark kostet.

00:21:15: Was er der Region bringt?

00:21:17: und unter welchen Umständen die Weltnaturschutzorganisation IUCN überhaupt eine Zertifizierung vornehmen würde.

00:21:30: Der Beitrag ist mit Unterstützung eines Dependiums des Netzwerk Klimaschonalismus entstanden.

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