Elektromobilität ist die Antriebskraft der Zukunft
Shownotes
Stellantis vereint 14 Automarken unter einem Dach, darunter Peugeot, Opel, Citroën, Fiat, Jeep, DS Automobiles und Alfa Romeo – um nur einige zu nennen – und zählt damit zu den weltweit führenden Automobilherstellern. Obwohl Stellantis selbst keine Fertigungsanlagen in Österreich betreibt, sind zahlreiche heimische Zulieferbetriebe und Zehntausende Arbeitsplätze vom Geschäft mit dem Konzern mit Sitz in den Niederlanden abhängig. Michael Köttritsch diskutierte im Rahmen der Reformagenda von „Die Presse“ mit Markus Wildeis, dem Managing Director von Stellantis Österreich, über die aktuelle Lage der Branche.
Das Jahr 2025 stellte auch die Automobilindustrie vor große Herausforderungen und heuer wird sich die Situation kaum verbessern. „Es gibt beinahe täglich Hiobsbotschaften aus dem industriellen Bereich, die nicht nur auf die Transformation zurückzuführen sind, sondern auch auf die geopolitische und wirtschaftliche Lage. Diese drei Faktoren spielen zusammen“, bilanziert der Manager. Zudem besteht in Österreich eine Zurückhaltung bei Investitionen, obwohl viele Fahrzeuge veraltet sind. Um die Blockade zu überwinden, bietet Stellantis unter anderem Elektrofahrzeuge um weniger als 20.000 Euro an.
Problematisch ist für Wildeis die Konkurrenzsituation mit China, wo 160 Hersteller um einen Elektroautomarkt rittern, der von der Regierung massiv gestützt und gefördert wird. Deshalb geht Stellantis neue Wege: „Ein Beispiel ist unser internationales Joint-Venture mit dem chinesischen Leapmotor, wobei Stellantis die Mehrheit von 51 Prozent hält“, erklärt er. „Unsere Lösung heißt dabei Kooperation statt Konfrontation.“ Welche Lenkungseffekte sich der Stellantis-Manager von der EU erwartet, wie er den Ausbau des österreichischen Ladenetzwerks beurteilt und wie mehr Planungssicherheit für die Autoindustrie erreicht werden kann, erläutert Markus Wildeis im Gespräch mit Michael Köttritsch, „Die Presse“.
Information Die Reformagenda ist eine Kooperation von der „Presse“ und Stellantis Österreich. Mit finanzieller Unterstützung.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Inhalt wurde von der Presse in redaktioneller Unabhängigkeit
00:00:04: gestaltet.
00:00:05: Er ist mit finanzieller Unterstützung unseres Kooperationspartners entstanden.
00:00:13: Die Industrie in Österreich steht vor einem Balanceakt.
00:00:17: Dekarbonisierung, Technologieoffenheit und Wettbewerbsfähigkeit müssen gleichzeitig gelingen.
00:00:23: Und das in einem Umfeld, das von Kosten, Unsicherheit und komplexen Vorgaben geprägt ist.
00:00:30: Wie lässt sich unter diesen Bedingungen investieren?
00:00:33: Welche Lenkungseffekte sind sinnvoll und welche hemmen mehr als sie helfen?
00:00:39: Und wie verändert sich der Markt, wenn internationale Akteure mit ganz anderen politischen Rahmenbedingungen agieren?
00:00:46: Darüber spricht Michael Köttritsch im Studio der Presse mit Markus Wildeis, Managing Director von Stellantis Österreich.
00:00:55: Der Talk findet im Rahmen des Reformklubs der Presse statt.
00:00:59: In diesem Club diskutieren Entscheiderinnen und Entscheider, wie dieses Land auf Kurs gehalten werden kann.
00:01:05: Er will Veränderungen anstoßen, Reformen initiieren und konkrete Ideen liefern, wie die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs gesichert werden kann.
00:01:15: Im Zentrum der heutigen Folge, regulatorik und Industrie.
00:01:22: Einen wesentlichen Punkt wollen wir heute besprechen, das Thema Regulatorik und Industrie.
00:01:27: Und dazu begrüße ich im Reformgruppe Studio der Presse Markus Wildeis, den Managing Director von Stellantis Österreich.
00:01:33: Herzlich Willkommen, schön, dass Sie da sind.
00:01:35: Schönen guten Morgen und freut mich auch sehr, da zu sein.
00:01:39: Markus Wildeis, Transformation könnte so die Überschrift über das Jahr zwölfundzwanzig gewesen sein.
00:01:45: Wie ist dieses Jahr in diesem Hinblick gelaufen?
00:01:49: Also für die Industrie ist das Jahr ... ein sehr herausforderndes Jahr gewesen.
00:01:53: Und wir gehen auch davon aus, dass das nächste Jahr sehr herausfordernd bleibt, was die Industrie betrifft.
00:01:57: Denn ich glaube, es hören alle täglich Hierbsbotschaften aus dem industriellen Bereich.
00:02:02: Und die sind nicht nur auf die Transformation zurückzuführen, sondern wir haben auch geopolitische Themen und natürlich auch die wirtschaftliche Lage und diese drei Faktoren, die spielen zusammen.
00:02:13: Und insofern ist das schon ein sehr, sehr herausforderndes Zusammenspiel.
00:02:19: Und dementsprechend war das etwas, das uns die letzten Monate sehr, sehr stark herausgefordert hat.
00:02:26: Wenn Sie die wirtschaftliche Lage ansprechen, wie würden Sie die beschreiben?
00:02:30: Naja, dass die Konjunktur nicht und nicht anspringt, dass die Inflation, jetzt dachte man, sie erholt sich, jetzt geht sie doch wieder nach oben, Energiekosten sind ein großes Thema für die Betriebe.
00:02:41: Das heißt, das ist alles andere als optimal.
00:02:44: Umgekehrt haben wir in Österreich speziell die Situation, dass die Kaufkraft doch eigentlich sehr hoch wäre, doch irgendwo auch die Zuversicht und das Vertrauen fehlt, um auch Investitionen zu tätigen.
00:02:56: Wir wollen ja heute auch über Regulatureg sprechen, wenn wir das vergangenen Jahr anschauen.
00:03:01: Was hat sich da getan im Hinblick auf Regulatureg und Bürokratie?
00:03:05: Wir hätten uns natürlich jetzt doch auch da und dort mehr erwartet.
00:03:09: was jetzt der Reformen betrifft, was jetzt auch Österreich und Europa betrifft in der Weltwirtschaft, im Wettbewerb.
00:03:15: Wir sehen hier sehr, sehr starke Verschiebungen und wir sind definitiv überreguliert.
00:03:21: Umgekehrt gibt es auch den einen oder anderen Erfolg.
00:03:24: Was die Automobilwirtschaft in Österreich betrifft, kann man zum Beispiel als Beispiel nehmen, die Abschaffung der Nober-Benutzfahrzeuge.
00:03:32: Das hat die neue Regierung wirklich gut gemacht.
00:03:35: Nicht immer nur Nörgeln und Jammern, sondern das hat Lenkungseffekte.
00:03:41: Es wird wieder mehr investiert.
00:03:43: Es wird in neue Technologien investiert.
00:03:45: Das heißt, das ist auch ökologisch eigentlich positiv.
00:03:48: Und man hat einen Fehler aus der Vergangenheit hier ganz klar korrigiert und auch die heimischen Unternehmen wieder webbewerbsfähiger gemacht.
00:03:55: Im Vergleich zu den Unternehmen, die im Umfeld von Österreich, wir sind ja in Herzen von Europa und nicht isoliert.
00:04:02: agieren, also das war zum Beispiel ein klares Beispiel, wo man sagt, das macht Sinn und bitte mehr von solchen Initiativen.
00:04:10: Wenn wir jetzt auf das Jahr zwanzig Schauen, was dürfen wir erwarten, auch im Hinblick auf die von Ihnen angesprochenen Folgen von Inflation, Arbeitslosigkeit, Verunsicherung und Kaufzurückhaltung?
00:04:23: Also was ist für das Automobilgeschäft in Österreich betrifft, sind wir leicht wachsend, das ist also der Markt.
00:04:32: Wir von Stilantes sind in der glücklichen Lage, dass wir weit über den Markt gewachsen sind.
00:04:36: Wir haben das zweite Jahr in Folge ein starkes Wachstum.
00:04:39: Wir haben dreißig Prozent zugelegt.
00:04:40: Wir haben bereits Elektrofahrzeuge unter zwanzigtausend Euro verfügbar.
00:04:45: Und das hilft uns natürlich, dass wir schon viele Hausübungen erledigt haben.
00:04:49: Was für zwanzig sechs und zwanzig für uns zu erwarten ist, ist, dass wir schon denken, dass die Herausforderungen wirtschaftlich bleiben, dass die wirtschaftliche Erholung nicht sprunghaft zurückkommt.
00:05:01: Ungekehrt sind wir auch zuversichtlich, weil der Bestand des in Österreich an Fahrzeugen sehr, sehr alt geworden besteht, Bedarf zu investieren.
00:05:10: und diese Erneuerung des Bestands, die aus unserer Sicht wirtschaftlich aber auch ökologisch sehr, sehr wichtig ist, die wollen wir aktiv begleiten.
00:05:19: Was ist denn die Konsequenz, wenn zu wenig investiert wird, auch im Hinblick auf die Überalterung des Fuhrparks oder des Maschinenparks ganz allgemein, wenn wir jetzt auch ein bisschen weggehen von den Automobilen?
00:05:29: Also ich würde sagen, das ist mehr dimensional, weil auf der einen Seite es natürlich so ist, in verschiedensten Branchen, also im KMU-Bereich, aber auch bei größeren Unternehmen, wenn ein Investitionsrücksteuer entsteht, dann ist das definitiv nicht gut, weil man dadurch Träger langsamer wird und auch vielleicht mehr Erhaltungsaufwand hat.
00:05:47: Und wenn man das jetzt ein bisschen auf eine nationale Ebene betrachtet, ist es natürlich so.
00:05:54: dass wir Webbewerbsfähig bleiben müssen.
00:05:56: und wenn wir nicht uns auf den neuesten Stand bringen und nicht mit der Zeit gehen und dann komme ich wieder zurück auf den Punkt Geopolitik.
00:06:03: Hier gibt es ganz, ganz große Verschiebungen, die im Gang sind.
00:06:06: Dann wird es schwierig werden im internationalen Webbewerbsumfeld.
00:06:12: Die Carbonisierung ist und bleibt das große Thema.
00:06:15: Da ist Technologieoffenheit, etwas, was von der Automobilindustrie auch von ihrem Unternehmen immer wieder ins Treffen geführt wird.
00:06:23: Was steckt da dahinter?
00:06:24: Wie ist Technologieoffenheit zu verstehen und wie verstehen Sie es?
00:06:28: Die Herausforderung, die wir in Europa haben, ist, wir sind eine Demokratie und das muss demokratisch erfolgen.
00:06:34: Und ich glaube, das ist vielleicht aus meiner Sicht auch zu wenig beachtet im geopolitischen Umfeld.
00:06:40: Denn Europa ist im Sandwich.
00:06:41: Jenseits des Atlantik gibt es Abschottung.
00:06:44: Und speziell jetzt die neuen Markttellen aus China agieren aus einem autokratischen System heraus.
00:06:51: Es gibt hier nachweislich große Player, die staatlich massiv unterstützt und gefördert sind und die auch nicht mit gleichen Regularien an den Markt herangehen, wie die europäische Industrie das macht.
00:07:03: Und das macht uns natürlich großes Kopf zerbrechen.
00:07:06: Denn Wettbewerb ist gut, Wettbewerb fördert Innovation, aber es soll doch mit gleichen Mitteln stattfinden.
00:07:13: Was kann man tun, um diesen Wettbewerb zu unterstützen, auch vor dem Hintergrund dieser geopolitischen Gegebenheiten?
00:07:21: Also sonst einer Sicht, wir haben bei Stellantis Lösungen dafür.
00:07:25: Ein Beispiel ist zum Beispiel, dass wir dieses Joint Venture mit Gliedmotor international haben.
00:07:30: Stellantis hält die Mehrheit an diesem Joint Venture mit einem Fünfzig Prozent.
00:07:35: Und das ist eigentlich ein klares Beispiel, wie es funktionieren kann und wo uns auch die Politik in der europäischen Industrie mehr unterstützen sollte, die Autoindustrie in Europa mit über vierzehn Millionen Arbeitsplätzen in Österreich.
00:07:48: Vierhunderttausend Menschen direkt, indirekt mit dem Automobil, mit der Automobilwirtschaft, vierhunderttausend Arbeitsplätze verbunden.
00:07:56: Und eine Lösung, die wir bei Stellantis gesucht und auch gefunden haben und die sehr, sehr gut aktuell sich entwickelt, ist eine Kooperation und nicht Konfrontation.
00:08:05: Also Kooperation statt Konfrontation mit einem chinesischen Hersteller, das ist Liebmotor.
00:08:10: Stelantis hält ein Liebmotor international einundfünfzig Prozent.
00:08:14: Und hier sind zwei Punkte wesentlich, die uns ganz klar von allen anderen Webbewerbern aus diesem Bereich unterscheiden.
00:08:21: Das sind, das ist die Mehrheit, die Stelantis an dem Unternehmen hält und damit auch die Wertschöpfung wieder zurück nach Europa kommt.
00:08:29: Das ist ein wesentlicher Unterschied.
00:08:31: Und keine Einbahnstraße ist, wo die Wertschöpfung abfließt aus Europa und aus Österreich.
00:08:36: Und der zweite Punkt ist, dass wir auch den Technologie-Pool offen haben.
00:08:41: Im Prinzip haben wir dadurch diese Übung erledigt, die die chinesische Regierung allen ausländischen Investoren auch auffälligt, die aber Europa als demokratisches System den freien Markt nicht auffälligt und somit aus unserer Sicht ein ungleicher Bewerb stattfindet.
00:08:57: Können Sie diese Übungen ein bisschen erkehren?
00:08:59: Jedes westliche Unternehmen, das in China investiert, ein Joint Venture mit mindestens fünfzig Prozent einen chinesischen Partner benötigt.
00:09:07: und dass die Technologie der westlichen Hersteller für China offen sein musste und das ist auch der Grund und dass Potenzialen an dem China in den letzten Jahrzehnten sehr, sehr gut gewachsen ist und investieren konnte und investiert hat und technologisch sehr, sehr große Sprünger gemacht hat.
00:09:25: Jetzt ist es natürlich so, dass dort der Markt in komplett anderer Dynamik hat.
00:09:30: Das sind Hundertsechzig Hersteller Ritern, um einen Elektromarkt, der von der Regierung massiv gestützt und gefördert wird.
00:09:40: Und das ist ein Vertränungswettbewerb.
00:09:42: Und das Spiel fällt hier nach Europa auszuweiten.
00:09:45: Das kann vielleicht verlocken sein.
00:09:47: Das ist aber für die europäische Autoindustrie, die in der Transformation eigene Ziele mit Strafzahlungen verfolgen muss.
00:09:54: Ein Zusammenspiel, das sehr gefährlich ist.
00:09:57: Und hier ist, denke ich, schon die europäische Politik gefordert.
00:10:01: eine Schlüsselindustrie mit über vierzehn Millionen Arbeitsplätzen auch dementsprechend wettbewerbsrechtlich gleichzustellen.
00:10:09: Jetzt könnte man sagen, es ist ein sehr gewagter Schritt, dass Sie quasi die chinesische Autoindustrie nach Europa holen mit diesem Giant Venture.
00:10:17: Was sagen Sie diesen Kritikern?
00:10:19: Also relativ einfach, wir sehen ja, dass das passiert.
00:10:22: Das passiert in Österreich, das passiert in Europa.
00:10:24: Wir sehen diese Wachstumsraten und das ist ein Teil des Marktgeschehens, der der so vom Stadten geht.
00:10:31: Aus unserer Sicht ist es besser, wir gestalten das aktiv wird.
00:10:35: Wir haben eine Lösung, die die Wertschöpfung in Europa behält und nicht die Wertschöpfung aus Europa abfließen lässt und somit eine Win-win-Situation geschaffen.
00:10:42: Das ist unser Zugang und ich denke, das ist eine sehr, sehr gute Lösung, die aus meiner Sicht in der europäischen Automobilwirtschaft so einzigartig ist.
00:10:53: Sie haben den Nutzen angesprochen.
00:10:54: Wo sind die Grenzen zu ziehen?
00:10:56: Wo wird es dann problematisch für die europäische Industrie?
00:10:59: Grenzen sind sicher da zu ziehen, wenn erstens die Wertschöpfung abfließt.
00:11:03: Wenn die Abhängigkeit so groß ist, dass man nicht mehr autonom entscheiden kann, dann gibt es ganz klare Grenzen, die aus meiner Sicht zu ziehen sind.
00:11:11: Bleiben wir bei den Bedürfnissen der Industrie.
00:11:14: Welche Lenkungseffekte braucht die Industrie, um die Decarbonisierung voranzutreiben?
00:11:20: Es gibt ja das Modell der Strafbesteuerungen, das aber wahrscheinlich nicht der weiße Letztes Schluss sein kann.
00:11:26: Also ich glaube, die Strafbesteuerung ist so wirklich sehr, sehr schlecht umgesetzt von der europäischen Union.
00:11:32: Weil es auf der einen Seite das Thema nur auf die Industrie lagert und nicht auf den Konsum.
00:11:39: Und weil innerhalb von Europa natürlich die Umsetzung in den einzelnen Ländern, was jetzt nationale Regeln sind, sehr, sehr unterschiedlich sind.
00:11:46: Das heißt, die Industrie hat ein europäisches Ziel.
00:11:49: Konsumentenseitig und Verbraucherseitig, Marktseitig.
00:11:53: gibt es ein Wir-Wahr an Einzellösungen, die stärker oder schwächer sind.
00:11:57: Ich glaube, das Wichtigste, was die Industrie braucht, ist einmal Planungssicherheit.
00:12:01: Europäische Autokonzerne investieren in Plattformen, in Technologie, in Bauer-Trends, Milliarden über Milliarden.
00:12:09: Und diese Investitionsentscheidungen sind teilweise mit thirty-six, acht und vierzig Monaten Vorlaufzeit behaftet und man kann nicht.
00:12:17: zehn Milliarden Investitionen verabschieden und zwölf Monate später sagen, naja, jetzt fahren wir wieder statt links, fahren wir nach rechts und dann wieder zurück oder vor.
00:12:26: Das wird so nicht funktionieren.
00:12:28: Das heißt, die klare Antwort, es braucht eine Planungssicherheit.
00:12:31: Das ist einmal ganz wesentlich.
00:12:33: Es braucht aber auch in einem Korre da eine gewisse Flexibilität.
00:12:37: Stare Ziele funktionieren in Europa insofern nicht, weil wir zwischen Nord und Süd.
00:12:42: zwischen Ost-West massive geografische Unterschiede haben, länderspezifische Unterschiede haben.
00:12:48: Das heißt, da braucht es Flexibilität drinnen.
00:12:51: Und aus meiner Sicht der dritte Punkt neben Planungssicherheit und Flexibilität ist, dass es nicht nur der Industrie aufgebildet werden kann, sondern das muss mit dem Markt, mit den Konsumenten und mit der Industrie in Einklang gebracht werden.
00:13:09: Das ist, glaube ich, das sind die drei wesentlichen Punkte.
00:13:11: Das heißt eine stärkere Anreizung, ein besser strukturiertes Anreizsystem für alle Marktteilnehmer.
00:13:19: Die Bandbreite an Lösungsmöglichkeiten, wie man etwas lenken kann, sind verschieden.
00:13:22: Das kann ein Anreizsystem sein, das können Bonusmalosysteme sein, das können natürlich auch Nutzergruppen speziell adaptierte regulativen sein, denn es ist natürlich ein Unterschied, ob eine Großmutter mit ihren Kleinwagen zwei Kilometer am Tag einen Einkauf erledigt oder ob ein Außendienstmitarbeiter siebenhundert Kilometer oder tausend Kilometer in der Woche quer durch die Lande fährt.
00:13:47: Das muss man glaube ich auch ein bisschen differenzierter betrachten und kann nicht mit einer Gießkanne überall drüber gehen.
00:13:53: Wir sind vorhin die Planungssicherheit angesprochen.
00:13:56: Woran würde denn die Industrie merken, dass jetzt sicher ist, Pläne zu schmieden, dass diese Planungssicherheit auch gegeben ist?
00:14:03: Naja, was wir sehen ist, dass diese Transformation zur Decarbonisierung, die ist komplett außer Frage gestellt.
00:14:11: Und es ist natürlich so, dass kein Trend linear ist und dass es trotzdem eine gewisse Richtung gibt.
00:14:21: In dieser Transformationskurve.
00:14:22: die Schwierigkeit, die wir jetzt als Europa speziell gegen China haben, ist, dass in China das System komplett auf Elektromobilität ausgelegt ist, dass der Markt mittlerweile mehrheitlich mit Elektromobilität elektrifiziert ist und Europa so einen Vor-Zurück-Kurs fährt.
00:14:39: Und das hilft uns natürlich bei der Planungssicherheit überhaupt nicht.
00:14:43: Das heißt, wir brauchen ein konsequentes Endziel, das schon die Decarbonisierung ist.
00:14:48: Das steht für uns aus der Frage.
00:14:51: Die Frage ist natürlich, wie kommen wir dorthin und wie lange ist die Transformationskurve und wie lange haben wir diese Doppelgleisigkeiten, die uns natürlich auch wiederum in Bereichen Wettbewerbsnachteile bringen?
00:15:03: Denn Doppelgleisigkeit heißt natürlich doppeltes Invest, heißt auch höhere Kosten und dementsprechend ist das für die Wettbewerbsfähigkeit natürlich ein kritischer Faktor.
00:15:13: Ich muss noch einmal zusammenfassen, Stellantis produziert nicht in Österreich, gehört aber zu einer Schlüsselindustrie auch für Österreich und für ganz Europa.
00:15:22: Ganz konkret, was braucht die Branche im Moment?
00:15:25: Also im Moment, glaube ich, braucht man Zuversicht und auch wirklich das Bewusstsein, dass wir, wenn wir nicht investieren, einen Rückstau schaffen, der am Ende des Tages noch mehr hemmen wird.
00:15:38: Ich glaube, das ist das Allerwichtigste.
00:15:40: Und deswegen habe ich auch eingangs gesagt, dieses Beispiel der Nobelabschaffung für nutzverzeugerte Einzigartige in Europa war und keine Lenkungseffekte gebracht hat.
00:15:51: Das war ein sehr, sehr gutes Beispiel, wie es funktionieren kann und was auch politisch gesehen selbst in Österreich und nicht mehr in Europa möglich ist.
00:16:00: Zum Abschluss, weil Sie die Lenkungseffekte angesprochen haben, welche Lenkungseffekte braucht es und welche Lenkungseffekte erwarten Sie in diesem Jahr?
00:16:10: Also, was wir jetzt in Abstimmung mit dem Verkehrsministerium gesehen haben, ist, dass die Initiativen, die für Elektromobilität geschaffen werden oder angestoßen sind, durchwegs schon richtige sind, dass man die Ladeinfrastruktur weiter ausbaut, obwohl da muss man sagen, die Ease in Österreich mit dem Fahrzeugbestand schon auf einem sehr, sehr guten Niveau, sagen wir mal so, Achtzig, Neunzig Prozent.
00:16:35: Man wird immer irgendwo etwas finden, wenn man etwas sucht.
00:16:39: Aber ich glaube, der Status ist sehr, sehr gut.
00:16:42: Hier ist natürlich auch das Thema Diversifizierung sehr, sehr wichtig, weil ich brauche vielleicht auf der Autobahn Schnellladefunktionen.
00:16:50: Hier in der Städte brauche ich aber auch andere Ladeinfrastruktur.
00:16:54: Wenn ich sage, ich habe irgendwo für vier Stunden einen Termin, keinen Schnelllader, brauche ich eine Mischung, je nach Anwendergebiete.
00:17:04: Das ist im Aufbau und das sehen wir sehr, sehr positiv.
00:17:07: Wo ganz dringender Handlungsbedarf aus unserer Sicht ist, ist bei der Preistransparenz für die Ladesäulen, das ist wirklich nicht zufriedenstellend.
00:17:16: Weder ist es einen Konsumenten zuzumuten, dass er drei Karten hat.
00:17:21: Noch ist es nicht zumutbar, dass hier überhaupt keine Preisklarheit ist, wie man eigentlich von jeder Dankstelle gewohnt ist.
00:17:28: Wenn wir das schaffen, dann ist schon sehr viel passiert.
00:17:31: Wir bieten hier auch aktiv unsere Lösungen an.
00:17:35: Wir haben massiv investiert.
00:17:37: Wir haben Elektrofahrzeuge auch günstiger, unter zwanzigtausend Euro leistbare Mobilität.
00:17:43: Das ist unser Beitrag ganz klar.
00:17:44: Die Industrie ist ja nicht außen vor oder alle Pflichten sind in der Politik zu suchen.
00:17:51: Wir haben auch technologische Elektrofahrzeuge mit sieben Hundertfünfzig Kilometer Reichweiten.
00:17:56: Wir bauen aber auch zusätzlich unser Angebot bei Hybrid und Plug-in-Hybrid Fahrzeugen aus, weil wir sehen, dass diese Transformationskurve ... hin zur Elektromobilität.
00:18:07: ganz klar über den Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr
00:18:32: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.
00:18:34: Markus Willes, vielen herzlichen Dank für das Gespräch.
00:18:36: Danke ebenfalls.
00:18:38: Dankeschön.
00:18:40: Das war der Presse-Podcast im Rahmen des Reformklubs zum Thema Regulaturik und Industrie.
00:18:47: Wir bedanken uns fürs Zuhören.
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