Selbst Texas ist diesmal blau: Ist Trump jetzt erledigt?

Shownotes

Gast: Thomas Vieregge, Außenpolitik-Redakteur Moderation: Anna Wallner, Head of New Media Schnitt: Audiofunnel/DL Mehr zum Thema:

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Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:05: Die Presse.

00:00:08: Amerika hat gewählt und das Ergebnis ist eindeutig, es ist vor allem viel eindeuter als im Vorfeld angenommen wurde.

00:00:16: die Demokraten haben das Repräsentantenhaus und den Senat gewonnen.

00:00:20: für Donald Trump und seine Partei ist das eine schwere Niederlage.

00:00:24: Was bedeutet diese blaue Welle, die nun das ganze Land überschwappt?

00:00:28: Für die kommenden zwei Jahre in denen Trump weiterhin im Weißen Haus bleiben wird.

00:00:32: Darüber spreche ich heute mit meinem Kollegen Thomas Vierge aus unserer Außenpolitik.

00:00:36: Er hat die ganze Nacht über die Wahlen beobachtet und die Ergebnisse – auch schon einen ersten Kommentar verfasst!

00:00:42: Ich freue mich, dass er heute im Studio ist.

00:00:44: Sie hören was wichtig ist der Nachrichten-Podcast der Presse.

00:00:56: Ja, es war eine lange Nacht.

00:00:57: Das Ergebnis ist ziemlich spektakulär – wir müssen außerdem gleich dazusagen das Ergebnis in den USA ist spektrakulär und es kann sein dass man bei uns im Hintergrund ein bisschen bohren hört.

00:01:07: Es wird nämlich in unserer Presse-Redaktion diesen Tagen umgebaut.

00:01:11: aber wir bleiben beim Ergebnis der Wahlnacht.

00:01:12: die Demokraten erreichen die Mehrheit in beiden Kammern, nämlich im Senat und im Repräsentatenhaus.

00:01:18: dabei sind noch nicht einmal alle Stimmen und alle Bundesstaaten ausgesählt.

00:01:22: Jetzt muss man ja sagen, Domi, eine Niederlage der Republikaner von Donald Trump war irgendwie ein bisschen erwartet worden.

00:01:29: Dass es aber so schlimm für die Partei des Präsidenten werden wird – damit hat keiner gerechnet oder?

00:01:35: Ich habe fast schon damit gerechnet, dass er in beiden Häusern des Kongresses verliert, aber nicht zu eindeutig.

00:01:41: Also im Repräsentatenhaus war's ziemlich klar prognostiziert auch in den Umfragen.

00:01:46: Alle Umfragen haben darauf hingedeutet.

00:01:48: jetzt ist der Vorsprung so krass teilweise auf über sechzig Stimmen, dass das anwächst für die Demokraten im Präsentatenhaus.

00:01:58: Also das ist eine ganz, ganz klare Sache.

00:02:00: Im Senat ist es auch wirklich viel, viel eindeutiger als man erwartet hätte.

00:02:06: Das sind möglicherweise fünfundfünfzig, sechsundfünftig Sitze für die Demokraten drinnen von hundert Inzges.

00:02:14: ausgezählt ist noch nicht Alaska und Mississippi aber da ist auch die Tendenz eher pro-demokratisch Und bei den Gouverneuren gab es auch ziemlich eindeutige Niederlagen und klare Siege, Überraschungen.

00:02:28: Also man kann sagen das ist ein Erfolg auf ganzer Linie für die Demokraten aber es ist auch weniger eine Bestätigung für die Wirkliches Referendum, ein Denkzettel für den Präsidenten und die Politik, die in der letzten eineinhalb Jahren gemacht hat.

00:02:45: Jetzt weiß ich aber auch, dass du im Vorfeld gesagt hast, das ist gar nicht klar ob man am Mittwoch in unserer Zeit überhaupt so ein klares Ergebnis haben wird.

00:02:53: Wieso ist es denn jetzt doch so klar?

00:02:55: Weil eben einfach die Stimmen so schnell auszählen?

00:02:58: oder warum hast du geglaubt, das wird nicht so schnell klar sein?

00:03:00: Weil

00:03:01: ich gedacht habe, dass vielleicht in Alaska, dass das angefochten wird, Gründestarten wie Texas zu knapp wird, also dass es zugerechnet werden kann.

00:03:10: Das ist das berühmte To Close to Call.

00:03:12: Das dauert in Amerika manchmal zwei drei vier Tage bis das ausgezählt ist.

00:03:16: aber diese blaue Welle die Amerikaner sprechen schon von einem Tsunami war so überragend von der Ausküste bis zur Westküse wenn man das irgendwie verfolgt auch was die Öffnung der Wahl lokale betrifft.

00:03:31: Kalifornien und Alaska haben am spätestens die Wahllokale geschlossen.

00:03:35: Darum sie ist dann noch nicht alles ausgezählt.

00:03:38: Aber wie gesagt, also das war wirklich erstaunlich und es ist dann oft so wenn sich da eine Welle auflegt, dann reißt das alles mit und in diesem Fall war's auch so!

00:03:48: Gut, dann ist jetzt mal die allererste Frage oft.

00:03:50: Was so ein Ergebnis für die reale Politik in den kommenden zwei Jahren bedeutet?

00:03:54: Wir wissen ja dass diese Mitschirms genau in der Mitte der Amtszeit des aktuellen Präsidenten stattfinden.

00:03:59: Du hast vorher selber wenn man vorgespräch gesagt nach der Wahl ist vor der Wahl.

00:04:03: das heißt ab jetzt schaut alles auf die nächsten Wahlen zwanzig achtundzwanzig.

00:04:06: aber was heißt denn so?

00:04:08: ein eindeutiges Ergebnis für die nicht regierende Partei für die Realpolitik in den USA?

00:04:14: Interessanterweise hat Donald Trump die Hand ausgestreckt und hat gesagt er ist bereit, die Kooperation zu suchen.

00:04:20: Das war eigentlich nicht unschlau von ihm.

00:04:23: das würde man aber auch von jedem demokratisch gewählten Präsidenten erwarten und nicht von einem der so irrlichtend und erratisch oft agiert wie der Donald Trump.

00:04:32: also das ist die eine Sache direkt.

00:04:34: Demokraten haben jetzt ganz viel in der Hand weil sie eben in beiden Häusern so eine klare Mehrheit haben.

00:04:40: Sie können ein Amtsenthebungsverfahren zum Beispiel einleiten gegen diverse Minister.

00:04:45: Im Gespräch ist da unter anderem der Verteidigungsminister Pete Hexer, den Gespräch isst der FBI-Chef Kashpatel auch der Justizminister Dodd Blanche im Fokus.

00:04:55: Gegen Trump glaube ich wird es kein drittes Amts-Enthebung verfahren geben.

00:04:59: allein deshalb weiß sich die Demokraten keine Chancen ausrechnen.

00:05:03: Die brauchen ja auch eine Zweidrittel Mehrheit oder im Senat.

00:05:06: das haben sie nicht Und das wird ja auch nur böses Blut.

00:05:09: Sie schaffen, sie wollen eben nach vorne schauen.

00:05:12: Positiv sein Sachen rückwickeln die der Trump eingeführt hat.

00:05:20: in der Zollpolitik zum Beispiel können sich da irgendwelche Einschränkungen versuchen.

00:05:25: Sie können versuchen Gesetzesinitiativen zu starten, die für ihre Klientel wichtig sind.

00:05:31: Die Gesundheitsreformsachen zum Beispiel.

00:05:35: Sie können das Budget blockieren, auch das ist eine große Macht die der Kongresse in dem Fall des Repräsentantenhaushalts hat.

00:05:41: Auch in Kriegsfragen muss da Senat dann befragt werden wenn es länger dauert als sechzig Tage.

00:05:46: also auch da ist die Macht des Präsidenten beschnitten.

00:05:49: er wiederum sagt er ist jetzt Mr.

00:05:51: Vito.

00:05:52: das heißt er kann mit einem Veto Recht versuchen diesen Widerstand und diese Mehrheiten zu überwinden Und er kann weiter auch versuchen, wieder mit den Geräten zu revieren.

00:06:01: Das wollte

00:06:01: ich gerade sagen!

00:06:02: Das hat er gemacht zu Beginn der zweiten Amtszeit recht forsch und recht temporeich.

00:06:08: Also alles das kann er probieren.

00:06:09: aber natürlich ist er innenpolitisch eine Lamedag mittlerweile wie man das sagt.

00:06:15: also Er hat noch sechzig Tage Zeit übrigens Sechszig Tage zeit bis der Kongress zusammentritt bis sie sich zusammensetzen.

00:06:23: Da hat er noch eine alte Mehrheit und kann noch freie Hand zu agieren, wie es im Sinn steht.

00:06:29: Aber ab Anfang Jänner ist eben diese Macht dahin.

00:06:32: Und dann wird das sich möglicherweise die meisten Machen seiner Vorgänger weiter auf die Außenpolitik konzentrieren Und da bleibt nach wie vor natürlich unberechenbar und erratisch.

00:06:43: Man muss ja nur die verfolgen, was er in den letzten Monaten zur Ukraine-Krieg von sich gegeben hat oder auch was den Iran Krieg betrifft.

00:06:51: Da ist immer mal eine Einigung ganz nahe und auf einmal ist wieder Kriegsansage angesagt also eine Kampfansage.

00:06:58: Also da ist alles möglich meiner Meinung nach.

00:07:00: Vor allem da ist er ja auch etwas freier als bei anderen Dingen, also auch wenn du sagst das hinad musst zustimmen bei einem dritten länger sechzig Tage dauert aber insgesamt Entscheidungen außenpolitische Natur kann der Präsident schon ziemlich

00:07:12: autark treffen.

00:07:14: Du hast

00:07:15: jetzt schon erwähnt, wie es eine erste Reaktion war.

00:07:18: Machen wir das vielleicht noch ein bisschen konkreter?

00:07:20: Bisher hat er sich ja so weit ich das weiß... Wir sprechen jetzt am Mittwoch Vormittag um circa neun oder dreißig oder eigentlich morgen noch nicht physisch gezeigt irgendwo aber einen Radiointerview hatte gegeben.

00:07:30: Genau und dann New York Times!

00:07:32: Und der New York Times, was hat er denn da gesagt?

00:07:35: Der New York-Times hat ja gesagt, dass er die Niederlage anerkennt.

00:07:39: Er hat auch in Fox News gesagt, gratuliert den Wahlsiegern.

00:07:43: Die haben gute Arbeit geleistet.

00:07:45: also das ist auch ganz selten ein Lob für den Gegner aus dem Mund des Präsidenten, der sie vorher noch als Kommunisten, als Extremisten munziert hat.

00:07:55: Also er versucht irgendwie die Rhetorik zurückzuschrauben Was bei ihm aber nichts heißt, das kann am nächsten Tag wieder alles ganz anders sein.

00:08:02: Also es war auf jeden Fall ein schwerer Dämpfer jedenfalls und man wird sehen wie er darauf reagiert ob's eine Kabinetzung Bildung gibt.

00:08:11: Das hat er eigentlich ausgeschlossen aber auch da kann man ihn nicht für Bare Münze nehmen.

00:08:15: meiner Meinung nach also dass ist durchaus möglich, dass er da ein paar Minister austauscht und ich glaube der Fokus richtet sich mittlerweile dann auch bald mal auf die Präsidenten.

00:08:26: von

00:08:28: Damit kommen wir vielleicht zur nächsten Frage.

00:08:30: Wer sind denn die Verlierer des Tages dieses dritten November?

00:08:33: Also ganz klar Donald Trump, der hat zwar gesagt er stand nicht auf dem Stimmzettel, hat aber bei jeder Gelegenheit, bei jedem Auftritt gesagt du so als würde ich auf dem stimmzettle stehen.

00:08:44: also das ist der Verliererin Nummer eins mit ihm.

00:08:47: verloren hat auf jeden Fall auch vice-president JD Vance und natürlich Der eher unbekannte Führer im Repräsentantenhaus der Speaker, der heißt Mike Johnson.

00:08:58: Also das sind so die offensichtlichsten Verlierer.

00:09:02: gewonnen haben natürlich die Demokraten unter ihrer neuen Führung im Kongress Jack Schumer im Senat und Herr Kim Jeffries im Reprezentantenhaus Und ganz, ganz viele neue Stars haben sich gezeigt.

00:09:13: Also in Texas ein siebenunddreißigjähriger Senator, der seit erstmals seit zweiunddreißig Jahren wieder ein Demokrat in dem Senat im Texas sitzt.

00:09:23: also für Texas sitzt James Taylor Rico.

00:09:26: Daneben gab es da auch gleich einen Double Whopper.

00:09:29: oder gab's diese die Wahl der ersten Latina Als Gouverneurin in Texas, die heißt China Hinojosa.

00:09:37: Also das war jetzt auch eine wirkliche Überraschung dass das so klar ausgegangen ist dieses Rennen um das Gewoneurs in Ostern in Texas.

00:09:45: Ja bleiben

00:09:45: wir vielleicht gleich bei Texas weil Texas wird es gerne von vielen so als Beispiel hervorgezogen, wo man besonders stark sieht wie sehr sich eine politische Kultur auch ändern kann oder eine politisch Richtung.

00:09:57: Weil Texas gilt seit Jahrzehnten stabil republikanisch und dann haben wir natürlich noch mit Elon Musk einen sehr berühmten und sehr Geld erreichen.

00:10:07: also Texana was ist da passiert in texas?

00:10:10: Wie konnte das drehen und plötzlich blau sein?

00:10:13: Denkst du, es ist schon lange ein Bundelstaat wo die Latinos eine große Macht haben und großen Einfluss.

00:10:19: Beim letzten Ball bei der Präsidentenwahl haben sie in relativ großer Zahl immer noch eine Minderheit aber in relativ grosser Zahl Donald Trump gewählt.

00:10:27: Und diesmal ist das Bandel zurückgeschwungen auf die Demokraten.

00:10:31: Die Hispanic-Wählerschaft war sehr, sehr empört über die Abschiebepolitik, diese rigorose Migrationspolitik der Trump-Regierung.

00:10:41: Da haben sich viele, viele abgewandt.

00:10:42: Viele Junge haben sie auch abgewandt von Trump.

00:10:45: also das sind zwei Wählerschichten die er da wirklich in den Rücken zugekehrt hat.

00:10:50: und da hat auch das ganze Geld was Elon Musk dahin eingesteckt hat in diesen Wahlkampf in Texas die Rede ist von über dreihundert Millionen Dollar.

00:11:00: Also da hat er ja unterstützt eben den Gegenkandidaten zu Dalerico, dem Demokraten Ken Paxton.

00:11:05: Da war früher dort Justizminister und sehr unbelebt und auch korrupt... also da hat Trump auch einen richtigen Fehler gemacht weil er den alten Gedingten, den Veteranen, den revulikanischen Senator John Cornyne einfach feingelassen hat und aus dem Rennen gedrängt hat und stattdessen diesen Ken Paixon oder einen Partei-Gänger unterstützt und finanziell unter die Arme gegriffen hat, weil Cornyn manchmal den Präsidenten auch kritisiert hat.

00:11:35: Das gewagt hat ihn zu kritisieren sagen wir so.

00:11:38: Also Elon Musk man sieht Geld macht sich nicht immer bezahlt kann nicht immer alles kaufen und das ist eine interessante Lektion aus dieser ganzen Wahl, die so teuer und so kostspielig war wie keine zuvor.

00:11:53: Welche anderen spannenden Entwicklungen oder v.a.

00:11:55: auch Namen haben sich denn in dieser Nacht jetzt so gesagt, das bilden sich neue Stars?

00:12:00: Ein Name der ja auf jeden Fall viel genannt wird ist Abdul El Sayed.

00:12:06: Wer ist das und warum ist es so spannend?

00:12:08: Der ist ein zwarrenvierzigjähriger Mediziner mit ägyptischen Wurzeln, der eines ganz produziert israelkritische Haltung eingenommen hat der auch den Gasserkrieg massiv kritisiert hat, der versucht oder propagiert hat die Militärmitte zu streichen.

00:12:27: Und er hat in Michigan gewonnen?

00:12:31: Der erste arabischstämmige Gouverneur meiner Meinung nach.

00:12:34: und da hat es am Schluss sogar noch eine Wolde gegeben weil seine Gegenkandidatin bei dem demokratischen Vorwahlen die Haley Stevens hat sich im letzten Moment für den Gegenkandidaten ausgesprochen und wurde der Verrat vorgeworfen eben weil er so eine israelkritische Position hat.

00:12:54: Aber wie man sieht, auch da hat ziemlich eindeutig die Wähler gesprochen und diesen Abdul Elzayad gewählt.

00:13:04: Und der zweite wirklich interessante Persönlichkeit ist John Ossoff in Georgia.

00:13:10: Das ist wiederum, der hat seinen Sitz dort verteidigt und er gilt so quasi als eine Hoffnung für die Präsidentenwahl.

00:13:18: Der ist neununddreißig Jahre alt, jüdischer Abstammung und da wird so aus der neue Paragobama gehandelt.

00:13:26: das sind also große Vorschusslohren werden die Musse erst einlösen.

00:13:30: aber man sieht schon die Demokraten haben ja einige Nachwuchskräfte sagen wir unter vierzig Jahren oder knapp drüber die absolute Hoffnungsträger sind für die Zukunft.

00:13:42: Was man bei Amerika immer wieder sich fragt, das Außenstehende Europäer ist dieses Pendel zwischen diesen beiden Großparteien.

00:13:49: Würdest du sagen dass diese Zwischenwahlen und dieses wirklich so deutliche Ergebnis für die Demokraten einfach nur beweist?

00:13:56: Das Pendel schlägt halt immer in die eine und andere Richtung.

00:13:59: oder ist da schon mehr passiert?

00:14:00: also ist es Auch ein inhaltlicher Sieg für die Demokraten, oder ist das wirklich nur eine Stimmungsgeschichte gewesen?

00:14:06: Das ist kein inhaltliches Sieg von den Demokraten.

00:14:08: Die wurden gewählt als Anti-Trump-Partei.

00:14:11: Es war ein klares Referendum gegen Donald Trump.

00:14:14: Die Wähler haben ein wirklich massives Misstrauensvotum ausgesprochen und wenn man sich die Geschichte der letzten zwanzig dreißig Jahre anschaut in den USA dann wird das immer eklatanter.

00:14:24: dieser Pendel schwungt.

00:14:26: Es

00:14:26: ist fast immer so dass es abwechselnd geht.

00:14:28: Also es geht von Josh W Bush auf Obama von Obama auf Trump, von Trump auf Biden und jetzt wieder auf Trump.

00:14:35: Und wahrscheinlich kommen die Demokraten wieder an die Reihe.

00:14:38: Wobei wir da halt die Frage haben wer wird sein?

00:14:40: Weil es ja gerade niemanden gibt der so einen Kandidat als ein eindeutiger Kandidater.

00:14:48: Sie haben mindestens ein Dutzend Anwärter auf diesen Posten.

00:14:52: Das sind eben Leute dabei, die man in Europa nicht so gut kennt.

00:14:55: Ein Gouverneur in Pennsylvania wie Joshua Pirro, ein Gouvernee in Illinois der heißt J.B.

00:15:02: Pritzker dann Raman Manuel, der frühere Stabchef von Barack Obama.

00:15:07: das sind übrigens auch wiederum drei jüdische Kandidaten eben wie John Ossoff interessanterweise.

00:15:13: Dann gibt es natürlich die zwei Kalifornien.

00:15:15: Die sind sich auch Frontrunner, Governor Gavin Newsom, die frühe Vizepräsidentin Kamala Harris.

00:15:21: Möglicherweise wird auch Alexandria Ocasio-Cortes, das ist diese Gallionsfigur des linken Flügels der demokratischen Sozialisten antreten.

00:15:32: Also es gibt eine breite, breite Auswahl und das wird sich jetzt herauskristallisieren.

00:15:36: Das ist ja dieser ewig lange langwierige Prozess der Primaries die sich da erstrecken über eineinhalb Jahre, wo sich da irgendwie dann herausstellen wird wer der geeigneste Kandidat ist.

00:15:50: Und bei den Republikanern kann man ja schon jetzt sagen das es sich auf zwei Persönlichkeiten konzentrieren wird auf Teddy Vance eben und auf Außenminister Marco Rubio, wobei ich jetzt sagen würde dass Rubio oder Außen Minister die besseren Karten hat

00:16:04: Weil der war ja auch jetzt in diesem ganzen Wahlkampf oder Vorwahlkampf vor den Midterms eher im Hintergrund und du hast ihn vorher nicht als einen der großen Verlierer genannt, muss man

00:16:13: sagen.

00:16:14: Eben!

00:16:14: Nein weil er eben nicht zum Vordergrund gestanden ist, also Wenz hat Wahlkampff gemacht.

00:16:18: Rubio war eher im Einsatz hinter den Kulissen als Diplomat, hat Reisen gemacht.

00:16:23: aber Wenz war natürlich so eine Art Stellvertreter und Terrarier auch IS von Trump Und hat für ihn auch Wahlkumpf geführt und gilt das sehr unpopulär in Amerika.

00:16:34: Wenn ich dir jetzt aber gut zugehört habe, ist eben tatsächlich auch noch mal eine sehr spannende Zeit bis zum Jahresende oder zum Jahresbeginn.

00:16:40: Diese sechzig Tage bis dann wirklich Senat und Kongress umgebaut werden oder dann halt neu besetzt werden.

00:16:46: Was heißt denn das Ergebnis der vergangenen Nacht für Europa?

00:16:51: Aber auch für all die Krisenherde Ukraine, Israel, das Thema Renato, die Zölle ... Ist es so dass eigentlich Trump in den nächsten sechzig Tagen noch unbereichenbarer wird?

00:17:01: oder können gewisse Erdteile aufatmen?

00:17:04: Oder wie

00:17:05: ist das?

00:17:05: Europa sollte nicht zu früh aufatmend.

00:17:08: Ein Hinweis ist interessant, dass er in den letzten Tagen gesagt hat, dass sich im Zollstreit mit Kanada eine Annäherung ergeben hat.

00:17:17: also da offenbar is ein Deal in Reichweite.

00:17:22: Das war ja auch etwas... Was der Wirtschaft in beiden Staaten, muss man sagen, das schwer getroffen hat.

00:17:31: Zu Israel war auch eine interessante Entwicklung gestern.

00:17:34: Da hat er angekündigt die Militärhilfe bis zum Jahresende einzustellen.

00:17:38: Das sind immerhin drei Komma sechs Milliarden Dollar im Jahr für Israel.

00:17:42: Angeblich war das in Absprache und in Rücksprache mit Benjamin Netanyahu.

00:17:47: Der versucht ja auch eine eigene Rüstungsproduktion auf die Beine zu stellen.

00:17:52: Für den Ukraine-Konflikt ist es völlig für mich unmöglich voraus zu sagen, wie sich das auswirkt.

00:17:59: Weil das ist einen Tag so und ein anderen Tag so.

00:18:01: Also momentan ist Herr Zelenski wieder ziemlich in Verruf geraten bei Trump in Washington kann sich auch wieder ändern.

00:18:09: aber wie gesagt er will irgendwie eine Lösung erreichen entweder in einer Begipfel treffen mit Xi Jinping dem chinesischen Staatschef und Putin bei einem Apeg-Gipfel in Asien und vor allem dann, wo er selber als Gasgeberauftritt Mitte Dezember ins Golfclub in Miami in Doral.

00:18:29: Wo man möglicherweise Putin eingeladen hat oder wo möglicherweise auch Zelensky einladen wird.

00:18:36: ob das funktioniert ist schwer zu sagen.

00:18:39: Also, der Ukraine ist für mich komplett nicht vorhersehbar.

00:18:43: Eine letzte Frage noch zu den Republikanern und ihrem Verhältnis zu Trump?

00:18:47: Ich habe heute im Morgen schon alle auch schon auf ihr eins gehört, Martin Weiß, der ehemalige Botschafter Österreichs in den USA, der für uns auch eine Kolumne schreibt hat gemeint, dass er bisher hätte man die Bilanz von Trump noch so als ja hat seine Dinge durchgezogen, Stichwort Zölle und Co ziehen können.

00:19:02: aber mit dieser Nacht findet Martin Weiss Ist das alles weg?

00:19:08: Also eigentlich kann man das nur mehr als Niederlage bezeichnen, diese Amtszeit von Trump und damit auch für die Republikaner.

00:19:13: Siehst du das so?

00:19:14: Ich würde da verwahrenden Donald Trump vorzeitig abzuschreiben.

00:19:17: Der ist immer noch im Stande Sachen zu machen, die einem rätselhafter scheinen.

00:19:23: Und er ist erratisch und unberechenbar.

00:19:25: Das kennen wir von ihm.

00:19:27: also wie gesagt aber es ist natürlich ein erster Schritt Ein erster Abschied von der Macht Und da muss er sich jetzt darauf einstellen, ob er da irgendwie noch eine Agenda hat für die nächsten zwei Jahre.

00:19:40: Sonst wird das wieder in meinem Chaos und in Turbulenzen enden.

00:19:45: Als Niederlage würde ich es noch nicht betrachten.

00:19:49: seine Politik weil die Zölle bestehen ja nach wie vor.

00:19:54: Ich glaube nicht dass er so schnell davon abbrücken wird.

00:19:57: Unser Kollege Stefan Riecher der aus New York berichtet hat auch erst in den letzten Stunden geschrieben quasi die Wirtschaftslage in den USA ist immer noch nicht so schlecht oder sich erholt, trotz hoher Spritpreise und so weiter.

00:20:09: Und dass das sozusagen nur in Amerika den Wählernwurscht ist ein bisschen.

00:20:14: Es war eine Zusammenfassung, dass man sagen kann, obwohl es die Economy eigentlich gar nicht so schlechter ist derzeit sind die Wählerinnen und Wähler unzufrieden.

00:20:23: Ja ganz einfach!

00:20:25: Ich war selber erst vor Wochen in Washington und Miami.

00:20:28: Die Benzinpreise sind genau der Motor dieser Unzufriedenheit, dieses Unmots.

00:20:34: Der Benzinbreis ist mittlerweile da bei vier, dreißig, vierfünfzig Dollar pro Galone.

00:20:39: Galone ist drei Komma acht Liter was für amerikanische Verhältnisse unfassbar hoch ist.

00:20:44: eine Dollar mehr als im Durchschnitt vor einem Jahr also seit dem Iran Krieg und das wird sich auch nicht so schnell ändern und dann wird nicht zu schnell sinken.

00:20:57: Dieser Unmut wird bleiben.

00:20:58: Die Inflation ist auch bei drei Prozent, die Lebenshaltungskosten sind sehr hoch.

00:21:02: also ich sehe da ist keine Entspannung in der nächsten Zeit.

00:21:06: Also die Lage bleibt nach wie vor für den Durchschnittsamerikaner relativ mis und wie gesagt der Benzinpreis ist der Motor der das ganze antreibt diese Unzufriedenheit.

00:21:20: darum glaube ich eben

00:21:22: Und die Euro-Niedergeschichte ist, wie du schon gesagt hast, dass Trump selbst dazu beigetragen hat.

00:21:26: Dass sich das verschlechtert hat mit seinem Angriff auf den Iran.

00:21:28: Das

00:21:28: hat er sogar selber zugegeben, dass die Leute jetzt noch nicht verstanden haben was er damit im Irankrieg bewirkt hat und dass das ein Fehler war und dass der vor allem schon lange dauert.

00:21:37: Das hatte ja nicht intendiert.

00:21:39: Die Intention war es nach vier fünf Wochen zu beenden und jetzt sind wir halt im neunten Monat und da ist ich wie gesagt.

00:21:44: also es ist momentan auch noch kein Ende absehbar.

00:21:47: Domi, vielen Dank.

00:21:48: Du musst zurück an den Schreibtisch weiter schreiben bei Kommentare und

00:21:51: Co.,

00:21:52: wo man die findet, weil ich da noch gleich im Outdoor genau sage.

00:21:56: Danke, dass du heute da warst und eine erste Einschätzung abgegeben hast.

00:21:59: Gerne.

00:21:59: Ciao!

00:22:01: Ja, wieso eben versprochen kommen jetzt noch ein paar Infos?

00:22:04: Alle Ergebnisse und Analysen zu den Wahlen in den USA in der vergangenen Nacht finden Sie wie gewohnt auf diepresse.com in unserer App und ich stelle Ihnen auch einige Links dazu, in die Shownotes damit Sie gleich ganz bequem darauf klicken können!

00:22:18: Ich freue mich wie immer über Feedback.

00:22:19: schreiben Sie mir gerne an podcast atdiepresse dot.

00:22:22: com, sonst sage ich heute nur mal Danke fürs Zuhören und bis bald!

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