Österreich verliert im Wettbewerb um Talente und Kapital
Shownotes
Um den Steuer- und Wirtschaftsstandort Österreich ist es aus Sicht der Führungskräfte so schlecht bestellt wie nie. Für die aktuelle Deloitte Studie zum Steuersystem wurden rund 300 Führungskräfte im Finanz- und Steuerbereich befragt, und die Bewertung erreicht einen Tiefstpunkt. Talente, Kapital und Unternehmer, die drei Säulen eines erfolgreichen Standorts, werden von den Rahmenbedingungen zunehmend vergrault. Alarmierend ist auch das Bild, das nach außen entsteht: Wer im Internet oder per KI-Suche nach dem Grenzsteuersatz fragt, liest 55 Prozent. Dass dieser erst bei sehr hohen Einkommen greift, geht in der Fußnote unter, und Österreich ist für viele Entscheidungsträger schon aus dem Rennen, bevor es überhaupt in die engere Wahl kommt. Wie nehmen Führungskräfte den Standort Österreich aktuell wahr? Was macht einen guten Steuer- und Wirtschaftsstandort aus, und woran scheitert Österreich derzeit? Und was muss sich ändern, um Talente, Kapital und Unternehmer wieder ins Land zu holen? Im Presse-Tonstudio spricht Herbert Kovar, Managing Partner Tax & Legal bei Deloitte, mit Barbara Wallner über die Ergebnisse der Studie und darüber, mit welchen Maßnahmen Österreichs Wirtschaft gestärkt werden könnte. Im Fokus stehen die Themenfelder Lohnabgaben, große Strukturreformen sowie Anreize für Forschung und Kapital.
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00:00:00: Dieser Podcast wurde mit Unterstützung unseres Werbepartners finanziert.
00:00:09: Herzlich willkommen im Presse-Podcaststudio!
00:00:12: Heute begrüße ich Herbert Kowa, er ist Partner bei Die Leut Österreich und war den gesamten Bereich Tax & Legal leitet – genau darum geht es auch in Podcast heute.
00:00:22: Denn erst kürzlich hat die Leute österreichische Führungskräfte befragt wie sie den Steuer- und Wirtschaftsstandort Österreich wahrnehmen.
00:00:31: vielleicht geben Sie uns kurz einen Überblick über die Ergebnisse dieser Umfrage, vielleicht auch kurz über die Methodik damit unsere Hörerinnen und Hörervissen wovon wir eigentlich sprechen.
00:00:41: Ja also die Deloitte-Studie zum Steuersystem ist an den Adressatenkreis von circa drei hundert gegangen.
00:00:48: das sind Führungskräfte im Finanzbereich aber auch im Steuerbereich und es sind mehr oder weniger die Fragen, die wir in den letzten Jahren nicht mehr abfragen um dann zu sehen wie verändern sich sie.
00:01:00: Das Erschreckende ist, dass wir jetzt an einem Tiefst Punkt angelangt sind und ich glaube, wir sollten genauer analysieren.
00:01:07: Warum ist das so?
00:01:09: Diese Frage werden wir sicher beantworten... oder es zumindest versuchen.
00:01:13: Zuvor würde ich gerne den Blick auf das große Ganze richten, nämlich auf den Wirtschaftsstandort Österreich als Gesamtes.
00:01:19: Welches Zeugnis stellen Sie dem Wirtschafts- standort aus?
00:01:22: Stellen die Befragten diesem Wirtschafts Standort aus.
00:01:24: Also vielleicht darf ich dazu ein bisschen ausholen.
00:01:27: Was
00:01:27: macht denn einen guten WirtschaftsStandort aus?
00:01:30: eigentlich drei Säulen!
00:01:31: Ich muss Talente anziehen, ich muss Unternehmer anziehen und ich muss Kapital anziehen.
00:01:37: Und wir sind jetzt dort angelangt wo eigentlich die Rahmenbedingungen in Österreich diese drei Gruppen verscheuchen.
00:01:46: Es war jahrzehntelang so, dass Leute aus Zentral-Ausdeuropa nach Österreich gekommen sind und dafür gesorgt haben das wir hier auch ein sehr dynamisches Wirtschaftswachstum haben.
00:01:57: Wenn es jetzt Leute aus diesen Bereichen fragen, da ist nicht mehr Österreich das Wunschland.
00:02:01: Da gibt's ganz andere europäische Länder – da brauchen wir gar nicht weit in die Welt schauen – wo einfach mehr Netto vom Brutto da ist.
00:02:08: Das heißt man macht den in großen Bogen um Österreich übrigens dann auch in Österreich geborene, die einfach weggehen weil woanders die Rahmenbedingungen besser sind.
00:02:16: also Wir haben schon einen Versagen bei den Talenten.
00:02:19: Nummer zwei Kapital.
00:02:21: Wir haben keinen großen Kapitalfluss nach Österreich und sie müssen sich folgendes vor Augen führen.
00:02:27: Wir haben weltweit einen Auslaufen von traditionellen alten Geschäftsmodellen, auf der anderen Seite gibt es ganz neue dynamische Geschäfts-Modelle.
00:02:40: Es wird wichtig sein für Länder diesen Switch zu schaffen.
00:02:43: und was brauche ich um neue Geschäftsmodele aufzubauen?
00:02:46: Ich brauch Kapital!
00:02:47: Aber das ziehe ich auch nicht an.
00:02:49: Und wir sehen in den News, wie die alten traditionellen Geschäftsmodelle – da sind wir jeden Tag in den Nachrichten – wie sie zugrunde gehen.
00:02:56: und das dritte ist Unternehmer.
00:02:58: Das sind die, die letztlich das Risiko gehen, die diese Faktoren zusammenfügen und die sagen ja, ihr will die nächsten dreißig Jahre etwas aufbauen oder vierzig Jahre?
00:03:08: Und die hören dann natürlich gewisse, sage ich einmal Meinungen aus der Politik, wenn ich mir jetzt dreißigvierzig Jahre raus aufbaue und die will das an meine Kinder weitergeben dann soll das sozusagen alles reduziert werden.
00:03:22: Zum Beispiel mit einem Schenkungssteuer oder mit einer Vermögenssteuer.
00:03:25: überlegen schon ob Österreich der richtige Standort ist und es gibt einfach viele die da auch woanders hingehen.
00:03:30: also wir sind ja den Punkt angelangt wo wir Talente verkraulen Kapitalverkrollen und Unternehmer.
00:03:37: Das befumpt sich dann in diesen Fragen wie er gespiegelt hat, den wir an die Entscheidungsträger gestellt haben.
00:03:47: Sie sagen, die traditionellen, als hergebrachten Geschäftsmodelle gehen zunehmend zurück?
00:03:52: Was traditionell und halt hergebracht ist und das auch bleibt, ist das Steuersystem.
00:03:57: Wie klafft diese Lücke oder wie weit klaffts diese Lücken in Österreich schon auseinander?
00:04:02: Wie innovationsfeindlich im Businessbereich ist auch der Steuernsystem.
00:04:06: Ich glaube was ganz wichtig ist Die Steuerlast auf Löhne und Gehälter ist einfach zu hoch.
00:04:14: Am Ende des Tages ist es so, dass all das was von Menschen getrieben wird einfach nicht mehr wettbewerbsfähig sein kann.
00:04:23: also das ganz wichtige wird sein hier vor allem die lohnabhängigen Abgaben zu reduzieren.
00:04:29: Mir ist schon klar wir haben Budgetthemen Aber gleich die Überleitung dazu, wir müssen die ganz großen Eisen angehen.
00:04:38: Pensionsreform, Reform des Gesundheitswesens um dann wirklich die Milliarden aufzubringen um hier den Wirtschaftsstandort wieder in die richtige Richtung zu bringen.
00:04:49: Dass die Steuer- und Abgabenbelastung als hauptsächlich ein Hindernis wahrgenommen wird das wird jetzt niemandem unserer Hörerinnen und Hörers überraschen.
00:04:57: Das ist auch nicht neu.
00:04:58: Auch die Leute trommelt seit Jahren dagegen.
00:05:02: Wie fühlt sich das an, wenn man immer und immer wieder diese gleiche Botschaft von sich gibt?
00:05:11: Sie haben vollkommen recht.
00:05:15: Mindestens zehn Jahre trommeln wir diese Botschaft.
00:05:19: Am Anfang wurden wir belächelt – jetzt kommt man drauf!
00:05:25: Wir haben Recht gehabt.
00:05:26: aber ich sage Ihnen ganz ehrlich….
00:05:28: Das ist nicht röstlich.
00:05:31: Sie sagen, man kommt drauf.
00:05:32: Wir haben Recht.
00:05:33: Wer ist in dem Fall?
00:05:34: Naja also ich adressiere da schon ganz klar die Politik.
00:05:38: ja weil Es ist halt nicht nur vier Jahre zu denken, sondern man muss hier – also wenn wir sagen Wir brauchen eine Pensionsreform.
00:05:47: Dann wissen wir natürlich auch wegen Bestandschutz und so weiter Wenn ich da etwas neu mache dann habe ich ja Vorlaufzeiten bis dann überhaupt die Milliarden freigeist werden.
00:05:56: Genauso ist das mit dem Gesundheitssystem.
00:05:58: Aber das muss wirklich zeitnah gehen.
00:06:00: Und da meiner Bell schon auch an die Politik es kommt mir sofort Es werden jetzt Kleinstmaßnahmen diskutiert und teilweise einigt man sich da nicht einmal.
00:06:14: Man muss wirklich die großen Eisen angehen.
00:06:17: Pensionsreform, Reform des Gesundheitswesens mit Föderalismus-Reformen gekoppelt.
00:06:24: das wird ganz wichtig sein und es wäre eine gute Ausgangsbasis.
00:06:29: Man braucht ja für große Reformen immer eine breite Regierung.
00:06:33: also wenn ich jetzt war dann
00:06:36: Könnten Sie der Regierung Tipps geben oder dürften sie sich etwas wünschen?
00:06:39: Wo wären denn die Stellschrauben steuerlich gesehen, wo sie ansetzen würden.
00:06:43: Ja also ich habe Eingangs schon gesagt, auf jeden Fall eine Reduktion der lohnabhängigen Abgaben.
00:06:50: dann natürlich was glaube ich ganz wichtig ist die Forschungsprämie sein unglaublich interessantes Instrument.
00:06:58: wir sehen auch ganz klar dass das Unternehmen bekommen die hohe Exportanteile haben Und die Divisen alle herein holen, wo dann alles hier finanziert wird in Österreich.
00:07:08: Also in dem Bereich kann man sicher das Ganze noch breiter und großzügiger gestalten.
00:07:12: Das ist wie ein Katalysator.
00:07:14: kommt am Ende viel mehr Geld auch für den Fiskus herein wenn sozusagen hier in Forschung Entwicklung die Dinge gehen.
00:07:22: Dann ist es glaube ich auch wichtig... Kapital neben den Talenten, dass für diese Transformation von traditionellen Geschäftsmodellen in dynamische neue Geschäfts-Modelle sowie das auf der ganzen Welt ist.
00:07:37: Dass es hier auch Steuerleichterungen gibt für Kapital, das nach Österreich kommt weil wir brauchen dringend Kapital um diese Dinge zu
00:07:44: finanzieren.".
00:07:44: Die Frage die man sich dann natürlich auch stellt bestraft unser Steuersystem im Moment Unternehmen die Arbeitsplätze schaffen?
00:07:53: Ja, das kann man so sagen.
00:07:55: Aber ich würde folgendes auch meinen... Ich habe ja von diesen drei Säulen gesprochen.
00:08:00: Sie brauchen Talente, sie brauchen Kapital und Unternehmer.
00:08:04: Insgesamt müssen wir als Steuerstandort günstiger sein weil sonst sehen wir ja und da brauchen wir nicht nach Asien schauen Balkan Osteuropa, Zentraleuropa.
00:08:18: ist es so dass einfach Länder um uns herum sind wo die Unternehmer sich besser entfalten können.
00:08:23: Wo die Arbeitnehmer hingehen werden in Zukunft und wo das Kapital hingeht?
00:08:27: also ja Lohnabgaben sind das wichtigste sie zu senken aber das bedeutet nicht dass wir irgendwo anders die Steuern erhöhen sollten denn dann verlieren wird die anderen Input-Faktoren.
00:08:38: Was machen die, oder sagen Sie mal so?
00:08:40: Sie haben einige Märkte jetzt schon genannt wo die Protagonisten dann hingehen werden.
00:08:45: Wo Talente hingehen und Unternehmen hingehen.
00:08:48: Was machen sie richtig?
00:08:50: was könnten wir uns als Wirtschaftsstandort, als Steuerstandort von denen abschauen?
00:08:54: Ja ganz einfach.
00:08:55: man kann es in einem Satz eigentlich zusammenfassen Arbeit nicht bestrafen oder wirtschaftliches Engagement Und auf der anderen Seite halt schon bei den Ausgaben ein bisschen selektiver sein.
00:09:06: Ich war letzte Woche in der Schweiz bei einem Geschäftstermin.
00:09:12: Das sehen Sie, egal wo die Leute aus der Welt hinkommen aber sie sind euphorisiert durch die Roll-Models wie die dort leben wie sie Dinge weiterbringen wollen.
00:09:21: da ist einfach Leistung gefragt und da geht niemand hin weil er sagt okay dann gibt es Erdrollen schönes Sozialsystem.
00:09:27: Ich glaube, das ist ganz wichtig weil wenn wir von Leuten die zu uns kommen etwas verlangen müssen wir es auch vorleben nicht und wir dürfen nicht sozusagen etwas von Leuten verlangen die kommen wenn wir selbst nicht leben.
00:09:40: Sie haben sowohl Führungskräfte befragt von österreichischen Unternehmen sie haben Führungskräfte befragt von internationalen Konzernen.
00:09:48: deckt sich deren Einschätzung, wie vergleichen Unternehmen oder Führungskräfte in Unternehmen die international tätig sind Österreich mit anderen Ländern.
00:09:57: Ja das ist eine sehr interessante Frage und das interessante Ergebnis ist dass zwischen dem Steuer- oder Manager oder CFO einer österreichischen Tochtergesellschaft eines internationalen Konzerns und den eines Familienunternehmens in der Wahrnehmung nicht viel unterschiedlich ist.
00:10:15: Der Unterschied ist natürlich der Konzern schnell einmal entscheidet, dass Österreich von der Landkarte verschwindet.
00:10:22: Während das Familienunternehmern hat natürlich abgesehen von den betriebswirtschaftlichen Funktionen hier eine gewisse Verwurzelung und wird hier loyaler zum Standort stehen.
00:10:35: Aber auch da ist es wichtig!
00:10:36: Ich meine reden wir z.B über Dinge... Wir schimpfen über eine Privatstiftung aber jetzt sagen wir doch folgendes wenn einmal Ein Generationenwechsel bei einem Familienunternehmen einen Platz greift.
00:10:51: Da gibt es vielleicht in der nächsten Generation drei, die interessieren sich nicht für das Geschäft und eine interessiert sie für das Geschäft.
00:10:57: Die hat aber nicht das Geld die anderen auszuzahlen.
00:11:00: Jetzt ist die Möglichkeit des Verkaufs wahrscheinlich nur noch gegeben damit die sozusagen... die auszahlen kann und vielleicht dann als Fremdmanager mit der Minderheitsanteil drinnen sein könnte.
00:11:10: Das heißt, ein derartiges Familienunternehmen kommt sofort auf die Speisekarte eines multinationalen Konzerns und vielleicht fünf Jahre später sagt man die Rahmenbedingungen passen nicht und das Unternehmen wird geschlossen und Österreich wird von der Landkarte gestrichen.
00:11:24: ist es aber so dass vielleicht die Generation die das aufgebaut hat dieses Unternehmern nämlich die Topgesellschaft in eine Privatstiftung einbringt wo man dann sagt Die, die da wirklich sich engagieren wollen als Manager brauchen eigentlich nichts zahlen.
00:11:38: Kriegen aber genauso Zuwendungen wie die, die vielleicht ganz was anderes in ihrem Leben machen wollen?
00:11:43: Dann ist dieses Unternehmen für Österreich gesichert und auch entzogen dem Zugriff eines multinationalen Konzerns und bleibt hier.
00:11:51: also Sie sehen auch dieses schwarz-und-weiß.
00:11:54: eine Stiftung kann auch Arbeitsplätze schützen ja Aber wir sehen natürlich es gibt auch ganz andere Verwendungen, die wir nicht wollen glaube ich gibt es genügend in den Medien.
00:12:04: Aber wir sind jetzt schon bei einer wichtigen Frage, nämlich das eine ist es das Problem zu benennen?
00:12:10: Wir kennen es viele Unternehmen oder die meisten Unternehmen kennen es und jetzt heißt es damit umgehen.
00:12:17: also welche Möglichkeiten haben österreichische Unternehmen anders als Konzerne sich auf diese Rahmenbedingungen einzustellen auf dieses steuerlichen
00:12:26: Ja?
00:12:27: also eins ist natürlich klar österreichische Unternehmen.
00:12:33: dass jetzt doch der Gesellschaften sind oder Familienunternehmern, man muss wirklich sogenannte Zero-Budgeting machen.
00:12:40: Man muss wirklich alle Prozesse auf den Prüfstand stellen und man muss schauen wo kann man schon auch mit KI?
00:12:46: Wo kann man die Digitalisierung?
00:12:48: Wo können wir die Dinge effizienter machen?
00:12:50: Und das ist schon interessant auch abseits dieser Studie wenn man mit den Kländen spricht.
00:12:54: ich meine vor zwei drei Jahren war es noch so naja irgendwo KI Ich weiß ich kenne das und so weiter aber damit begonnen.
00:13:03: Jetzt schaut es schon ganz anders aus, jetzt ist es so da schon hier sehr viele Schritte gegangen werden dass hier eine Synthese zwischen humaner Arbeit und KI gegeben ist natürlich unter einer hohen Qualitätskontrolle.
00:13:15: aber das sind am Ende die Effizienzpotenziale die österreichische Unternehmen gehen können auch im Steuerbereich.
00:13:23: Mir ist noch ganz wichtig wir haben ein komplexes Steuersystem Und das liegt nicht an den Unternehmern, sondern es liegt an der Gesetzgebung.
00:13:31: Da möchte ich auch die Finanzverwaltung in Schutz nehmen weil sie muss genauso wie die Steuerpflichtigen oft mit unausgegangenen komplexen Gesetzen handhaben.
00:13:40: und da meiner Beil an die Gesetzgebungs- sowie so früher längere Begutachtungsfristen.
00:13:46: wir von der Kammer Berufsangehörige geben ja... mit Treu und Glauben unseren Input, dass das dann auch funktioniert.
00:13:53: Und da geht es nicht nur um das Logistische, da geht's auch darum, dass es praktisch funktioniert.
00:13:57: also bitte ein bisschen mehr Zeit bei der Logistik und dann wird das Ganze angenehmer für die Unternehmen und das ist auch kurzfristig ein Benefit wo man die Rahmenbedingungen besser machen kann und auch der Finanzverwaltung macht mir das ganze Spiel einfacher.
00:14:13: Wie kann man denn ein Wirtschaftssystem, das technologischer wird, globaler wird und komplexer wird, wo neue Unternehmensformen, Geschäftsmodelle usw.
00:14:22: auftauchen mit einem modernen Steuersystem ohne zu viel Komplexität überhaupt abdecken?
00:14:31: Ich finde am wichtigsten ist es die Wirtschaft zu entfesseln, weil wenn ich durch Steuern von allen Seiten immer Sand in das Getriebe des Motors wirtschaft Streue, dann habe ich am Ende Budgetprobleme.
00:14:46: Um sozusagen dorthin zu kommen und jetzt komme ich wieder an unseren Anfangsgespräch ist es wichtig muss die ganz großen Eisen wie Pensionsreformen und Gesundheitsreform angreifen.
00:14:58: Zeiten hat damit ich dort wirklich Milliarden auf finde.
00:15:04: Dann hab' ich die Möglichkeit auch mit den Steuern runterzugehen, dann entfessel ich den Wirtschaftsmotor und dann plötzlich fühlt sich das Budget wieder.
00:15:13: Weil ich habe viel mehr Arbeitsplätze geschaffen, ich hab viel mehr Unternehmen, es kommt mehr Kapital nach Österreich – und das ist genau das was uns die Schweiz vormacht!
00:15:21: Nicht schauen Sie sich die Schweiz an... Die Schweiz, das ist natürlich auch aus einem gewissen Föderalismus.
00:15:27: In einem Kanton gibt es eben eine eigene Kantonalsteuer.
00:15:31: Es wird sich derjenige in der Politik und Verwaltung dreimal überlegen wie er einen Schweizer Franken ausgibt weil wenn er das nicht effizient macht beim Ausgeben dann muss er seine Kantonsteuern erhöhen und dann werden ihm die Unternehmen und auch die Kantonsbürger in ein anderen Kanton abwarten.
00:15:51: Das heißt, da gibt es einen Wettbewerb zwischen den Kantonen.
00:15:54: Und das ist das beste Rezept um eine effiziente Verwaltung zu gewährleisten und das ist etwas was hier in Österreich fehlt.
00:16:03: ich will jetzt gar nicht beginnen irgendwelche Spitalsdiskussionen aber die haben's schon auf dem Punkt gebracht.
00:16:12: ein Teil ihres Berufs ist es auch mit Unternehmen zusammenzuarbeiten die einen Standort in Österreich erwegen, sich hier eine Niederlassung aufzubauen.
00:16:24: Auf welche Faktoren schauen diese Unternehmen?
00:16:26: Wonach treffen sie ihre Entscheidungen?
00:16:28: Ja und da ist natürlich eine Sache und Sie kennen das aus den Social Media es ist alles Vereinfachung.
00:16:35: Das erste ist ja was kommt überhaupt in die engere Wahl?
00:16:39: so und da sitzen jetzt irgendwelche Top Manager die dann sagen werden wir in Österreich eine Gesellschaft machen, bin ich vielleicht dann auch im Management dieser Gesellschaft.
00:16:49: Und dann schauen die im Internet oder jetzt wird man es mit der KI auch abfragen was ist da Einkommensteuer?
00:16:55: Grenzsteuersatz in Österreich und das steht dann fünfundfünfzig Prozent.
00:16:59: sehen Sie mehr als die Hälfte müssen sie an den Fiskus abgeben dass das erst aber einem sehr hohen Betrage steht dann in irgendeiner Fußnote die dann komprimiert gar nicht mehr rauskommt beim KI Search.
00:17:10: Aber Österreich ist dann schon aus dem Rennen und man redet nicht mehr über Österreich.
00:17:14: Also, man sieht es gibt auch sage ich einmal Ungeschicktheiten.
00:17:19: wenn man gewisse steuerliche Regelungen hat die sehr wenig bringen weil sie ganz wenige Leute nur betreffen aber am Ende des Tages das Bild machen dass wir ein unglaublicher Hochsteuerstaats sind
00:17:32: Ist es auch ein Teil des Talente anziehen, dass sich die Entscheidungsträger, die darüber entscheiden ob ein Standort in Österreich aufgebaut wird oder nicht?
00:17:41: Österreich als Lebensmittelpunkt wählen wollen.
00:17:43: Absolut
00:17:43: um diese Sache geht's!
00:17:45: Ich muss auch fairerweise sagen das Österreicher punktet, nämlich Punkt der Lebensqualität.
00:17:51: Also ich habe vor ein paar Wochen getroffen einen Familienunternehmen, ein österreichisches, das sehr international tätig ist und das in Zellamsee sitzt.
00:18:03: Und ich habe gefragt, wie ist das mit den Talenten
00:18:05: usw.,
00:18:06: und da habe ich dann als Antwort bekommen unser Standort – es ist so toll!
00:18:09: Weil eigentlich dort mit See-, mit dem Winter Skifahren usw.
00:18:15: aus der ganzen Welt bekommen wird die Talente weil wir einfach so eine tolle Lage haben.
00:18:20: Ich glaube, da punktet Österreich noch immer dass das große Esset aber das alleine wird halt auch nicht reichen und es sitzen halt nicht alle.
00:18:28: Sie haben mir aber trotzdem ein wichtiges, richtiges gutes Stichwort gegeben.
00:18:33: Nämlich es gibt ja auch Gutes!
00:18:35: Wir wollen nicht nur die negativen Seiten sehen wir wollen nach dem Blick auf die positiven Seiten richten innerhalb des Wirtschaftsstandortes Österreich.
00:18:43: womit punktet Österreich?
00:18:44: Womit kann Österreich ich sage sie mal glänzen?
00:18:46: Ja also Lebensqualität habe ich schon gesagt.
00:18:49: was schon toll ist ist die Infrastruktur.
00:18:51: Also ich war jetzt vor ein paar Wochen in den USA wenn sich das anschauen heruntergekommene Infrastruktur.
00:18:57: Auch Deutschland ist nicht mehr das Gelbe vom Ei, was die Infrastruktur betrifft.
00:19:01: Also infrastrukturell ist Österreich sicher sehr gut aufgestellt – noch!
00:19:10: Aber wir müssen eine gute Funktionierung in der Wirtschaft zu haben um dann natürlich
00:19:15: auch
00:19:15: weitere Investitionen in die Infrastrukturen und Erneuerungen zu finanzieren.
00:19:20: Wenn wir genau dieses Gespräch in fünf Jahren noch einmal führen würden... Was würden Sie sich wünschen?
00:19:28: dass Sie sagen könnten.
00:19:30: Nehmen wir das als kurze Abschlussrunde?
00:19:31: Ja, da würde ich mir folgendes wünschen wenn wir sozusagen über Bestandschutz gesprochen haben, dass wir so früh seitens der Politik Pensionsreform angegangen sind und auch Gesundheits- und Föderalismusreformen, dass die Frist des Bestandschutzes schon abgelaufen ist.
00:19:48: Das wünsche ich mir weil da sollten die großen Gelder herkommen um allen, die hier in Österreich leben das Wirtschaften egal ob als Arbeitnehmer oder als Arbeitgeber wieder leicht und angenehm zu machen.
00:20:00: Und dann sind wir alle glücklicher!
00:20:02: Das nehme ich jetzt.
00:20:03: schönes Schlusswort.
00:20:04: vielen herzlichen Dank für dieses Gespräch.
00:20:06: Ich hoffe dass unsere Hörerinnen und Hörern sich auch ein bisschen ein klareres Bild vom Steuerstandort machen konnten und wie es weitergehen sollte oder könnte.
00:20:14: Vielen herzliche Dank!
00:20:15: Ich danke Ihnen herzlichst.
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