Studium oder Handwerk? Was Junge im KI-Zeitalter lernen sollen
Shownotes
Gast: Sarah Spiekermann leitet das Institut für Wirtschaftsinformatik & Gesellschaft an der WU Wien. Moderation: Anna Wallner, Head of New Media Schnitt: Audiofunnel/DL
Mit Künstlicher Intelligenz lassen sich Hausübungen, Präsentationen und sogar Prüfungen erledigen. Was bedeutet das für Schulen, Universitäten und die Berufswahl junger Menschen? Sarah Spiekermann leitet das Institut für Wirtschaftsinformatik und Gesellschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und hat die Future Foundation gegründet. Diese hat mit dem Memo „Bildung 2050“ 13 Vorschläge vorgelegt, wie Bildung im KI-Zeitalter funktionieren soll.
In dieser Folge reden wir über Folgendes:
Warum die seit August geltende KI-Kennzeichnungspflicht aus ihrer Sicht nur der halbe Weg ist Weshalb sie statt eines Social-Media-Verbots Dumbphones für alle unter 16 fordert Wie man KI-Funktionen wie beim Gaming Level für Level freischalten könnte Warum KI für Unternehmen teurer ist als gedacht Ob es das BWL-Studium noch braucht und warum sie Jungen rät, zuerst ein Handwerk zu lernen Wofür sie selbst KI nutzt und wofür nie
Links:
Bildungsmemo „Bildung 2050“ der Future Foundation. Die Presse: Rechnet sich ein BWL-Studium überhaupt noch? Interview mit Gerhard Speckbacher
Alle Presse-Podcasts gibt es jetzt gebündelt auf [YouTube] /(https://www.youtube.com/@DiePressePodcasts)) Abonnieren Sie uns dort.
Wenn Sie noch mehr von uns hören wollen, hier finden Sie alle unsere Podcasts [www.diepresse.com/player] (https://www.diepresse.com/player/?utm_source=podigee&utm_medium=podcastshownotes))
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:05: Die Presse.
00:00:05: Und Dumpphones, also sogenannte dumme Telefone mit denen man nur telefonieren und gerade mal SMS tippen kann für alle unter sechzehn Jahren!
00:00:17: Das fordert jetzt eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Österreich und Deutschland in einem neuen Bildungs-Memo.
00:00:24: Außerdem sehen Sie der Meinung, KI soll man erst dann verwenden dürfen wenn man sie selbst kann und versteht.
00:00:29: das heißt also weil man zum Beispiel verstanden hat wie man Roboter baut.
00:00:33: Es sei also besser die KI von Ihnen zu begreifen als nur Prompten zu lernen.
00:00:38: Gleichzeitig werden genau jene Jobs knapp mit ihnen junger bisher ins Berufsleben gestartet sind.
00:00:43: Wir sehen zum Beispiel dass in Deutschland heute fast halb so wenige Einstiegstellen, wie es im Jahr twohundneinzehn existieren, wobei sich die Geister darüber scheiden ob das wirklich nur in der KI liegt oder auch an der schwachen Wirtschaft.
00:00:55: Ich selbst unterrichte an einigen Hochschulen und frage mich jedes Semester ein wenig mehr was meine Studierenden eigentlich noch selbst können müssen und wo sie die KI bereits nutzen sollen?
00:01:06: Was sollen junge heute lernen?
00:01:08: Braucht es überhaupt noch ein BWL-Studium?
00:01:10: und wie sehr bedroht KI tatsächlich unseren Arbeitsmarkt.
00:01:13: Überall das spreche ich jetzt mit Sarah Spiekermann, sie leitet das Institut für Wirtschaftsinformatik und Gesellschaft an der WU Wien und hat die Future Foundation gegründet, die hinter dem eingangs erwähnten Bildungsmemo steht.
00:01:26: Sie hören was wichtig ist – den Nachrichtenpodcast der Presse.
00:01:39: Präzision, die man spürt und Genuss der bleibt.
00:01:43: Von faszinierenden Reisezielen bis zu Funkeln, Diamanten- und exklusiven Zeitmessern entdecken sie zwei Messen voller Inspiration!
00:01:52: Die Presse präsentiert den Reisesalon von Dreizehnten bis Fünfzehnte November – und die Watches and Diamonds Vienna.
00:01:59: am vierzehnten und fünfzehnden November.
00:02:01: im Museum für angewandte Kunst
00:02:03: in Wien
00:02:04: Erleben Sie besondere Handwerkskunst, außergewöhnliche Urlaubsideen und den persönlichen Austausch mit Ausstellern.
00:02:10: Sichern sie sich jetzt Ihr Ticket unter diepresse.com-events.
00:02:18: Hallo Frau Spiekermann!
00:02:19: Schön, dass Sie Zeit haben.
00:02:20: Ja hallo!
00:02:21: Frau Spieckermann ich beginne mal damit das Sie im vergangenen Sommer auch in der Zeit mit zwei zu Gast waren und da haben Sie gesagt Maschinen sind eigentlich überhaupt nicht kreativ.
00:02:30: gleichzeitig... Beobachten wir, dass seit einigen Jahren immer mehr Menschen mittlerweile Millionen von Menschen jeden Tag KI nutzen und diese Modelle werden dabei auch laufend besser.
00:02:41: Was würden Sie denn sagen?
00:02:42: Wo stehen wir im Herbst?
00:02:44: Wir überschätzen die KI eher oder unterschätzen sie?
00:02:48: Ich glaube wenn so Techbosser wie Elon Musk oder Sam Aaldmann von Superintelligenzen sprechen jetzt auch unterstützt von Trump ich denke dann Überschätzen diese Herrschaften, ihre eigene Technologie ein bisschen.
00:03:05: Aber wenn wir jetzt nur von den Alltagserfahrungen sprechen und sehen, wie gut diese Maschinen und KI-Sterren sind uns zu helfen, Texte zu verbessern, Bilder zu malen oder sonstige Aufgaben für uns zu übernehmen.
00:03:18: Dann muss man sagen ist man natürlich zurecht auch beeindruckt von der Leistungsfähigkeit dieser KI Systeme?
00:03:25: Und das ist jetzt im Jahr zwanzigzehnt so und wird sich vielleicht noch leicht verbessern in den nächsten Monaten und Jahren.
00:03:33: aber das ist schon beeindruckend!
00:03:36: Jetzt haben wir gerade erst vor wenigen Wochen oder Monaten, muss man sagen seit August in Europa die Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte wegen des EIAX der EU und sie haben damals auch in der Zeit mit zwei gesagt dass das absolute vorderlich ist.
00:03:49: Dass wir hier transparent schaffen, dass wir also eben gerade wenn verwenden, auch ganz klar ausschildern dass wir das tun und da irgendwie nicht versteckt arbeiten.
00:03:59: Darf ich Sie einfach persönlich fragen welchen Eindruck Sie haben nach diesen gut zweieinhalb drei Monaten sich da viele Menschen alle daran halten?
00:04:06: Und ob das auch kontrolliert wird in Österreich?
00:04:09: Also man muss sich an der Stelle ja die Frage stellen was und wie wird denn genau gekennzeichnet Wenn ich eine KI einfach dadurch kennzeichne, dass ich irgendwo unter dem Chatverlauf so ein kleines Kästchen habe.
00:04:23: So einen Disclaimer wo drauf steht übrigens Ich bin eine KI oder auch im Call Center kurz vorher erwähne wir arbeiten auch KI unterstützt dann hat man das Gesetz an der Stelle erfüllt und ich denke, dass die meisten Firmen das auch so handhaben werden.
00:04:39: Das heißt, sie firmen sind gesetzeskonform.
00:04:42: Aber das Problem ist dann die Interaktion also dass die Kis selber sich wie Menschen darstellen haben eine menschliche Stimme sprechen und formulieren wie Menschen.
00:04:54: teilweise gehen Sie auch auf die Emotionen ihresgegenübers ein Und passen ihre eigene Sprache auch dem gegenüber an.
00:05:03: Sie sind also in dem Sinne fast schon maschinell empathisch und dann kann man den Nutzer tausendmal darüber informieren, du und übrigens das ist eine Maschine.
00:05:14: Und trotzdem sind die Menschen dann kognitiv verleitet dazu, in dieses Maschinelle gegenüber einer Person hineinzuinterpretieren?
00:05:25: Okay, das heißt sie meint es uns da... gar auch so.
00:05:28: Kennzeichnungspflichten überhaupt nicht weiterhelfen vor diesem menschlichen Zugang, dass man dann KI als quasi menschliche Tools stimmen, Sprachen oder whatever wahrnimmt.
00:05:40: Richtig!
00:05:41: Wir gehen mit dieser Kennzeichungspficht nur den halben Weg.
00:05:45: Wir können dadurch die wirklich negativen Auslangfrist-Auswirkungen von den KI-Systemen, dass Menschen sich in diese Verlieben, dass sie ihnen mehr vertrauen als anderen Menschen.
00:05:59: Dass Sie sich wahnsinnig gerne extrem lang mit dem System unterhalten.
00:06:05: Das können wir einfach durch diese reine Kennzeichnungspflicht nicht erreichen!
00:06:10: Ein Bereich, den Sie besonders im Fokus haben und der immer wichtiger wird ist die Frage wie wir mit Bildung und Mitausbildung und dem auch Berufswahl im Zusammenhang mit KI umgehen.
00:06:21: Die Future Foundation, die sie leiten hat das MEMO-Bildungs-Fünfzig vorgelegt Und da steht unter anderem drin dass uns die digitale Transformation in einen Zustands selbstverschuldeter Unmündigkeit zurückwirft.
00:06:37: Vielleicht können Sie uns mal zuerst erzählen, was Sie konkret auch bei Ihren eigenen Studierenden an der WU beobachten im Umgang mit der Möglichkeit AI zu nutzen.
00:06:45: Die Herausforderung die wir sehen als Lehrende sowohl Universitäten als auch an Schulen ist das wirklich alle Studierende also fast wirklich alle permanent KI benutzen, um sämtliche Hausübungen Präsentationen aufsetze.
00:07:02: Wenn ich sogar Prüfungsaufgaben eben mit KI bearbeiten und so das bedeutet natürlich dass der Mensch, der hier lernen soll, das nicht mehr tut und und zwar weder lernt er den Stoff oder lernt sie den Stoph noch können die Menschen, Die ersten die kreativen sein, die etwas zum papier bringen.
00:07:28: das ist aber ganz wichtig.
00:07:30: Es ist ganz wichtig dass der mensch zuerst denkt und dann kann die maschine vielleicht noch ein bisschen korrigieren.
00:07:35: Aber wir haben es im moment umgedreht.
00:07:37: die Maschine gibt erst mal alle antworten und dann geht man nochmal durch und hat aber auch nichts gelernt.
00:07:42: Und wir sehen hier sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als eben auch an dieser Praxis, als Universitäts- und Schullehrer das die jungen Menschen daher nicht mehr lernen und kein Gedächtnis aufbauen?
00:07:55: Man muss sogar sagen es gibt ja den Fachausdruck funktionale kognitive Antropie hier.
00:08:02: Es hat man nachgewiesen, das heißt in Deutsch Hirnschwund.
00:08:04: Funktionaler Hirnschwund!
00:08:06: Wir sehen tatsächlich wenn Menschen eben Tailli benutzen, empirischen Studien und die sich alles vorschreiben und machen lassen dass sie bestimmte Gehirnareale anders entwickelt sind und sie sich einfach nichts mehr merken.
00:08:21: Das heißt Sie sind blanks, Sie lernen gar nichts mehr.
00:08:24: Und was kann man dagegen tun?
00:08:26: Also gerade auch im Unterricht und in der Lehre.
00:08:29: Wir müssen massiv gegensteuern, in den Universitäten oder auch in den Schulen das wir einen gesetzlichen Rahmen schaffen, dass wenn Schüler und Studenten gegen die Ansage des Lehrers verstoßen und KI trotzdem benutzen, dass es dann entsprechende Sanktionen gibt, die so hart sind, dass sich die Schüler und studenten davor fürchten hier entdeckt zu werden... Eine Seite, das andere ist wir brauchen eine Kultur des eigenen Wissenwollens.
00:09:00: Das ist eine kulturelle Leistung, dass wieder zu entdecken nicht eine Prüfung bestehen sondern etwas wissen.
00:09:05: und ja also wir brauchen auf jeden Fall viele Mündliche Prüfungen sowohl in den Schulen als auch in den Universitäten weg vom Kreuzeltest, weg von irgendwelchen Arbeiten die man mit KI ich sage mal, fälschen kann.
00:09:22: Wir müssen wieder mündliche Prüfungen einführen aber das bedeutet bei massen Studiengängen natürlich einen erheblichen Aufwand oder eine reduzierte Anzahl von Studierenden.
00:09:32: Eine Forderung die Sie ganz konkret haben ist dass man sogenannte Dumpphones für alle unter sechzehn allen führt also dass es sogar per Gesetz eingeführt wird, dass Jugendliche bis sechzen Jahren nur Telefone haben dürfen mit denen sie telefonieren können und vielleicht noch glaube ich so wie es verstanden hat Maximal Nachrichten tippen können, aber eben alle Apps und alles andere ist da drin nicht installiert auf diesen Phones.
00:09:54: Jetzt ist es ja so dass sich die Regierung auf ein Social Media-Verbot unter bis Vierzehn geeinigt hat auch wenn die Umsetzung gerade noch ein bisschen auf sich warten lässt.
00:10:03: man geht davon aus das es im neun Jahr irgendwann soweit sein wird.
00:10:06: also erstes Kotal zwanzig siebenundzwanzig.
00:10:09: wieso reicht ihnen dieses reine Social Media Verbot nicht sondern gesetzen Sie da auch wirklich auf ein Gerät an?
00:10:17: Ja, schon Marshall McLuhan hat uns vorher gesagt an der Medientheoretiker vor Jahrzehnten.
00:10:23: The medium is the message!
00:10:25: Es geht nicht so sehr jetzt nur um Anwendungen.
00:10:30: was man sich anschaut zur Social Media oder so es geht um das Medium ist geht um dass die weißes geht ums Gerät.
00:10:38: Man darf nicht vergessen.
00:10:39: Die Jugendlichen haben laut der aktuellen Studien, schreiben die so am Tag teilweise um die zweihundert Messages über WhatsApp
00:10:47: etc.,
00:10:48: das ist ja nicht im Social Media-Gesetz attangiert
00:10:52: und halten
00:10:53: sie genau enthalten.
00:10:54: Sie schauen sich je nachdem wie intensiv sie Social Media nutzen zwischen zwei und sechs Stunden diese Sachen an Teilweise auch nicht nur Social media auf YouTube.
00:11:04: Das heißt die Frage ist ja was reguliert man denn da eigentlich?
00:11:07: Wir haben also eine extreme gegenseitige Überwachung, die zum Beispiel auch erstaunlicherweise durch die Eltern, die diese Geräte auch nutzen um einen Permanentkontakt und damit eine Freiheitsreduzierung der Jugendlichen aus eigenen Wünschen und Liebe und Kontrolle heraus zu gewährleisten.
00:11:27: Das heißt und all diesen tatsächlichen Herausforderungen von Smartphones, also Zwarhundert Messages am Tag Ganz viele Inhalte, die man nicht kontrollieren kann, die nicht unter Social Media fallen und gegenseitige Freiheits einbussen.
00:11:43: Das sind Probleme, die überhaupt nicht angegangen werden durch diese Idee der Social-Media-Reduzierung.
00:11:49: Und daher sagen wir, wir brauchen die Jugendlichen wieder in ihrer kreativen auch über die Pubertät hinweg Phase, dass sie miteinander aneinander als Menschen lernen und von diesen Screens, von diesem Displays den Bildschirmen wegkommen.
00:12:05: Die Bildschirmzeit ist das was gefährlichsten ist und es kann man nur unterbinden indem man auf der Hardware eben reguliert.
00:12:13: oder vielleicht noch Ein Punkt, wir können in Europa als Nationalstaat oft wenig machen.
00:12:19: In diesem Internet-Kontext und Skannen wird auf europäischer Ebene geregelt aber wenn es um Hardware geht kann hier Österreich national in die Regulierung gehen und könnte sich damit natürlich das Potenzial ihrer Jugend wesentlich schützen.
00:12:38: Aber haben Sie den Eindruck gewonnen, dass da auch auf politischer Seite, regulatorische Seite man hier sozusagen diesen Vorschlag für gut befindet und gewillt ist darüber zu diskutieren und nachzudenken?
00:12:49: Er würde ja sogar Sinn machen Ihnen jetzt mit diesem Social-Media-Verbot zu koppeln.
00:12:53: Da haben sie völlig recht.
00:12:55: aber was passiert ist das es hier einen Unterschied gibt zwischen der privaten Meinung und Haltung der Politiker oft und dessen dem was sich wagen offiziell so vertreten.
00:13:07: Privat versuchen sie ihre Kinder auch, möglichst von diesen Medien fernzuhalten.
00:13:11: Und wenn Sie dann politisch Ihre Entscheidungen treffen sollen, dann stehen sie vor dem Dilemma dass sie als Fortschrittsfeinde bezeichnet werden und das man jetzt die Innovationen aufhalten würde und daher trauen sich viele politischen Kräfte nicht so radikal vorzugehen.
00:13:32: In diesem Dilemma stehen unsere Entscheidungsträger heute und daher würde es sehr schwer werden, auch über die Ministerien hinweg an dieser Stelle so tief einzugreifen in das Privatleben von unseren Bürgern.
00:13:48: Ich sehe riesen Herausforderungen, das unzusetzen.
00:13:51: Finde es aber wichtig, dass wir als vordenkende Wissenschaftler schon darauf hinweisen,
00:14:00: eine andere Warnung oder einen anderen Vorschlag, den sie haben ist.
00:14:04: Ich würde es jetzt mal so wie die sogenannte Taschenrechnerregel bezeichnen dass man KI erst dann anwenden darf und soll wenn man die Fähigkeit mit der man sich hier weiterhelft beherrscht.
00:14:15: das klingt ja wirklich gut und logisch hat auch für unsere wachsende die ohne KI aufgewachsen sind ja besondere Logik weil wir genau so groß geworden sind.
00:14:25: Die Frage ist aber nur wer entscheidet ab wann ein sechzehnjähriger siebzehn jährige einen Skill, also zum Beispiel schreiben oder rechnen, Kopfrechnen gut genug kann um dann eben bereit zu sein auch sich mit einer KI weiterzuhelfen.
00:14:39: Also wir haben ja in unserem Schulsystem immer schon von Schulklasse-zu-Schulklasse abgestufte Lehrinhalte und dann dementsprechend auch Prüfungen
00:14:49: usw.,
00:14:50: die darüber entscheiden ob und mit welcher Note man weiter kommt.
00:14:54: das kennt das Bildungssystem also schon Und wir müssten hier wirklich völlig neu nachdenken darüber, wie und woran macht man einen Skill eine Fähigkeit fest?
00:15:09: Wie überprüfe ich das wirklich nachhaltig.
00:15:11: Und in dem Moment wo jemand sozusagen wie beim Gaming haben ja auch beim Gaming muss sich bestimmte Levels erreichen Und erst wenn ich das Level erreicht habe, dann werde ich freigeschaltet und gibt's Next-Level.
00:15:23: Wenn wir das mal so betrachten würden, wäre das eine sehr kreative Herausforderung für unser Bildungssystem so etwas aufzubauen.
00:15:30: Da könnten wir weltweit wirklich führend werden.
00:15:34: zu sagen Wir machen Next-level wie beim Gaming für die Freischaltung von KI Funktionalität Und ich meine, wer dann fusch ist wie beim Gaming kann man sich auch den Next Level irgendwie kaufen.
00:15:46: Aber das liegt dann unter der Ehre der Beteiligten und so könnte man das denken und ganz anders aufziehen.
00:15:53: Gibt es
00:15:53: da andere Staaten die das auch schon in diese Richtung machen oder andenken?
00:15:59: Meines Wissens sagt nicht!
00:16:01: Obwohl natürlich in der Wissenschaft und Forschung, bei Vordenkern, Zukunftsinstituten so was auch immer diskutiert wird.
00:16:09: Aber tatsächlich hat kein Land auf der Erde meines Wissens nach ein Gaming-Approach mit Next Level wirklich systematisch und systemisch durchdacht, das wäre eine Topchance sich hier mal wieder als Testmarkt
00:16:26: vorzutun.".
00:16:28: Jetzt hat die Regierung ja auch beschlossen, dass ab dem Jahr für den Oberstufen der allgemeinen Bildenden höheren Schulen Medienkompetenz und KI als Schulfach eingeführt werden kann.
00:16:41: Das ist kein Mussfach.
00:16:43: Dafür würde dann im Stundenplan zum Beispiel Fächer wie Latein reduziert werden.
00:16:49: Ihr Memo sagt ja, jedes Kind soll einmal einen Roboter gebaut haben oder händisch programmiert haben.
00:16:54: Nur das Prompten zu lernen ist ein bisschen zu wenig sinnvoll.
00:16:58: Ist jetzt sozusagen dann so eine Medienkompetenz?
00:17:01: slash KI Stunde?
00:17:03: Ist da glaube ich der richtige Ansatz gewählt?
00:17:06: Oder könnte man noch stark was verändern indem man sagt was in dieser Unterrichtsstunde genau gelehrt wird.
00:17:12: Nämlich Programmieren von Robotern oder Bauen oder eben einfach nur Chatchi Ptip gut bedienen?
00:17:19: Ja, wir sind ja vollkommen dagegen irgendwie auf bestimmte Hersteller-Systeme die Leute rein als Bediener.
00:17:25: Als Empfänger von Technik zu sehen!
00:17:28: Wir wollen bei der Future Foundation wirklich das Menschentechnik verstehen weil sie sie umgibt
00:17:33: permanent
00:17:35: und das bedeutet dass man über Jahrgänge hinweg zum Beispiel einen Roboter selber baut.
00:17:40: Man lernt dann nicht über etwas theoretisch, was ein mehr oder weniger interessiert und was man dann auch mehr da weniger hinterher wieder vergisst.
00:17:48: Sondern man lernt durch die Herausforderung an der Sache selbst.
00:17:52: Und dadurch würden wir Generationen von Menschen unterstützen, daran wirklich zu verstehen, was Technik ist und sie resilient zu machen, fragend zu machen mündig zum Machen im Umgang mit Technik.
00:18:06: das können wir durch die reine Theorie nicht in der Form erreichen.
00:18:14: Und damit will ich jetzt nicht schlecht machen, dass man heute den Schulen sagt oder bei der Regierung sagt ja aber Menschen sollten ja überhaupt etwas von Technologie schon mal verstanden haben über darüber gehört haben das ist alles gut Aber wiederum das ist nur zwanzig Prozent der Wegstrecke.
00:18:31: Vielleicht wechseln wir es mal oder wechselen nicht.
00:18:33: aber kommen wir weiter hinter Bildungsbiografie zum Arbeitsmarkt.
00:18:37: Da gibt es widersprüchliche Daten, aber doch zeigen einige Statistiken.
00:18:42: Dass es weniger neue Entstellungen bei jungen Menschen gibt vor allem in KI-exponierten Berufen und man hat langsam das Gefühl, dass sind immer mehr.
00:18:51: Es ist einerseits das Rechnungswesen, die Juristerei, die Buchhaltung usw.
00:18:56: Das deutsche Arbeitsmarktforschungsinstitut IAB hingegen findet, das sieht noch keinen gesicherten KI-Effekt beim Arbeitsmarkt der zwanzig bis neunundzwanzigjährigen betreffend?
00:19:07: Was denken denn Sie, wie sehr bedroht KI unseren Arbeitsmarkt jetzt schon?
00:19:12: oder ist es eigentlich auch ein bisschen eine gute Ausrede für die momentan schwächelnde Wirtschaft.
00:19:18: Die Frage ob eine Firma, nehmen wir mal zum Beispiel so einen Anwaltsbüro.
00:19:23: ja, ob die jetzt KI einsetzen statt junge Leute das hängt ganz stark davon ab wie gut ist die KI die hier zur Verfügung steht und reicht die gegenwärtige Qualität aus zu einem gegebenen Preis, um einen jungen Anwalt zu ersetzen.
00:19:46: Und im Moment gibt es ein bisschen eine Ernüchterung in der Wirtschaft, weil man sieht dass die Qualität der KI-Systeme begrenzt ist.
00:19:57: Begrenzter als man dachte das sie zu viele Fehler machen, das ist das Eine.
00:20:03: ist das auch die Tokens, also die Benutzung von KI sehr, sehr teuer geworden ist in den letzten Jahren.
00:20:10: Das heißt ich hatte mich kürzlich mit Themen aus der Wirtschaft unterhalten und eine Führungsposition aus einem großen österreichischen Unternehmen und er sagte wenn ich jetzt für viertausend Euro Tokens kaufen muss, um ja eine Lockpile-Analyse machen zu lassen von der KI.
00:20:29: Dann könnte ich doch für diese viertausend Euro einen ganzen Monat ein Menschen anstellen – oft schon!
00:20:35: Und das heißt es fangen sich also Entscheidungsträger die Frage anzustellen wo lieg' ich eigentlich besser?
00:20:42: Und aus diesem Grund kann ich Ihnen die Frage zu den Arbeitsmarktauswirkungen, die wir wirklich sehen werden in den nächsten vier, fünf Jahren noch nicht so richtig sagen.
00:20:52: Weil das hängt wie gesagt von der Qualität und vom Preis der KI ab?
00:20:58: Wir können natürlich darüber spekulieren, wie wird es dann in mehreren Jahren sein.
00:21:01: Aus meiner Sicht werden die Preise für KI dramatisch immer weiter steigen weil die Hardware-Kosten im Moment auch durch unsere internationalen Werkzeugmusiketten so teuer wird dass die Unternehmen sich selbst wenn sie so eine teure KI leisten könnten, sich die Frage stellen müssen ob das sich rein kostentechnisch überhaupt lohnt.
00:21:21: Jetzt hat ihr Kollege an der WU Gerhard Speckbacher vor einiger Zeit bei uns in der Presse in einem Interview gesagt, KI besteht inzwischen die meisten gängigen Prüfungen und Abschlussarbeiten was BWL-Fächer anbelangt.
00:21:34: problemlos brauchen wir überhaupt noch ein PWL-Studium.
00:21:40: Er selbst hält die PWL Einführung seit, glaube ich, fünfzehn Jahren für die meistens so rund um die dreitausend Erstsemestrigen.
00:21:47: Wir haben gesehen dass dieser Artikel bei uns natürlich sehr auf sehr viel Interesse gestoßen ist.
00:21:51: Sehr viele Leute haben den gelesen.
00:21:53: was ist denn da?
00:21:54: ihre Antwort darauf?
00:21:55: braucht es nach einem PWL Studium?
00:21:58: Da stellen sie mir jetzt natürlich als Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der EU eine sehr heikle Frage.
00:22:05: Aber da hat der Kollege schon vorgegangen, die ist genau... Also er sagt ja nicht nein!
00:22:09: Er hat dann, da können wir noch detailliert darüber sprechen was seine Antwort war dass er eben auch für weniger Detailwissen ist mehr kritisches Denken weg von Anwesenheitspflicht und Standardprüfungen zu anderen quasi Kriterien die beurteilt werden.
00:22:23: aber er hat eigentlich gemeint so wie es jetzt ist.
00:22:24: das ist eigentlich faszinlos.
00:22:28: In meiner Rolle als Zukunftsforscherin würde ich Ihnen folgende Antwort geben.
00:22:34: In der Zukunft brauchen Menschen mehr tiefes und echtes Wissen in einem Feld, was sie zutiefst interessiert statt so ein seichtes leichtes Breitenwissen das die KI sehr gut auch zur Verfügung stellen kann.
00:22:53: Das heißt, in der Zukunft brauchen wir unter Umständen solche ganz groben Einführungsgeschichten vielleicht weniger.
00:23:05: Weil die sind so einfach dass die KI's da auch sehr gut mithalten können.
00:23:11: für den ersten Eindruck aber was wir brauchen sind ganz Tiefe im Detail durchdenkende Menschen die sich auch für ein Fachbereich sehr interessieren.
00:23:23: Und da hat sie Betriebswirtschafts- und Wirtschaftsinformatik, aber auch andere Studiengänge in Geisteswissenschaften, Naturwissenschaftinnen solche Tiefen und Komplexitäten zu wissen was man wissen kann.
00:23:37: Da sollten Leute sich spezialisieren dann können die KI auch Sie nicht ersetzen sondern dann kann die KI sie nur unterstützen.
00:23:46: Es ist natürlich die nächste heikle Frage, die ich in PETA habe.
00:23:48: Die ich eine Akademikerin frage, die in einem akademischen System arbeitet.
00:23:52: es gibt immer wieder die These dass die KI-Thematik also ersetzt KI Arbeitsleistung vor allem die akademische Berufe und Tätigkeiten betreffen wird wohin gegen also zum Beispiel Lehrberufe Handwerk nicht so stark davon betroffen sein werden.
00:24:09: Ist das eine Zutreffende?
00:24:11: Sehr kurzgefasste Analyse, die Zukunft betreffend oder halten Sie davon nicht so viel?
00:24:17: Davon halte ich sehr viel.
00:24:19: Ich bin zutiefst davon überzeugt und würde heute jedem jungen Menschen raten Lern ein Handwerk!
00:24:28: Das macht einen gegen diese Form von technologischen Entwicklungen wirklich resilient.
00:24:36: Wir haben heute eine Akademiker-Schwemme Wir haben viel zu viele Hochschulabsolventen, die dann letztlich mit so einem Seichen wissen daraus kommen was die KI sofort ersetzen kann.
00:24:48: Und gleichzeitig haben wir einen Riesenmangel im Bereich der handwerklichen guten Lehrlinge, die unser Wissen um das Fertigen der Dinge weiter tragen können.
00:24:59: Dadurch entsteht ein wirtschaftlich sehr negativer Gap an einem Mangel, an Fachkräften die wir dringend benötigen und gleichzeitig einen akademischen Proletariat was man mit KI jetzt noch leichter ersetzen kann.
00:25:13: Also da würde ich jedem jungen Menschen sagen komm lernen erst mal.
00:25:18: als Beispiel werd doch mal Gärtner zum Beispiel auch eine Ausbildung.
00:25:23: guckt dir das an.
00:25:24: und wenn du dann merkst du bist fachlich aber sehr interessiert studierste halt hinterher noch Biologie ja oder machst du erstmal bis die ersten Mal keine Ahnung, Krankenschwester.
00:25:35: und wenn du merkst es finde ich fachlich total interessant wirst hinterher noch Ärztin.
00:25:40: Aber nicht diese Idee, ich bin irgendwie besser wenn ich studiere.
00:25:46: das ist falsch die falsche Haltung.
00:25:49: alle dieser Land- und Lehrberufe haben ein extremes Wissen Und sehr viel Erfahrung und spannende Tätigkeiten.
00:25:58: Ich finde es sehr gut, wenn die Jugend das demnachgehen würde.
00:26:02: Es ist vor allem eine sehr veraltete Haltung für viele Jahrzehnte.
00:26:07: Ich bin ein Kind der Achtziger aufgewachsen, dann sozusagen meine Bildungsbegriffin in den Neunzigern begonnen.
00:26:13: Da war es genau umgekehrt.
00:26:14: Man hat gesagt man muss studieren und nur das Studium ist irgendwie das wahre.
00:26:19: Wenn jetzt mich ein oder wenn Sie eine sechzehnjährige, eine sehzehnjährige fragt was sie machen soll zum Beispiel in der Oberstufe nach dem Abschluss der Pflichtschulbildung.
00:26:30: Also Lehre?
00:26:31: Eine HTL-Dochenstudium?
00:26:33: Matura?
00:26:34: In einer AHS oder ein Handwerk?
00:26:36: Was würden Sie denn da raten?
00:26:38: Ich meine mir ist schon bewusst dass man natürlich immer auch darauf achten soll was jedes Individuum für Interessen speziell hat.
00:26:43: aber wohin würden Sie derzeit am meisten... Es kann doch nicht jeder Handwerker werden denke ich mir dann Oder Schauspieler ist auch so ein Fach, wo man sagt, okay, die KI wird noch eine Weile vermutlich nicht ersetzen.
00:26:56: Wohingegen zum Beispiel schon wiederum diese Grundsprecher eher wieder schauen?
00:27:00: Also es ist ja alles extrem volatil.
00:27:04: Wenn ich Kinder hätte oder wenn ich selber nochmal in dem Alter wäre würde ich wirklich einen Handwerk erlernen oder meine Kinder einen Handwerker lernen lassen und ich mein damit nicht eine Lehre und vielleicht noch eine Banklehre.
00:27:23: Das kann man nun wirklich sehr leicht mit KI ersetzen.
00:27:26: Sondern ich würde meine Kinder Dazu auffordern, erstmal wirklich einen handwerklichen Beruf zu erlernen was Anständiges zu können.
00:27:36: Und danach aber die Optionen offenhalten zu sagen Schau mal wenn dir das dann nach vier fünf Jahren richtig du da noch theoretische Interessen hast Dann gehst du ins Studium.
00:27:46: auch unsere Innovationskraft würde davon enorm profitieren weil Innovation und Erfindungen von Menschen die nur in der Theorie etwas gelernt haben Da kommt nicht so viel raus.
00:27:59: Da kommen vielleicht ein paar Patente raus, aber da kommen weniger marktresiliente und gute Produkte raus.
00:28:07: Wirklich gut ist man wenn man erstmal etwas gelernt hat dass man die Realitäten versteht und dann theoretisch aufsetzt.
00:28:15: Das würde unter Umständen hinterher etwas längere Bildungswege bedeuten.
00:28:20: Aber junge Leute verdienen ja auch schon gleich was als in handwerklichem Berufen zahlen auch in die Sozialsysteme ein.
00:28:28: Es trennt sich noch mal die Spreu vom Weizen, also wir könnten sehr viel gewinnen wenn wir diese Form von Ausbildungswegen stärken würden.
00:28:37: Gut aber jetzt ist ein Problem was wir sehen im aktuellen Arbeitsmarkt dass die Erfahrung zwar das sozusagen sehr viele Verfahren gegeben wird.
00:28:45: meistens suchen Unternehmen Seniorprofile und auch in den Kündigungswellen sieht man oft dass öfter dann zuerst einmal die Jungen wieder gekündigt werden.
00:28:55: Deswegen frage ich mich, woher sollen denn die ganzen Fachkräfte von morgen eigentlich ihre Erfahrung bekommen?
00:29:02: Erfahrung erarbeitet man sich.
00:29:04: Dadurch dass man sie sucht zum machen.
00:29:07: Erfahrung ist etwas anderes als sich theoretisch in die Uni setzen um theoretisch etwas zu lernen.
00:29:14: und unsere Firmen leiden daran das junge Menschen mit der reinen Theorie aus der Uni kommen eine Theorie, an der sie oft auch noch nicht mal Interesse haben und wo sie keinerlei Erfahrung gesucht haben.
00:29:28: Geschweige denn diese Schätzen?
00:29:30: Das heißt es gibt ein Get zwischen den Erwartungen der Firmen und dem was unsere Ausbildungssysteme zumindest an die Universitäten heute liefern.
00:29:40: Und ja da möchte ich nochmal starken den Punkt den ich eben sagte Die Ausbildungswege sollten vorsehen, dass alle jungen Menschen zunächst mal etwas lernen.
00:29:49: Etwas können an der Welt eine handwerkliche Ausbildung machen oder in der Pflege – ich schuhe jetzt unter dem Begriff Handwerk nämlich Dienstleistungen auch mit hinzu!
00:30:00: Sie müssen erst etwas können, sie müssen Erfahrung sammeln und danach könnte sich das theoretisch noch mal vertiefen.
00:30:07: Und dann werden auch die Firmen- und Arbeitgeber diese jungen Menschen nicht gleich wieder rausschmeißen sondern sie werden über Menschen freuen, die eine gewachsenes Wissen an der Welt haben.
00:30:20: Da müssen wir unsere Bildungssysteme hin entwickeln.
00:30:24: Aber jetzt frage ich nochmal ganz konkret, was ist denn Ihre Antwort auf das BWL-Studium dann in dem Fall?
00:30:29: Also wie könnte man das B W L Studium so adaptieren dass es trotzdem sinnvoll ist es noch abzuschließen und dann auch am Ende rauszugehen und zu sagen Ich habe etwas gelernt, dass hier da draußen auch irgendjemand im Arbeitsmarkt brauchen kann.
00:30:44: Gutes, nehmen wir einen jungen Menschen der zunächst mal Steuerberater wird Und dann, nachdem er seine Steuerberatungsprüfung abgeschlossen hat und ein-zwei Jahre in Unternehmen gearbeitet hat.
00:30:57: Wenn beim Steuerberater danach sagt – jetzt gehe ich nochmal an die EU– und gebe mir noch mal diesen gesamtbetriebswirtschaftlichen Überbau der auch die Steuerberating umgibt!
00:31:10: Dann habe ich einen Menschen, der sowohl in den Studium schon reingeht mit einer anderen Erfahrung als auch rauskommt.
00:31:18: Mit einem anderen Wissen.
00:31:20: Ich halte sehr wenig davon mittlerweile, obwohl ich diesen Weg ja selber gegangen bin, dass man aus der Matur heraus kommt und dann erst mal bei der WU oder anderen Universitäten aufläuft und ein allgemeines BBL-Studium macht.
00:31:36: Da sehe ich nicht wirklich die Zukunft!
00:31:39: Da sehe ich keinen, da muss ich mich dem Kollegen Speckbacher anschließen.
00:31:45: Diese reine Theorie im Allgemeinen über die BWL, da sehe ich nicht wirklich die Zukunft für innovationsstarke Märkte und auch befriedigende Biografien von Menschen.
00:31:58: Umgekehrt ist die Frage ob die WU als Bildungseinrichtungen dann nicht auch schneller neue Studienrichtungen finden müsste?
00:32:06: Die WU genauso wie die anderen Universitäten, ja eingebettet in einen gesamtheitlichen Arbeitsmarkt und Bildungssystem.
00:32:15: Die WU-
00:32:17: und auch andere Universitäten sind also systemisch, ich finde nicht sagen gefangen aber dadurch auch mitbestimmt in ihren Handlungsspielräumen.
00:32:31: man müsste sich auf Regierungsebene in Fachkreisen mit Zukunftsforschern zusammensetzen und sich überlegen, ob man experimentell hingehen kann und bestimmte Teile unserer jungen Generationen in diese Form von neuem Lebensweg hinein migrieren kann.
00:32:54: Wir können sagen, wir versuchen mal fünf Prozent unserer jungen Leute zu motivieren erst eben diese handwerkliche Ausbildung zu machen oder Steuerberater zu werden und was auch immer.
00:33:04: Und dann in die Universität zu gehen und dafür kriegen die dann spezielle Programme oder auch bestehende Programme aber darauf ausgerichtet dass hier schon erfahrene Menschen kommen.
00:33:15: Wir können nicht von null auf hundert ein System einfach verändern das sich über hundert Jahre gewachsen ist.
00:33:22: Aber wir können experimentell hingehen und sagen, wir brauchen für die Zukunft ganz andere Pfade.
00:33:28: Und dafür versuchen wir Bildung also Teilnehmer im Bildungssystem zu gewinnen, die bereit sind dieses Experiment mit jungen Leuten auf deren Anfrage und auch Wunsch hin ihnen das zu offerieren, das zu versuchen.
00:33:44: Das sind ganz langfristige
00:33:47: Schritte
00:33:49: um das Bildungssystem für die Zukunft zu wappnen.
00:33:53: Jetzt habe ich zum Schluss noch eine Frage an jemanden wie sie, wie Sie gesagt haben sich mit der Zukunft beschäftigt und sich mit diesem Thema künstliche Intelligenz schon viel länger als jetzt in den vergangenen Jahren auseinandersetzt wo sind denn Ihre persönlichen Grenzen?
00:34:06: Was nützen Sie selbst gerne?
00:34:08: Wo machen Sie Halt und sagen Das mache ich aber sicher nicht mit einem Chatboard aus.
00:34:13: Wie läuft es bei Ihnen?
00:34:14: Wie stehen Sie zu diesen neuen KI Assistenten von Muse bis Instinkt, bis Dots irgendwie Zugriff erfahrt.
00:34:20: Mails und Kalender und alles bekommen teilweise auf unser Bankkonto wenn wir es erlauben.
00:34:24: also ich habe zu dieser Form von KI Software schon vor sechsundzwanzig Jahren promoviert das heißt um ich mir war immer klar dass ist diese Form von persönlichen Assistenten irgendwann bald eben offiziell jetzt geben wird.
00:34:46: Ich glaube auch, dass sich diese Entwicklung kaum aufhalten lässt.
00:34:54: Sofern die Rechenpower zu günstigen Preisen dann auch den Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden kann.
00:35:01: weiterhin wenn unsere Welt also so weiterläuft wie im Moment wird sich während dieser persönlichen Assistenten weiter florieren.
00:35:09: Und es stellt sich aber die Frage, ob dieser persönliche Assistent unter meiner rechmerischen Kontrolle in meiner Private Cloud und meine persönlichen Daten auf, ich sage mal, bösgesprochen fast schon auf meiner Festplatte.
00:35:24: gespeichert werden, also meiner Private Cloud unter meiner vollkommen Kontrolle oder unter der Kontrolle von OpenAI, Microsoft und all diesen Firmen die eigentlich total gerne hätten.
00:35:37: Dass sie diejenigen sind, die dann alle meine persönlichen Daten speichern, analysieren können usw.
00:35:45: Das heißt wenn es denn so eine solche persönlichen Assistenten gibt Dann hätte ich Sie wenigstens sehr gerne unter meiner kompletten persönlichen Kontrolle.
00:35:55: Und da wird sich bei den Firmen und auch der Nachfrage, der Nutzer jetzt die Spreu vom Weizentrennen.
00:36:00: was für eine Art von Systemen wird sich denn da durchsetzen?
00:36:04: Jetzt haben Sie mich natürlich gefragt, was mache ich denn selber mit Karten?
00:36:08: Ich würde
00:36:08: zum
00:36:09: derzeitigen Zeitpunkt mich sehr dafür hüten... irgendwelche Aufgaben an diese Agenten zu delegieren und schon gar nicht mein Bankkonto.
00:36:20: Das wäre mir also viel zu heikel, soweit so lange diese Technologie noch nicht ausgereift ist.
00:36:26: Ob ich das in zehn Jahren anders sehe?
00:36:29: Können wir dann sehen aber ich würde es jetzt hier und heute noch nicht machen.
00:36:33: Und ich fühlte mich in meiner Funktion als denkender Mensch vor einer Sache ganz konkret Ich habe mir noch nie etwas von KI schreiben lassen.
00:36:44: Und ich habe mir auch von einer KI noch nie einen Text überarbeiten lassen, außer vielleicht das im Hintergrund man natürlich sagen muss dass die Rechtschreibkorrektur ja auch eine kleine Form von KI ist und da gebe ich mich... Da bin ich sehr dankbar für.
00:37:01: Aber was ich mache ist wenn ich eine Aufgabe zu lösen habe Die letzte Woche, wo ich über Peter Thiel referiert habe und gesagt hab, Thiel ist ein Schachmeister.
00:37:13: Aber wir leben mit der KI heute im Zeitalter des GO.
00:37:16: Ich bin aber weder Schach noch Go-Spielerin also im tieferen Sinne und hab dann mit einer KI mich ganz lange unterhalten was in diesen verschiedenen Spieltypen ausmacht und die Psychologie und so.
00:37:27: da konnte mir die KI super weiterhelfen.
00:37:30: Also um Ihre Frage bündig zu beantworten, wenn ich Wissensbereiche bewältigen muss wo ich in Leier bin.
00:37:38: Dann benutze ich die KI mit großer Euphorie und sie hilft mir im Prinzip für ganz spezifische Fragen mich dort wissenschaftlich zu ergänzen, wo ich noch so ein bisschen Sprachstellen habe.
00:37:53: Und das ist der Bereich wo ich es nutze und das ist dann aber auch schon.
00:37:59: Und wenn sie jetzt noch mal jung wären und all das Wissen, dass Sie haben, noch nicht hätten oder sagen wir, Sie hätten das Wissens, aber Sie könnten sich nochmal entscheiden von vorn zu beginnen.
00:38:08: Was würden Sie denn dann jetzt studieren?
00:38:09: Oder welche Ausbildung würden Sie machen?
00:38:12: Also ich würde wahrscheinlich eben schon an deutete Gärtnerin werden.
00:38:19: Ich würde erst einmal mit mich damit beschäftigen und dann würde ich aber wahrscheinlich Landschaftsarchitektur oder Biologie dran hängen.
00:38:29: Aber wenn Sie mich jetzt auf einer generischeren Ebene fragen, für mich persönlich finde auch Geisteswissenschaften werden unterschätzt.
00:38:38: Es wird unterschädzt wie viel man auswendig lernen können sollte und zwar deswegen weil die KI einem ja immer wissen ich sag mal vorgibt ne?
00:38:50: Und ich kann nur dann mit einer KI kompetent umgehen wenn ich zumindest in meiner Domäne sehr viel selber weiß.
00:39:00: Das heißt, ich würde mich als Student oder Studentin nur noch für ein Fach entscheiden, wo mein Herz hintendiert, wo ich echt Lust habe die Dinge zu lernen, würde mich dann bemühen wirklich diese Dinge zu lernen um die KI immer hinterfragen zu können und würde in jedem Fall immer anfangen mit einem Praktischen an der Welt Handwerken, bevor ich mich in den theoretisch wissenschaftlichen Raum begibe.
00:39:25: Und Abschlussfrage, Sie haben diesen Begriff der Funktionalen kognitiven Antrophie.
00:39:31: Also kurz Hirnschwund genannt?
00:39:33: Da kriege ich ehrlich gesagt gleich Beklemmungen weil ich mir denke oh je!
00:39:38: Weil das ist ja irgendwie davon sind wir alle nicht gefeilt wenn wir gewisse Handlungen auslagern.
00:39:43: was kann man denn jetzt gar nicht so die jungen und die Studierenden oder die noch in Ausbildung befindlichen können wir alle tun dass dieser Hirnschwund nicht einsetzt?
00:39:52: Ja, also mir wurde dann hervorgeworfen nach dem Gespräch ins Bluse hinterher.
00:39:55: Bümel guckte mich ganz schräg an ob jetzt irgendwelche Verschwörungstheorien kämen aber nicht.
00:40:00: tatsächlich ist es also so wenn sie das im Internet recherchieren.
00:40:05: wir haben für die Future Foundation über fünfhundert Studien ein Review Paper mit über fünf hundert Studien gesehen wo eben sehr vieles Studium das Nachweisen schon diese gesunde Effekte von KI.
00:40:17: und den kann man nur entgegenwirken indem man sehr viel selber lernt, auswendig lernt.
00:40:24: Natürlich Dinge die einen interessieren und dann performant wird in dem wo man sich ausbildet und den Willen auch hat etwas zu können und nicht den Wille eine Prüfung zu bestehen, sei es mit KI um irgendwelche Bündchen oder irgendwelcher
00:40:42: Tickboxen
00:40:44: zu erfüllen.
00:40:44: Nein, es geht um etwas Können und da haben wir eigentlich mit der KI fast schon eine Chance in unsere Welt gebracht weil uns im Prinzip die KI auffordert und vor so einer Wahl stellt.
00:40:58: Die KI sagt nämlich zu uns oder dieses Schicksal kann mit KI konfrontiert sein sagts uns pass mal auf Du stehst jetzt an einem Scheideweg.
00:41:07: Entweder du willst wirklich was wissen und können, und wirst zu dem, was der Mensch sein kann.
00:41:14: Option A oder Option B – du moggelt dich durch, benutzt KI wo du kannst und weißt halt nichts und würst dann aber auch vom System auf die Dauer aussortiert.
00:41:27: Und vor diesem Scheideweg stehen Menschen, der eine Weg die erste Option ist verbunden mit Disziplin und mit Bewusstheit.
00:41:39: Und einem großen Grad von Vernunft- und Leidensfähigkeit.
00:41:43: Und der andere Weg ist sozusagen der Einfach.
00:41:46: Aber ob der auf die Dauer mit so viel Früchten dann auch belohnt wird das war ich zu bezweifeln.
00:41:53: Das war eine neue Folge von Was Wichtig Ist mit meinem heutigen Gast Sarah Spiekermann, von der Wirtschaftsuniversität Wien.
00:42:00: Das Bildungs-Meme oder Future Foundation verlinken wir Ihnen natürlich in den Shownotes – genauso auch Artikel zum Thema KI und Bildung, KI & Arbeitsmarkt die zur Folge heute passen!
00:42:10: Und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat dann können Sie was wichtig ist auf der Lieblings-Streamer-Plattform Ihrer Wahl abonnieren.
00:42:17: das würde mir eine besondere Freude machen.
00:42:19: Außerdem können sie mir natürlich gerne jederzeit schreiben an Podcast at diepresse.com oder sie hinterlassen einen Kommentar, der auch für andere sichtbar ist auf Spotify, Apple-Podcasts oder YouTube – überall dort können Sie uns nämlich hören!
00:42:32: Macht es gut und bis bald.
Neuer Kommentar