Energie der Zukunft: Der Weg in die Unabhängigkeit
Shownotes
Der Stromverbrauch wächst. Experten gehen davon aus, dass er sich in Österreich bis 2040 nahezu verdoppeln könnte. Für die heimische Energiewirtschaft bedeutet das einen tiefgreifenden Umbau: Neue erneuerbare Erzeugungskapazitäten müssen geschaffen, Netze massiv ausgebaut und modernisiert sowie zusätzliche Speicher errichtet werden. Denn Wind- und Solarenergie stehen nicht kontinuierlich zur Verfügung und erfordern Flexibilität im Energiesystem. Zugleich machen dezentrale Erzeugungsstrukturen intelligentere Netze notwendig.
Dass Energie der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ist, wird auch von den politischen Entscheidungsträgern so gesehen. Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) und dem Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz (EABG) wurden in den vergangenen Monaten zwei große Gesetzespakete auf den Weg gebracht. Während das ElWG mit einem modernen Rechtsrahmen den veränderten Anforderungen im Stromsystem Rechnung trägt und damit zentrale Voraussetzungen für dessen weitere Transformation schafft, lautet das Ziel des EABG, die Genehmigungsverfahren für Energieanlagen und Netzinfrastruktur zu beschleunigen. Schließlich braucht es klare Regeln, Planungssicherheit und Tempo bei der Umsetzung von Projekten bei Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft, Geothermie, Netzen und Speichern.
„Was uns eint, egal aus welchen Bereichen der Energiewirtschaft wir kommen, ist, dass wir alle an einer sicheren, sauberen und leistbaren Energiezukunft arbeiten“, sagt Oesterreichs-Energie-Generalsekretärin Barbara Schmidt, die es als Auftrag sieht, Versorgungssicherheit und funktionierende Märkte auch in herausfordernden Zeiten sicherzustellen, Verbesserungen für die Konsumenten auf den Weg zu bringen und gleichzeitig die Energiewende aktiv zu begleiten. Im Podcast „Energie der Zukunft: Der Weg in die Unabhängigkeit“ erklärt sie, wie die Transformation im Detail funktioniert, warum man in einem Changeprozess die Bevölkerung mit auf den Weg nehmen muss und wie sich ökologische Notwendigkeiten mit wirtschaftlichen Ansprüchen unter einen Hut bringen lassen.
Über Oesterreichs Energie< Oesterreichs Energie ist die Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft. Im Auftrag seiner rund 140 Mitgliedsunternehmen vertritt der Verband im Sinne einer sicheren, sauberen und leistbaren Energiezukunft die Brancheninteressen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Zur Person Barbara Schmidt ist seit 2007 Generalsekretärin von Oesterreichs Energie. Davor war sie unter anderem in der Rechtsabteilung der Energie-Control Austria und als Klubreferentin im österreichischen Parlament tätig. Sie ist Coach und Mediatorin. Ihr Diplom- und Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften hat sie an der Universität Wien absolviert.
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00:00:04: Wir müssen diese erneuerbaren Anlagen klug ins Netz integrieren!
00:00:09: Und ich wäre oft gefragt, warum, obwohl wir fast Spitzenreiter in der EU sind mit erneuerbaren Anlagen trotzdem die Strompreise über dem europäischen Durchschnitt liegen.
00:00:19: Das ist deswegen weil wir uns nur in jeder fünften Stunde aus erneuherbarem Erzeugung versorgen können.
00:00:26: also die restliche Zeit das sind die Abendstunden das ist der Winter braucht entweder Importe oder wir brauchen eben zu gewissen Stunden noch Gaskraftwerke.
00:00:38: Wenn von der Energiewende die Rede ist, dann geht es nicht nur um eine Verdoppelung der Anlagen mit erneuerbaren Energieträgern sondern auch um Ausbau und Flexibilisierung des Netzes.
00:00:49: Die Entwicklung von Speichertechnologien, intelligente Energiesteuerungen und Gesetze, die den Rahmen für den Systemumbau schaffen.
00:00:58: Wie funktioniert diese Transformation im Detail?
00:01:01: Sind ökologische Notwendigkeiten und Ansprüche an die Wirtschaftlichkeit vereinbar?
00:01:07: Und wie sieht die Kosten-Nutzenrechnung auf dem Weg in eine Energiezukunft aus, die den Österreichern am Ende sauberen, sicheren und leistbaren Strom bringen soll?
00:01:17: Ein Gespräch mit Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Österreichs Energie.
00:01:23: Das Interview führt Christian Lenobl.
00:01:27: Ich stelle mir gerne eine Zukunft vor, in der wir Europäer und Österreicher die Industrie dekarbonisieren unseren eigenen saubern Strom produzieren und uns energietechnisch auf eigene Beine stellen.
00:01:40: Diese Wunschvorstellung ist jene von Bundespräsidenten Alexander van der Bellen, formuliert im Rahmen einer Großbotschaft an die Teilnehmer des Österreichs Energiekongresses in den letzten Jahren.
00:01:52: Das Motto der Veranstaltung, die vor wenigen Wochen in der Wiener Hofburg über die Bühne gegangen ist lautete Zukunft unter Strom.
00:01:58: Das soll auch unser heutiges Motto sein, wie diese Zukunft konkret aussieht.
00:02:03: Wie die dringend notwendige Transformation der Energiewirtschaft gelingen soll – das ist unser Thema und ich darf dazu ganz herzlich Barbara Schmidt begnüssen!
00:02:11: Sie ist Generalsekretärin von Österreichs Energie, die Interessensvertretung der österreichischen E-Wirtschaft.
00:02:16: Schön dass ihr da sind vor Schmitt.
00:02:17: Danke für die Einladung
00:02:19: Frau Schmidt, Energie und Experten gehen davon aus dass künftig alles was elektrifiziert werden kann wohl auch elektrifiziert wird.
00:02:27: Das ist so ein flapsiger Spruch und gemeint sind damit vor allem Industrie, Wärme und Verkehr an vorderster Front.
00:02:33: das führt dazu dass man sagt es bis zwei tausend vierzig der Stromverbrauch sich womöglich verdoppeln wird.
00:02:41: Wie kann man jetzt diesen enormen Strom bedarf decken?
00:02:45: Was ist da der große Plan?
00:02:47: Ja die Elektrifizierung Mit erneuerbaren Strom wird uns stärken als Land, als Volkswirtschaft und deswegen führt meiner Meinung nach kein Weg daran vorbei.
00:03:01: Aktuell importieren wir fossile Energien im Wert von rund zehn Milliarden Euro pro Jahr heuer wahrscheinlich mehr.
00:03:08: aufgrund der vielen Kriege sind die Preise ja noch mehr gestiegen – und im Übrigen die Transportwege unklar!
00:03:16: Und deswegen führt kein Weg daran vorbei, die erneuerbaren Potenziale, die wir noch in Österreich haben auszubauen.
00:03:23: Das heißt, wir müssen weiter auf Wasserkraft setzen!
00:03:26: Wir müssen weiter die Sonnen nützen und vor allem auch die Windkraft ausbauen.
00:03:32: Klug ins System integrieren – also an den Netzen anschließen – und Speicher errichten damit wir dann Strom haben wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.
00:03:43: Die Verdoppelung Der Nachfrage führt natürlich dann auch zu einer Verdoppelung des Angebots.
00:03:49: Wir müssen doppelt so viel Erneuerbare ausbauen, als wir jetzt aktuell haben.
00:03:55: Das ist ein großes Projekt und das ist das größte Investitions- und Infrastrukturprojekt seit dem Wiederaufbau.
00:04:03: Aber daran führt kein Weg vorbei – es wird unsere Volkswirtschaft stärken!
00:04:07: Gehen wir mal zum Netz.
00:04:08: Ich habe gesagt, man spricht immer von einem flexiblen Netz das wir in Zukunft brauchen.
00:04:13: Was heißt denn das konkret?
00:04:15: Wir brauchen mehr Flexibilitäten im Netz!
00:04:18: Wir wollen dass eben nicht jede Kilowattstunde die vielleicht in der Mittagsspitze erzeugt wird wo man keinen Strom mehr braucht weil wir genug Strom haben wo die Energiepreise vielleicht sogar negativ sind also wo man Geld bekommt wenn man Strom aus dem Netz bezieht weil einfach so viel da ist.
00:04:36: Das macht keinen Sinn, das heißt auf der einen Seite werden zukünftig auch Spitzen gekappt werden.
00:04:43: Dann macht es Sinn dass man eine Batterie hat und den Strom selber verbraucht oder wir brauchen eben auch flexible Abnehmer.
00:04:51: Also, wir kommen aus einer Vergangenheit wo wir große Kraftwerke hatten der sogenannte thermohydraulische Verbund.
00:04:58: Wir hatten große Wasserkraft Wir hatten Gaskraftwerke Früher noch Kohlekraftwerke.
00:05:03: Atom hatten wir in Österreich nie.
00:05:05: Die haben immer Strom produziert Und es war immer Strom da, weil man ihn gebraucht hat.
00:05:11: Jetzt ist das System umgekehrt!
00:05:13: Wir haben viel Strom wenn die Sonne scheint, wenn der Wind weht und wir müssen jetzt unseren Verbrauch an das Angebot an Strom anpassen.
00:05:22: Das ist möglich.
00:05:23: Da hilft uns zum Beispiel die Digitalisierung und die Automatisierung.
00:05:27: In einigen Bereichen wird's natürlich nie möglich sein Aber zu Hause ist es schon möglich, das E-Auto zum Beispiel dann zu laden wenn genug Energie vorhanden ist die Wärmepumpe den Warmwasserbäuler so aufzudrehen oder so einzustellen mit einem Energiemanagement System
00:05:45: z.B.,
00:05:45: dass dann Strom genommen wird wenn gerade viel günstiger Strom da ist weil der Wind weht und die Sonne scheint.
00:05:53: also wir haben einen totalen Umbruch des Energiesystems.
00:05:56: Wir bauen das System quasi ganz neu auf.
00:06:00: Das ist möglich, vor allem hilft uns da eben die Digitalisierung.
00:06:04: Aber es ist natürlich ein Umlernen aber daran führt kein Weg vorbei nicht nur aus Klimaschutzgründen.
00:06:11: Die letzten Jahre war immer Klimaschutze im Fokus und natürlich ist auch nach wie vor ein wichtiges Ziel der Decarbonisierung das wir etwas für gegen den Klimawandel machen wollen.
00:06:23: Es ist auch wirklich und man hat gerade gesehen in den letzten Jahren wo Eine Energiekrise nach der anderen hatten aufgrund von geopolitischen Konflikten.
00:06:33: Zuerst der Angriff Wutins auf die Ukraine, der zu einem Gasengpass geführt hat in Europa weil die Russen schon vorher nichts mehr eingespeichert haben in Europa und jetzt wieder der Krieg im Nahen Osten.
00:06:46: Lieferketten sind unterbrochen und deswegen ist es auch eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit nicht nur eine ökologische umzusteigen auf die heimischen Ressourcen.
00:06:57: Dieser Aspekt, das hat auch der Bundesminister Hartmannsdorfer genannt.
00:07:02: Auch beim Kongress, dass man eben nicht mehr nur der Ökologie-Priorität gibt sondern dass man verstärkt auf die Sicherheit auch schaut, also die Versorgungssicherheit und auf die Wirtschaftlichkeit Das ist ja ein Kennzeichen von Krisensituationen.
00:07:19: da lenkt der Staat sozusagen um und fokussiert auf Sicherheitsbedürfnisse ist aber nicht als Absage an die Ökologie zu verstehen.
00:07:29: Weil da verführten sich einige, dass das jetzt bedeutet auch so wie in der Europäischen Union Klimafragen ein bisschen hintergrundgeraten weil gerade geopolitische Verwerfungen im Vordergrund stehen.
00:07:40: können sie da bestätigen, dass es keine absagen um Weltziele ist?
00:07:45: also die Ewirtschaft bekänt sich und es ist nicht nur unsere Aufgabe sondern auch unser Anspruch die Stromversorgung sicher, sauber und leistbar zur Verfügung zu stellen.
00:07:57: Aufs Leispaar kommen wir noch zu sprechen.
00:07:59: Also alles drei ist wichtig!
00:08:01: Und in der Vergangenheit war dieses Sauber vor allem Klimaschutz.
00:08:06: Wir machen es um zu dekarbonisieren.
00:08:10: Aber man sieht jetzt das Sicherheit und Decarbonisierung ganz eng zusammen Gehören, weil wenn wir jetzt Probleme haben fossile Importe zu bekommen überhaupt zu einem leistbaren Preis.
00:08:25: Wir sehen es ja jetzt beim Treibstoff und deswegen ist es eben auch ein Sicherheitsaspekt, also nicht nur mehr ein ökologischer Aspekt oder ein Klimaschutzaspekt.
00:08:36: Dass wir weg von diesen fossilen Energieträgern wollen sondern ein Sicherungsaspekt.
00:08:40: ich denke das war was der Herr Minister Hartmannsdorfer beim Kongress gemeint hat dass da Antrieb das Klima zu schützen, sondern der Antrieb auch da ist eine sichere Versorgung weiter zur Verfügung zu stellen.
00:08:58: Und die Versorgungssicherheit als jetzt ein sicheres Netz, als niedrige Ausfallswerte die wir in Österreich übrigens haben.
00:09:08: Also wir haben nur sechzehn Minuten Stromausfall gehabt im letzten Jahr ungeplanten Stromausfalt.
00:09:13: das sind wir Spitzenreiter in der Europäischen Union.
00:09:16: aber darum geht es nicht nur sondern es geht eben auch darum dass wir immer Energieträger zur Verfügung haben und während wir Öl und Gas nicht immer bekommen wie wir den letzten Jahren gesehen haben da gibt's einfach Knappheitsaspekte müssen wir auf die Energieträger quasi setzen, die wir bekommen durch eigene Ressourcen aus der Wasserkraft, aus der Sonne und aus der Windkraft.
00:09:42: Und somit ist es eben wirklich auch ein Sicherheitsaspekt.
00:09:45: Also ich halte fest für alle...
00:09:46: Resilienter und unabhängiger zu werden?
00:09:48: Ja also ich halta fest für all jene sich Sorgen machen um die Umwelt dass das keine konkurrierenden Aspekte sind sondern so wie sie sagen im Gegenteil welche die sich befruchten.
00:10:01: Die Speicher haben wir auch kurz schon angerissen, da möchte ich noch ein bisschen in die Tiefe gehen.
00:10:08: Ich war zum Beispiel auf ihrem Kongress und habe den Vortrag oder die Keynote vom Herrn Thies gehört dem XVW-Chef.
00:10:15: der hat zum Beispiel die Autos da ins Rhein angebracht und hat gemeint das ist nicht nur Mobilität sondern dass es möglicherweise der Energiespeicher der Zukunft also sprich logischerweise von Elektroautos.
00:10:26: Dreiundzwanzig Stunden von Vierundzwzeg herum und haben eine Batterie, mit der sie fünfhundert Kilometer fahren können.
00:10:33: Fahren im Schnitt aber glaube ich nur vierzig pro Tag maximal.
00:10:36: oder dreißig ist glaube ich das Schnitt in Österreich.
00:10:38: Da ist ein Potenzial.
00:10:40: Das heißt man kann zu Hause hat man sein Auto stehen vor dem Haus Der Strom kommt von der Sonne über die PV-Module oder vom kleinen Windreden.
00:10:49: Das Auto wird voll geladen Nährt dann wieder das Haus Oder überschüssiger Strom wird eingespeist.
00:10:55: Ist das so ein Szenario, dass man auch bei Österreichs Energie als Zukunfts-Szenario sieht?
00:11:00: Oder gibt es
00:11:01: noch andere?
00:11:02: Das wird einfach eines dieser vielen Zahnräder sein...
00:11:08: Also nicht die ultimative Lösung für die Speichersproblematik.
00:11:10: Es ist eine Speichermöglichkeit.
00:11:12: Aktuell sehen wir das einfach Wasserspeicher, Pumpspeicherkraftwerke.
00:11:18: Die Technologie sind oder ist die aktuell angewendet wird die sich wirtschaftlich darstellen lässt, die auch langfristspeicher sind.
00:11:27: Weil man eben nicht nur von der Mittagszeit in die Abendzeit speichern kann sondern auch länger.
00:11:34: aber dazu kommen jetzt natürlich Batteriespeicher.
00:11:37: Batterie Speicher einerseits zu einer PV-Anlage dazu im Haushalt, die im Keller stehen.
00:11:43: Batteriespelcher dem Autos sind wie sie es gesagt haben Aber Wir werden auch Batteriespellchen brauchen auf der Grünen Wiese bei Windparks, bei großen BV, Großbatteriespeicher.
00:11:56: All das braucht es.
00:11:57: Da wird gerade viel diskutiert auch.
00:11:59: Wann ist so ein Großbaterie-Speicher wirtschaftlich?
00:12:02: Da braucht es Anreize zum Beispiel bei den Netzentgelten eine Reduktion.
00:12:07: Das ist etwas was wir gerade mit dem Regulator diskutieren.
00:12:11: also Das ist alles im Werden.
00:12:13: Es gibt doch schon einige Großbatteriespeicher, es macht natürlich Sinn bei Hybridparks also wenn ich einen Windpark habe mit einer BV dazu dass sich dort auch gleich einen Speicher errichten, dass sich das Netz eben gleichmäßig belastet.
00:12:27: Den Netzanschluss den ich dort habe, gleichmäßig Belaste – das soll ja das Sinn sein, dass wir nicht so viel die Netze ausbauen müssen und dass wir in eine moderne Netzinfrastruktur investieren müssen, sondern dass wir die Netzinfrostruktur, die wir jetzt schon haben, bestmöglich ausnützen.
00:12:47: Und was die Batteriespeicher betrifft in den Autos Das wird sicher die Zukunft sein.
00:12:53: Da sind wir nur noch nicht so weit, dass es Geschäftsmodelle gibt, die Vehicle-to-Grid Anreize bieten auch wirklich jetzt Strom aus der Auto-Batterie wieder ins Netz einzuspeisen.
00:13:04: Was bedeutet das
00:13:04: bidirektionale Laden?
00:13:05: Dass es eben in beide Richtungen geht... Das
00:13:07: bidirektionale Laden können schon einige Autos, können schon einige Batterien und das ist jetzt schon möglich, dass ich vom Auto in meiner eigenen Batterie wieder zurückspeicher Und dann eben wieder aus der Batterie den Strom holen, wenn ich ihn fürs Auto brauche.
00:13:23: Also in die Autobatterie.
00:13:24: Das ist möglich zwischen Hausanlage und Auto.
00:13:28: Wo es noch keine Geschäftsmodelle gibt aber wo ich überzeugt bin dass das auch kommen wird, ist das man wirklich vom Auto ins öffentliche Netz quasi für alle den Strom aus der Autobatteri zur Verfügung stellt?
00:13:40: Es ist kein Einbahnstraße mehr!
00:13:42: Wie löst man das?
00:13:44: oder ist es Teil des Prozesses?
00:13:45: Hilft da die künstliche Intelligenz und die Digitalisierung, diese dezentralen Strukturen auch so intelligent wie möglich zu handhaben.
00:13:56: Also wir müssen aufpassen beim Betrieb des Netzes, da lassen wir wieder eine künstlische Intelligenze noch irgendein Internet ran.
00:14:03: Das ist OT, das muss getrennt sein einfach
00:14:07: von
00:14:07: unsichereren Systemen, möglicherweise unsicheren Systeme.
00:14:11: Wo wir oder was aktuell sehr wichtig ist, ist das sogenannte Datenausdage.
00:14:16: Wir haben ja in Österreich die Smart-Meter komplett ausgerollt.
00:14:20: Die Smart-meter messen jetzt die Viertelstundenwerte den Verbrauch und die Vierteilstunden Maximumwerte also Leistungswerte.
00:14:28: Und diese Daten mit denen müssen wir etwas anfangen.
00:14:31: Das ist ein Schatz, den der Kunde hat.
00:14:34: Das sind seine Daten.
00:14:37: Mit diesen Daten können wir natürlich gut arbeiten.
00:14:40: Aber das ist auch in den Entwicklungen.
00:14:43: Da laufen viele Systeme im Hintergrund, die notwendig sind und man die notwendigen Daten hat um alle diese modernen Prozesse zum Beispiel überhaupt abwickeln zu können.
00:14:54: Also wir haben seit der ersten Oktober die Möglichkeit – Sie hat das LWG vorgesehen – dass wir nicht nur Bürgerenergiegemeinschaft oder erneuerbare Energiegemeinschaften in Österreich haben können sondern einer mit seiner PV-Anlage zum Beispiel seinem Nachbarn Strom schenkt, Strom verkauft.
00:15:15: Das sind alles Segnungen quasi der neuen Energiewelt.
00:15:19: Klingen ganz toll sind es auch aber erfordern mega Aufwand im Hintergrund, mega viel Vorbereitung und große Prozesse die eben im Hintergrunt laufen.
00:15:29: Also das merkt man als Kunde gar nicht, am besten.
00:15:32: Aber es muss ja der Netzbetreiber wissen wie viel ist erzeugt worden, wem wird das weitergeleitet?
00:15:37: weil dort muss es dann wieder von der Stromrechnung abgerechnet werden da muss der Lieferant informiert werden.
00:15:43: also das sind ganz viele Datenausdraussprozesse die im Hintergrund laufen und da kann man natürlich alles verwenden was es aktuell gibt um möglichst effizient zu sein und diesen Datenaustausch möglichst gut zu machen.
00:15:55: aber das sind Dinge um die sich die Branche auch kümmern muss, die natürlich ganz neue Aufgaben sind.
00:16:02: Die nicht mehr nur Leitungsbau Kraftwerksbau, Kraftwerkbetrieb und Instandhaltung betreffen.
00:16:08: Und das ist natürlich auch ein Umbruch in der Branche.
00:16:12: Wir haben auch immer mehr IT-Experten neben den Energieexperten und den Elektrotechnikern.
00:16:18: aber das passiert.
00:16:20: Wir sind wahrscheinlich noch nicht dort, wo wir sein wollen.
00:16:25: Wo dann wirklich alles total reibungslos funktioniert.
00:16:29: aber das ist ein Riesenprojekt dass gerade in der Branche umgesetzt wird.
00:16:33: Von den Herrenplänen die es da gibt oder nicht nur Pläne sondern auch die Umsetzung in der Transformation und Energiewirtschaft möchte ich ganz gern jetzt zu dem konkreten Mühen des Alltags umlenken.
00:16:44: Das war eine mühe des Alltag.
00:16:46: Gartenausdorsch ist eine mühere Alltag.
00:16:49: Ja, was sagen wir mal?
00:16:50: Das gehört noch zu dieser Kaisstrategie und aber ich meine es die wirklichen Mühen des Alltags.
00:16:55: Also Beispiel jedes... Ich glaube wenn man hier zehn Leute hinsetzt werden wahrscheinlich neun oder gar zehn für den Ausbau der erneuerbaren Energie sein.
00:17:04: das liegt auf der Hand, dass ist nachhaltig, das ist zukunftsrechtlich, das schafft Arbeitsplätze alles gut.
00:17:10: Aber nicht vor der Haustür!
00:17:11: So ist es Floriani Prinzip Hallo.
00:17:13: also Stichwort Windräder wunderbar aber bitte nicht von meiner Haustüre.
00:17:20: Was heißt das eigentlich?
00:17:21: Ich denke, es heißt man muss bei dieser ganzen Transformation nicht nur technologisch alles auf die Eier kriegen sondern auch den Menschen mitnehmen.
00:17:30: Wie stellt sich diese Aufgabe für Sie jetzt zum Beispiel da an?
00:17:33: Ja, die Transformation ist ein großes Kommunikationsprojekt
00:17:37: und eine
00:17:37: Kommunikation.
00:17:39: Und wir können keine Transformation gegen die Bevölkerung, gegen die Anreiner machen.
00:17:44: Das kann nicht funktionieren und deswegen gehört eben auch das zu unserer Aufgabe, zu informieren, zu kommunizieren, die Vorteile zu erklären... Ich meine man sieht ja es waren viele gegen PV-Anlagen.
00:17:58: als dann Putin die Ukraine angegriffen hat der Strompreis in die Höhe geschnallt ist Die Bundesregierung auch viele Förderungen ausgeschüttet hat muss man ehrlicherweise sagen wurden plötzlich reinweise PV-Anlagen auf die Dächer montiert und dann waren alle zufrieden.
00:18:14: Sie haben ihre App, also da ist schon ein gewisser Drive durch die Republik gegangen und dann wollte es der Nachbar auch und der Nächste auch und das war Thema am Stammtisch und da ist dann viel mehr Akzeptanz auch gekommen für Windräder.
00:18:29: ja weil wenn ich mal lebe was Energie Transformation bedeutet, was es heißt unabhängiger zu sein meinen eigenen Strom zu produzieren vielleicht auch Geld damit zu machen.
00:18:41: Dann bin ich positiv vereingestellt.
00:18:44: Auch diese vielen Energiegemeinschaften die uns wie gesagt nicht nur Freude sondern noch viel Arbeit bereiten führen dazu dass sich die Menschen mit dem Thema beschäftigen und deswegen auch ja vielleicht wissen das ist dazu auch Infrastruktur braucht.
00:19:00: aber Wir sind natürlich noch nicht dort, wo wir hinwollen.
00:19:03: Wir haben jetzt auch vom Gesetzgeber das Erneuerbaren Ausbau-Beschleunigungsgesetz bekommen, dass dazu führen sollte, dass die Verfahren schneller werden.
00:19:12: Das alleine reicht auch nicht.
00:19:13: Das ist eine gute Maßnahme, die erstens einmal in den Ländern umgesetzt werden muss.
00:19:18: Und da habe ich etwas Sorge, weil das Ganze soll mit Ersten und Ersten-II.
00:19:22: umgesetzt werden und wir haben nicht das Gefühl dass sich in den Ländern irgendetwas tut.
00:19:26: und auch eben ein Gesetz alleine reicht nicht.
00:19:29: es braucht auch ausreichend Beamte, ausreichende Sachverständige und natürlich trotzdem werden die verschiedenen Interessen gehört im Verfahren.
00:19:39: und trotzdem müssen wir dafür kämpfen, dass wir Akzeptanz für jedes einzelne Projekt bekommen.
00:19:44: aber ich glaube wichtig ist dass auch alle Meinungsbildner, die man in den Medien hört, Politiker dafür sind.
00:19:52: Und da merke ich halt schon das so wie sie es gesagt haben jeder ist für den Umbau und für mehr Erneuerbare.
00:20:00: Es gibt ganz strenge Ziele in Österreich mit hundert Prozent der erneuerbaren Stromerzeugung bis zwanzig dreißig.
00:20:06: Es gibt jetzt sogar Länderziele, die aber leider nicht verbindlich sind.
00:20:11: darauf konnte man sich nicht einigen.
00:20:13: Und jetzt ist die Frage, wie wir zu diesen ganzen Anlagen kommen.
00:20:18: Es gibt Bundesländer, die sagen ich habe viel Wasserkraft und ich brauche kein Windrad weil Windrad ist schier auf meinen Bergen.
00:20:25: Das ist natürlich nicht hilfreich.
00:20:27: Das heißt man muss nicht nur die Bürger überzeugen sondern auch die Politiker.
00:20:32: Das gehört auch zu ihrer Arbeit.
00:20:33: Die Kommunikation mit den Entscheidungsträgern Weil sie brauchen ihre Rahmenbedingungen Erneuerbaren Ausbau-Beschleunigungsgesetz genannt, habe ich jetzt unfallfrei geschafft.
00:20:44: Und dann gibt es ja auch noch das Elektrizitätswirtschaftsgesetz, das auf den Weg gebracht worden ist.
00:20:49: Sie haben schon gesagt dadurch wird jetzt nicht unbedingt alles gelöst aber einfacher?
00:20:56: Also schnellere Verfahren ist die Grundlage dafür gegeben... Weil das Gesetz alleine, wie Sie gesagt haben, macht es ja nicht aus.
00:21:03: Ja
00:21:04: so ist es!
00:21:04: Also das Erneuerbaren Ausbaugesetz ist einerseits auch nur für kleine Anlagen.
00:21:09: Es ist jetzt gerade eine Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz-Novelle in Begutachtung.
00:21:16: Die soll dann für die größeren Anlagen gelten.
00:21:19: also der Gesetzgeber ist fleißig.
00:21:23: Das heißt noch nicht dass ein Verfahren schneller wird.
00:21:25: Wir sehen auch einen bottleneck wirklich beider den Behörden.
00:21:32: Im Gesetzgebungsverfahren steht das sogar, dass mehr Planstellen dafür notwendig sind.
00:21:36: Ich habe noch nicht gesehen, dass in irgendeinem Land jetzt aufgenommen wurde.
00:21:40: dafür.
00:21:41: Das brauchen wir!
00:21:42: Wir brauchen auch genug Sachverständige und Amtsachverständige.
00:21:47: Es muss auf allen Ecken und Enden daran gearbeitet werden, dass wir diese Ziele erreichen.
00:21:54: Die Ewirtschaft macht ihren Bereich ja, macht ihre Aufgaben aber es müssen die anderen auch ihre Aufgabemachen.
00:22:01: Sie haben gesagt bei der Kommunikation das man die Leute auch überzeugen muss weil man nicht gegen den Bürger, nicht gegen die Bevölkerung etwas umsetzen kann Haben wir aber auch gleichzeitig gesagt, wenn es dann mal da ist.
00:22:12: Beispiel Solaynergy und die Rahmenbedingungen.
00:22:15: Beispiel Putin.
00:22:17: Abhängigkeit, die man nicht mehr haben will stimmen.
00:22:20: Und wenn das funktioniert sind alle dabei.
00:22:22: Das heißt, ist gar nicht so sehr eine Kommunikationsaufgabe sondern muss man einfach nur die Technologie... und die Umsetzung hinbringen.
00:22:30: Und sie spricht dann für sich, weil es überzeugend ist?
00:22:33: Also wir wissen aus Umfragen das dort wo bereits ein Windpark steht – die Zustimmung zu weiteren Windparks wesentlich größer ist als dort, wo eben weit und breit kein Windrad sieht!
00:22:43: Aber wir brauchen Windkraft überall.
00:22:45: Wir können jetzt nicht nur, weil die Burgenländer für Windkraft sind noch mehr und mehr.
00:22:50: Dort ist irgendwann das Potenzial erreicht.
00:22:52: Wir brauchen auch im Westen Österreichs, im Süden Österreichs Windkraft, auch dort Wetterwind.
00:22:57: Weil was ja ganz wichtig ist – und darüber haben wir noch nicht gesprochen – wir müssen diese erneuerbaren Anlagen klug ins Netz integrieren!
00:23:04: Und ich wäre oft gefragt, warum, obwohl wir fast Spitzenreiter in der EU sind mit erneuerbaren Anlagen trotzdem die Strompreise über dem europäischen Durchschnitt liegen.
00:23:15: Das ist deswegen weil wir uns nur in jeder fünften Stunde aus erneuerbarer Erzeugung versorgen können.
00:23:24: Die restliche Zeit, das sind die Abendstunden, der Winter braucht entweder Importe oder wir brauchen eben zu gewissen Stunden noch Gaskraftwerke.
00:23:33: Achtzig Prozent der Zeit brauchen wir all das noch?
00:23:36: Wenn es nur in jeder fünften Stunde ist?
00:23:39: Wir haben dafür, dass wir eigentlich mehr brauchen können.
00:23:45: Das ist aber nicht nur ein Speicherthema.
00:23:49: und jetzt komme ich zur Windkraft.
00:23:52: Es geht um die Windkraft!
00:23:55: Natürlich kann man weiter PV ausbauen, wenn ein Speicher dabei ist.
00:23:59: Wenn man viel Strom selber verbraucht ... PV ist am besten, weil man es selber ver braucht.
00:24:03: Das ist einfach so!
00:24:05: Dann ist das System dienlichsten quasi.
00:24:10: Und was wir eben jetzt brauchen?
00:24:12: Ist mehr Stromerzeugung dann, wenn die Sonne nicht scheint für den Nachmittag, für die bewölkten Tage und da ist Windkraft einfach der perfekte Partner.
00:24:21: Weil dann, und deswegen müssen wir die Windkraft ausbauen.
00:24:26: Und damit wir auch die Netze nicht so extrem ausbaut, müssen wir dort hinbauen wo Netze vorhanden sind aber eben noch Platz ist oder wo auch Abnehmer sind.
00:24:39: Das ist eben auch woanders in Österreich.
00:24:42: also wir müssen die Wind Kraft ausbohren die Kosten des Systems insgesamt nicht weiter steigen, damit wir auch genug erneuerbaren Strom haben zu den Zeiten wo wir aktuell noch keinen haben.
00:24:55: Also für den Pfingstmontag weiter PV auszubauen bringt uns volkswirtschaftlich und im System eigentlich gar nichts.
00:25:03: Man kann es machen wenn man einen eigenen Speicher hat oder ein Auto ladet aber wichtiger ist eben den Wind weiter auszubauern Auch die Wasserkraft.
00:25:13: Und da haben wir ja heuer gesehen im Sommer, dass die Wasserkraft auch nicht so eine fixe Quelle ist mit der wir immer rechnen können.
00:25:22: Wir hatten einen sehr trockenen Sommer oder das ganze Jahr ist eigentlich schon sehr trockene.
00:25:27: Was grundsätzlich natürlich auch eine Folge irgendwie des Klimawandels wahrscheinlich ist.
00:25:31: und da gibt es aber Studien, die sagen, dass gerade im Alpenraum weiter die Niederschläge so bleiben werden, also die Wassermengen ungefähr gleich bleiben werden wie in der Vergangenheit.
00:25:43: Dass wir nur mehr Extremwetterereignisse haben werden und dass wir vor allem im Winter mehr Wasserkraft haben werden weil das Wasser nicht als Schnee sondern als Regen auch im Winter kommen wird.
00:25:56: Und ich möchte nicht zynisch klingen und das Skifahrerin finde es gar nicht gut aber ist für dieses System gar nicht zu schlecht, dass wer jetzt im Winter dort wo die PV auslässt Strom als Wasserkraft zukünftiger Zeugen werden.
00:26:10: Ein paar Mal ist schon das Thema gefallen, das kostet ... Logisch, ich glaube da gibt es Berechnungen von Österreichs Synergie.
00:26:16: Da ist die Rede von sechsundfünfzig Milliarden Euro für das gesamte Paket an Netzausbau.
00:26:22: intelligenter und flexibel machen.
00:26:24: Gut zahlen unter denen sich sowieso niemand etwas vorstellen kann.
00:26:28: Deswegen meine Frage ist viel konkreter.
00:26:30: Ja
00:26:31: weitere Zahlen weil erstens einmal haben wir die Inflationen und wir sehen dass von Jahr zu Jahr die Komponenten teurer werden und wenn man mit so großen Zahlen operiert dann ist jeder sagt oh Gott wer soll das zahlen?
00:26:43: Ich würde eher über den Nutzen lieber reden wollen, weil das sind ja auch Investitionsprogramme und der Nutzen ist ja sehr groß wenn wir dafür eben nicht zehn Milliarden für irgendwelche Schurkenstaaten überweisen die uns vielleicht oder auch nicht fossile Energien schicken.
00:26:58: Ich wollte es ohnehin nicht auf dem Kosten festmachen sondern ich wollte nur die Anschlussfrage stellen die vielleicht viele Zuhörer interessiert wie das finanziert wird?
00:27:08: Die Furcht am Ende des Tages der Bürgerzahl, meine Stromrechnung wird teurer.
00:27:14: Jetzt kann man sagen und die Gelenkert haben sie ja gleich Ja mag sein ist ein Teil eines jeden Change Prozesses dass auch manche Sachen schwieriger oder kurzfristig teurer werden.
00:27:25: vielleicht geht dann der Preis wieder runter.
00:27:27: aber mal ganz konkret wer zahlt denn das?
00:27:30: Naja natürlich zahlen es die Kundinnen und Kunden Das ist klar und deswegen ist es allen so wichtig also uns als Branche der Politik allen, dass die Kosten gedämpft werden.
00:27:44: Dass die Kosten möglichst niedrig sind – die Kosten dieser Transformation und deswegen ja diese ganzen Gesetze also das Elektrizitätswirtschaftsgesetz haben sie genannt.
00:27:55: Das hat ganz viele Maßnahmen damit der Umbau des Systems möglichst kostengünstig erfolgt.
00:28:02: Da sind eben diese Maßnahmen drinnen wie Spitzenkappung, wie flexibler Netzzugang.
00:28:07: Wie jetzt ein neues Tarifsystem.
00:28:09: das wird jetzt dann mit nächsten Jahr in Kraft treten dass der Leistungspreis etwas höher bewertet wird als in der Vergangenheit.
00:28:17: also das klingt alles sehr technisch aber das sind alle Maßnahmen damit man die bestehende Infrastruktur des bestehenden Netz effizient und bestmöglich nützt, damit eben zusätzliche Investitionen wirklich nur im notwendigen für systemnotwendigen Rahmen erfolgen.
00:28:38: Und das sind gute Maßnahmen die jetzt im Laufe der Jahre alle umgesetzt werden sollen.
00:28:43: Das wird sich auch für den einen oder anderen auf der Stromrechnung auswirken wenn man sein Verhalten nicht ändert, wenn man alle Geräte gleichzeitig auftritt.
00:28:52: Wenn man sein Auto mit einer zwanzig KW-Wohlbox lädt obwohl wir eigentlich Die ganze Nachtzeit hat das Auto zu laden.
00:28:59: Für diese Leute wird es zukünftig etwas teurer, nicht weil man sie bestrafen will sondern weil es ein Anreize sein soll das Verhalten zu ändern und sich netzdienlich zu verhalten also das Auto die ganze nacht vielleicht mit acht kw zu ladern und nicht mit zwanzig.
00:29:15: Also da sind alles Maßnahmen die dazu führen sollen dass die Kosten des Umbaus möglichst gering gehalten werden.
00:29:23: Auf der Stromrechnung sind natürlich noch andere Komponenten, nicht nur die Netzentgelte.
00:29:27: Das ist ein Drittel oder ein Teil.
00:29:29: Wir haben den Energiepreis und wir haben Steuern und Abgaben.
00:29:33: Bezüglich der Steuermundabgaben sind wir natürlich auch mit der Politik in Kontakt.
00:29:38: Das wäre natürlich ein leichtes, die Umsatzsteuer auf all das zu reduzieren.
00:29:43: Gut, das gefällt dem Finanzminister nicht!
00:29:47: Dann haben wir die Ökostromabgaben, die wir alle zahlen.
00:29:50: Da arbeiten ja auch alle dran, dass die Notwendigkeit zu Förderungen so zu sein geringer wird – das reduziert dann auch die Stromrechnung jedes Einzelnen.
00:30:00: Wir haben eine Elektrizitätsabgabensenkung in dem Jahr für Haushalte.
00:30:04: Da appellieren wir an die Politik diese Senkung zu verlängern damit wir auch nächstes Jahr noch eine gesenkte Elektrizitätabgabe haben und nicht mit ersten Jänner, das plötzlich steigen wird Ja, und dann haben wir eben den Anteil der Energie.
00:30:18: Da schaue ich natürlich schon mit Sorge auf die Weltpolitik und auf die steigenden Gaspreise weil wie wir alle wissen wird sich das irgendwann im Strompreis niederschlagen.
00:30:30: Wir sehen es jetzt schon am Großhandelsmarkt dass die Preise in die Höhe gehen.
00:30:34: Die Kunden haben's nur noch nicht gespürt also die Haushaltskunden weil wir hier ja immer langfristig die Lieferanten beschaffen und somit die Kunden nicht sofort jeden Ausschlag an der Börse gleich spüren auf der Rechnung.
00:30:49: Aber da ist es wahrscheinlich, wenn das alles so weitergeht, wenn diese Spannungen weltweit weiter herrschen dann ist wahrscheinlich damit zu rechnen dass durch den hohen Gaspreis auch irgendwann ja die Stromrechnung beim Endkunden etwas steigen wird.
00:31:08: Sie haben es ja ziemlich am Anfang schon gesagt die Wirtschaftlichkeit ein bedeutenderer Faktor und eine höhere Priorität geworden ist, um das jetzt nicht nur sozusagen um ökologische Aspekte geht.
00:31:21: Und genauso sieht sich der Bürger auch also jeder Einzelne so zu sagen dass er sich in einer wirtschaftlich prekären Situation befindet.
00:31:29: Er hört sich nicht unbedingt den Podcast an sondern fährt zur Tankstelle oder schaut auf seine Stromrechnung denkt sich auf Energiepreise sind Energiepreise sind gestiegen, also für alle.
00:31:39: Wir sind leider nur in einem Podcast wo man nicht sehen kann aber da wird aufgezeigt auf der gegenüberlegenden Seite und kommt gleich ein Argument.
00:31:45: Also die Energiepreisen werden halt höher.
00:31:49: das ist nicht der Energiewirtschaft geschuldet sondern dass es die geopolitische Lage das ist alles mögliche keine Frage.
00:31:56: Aber der, der das zahlen muss, muss sich nicht nur mit der Begründung zufrieden stellen.
00:32:00: Aber dafür ist es schön nachhaltig, sondern es ist auch so, dass langfristig eigentlich die Preise senken sollte.
00:32:06: Habe ich's richtig verstanden?
00:32:08: Genau so ist es und ich habe vorher aufgezeigt, weil sie haben die Tankstelle gleichzeitig mit der Stromrechnung in einem Satz genannt.
00:32:14: Nein das ist ja nur für
00:32:16: den... Ich muss jetzt wirklich sagen wir reden immer vom Strom, weil Strom hat jeder, Strom kennt jeder, Sturm kommt aus der Steckdose, die Stromrechnung kommt nicht so oft wie das was man an der Tankstell irgendwie bezahlt.
00:32:29: aber ich meine ich höre wenig auf wenn man an die Tankstelle fährt und dort sind wahnsinnige Preise.
00:32:38: Ich war in
00:32:38: Deutschland, da sind wir unter drei Euro.
00:32:42: Wahnsinn!
00:32:43: Und die Stromrechnung ist noch nicht gestiegen.
00:32:48: Die Stromrechnung, die
00:32:49: Frage war ja nur...
00:32:50: ...und
00:32:52: die Elektrizität
00:32:53: ist im Übrigen aktuell sogar inflationstempfend.
00:32:57: Also das möchte ich einfach mal klarstellen weil wir sind immer die Weil wir halt kommunizieren, weil wir viel präsent sind.
00:33:06: Mineralöl-Händler sind da irgendwie zurückhaltender und deswegen auch glaube ich nicht immer so ganz in der Kritik wie wir.
00:33:12: Aber das Problem ist aktuell nicht im Strom.
00:33:16: Nichtsdestotrotz ist das wirklich unser Anspruch, ein leistbares Produkt für unsere Kunden zur Verfügung zu stellen und diese ganze Transformation wie sie es gesagt haben soll ja auch dazu führen dass es günstiger wird.
00:33:29: Jetzt habe ich noch eine letzte Frage.
00:33:31: Sie erinnern sich an das Zitat vom Bundespräsidenten der Hetzgern sauber, leistbar – also auch das Motto der Österreichsenergie – sauber leistbare nachhaltig.
00:33:43: sicher Kann ich Sie zu einer Prognose verleiten, weil man in Österreich soweit ist?
00:33:50: In wie vielen Jahren, dass man zufriedenstellend diese Schlüsselpunkte abhaken kann.
00:33:57: Also beim Strom sind wir da bald dort.
00:34:00: Wir waren im vorletzten Jahr als wir viele Niederschläge hatten Waren wir schon bei den Sechsundneinzig Prozent erneuerbare Stromerzeugung Die letzten zwei Jahre leider wieder schlechter, also das heißt wir müssen einfach weiter drauf bleiben.
00:34:16: Aber hundert Prozent der neuerbare Stromerzeugung natürlich national und bilanziell, also übers Jahr gesehen werden wir ja da kriegt davon aus dass für die Ziele-二zigdreißig erreichen werden.
00:34:29: Jetzt geht es natürlich darum andere Bereiche zu elektrifizieren.
00:34:34: Das ist die große Herausforderung Gleichzeitig aber auch wichtig, weil je mehr Stromabnahme wir aus dem quasi teuren Netz haben desto mehr Leute zahlen diese Kosten.
00:34:48: Die Kosten werden nicht mehr wenn mehr aus dem Netz genommen wird.
00:34:51: also das macht doch volkswirtschaftlich Sinn und jeder der ein Ehrauto gefahren ist will sowieso nicht mal umsteigen.
00:34:58: Und jetzt in der Raumwärme haben wir natürlich noch ein großes Problem gerade in den Städten.
00:35:03: Aber da müssen wir dran bleiben.
00:35:06: Es rechnet sich für jeden.
00:35:09: Natürlich sind am Anfang große Investitionskosten, da muss es Unterstützung geben, dann muss es Anreize geben durch die öffentliche Hand.
00:35:17: aber ich bin sicher dass wir auf einem guten Pfad sind.
00:35:20: Wichtig ist das wir alle dafür arbeiten, dass wir nicht irgendwelche Ziele oder den Weg insgesamt infrage stellen.
00:35:28: wenn wir daran bleiben Und dem Bundespräsidenten und allen anderen, die auf unserem Kongress gesprochen haben folgen.
00:35:35: Dann bin ich sehr zuversichtlich dass wir es schaffen.
00:35:37: vielleicht nicht zwanzigvierzig aber vielleicht fünfundvierzig oder fünftig?
00:35:42: Das ist ja jetzt schon ganz konkret.
00:35:43: das habe ich mir gar nicht erwartet.
00:35:45: Jetzt wirklich zum Abschluss noch ein kleines Gedankenspiel.
00:35:48: Sie können sich sicher erinnern an den Satz Its Economist Jucle das hat der Wahlkampfleiter von Bill Clinton sich damals selbst reflektiv auf die Wand geheftet.
00:35:58: Sie haben jetzt auch einen Zettel und einen Kuri-Schreiber vor sich, was schreiben sie denn drauf?
00:36:02: Ganz spontan!
00:36:04: Ich brauche mehr Strom.
00:36:06: Ich danke vielmals für das
00:36:07: Gespräch.".
00:36:09: Das war der Presse-Podcast zum Thema Energie der Zukunft – Der Weg in die Unabhängigkeit.
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