Braucht Wien eine neue Kunstmesse, Markus Peichl?
Shownotes
Ursprünglich planten die Organisatoren mit 30 bis 40 Galerien und rund hundert Kunstwerken. Nun sind es 85 Galerien aus mehr als 20 Ländern mit über 400 Werken, die an der ersten Astoria Art Show teilnehmen, die von 10. bis 13. September in Wien stattfindet. Es ist die Preview Show für eine neue Wiener Kunstmesse, die ab 2027 fix etabliert werden soll. Kurz vor der Eröffnung erzählt Markus Peichl, Galerist und einer der vielen Initiatoren im Podcast „Was wichtig ist“ von den letzten Vorbereitungen: „Wir sind noch wirklich am Rotieren.“ Der Wiener Kunstmessen-Markt ist zuletzt durch einige Krisen gegangen. Die Vienna Contemporary verlor Sponsoren und Partner, de Spark Art Fair pausiert dieses Jahr komplett. Wird es mit der Astoria Art Show gut gehen? Peichl sagt: „Wirklich scheitern würden wir, wenn wir keinen Mut aufbringen würden, solche Dinge anzupacken.“ Im Gespräch geht es aber nicht nur um die neue Messe: Peichl, der seit 2008 auch als Politikberater arbeitet, äußerte sich auch zum historischen Wahlausgang in Sachsen-Anhalt. Peichl erzählt, er habe sich vor einiger Zeit zufällig mit dem amerikanischen Autor und Historiker Timothy Snyder unterhalten, der überzeugt sei, dass die liberale Demokratie „nicht mehr zu retten“ sei, man könne sie „nur noch neu erfinden“. Peichl: „Wenn wir die Neuerfindung nicht hinbekommen, wird es eine Stunde Null geben müssen.“ Peichl teilt diese Einschätzung, warnt aber davor, die Verantwortung allein bei AfD und BSW zu suchen: „Wir müssen schauen, wo wir unsere Fehler machen“, sagt er und zitiert dazu sinngemäß Hannah Arendt: Nach 1945 sei das Problem nicht die Feinde der Demokratie gewesen, sondern „wir und unsere Freunde“. Sein eigener Befund fällt ähnlich aus: Die demokratischen Parteien, Medien und Institutionen hätten „kein Angebot mehr, das die Menschen ausreichend begeistert und auf unsere Seite zieht“. Die Konsequenz, die er daraus zieht, ist radikal: Man müsse „Partein und Institutionen neu erfinden“ – gelinge das nicht, drohe „eine Stunde null“. Wir reden über Peichls Vater, den 2019 verstorbenen Architekten und Karikaturisten Gustav Peichl, die Stadt Berlin, warum der Kunstmarkt derzeit leidet und wieso die Astoria Art Show Hoffnung geben kann.
Gast: Markus Peichl, Galerist, Politikberater Moderation: Anna Wallner, Head of New Media Schnitt: Audiofunnel/DL
von Almuth Spiegler: Es ist fix: Wien bekommt eine neue Kunstmesse, gefördert von Stadt und Bund
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Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:04: Die Presse.
00:00:08: Am heutigen Donnerstag beginnt etwas Neues in der Stadt, es eröffnet in einer ehemaligen Autogerage im achten Wiener Gemeindebezirk eine neue Kunstmesse.
00:00:17: ihre Pfoten und zwar die Astoria Art Show was nach einem skurrilen Zufallsprojekt klingt ist tatsächlich das Ergebnis eines historischen Schulterschlusses wenn man so will.
00:00:27: Fünfund dreißig wiener Galarien Eine Szene die eigentlich eher für ihre Konkurrenz untereinander bekannt ist haben sich zusammen getan.
00:00:35: Statt Wien und Bund fördern das neue Projekt bereits, ab dem Jahr hierher soll daraus eine fixe international relevante Messe werden.
00:00:43: Mein heutiger Gast hat damit viel zu tun – er hatte die Initiative maßgeblich mit vorangetrieben.
00:00:48: Es ist Markus Peichl der Gebührte Gewinner, der seit Jahrzehnten in Berlin Zuhause ist, war ein Selbstjournalist und Gründer der Kultzeit Drift Tempo, ist heute Politikberater und Galarist mit der Galerie Krone, die sowohl Standorte in Berlin wie in Wien hat.
00:01:03: Sein Vater, der Architekt Gustav Peichel war unter dem Pseudonym Ironimus jahrzehntelang einer der scharf sinnigsten Karikaturisten unseres Landes und er hat auch die Presse sehr geprägt.
00:01:15: Wir sprechen heute aber nicht nur über die Kunst – und warum es derzeit eher harte Zeiten für die Kunstszene sind – sondern auch über Politik.
00:01:22: Markus Peichelt verfolgt das politische Geschehen in Deutschland schon von Berufswegen ganz genau!
00:01:27: Und auch die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom vergangenen Wochenende….
00:01:31: Ja, das ist was wichtig ist der Nachrichten Podcast der Presse.
00:01:34: Ich bin Anna Wallner und jetzt geht's los!
00:01:41: Bei mir ist heute Markus Peichel Galerist oder eigentlich der Initiator der neuen Astoria Atscho.
00:01:48: Nein ich bin nicht der initiator, ich bin wirklich nur einer der Initiatoren und Initiatorinnen.
00:01:55: Einer der Initiatoren der Astoria-Atscho die jetzt in Wien startet an diesem Wochenende und ich freue mich dass er da ist.
00:02:02: Ich freue mich auch, dass ich da sein darf
00:02:04: Vielleicht gleich mal zum Start so etwas Neues auf die Beine zu stellen.
00:02:08: und dann ist sozusagen der Tag gekommen, am Donnerstag geht es los bis Sonntag.
00:02:13: Es war ja eine relativ kurzfristige Entwicklung, dass sich dann auch im Juli eine Förderzusage vom Bund in Stadt Wien eingefunden hat, sage ich jetzt einmal.
00:02:23: Wie fühlt sich das an diese Preview der Astoria Art Show zu starten?
00:02:28: Also im Moment sind wir noch wirklich am Rotieren, was übrigens ganz gut zu dem Gebäude passt in dem wir sind.
00:02:34: Weil das ist ja ein Rundbau der so ein bisschen ausschaut wie das Guckenheim Museum nur nach innen gestülpt.
00:02:40: Das ist eine Rundung mit der man da in dieser Asterogegarage hochfahren kann mit den Autos und Ja!
00:02:47: Wir sind am rotieren und versuchen alles hinzukriegen dass es am Donnerstag dann auch wirklich losgehen kann.
00:02:53: Dass jetzt auch gut losgehen können.
00:02:55: Es wird sicher nicht alles klappen.
00:02:58: Aber allein, dass es überhaupt klappt ist schon ein wahnsinnig wichtiges Zeichen für den Kunststandort Wien.
00:03:04: Für die Kunst an sich und hoffentlich begeistert es auch einige Besucherinnen und Besucher.
00:03:09: Fangen wir vielleicht bevor wir in die Details gehen bleiben wir bei diesem Ort bei der Location.
00:03:13: dir schon erwähnt oder das ist eben die Astoria Garage oder ehemalige Garage kann man sagen was ich ja nicht mal als Garage genutzt?
00:03:19: Also im Tiefgeschoss also im Kellergeschoss und im ersten Geschoss ist es noch eine Garage Erstes, zweites, drittes Geschoss und das Dachgeschoss, das vierte eben nicht.
00:03:32: Da sind wir mit der Asteroid-Show drin.
00:03:34: Diese Garage steht im achten Bezirk in Wien.
00:03:38: Wie seid ihr auf diese Location gekommen?
00:03:40: Also wir haben immer wieder Leute erzählt davon, es ist wie gesagt wirklich ein ganz unglaubliches Gebäude.
00:03:46: Ich hatte keine Ahnung dass es so etwas in Wien gibt.
00:03:48: übrigens hatten auch viele andere keine Ahnungen davon was es das gibt.
00:03:52: Es ist wirklich so einen hidden Jam so ein wirklich geheimer Ort.
00:03:56: Das ist ein Architekturjuwel würde ich wirklich sagen.
00:03:58: In nineteen hundert elf als Garage damals eigentlich aus Autowerk statt Begründet, davor waren es die Stallungen des danebenliegenden Paläauersberg.
00:04:10: Und in der Jahre und zwanzig wurde es dann so eine Hochparkgarage umgebaut, das war die erste Hochpark-Garage Europas im Stiel einer neuen Sachlichkeit, in den dreißiger Jahren dann nochmal erweitert und in den jetzigen Zustand versetzt.
00:04:26: Im Prinzip ist es so dass das Gebäude eigentlich seit damals in den Dreißigerjahren unverändert geblieben ist.
00:04:32: Also natürlich sind ein paar kleinere Modernisierungen, die notwendig war aus technischen Gründen gemacht worden, aber ansonsten ist das Gebäude wirklich erhalten so wie es in den dreißiger Jahren dann nach der Erweiterung gebaut wurde und bis vor anderthalb Jahren war's komplett als Garage benutzt.
00:04:47: Zwei alten Damen gehört, die eine war zweiundneunzig glaube ich die andere vierundneinzig.
00:04:52: Die hatten dann gesagt, sie wollen gerne noch was von ihrem Leben haben und haben es deswegen verkauft.
00:04:57: Und das hat ein neuer Eigentümer erworben... Ja!
00:05:00: Und wir haben davon gehört, dass gibt's.
00:05:02: Wir sind dann dorthin.
00:05:03: Maximilian Thoma, mein Kollege von der Galerie Thoma.
00:05:06: Isabella Steinig vom Galerie Steinig.
00:05:08: Weil wir auf der Suche waren nach einer Location für die Historie Arschow.
00:05:11: Als wir da reingegangen sind, haben wir eigentlich sofort gewusst ... Da muss es stattfinden.
00:05:16: Aber jetzt frage ich gleich nach... Ich hatte in der Berichterstattung darüber, meine Kollegin Albold Spiegel hat ja auch ausführlich geschrieben drüber in der Presse den Eindruck das ist jetzt für die Preview Show in diesem Jahr, die Location.
00:05:28: Aber es ist nicht klar ob sie das für ihm also auch jetzt dann in den Folgejahren sein wird genauso wie mit dem Namen.
00:05:33: Wie ist denn das?
00:05:34: Also wenn es eine Fortsetzung was ihr auf jeden Fall planst, dass es hier im Jahr ist, wie soll dann die Art Show heißen und wird sie weiter in der Historie Garage stattfinden?
00:05:43: Also wie ein großer deutscher Fußballtrainer mal sagte, schauen wir
00:05:46: mal.
00:05:47: Es ist so, es ist in der Tat so hauptsächlich an das Projekt, die in unseren Vereinen VV wie eine Art United rangegangen sind um für ... ... eine große neue Wiener International Kunstmesse ins Leben zu rufen.
00:06:02: Uns war aber klar dass wir schon in sechs und zwanzig irgendwie ein Zeichen setzen müssen... Und da kam dann eben die Idee auf eine sogenannte Art Preview Edition also so einen Auftakt eben zu veranstalten.
00:06:13: Da haben wir dann wieder in den vierund dreißig wiener Galerien, die diesen Verein gegründet haben, diesen Verein bilden Und da haben wir dann beschlossen, okay, wir machen das.
00:06:21: Wir packen das an.
00:06:22: wie Sie schon gesagt haben im Juli ist überhaupt erst die Entscheidung gefallen dass wir das jetzt in September an diesem September machen.
00:06:29: und ja in der Tat es ist so dass diese Ausgabe die jetzzehnten September am Donnerstag stattfindet Duftnote sein soll, dass das ein Statement sein soll.
00:06:40: Dass es Lust machen soll auf das was im nächsten Jahr dann passiert.
00:06:44: Allerdings ist die Dynamik groß wenn man so etwas anpackt und ursprünglich dachten wir wir werden so dreißigvierzig Galerien sein jetzt sind's uein achtzig.
00:06:52: Wir dachten dass wir maximal so um die hundert Kunstwerke zeigen werden.
00:06:56: Jetzt haben wir über vierhundert.
00:06:58: Also in dieser Dynamik ist wirklich jetzt auch für die nächsten Jahre vielleicht viel drin.
00:07:04: Wir müssen sehen wie sich das entwickelt, wir haben der große Glück dass wir mit dieser Astoria Art Show, dass wir in diese Astoria Garage einfach etwas ausprobieren können und uns erproben können Und wenn das gut läuft, schließen wir nichts aus.
00:07:17: Wir wissen nicht genau was ist?
00:07:19: Wir wissen jetzt müssen wir diese Messe hinkriegen und danach werden wir uns dann hinsetzen und das alles evaluieren und dann für die siebenundzwanzig ein großes neues Format entwickeln.
00:07:28: Auf Basis der Erfahrungen, die wir jetzt hier im September machen aber natürlich auch mit einer Analyse ob und inwieweit es neue Ideen für ein neues Messerformat braucht.
00:07:38: Was natürlich für das Jahr zwanzig, sechsundzwanzig und die Preview in dieser kurzen Zeit gesprochen hat war dass heuer keine der anderen Wienerkunstmessen stattfindet.
00:07:47: Und Sie haben das glaube ich sowas selbst so eine Art Krankheitsgewinn auch genannt, dass es heuer besonders deine Lücke gibt, die man schließen kann.
00:07:55: ist das richtig?
00:07:56: Ja also das war der Auslöser.
00:07:57: Das war der Grund weswegen sich die fünfunddreißig Wienergalerie zusammen geschlossen haben übrigens auf Initiativen vor allem von Maximilian Thoman und Thomas Grenzinger meinen beiden Kollegen im Vorstand.
00:08:08: Ja, es war halt so dass innerhalb von zwei Monaten die zweivichtigsten Wiener Kunstmessen
00:08:14: aus verschiedenen Gründen
00:08:15: einfach wieder weggefallen sind für sechsundzwanzig.
00:08:18: Die eine für immer nämlich die Vienna Contemporary.
00:08:20: Die andere hat gesagt sie pausiert was besonders sympathisch war.
00:08:24: wenn man zwei Monate vor einer Messe sagt wir fallen übrigens jetzt aus.
00:08:29: Das ist das
00:08:30: Bargart-Fair.
00:08:31: Also können Sie ja vorstellen was das für die Galeristen bedeutet.
00:08:34: ich meine die haben natürlich schon geplant die haben ihre Künstlerinnen und Künstlern eben verständigt.
00:08:38: Die haben schon produziert, die haben das alles vorgesehen und dann wird einem zwei Monate vorher gesagt übrigens erst April findet doch nicht statt.
00:08:45: Also das war natürlich ein Schock!
00:08:47: Und das war dann so, dass die Wiener Galerien eben gesagt haben.
00:08:50: Okay!
00:08:51: Dann packen wir es eben selber an.
00:08:52: Da machen wir das jetzt alleine und da wurde dann dieser Verein gegründet, eben V-Wiener Art United.
00:08:59: Klingt ja bisschen ruhig auch wie ein Fußballverein, wenn Sie vorher einen Fußball drehen.
00:09:02: Die hier haben finde ich so VAU, aber nur kurz zu mittreiben.
00:09:07: Dieser Verein hat jetzt so thirty-fünf Mitglieder, also thirty-five
00:09:10: Wienerkalorien.
00:09:12: Aber Ausstellen können natürlich auch andere, deswegen fünfundund
00:09:15: achtzig.
00:09:16: Wie gesagt, das wird so eine Sache sein wo wir unter uns bleiben werden.
00:09:20: Dann haben wir aber ganz viele Anrufe bekommen zuerst aus den Bundesländern und dann aus Deutschland, Italien oder Norwegen Und es sind jetzt eben Kalorien aus ganz Europa dabei über zwanzig Länder.
00:09:30: Es ist unglaublich was die da getan hat.
00:09:33: Wir können's teilweise manchmal selber gar nicht noch fassen Und dann schauen wir mal was draus wird.
00:09:37: Wichtig ist ja vielleicht dazu zu sagen Aus der Sicht des Besuchers und der Besucherin ist so eine Vienna-Art Show Egal wie sie jetzt heißt Auch gerade Anfang September immer so ein bisschen auch ein Happening.
00:09:48: Der Wiener geht gerne dann dorthin, flanieren und so weiter.
00:09:51: aus der Sicht der Galerien sind es grad selbst angedeutet ist das natürlich einfach auch ein Geschäft.
00:09:55: und die Frage wo kann ich meine Werke die ich habe ausstellen?
00:09:59: wie wichtig ist denn in diesen Zeiten so einen Happening auch für die Galerieszene im Land oder überhaupt für Europa wenn sie jetzt ja auch darum geht dass nicht nur wiener Galerie ausstellen können?
00:10:09: Also es
00:10:10: geht uns wirklich darum den Kunststandorten Wien zu stärken.
00:10:13: Das, was in den letzten Jahren auf dem Kunstmessersektor in Wien passiert ist, war alles andere als produktiv.
00:10:20: Es war suboptimal um es höflich auszudrücken.
00:10:24: Vor ungefähr acht oder neun Jahren war Wien schon durch die Vienna Contemporary und curated by – und dann gleichzeitig stattfindende Off-Messe Parallel – so auf dem internationalen Kunstkalender eine Destination.
00:10:37: Also das war schon etwas wo man hingefahren ist.
00:10:40: Und durch die Aufsplitterung der Kunstmesse-Szene, durch die Animositäten und Verwerfungen, die es da auch gab.
00:10:47: Ich will das gar nicht alles, weil es alles vergangen hat.
00:10:49: Ja, ganz kurz
00:10:50: durch Dichworte, Redemesser, russische Investoren...
00:10:53: Ist alles verganganheit?
00:10:55: Man könnte eine Serie daraus machen für Netflix!
00:10:58: Ja, ist alles Vergangenheit.
00:11:00: Wir fangen jetzt neu an.
00:11:02: Weil wie gesagt dann über die Zeit war das nicht nur eine Korrosion der Kunststandorts Wien auf dem Messesektor, sondern es war dann wirklich eigentlich so eine, kann man schon sagen, also ein ziemlicher Zusammenbruch am Ende.
00:11:15: Das ist ja interessanterweise gegenläufig gegen den sonstigen Trend auf dem Kunststandort Wien.
00:11:22: Also die Messe-Szene wurde immer katastrophaler.
00:11:26: Gleichzeitig hat sich aber Wien als Kunststandord sehr gut, sehr positiv, sehr kräftig entwickelt.
00:11:33: Es sind viele junge Galerien hier entstanden, es sind ausländische Galerie nach Wien gekommen.
00:11:38: Die Institutionszene ist besser denn je – also im Museum.
00:11:42: die Ausbildungsstätten sind unglaublich beliebt und haben einen unglaublichen Zuspruch international.
00:11:48: Also Wien ist als Kunststandort im eigentlichen Sinn wirklich sehr gestärkt worden in den letzten fünf, sechs Jahren auf dem Kunstmesse-Sektor genau gegenläufig.
00:12:00: Was auf den ersten Blick absurd klingt, was aber manchmal schon auch eben einfach auch erfahrungsgemäß stattfindet.
00:12:08: Weil in dem Augenblick wo so eine Dynamik entsteht.
00:12:11: aus der Kunst allein heraus kommen auch manchmal dann Spekulanten die sich drauf setzen wollen und die glauben sie können damit viel verdienen und irgendwas machen.
00:12:20: Wir haben so eine ähnliche Situation in Berlin, wo ich am Hauptsitz meiner Galerie ist.
00:12:26: Haben wir das ja Ende der Nullerjahre, Anfang der Zehnerjahres genau so erlebt und genauso gehabt.
00:12:31: Und dieser Zusammenbruch der Kunstmessestäne in Wien hat natürlich eben den Galerien große Probleme gemacht.
00:12:38: Und Wien ist immer unattraktiver geworden für ausländische Besucher.
00:12:42: Deswegen ist unser Hauptziel für Wien nicht nur eine Messe zu schaffen eine neue, starke, kräftige internationale Messe die attraktiv ist.
00:12:53: Sondern für uns geht es um eine Woche.
00:12:55: Eine Woche im September wo Wien einfach mit vereinten Kräften zeigt was es im Kunstbereich alles kann.
00:13:03: Da ist ganz wichtig, um das nur kurz zu sagen, curated by dieses Galerien-Festival.
00:13:07: Das weltweit einzigartige ist, wo internationale Kuratorinnen und Kuratoren in twenty-fünf Galarien verschiedene Ausstellungen zu einem Thema kuratieren.
00:13:17: Da ist es ganz wichtig die Parallel, die als Hybridmesse so eine Mischung aus Social Hub und Kunst-Event im Ottowagner Areal stattfindet auf einem niedrigschwelligen Niveau sehr gut performt.
00:13:31: Und da braucht es aber zusätzlich und als Hauptanker dann so eine Leuchttürm-Messe, diesmal gab früher mit der Vienna Contemporary und die eben weggestorben ist.
00:13:41: Wir wollen das unser erklärtes Ziel versuchen in den nächsten vier, fünf Jahren eben so eine leuchtturme Messe aufzustellen – nur im Konzert mit den anderen!
00:13:50: Da kommen auch noch die Institutionen dazu, die eingebunden werden, die Museen Von sogar die Theater, da gehören die Off-Spaces dazu.
00:13:57: Da gehören Studiovisiz dazu, da können die Ateliers dazu, die Künstlerinnen und Künstlern dazu.
00:14:02: Das alles muss in einer großen starken Woche und idealerweise im September stattfinden.
00:14:07: Warum im September?
00:14:08: ist der Auftakt der Herbstsaison?
00:14:10: Wien war da eigentlich immer an der ersten Stelle also war vorweg... Und das wollen wir wieder zurückgewinnen und jetzt in dem September versuchen wir es das erste
00:14:17: Mal.
00:14:17: Aber das haben Sie mir gerade auch gesagt, das ist paralleler zu die Berlin Art Week?
00:14:20: Ist das dann...
00:14:21: Das war super!
00:14:23: Ich
00:14:23: wollte sagen kann man das dann, weil die wird ja wohl auch immer im September sein oder also kann man den Termin noch besser adaptieren?
00:14:30: Also
00:14:31: haben sie absolut recht, ist natürlich nicht gut ist verkehrt, war jetzt nicht durch die Astoria Art Show verursacht also nicht durch uns und die Lina Galerin.
00:14:41: Sondern das war aus zufälligen Gründen schon bevor wir uns entschieden haben.
00:14:46: Jetzt eben in dieser Woche wo Kureted Bay ist und in der Woche wo Parallel ist – war das schon von den anderen Kolleginnen festgesetzt?
00:14:53: Aber
00:14:53: das heißt
00:14:53: man sollte
00:14:54: in Zukunft überlegen
00:14:55: dass es nicht
00:14:56: gleichzeitig mehr da Berlin-Auto
00:14:58: weg ist.
00:14:59: Wobei man einen sagen muss oder durchaus selbstbewusst.
00:15:03: Ich habe, wie gesagt einen Raum in Berlin.
00:15:05: Also ich bin in den letzten Wochen von sehr vielen Kolleginnen aber auch von Sammlerinnen, von Kuratorinnen und Journalistinnen angesprochen worden die gesagt haben hey bei euch in Wien passiert ja echt was glaube ich fahr dieses Jahr nach Wien in der Woche und bleibt nicht im Berlin.
00:15:22: also verstecken glaube ich sollten wir uns in Zukunft nicht.
00:15:26: Trotzdem, fürs internationale Publikum ist es besser das zu entzerren.
00:15:30: Wir
00:15:31: wollen mehr davon haben.
00:15:32: wenn dann eben auch die Galerien in beiden Städten Standorte haben sich sozusagen auch stressmäßig aufhängen und die Kunden muss man dann so zu uns nicht entscheiden.
00:15:40: Da sind wir die Einzige da ist KRONE der einzige im Moment
00:15:43: aber... Aber ich meine wenn man den Beiden irgendwie aus bei beiden wie sagt man Shows Eine Rolle spielt.
00:15:48: Man kann ja auch als Galerie nicht in Wien stattfindet sein und trotzdem hier Zeit gibt's.
00:15:52: Ja, also
00:15:52: bei Berlin Artwick können ja keine ausländischen Galerien teilnehmen das ist ja eine reine lokale Sache.
00:15:58: für uns hier in Wienie ist es wichtiger dass Berliner Galarien in der Woche eben auch nach Wien kommen können und dann eben an der Astor Art Show teilnehmen können.
00:16:06: das ist entscheidende
00:16:07: Punkt.
00:16:07: Jetzt muss ich aber trotzdem einmal noch kurz nach hinten schauen weil ich glaube das was schon all diese Probleme und Katastrophen oder Zusammenbrüche dieser eigentlich ganz guten aufgebaut Kunstmessenszene in Wien vereint ist, dass es immer ein bisschen darum ging.
00:16:21: Das haben Sie zumindest auch schon woanders gesagt das man so abhängig war von einem Außen also von der ReadMesse die mit macht von einem russischen Investor im Fall von einer Contemporary weil ich das in Erinnerung habe.
00:16:32: jetzt ist sozusagen der Unterschied dass dieser Verein diese Galerie selber sich zusammenschließen.
00:16:38: jetzt sagt man aber dass Galerien oft auch Konkurrenz getrieben sind und sich schwer tun zu kooperieren.
00:16:44: was macht sie so sicher mehr Bestand hat und man nicht auch wieder in ein Chaos mündet.
00:16:50: Also da ist natürlich entschieden zurück, dass die Wiener Galerinnen in den letzten Jahren Chaos angerichtet haben ja aber sie haben sicherlich recht es ist sicherlich so das jetzt natürlich ein Konkurrenzgefühl und ein Konkurenzverhalten gibt unter dem Galerie ist auch normal und ist auch natürlich.
00:17:08: ich glaube wir sind im Kunstmarkt nicht nur in Österreich sondern international an einer Stelle angelangt wo wir feststellen müssen, dass es in der Zukunft nicht durch ein Gegeneinander sondern nur durch einen Miteinander gehen wird.
00:17:22: Es wird nur durch Solidarität gehen.
00:17:24: Der Kunstmarkt ist unglaublich unter Druck überall auf der ganzen Welt.
00:17:28: Den Kunstmarkt geht's nicht besonders gut und solche Situationen kann man entweder jetzt mit der Erhöhung des Neils, des gegenseitigen sich nichts gönnen und dem anderen etwas wegnehmen wollen begegnen.
00:17:42: Ich glaube, es ist der falsche Weg.
00:17:44: Der einzige Weg, der in solchen Situationen funktioniert, ist das Zusammenhalten und dafür ist eben auch diese Asteroid Show ein ganz besonders starkes und wichtiges Zeichen.
00:17:54: Und ich kann nur Ihnen nur eines sagen alles was da über die Wiener Galerinszene immer wieder erzählt wird dass die gegeneinander arbeiten, dass es da Verwerfungen gibt usw.. Ich bin der Vorsitzenden dieses Vereins!
00:18:12: überhaupt nicht erlebt.
00:18:13: Ich habe das genaue Gegenteil erlebt, natürlich ist es so dass eine junge Galerie andere Ansprüche und andere Interessen an einer Messe hat als eine ältere.
00:18:22: Eine experimentäle sieht die Funktion einer Kunstmesse anders als eine etablierte.
00:18:28: Natürlich gibt es da andere unterschiedliche Herangehensweisen, aber was wir gemerkt haben und gelernt haben ist dass diese Galerien alle egal wo sie herkommen groß klein jung alt etabliert avantgardistisch das die sich alle zuhören dass sie aufeinander zugehen eingehen und dass wirklich alle versuchen etwas Gemeinsames zu schaffen.
00:18:47: dieser spirit Den hoffe ich, dass wir den egal wie aus Grund der Spontaneität unfertigt das in der Astoria Garage jetzt dann alles am zehnten September ist.
00:18:59: Dass dieser Spirit durch diese Astoria Garage weht!
00:19:03: um es mal ein bisschen pathetisch zu sagen.
00:19:06: Jetzt habe ich gleich mehrere Fragen, die erste ist vielleicht jetzt da direkt anschließend wenn wir uns jetzt ein bissel die Wiener Galeristen-Szene beschrieben haben was ist denn der größte Unterschied zwischen der Berliner Galerie Szene und der Wieners Galeries Szene?
00:19:19: Also
00:19:19: das ist jetzt ein weiteres Feld, da gibt's manchmal gar nicht so große Unterschiede.
00:19:25: also da gibt es durchaus Parallelen und Ähnlichkeiten.
00:19:28: Ich meine die.
00:19:30: ganz entscheidend glaube ich dass es eben diesen Zusammenschluss hier jetzt gibt.
00:19:36: und die thirty-fünf Galerien, die sich zusammenfinden und gemeinsam eine Messe machen.
00:19:42: Und das ist gar nicht – jetzt sagen wir mal auch im internationalen Vergleich – gar nicht so unüblich.
00:19:47: Sehr sehr viele!
00:19:48: Nicht alle aber sehr sehr viele.
00:19:50: Sehr wichtige große internationale Kunstmessen sind genauso entstanden Die Arco in Madrid, eine der besten Kunstmessen Europas.
00:19:58: Die Art Cologne die zwei Momente ein bisschen einen Husten hat aber vielleicht sich auch wieder fangen wird ebenfalls erfunden und gegründet von Galeristinnen und Galeristen.
00:20:08: Die Armory Show in New York, einer der ältesten Kunstmessender Welt, gegrundet von galeristInnen und Galaristen in New york.
00:20:15: also das ist eigentlich ein Modell dass in der Vergangenheit durchaus üblich war weil auch damals eben die Galerien Szene gesagt hat, hey wir müssen zusammenstehen und einfach uns eben gegenseitig stärften.
00:20:28: Weil wir nur aus diesem gegenseittigen Hilfunterstützung und Hilfe auch das Publikum – die Sammlerinnen und Sammlern, die Korrektoren und Korrektorin – die Museen für uns gewinnen werden!
00:20:39: Und deswegen schauen wir lieber jetzt auf diese Modelle der Vergangenheit, die ja große Erfolgsmodelle waren Recycling das so ein bisschen.
00:20:50: Okay, und eine andere Frage die mir gekommen ist wenn ich ihnen zuhörig ist warum geht es eigentlich dem Kunstmarkt derzeit nicht so gut?
00:20:56: Also warum ist er unter Druck?
00:20:57: Da gibt's hunderttausend.
00:20:59: Seit Pandemie und Wirtschaftskrise...
00:21:02: Die Pandemie war gar nicht das gar nicht ein Problem im wirtschaftlichen Sinn.
00:21:06: also die Pandemie hat den Galerie nicht so geschadet wie man das meint.
00:21:10: War sogar an manchen Stellen hilfreich weil die Menschen ja...
00:21:13: Ja es
00:21:14: hat sich ausgeben können.
00:21:15: Sie sagen komplett richtig!
00:21:16: Und vor allem auch Zeit hatten sie mit anderen Dingen zu beschäftigen.
00:21:20: war die Kunst auch so ein anderes Ding.
00:21:23: Nein, die Probleme sind natürlich einerseits der ganz klare Überfall Russlands auf die Ukraine, die daraus entstandenen Folgen, Inflation dann natürlich jetzt Iran Krieg selber Effekt in immenser wirtschaftlicher Druck große Ängste Also.
00:21:39: das sind so die globalen und internationalen Begleiterscheinungen, die natürlich den Kunstmarkt zusetzen.
00:21:47: Wenn man es jetzt sehr salopp formulieren möchte, kunst ist nice to have aber nichts was man existenziell fürs Leben braucht.
00:21:55: Und wo sparen die Menschen immer am ersten etwas was nice-to-have ist?
00:22:00: Und darunter leidet der Kunstmarkt.
00:22:02: Es gibt durchaus auch andere Gründe und andere Faktoren, die den Kunstmark unter Druck setzen.
00:22:08: Manche sind selbstgemacht, also beispielsweise die große Hinwendung zu einer Art spekulativen Umgang mit Kunst.
00:22:18: Der ja auch von der Kunstszene teilweise an manchen Stellen befördert wurde.
00:22:22: Das war nicht immer und ist nicht immer gesund gewesen.
00:22:26: Auf der anderen Seite natürlich auch dieser große Hype, der rund um die Kunst gemacht wurde.
00:22:32: Wir wissen dass jeder Hype sich irgendwann abnutzt dass auch ein Halb manchmal dazu führt, zu Arroganz im eigenen Bereich und auch eine solche Arrogaanz wirkt dann irgendwann unsympathisch.
00:22:44: Also es gibt da sicherlich viele auch Hausgemachte Fehler aber es gibt doch gesellschaftliche und auch mediale und kulturelle Phänomene.
00:22:52: Wir haben einfach das Problem, dass die junge Sammlerschaft nicht mehr so vorhanden ist wie sie früher mal vorhandene.
00:23:00: Ich wollte auch kurz unterbrechen da wenn man jetzt zum Beispiel ansieht ich glaube seit Jahren heißt es immer die Sparkwote in Österreich so hoch wie schon lange nicht weil die Menschen aufgrund der Sorge und Angst zurücklegen das Geld aber sie kommen offenbar weniger darauf zu investieren in den Kunst.
00:23:15: Ja aber das ist ein Phänomen.
00:23:17: wie gesagt das sind kulturelle Phänomene sind gesellschaftliche Phänomeme.
00:23:21: Das hat auch sehr viel mit der Digitalisierung zu tun.
00:23:24: Es ist eben so, dass der Distinktionsgewinn bei der jüngeren Generation heute nicht im bleibenden Werten ist.
00:23:31: Sondern der Distiktionsgewinn ist eben in der Momentaufnahme.
00:23:36: Das geht darum einen tollen großartigen guten Moment zu kreieren.
00:23:40: Dafür wird übrigens auch viel Geld ausgegeben.
00:23:43: aber alle Bereiche wo es um eher teure Produkte also Distinktsgewinn durch Luxus im weitesten Sinn gesagt geht die leiden alle.
00:23:53: Das ist die Mode-Szene, das ist die Designszene.
00:23:57: Das ist eben auch die Kunstszene!
00:23:59: Das ist ein kulturelles Phänomen mit dem wir es zu tun haben und dass sich dann in ökonomischen Phänomänen auswirkt.
00:24:07: Und da hat der Kunstmarkt – und da haben auch die Galerien gar nichts sozusagen falsch gemacht, sondern sie sind damit konfrontiert.
00:24:17: Und was wir tun müssen, ist, dass wir darauf Antworten finden müssen.
00:24:23: Diese Astoria Art Show auch ein bisschen eine Antwort darauf ist, weil wir ja ein anderes Format versuchen.
00:24:29: Wir probieren ja etwas aus was nicht eine übliche Kunstmesse ist, was nicht diesem üblichen Kunstmarkt und dieser üblichem Verkaufsmasche entspricht sondern es ist etwas wo wir ja diese, wenn Sie da in sich als Treuergarage kommen werden.
00:24:45: Da erwartet sie nicht zu einer ganz normalen Kunstmesse, sondern das ist eine Mischung aus Ausstellung und Messe.
00:24:51: Es gibt keine Stände, sondern das Architektur Büro Kühn-Malwetze die unter anderem sogar die Dokumentar Elfschommern gestaltet haben und für viele große Ausstellungen verantwortlich gezeichnet haben.
00:25:01: Die haben eine Ausstellungsarchitektura für uns, für die Astoria Garage, für den Astoria Show entwickelt wo die Kunstwerke zueinander im Bezug gesetzt werden, wo sie noch rein ästhetischen Gesichtspunkten platziert werden.
00:25:17: Das heißt, es wird versucht einen Gesamteindruck zu schaffen der aber gleichzeitig genug Luft und Raum bildet dass man auch die einzelnen Kunstwerke dann wiederum erleben kann.
00:25:27: Dass ein fokussierter Blick auf sie gerichtet wird.
00:25:30: also das geht hier.
00:25:30: jetzt ist ein bisschen schon so ein Versuch eben auf diese kulturellen Veränderungen diese Wahrnehmungsveränderung von denen ich vorher gesprochen habe auch eine Antwort zu finden mit einem Kunstnässeformat.
00:25:46: Was müsste passieren, wenn Sie sagen am Ende das hat nicht funktioniert.
00:25:49: Also was wäre ein Scheitern?
00:25:51: Weil alles was Sie mir erzählen eine coole Location Galeristen die sich zusammen tun einen Korrektierungskonzept dass Spanien klingt.
00:25:58: ich meine was kann eigentlich schiefgehen?
00:26:00: Es kann alle schief gehen.
00:26:01: also es ist keine Ahnung ob das klappt.
00:26:03: also wie gesagt wird es ist ein Versuch und bei einem versuch ist nie garantiert aber auch klappt Das einzige was ich weiß Wirklich scheitern würden wir, wenn wir nichts versuchen würden.
00:26:16: Wirklich Scheitern würde ich mir keinen Mut aufbringen würden solche Dinge anzupacken.
00:26:22: was dann daraus wird Das kann ich Ihnen jetzt nicht sagen.
00:26:25: Das müssen Sie, Ihre Kolleginnen und Kollegen die ganz strengen Damen- und Herren aus den Fötoredaktionen aber auch natürlich die manchmal auch sehr kritischen Betrachterinnen aus der Sammlerinnen Szene und alle, die in irgendeiner Weise dort unser Publikum sind, die müssen das beurteilen.
00:26:43: Ich kann sie nicht sagen!
00:26:44: Wir haben es versucht wir machen's und wir laden alle ein ist sich anzuschauen und dann entweder den Daumen zu heben oder zu senken Und dann schauen wir, wie es zu dem Umzug weitergeht.
00:26:55: Okay.
00:26:55: Zum Schluss möchte ich noch zwei Tage sanftpolitische Fragen stellen nachdem Sie auch ... Was
00:26:59: wollen Sie denn machen?
00:26:59: Sanftpolitischen Fragen.
00:27:00: Gibt's
00:27:01: heutzutage sanfte politische
00:27:03: Fragen?
00:27:04: Ja, weil ich sanft drüber gleite, weil sie ja eben schon lange in Berlin leben und man immer gesagt hat, Berlin ist zwar arm aber sexy.
00:27:10: jetzt gibt's da eine Zeit die Rede das Berlin zwar nicht mehr ganz so arm ist, aber auch nicht mehr sexy.
00:27:16: Wie sehen Sie das?
00:27:17: Ja das stimmt der Bespruch ist ja von Klaus Oberwald Arm Aber Sexy
00:27:22: circa zwanzig Jahre alt und war so Nullerjahre.
00:27:24: Jetzt ist es nur noch Aber, also das weiß ich ja mittlerweile jeder.
00:27:31: Also
00:27:31: immer noch Aber-Sexy stimmt schon noch?
00:27:33: Nein,
00:27:33: Nur-Aber!
00:27:33: Also nur mehr Aber,
00:27:34: okay so.
00:27:35: Arm,
00:27:35: Aber-sexy, das einzige was überwiegend geblieben ist, Aber Ja.
00:27:39: Nein, ich meine Berlin war natürlich ein Riesenversprechen in den neunzig Jahren oder den Nullern Jahren.
00:27:43: Es war eine fantastische Stadt.
00:27:45: Das war phänomenal.
00:27:46: Ich habe sehr erlebt alles.
00:27:47: War das jetzt Ihnen hier gezogen?
00:27:50: Einlösendes Versprechen, das war es leider nicht so gut.
00:27:53: Oder ist es nicht zu gut?
00:27:54: Ich war das erste Mal längere Zeit in Berlin.
00:27:56: Jetzt bin ich nach Hamburg von nirgendsundfünftig nach Hamburg gegangen und bin dann das erste mal anderthalb Jahre im Jahr neunzehn-neinzig, zweieinneinzig in Berlin geblieben gewesen weil ich dort eine Fernsehserie gedreht habe.
00:28:05: Nach dem Vorbild von MTV Real World haben wir die deutsche Adaption davon gemachtes wahre Leben.
00:28:11: Das war eine Zeit, die ist unvergleichbar.
00:28:14: So etwas hab' ich nie irgendwann irgendwo an irgendeinen Platz erlebt Diese absolute Freiheit, alles ist möglich.
00:28:24: Diese positive Stimmung wo sich die Leute wirklich in den Armen gelegen sind vor Glückseligkeit und dabei aber einfach permanent irgendwas Neues gemacht und geschaffen haben.
00:28:35: das hat es glaube ich selten irgendwie gegeben und dass das dann auch ausgängig auch noch in Deutschland passiert.
00:28:40: Also dann das zweite Mal richtig hingezogen bin ich da im Jahr zweitausend Und seitdem haben wir unsere Galerie eben auch davor war sehen Hamburg.
00:28:50: Okay, jetzt ist es so dass am vergangenen Wochenende die Wahl in Sachsen-Anhalt geschlagen wurde und wenige überraschende AfD ein Rekordergebnis erzielt hat eine Partei die der Verfassungsschutz zumindest für das Bundesland Sachsen Anhalt als gesichert rechtsextremen einstuft weil sie eben wie ich weiß politisch interessiert sind und in Deutschland leben.
00:29:10: wir haben Sie dann diesen Wahlausgang am Sonntag aufgenommen?
00:29:13: Ich bin ja nicht nur politisch Interessiert neben einer Galeristen Tätigkeit bin ich auch Politikberater.
00:29:18: Das mache ich seit dem Jahr, also ich habe eine Job-Doppelfunktion.
00:29:23: Und ja, Sie sagen es ist natürlich nach meinem Gefühl sogar noch schlimmer gekommen als Sie eigentlich dachten.
00:29:29: Erstens einmal war die AfD in den Umfragen meistens nur bei fortyeinundvierzig Prozent, sie ist am Ende bei fast vierundvierzig Prozent gelandet.
00:29:36: Was aber noch viel meiner Meinung nach dazu kommt, dass das PSW sich zwar an manchen Stellen als linke Partei geriert de facto aber natürlich auch sehr rechte Positionen einnimmt und auch teilweise faschistuide Positionen hat, dass die fünf drei Prozent bekommen haben.
00:29:55: Das heißt zusammengenommen haben diese beiden sehr radikalen, man kann auch durchaus sagen antiliberaldemokratische Parteien haben ja eine absolute Mehrheit gegen.
00:30:06: die Kräfte in Sachsen-Anhalt, die sich der liberalen Demokratie verpflichtet fühlen sind zusammengenommen schwächer, haben zusammengenommen weniger Prozent und übrigens auch weniger Sitze im Sachsen-Anhalt-Parlament als die AfD.
00:30:24: Und das ist etwas was es eben... Das muss man ganz einfach sagen in Deutschland natürlich seit nünzendfünfundvierzig noch nicht gegeben hat.
00:30:36: aber es ist auch etwas was er in Deutschland in den neunzehntreißiger Jahren nicht gegeben hatte.
00:30:40: Das hat ein Ausmaß dass wirklich historisch katastrophal ist.
00:30:47: Und es ist so was mich vor allem bei der ganzen Sache besorgt, das hat ja immer geheissen.
00:30:51: ja also dass die Entwicklungen und den Tendenzen hinsichtlich der AfD sind bedenklich aber sie haben noch nicht ganz das Ausmaß genommen weil der AfD eine charismatische Figur fehlt.
00:31:08: Die AfD niemanden hatte und niemanden als charismatischer Politiker, als interessante Führungsfigur eben auftreten konnte und vorhanden war.
00:31:21: Das hat sich geändert.
00:31:22: in Sachsen-Anhalt mit Polysiken und ist das anders!
00:31:25: Es gibt das erste Mal eben auch eine charismattischen Politiker.
00:31:29: jetzt – und nicht umsonst wird jetzt schon überall geschrieben, dass er der Kanzlerkandidat da AfD sein wird.
00:31:34: Also diese Komponente dieser Korrosion der liberaldemokratischen Parteien auf der einen Seite.
00:31:41: Der Aufstieg der liberalen, der antiliberaldemokratische Partei mit der AfD vor allem aber dem WSW so als Beiwagen und jetzt auch noch eine starke Persönlichkeit die das alles medial unglaublich gut transportieren kann.
00:31:57: also dass was da am Sonntag passiert ist es seine Dimension uns noch sehr beschäftigen wird.
00:32:04: Und
00:32:04: nicht umsonst hat man seit Sonntag sehr viel gelesen, Sachsen-Anhalt war erst der Anfang?
00:32:09: Ja gut, Sachseneinheit, eins Komma acht Millionen Mal berechtigt.
00:32:12: Zwei Prozent der Bevölkerung leben in Deutschland also zwei Prozent der deutschen Bevölkerungen sind in Sachsen.
00:32:17: Aber wissen Sie das Ding ist dass man muss in dieser Situation dann auch immer sagen Das ist ja immer die Frage, woran liegt's und woher kommt das?
00:32:25: Wir können jetzt natürlich wieder alle hunderttausendmal auf die AfD und auf PSW usw.
00:32:30: Und was die alles Schreckliches machen und wie schlimm sie sind, was sie eindeutig sind – wieder hinweisen!
00:32:36: Aber das, was wir eigentlich machen müssen, ist….
00:32:39: Wir müssen auf uns schauen.
00:32:40: Wir müssen schauen, wo wir unsere Fehler machten.
00:32:43: Hannah Arendt hat nicht umsonst gesagt nach dem … nach forty-fünf.
00:32:48: Das Problem waren wir und unsere Freunde.
00:32:55: Und wir sind in einer durchaus ähnlichen Situation, wie die Parteien, die Denker, die Medien, die sich der liberalen Demokratie verpflichtet fühlen haben offenkundig kein Angebot mehr dass die Menschen ausreichend begeistert und auf unsere Seite zieht.
00:33:14: Ich sage es Ihnen ganz ehrlich ich bin vor einiger Zeit mit Timothy Snyder das ist amerikanischer Der Politikwissenschaftler, den ich wahnsinnig schätzte, bin zufällig zusammengesessen.
00:33:24: Und der sagte da in diesem Gesprächsbein ein privates Gespräch.
00:33:27: Er ist überzeugt davon dass die liberale Demokratie nicht mehr zu retten ist sondern sie.
00:33:33: Liberale Demokraties kann man nur noch neu erfinden.
00:33:36: und wenn das stimmt und ich fürchte hart recht dann heißt es zunächst mal dass wir vor allem alle Parteien die sich der liberalen demokratie verpflichtet füllen Neu erfinden müssen.
00:33:47: Wir müssen alles strukturen unsere Demokratie, unser liberaler Demokratienzusammenheiten neu erfinden.
00:33:55: Wir müssen die Institutionen neu erfunden wir müssen an all das rangehen aber wir tun es nicht weil wir getrieben sind und ich habe das als Politikberater wirklich zwanzig Jahre fast jetzt erlebt wie getrieben die Politikerinnen und Politiker sind und wie wenig diese Apparate, diese Strukturen und auch die Menschen, die sie ausfüllen in der Lage sind in der Zwischenzeit.
00:34:20: Die Kraft aufzubringen um eine solche Neuerfindung, die Not tut, die wir brauchen wenn man nicht komplett gegen die Wand fahren wollen hinzukriegen.
00:34:31: das kann man den Politikerinnen und Politikern nicht vorwerfen.
00:34:33: Das muss ich immer wieder dazu sagen.
00:34:35: Diese Vorwürfe sind ein
00:34:37: absoluter Wahnsinn die teilweise gemacht werden Und da spielen übrigens auch die Medien natürlich eine große Rolle, aber das ist jetzt alles ein weites Feld.
00:34:44: Wenn es nicht gelingt – und das nur der Abschlusssatz dazu – wenn es nicht gelingt dass wir diese Neu-Erfindung der liberalen Demokratie hinbekommen dann wird's eine Stunde null geben müssen.
00:34:58: Wir sollten alle versuchen was dagegen zu machen in jeder Hinsicht.
00:35:03: Wir sollten bis dahin alles hochhalten mit so viel Optimismus wie möglich die Errungenschaften dieser liberalen Demokratien zu zeigen.
00:35:11: Und vielleicht ist ja diese kleine Astoria-Art Show, mit ihrer unglaublichen Power, ganz barrenz, Spontanilität... Mit all ihrem Irrsinn und Wahnsinn und ihrer Hoffnung auch ein Beitrag dazu!
00:35:24: Okay, sehr gut.
00:35:25: Aber ich will nur einen Satz dazu sagen dass diese Institutionen und die Politik verändern und quasi war halt neu beginnen usw.. Das trifft ja gerade so viele Dinge und das betrifft ja auch weil uns die KI überrollt.
00:35:36: So viele Vorgänge die wir gerade... Wir versuchen sozusagen immer noch zu tun wie immer aber werden überrolld von neuen Technologien und voneinander sich veränderten Welt und diesen Umbau bräuchte es wahrscheinlich auf vielen Ebenen.
00:35:51: Weil wir all das ja selbst machen und all das selbst betreiben.
00:35:54: Und das, glaube ich ist der Punkt – das ist auch das was ich vorher gemeint habe – dass diese Institutionen, diese Apparate, dieses Strukturen, dass die eben eigentlich die Kraft aufbringen müssten sich selbst zu erneuern und da drinnen gesteckt haben über Jahre und immer noch drinnen stecken so wie es du….
00:36:13: Es ist manchmal eben nicht unbedingt Optimismus erheischend aber Wie gesagt, ich glaube aufgeben ist auch keine Option.
00:36:23: Deswegen weitermachen und hoffen und auch etwas tun.
00:36:28: Und ich kann nur sagen... Ich weiß Sie wollen das jetzt wahrscheinlich nicht weil sie wollen es auf die politische Ebene aber ich will auf die Kunst ja?
00:36:36: Die Kunst spielt eine Rolle in dieser Gemengelage.
00:36:42: Dass das hier zum Beispiel da wirklich... wie gesagt ich habe keine Ahnung ob's gelingt.
00:36:46: vielleicht wird das kann nicht so fliegen, wie wir uns das erhoffen in der Astrakarage.
00:36:53: Aber man muss es machen und ich hoffe natürlich dass ganz viele eben auch immer genau dieses Denken haben.
00:37:01: hey!
00:37:01: Nicht nur einfach drüber reden, nicht nur einfach sich permanent irgendwie selber zerfleischen sondern Machen.
00:37:11: Eine Frage ist mir noch eingefallen, die ich vorstellen wollte.
00:37:13: Waren eigentlich die Fördergeber?
00:37:15: Also Bündnisstadt-Wien schwer davon zu überzeugen hier mitzugehen?
00:37:20: und wie welchem Argument habt ihr sie dann überzeugt?
00:37:24: Das ist ein Irrwelt, weil das Projekt einfach unschlagbar überzeugend ist.
00:37:31: Nein es ist so... Natürlich ist es so.. Es ist wahnsinnig viel Parzellanz erschlagen worden in den letzten Jahren Und ich kann alle Förderinstitutionen verstehen, dass sie nicht mehr fördern wollten oder nicht mehr gefördert haben.
00:37:47: Oder gar nie geförderte Förderungen überhaupt in die Hand genommen haben.
00:37:51: Man muss dem Bund zugutehalten, dass Sie das immer trotz allem weitergemacht haben und auch versucht haben, das trotz der Unwegbarkeiten so zu steuern, dass dabei wirklich die Kunst vor allem zur Geltung kommt.
00:38:03: Schwieriger war in dem Zusammenhalt die Stadt Wien aber es ist so... Eben gewesen, dass sich dieser Impuls die Galerien selbst organisieren.
00:38:14: Das ist der Selbst in die Hand nehmen.
00:38:16: Das war ein wesentliches und überzeugendes Argument.
00:38:21: Wir arbeiten alle, also diese Galeristen, die im Vorstand sind, kriegen alle kein Geld.
00:38:26: Es ist alles ehrenamtlich was wir machen.
00:38:28: Die haben jetzt wirklich vier, fünf Monate lang ... an dem Projekt gearbeitet und dabei auch unsere Galerientätigkeit natürlich massiv zurückstellen müssen, unsere eigene.
00:38:37: Und haben eben an diesem Projekt gearbeitet, dass das mehr so eine Gesamtsicht des Kunststands als im Blick hat.
00:38:48: Es haben uns auch ganz viele andere Personen, Institutionen, Firmen, Unternehmen auch unterstützt, dass sie das gehört haben.
00:38:56: Ich glaube dieser Effekt, dass da was Gemeinsames entsteht Der hat auch die Stadt Wien überzeugt.
00:39:02: Und ich glaube, dass die Stadt Win mittlerweile weiß, dass dieser positive Trend, den die Kunstszene in Wien grundsätzlich hat – was ich vorher geschildert habe von Museen über dem Akademien und aber auch über einen Zuzug von jungen Galerien oder Ausländischen Galerie – diese Dynamik eben auch einen Kunstmarkt.
00:39:28: Standplatz braucht und der kann und ist in der Regel eben immer nur eine Messe.
00:39:32: Man darf ja auch nicht vergessen, die Kunstmesse ist die einzige Chance für Künstlerinnen und Künstlern im eigenen Land zusätzlich zu dem was ohnehin da ist noch eine Einnahmequelle zu generieren also das was vorhanden ist die Galerien und Projekträume und Fördergelde usw.
00:39:53: Das ist ohnehin dar.
00:39:55: So eine Kunstmesse ist auch für die Künstlerinnen Szene eben die einzige Möglichkeit, um ein zusätzliche Plattform zu haben bei der sie verkaufen können.
00:40:06: Daher ist das auch für diese Künstlernschaft so wichtig und deswegen waren wir natürlich auch sehr dankbar und sehr froh dass sich hundert Künstlerininnen und Künstlers aus Österreicher hinter das Projekt gestellt haben und eine solche Dettzerklärung abgegeben haben – die übrigens auch glaube ich mit einem Grund war, der die Stadt Wien überzeugt hat!
00:40:24: gibt es eigentlich so, weil man jetzt bei so vielen ausstellenden Künstlern und so viele Galerien die beteiligt sind.
00:40:28: Wenn man jetzt fragt was sind die Highlights?
00:40:30: Kann man das als einer damit Initiatoren überhaupt sagen oder was man sehen kann?
00:40:34: Oder würde das zu viele andere verkraulen wenn man jetzt nur ein paar Dinge herauspickt?
00:40:38: Also dass ich...was ich sagen kann ist, dass wirklich alle Galerienen versuchen haben einen Highlight aus ihrem Programm zu zeigen.
00:40:50: Das war auch das was wir vorgegeben haben.
00:40:53: Jede Galerie zeigt ja nur eine Position.
00:40:55: Und wir haben allen Galerien gesagt, Leute das ist jetzt auch so eine Leistungsschau!
00:40:58: Wir wollen einfach auch zeigen was wir alle können.
00:41:01: und ich kann eins sagen es ist unfassbar wie sich die Kolleginnen und Kollegen Mühe gegeben haben da halt auch wirklich besondere Werke, besondere Künstlerinnen, besonderen Positionen eben auszuwählen.
00:41:13: Das ist dann eben auch mit den Highlights immer so ein... Also jeder zeigt sein eigenes Highlight, dass ist schon mal für sich genommen ein Highlight Und dann eben muss man ja immer sehen, dass so eine Messe auch verschiedene Bereiche abdeckt.
00:41:27: Also junge Kunst, tablierte Kunst also wir haben ganz große Namen auf der einen Seite Wir haben aber auch wirklich unglaublich faszinierende tolle junge Positionen, junge ausstrebende Künstlerinnen die absolute Entdeckungen sind.
00:41:43: und entscheidend ist bei so einer Messe das es in allen Bereichen Highlights gibt oft bei internationalen Kunstmessen nicht der Fall.
00:41:52: durch die Art und Weise, wie wir sie jetzt zusammengesteckt haben.
00:41:54: Erhoffen wir uns dass wir da ein bisschen ein Game-Changer machen und das uns das jetzt gelingt.
00:42:00: Das ist dadurch auch ein Dialog eben ein offener und direkter Dialog zwischen den Highlights junger Kunst und den Highlight wenn Sie so wollen bedeutender wichtiger weltbekannter Präge.
00:42:11: in der Position an ist aber auf der anderen Seite auch der derzeit aktuell wichtigen auch schon bekannten Impulsgeber und Impulse Geberinnen.
00:42:19: also Es geht uns darum, auch die Vielfalt abzubilden und diese Vielfalten auch die unterschiedlichen Positionen in der Vielfaltung zueinander im Bezug zu bringen.
00:42:33: Und auch einen Dialog zu ermöglichen.
00:42:34: Wir haben ja bei der Zusammenstellung der Präsentation darauf geachtet dass die Werke in irgendeiner Weise eben nach ästhetischen aber auch nach inhaltlichen Gesichtspunkten Gegenüber stehen und sich gegenseitig befruchtet.
00:42:51: Und miteinander was anstellen, beim Betrachter.
00:42:55: Also dieser Dialog dieses Dialogische Prinzip das in der Präsentation ist ja auch etwas da was bei einer Kunstmesse normalerweise nicht stattfindet also dass so auf drei Stockwerken auf drei stockwerken Galeristinnen und Galeristen nicht nur ihre Sachen zeigen sondern sie sich auch dabei austauschen.
00:43:11: Was zeige ich?
00:43:12: Was zeigs du wie stelle ich das eine dem anderen gegenüber?
00:43:16: Das ist schon auch ein sehr neuer und anderer als weg.
00:43:18: Wie gesagt, ich habe keine Plassen drunst.
00:43:20: Ob's fasziniert?
00:43:22: Es wird gerade aufgebaut!
00:43:23: Ich kann es Ihnen dann sagen wenn ich durchgehe und es sehe...
00:43:27: Gut, letzte Frage.
00:43:29: Wir haben vor mittlerweile acht Jahren gemeinsam mit ihrem Vater Gustav Peichel an einer Presse am Sonntag gearbeitet.
00:43:36: Er war damals Ehrenchefredakteur für alle die jünger sind und das nicht nur wissen aber er hat als Ironie muss mit seinen Karrikturen die österreichische Medienlandschaft in der Politik über viele Jahrzehnte geprägt und nämlich auch eine wichtige Rolle für die Presse gespielt.
00:43:50: Sie haben uns damals auch sehr unterstützt und die Ausgabe sehr geprägt.
00:43:54: Wenn sie sich zurück erinnern, was ist das erst dann?
00:43:59: Was denken Sie wenn Sie die Presse hören?
00:44:02: Das Wortpresse?
00:44:03: also zwei Sachen wie war die Erinnerungen?
00:44:05: Da sind ja jetzt dutzende Fragen in einem.
00:44:07: Also bei der Arbeit damals an dieser Sonntagsausgabe da gibt es ganz viele Erinnerung wo ich meinen Vater begleiten durfte.
00:44:15: Ich meine er hat das ja gemacht!
00:44:18: Eine Sache war zum Beispiel das Interview, das er gemacht hat mit Sebastian Kurz für diese Ausgabe.
00:44:22: Das fand im Bundeskanzleramt statt.
00:44:24: prägender Eindruck dabei vor allem die Einrichtung des Raums in dem es ist Büros von Sebastian Kurz.
00:44:31: Ich habe selten viele Politikerbüros gesehen aber ich hab selten einen Raum gesehen wo ein Politiker mit der Inneneinrichtung seine Macht so inszeniert wie er das dort getan hat.
00:44:42: Anderer bleibender Eindruck, das Gespräch, dass mein Vater mit Michael Ludwig gemacht hat.
00:44:47: Er war gerade damals Bürgermeister.
00:44:49: Michael Ludwig und meinen Vater zu Hause bis ich besuchte und im zwei Stunden miteinander geredet haben sich wahnsinnig gut verstanden.
00:44:54: Und nun war mein Vater ja nicht unbedingt in den letzten Jahren seines Lebens Sozialdemokrat aber da war ein solches Verständnis zwischen dem beiden, dass ich mir nur gedacht habe wow sowohl mein Vater ist lernfähig also die Sozialdemokraten sind in der Lage solche Menschen wie meinen Vater.
00:45:11: Also das war eine sehr wirklich tolle Erfahrung, ein tolles Gespräch.
00:45:16: Ja und ansonsten ganz toll auch wie ihr es gemacht habt von der Presse.
00:45:21: also deswegen auf die Frage was denke ich an Presse?
00:45:24: Ich meine ich kenne die Presse noch aus Zeiten von Otto Schulmeister.
00:45:27: Das wird ihnen wahrscheinlich nichts mehr sagen aber mir schon... Aus Erziehungen!
00:45:30: Ja ja ich hab's erlebt.
00:45:32: ich habe in Österreich als Journalist begonnen.
00:45:37: Davor war ich nicht lange, aber ab seit meinem siebzehnten Lebensjahr beim ORF und habe dort für eine Zähnung namens Unimolka gearbeitet.
00:45:44: War dann kurz in den achtziger Jahren Korrespondent in Polen als des Solidarnosch gegründet wurde und ähnliche Sachen.
00:45:51: Also ich habe auch in der damaligen Zeit dann zwei, drei Mal Beiträge für die Presse geschrieben und der Autoschulmeister.
00:45:58: Also es war sozusagen die Pressee, die ich aus meiner früheren Zeit im Kopf hatte.
00:46:05: Da habt ihr dann in der Phase wo wir die Sonntagspresse zusammen gemacht haben durchaus sehr positiv aufgeräumt mit meiner Sicht.
00:46:15: Du hast Freude uns zu hören!
00:46:16: Wenn ich mich zurück erinnere an diese Ausgabe, es ist natürlich ein trauriger ... Also schön zum neunzigsten Gustav Peichel.
00:46:23: Aber traurig weil er ja dann glaube ich eineinhalb Jahre später gestorben ist.
00:46:26: aber damit ist es irgendwie ein besonders schönes Vermächtnis geworden mit den Ideen der hat und sich eingebracht hat.
00:46:32: Ich würde gerne noch weiter reden über Medien und über Politik Und auch über den Zustand der Medien usw.
00:46:38: Aber ich glaube wir beenden das jetzt hier Weil wir uns auf die Historie anschauen konzentrieren.
00:46:43: Ich danke fürs Kommen und wünsche alles Gute dass das Gut aufgeht.
00:46:47: Ja vielen Dank!
00:46:48: Das war was Wichtiges mit meinem heutigen Gast Markus Peichel.
00:46:52: Mehr zu unserem heutigen Thema und weiterführende Artikel zum Beispiel von meiner Kollegin der Photoschefin Almut Spiegler, finden Sie wie gewohnt in den Shownoten!
00:47:00: Und sie wissen, was jetzt kommt.
00:47:01: wenn Ihnen die Folge gefallen hat erzählen Sie anderen davon oder abonnieren Sie dem Podcast Was Wichtig ist gleich auf der Plattform Ihrer Wahl.
00:47:08: Und es freut mich auch immer, wenn Sie sich bei mir melden.
00:47:11: schreiben Sie mir
00:47:12: z.B.,
00:47:12: was Sie von diesem Podcast halten oder ob Sie selbst an diesem Wochenende zur Astoria-Art Show kommen werden.
00:47:19: Eintwieder an Podcasts at diepresse.com oder auf Apple-Podcasts Spotify und YouTube.
00:47:24: Macht es gut, bis bald!
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