Nur 16 Milliarden: Ist das wirklich eine Katastrophe für die Unis?
Shownotes
Bis 31. Oktober muss das Budget der Universitäten für 2028 bis 2030 stehen. Jetzt hat sich die Regierung geeinigt: 16 Milliarden Euro, so viel wie in der laufenden Periode. Weil die Inflation nicht abgegolten wird, bleibt den Unis real weniger Geld. Der Rektor der Universität Wien hatte jeden Abschluss unter 17 Milliarden eine „absolute Katastrophe“ genannt.
Anna Wallner spricht mit Elisabeth Hofer aus dem Innenpolitikressort der „Presse“ darüber, • was mit den 16 Milliarden alles bezahlt werden muss und was erst verhandelt wird, • warum Personalkürzungen kaum zu vermeiden sind und wen sie zuerst treffen, • warum die Medizin politisch Vorrang hat, • wo das Hochschulsystem ineffizient ist, von Doppelangeboten bis zu langen Studiendauern, • warum die Debatte über Studiengebühren zu schwarz-weiß geführt wird, • und warum die Koalition vor den Landtagswahlen 2027 liefern will, von der Sozialhilfe bis zum Zukunftsdepot.
Leitartikel von Elisabeth Hofer: Es kann nie genug Geld für die Unis geben, aber… Regierung bei Uni-Budget einig, Zukunftsdepot kommt ab Juli 2027 Uni-Direktor Schütze: Abschluss unter 17 Mrd. „absolute Katastrophe“
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Transkript anzeigen
00:00:05: Die Presse.
00:00:09: Sechzehn Milliarden Euro.
00:00:10: So viel bekommen Österreichs Universitäten für die Jahre zwanzig, achtundzwanzig bis zwanzichdreißig – darauf hat sich die Regierung am vergangenen Samstag geeinigt!
00:00:19: Das ist etwas mehr als ursprünglich geplant aber deutlich weniger als die Unis gefordert haben.
00:00:26: Die Rektorinnen und Rektoren wollten eigentlich achtzehn Millionen Euro weil die Teuerung für ihre Bereiche weiterläuft.
00:00:32: heißt das unterm Strich «die Unis müssen sparen».
00:00:36: Aber wo?
00:00:36: Das ist die gute Frage beim Personal, bei den Lehrveranstaltungen und der Forschung.
00:00:41: Und ist der Spardruck vielleicht sogar eine Chance das System endlich effizienter zu machen?
00:00:46: Die Studierenden wollen das jedenfalls nicht hinnehmen – und haben für Donnerstag eine Großdemo angesagt!
00:00:53: Über dieses Thema spreche ich heute mit.
00:00:55: Elisabeth Hofersee ist Innenpolitik-Redakteurin bei der Presse und Expertin unter anderem für Bildungsthemen.
00:01:01: Und sie hat am vergangenen Wochenende einen Kommentar zum Uni-Budget geschrieben, den wir auf jeden Fall heute auch diskutieren werden.
00:01:08: Das ist was wichtiges!
00:01:10: Da nachrichten Podcaster Presse – und ich bin Anna Wallner, einer der Gastgeberinnen dieses Podcasts.
00:01:15: Ich freue mich, dass Sie da
00:01:16: sind.".
00:01:28: Er heißt Stermann fragt für einen Freund und jeden Donnerstag
00:01:32: spreche ich eine Stunde
00:01:34: mit Menschen,
00:01:35: die mich wirklich sehr interessieren.
00:01:37: Jeden Donnerstag überall
00:01:39: wo es Pop-Cast
00:01:40: gibt.
00:01:44: Hallo Elizabeth!
00:01:45: Hallo Anna Danke
00:01:45: dass du da bist Ganz kurze Mal also.
00:01:48: wir haben jetzt am vergangenen Wochenende gesehen.
00:01:49: Die Regierung hat ein großes Paket an Dingen auf diese sich geeinigt haben präsentiert Und darunter war auch das Uni-Budget.
00:01:55: Was genau wurde denn da beschlossen?
00:01:58: Es ist so, dass bis Eintrachtigsten Oktober das Budget für die Universitäten für die Jahre zwanzig achtundzwanzig bis zwanzigg dreißig feststehen muss.
00:02:07: Ich weiß, es ist ein bisschen schräg weil es quasi Zeit versetzt zum restlichen Budget.
00:02:12: Das wurde ja schon gemacht und jetzt zu diesem Termin muss eben das neue Unipudget fest stehen im mehrjährigen Finanzrahmen.
00:02:23: Da musste man quasi davor schon einen Betrag veranschlagt werden.
00:02:26: Und da hat man fünfzehn Komma sechs Milliarden für die Unis, für diese drei Jahre festgelegt.
00:02:31: Da haben dann die Unes zu Recht aufgeschritten und gesagt naja Moment das wäre ja nicht nur keine Inflationsanpassung Das wäre eine nominelle Kürzung weil aktuell kriegen sie sechzehn Milliarden für drei Jahre.
00:02:45: Jetzt hat man eben festgelegt dass es auch in der nächsten Periode diese Sechzehn Milliarden wiedergeben wird und nicht die Fünfzehn-Kommer sechs, die veranschlagt werden.
00:02:53: Wir sprechen davon jährlich?
00:02:55: Für drei Jahre.
00:02:55: Ah, für drei Jahre!
00:02:56: Okay gut, nur dass wir das mal klarerstellen.
00:02:59: Jetzt bricht die Regierung wahrscheinlich aufgrund der Genesys, die du gerade erläutert hast von einer Erhöhung, weil es ja mehr ist als die Fünftzen-Kommersächsveranschlag
00:03:06: zuerst...
00:03:07: Die Universitätenkonferenz ABA ist empört und spricht von einer katastrophalen Entscheidung.
00:03:13: Jetzt mal an dich gefragt, es ist gleich viel Geld wie es bisher war.
00:03:17: aber ist das jetzt eine gute oder schlechte Nachricht für die UNIS?
00:03:20: Für die UNis ist es eine schlechte nachricht weil es ja nicht einmal die Inflation abdeckt.
00:03:26: also... In Wahrheit heißt es ja für die Uni schon, Sie können mit diesen sechzehn Milliarden weniger anfangen als sie in der jetzt noch laufenden Periode damit anfangen konnten.
00:03:36: Weil das Geld weniger wert ist!
00:03:38: Und wie wird das begründet in der Politik?
00:03:40: Naja... Es gibt einfach diesen Spardruck auf allen und die.
00:03:45: die Politik findet jetzt.
00:03:46: daran können sich auch die Universitäten beteiligen zumal die Budgets für die Universität in den letzten Jahren immer stark gestiegen sind.
00:03:56: Vor allem ist ein Faktum, was glaube ich gar nicht so vielen Menschen bewusst ist.
00:03:59: Was da alles darunter fällt an Ausgaben für diesen gesamten Bildungs- oder universitären Bildungsbereich?
00:04:06: Also zum Beispiel die ärztliche Hälter in den Uni-Kliniken einen Beitrag zum Forschungspakt – die neue Digitaluni ITU in Linz!
00:04:15: Was müssen denn die Unis sonst noch aus diesen Sechzehn Milliarden alles bezahlen?
00:04:20: kurz mal stoppen, so war es bisher.
00:04:23: Also das war bisher so dass alle diese Dinge die du gerade aufgezählt hast in dieses Budget kamen.
00:04:30: wie das jetzt in Zukunft sein wird muss jetzt neu verhandelt werden.
00:04:33: Das ist
00:04:33: auch wieder ein bisschen kompliziert also nachdem quasi Finanzministerium und Wissenschaftsministerium den dem gesamten Kuchen festgelegt haben.
00:04:41: das ist jetzt passiert.
00:04:42: da sind die Unis mit dem Wissenschaftsministerium sich an einen Verhandlungstisch setzen und eben genau diese Sachen ausdiskutieren, was mit diesen sechzehn Milliarden alles passieren muss.
00:04:55: die Unis und jede einzelne Uni leisten muss für wieviele Kälte.
00:04:59: Das heißt, die Anschlussfrage, die ich jetzt hätte – weil es gibt Statistiken oder Zahlen, die sagen, dass eigentlich siebzig Prozent dieser gesamten Kosten auf Personal gehen, wie meistens sind.
00:05:08: bei allem ist immer das Personal der große Brocken.
00:05:11: Wenn ich dich jetzt frag, wer muss konkret sparen?
00:05:13: Kann man die Antwort eigentlich noch gar nicht geben oder wie?
00:05:15: Genau also nicht seriös!
00:05:18: Die Unis diese Fähreweise am besten wissen müssen zeigen aber es wird einfach nicht gehen ohne Personalkürzungen.
00:05:26: Und das wird vor allem junge Nachwuchs- und Wissenschaftlerinnen treffen, tatsächlich kommt es ein bisschen an darauf jetzt welche Prioritäten die einzelnen Unis und Rektoren setzen werden.
00:05:39: also ob man sagt uns ist wichtig dass Entschuldigung, immer für das Beispiel Verzeihung an alle Byzantinisten und ihnen.
00:05:48: Ob man ob es einem wichtiges Studienfächer wie Bezontinistik weiter zu betreiben, obwohl es zum Beispiel nur wenige Studierende gibt?
00:05:55: Weil und deswegen ist es ein gutes Beispiel weil er mal sagt wir sind hier so exzellent und wir haben hier eine so große auch internationale Reputation dass sich das eben auszahlt oder ob man sagt... Man lässt gewiss nicht.
00:06:09: Die zuständige Ministerin Eva-Marie Holzleitner hat ja schon gesagt, dass der Schwerpunkt generell auf Medizin lege.
00:06:16: Hat sie das entschieden oder ist es quasi eine Sache, wo man sich einig ist, dass wir bei Medizin auch wegen unserem AKH und der Uniklinik usw.
00:06:23: nicht... sparen werden?
00:06:25: oder gibt es da schon andere Fächer, die man im Umkehrschluss jetzt hast du Byzantinisten genannt.
00:06:30: Das wollen wir gleich wieder weglassen um das nicht im Kopf zu behalten oder nicht zu manifestieren.
00:06:36: Aber gibt's auch vielleicht andere Schwerpunkte wo man sagt, da wird man in Zukunft weniger investieren?
00:06:41: Oder auch aufgrund der KI muss man ja sagen, wird sich da auch in dem Fachbereich einfach viel ändern und es wird vielleicht weniger bedarf an diesem oder jenem Berufsfeld geben.
00:06:51: also Zum letzten Punkt glaube ich, dass es jetzt gerade zu früh, das sind Budgets für drei Jahre.
00:06:57: Es gibt dann auch immer einen Mal im Jahr ein Treffen wo man abcheckt wie sehr die Leistungsvereinbarungen eingehalten werden.
00:07:05: da kann man vielleicht noch nachjustieren.
00:07:06: aber ich glaub also das ist einfach gerade gegen dich Gegenstand der Diskussion, was die Kreatoren in weiterer Zukunft machen.
00:07:12: Aber es sollte
00:07:13: das mal nicht sein?
00:07:14: Weil ich meine du sagst, weil sie ist noch zu früh aber wir reden hier so in einem Zeitraum bis
00:07:17: jetzt.
00:07:17: An den Unis gibt's wie viel?
00:07:19: An den unis gibt es sich stark.
00:07:20: Die Unis haben auch teilweise Arbeitsgruppen eingesetzt und schauen sich an wie das Forschung und Lehre betreffen wird.
00:07:28: Aber jetzt also diese politische Diskussion ist eine größere als dass man da quasi auf die einzelnen Studien Fächer eingehen würde.
00:07:36: So darf man sich das nicht vorstellen weil du diesen Medizinfokus angesprochen hast.
00:07:43: Also ich glaub, da hinterstehen einfach nur zwei Sachen die recht leicht zu erklären sind.
00:07:48: Medizin ist einfach unser teuerstes Studium.
00:07:50: also der Staat investiert tausende Euros, ich glaube es sechzigtausend Euro im Jahr wenn ich das richtig... im Kopf, pro Medizinstudienplatz.
00:07:59: Also der kommt mit Abstand dem Steuerzahler oder Steuerzahlerin am teuersten.
00:08:03: Ich glaube darum ist es immer so... Also das eine und das andere ist natürlich ein politischer Message zu sagen die Ärzte und Gehälter und medizinische Versorgung sind sicher im Land.
00:08:18: Das ist einfach eine politische Botschaft!
00:08:21: Bleiben wir gleich bei politischer Botschaft, weil ich sie erwähnt habe.
00:08:24: Die Holzleitner die Ministerin aber auch Finanzminister Marta Bauer der ja auch einiges mitzurieren sind beide von der SPÖ.
00:08:30: Holz Leitner wird bald ab dem neuen Jahr Co in der Riems Partei Chefin.
00:08:35: was hat denn Sie für eine Rolle in diesen Verhandlungen gehabt?
00:08:37: Hat sich da eher durchgesetzt oder sie in manchen Punkten die wichtig waren abgeblitzt?
00:08:42: Generell ist ja Eva Maria Holzleidner in dieser Wissenschaftspolitik-Diskussion eine total spannende Figur, weil es war ja immer klar, dass wenn sie Ministerin wird, dass sie Frauenministerin ist.
00:08:56: Und die Wissenschaft kam dann so ein bisschen dazu und da waren auch die Unis, waren irgendwie überrascht aber haben sich gesagt Ja, die war zumindest mal Universitätsassistentin, die kennt das zumindest etwas von ihnen und sie schauen sich das jetzt einmal an.
00:09:14: Und ich glaube, dass es da eigentlich auch ein recht gutes Gesprächsklima gab am Anfang mit den Universitäten und das jetzt mit dieser Budgetverhandlung ein bisschen schlechter Stimmung reingekommen ist.
00:09:28: Es heißt immer, dass er sein ehrliches Bemühen gab von Eva Maria Holzleitnern, dass man hier das Budget rauffährt.
00:09:35: Gleichzeitig hat der Finanzminister ja immer klar gesagt, er wird niemanden mehr irgendwelche Extrawürste aufs Salop zu sagen, zugestehen.
00:09:43: Und angesichts dieser Zahlen muss man jetzt sagen auch der Wissenschaftsministerin hat keine großen extra Würste zugestanden.
00:09:50: Weil wir jetzt von Personal gesprochen haben schauen wir noch die Studierenden selber werden.
00:09:55: oder was denkst du?
00:09:56: Wo werden Studierende diese Einsparungen, die dadurch automatisch kommen müssen stichwort Inflationsanpassung und so weiter merken?
00:10:05: Ja, das ist eben weil die Leistungsvereinbarungen noch nicht verhandelt sind, ein bisschen schwierig zu sagen.
00:10:11: auch was die Langfristplanung angeht.
00:10:14: Ich glaube, dass es vor allem junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen jetzt mal erstens merken werden bevor es groß bei den Studierenden ankommt.
00:10:23: aber eben das kommt auch ein bisschen darauf an wie die einzelnen Universitäten sich jetzt ahnt haben
00:10:27: werden.
00:10:28: Als Werfen von der schlechten Nachricht dann wieder die jungen Wissenschaftlerin und Wissenschaftlern kürzer treten müssen oder uns verlassen weil sie dann gefrustet sind und als wer für unseren wissenschaftsstandort keine gute Nachricht.
00:10:40: Wenn das ganze Lob zusammenfassen muss anhand dieser Zahlen, na besser wird es nicht.
00:10:45: Also mit dem Geld... wird man nicht groß was ausbauen können.
00:10:49: Es ist aber cool, dass du das jetzt sagst.
00:10:50: oder cool deswegen?
00:10:51: Weil ich deinen Artikel oder deinen Kommentar am Wochenende genau gelesen habe und da schreibst du ja eigentlich, dass die gesamte Debatte über die Effizienz der Uni ist, die damit natürlich jetzt auch losgetreten wird.
00:11:00: Nicht nur schlechtes.
00:11:01: Jetzt sagst du uns aber gerade besser, wenn es nicht... Was meinst du damit?
00:11:05: also warum findest du, es hat doch etwas Gutes, dass wir jetzt sonst mit dieser Debatte beschäftigen
00:11:10: müssen?
00:11:10: Naja weil wir sollen bei jenen Universitätsbudget-Verhandlungen wieder vor den gleichen Problemen stehen.
00:11:16: Also es gibt ja eindeutig Interfizienzen im österreichischen Hochschulsystem.
00:11:22: An denen sind nicht nur die Universitäten an sich schuld, sondern da haben wir alle möglichen Leute mit zu reden.
00:11:28: Vieles davon ist politisch bedingt aber auch der Rechnungshof hat das ja festgestellt dass das nicht so viel Sinn ergibt, dass man in Österreich einen relativ kleinen Land an teilweise vier Standorten das gleiche studieren kann also als die gleichen Studiengänge gibt.
00:11:45: Das ist eben, ich habe das der Lob auch Ideenfelcher genannt.
00:11:48: Das ist wieder ein bisschen gemein aber... Wie hast du es
00:11:51: genannt?
00:11:51: Auch Ideen.
00:11:52: Ich hab jetzt nämlich Ideenfälcher.
00:11:53: Natürlich
00:11:54: auch Ideen!
00:11:55: Dass es da recht kleine studierenden Gruppen gibt und trotzdem aber ganze Institute quasi dafür aufrechterhalten werden.
00:12:03: Da sind alles so Sachen über die man schon mal diskutieren kann.
00:12:07: Auch über die Frage nach Mindestleistungen, die wir erwarten.
00:12:10: also Österreich hat ja im internationalen Vergleich recht lange Studien dauern.
00:12:14: Also Menschen studieren sehr lange und auch die Drop-up Autrate, also Menschen, die studieren keinen Abschlusserwerben ist relativ hoch vergleichsweise und das auf lange Zeit und viele Studierende gerechnet kostet das natürlich auch und da kann man sich anschauen ob man nicht zum Beispiel bei den Mindestleistungen mal ein bisschen nachschärft.
00:12:34: Und diese Sachen sind glaube ich alle liktim zu besprechen und wie gesagt auf lange Sicht macht es schon auch was aus.
00:12:40: Und darum glaube ich, es zahlt sich aus da diese Diskussion zu führen und generell auch das wir geschrieben.
00:12:47: Ich glaube jede Investition in die Universitäten und in die Forschung ist eine gute Investition.
00:12:52: Das ist wichtig für uns, das ist wichtig den Wissenschaftsstandort, das is wichtig für die Volkswirtschaft weil Akademikerinnen ja in der Regel mehr verdienen deswegen mehr Steuerzahlen seltener arbeitslos werden.
00:13:04: also das wären ja alles positive Effekte auf Österreich, wenn diese Menschen in Österreich bleiben.
00:13:13: Aber trotzdem hat man immer den Eindruck gerade im Uni-Bereich weil er eben auch so zersplittert ist und zur Phase dieser Bundesländer usw.
00:13:20: Und die unterschiedlichen Fächer raucht das alles wahnsinnig lang zu reformieren.
00:13:24: also all die Punkte die du ansprichst sind so wichtig und dringend und ich habe das Gefühl, bei mir ist es leider schon ein Weilchen her, seit ich die Uni verlassen hab ziemlich genau zu bissel mehr als zwanzig Jahre und die Themen haben sich teilweise wenig oder nur ganz leicht verändert.
00:13:39: Ein Thema, das immer wieder kommt ist natürlich auch wenn es um Geld geht die Studiengebühren.
00:13:43: da auch da haben wir irgendwie eine ganz interessante Entwicklung in den vergangenen Jahren genommen.
00:13:48: Du schreibst auch an deinem Text dass du die Debatte grundsätzlich für kurzsichtig hältst sie nur über die Studien Gebühren zu führen.
00:13:55: aber wäre es nicht trotzdem fair jetzt langsam einen moderaten Beitrag für dich von den Studierenden einzufordern vor allem von denen die sich einfach wirklich leisten können effektiv?
00:14:07: Zu meiner Ehrenrettung muss ich kurz sagen.
00:14:08: Ich schreibe, es ist kürzichtig sich zu überlegen wie halten wir ausländische Studierende von unseren Universitäten werden und dann sagen einer Studiengebühren?
00:14:19: Das halte ich für kurzsichtig weil wird dieses auslängliche Wissenschaftspersonal also da muss man aufpassen nicht zu sagen das ist nur schlecht im Gegenteil.
00:14:28: Wir profitieren ja total wenn wir quasi ein Image als internationale Wissenschaftsstandort Top Standort in besten Fall haben und einfach die Brainpower auch aus dem Ausland nach Österreich holen.
00:14:40: Also das meinte ich mit den Studiengebühren, wie wir die Idee alle abzuhalten dadurch bringt uns auch nicht.
00:14:47: Vor allem würde man sie vielleicht gar nicht so abhalten weil gerade ausländische Studierende oft gewöhnt sind Geld zu zahlen für ihre Ausbildung oder?
00:14:54: Genau.
00:14:54: Also auch zu kurz gedacht, finde ich.
00:14:57: Also das ist alles glaube ich immer zu polemisch und auch so viel politisches Kleingeld, dass man da jeweils wechseln möchte.
00:15:06: Natürlich ist es... Ich find's auch fair mal darüber zu diskutieren und mal drüber nachzudenken.
00:15:12: Gleichzeitig ist das Gegenargument und das halte ich schon auch für valide.
00:15:15: Das sind Österreich-Bildungen ja ohnehin und das wissen wir aus allen möglichen Bildungsstudien so stark vom sozialen Hintergrund des Elternhauses abhängt und so stark vererbt wird, dass man schon argumentieren kann.
00:15:28: Wenn man jetzt wieder das Studium sich zahlen lässt als Staat natürlich dann haben wir vielleicht zusätzlich noch eine Hürde wo es wieder auf den familiären Hintergrund ankommt wer einen tatsächlich einen Abschluss erwerben kann oder wer nicht.
00:15:43: Es gibt aber tolle Modelle zum Beispiel in Dänemark wo es einen Kredit, ein Vorschuss vom Staat gibt für ein Studium.
00:15:54: Und man das einfach zurückzahlen muss wenn man das Studium nicht fertig macht oder in einer bestimmten Zeit fertig macht.
00:16:00: Ich habe es jetzt nicht ganz genau im Kopf aber so quasi stipendieren Systeme dann auch schaffen würde um die dies wirklich wollen und die wirklich motiviert studieren dann eben finanziell wieder zu entlasten.
00:16:12: Denemark ist da überhaupt, glaube ich, recht gut.
00:16:13: Ich weiß auch, denemark hat auch eine Zeit lang zum Beispiel Staaten wie Island oder so dazu motiviert bei ihnen zu studieren für gar kein Geld
00:16:21: z.B.,
00:16:22: also denen die Studiengebühren erlassen oder auch noch leichtere Einstiegshürden erlaubt.
00:16:26: und ich glaube einfach das Wichtigste wäre sich dann Modell zu überlegen wo man sozusagen sozial staffelt.
00:16:32: Finde ich eine faire... So ein
00:16:33: Beispiel in Möglichkeit?
00:16:34: Genau.
00:16:34: aber auch das meine ich, da geht immer diese Diskussionsstudien gebühren, ja oder nein?
00:16:39: Das war zu der Weiß.
00:16:41: Aber vielleicht müssen wir dann mal über clevere, innovative Ideen nachdenken.
00:16:46: Jetzt gehen wir vielleicht noch zu den Studierenden.
00:16:48: die haben ja zumindest die österreichische Hochschülerschaft hat schon angekündigt also ist schon im vergangenen Mai auf die Straße gegangen.
00:16:54: jetzt haben sie wieder Demos angekünstigt für kommenden Donnerstag.
00:16:58: Was ist denn da deiner Meinung nach zu erwarten.
00:17:00: und kann so ein Protest, wenn er sich ausweiten würde theoretisch auch noch etwas ändern an den Plänen die jetzt der Regierung gefasst hat?
00:17:09: Da müsste er sich sehr ausweiden wie ich es für österreichische Verhältnisse selten erlebt habe oder in Österreich selten erlebte.
00:17:15: Nein!
00:17:16: Ich glaube das ist gut und wichtig dass die Studierenden sagen hey das gefällt uns nicht auf unserem Rücken.
00:17:22: Auch die Rechnungshofpräsidentin hat ja schon lange vor der Diskussion mal gesagt Wenn man bei den Unis kürzen kann, dann könnte man auch bei der Parteienförderung kürze.
00:17:30: Also es ist schon auch eine politische Entscheidung zu sagen wo kürzeln wir und wo nicht?
00:17:35: Und wie kürzt denn zum Beispiel bei den unis?
00:17:37: also da verstehe ich schon dass es Protest und Empörung gibt seit des Studierenden über diese politischen Entscheidungen.
00:17:44: Ich glaube aber das ist einfach dass wir uns tatsächlich eben in einer Zeit befinden In der es kaum finanzielle Spielräume gibt.
00:17:53: Also viel wird man da einfach auch nicht rausholen können
00:17:56: Weil du gesagt hast, wie ich so einen österreichischen Uni-Standort kenne.
00:17:59: Wie ist denn das in der Vergangenheit gewesen?
00:18:01: Es gab ja immer wieder mal Proteste wobei sie manchmal gar nicht so viel mit dem Uniwesen zu tun hatten wenn man vor allem auch an die Demos rund um dieses Klimatheber erinnert.
00:18:10: und so haben Studierende in den vergangenen Jahrzehnten einmal geschafft eine Änderung aufgrund ihres Demonstrationsverhalten.
00:18:18: Ich muss sagen die Studiengebühren kamen und gingen ja also... Da hat es, glaube ich schon was gebracht.
00:18:25: Ich meinte aber gar nicht unbedingt nur die Uni-Proteste sondern Protestkultur in Österreich ist generell nicht ausgeprägt.
00:18:33: Das heißt der Blick auf Frankreich jetzt wo sich ja die aktuellen Megaproteste eigentlich entzündet wurden auch eine Bildungsdiskussion vor allem bei Schulen eher hältst du für uns eher unrealistisch?
00:18:45: In der Größenordnung!
00:18:47: Womit Eva-Marie Holzleiter ja irgendwie so ein bisschen versucht, glaube ich, Geduld vor allem zu fordern ist das sie sagt.
00:18:55: Sobald Österreich mal aus dem EU-Defizitverfahren draußen ist dann wird man sich auf jeden Fall den Uni standort und die Uni das Unipg noch einmal neu ansehen.
00:19:04: aber heisst du das für realistisch?
00:19:06: Das ist genauso eine politische Frage nach ein paar je mageren Jahren wo man jetzt als erster wieder Geld investiert.
00:19:13: für ganz unwahrscheinlich, weil ich glaube dass es prinzipiell in Österreich schon ein großes Bewusstsein dafür gibt.
00:19:20: Dass wir wenig Ressourcen haben oder Rohstoffe haben wenn nicht Bildung und Akademie und auch Kunst und Kultur darf man ja nicht vergessen wofür auch die UNIS zu einem nicht so kleinen Teil meine Mitverantwortung tragen.
00:19:37: also Ich kann mir schon vorstellen, dass man auch im Hinblick auf die schwierigen Diskussionen und Verhandlungen in diesem Jahr da beim nächsten Mal vielleicht.
00:19:46: wieder ein bisschen kulanter sein würde.
00:19:48: Lass uns ganz kurz noch vielleicht an die, auf die Regierung schauen.
00:19:51: und das Paket, das am Samstag sonst noch präsentiert wurde da gehört ja zum Beispiel auch die Medien dazu wo jetzt lange drum gerungen wurden.
00:19:57: also die Zustellförderung wurde beschlossen für klassische Printmedien wie uns, also Print- und Online-Medien aber wie unsere aber auch eine Digital-Transformationspaket in der fast gleichen Höhe von ungefähr beides ungefähr sechsundzwanzig
00:20:11: Milliarden
00:20:12: Euro.
00:20:13: Und grundsätzlich frage ich dich hier so als Inepolitik-Kennerin dieses Paket am Samstag und diese Arbeitssitzungen an einem Samstag, die ja auch relativ kurzfristig angesetzt war.
00:20:23: Ist das die Antwort auf diese Personaldebatten in der SBO?
00:20:26: Und wie lange hält die Regierung noch?
00:20:28: und dass bemühen diesen Herbst den Ergebnissen zu forcieren um es sichtbar zu machen?
00:20:33: Ja also alles davon.
00:20:35: Alles das!
00:20:38: Man darf in Wien nicht vergessen, dass man in den Ländern nervosität langsam herrscht vor den Landtagswahlen.
00:20:45: Nächstes Jahr in Oberösterreich und Tirol.
00:20:48: Man darf sich da kurz unterbrechen.
00:20:50: Wir haben ja nach der Nationalarztwahl im Jahr zwanzig vierundzwanzig dann immer gesprochen von diesen zwei angenehmen Jahren.
00:20:55: Ja genau!
00:20:56: Zwanzig und sechs und zwanzzig ohne eine große Wahl in Österreich?
00:20:59: Genau, da kann man jetzt ... Ohne jeden Populismus!
00:21:01: Genau,
00:21:02: zwei Jahre.
00:21:02: und jetzt plötzlich denkt man sich das ist bald vorbei.
00:21:05: Wer wählt das Erste?
00:21:06: Im Oberösterreich glaube ich Ja, das ist vorbei.
00:21:11: Das ist auch deswegen so interessant weil eben die Umfragen hier... Wirklich?
00:21:17: Also oberes Recht war immer ÖVP-Terror home turf wenn man so will und es wäre für die ÖVPs wirklich schlimm wenn sich jeder Landeshauptmann an der FPÖ verlieren würden.
00:21:28: Die umfragen geben das aber durchaus her mittlerweile.
00:21:32: also deswegen ist man glaube ich auch in der ÖVB wirklich nervös in der SPÖ, aber auch über diese Länder hinaus.
00:21:40: für die SPÖ ist Oberösterreich nicht so ein Home-Turf.
00:21:44: Aber auch da hat mir Parteigranden wie Doris Bures oder der Kärntner Landeshauptmann Fellner dann bei fünfzehn oder sechzehn Prozentigen Umfragen jetzt mal gesagt okay das geht so nicht weiter und das hat ja den Weg geöffnet für alle weiteren Personaldiskussionen.
00:22:04: alle drei Regierungsparteien haben erkannt, dass sie jetzt mal liefern müssen und die Unzufriedenheit nicht noch weiter steigen sollte im Land.
00:22:14: Und was von diesen Dingen am Samstag?
00:22:15: Ich glaube du hast auch Dienst gehabt am vergangenen Wochenende oder?
00:22:18: Nein
00:22:18: das nicht!
00:22:19: Ach so aber weil der Text erschienen ist.
00:22:21: Du warst
00:22:21: den ersten Ruhiges ins Leben.
00:22:23: Kein Dienst trotzdem geschrieben.
00:22:26: Welche Dinge hat dich beschlossen wurde?
00:22:28: Hat dich überrascht, dass Sie doch kommen?
00:22:30: Naja...
00:22:31: Es wurde ja dann auch verkündet, es gäbe eine Einigung zumindest auf Bundesebene was die Sozialhilfe angeht.
00:22:38: Die Sozialhilfereform.
00:22:40: Das hat mich überrascht.
00:22:41: das ist nämlich ein wirkliches Großprojekt und dass es hat viele Ebenen und gar nichts so einfach.
00:22:47: man muss dazu sagen eine Einigung auf Bundensebene ist halt in dem Fall auch nur der halbe Weg Also maximal da halbe.
00:22:55: Weil das ja Bund-Länder-Materie ist, also wenn man das auch mit den Ländern abstimmen muss und da wird es dann erst richtig kompliziert.
00:23:02: Aber wenn tatsächlich bei der Sozialhilfe ein größerer Verhandlungserfolg erzielt wurde?
00:23:08: Was man in den nächsten Tagen noch recherchieren muss...
00:23:11: Das wurde noch ganz richtig kommuniziert!
00:23:12: Da gibt's sozusagen das Gerücht, das wurde auch beschlossen aber das wird eher so.
00:23:16: in Salami werden die Ergebnisse
00:23:19: bekannten.
00:23:19: Damit werde ich mich heute dann noch auseinandersetzen.
00:23:23: Wenn da wirklich was gelungen ist, dann bin ich positiv überrascht.
00:23:28: Sagen wir mal so... Es wurde auch das sogenannte Zukunftsdepot beschlossen.
00:23:34: Das hat mich weniger überraschen.
00:23:36: Da gab es ja in Wahrheit weitgehend politische Einigkeit.
00:23:38: Da war eher der Staatsdatum ein bisschen ... Soll's anfangen, siebenundzwanzig passieren?
00:23:42: Soll später passieren?
00:23:43: Das passiert jetzt glaube ich im Juli.
00:23:45: Frau
00:23:45: Finnie, das ist interessant!
00:23:47: Mir geht's da wie dir.
00:23:47: Also ich hab irgendwie die letzten Tage jetzt seitdem das bekannt tut, dass gewisse ist auch so medialer jetzt recht breit gedreht.
00:23:53: noch im ORF wird, also in den Journalen und sowas diskutiert, wo ich sage ja es ist eine gute Idee aber okay das ist jetzt also ein wirklich guter Idee der wir glaube ich auch als Presse sehr begrüßen den Kapitalmarkt zu stärken und da auch ein Verständnis zu fördern in der Bevölkerung.
00:24:09: Aber ich finde für das was es ist, ist es jetzt fast ein bisschen hoch gehängt.
00:24:12: Ja manso funktioniert halt Politik.
00:24:15: Wir reden fast mehr über das Zukunfts-Symbol, alles ohne Budget.
00:24:18: Ja aber das kriegen halt viele Menschen und viele Familien unmittelbar mit.
00:24:23: Das kommt direkt bei den Leuten an und so.
00:24:26: Mit sowas kann man schon punkten.
00:24:27: Ja vor allem diesen fünfhundert Euro Startkapital und so?
00:24:30: Genau genau.
00:24:31: also ich glaube dass es halt damit macht man schon Punkte bei der Bevölkerung.
00:24:36: Das ohne Budget interessiert die, die es betrifft.
00:24:39: Wir haben uns heute trotzdem diesem Thema gewidmet.
00:24:41: Danke, dass du da warst.
00:24:43: Und
00:24:45: das war eine neue Folge von Was Wichtig ist mit meinem heutigen Gast, Elisabeth Hofer aus dem Innenpolitikressort unserer Zeitung.
00:24:51: Ihren Kommentar zum Unibg und weiterer Artikel!
00:24:54: Zum Thema dieser Folge lesen Sie auf diepresse.com, ausgewählte Links dazustelle ich Ihnen wie gewohnt in die Shownotes und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat können sie was wichtig ist auf der Lieblings Streamer-Plattform Ihrer Wahl abonnieren.
00:25:07: schreiben Sie mir gerne direkt an podcastatdepresse.com oder hinterlassen Sie einen Kommentar auch für andere sichtbar auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube.
00:25:17: überall dort können Sie uns nämlich hören.
00:25:19: Macht es gut und bis bald!
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