Die Regierung deckelt wieder Preise: Warum wir das für einen Fehler halten

Shownotes

Gast: Matthias Auer, Redakteur und Energieexperte "Die Presse" Moderation: Anna Wallner, Head of New Media Schnitt: Audiofunnel/DL Mehr zum Thema:

Regierung bringt Strompreisdeckel auf den Weg

Die in diesem Podcast eingespielte Gesundheitsminute zum Thema "Hörverlust" wurde finanziert von Neuroth.

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00:00:05: Die Presse.

00:00:08: Zwei Komma Dreizehn Euro muss man derzeit im Schnitt für einen Liter Diesel zahlen, Der Gaspreis ist auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnt zwanzig und Experten warnen davor dass der Ölpreis auch noch auf bis zu Hundertfünfzig Dollar pro Fass ansteigen kann.

00:00:24: Weil der Krieg im Nahen Osten andauert, treibt er die Energiepreise in die Höhe.

00:00:29: Wirklich überraschend kommt das nicht!

00:00:31: Spätestens seit Ausbruch des Irankriegs war absehbar, dass so eine neuerliche Treuerung einholen wird.

00:00:38: An Rohöl mangelt es der Welt übrigens gar nicht – was fehlt sind die Raffineriekapazitäten um daraus das zu machen?

00:00:44: Was wir tatsächlich brauchen nämlich Diesel, Benzin und Kerosin.

00:00:48: Ich stelle mir nun die Frage, wie schlimm wird es noch in diesem Winter und was können wir als Konsumentinnen jetzt eigentlich tun?

00:00:56: Das alles frage ich heute meinen Kollegen Matthias Auer.

00:00:58: Er ist Wirtschaftsredakteur der Presse und er dröselt uns nun die Hintergründe des neuen Öl- und Gaspreisschocks ein wenig genauer auf!

00:01:22: Beginnen wir mal ganz einfach, dass die Gas- und Ölpreise steigen.

00:01:26: Damit haben wir ja nicht nur gerechnet, sondern das ist eine Realität seit ein paar Monaten.

00:01:30: Aber jetzt hat man das Gefühl vielleicht liegt es auch einfach nur darum, dass alle aus den Ferien zurück sind?

00:01:35: Das Thema ist wieder mehr am Tisch vor allem auch wenn man zum Beispiel zum Nachbarland Deutschland sieht.

00:01:39: da wird ständig fast schon getickert wie hoch die Tankpreise sind.

00:01:43: also zum Einstiegmal die einfache Frage warum steigend dieselöl und gaspreise gerade jetzt so gefühlt rasant?

00:01:50: Sie steigen gerade jetzt so gefühlt rasant, weil die auf der Beruhigung der Krise im Nahen Osten nicht eingetreten ist.

00:01:58: Sondern ganz im Gegenteil auch wieder neue geopolitische Spannungen aufgetreten sind – grade auch übers Wochenende.

00:02:05: Darin das sich die wichtige Ost-West-Pipeline ist zerstört worden.

00:02:09: Das ist eine Pipeline mit der Saudi Arabien doch der zweitgrößte Öl, Exporteur der Welt.

00:02:15: Die Schließung mehr enge, also Straße von Hormuz umgehen konnte.

00:02:21: Das ist ein großes Problem.

00:02:22: da kommt viel Öl jetzt nicht mehr an den Markt.

00:02:25: dann gab es die Angriffe der Hutherebellen bei der Mehr-Engel in Bab Alman Dab.

00:02:31: auch das ist eine wichtige Ausweichroute im Schiffsverkehr gewesen.

00:02:35: und auch eben die Hoffnungen dass die Straße vom Hormus, dass es dort in irgendeiner Form eine Einigung geben wird unter welchem Regime auch immer LNG und Öltanker wieder frei fahren können, auch die gibt es nicht.

00:02:49: Also das sind so sage ich mal die geopolitischen großen Hammer, die jetzt die Öl und Gaspreise stark nach oben treiben.

00:02:57: Und vielleicht können wir uns gleich festmachen wie viel sind sie denn gestiegen in den letzten Wochen und Monaten?

00:03:02: Also wenn man sich das alles von der Zeit vor Vorausbruch des Iran Kriegs anschaut.

00:03:07: dann also wir haben ja zur Ölpreise jenseits da hundert-siebenhundert acht Dollar pro Barrel mehr als sechzig Prozent, mehr als vorher bei Gas gerade in Europa.

00:03:18: Es ist noch deutlich drastischer da stehen wir im Moment knapp unter achtzig Euro.

00:03:23: das ist also in etwa zweieinhalb mal so viel wie vor Ausbruch des Kriegs und viele Experten warnen eben und sagen dass es nur so weit sind wir jetzt gekommen.

00:03:36: der Winter sehr energieintensiv wie wir wissen steht noch bevor.

00:03:41: Leider gibt es das Spielraum nach oben, also es könnte auch nochmal um zwanzig dreißig Prozent teurer werden.

00:03:46: Der frühere E-Kontrollchef und Energieexperte Walter Bolz war vor einigen Tagen in der ZIB II und hat gesagt er rechnet mit diesen zwanziger bis dreißiger Prozent Steigerungen die noch möglich sind der Energiepresse von denen du jetzt auch gerade gesprochen hast.

00:03:59: Ein Effekt, den vielleicht nicht alle so genau im Radar haben ist ja – das schreibst du auch in einen von der jüngsten Texte.

00:04:05: Das wählt ja nicht an Rohstoffmangel, also ein Erdöl-Mangel sondern vor allem auch an Raffinerieköpazitäten.

00:04:11: Kannst du uns das vielleicht ein bisschen genauer erklären?

00:04:14: Also Hintergrund dessen ist, sagen wir es so, wann merkt ein durchschnittlicher Mensch dass irgendwas an den Ölmerkten passiert?

00:04:21: und er merkt wahrscheinlich wenn er nicht mehr mit Öl heizt oder seinen Verbrenner Tank zu einem hat Und da haben wir gemerkt, dass gerade die Dieselpreise in Österreich aber auch in Deutschland und quer durch Europa sehr stark gestiegen sind.

00:04:36: Und zwar deutlich stärker als auch die Rohölpreise.

00:04:39: Jetzt ist die Frage woran liegt das?

00:04:41: Das liegt in erster Linie daran, dass Europa in den letzten Jahren sehr viele Raffineriekapazitäten geschlossen hat.

00:04:49: Das heißt es fehlen uns die Anlagen um das Rohöl, das ankommt also in Österreich zum Beispiel sehr viel kasachisches Rohöl um das auch wirklich ausreichend in nutzbare Treibstoffe umzuwandeln.

00:05:02: Weil man kann auch aus einem Fass Erdöl nicht ein Fass Diesel machen, sondern du hast da immer unterschiedlichen Produktmix, den man rausziehen kann.

00:05:12: und so ist Europa eben stark importabhängig.

00:05:15: und auch das ist eine Folge der politischen Entwicklungen.

00:05:20: Man hat sich ganz viele Differanten irgendwie mehr oder weniger selbst abgeschafft.

00:05:25: Oder der Krieg hat sehr abgeschauft, dass er Österreich zum Beispiel hat ganz lange Diesel von Russland importiert geht irgendwie nicht mehr Sanktionen und so weiter.

00:05:34: dann ist Saudi Arabien zum großen Ersatzlieferanten geworden.

00:05:38: Der Krieg im Nahen Osten gerade bei der Dieselfersorgung also wir haben glaube ich zwei Drittel unseres diesels müssen wir importieren.

00:05:44: das trifft die österreichische dieselversorgung tatsächlich sehr hart.

00:05:51: Im Moment stehen wir vor einer Situation, wo wir ähnlich wie beim Gas auch bei Diesel-Importen mehr und mehr auf amerikanische Lieferanten angewiesen sind.

00:06:02: Und da

00:06:02: kommt dann immer die Zollpolitik wieder

00:06:04: ins Spiel wahrscheinlich?

00:06:05: Da kommt die Zohlpolitik!

00:06:06: Und es gibt natürlich auch die Frage erstens zu welchem Preis?

00:06:09: und zweitens – wie lange schicken die noch Diesel?

00:06:12: Weil auch dort die Mittörms stehen an, auch dort sind die Spritpreise sehr hoch ist natürlich eine politische Belastung für Donald Trump.

00:06:24: Willkommen zur Gesundheitsminute, ihrem kurzen Check-in für mehr Wohlbefinden im Alltag!

00:06:31: Kennen Sie das?

00:06:32: Sie möchten ein Konzert voll auskosten einen Film umgestört verfolgen oder einfach nur Stille genießen und doch liegt über allem ein Pfeifton der einfach nicht weichen will – Das is Tinnitus.

00:06:45: Mehr als ein Viertel der Menschen in Industrieländern kennt solche Ohrgeräusche, die die Lebensqualität massiv einschränken können.

00:06:52: Die Auslöser von Tinnitus sind vielfältig.

00:06:55: Oft steckt ein kaum bemerkter Hörverlust dahinter – das Gehirn fokussiert stärker auf innere Geräusche und der Tinnitus rückt in den Vordergrund.

00:07:03: Die gute Nachricht?

00:07:04: Man ist Tinnitos nicht hilflos ausgeliefert!

00:07:07: Wer besser hört, nimmt den Tinnidus häufig als weniger belastend wahr.

00:07:12: Deshalb ist es wichtig, mit individuell angepassten Hörsystemen schon geringe Verluste der Höherfähigkeit auszugleichen.

00:07:19: Sie können die Klangumgebung normalisieren und das Ohrgeräusch in den Hintergrund treten lassen.

00:07:24: Neurot ist ihr Partner für besseres Hören seit über einhundertfünfzehn Jahren.

00:07:29: Lassen sie jetzt der Gehirn überprüfen In einer der einhundvierzig Filialen von Neurod in ganz Österreich.

00:07:36: Diese Gesundheitsminute wurde finanziert von Neuerot.

00:07:39: Mehr Informationen zum Thema TiniTus finden Sie auf neurot.com.

00:07:45: Jetzt ist es so, dass in den vergangenen Tagen die Internationale Energieagentur IEA gezählt hat, das in den vergangenen zwölf Monaten rund hundert ukrainische Drohnenangriffe auf russischer Raffinerien passiert sind.

00:07:57: Das heißt, das eine ist, wir sollen nicht mal ein Geschäft in der Form machen wollen wie vor dem Krieg mit Russlern aber tatsächlich ist auch dort einfach die Infrastruktur Und der Beschuss.

00:08:07: hat das auch eine Auswirkung auf den globalen Preis schon?

00:08:10: Selbstverständlich,

00:08:12: weil selbst wenn jetzt weniger direkte Lieferungen aus Russland kommen.

00:08:16: Also stimmt natürlich was zu sagen.

00:08:17: es ist ganz viel Raffineriekapazität auch in Russland zerstört worden durch ukrainische Drohnen und auch Pipelines zerstörd wurden.

00:08:27: Die Ölprodukte, die dort jetzt nicht mehr produziert werden können fehlen irgendwo auf der Welt.

00:08:32: Die fehlen möglicherweise nicht in Österreich aber die fehlen dann in China, die fehle in Indien und klarerweise werden dann auch diese Länder danach trachten andere Lieferquellen zu finden.

00:08:45: oder wie im Fall vom China haben eigentlich ausreichend Raffinerie Kapazitäten die eigenen Exporte zu beschränken.

00:08:53: also das heißt es wird einfach knapper und knapper Und das alles fällt auch zeitlich blöd zusammen, weil bei uns wird es kalt.

00:09:02: In Asien ist es heiß.

00:09:03: Auch die Klimaanlagen dort brauchen Energie – sehr viel fossile Energie immer noch.

00:09:09: Das heißt, die lange, lange Phase der schwachen Nachfrage, die wir aus Peking gesehen haben, die ja in den letzten Monaten den großen Ölpreis-Schock verhindert hat...

00:09:19: Die wird jetzt sicherlich klären?

00:09:20: ...die endet schon langsam!

00:09:22: Aber wenn wir jetzt auch noch beim unserem Winter bleiben, wie ist denn momentan die Garspeicher?

00:09:26: Wie sehr sind sie gefüllt und wie verändert sich das über so einen Winter.

00:09:29: Ich finde es immer ganz interessant, die Berechnungen, die man da anstellt je nachdem ob es ein sehr kalter oder milder Winter wird.

00:09:36: Ja also im Moment sind die Gasspeicher, wenn man auf ganz Europa blickt, relativ schwach gefüllt zum jetzigen Zeitpunkt im Jahr.

00:09:45: Also ich glaube, da liegt mal zwanzig Prozent unter dem fünfjahres Schnitt.

00:09:49: Das ist auch ein Grund warum gerade Deutschland hat relativ leere Speicher.

00:09:54: Da gab es in den letzten Wochen auch immer wieder Warnungen davor, dass erstens natürlich die Preise entsprechend steigen werden und aber das es zu knappheiten kommen könnte.

00:10:03: Ich glaube physische Knappheiten wird es nicht geben vor allem nicht in Österreich.

00:10:08: bei uns sind die Speicher zu knapp altundsechzig Prozent gefüllt.

00:10:12: Damit kommen wir eigentlich fast schon übers ganze Jahr.

00:10:15: Also Österreich hat sehr, sehr groß dimensionierte Gasspeicher.

00:10:19: Wir versorgen natürlich nicht nur uns sondern auch Nachbarländer mit dem Gas.

00:10:23: Österreich hat eine strategische Gasreserve die die Republik eingekauft hat damals eben zu den Beginn des Ukraine-Kriegs.

00:10:32: also das heißt da gibt es schon einen großen physischen Sicherheitspolster.

00:10:36: aber natürlich ist es so wenn der Winter kalt wird werden wir durch den Winter kommen, aber es werden die Speicher relativ leer sein im März-April und die Preise werden entsprechend in die Höhe steigen.

00:10:52: Und zwar auch schon während des Winters.

00:10:54: Das heißt wird der Winter streng?

00:10:56: Wird das vermutlich teuer für all jener, die Gas wirklich noch verwenden müssen?

00:11:02: Das heißt man kann ja nicht sagen dass der Gaspreis jetzt schon beim höchsten Stand seit.

00:11:08: Und wie gesagt, die Speicher sind nicht komplett voll.

00:11:11: Aber so ca.

00:11:11: bei siebenundsechzig Prozent in Österreich und nicht den ganzen Europa.

00:11:16: Was kann man jetzt eigentlich als Konsument intun um sich zu wappnen gegen diese Preisentwicklung außer dem Gaskessel?

00:11:23: In einer Rokaktion rauswerfen und doch Pellets kaufen was allerdings so schnell nicht gehen wird?

00:11:29: also erstens höchste preiszeit der gaspreisprise ja aber natürlich auf ganz anderen niveau.

00:11:35: also wir sind nicht.

00:11:36: Wir sind nicht da, wo wir zwanzig-zweiundzwanzig waren und das sind wir auch noch lange nicht.

00:11:40: Und der deutet wenig darauf hin, dass man dort wieder hinkommen wird.

00:11:44: Eine kleine Beruhigung?

00:11:45: Genau!

00:11:46: Aber das heißt jetzt nicht, dass es nicht empfindlich teurer werden wird.

00:11:49: Was kann man machen als Autofahrer schon, wo man tankt und potenziell weniger fahren, sonst bleibt wenig übrig.

00:11:57: also das Auto öfter mal stehen lassen ist wahrscheinlich die günstigste Variante wenn das eine Option ist.

00:12:02: wer mit Gas heizt zum Beispiel Detto auch bei Stromverträgen.

00:12:07: Auch die sind immer noch relativ stark an den Gaspreis gekoppelt, zahlt es sich natürlich aus zu schauen was für einen Gasvertrag habe ich da eigentlich?

00:12:16: Also sprich hab' ich einen... also es gibt ja unterschiedliche Modelle.

00:12:20: Ich kann entweder einen Quasi-Fix Tarif haben wo ich meistens auf zwölf Monate gebunden einen bestimmten Erdgaspreis bezahle.

00:12:28: Wenn ich das rechtzeitig gemacht habe und da einen halbwegs guten Preis habe Dann muss ich jetzt gar nichts machen, weil dann komme ich auf jeden Fall gut über den Winter.

00:12:38: Wer zum Beispiel einen Floater-Tarif hat?

00:12:41: Das sind Tarife wo man mit dem Börsepreis mitschwankt.

00:12:46: Da wäre es glaube schon sinnvoll sich zu überlegen ob man vielleicht auf ein Fixprodukt wechselt vor dem Winter um sich eben die Nerven zu sparen.

00:12:56: Dann jeden Tag nachschauen zu müssen wo der Gaspreis gerade liegt und das ist auch das Gute ist dass es jederzeit möglich da gibt's keine Bindefristen.

00:13:04: Also, das simple Tipp ist neben ein bisschen weniger Heizen einfach in den Tarif-Kalkulator schauen und zu einem günstigen Fixtarif wechseln.

00:13:14: Die andere Frage, die natürlich dann immer kommt ist was kann die Politik tun?

00:13:17: Wir in der Presse sind ja immer so eher auf der Seite.

00:13:20: es muss die Politik nicht bei allem ständig den Rettungsschirm auspacken.

00:13:24: Jetzt gibt's die Spritpreisbremse, die wurde noch bis Ende September zwanzig sechsundzwanzig verlängert.

00:13:28: das ist in zwei Wochen vorbei.

00:13:30: Hast du da irgendwie am Radar oder eine Einschätzung ob die Politik jetzt auf diese Teuerung wieder reagieren wird oder nicht?

00:13:39: Es steht zu befürchten dass jeder Preisausschlag nach oben Argumente liefert, um dieses wirklich ein bisschen unzählige Konstrukt zu verlängern.

00:13:50: Du hast ja schon gesagt wir halten relativ wenig davon und ich glaube auch nicht, dass man den Gaspreis stützen muss.

00:13:57: noch die Tankstellenpreise stützen müssen.

00:14:00: aktuell also wenn du mich fragst Finger weg und Steuern senken.

00:14:05: Aber ganz kurz, weil du gesagt hast das wenig glückselige Modell, warum findest du das nicht gut?

00:14:09: Die Spritpreisbremse in der Form, in der sich jetzt seit Juni gilt oder Juli?

00:14:13: Nein die Spritbreisbreamse hat.

00:14:15: erstens ist es ein Eingriff in den Markt.

00:14:18: Das ist grundsätzlich was wo man darüber nachdenken kann ob man das möchte oder nicht.

00:14:23: dann haben wir gesehen also es gibt ja zwei Komponenten.

00:14:27: einerseits die Steuersenkung, also die Teilsteuersänkung.

00:14:32: Das ist natürlich ein guter Schritt.

00:14:33: Ich meine, da könnte man viel grundsätzlicher daran gehen.

00:14:36: Also ich glaube zwei Drittel des Spritpreises sind Steuern und Abgaben.

00:14:40: es wäre sehr einfach den Preis nach unten zu bringen wenn wir das wirklich will und sich das leisten möchte.

00:14:47: Und das heigt wie jetzt natürlich der zweite Teil also die Maschenbeschränkung für die Lieferanten weil auch wenn da immer relativ hohe Gewinne vorgerechnet werden ist es natürlich so dass Österreich nicht, wie soll ich sagen, keine Insel ist.

00:15:04: Ja und wenn Länder ringsherum einfach deutlich mehr bezahlen führt zum Beispiel Diesel dann kann es passieren das auch eine OMV Schwierigkeiten bekommt ausreichend Mengen zu importieren um die Menschen hier zu versorgen.

00:15:18: Das war immer die Warnung die gekommen ist Auch von dem damaligen Management dort.

00:15:23: Es ist bis jetzt nicht so weit gekommen in anderen EU-Staaten allerdings schon.

00:15:27: Also da haben wir die Bilder Leider ausverkauften Tankstellen gesehen.

00:15:32: Ja, wie gesagt warum finde ich es immer noch für ein wenig Unglücksähle?

00:15:36: Obwohl die E-Kontrolle gesagt hat das wirkt schon irgendwie eben weil das glaube ich deutlich einfacher kinge wenn man's über die Steuern macht und man dann nicht in einem Markt herum pfuschen muss.

00:15:48: Spannend wäre natürlich welche Steuere man dann in dem Fall ansetzen würde.

00:15:52: Naja also beim Spritpreis die Mineralelsteuer

00:15:55: Ja, ja klar.

00:15:56: Aber ich meine auch generell

00:15:57: als wenn es um

00:15:57: die Treue um sich geht kann man ja auch größer denken und sagen Einkommenssteuer, Lohnnebenkosten, I don't

00:16:05: know.

00:16:05: Natürlich!

00:16:06: Da können wir gleich einen zweiten Podcast beginnen wo wir über Steuersenkommens reden.

00:16:12: Genau, aber das machen wir nicht Und kaum war unser Gespräch für diese Folge im Kasten, hat die Bundesregierung doch wieder eine Bremse beschlossen.

00:16:20: Darüber möchte ich Ihnen ganz kurz auch in der Auskunft geben damit die Folge komplett ist.

00:16:25: Die Dreier-Kollektion aus ÖVP, SPÖ und NERS hat sich auf einen Strompreisdeckel für Haushalte und Betriebe geeinigt um die Energiekrise, die wir gerade besprochen haben abzufedern und vor allem einen Preisschock wie im Jahr twenty-twoundzwanzig zu verhindern.

00:16:40: Konkret heißt das, es soll der Strompreis bei zehn Cent netto pro Kilowattstunde eingefroren werden wenn er über sechzehn Komma fünf Cent steigt.

00:16:49: in der Industrie wiederum werden die Subventionen von Sechzig auf über Fünfhundert Unternehmen ausgeweitet.

00:16:55: Das haben Regierungsvertreter am Mittwoch angekündigt.

00:16:58: Die Gesetze sind wir für sollen nun in Begutachtung geschickt werden und noch in diesem Jahr im Parlament beschlossen werden.

00:17:04: Der Preisdeckel soll im Fall des Falles direkt auf der Stromrechnung... und ohne Antrag verrechnet werden.

00:17:10: Die E-Kontrolle soll die Voraussetzungen monatlich prüfen.

00:17:14: Ja, und die staatliche Unterstützung von zweihundertfünfzig Millionen Euro jährlich für die energieintensive Industrie, die soll ab dem Jahr zwanzigjahr das Stromkostenausgleichsgesetz mit hundertseventeen Millionen Euro umfassen.

00:17:31: Das sogenannte SAG oder SAG Plus wird sich Unternehmen ausgedehnt und über den Industriestrompreis werden weitere vierhundert Betriebe subventioniert.

00:17:43: Konkret soll hierfür bis zu fünfzig Prozent des Stromverbrauchs der Strompreis auf bis zu Fünf Cent pro Kilowattstunde gesenkt

00:17:50: werden.".

00:17:51: Das Gesetz zum Industriestrompreis soll außerdem auch einen Arbeitsplatzschutzmechanismus für Unternehmen enthalten, die mehr als zwei Millionen Euro bekommen.

00:17:59: Die dürfen dann im Gegenzug im jeweiligen Jahr maximal zehn Prozent ihrer Mitarbeiter abbauen – ansonsten erfolgt eine reduzierte Auszahlung.

00:18:08: Im Nachbarland Deutschland wiederum hat Kanzler Friedrich Merz ebenso Maßnahmen der Bundesregierung angekündigt aber gegen die hohen Spritpreise in diesem Fall.

00:18:16: Er könne zwar noch keine Details nennen, aber man werde auf die hohe Preise reagieren!

00:18:21: hat er gesagt.

00:18:22: Tja, die Botschaft lautet wohl hier wie da an die Bevölkerung.

00:18:26: Fürchtet euch nicht?

00:18:27: Hier wird euch geholfen!

00:18:29: Ob das was nutzt?

00:18:30: Wir gehen zurück zu unserem Gespräch.

00:18:34: Abschlussfrage gibt's irgendetwas, was diese ganze Krise jetzt schnell erleichtern könnte für den... oder irgendeine positive Note von dir zum Schluss?

00:18:45: Außer einen Friedensnobelprest Trigger Trump, der aus seinem Namen alle Ehre macht.

00:18:51: Also du meinst sobald er ihre Einkommunik gelöst wäre, wäre es schon eine Lockerung zu spüren?

00:18:56: Natürlich!

00:18:56: Gut wird sich werten,

00:18:57: dass sagen da Krieg wird bis zum Jahr zwanzigund und zwanzich dauern.

00:18:59: das ist also eher nicht zu hoffen.

00:19:01: Krisen im nahen Ostnambel in den letzten dreißigvierzig Jahren eigentlich immer gesehen.

00:19:05: man muss jetzt nicht auf den großen Frieden warten.

00:19:08: wirklich entscheidend wäre, dass die Straße von Hormuz wieder tatsächlich frei befahrbar ist.

00:19:15: Das würde sehr, sehr viel lösen.

00:19:18: Es würde natürlich sehr viel helfen wenn die Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Region aber auch zum Beispiel in Russland gestoppt werden.

00:19:29: Alles was wir jetzt kaputt machen kann dann nichts mehr produzieren sorgt für zusätzliche Knappheit.

00:19:35: Also ich kann den Friedensapostel spielen je weniger kriegst du, desto schneller bekommen wir günstige Preise bei den Fossilen.

00:19:46: Matthias, vielen Dank für die ja nicht ganz rosigen Aussichten auf den kommenden Winter.

00:19:51: Aber wir wissen jetzt ein bisschen besser warum es so ist.

00:19:53: Danke!

00:19:55: Das war was Wichtiges unseren Nachrichten-Podcast am heutigen Mittwoch mit meinem Gast Mathias Aua.

00:20:01: Weiterführende Recherchen und Artikel zu den Themen unserer Folge stelle ich Ihnen wie gewohnt in die Shownotes, wenn Sie den Podcast mögen empfehle ich Ihnen einfach zu abonnieren auf der Podcast- oder Streamingplattform Ihrer Wahl!

00:20:13: Und Sie wissen – ich freue mich, wenn ich Post von Ihnen bekomme.

00:20:15: schreiben sie mir an podcastatdepresse.com Oder hinterlassen Sie uns einen Kommentar auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube Überall.

00:20:23: dort können Sie uns nämlich hören.

00:20:25: Machen Sie es gut und bis bald.

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