Dürre in der Landwirtschaft: „Längerfristige Hilfe nur mit Anpassung“

Shownotes

Verkümmerte Kolben beim Mais, fehlendes Futter fürs Vieh und Zuckerrüben so groß wie Karotten: Die „historische Dürrekatastrophe“ des heurigen Jahres, wie die Hagelversicherung einordnet, verursachte bisher rund eine Milliarde Euro Schaden für Österreichs Landwirtschaft.

Politisch verhandelt die Bundesregierung darüber, wie entsprechende Dürrehilfen für betroffene Betriebe ausschauen können – und vor allem woher das Geld dafür kommen soll, Banken springen bereits mit zinsfreien Schadenskrediten ein.

„Eine längerfristige Hilfe funktioniert nur mit Unterstützung der Anpassung“, meint dazu Franz Sinabell, Experte für Agrarökonomie am Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo. Er erklärt in dieser Folge, wie Betrieben ökonomisch sinnvoll geholfen werden kann, welche Auswirkungen die Schäden in der Landwirtschaft auf Lebensmittelpreise haben könnten und wie sich die Landwirtschaft in Zukunft verändern muss.

Gast:Franz Sinabell, Wifo Moderation: Christine Mayrhofer Schnitt: Audiofunnel/ Dominik Lanterdinger Mehr zum Thema: >>> „Historische Dürrekatastrophe“: Eine Milliarde Euro Schaden für Österreichs Landwirtschaft >>> Banken bieten Bauern zinsfreie Schadenskredite als Dürrehilfe an >>> Mehr Rinderschlachtungen durch Dürre: Preis könnte 2027 steigen >>> „Zuckerrüben so groß wie Karotten“: Die Bauern kämpfen gegen die Dürre

Alle Presse-Podcasts gibt es jetzt gebündelt auf [YouTube] /(https://www.youtube.com/@DiePressePodcasts)) Abonnieren Sie uns dort. Schreiben Sie uns an: podcast@diepresse.com

Wenn Sie noch mehr von uns hören wollen, hier finden Sie alle unsere Podcasts [www.diepresse.com/player] (https://www.diepresse.com/player/?utm_source=podigee&utm_medium=podcastshownotes))

Transkript anzeigen

00:00:02: Die Presse

00:00:09: Meist, der nicht mehr kommt, fehlen das Futter fürs Vieh und Zuckerrüben so groß wie Karotten.

00:00:15: Die historische Türerkatastrophe des heurigen Jahres verursacht laut Taglversicherung rund eine Milliarde Euro Schaden für Österreichs Landwirtschaft.

00:00:25: Mein Name ist Christine Meyerhofer – und das ist was wichtig isst der tägliche Nachrichten-Podcast der Presse!

00:00:31: Die Politik verhandelt, die Banken preschen vor und viele landwirtschaftliche Betriebe sind in Bedrängnis.

00:00:38: Wie kann ihnen ökonomisch sinnvoll unter die Armwork gegriffen werden?

00:00:41: Welche Auswirkungen haben die Schäden auf Lebensmittelpreise?

00:00:45: Und wie muss sich Landwirtschaft in Zukunft verändern?

00:00:49: Darüber habe ich mit Franz Sinabel Experte für Agrarökonomie am Wirtschaftsforschungsinstitut wie vorgesprochen.

00:00:59: Guten Tag Herr Sinabel.

00:01:00: Grüß Gott

00:01:01: Herr Sinabel, die Türe, die Österreich in den letzten Monaten heimgesucht hat, die hat eine Milliarde Euro Schaden in der heimischen Landwirtschaft hinterlassen und in der Politik wird aktuell intensiv debattiert wie der Abhilfe geschafft werden kann.

00:01:15: Etwa durch Soforthilfen oder günstige Kredite?

00:01:18: Was ist denn aus ökonomischer Sicht besonders sinnvoll?

00:01:22: Ich glaube wir müssen zunächst einmal einordnen was bedeutet eine Milliardero Euro?

00:01:29: bedeutet Heuer einen wirklich schweren Schaden für sehr viele Landwirtinnen und Landwirte.

00:01:36: Die Situation ist nämlich so, dass schon die Aussaat oder die Bestellung der Felder besonders teuer war weil Diesel- und Dünger sehr kostenintensiv waren.

00:01:48: und wenn jetzt fünfzehn, fünfundzwanzig Prozent der Ernte ausfallen dann sind einmal die hohen Kosten da aber der ertrag deckt dann möglicherweise gerade die Kosten und das ist für sehr viele Landwirte natürlich eine, in manchen Fällen auch wirklich eine katastrophale Situation.

00:02:08: Die eine Milliarde, die seit voriger Woche diskutiert wird denke ich ist jetzt eine gute Schätzung über den Verlust im Pflanzenbaubereich.

00:02:20: Wir müssen aber mit bedenken Eine Dürre hat Folgekosten.

00:02:26: In der Landwirtschaft sind die Folgekosten jene, die dann in der tierischen Erzeugung entstehen.

00:02:33: Wenn also eine Ko-weniger Heil zum Fressen hat, dann gibt sie weniger Milch und da haben wir den Schaden nicht im Pflanzenertrag in der Dürre sondern im Minderertrag bei der Milch.

00:02:47: Und diese Schäden, die Konsequenzen davon sind heute denke ich von niemandem noch abzuschätzen.

00:02:55: Das heißt, da kommt auch noch etwas auf uns zu.

00:02:58: Ganz ungeachtet dessen wie sollen wir denn mit diesen Schäden jetzt umgehen?

00:03:02: Also was für ökonomische Möglichkeiten gibt es da das sinnvoll abzufedern?

00:03:08: Ja dann muss ich ein bisschen in die Vergangenheit zurückblicken.

00:03:12: eine ähnliche Situation gab's bereits zwei tausend drei.

00:03:16: Das liegt also jetzt dreiundzwanzig Jahre zurück und zeigt dass so schlimme Ereignisse In der Vergangenheit, Gott sei Dank sehr selten waren.

00:03:27: Damals hat man aber glaube ich die richtigen Lehren aus der Situation gezogen.

00:03:32: Sie sind wahrscheinlich zu jung um sich daran zu erinnern Aber im Jahr-Zweil-Ausen-Zwei gab es eine Jahrhundertflut.

00:03:40: Es gab große Schwierigkeiten die Entschädigungen zu zahlen.

00:03:44: Der Katastrophenfonds war leer geräumt und für die Landwirtschaft in Folgejahr war kaum Geld da.

00:03:50: Das heißt damals wurden in der Agrarpolitik die Weichen gestellt, um die Marktwirtschaft in dieses System zu integrieren und die Landwirte dabei zu unterstützen, bestmöglich mit solchen Situationen umzugehen.

00:04:05: Daher gibt es in Österreich eine Türeversicherung, daher gibt's in Österreich Apps wo man ganz genau schauen kann wie der Grünland Ertrag ist und wann der optimale Schnittzeitpunkt ist.

00:04:18: Das sind alles Investitionen in der Vergangenheit, die heute ihre Wirkung entfalten.

00:04:25: Aber eine Entschädigung von Vierhundert Millionen Euro von der österreichischen Hagelversicherung deckt natürlich nicht den ganzen Schaden aber vierhundert Million Euro innerhalb von vierzehn Tagen, vier Wochen an die Landwirte auszuzahlen das würde auch die beste Agrarpolitik nicht schaffen.

00:04:44: versichert oder nicht?

00:04:45: versicherte haben sie schon das stichwort geliefert denn es gibt diese möglichkeit in österreich wie sie bereits erklärt haben anders als dass etwa Beim Hochwasser für Hausbesitzer der Fall ist, wo wir eine ähnliche Situation auch manchmal diskutieren.

00:04:59: Der Landwirtschaftsminister hat schon angekündigt er möchte auch jenen Bauern jedenfalls helfen die sich nicht versichert haben.

00:05:06: also wie könnte denn das funktionieren ohne jenen Betrieben?

00:05:10: Die selbst vorgesorgt haben mitzugeben ja es wäre doch eh nicht nötig gewesen.

00:05:15: Ja auch da hat man aus der Vergangenheit gelernt glaube ich.

00:05:20: sechs Jahren gab es einen Spätforst und da waren wir in folgender Situation, dass diejenigen, die versichert waren von der Haareversicherung entschädigt wurden.

00:05:31: Aber der Staat eingegriffen hat und jenen, die nicht versicherte waren eine Entschädigung ermöglicht hat.

00:05:39: Und die Vorschläge der Ökonominnen und Ökonomen können Sie sich vorstellen?

00:05:44: Waren eine große Kritik an dieser Vorgehensweise.

00:05:49: Das hat natürlich auch bei den Bauern und Bauern zu Unverständnis geführt.

00:05:54: Und die Politik hat gelernt, gut das ist keine Möglichkeit hier einzugreifen weil wir großes Unrecht schaffen.

00:06:04: daher brauchen wir Lösungen die jene die sich nächstes Jahr möglicherweise versichern nicht einen Anreiz zu liefern zu sagen ja ich kriege eher eine Entschädigung ich brauche mich nicht zu versicheren Dieser Anreiz soll auf keinen Fall entstehen.

00:06:21: Jetzt ist guter Rat teuer, aber auch da gibt es Möglichkeiten.

00:06:26: Ich denke die beste Möglichkeit, die auch marktkonform ist und die Entscheidungen in der Landwirtschaft nicht verzerrt.

00:06:36: Aber trotzdem eine Hilfestellung ist folgende.

00:06:40: Etwa Agrarzahlungen, die später kommen vorzuzählen oder mit Liquiditätsengpässe überwunden werden können.

00:06:49: Oder wenn das nicht möglich ist oder nur wenig Geld bewegt, dann jenen die Hilfe benötigen Kredite rasch zu ermöglichen, die auch zinsbegünstigt sind um ja für uns als Konsumenten auch den Herbstanbau zu ermüglichen und sicherzustellen dass die Bauern es abgut kaufen können, dass sie das Feld bestellen können Weizen, die da auf dem Feld haben.

00:07:15: Das ist ja auch in unserem Interesse.

00:07:17: Daher glaube ich es das eine sehr sinnvolle Maßnahme.

00:07:22: Einige Banken sind ja da auch schon vorgeprescht und bieten zinsfreie Schadenskredite bereits an.

00:07:28: Das sehen sie also als eine solide Option.

00:07:30: oder sollte man dann nicht noch ein bisschen warten um das mit der Politik entsprechend zu akquatieren?

00:07:35: Da weiß ja jetzt noch niemand was es ansonsten noch kommt an Dürrehilfen.

00:07:39: Es ist gut, dass der Markt richtig reagiert.

00:07:42: Ich glaube das ist für Banken auch eine Möglichkeit neue Kunden zu akquirieren und hier zu signalisieren, dass alle die Not sehen und sich nach der Decke strecken.

00:07:55: Abwarten bis die Politik in die Gänge kommt, glaube ich es nicht unbedingt nötig.

00:08:01: Die Politik macht viel!

00:08:07: genau darüber jetzt sehr in der sich diskutiert wird, aber einem politischen Konzern herzustellen dauert natürlich länger als in der Marktwirtschaft Entscheidungen zu treffen.

00:08:18: Ich möchte noch mal kurz zu den Versicherungen kommen über die wir vorhin schon gesprochen haben.

00:08:22: rund um die Hochwasserdebatte gibt es da immer wieder auch das Thema einer möglichen Versicherungspflicht für Haus- oder Immobilienbesitzer.

00:08:31: Wäre so eine Pflicht jetzt für Landwirtes sinnvoll, also in Anbetracht dessen das ja Türe auch in Zukunft häufiger vorkommen wird?

00:08:38: Ja.

00:08:39: Eine Pflichtversicherung hat ganz bestimmte Zwecke.

00:08:44: Ein Zweck ist sicherzustellen dass nicht nur die sich versichern lassen die ein hohes Risiko haben und die heulge Situation zeigt das auch im Gebieten wo Bauern schon lange keine Türe hatten, heuer massiv getroffen werden.

00:09:04: Auch im Oberösterreich, wo es immer gut regnet gibt's heuer keinen Niederschläge.

00:09:09: Das heißt diese Situation ist ein bisschen anders als bei Hochwasser.

00:09:14: Jemand der auf dem Hügel sein Haus hat wird wahrscheinlich von Hochwasser nicht erreicht werden.

00:09:21: Der wird vielleicht von einer Hangrutschung erfasst werden können.

00:09:24: das heißt dass was wir Adverse Selektion nennen trifft im Fall der Türe nicht in dem Maß, so wie im Fall von Hochwasser.

00:09:34: Daher glaube ich muss man da ein bisschen länger darüber nachdenken.

00:09:39: Ich möchte nicht sagen dass das keine Option ist und keine gute Idee ist aber es ist nicht auf den ersten Blick überzeugend zu sagen gut alle müssen sich versichern damit wir diese Verteilung die wir jetzt haben besser ausgleichen.

00:09:55: Über der aktuellen Diskussion, da schwebt natürlich vor allem die Kostenfrage.

00:09:59: Wir wissen wie sich der Spardruck durch aktuell alle politischen Bereiche zieht und auch in den aktuellen Gesprächen ist es sehr schwierig entsprechend im Mittel-in-Budget aufzutreiben.

00:10:10: also was sagen denn Sie?

00:10:11: Woher soll das Geld kommen?

00:10:14: Ja ich glaube dann muss man sich an das kinesische Sprichwort erinnern Wenn du jemanden helfen möchtest, gib ihm keinen Fisch.

00:10:23: Sondern leere ihn fischen.

00:10:25: und die Situation ist leider nicht so wie bei Corona ein Ereignis das alle hundert Jahre hoffentlich aufbricht sondern wir wissen aus der Klimaforschung dass wir hier eine Entwicklung haben die zu solchen Eregnissen immer häufiger führt.

00:10:44: Das heißt... Das ist eine außergewöhnliche Situation, ja das stimmt schon.

00:10:50: Es trifft zu aber es ist eine Situation die häufiger auf uns zukommt.

00:10:56: daher brauchen wir Maßnahmen ab die längerfristig helfen und eine längerfristige Hilfe funktioniert nur mit der Unterstützung der Anpassung und dass jetzt beobachtete Verhalten als hundertprozentig richtig einzustufen ist daher falsch.

00:11:15: Es sind sehr viele Bauern, die schon sehr viel gemacht haben um sich anzupassen.

00:11:20: Und es sollte eher in die Richtung gehen zu schauen was funktioniert bei uns?

00:11:27: Was haben sie gemacht um heuer nicht von der Tür betroffen zu sein und sich an dem ein Beispiel zu nehmen?

00:11:34: Das ist jetzt natürlich für jene die einen großen Schaden haben nicht wirklich hilfreich aber es führt keinen Weg daran vorbei.

00:11:42: D.h.,

00:11:42: Sie finden es sinnvoll, Entschädigungen an zukünftige Veränderungen in Betrieben eventuelle Anpassungen zu koppeln?

00:11:51: Ich glaube nicht dass es notwendig ist da irgendwelche Strings also irgendwelchen Auflagen daran zu binden.

00:11:59: alle die Kredite in Anspruch nehmen wissen das Krediten zurück bezahlt werden und es ist im eigensten Interesse den Betrieb jetzt so nachzujustieren mit einer solchen Situation das nächste Mal besser zurechtkommt.

00:12:17: Jetzt haben wir vor allem über die Produzentenseite gesprochen, also die ökonomische Situation der Betriebe aber Lebensmittelproduktion und Preise geht uns alle an wie Sie richtig gesagt haben?

00:12:28: Mit welchen Konsequenzen müssen den Endkonsumentinnen und Endkonzomen rechnen was Lebensmittelpreise, Preisschwankungen eventuell sogar verfügbarkeiten angeht?

00:12:38: jetzt nach diesem Dürre ja

00:12:40: Ja, wie ich vorher gesagt habe können wir derzeit noch nicht abschätzen, wie groß der Schaden im Bereich der tierischen Produkte ist.

00:12:48: Daher kann ich dazu auch keine Ziffern nennen.

00:12:52: Ich kann kurz die Zusammenhänge beleuchten, die uns ein Gefühl geben in welche Richtung es gehen kann.

00:12:59: was die pflanzlichen Produkte betrifft Getreide beispielsweise, dass wir für Brot brauchen ist die Situation so das wir zwar in Mitteleuropa im Österreich große Ertragsausdelle haben.

00:13:12: Global ist die Versorgung derzeit aber nicht gefährdet und daher sind die Preise auf den Getreidemärkten nicht durch unsere Türe wirklich maßgeblich getroffen.

00:13:26: Und es sind die preise die für die Müller relevant sind, die dann für das Mehl relevant sind für den Becker und für den Lebensmittelhändler relevant sind.

00:13:36: Daher erwarte ich, was pflanzliche Produkte des täglichen Bedarfs betrifft keine spürbaren Preissteigerungen.

00:13:45: anders kann es sein bei Erdäpfeln oder bei Gemüse oder bei Obst.

00:13:50: da ist klar da is die Ernte heuer war niedriger und weil das Produkte sind die nicht überweite Strecken transportiert werden Kannst da zu den Bekannteinsteigerungen kommen, aber das haben wir öfter.

00:14:05: Das ist nichts Außergewöhnliches.

00:14:07: Schwer einzuschätzen ist die Situation bei Milch und Fleisch.

00:14:11: Bei Milch wird es so sein dass sich das Angebot verknabbt.

00:14:15: Es wird weniger Milch auf den Markt kommen Und da hängt es davon ab wie sich die Situation in den europäischen Märkten entwickelt.

00:14:23: Österreich exportiert sehr viel Milchbutter und Käse

00:14:26: D.h.,

00:14:27: die heimische Versorgung ist sicher nicht gefährdet.

00:14:30: Es wird weniger exportiert.

00:14:31: Die Preise werden aber auch da auf den internationalen Märkten gemacht, das heißt auch in Bayern gibt es eine Knappheit im Frankreich.

00:14:39: Das heißt hier kann's sein dass wir mit höheren Milchbutter und Käsepreisen rechnen müssen?

00:14:46: Bei Fleisch ist die Situation ganz vertragt.

00:14:49: viele Bauern verkaufen jetzt der Vieh weil sie es nicht über den Winter bringen können.

00:14:53: daher ist jetzt mit fallenden preisen zu rechnien.

00:14:57: Die Bauern spüren das schon, die kriegen schon weniger als noch vor ein paar Wochen.

00:15:01: Da sollten wir erwarten dass es auch auf die Verbraucherpreise durchschlägt also niedrigere Preise zu erwarten sind.

00:15:09: Auf der anderen Seite sind die Schlachthöfe am Limit der Kapazität.

00:15:13: Sie müssen viel Einlager müssen eventuell Lagerhäuser zumieten.

00:15:18: Das heißt wie sich das auswirkt.

00:15:20: da müsste man wirklich in einer Glaskugel nach schauen und das mache ich nicht.

00:15:25: Jetzt fordern viele Expertinnen und Experten schon seit Jahren aufgrund des Klimawandels sehr umfassende systemische Veränderungen in der Landwirtschaft.

00:15:36: Nicht nur, um sich eben an neue Gegebenheiten besser anzupassen sondern auch um die Verantwortung für die Landschaft was eben Treibhausgase Umweltauswirkungen usw.

00:15:45: hat gerecht zu werden.

00:15:47: Was sagen denn Sie?

00:15:48: Wie muss Österreichs Landwirtschaft in Zukunft ausschauen um einerseits heimische Lebensmittelproduktion zu sichern weiterhin wirtschaftlich rentabel zu sein, aber eben auch nachhaltig und ökologisch zu wirtschaften.

00:16:02: Ja ich glaube dass dieser allgemeine Appell gerechtfertigt ist und teilweise auch auf die österreichische Landwirtschaft zutrifft.

00:16:12: Ich glaube aber das dieser Appell aus dem Blick verliert, dass in der Landwirtschaft in Österreich extrem viel gemacht wird um diese Forderung Rechnung zu tragen.

00:16:26: Ich denke da nur an beispielsweise fluglose Bearbeitung im Ackerbau.

00:16:32: Das ist eine Praxis, die aus Ländern immer mit Türen zu kämpfen haben übernommen wird und es gibt viele Bauern, die das jetzt in Österreich schon umsetzen, praktizieren und hier Pionierarbeit leisten.

00:16:47: Und wenn Feldtage sind, dann sind tausende Bauern sich anschauen wie das funktioniert.

00:16:55: Innovationen, bei uns sind das Innovationen in anderen Ländern ist es Praxis.

00:17:00: Die werden natürlich durch die Türe heuer noch einmal einen Schub bekommen und ja natürlich hätte man sie machen können.

00:17:08: auf der anderen Seite passen sich die Betriebe laufend jedes Jahr an.

00:17:14: Es wird investiert in Hagelnetze, es wird investieren in Frostberegnung.

00:17:19: Es werden beispielsweise bei Braugeerste Hitzerresistente, Sorten gezüchtet und auch eingesetzt.

00:17:27: Früher sehte man die Gerste im Frühling aus jetzt sieht man sie im Winter aus damit die Bodenfeuchtigkeit verwendet werden kann.

00:17:37: all diese Dinge machen die Bauern und viele viele mehr die ich gar nicht weiß die die Baueren wissen und die viele die sehr gute Ratschläge für die Landwirtschaft haben nicht einmal am Horizont wahrnennen.

00:17:52: Herr Sinopel, vielen lieben Dank.

00:17:54: Vielen Dank für die Einladung und einen schönen Tag noch!

00:17:57: Das war's für heute.

00:17:59: Berichte rund um die Folgenschwereteure und ihre Auswirkungen auf Österreichs Wirtschaft finden Sie wie immer in den Shownutz zum Nachlesen.

00:18:06: Danke fürs dranbleiben und zuhören und bis zum nächsten Mal.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.