Regimewechsel an den Kapitalmärkten: Plan schlägt Panik
Shownotes
Wenn man auf wirtschaftliche Regimewechsel zurückblickt, zeigt der historische Vergleich eine wiederkehrende Sequenz. Regime werden instabil, wenn ihre Regeln die von ihnen selbst erzeugten Spannungen nicht mehr verarbeiten können. Der sichtbare Auslöser - sei es Krieg, Depression, Inflation, Finanzkrise oder Pandemie - ist deshalb selten die alleinige Ursache. Vielmehr beschleunigt er einen bereits laufenden Prozess und verändert die Erwartung, dass die alten Regeln fortbestehen. Der entscheidende Wendepunkt ist schließlich die Veränderung der politischen Zielfunktion. Sicherheit kann Vorrang vor Effizienz erhalten, Beschäftigung vor Währungsparität, staatliche Finanzierbarkeit vor realem Gläubigerschutz oder technologische Kontrolle vor maximaler Offenheit. In der anschließenden Kontestation wird entschieden, wer die Kosten der Anpassung trägt. Erst eine glaubwürdige, potenziell kostspielige Handlung und ihre institutionelle Verankerung schaffen einen neuen Anker. Seit 2020 überlagern sich Pandemie, Krieg, Geoökonomie, hohe Staatsverschuldung, Energie- und Sicherheitsinvestitionen sowie der KI-Investitionsboom. Die historische Parallele liegt in der Instabilität einer Übergangsphase, in der alte Reaktionsmuster an Verlässlichkeit verlieren und neue noch nicht fest verankert sind. In diesem Podcast erklärt Jürgen Lukasser, Deputy Chief Investment Officer der LGT Bank AG, Zweigniederlassung Österreich, anhand von konkreten Beispielen der Geschichte seit 1914, welche archetypischen Gemeinsamkeiten wirtschaftlichen Regimewechsel aufweisen – und wie sich ein Anlegerportfolio strategisch gestalten lässt, das die langfristige Handlungsfähigkeit so wenig wie möglich beeinträchtigt. Das Gespräch für die „Presse“ führt Christian Lenoble.
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00:00:00: Dieser Podcast wurde mit Unterstützung unseres Werbepartners finanziert.
00:00:32: Aber wann und woran erkennt man, dass regelmäßige Verlässlichkeit verlieren?
00:00:36: Alte Ordnungen zu wanken beginnen.
00:00:39: Und neue Systeme an Deporters stehen!
00:00:41: In diesem Podcast erklärt Jürgen Lukasser der Beauty Chief Investment Officer in der LGT Bank Österreich – anhand von historischen Beispiels welche Phasen bei einem wirtschaftlichen Regimewechsel typischerweise durchlaufen werden und wie sich ein Anlegerportfolios strategisch gestalten lässt, das die langfristige Handlungsfähigkeit so wenig wie möglich beeinträchtigt.
00:01:02: Das Gespräch für die Presse führt Christian Lenobl.
00:01:06: Es ist kein Geheimnis, die Welt ist im Umbruch.
00:01:10: Geopolitisch betrachtet spricht man vom Übergang in eine nachhaltig multipolare Weltoordnung.
00:01:16: auf gesellschaftspolitischer Ebene entwickeln eingesessene Demokratien in überraschend kurzer Zeit autokratische Züge.
00:01:24: Beziehungen – ob zwischen Kontinenten, Staaten oder Bürgern – im selben Land werden neu gedacht und gelebt.
00:01:31: Die Digitalisierung mit der künstlichen Intelligenz als Sperrspitze treibt die Veränderung um mit rasantem Tempo voran und zu allem überdruss wäre dann auch der Klimawandel, der uns alle von nie da gewesen Herausforderungen stellt.
00:01:43: Kurzum Nix ist fix!
00:01:45: Und im höchsten Maße betroffen von all diesen Umbrüchen sind naturgemäß die Weltwirtschaft und die Kapitalmärkte.
00:01:51: In unserem heutigen Podcast wollen wir uns in Detail und mit Blick vor allem auf historische Ereignisse ansehen, wie Anleger auf den Wechsel von ökonomischen Grundregeln und Regimen reagieren.
00:02:03: Und vor allem, wie sie strategisch idealerweise reagieren sollten.
00:02:07: Ich darf dazu im Presse Tonstudio ganz herzlich Jürgen Lukasser, Deputy Chief Investment Officer der LGT Bank Österreich begrüßen.
00:02:14: Herr Lukasser schön dass Sie da sind!
00:02:16: Vielen Dank für die Einladung.
00:02:17: freue mich sehr
00:02:18: Herr Lukas, auch apropos Blick in die Geschichte.
00:02:20: Lassen Sie uns das Rad der Zeit um etwa fifty-fünfzig Jahre zurückdrehen als ein Sonntagabend am fünfzehnten August neunzehn-einundsiebzig und in den USA läuft zur besten Sendezeit die Serie Bonanzausse, wenn sich sicher erinnern.
00:02:33: Und dann wird das Programm unterbrochen.
00:02:35: Präsident Richard Nixon tritt vor die Kamera und erklärt der Welt dass die Vereinigten Staaten Dollarvorheist nicht mehr im Gold eintauschen werden.
00:02:43: Und mit einem Satz gilt eine Regel nicht mehr, auf der das internationale Währungssystem seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs aufgebaut hat.
00:02:50: Was sei Lukas Heiß damals eigentlich genau passiert?
00:02:53: Auch hinter den Kulissen?
00:02:54: und vor allem was hatte er für Folgen?
00:02:57: Also was vordergründig passiert ist, dass das System von Bretton Woods mit einem Satz eigentlich beendet wurde.
00:03:04: Bretton Wood war die Nacht-Kriegsarchitektur der internationalen Wirtschaft.
00:03:09: Es war eine dollarzentrierte Wirtschaftsarchitektur, sprich der Dollar war weiterhin ans Gold gebunden aber alle anderen Währungen waren an den Dollar gebunden.
00:03:19: Flankiert wurde dieses Währungssystem durch Institutionen wie die Weltbank und den Internationalen Währungshorn und die haben eigentlich in Summe dazu beigetragen dass die Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg eigentlich gut weg starten konnte.
00:03:37: Das Wirtschaftswunder in Deutschland und in Österreich hat über den Marschallplan am Ende des Sages auch ganz viel damit zu tun.
00:03:44: Und dieses System ist zu Ende gegangen, warum ist das System zu Ende gegangen?
00:03:49: Weil es natürlich das System selbst eine Schwäche hatte und die Schwäche eines Tages dann so stark geworden ist dass das nicht mehr tragbar war.
00:03:58: also wir haben gesagt das ganze war dollarzentriert der Dollar war gegen Gold gebunden.
00:04:03: das internationale Handelsgeschäft, die Weltkonjunktur wenn sie so wollen hat aber floriert.
00:04:09: Das heißt die Welt Konjunktür war hungrig nach neun Dollars und die Amerikaner konnten sich damals sehr gut verschulden.
00:04:16: Sie mussten sich aber auch verschuldet weil es ständig frische Dollars gegeben hat.
00:04:20: Gleichzeitig mussten sie eine Goldbindung sicherstellen und diese Bindung ist irgendwann in die Brüche gegangen.
00:04:25: Es gab einen sehr schlauen Herrn, den Robert Treffin.
00:04:28: Der hat das sogenannte Treffindilemma entdeckt und gesagt hat, dass mit dem Right-Nord-System wird eines Tages schwierig werden weil eben Amerika die Dollars bereitstellen muss sich ständig neu verschulden muss und gleichzeitig müssten sie aber schauen, dass sie einen ordentlichen Haushalt haben damit die Leute auf der anderen Seite ja wieder bereit sind in den Dollar zu investieren.
00:04:45: Der hatte eigentlich schon gut zwei Jahrzehnte vorher das Ende angesagt und hat recht gehabt.
00:04:51: Eine große Änderung, also nach dem System von Bretton Woods musste eigentlich eine neue Wirtschaftsordnung gefunden werden.
00:04:57: Wir haben die Anleger auf diesen Umbruch reagiert.
00:05:01: da ist der Panik aus den Kapitalmärkten ausgebrochen, gab es spezielle Strategien.
00:05:06: was waren die Folgen davon?
00:05:09: Es hat natürlich für Tuberlänzen und Kapitalmärkten gesorgt.
00:05:11: Und ich finde eine Anekdote vom Redalio besonders interessant und aufflussreich eigentlich, um zu verstehen wie komplex dann die Reaktionen der Kapitalmerkte sind.
00:05:20: Der Redaljo berichtet genau von diesem einen Sonntagabend, dass er auch diese Ansprache vom Präsident Nixon gesehen hat – und der hat damals für ein Wertpapierunternehmen gearbeitet und hat gesagt, ich bin am nächsten Tag dort hingegangen und bin davon ausgegangen, dass die Märkte verrückt spielen werden, Stellt sich heraus, stimmt gar nicht.
00:05:39: Der Dollar hat deutlich entwertet aber die US-Exportöre, die in Dollars exportiert haben, haben das richtig gut gefunden und die Aktien sind dann eigentlich sogar gut gelaufen.
00:05:49: Das heißt, die Implikationen sind nicht immer ganz einfach und wer versucht einen Zeitpunkt zu treffen?
00:05:57: bzw.
00:05:58: auch die Richtung zu erraten, der wird Schwierigkeiten
00:06:00: kriegen.".
00:06:00: Das ist eine Lehre aus all den Analysen, die wir gemacht haben!
00:06:04: Wir haben versucht, die fünf wichtigsten Episoden von Regimewechseln seit dem Ersten Weltkrieg zu analysieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede rauszuarbeiten.
00:06:12: Und eine Aussage ist schon versuchen Sie nicht einen richtigen Zeitpunkt zu treffen, versuchen sie nicht zum richtigenzeitpunkt die Kurve zu kratzen sondern sie müssen sich strategisch aufstellen.
00:06:22: das ist ein wesentlicher Take-Away wie man in Neudeutsch sagt.
00:06:26: Auf diese Gemeinsamkeiten kommen wir noch ganz genau zu sprechen.
00:06:30: Ich wollte Sie vorher bitten, damit wir nicht nur bei Bretton-Wutz bleiben und ein anderes Beispiel aus der Geschichte bringen, wo es das XXI oder XXI Jahrhunderts zu dramatischen wirtschaftlichen Regime wechseln gekommen ist?
00:06:41: Was könnte man da noch anführen?
00:06:43: Man kann einfach mit dem Anfang beginnen!
00:06:45: Also vor den letzten Jahren.
00:06:47: Das war eine Phase, wo ein wirtschaftliches Regime gegolten hat.
00:06:52: Dass man gerne als die erste Globalisierung bezeichnet.
00:06:55: Erste Globalisierung bedeutet Wir hatten damals hohe internationale Kapital Mobilität.
00:07:01: Wir hatten Wertpapiermärkte, die international verfluchten waren.
00:07:05: Es galt damals der Goldstandard.
00:07:07: das Zentrum der Nabel der Finanzwelt war damals alles was heute aber landen und auch die Technologie dann wesentlichen Beiträge leistet.
00:07:15: Durch die Entwicklung der Dampfschifffahrt unter Eisenbahn war es so, dass die Logistiksysteme internationalem Handler ermöglicht haben und deswegen eine ganz starke internationale Integration stattgefunden hat – und zum ersten Mal sowas wie Globalisierung stattgefundene hat!
00:07:30: Das hat natürlich nach den Schüssen von Sanri Evo im Sommer, um das Jahr zu Ende, die Staaten haben sich neu ausgerichtet, etwas und das ist auch vielleicht ein Learning für die heutige Zeit.
00:07:42: Damals war sozusagen vor dem Jahr fourteen der Gedanke, die Globalisierung bringt Effizienz, hilft Kosten zu sparen, Kosten effizient zu sein.
00:07:50: Das ist dann gewichen dem Sicherheitsgedanke Resilienz, wir müssen darauf schauen dass unsere Rohstoffversorgung sichergestellt ist.
00:07:57: Wir schauen nicht dort wo es ein billigsten ist sondern dort die Versorgungssicherheit am besten ist.
00:08:01: Das erinnert ein bisschen an die heutige Zeit wenn ich so eine Energie-Versorgung in Europa denke und ähnlich.
00:08:06: Versorgung mit seltenen Erden zum Beispiel.
00:08:09: Das ist etwas was wir daraus lernen konnten.
00:08:11: nach nineteen hundert vierzehn haben die Staaten auf Kriegswirtschaft umgestellt und Prioritäten wurden komplett geändert.
00:08:18: Statt Effizienz wurde es Sicherheit in den Vordergrund gestellt, die gläubiger Interessen sind nicht berücksichtigt worden.
00:08:25: Wie viele Leute gibt's, die in Kriegsanleihen investiert haben und kein Geld mehr dafür gesehen haben?
00:08:30: Das heißt, in einer normal funktionierenden Konjunktur wie wir sie vor dem Ersten Weltkrieg gesehen haben, sind Gläubigeinteressen sowie heute natürlich geschützt worden weil das einfach Creme für Kredibilität steht – in einem neuen Regime!
00:08:42: muss das nicht der Fall sein.
00:08:43: Und das war auch ein neuer Effekt,
00:08:45: d.h.,
00:08:45: für andere glaube ich, war das kein lustiger Umstand den wir damals gesehen haben und generell Kapital.
00:08:51: Mobilität hat extrem abgenommen und damals war es natürlich nicht nur wichtig bin ich investiert in Wertpapiere?
00:08:57: sondern wo bin ich Investiert?
00:08:59: kann ich auf diese Vermögenswerte zugreifen und ähnliche Dinge.
00:09:02: Jetzt haben wir uns zwei Beispiele in der Geschichte angeschaut.
00:09:05: Bei beiden ist es ja so, dass jetzt das Satz von Nixen oder den Ausbruch des Weltkriegs, das waren quasi die Symptome einer Geschichte, die schon dahinter seit Jahren im Laufen war.
00:09:18: Also der Schock selber und der Umbrucht, der dann darauf gefolgt ist ... die Endpointe sozusagen.
00:09:27: Deswegen ist auch meine Frage, was kann man denn allgemein gültig vielleicht aus diesen oder anderen Beispielen herauslesen?
00:09:33: Das heißt woran erkennt man das?
00:09:35: Regeln ihre Verlässlichkeit verlieren und dass wir kurz davor stehen, dass etwas passiert und welche Mechanismen tauchen selbst in sehr unterschiedlichen Übergängen immer wieder auf?
00:09:47: Das ist eine exzellente Frage und Sie haben völlig recht also im Moment wo in der Zeitung die Schlagzeile steht Das ist der Schock.
00:09:55: Der Schock legt Dinge offen, die vorher schon existent waren.
00:09:58: Und das ist eine Lehre, die wir auch aus der Analyse der historischen Episoden gezogen haben.
00:10:03: und wir haben versucht eines zu machen.
00:10:04: Wir haben versucht ein Art Phasenmodell zu bauen.
00:10:07: Dazu muss man gleich mal einschränken sagen, dass es kein mechanisches Modell ist, das uns dann den Datum ausspuckt wo Regimewechsel stattfindet sondern soll uns helfen zu verstehen welche Sequenzen treten typischerweise in solchen Übergangsphasen auf Und wenn wir einfach mit dem Beginn anfangen, ist die erste Phase dieser Sequenzen, die man häufig sieht – die Erosionsphase.
00:10:29: Sprich und der Titel könnte sein «Die Fassade steht noch».
00:10:32: Ein Regime kann nach außen wirklich ein wirtschaftliches Regime, kann nach Außen stabil wirken, obwohl sich im Inneren längst Spannungen aufgebaut haben.
00:10:40: Wenn ich sage Spannung aufbauen, zeige ich Ihnen ein paar Aspekte, die mir da einfallen.
00:10:44: Immer dann, wenn es im heutigen Kontext klingelt dabei, ist das nicht ganz unbewusst.
00:10:48: Hohe Schulden!
00:10:50: Geopolitische Rivalitäten, technologische Verschiebungen und Gleichgewichte schwindende politische Legitimität.
00:10:56: Das sind klassische Erosionserscheinungen.
00:10:58: Ja
00:10:58: und ich dachte schon sie sprechen von heute.
00:11:02: Darauf kommen wir ein bisschen später nochmal zu sprechen.
00:11:04: aber das ist natürlich für jetzt was Anleger Sicht besonders unangenehmer.
00:11:10: es macht es sehr komplex weil gerade in diesen Phasen Märkte noch gut funktionieren.
00:11:16: Das schauen wir auf die Aktienmärkte heute.
00:11:18: Aktien-Märkte haben wirklich eine mehr startlose Performance.
00:11:23: Die Volatilität ist zum Beispiel auch niedrig, das ist etwas normalerweise was ein Risiko anzeigt und Wertpapier merken, die Volatillitäten sind im Moment dabei jetzt nicht erwähnenswert.
00:11:33: Die Bewertungen sind gestiegen sogar und die Gewinner der bestehenden Ordnung Die sind die absolut dominierenden Faktoren in den Initials.
00:11:43: Wir sehen, dass wir dort schon eine gewisse Konzentration in einigen Branchen haben.
00:11:48: Aber eines ist der wichtige Take-away jetzt – die sichtbare Stabilität ist nicht derselbe wie eine strukturelle Sicherheit und Robustheit.
00:11:56: Gerade der Erfolg von dem alten Regime kann oft bedingen, dass die Verwutbarkeit größer wird.
00:12:02: Denken Sie daran an die gute alte Zeit das die Globalisierung funktioniert hat in der Phase vor der Finanzkrise.
00:12:08: Damals haben die Unternehmen die Lieferketten optimiert alles auf Effizienz geföhnt.
00:12:13: Die Anleger konnten sich leisten die Kreditlaufzeiten verlängern Die Schuldner haben niedrige Zungen zinsen genutzt um die Finanzierungskosten oder um von geringen Finanzierungskosten zu profitieren und haben die Verschuldungsgrade in der Höhe geschraubt.
00:12:26: Und die Portfolios haben sich vor allem auf Geschäftsmodelle konzentriert, die in der Vergangenheit am besten funktioniert haben.
00:12:31: Das war damals der Investmentbanking-Sektor zum Beispiel, das hat natürlich in sich schon sozusagen den Quell der Instabilität getragen.
00:12:40: Wenn man jetzt weitergeht und sagt okay was ist denn die nächste Sequenz, die dann drauf folgt?
00:12:45: Meistens passieren dann Dinge die dazu beitragen, das was unter der Oberfläche vorher stattgefunden hat offen zu legen.
00:12:52: Das heißt ein Schock!
00:12:53: Das Unsichtbare wird auf einmal sichtbar und der Schock kann verschiedene Züge tragen.
00:12:58: Ein Beispiel dafür wäre ein Krieg, eine Pandemie, eine Finanzkrise, eine Inflationsschub, eine technologische Disruption.
00:13:04: Der Schock muss den Regimewechseln überhaupt nicht verursachen ist eher ein Symptom dessen als dass es die Ursache ist.
00:13:11: Es legt offen was dazu...was zuvor einfach verdeckt war und verkürzt aber vielleicht dann auch ein bisschen schon den Zeithorizont, in dem das Ganze passiert.
00:13:20: Weil es offengelegt ist?
00:13:21: Weil dann auch klar ist wo die das hier Probleme sind und dass es so vielleicht nicht weitergehen wird.
00:13:25: Also
00:13:25: der Schock führt ja auf jeden Fall dazu, dass man nicht mehr sagen kann wir wissen nicht was passiert.
00:13:30: also es ist ja sozusagen die Sichtbarmachung, die Offenlegung des Problems, auch wenn man die Wurzel vielleicht noch nicht verstanden hat.
00:13:36: Ganz genau!
00:13:37: Aber es wird klagem...also es wird offenkundig da gibt es Probleme.
00:13:42: Das Problem im Schock natürlich, dass je nachdem welche Art von Schock auftritt die Reaktionen anders sind.
00:13:49: Es könnte zum Beispiel sein ein Nachfrage-Einbruch.
00:13:52: das würde z.B.
00:13:53: andere Veranlagungen begünstigen wie auch Angebotsschock oder Bankenkrise oder Rohstoffverknappung.
00:14:00: Deshalb ist die Frage, die man sich stellen muss eigentlich nicht kommt jetzt einen Schock?
00:14:04: Oder kommt er sondern wichtiger ist zu verstehen, welche Knappheit liegt darunter.
00:14:09: Was ist unter der Oberfläche verborgen um sich darauf schon einrichten zu können?
00:14:14: Nur jetzt sozusagen den richtigen den Schock zu erraten wird ihnen nicht helfen das Portfolio-Rubus zu machen.
00:14:20: Allerdings ein genauer Blick auf die Geschehnisse würde mir vielleicht helfen schon wieder Erosionsphase den Schok zu erahnen.
00:14:30: Ja Wobei man sagen muss, da gibt es keine Garantien.
00:14:34: Es gibt auch in der Erosionsphase unterschiedliche Möglichkeiten an Schocks.
00:14:37: und wenn ich an die aktuelle Erosion Phase denke was haben wir gehabt?
00:14:40: Wir haben eine Pandemie gehabt, wir haben den Krieg vor der Haustür in Europa.
00:14:44: also das sind schon mehrere Schocks Und dann haben jetzt noch einen den siebenundvierzigsten Präsidenten der Vereinigten Staaten Der hat die Regeln des internationalen Handels Voreiges Jahr Liberation Day Schockartige geändert hat.
00:14:56: Also es sind schon mehrere Shocks, die da auftreten aber die zeigen uns einfach das sind Ungleichgewichte vorhanden, die die alte Ordnung untergraben haben.
00:15:06: Jetzt haben wir den Errassion gehabt, den Schock als sichtbares Zeichen, Reaktionen krisenhaftes Szenarien.
00:15:12: wie geht's weiter in den Mechanismen?
00:15:13: Was ist noch typisch für den
00:15:15: Umbruch?
00:15:15: Nächste Sequenz in so einem klassischen Umbruchs ist eine neue politische Erzielfunktion.
00:15:20: Die Politik ordnet die Prioritäten neu Und das ist etwas, was wir jeden Tag wenn wir die Zeitung aufmachen im Moment live miterleben können.
00:15:29: Politische Zielfunktionen ändern sich.
00:15:31: Sicherheit tritt zum Beispiel vor Effizienz.
00:15:33: Das ist etwas was wir im Moment ganz klar sehen.
00:15:36: Versorgungssicherheit ist wichtig als niedrige Kosten aber zb in anderen Episoden war zum Beispiel Beschäftigung wichtiger als Währungsbarität.
00:15:44: sprich Der Goldstandard wurde geopfert, damit man die Wirtschaft wieder in Schwung bringen kann.
00:15:49: Oder staatliche Finanzierbarkeit geht vor den realen Gläubigerschutz.
00:15:53: Realer Gläubegerschutz – nicht vergessen!
00:15:55: Man kann versuchen Schulden weg zu inflationieren.
00:15:57: Das ist etwas was dem Gläuberger natürlich sehr wehtot und schadet aber im Staat zum Beispiel hilft.
00:16:02: Also hier werden mehr oder minder die Richtungen festgelegt.
00:16:06: wie in welcher Art und Weise wird die Politik des neuen Regimes designt?
00:16:13: Zum ersten Mal die Phase, wo Anleger – weil jetzt sozusagen nach der Offenlegung des Problems durch den Schock, nach den Reaktionen und nachdem man verstanden hat in welche Richtung die Politik geht und welche Prioritäten setzt.
00:16:25: Ist das erstmals die Phase wo der Anlegar sinnvoll reagieren kann?
00:16:31: Ich denke es ist auf alle Fälle eine Phase wo ganz klar wird, weil dieser Schock dann sozusagen auch seine Entprechungen findet in politischen Konzepten dass das Portfolio neu ausgerichtet werden müssen.
00:16:42: also Die Art und Weise, das Gefährliche finde ich an einem Regimewechsel ist, dass im alten Regime galten Gesetzmäßigkeiten wie Geschäft, wie Investments funktionieren.
00:16:56: Das neue Regime könnte die Zusammenhänge ein bisschen anders funktionieren – und das macht es gefährlich!
00:17:01: Und das Portfolium muss aber so aufgestellt sein, dass jetzt diesen Modus Transzende vom alten Regimen ins neue Regim unbeschadet übersteht.
00:17:09: Was?
00:17:10: besser funktioniert, wenn man den ganzen Prozess schon verstanden hat oder muss man einfach reagieren auf die neuen Gegebenheiten auch ohne tieferes Verständnis der Hintergründer?
00:17:19: Ich glaube also ein wesentlicher Erkenntnis und der wesentliche Take-Away des Ganzen ist dass ein Regimewechsel auch schwer umkehrbar ist.
00:17:28: Also das war etwas wenn man zum Beispiel an die Zeit zur nächsten Episode zu gehen an die zeit nach dem ersten Weltkrieg denkt.
00:17:35: damals war es so.
00:17:35: In den letzten Jahren ist der Krieg zu Ende gegangen, es gab dann die Frinsverhandlungen in Versaille und in Triano.
00:17:45: Damals war es so, dass man am Ende des Tages gesagt hat gut jetzt was das Wirtschaftssystem betrifft macht man durch Folgendes wir reparieren die Schäden und gehen wieder zurück zum ursprünglichen System so wie wir das hatten.
00:18:01: Was man aber nicht berücksichtigt hatte, war dass sich die wirtschaftlichen Realitäten und Gegebenheiten auch die politischen Gegegenheiten mit Massenparteien Die haben völlig anderen Gesetzen gehorcht.
00:18:12: Das war nicht mehr umsetzbar, man hat versucht den Goldstandard wieder durchzusetzen und zu implementieren.
00:18:17: das hat aber es war einer der wesentlichen Auslöser der großen Depression weil das zu den wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht mehr gepasst hat.
00:18:25: Das ist ein wichtiger Takeaway.
00:18:27: alle die glauben wenn der siebundvierzigste Präsident nicht beim Amt ist dann können wir wieder zurück zur Normalität.
00:18:34: Das ist ein Irrtum.
00:18:34: Die Ungleichgewichte bleiben erst jetzt nicht der Auslöser, aber er ist sicherlich jemand, der eine bestimmte Art und Weise der Lösung dieser Ungleich-Gewichte verkörpert.
00:18:45: Es gibt ja auch unterschiedliche Möglichkeiten die Ungleich Gewichte aufzulösen.
00:18:48: also eine Variante ist die Haupthandel Handelspartner mit Zölln zu attackieren, andere Variante wäre gewesen einen Deal mit China zu finden um die Währungsrelationen in die richtigen Beziehungen zu setzen.
00:18:59: das wäre auch eine Möglichkeit gewesen.
00:19:01: Nicht so spektakulär gebe ich zu.
00:19:03: Über Spitz könnte man sagen, er übermittelt nur die Informationen.
00:19:07: Er gießt die Dinge der politischen Entscheidungen in politische Vorhaben und Projekte und kommuniziert damit – ob er will oder nicht?
00:19:15: Jetzt haben Sie dieses Modell dargelegt, also das beginnt mit der Erosion über den Schock und führt zu einem Bruch für zu neuen Prioritäten.
00:19:24: Oft auch mal zulasten der Anlegergemeinde und schlussendlich zu einer Neubewertung.
00:19:29: Wenn wir jetzt dieses Model in die Gegenwart verpflanzt, um die Dinge von heute zu verstehen... Und so wie Sie das zählt haben, bin ich ja der Überzeugung, dass sich die Dinge wiederholen.
00:19:40: Weil alles was Sie genannt haben als typische Symptome und Mechanismen in der Krise könnte man eins zu eins auf heutige Zustände überwälzen.
00:19:48: Welche zentralen Lernenbar haben sie schon gesagt?
00:19:50: Könnte man es daraus ziehen um ein robustes Portfolio zu bauen?
00:19:54: oder anders gefragt Wie schützt man eigentlich ein Portfolios wenn selbst die gewohnten Schutzmechanismen unsicher werden?
00:20:02: Das ist eine extrem gute Frage, auf die es keine ganz kurze Antwort gibt.
00:20:06: Deswegen würde ich die Antwort gerne zwei Teile teilen.
00:20:08: Vielleicht schauen wir uns das Erste an wie sieht die heutige Situation aus?
00:20:12: Was würde sozusagen diese modellhafte Darstellung, die wir gewählt haben, was ist in der heutigen Sicht dafür relevant?
00:20:19: und wie kann man bei den?
00:20:21: welche Gesetzmäßigkeiten gelten dann für Portfolien?
00:20:24: Die eine Sache ist dass wir eigentlich seit Jahrzehnt zwanzig mehrere Elemente deutlich sehen.
00:20:29: Der erste Mal, der alte Effizienzordnung ist komplett erodiert.
00:20:33: Das was wir gewohnt waren Globalisierung man produziert dort wo es am günstigsten ist und da Nutzen ist, da ist der Endkonsument.
00:20:40: Geopolitische Rivalität, hohe Staatsschulden Neu-Industriepolitik Zweifel an zueinseitigen Lieferketten das haben wir alles.
00:20:48: die politischen Zielfunktionen die haben sich bereits verschoben.
00:20:52: Resilienzen sind in den vordergrund getreten Verteidigungsausgaben etwas was wir in Europa.
00:21:13: Wir
00:21:19: müssen uns nur darauf einigen, wer bezahlt das dann eigentlich am Ende des Tages.
00:21:22: Versorgungssicherheit Und natürlich jetzt im aktuellen Kontext technologische Kontrolle.
00:21:28: Plätspadekai frei laufen, werden Technologiegüter frei am Markt exportiert oder wird das limitiert?
00:21:33: Liefert man nix an die Chinesen weil es eine Rivalde ist?
00:21:37: Das sind Dinge die definiert werden müssen.
00:21:38: und da ist im Moment noch viel im Fluss.
00:21:41: Da gibt es sowas wie eine Kontestation.
00:21:44: Da wird viel quasi in Frage gestellt, was in der alten Ordnung gegolten hat und in einer neuen Ordnung überführt ohne dass die neue Ordnung jetzt sozusagen auch schon ein perfektes Set-Up hat.
00:21:54: also wir sehen noch nicht das ist im Plus Wir sehen noch Nichtes Entbild Das muss man fairerweise sagen.
00:22:00: Aber eine Frage die zum Beispiel wichtig ist Wie offen bleibt der Handel?
00:22:03: Wie offen bleiben die Kapitalmärkte?
00:22:05: Wie werden die Kosten der höheren Sicherheitsausgaben verteilt?
00:22:08: So haben wir uns schon kurz angesprochen Welche Rolle übernehmen die Zentralbanken?
00:22:12: Ganz wichtige Frage für Kevin Walsh, den neuen Chef der US-Fed.
00:22:16: Gerade dann wenn die Verschuldung so hoch ist wie sie jetzt ist?
00:22:18: Dann welche institutionellen Anker wird es geben um die Erwartungen das neue System langfristig zu verankern?
00:22:27: Das hat zum Beispiel nach Bretton Woods mit der Weltbank im IMF sehr gut funktioniert und beim Marshallplan – da gibt's im Moment noch gar keine Lösungen dazu!
00:22:36: Eines muss man fairerweise auch sagen, die Ebenen sind nicht gleich weit fortgeschritten.
00:22:41: Ich finde jetzt auf der Energie- und auf der Sicherheitspolitik Seite sieht man den Prioritätswechsel ganz deutlich.
00:22:48: Jetzt wenn es um monetäre Ordnung geht, da ist die Frage ein bisschen hat er doller sein Zinit hinter sich?
00:22:54: Und der Antwort ist glaube ich, ja sein Zinnit vielleicht schon aber ich glaube nicht dass er morgen auseinanderfallen wird.
00:22:59: Das haben wir beim letzten Podcast besprochen.
00:23:01: Correct Petro Dolle.
00:23:04: Dann muss man sagen, da existiert weiterhin ein bis jetzt etablierter institutioneller Rahmen.
00:23:09: Aber hohe Schulden und den neuen fiskalischen Ansprüche durch die Verteidigungsausgaben könnten dann natürlich schon zu veränderten Charakteristiken und Funktionsweisen führen.
00:23:20: Und bei Technologie- und dem Handel entstehen überhaupt im Moment erst neue Regeln ohne das bereits auf vollständig getrennte Weltwirtschaft zwischen Güter, die man handelt weil sie einfach Konsumgüter sind und Güter die strategische Güter sind, die wir vielleicht nicht so gerne handeln.
00:23:37: Da ist was im Entstehen aber das gibt es noch nicht in Wirklichkeit.
00:23:40: Das Interessante an dem modellhaften Zugang ist dass man diese Unterschiede sehen kann ohne dass man jetzt notwendigerweise unter einen Schlagwort zwicken muss.
00:23:48: also es schafft der Bewusstsein dass hier das im Fließen ist.
00:23:51: wir wissen der Prozess vom A nach B, vom Alt-Regimes neu ist das gefährlichste.
00:23:57: Sobald die Regeln vom neuen Regime klar sind heißt es nicht notwendigerweise dass das gefährliche ist.
00:24:02: Es ist da Übergang wo der alte Landkarte nicht mehr gilt und den Neuen noch nicht gezeichnet ist.
00:24:06: Da ist es das Gefährliche Und da sind wir jetzt mittendrin.
00:24:09: Da wollte ich Sie gerade fragen, wo wir uns eigentlich befinden sozusagen in diesen Phasen.
00:24:14: Aber Sie haben gesagt das kann man nicht so einfach schwarz-weiß sagen weil es davon abhängt welche Perspektive man annimmt und was man genau für einen Zyklus anschaut.
00:24:22: aber ich glaube Ihnen was bei allem gleich ist die Schockphase haben wir schon überall erlebt oder?
00:24:27: Die Schockfase
00:24:28: haben wir überlebt.
00:24:29: Die neue politische Willensbildungsphase glaube ich jetzt im Laufen.
00:24:34: Und es gibt eine Kontestationsphase wo verschiedene Ziel, Zustände miteinander konkurrieren.
00:24:41: Und was wir noch gar nicht gesehen haben ist dass Institutionen geschaffen worden sind die die Neuordnung verstetigen.
00:24:45: das gibt es nur gar nicht.
00:24:46: Wenn man sich jetzt da ganz nüchtern betrachtet und unhysterisch erwann wird denn die Neuerordnung greifen?
00:24:52: Weil das ist ja der Punkt wo sie selbst gesagt haben da wird die Sache wieder relativ unproblematisch weil er konnte immer sich drauf schon einstellen.
00:24:59: Es ist natürlich bisschen die schwäche Formodell die liefert uns jetzt keinen zeitlichen Rahmen Und das kann unterschiedlich lange dauern.
00:25:06: Wir haben Eingangsgesprochen über das Ende von Bretton Woods, und das hat sozusagen die neue Wirtschaftsordnung ist dann geschaffen worden eigentlich mit dem Schlussakord vom Paul Volker der damals die Inflation in Amerika unter in Kaufnahme hoher Arbeitslosigkeit und Rezession mit hohen Zinsen gebrochen wurde.
00:25:26: und das hat gedauert zehn Jahre.
00:25:27: Das heißt der Zeitraum kann ganz schön erheblich sein, man muss aber trotzdem sich gewahr sein dass vielleicht in dem Modus-Transzende Zusammenhänge nicht immer ganz so stabil funktionieren wie wir es gern hätten.
00:25:38: Und ich kann Ihnen vielleicht auch ein Beispiel dazu sagen, weil wir drüber nachgedacht haben was sind die Lern für ein robustes Portfolio?
00:25:45: Wie kann ich mein Portfoli robust machen?
00:25:48: Was Ihnen jeder sagt ist du musst dein Portfolium diversifizieren.
00:25:52: Das stimmt ja auch!
00:25:53: Ist ja nichts falsch Nur jetzt zu zeigen, Diversifikation auf der Ebene der Anlageklassen greift in so einem Umfeld vielleicht zu kurz.
00:26:03: Und ich sage Ihnen ein Beispiel das klar macht was ich meine.
00:26:06: Stellen Sie sich vorwärmen Anleger, der hat Wachstumsaktien dann hat er langlaufende Anleihen und dann hat da auch hochpreisige Luxusimmobilie.
00:26:14: Da würde man sagen der hat Aktienanleihen eine Immobilie super diversifiziert.
00:26:18: So stellt sich aber raus wenn man sich überlegt Was ist denn der Treiber wo alle drei Anlage Klassen gut laufen würden?
00:26:25: Und die Antwort ist vollende Zinsen.
00:26:28: Was ist der Treiber, wo alle drei Anlageklassen gleichzeitig schlecht laufen würden?
00:26:32: Steigende Zinzen!
00:26:33: So und das wäre es sich vielleicht noch dran erinnern kann.
00:26:36: Das war exakt so ein Jahr.
00:26:38: Damals hat der breite Aktienmarkt verloren zweistellig in Prozent setzen und der Anleihmarkt gleichzeitig genauso.
00:26:46: D.h.,
00:26:46: die Vessifikation wie wir sie kennen und wie Sie uns wünschen, hat in dem Umfeld gar nicht funktioniert.
00:26:52: Dann
00:26:52: war die Diversifikation nicht breit genug gefächert
00:26:55: oder nicht auf den richtigen Breibern aufgehängt.
00:26:57: Das heißt, man muss sich wirklich die Anlageklassen anschauen und das spricht finde ich ganz stark dafür dass mein Stress jetzt mit Portfolios durchführt.
00:27:04: Dass man sagt okay wie würde jetzt meinen Portfolio reagieren wenn die Zinsen stark steigen?
00:27:08: Wie würde mein Portfolio reagieren, wenn der Ölpreis stark steigt?
00:27:11: Wie wäre mein Portfollow reagiert, wenn die Dollar um zehn Prozent in den Knie geht?
00:27:16: und wie wäre mein Passfolio reagieren, als die Aktien um zehn percent fallen.
00:27:19: Das sind Ansatzpunkte aber wichtig ist immer auf die dahinterliegenden Treiber zu schauen und nicht nur oben sozusagen auf der obersten Ebene vom Namen der Anlageklasse sich leiten zu lassen.
00:27:30: Das ist ein wesentlicher Unterschied.
00:27:32: Diese Stresstests, die Sie gerade angesprochen haben das ist sozusagen etwas was man theoretisch durchspielt wie in einem mathematischen Modell und dann sagt momentan mal wenn die Zinsen steigen dann haben wir mit unserer Diversifikation auf Aktien anleihen und Immobilien leider trotzdem ein Problem.
00:27:47: da müssen wir noch etwas dazugeben.
00:27:49: was auch immer?
00:27:50: Absolut
00:27:50: richtig!
00:27:50: Die Diversification, die wir dachten dass wir sie hatten
00:27:54: Das heißt, ich verstehe Sie eh richtig.
00:27:56: Sie stellen hier nicht Diversifikationen vor.
00:27:58: Im Gegenteil das ist das Mittel der Wahl aber sie muss klug durchdacht sein, Stress-Tests unterzogen werden und sie müssen passen auf die jeweilige Situation.
00:28:06: Zweitens die wesentliche Nominale und reale Sicherheiten unterscheiden.
00:28:11: Also Sie wissen, der Unterschied zwischen nominellen und realen Zinssätzen.
00:28:15: Inflation spielt da eine wichtige Rolle.
00:28:18: Und warum reiten wir auf die Inflationsrum?
00:28:21: Wenn wir in einem Regime sind – ich glaube davon können wir wirklich ausgehen – wo Resilienzvorrang vor Effizienz bekommt, müssen uns damit anfangen, dass die Infrationsraten lange Zeit nicht mehr so tief sein werden wie wir es gewohnt waren in den zweitausender Jahren als die Globalisierung am Höhepunkt war Und sozusagen die Kostenverteile aus der Globalisierung dazu geführt haben, dass sie in Europa die Inflationsraten ein Prozent oder unter ein Prozent sogar waren.
00:28:47: Also in vielen Jahren so, da schon die akademische Forschung nachzudenken begonnen hat warum das eigentlich so ist.
00:28:53: aber jetzt heute mit dem Wissen was wir heute haben kann man sagen okay das waren die Effekte der Globalisierung und nach vorne blickend muss man davon ausgehen dass die Inglationsarten einfach höher sind.
00:29:02: das heißt dass die reale Sicherheit dritter in den Vordergrund.
00:29:05: Sie müssen die Sicherheit haben, nicht nur auf nomineller Basis sondern auch nach Inflationseffekten.
00:29:12: und eine Sache wollte ich noch sagen das Ziel des Ganzen der Diversifikation ist keine perfekte Absicherung weil jede Absicherung hat Kosten unsert Nebenwirkungen Und wenn sie perfekt absichern wollen dann sind die Kosten so hoch Dass sie keinen Freude mehr am Anlage Erfolg haben.
00:29:28: Das heißt Ich glaube, wichtig ist auch hier ein guter Trade-off.
00:29:32: So dass man sagt ich habe mein Risiko so gut gemanagt das es meiner Risikotrag Fähigkeit entspricht.
00:29:38: Ich kann nicht die Risiken ausschalten dann werden die Returns auch nichts gutzahlen.
00:29:42: Auch bei einem Regimewechsel.
00:29:44: Wichtig ist nur, dass man das Portfolio so aufbaut, dass egal und wir wissen nicht welches Szenar er kommt.
00:29:50: Das heißt es ist noch nicht abschließend definiert und auch erkennbar.
00:29:54: aber wichtig ist, dass ihre künftige Handlungsfähigkeit dadurch nicht beeinträchtigt wird.
00:29:58: So müssen sie das Portfolio hinbauen.
00:29:59: Ein
00:30:00: Wort zur Inflation noch, weil es ja so ein entscheidender volkswirtschaftlicher Parameter ist auch für die Kapitalmärkte.
00:30:06: da hat der Donald Trump eine ganze eigene Reaktion darauf.
00:30:10: er hat einfach gesagt, Inflacion ist mir egal.
00:30:13: Zumindest kürzlich hat er das gesagt.
00:30:15: also nimmt es sozusagen in Kauf.
00:30:16: ist er da von uns nicht gesehener Weiser der verstanden hat dass diese Umbruchssituation einfach zu einer Klettern eine Inflation führt und dass man die in Kauf nehmen muss, kann man daraus etwas lernen oder ist das Unsinn?
00:30:30: Ich glaube, dass Donald Trump vielleicht implizit oder nicht explizit versucht ein neues Wissenschaftsgebäude oder ein neues Paradigma zu errichten.
00:30:37: Aber eines ist ganz klar – und das echt offenkundig!
00:30:41: Wir haben vorher gesagt, dass diese Entscheidungen zwischen sich also zum Beispiel Verteidigungsausgaben aber auch die Entscheidung zwischen Resilienz und Effizienz Da entstehen Kosten und es muss geklärt werden, wer wird diese Kosten tragen.
00:30:55: Und das ist nämlich genau in dieser Phase der politischen Willensbildung.
00:30:58: wird das definiert – unter Donald Trump sagt uns schon, wer das bezahlen wird, dein Konsument für über die Inflation!
00:31:04: In Europa
00:31:07: haben wir das Thema, dass wir über die Energiepreise... Also wir haben in Europa nach wie vor ein Thema, daß wir die EnergiePreise nicht gut unter Kontrolle haben.
00:31:15: Egal an welcher Ecke der Welt es unterm Teppich hervor lodert, der einzige Effekt der immer Auftritt ist, bei uns an der Zappsäule die Preise steigen und das hat natürlich inflationäre Wirkungen und ansonsten muss man sagen Die restliche Konjunktur in Europa ist ein schwaches Pflänzlein.
00:31:33: Der einzige Grund, warum wir irgendwo zwischen zwei und drei Prozent liegen, ist dass der Rest der Nachfrage nicht gut ist – was jetzt keine gute Neuigkeit ist!
00:31:41: Also würde die Wirtschaft unter Volldampf laufen?
00:31:44: Ich glaube ich würden wir auch kein größeres Inflationsthema haben.
00:31:47: aber das was wir sehen ist Energiepreise wirken sich aus und die Energiepreis haben immer den Effekten des externen Schocks bei uns.
00:31:55: Das kommt nicht aus der Wirtschaft raus, wenn es so stark ist.
00:31:58: Es kommt von externen, weil es ein Angebotsproblem gibt.
00:32:01: Abschließend möchte ich Sie etwas fragen.
00:32:03: Sie haben schon zweifach gesagt das Modell, dass vieles erklärt ist aber nicht dafür angetan, dass man jetzt genau voraussagen kann in einen Zeitpunkt wo welche Phase eintritt.
00:32:14: vielleicht kann ich sie trotzdem zu einer Prognose und zu einem Blick in die Zukunft verführen und Sie fragen wann wird sich denn Dieses System der Krisen und der Umbrüche, die wir in den letzten fünf sechs Jahren erlebt haben ein bisschen auf globaler Ebene beruhigen.
00:32:30: Gibt es dafür schon irgendwelche Hinweise, die man vielleicht auch aus diesem Modell herauslesen kann?
00:32:35: Und aus den Phasen, die so eine Entwicklung mit sich bringt?
00:32:39: Ja ich glaube was man natürlich sagen muss ist die Welt hat sich insofern verändert weil wir in einer Multi-Polandwelt leben.
00:32:46: Es gibt jetzt wenn man geopolitische Kräfte sich anschaut gibt einfach verschiedene große Spieler Und offensichtlich ist es so, dass es sozusagen die feinigten Staaten nicht mehr in der Lage sind und auch nicht in derlage sein wollen überall den Weltpolizisten zu spielen.
00:33:03: Das ist etwas womit wir leben müssen.
00:33:04: Das heißt Europa muss lernen das es auf eigenen Beinen steht und das ist für seine eigene Sicherheit und für eine eigene Energieversorgung selbst bereit sein muss.
00:33:15: Wenn wir das in den Griff kriegen dann sind wir schon einen wesentlichen Schritt weiter.
00:33:19: Auf globaler Ebene glaube ich trotzdem dass es hier Entscheidungen geben muss, welche Güter werden frei gehandelt?
00:33:25: Welche Güter wird nicht
00:33:26: freigehandelt?".
00:33:27: Hochleistungs-Halbleiter.
00:33:29: Sie wissen da gibt's Exportverbote aus den Vereinigten Staaten nach China.
00:33:32: das ist schon ein Richtungszeug dafür, dass hier eine Architektur gefunden werden muss.
00:33:37: Das ist noch ein bisschen offen und fraglich glaube ich.
00:33:40: Und auch die Frage des geltpolitischen Angriffs ist offen Angetreten.
00:33:45: ist er der Donald Trump damit, dass er gesagt hat ja also das auch das Triffin Paradoxon hat auch genannt.
00:33:50: Er sagt ja die arme USA die müssen eigentlich die ganze Welt mit Geld versorgen und wir kommen uns überhaupt dazu.
00:33:56: und in Wahrheit hat aber nicht erkannt dass er damit eigentlich ein bisschen an dem Stuhl beeinsägt dass er die weltleitwährung hat dass er sich aber und aus der vorteil der weltleitung sich beliebig verschulden kann.
00:34:09: Der Grund warum Amerika so viele schulden hat ist dass sie es machen können.
00:34:14: An der anderen Start könnte sich gar nicht so verschulden werden, weil wir das Geld davon nicht bekommen.
00:34:17: So!
00:34:18: Wir müssen einen Weg finden um dieses Ungleichgewicht abzubauen.
00:34:21: eine Variante wäre Span.
00:34:23: Da glaube ich hatte jetzt keine Lust darauf, so wie ich es verstanden habe So, jetzt muss man alternativ schauen wie er damit umgehen kann.
00:34:29: Eine Möglichkeit wäre rauszuwachsen.
00:34:31: eine Möglichkeit wäre ein bisschen mehr Inflation zu tolerieren und da definiert man wieder wessen Interessen schützt sich die vom Gläubiger oder die vom Schuldner?
00:34:40: Und ich glaube dass da auch eher das Interesse besteht den Schuldner den Staat zu schützen und die gläubige Interessen ein bisschen sozusagen zu schmälern.
00:34:49: in dem Zusammenhang Und es sind viele verschiedene Mosaicbausteine.
00:34:53: Aber am Ende vom Tag brauchen wir ein internationales Wirtschaftssystem, das zu einer multilateralen Welt passt.
00:34:57: Das könnte eines Tages nicht morgen oder übermorgen, aber auch dazu führen, dass es vielleicht nicht nur eine Weltleitwährung gibt.
00:35:05: Dass halt ich für einen interessanten Schlusssatz, der uns sehr viel Stoff gibt für folgende Podcast aus dem Gespräch heute mitgenommen habe ist die zentrale Phrase, dass sie gefährlichste Phase veranlägern und nichts wingend des sichtbare Schockes.
00:35:18: sondern die Zeit zwischen dem Verlust der alten Ordnung und der Vertrauens- und Glaubwürdigkeit der Neuen.
00:35:24: Und für Anleger gilt – und da darf ich Sie zitieren, aus einem vorausgehenden Podcast Plan schlägt Panik!
00:35:30: Man würde sich diese Einsicht auf politischer Ebene in vielen Ländern wünschen.
00:35:34: Ich danke herzlich für das Gespräch.
00:35:36: Vielen Dank.
00:35:37: Danke sehr.
00:35:38: Das war der Presse-Podcast zum Thema Regimewechsel an den Kapitalmärkten.
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