Der Petro-Dollar: Über die ungewisse Zukunft eines globalen Machtsystems
Shownotes
Ein Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien im Jahr 1974 ist maßgeblich für die Einführung des Petro-Dollar-Systems: Nach dem Ende der Goldbindung des Dollars 1971 verpflichteten sich die Saudis, ihr Öl nur noch in US-Dollar zu verkaufen und die Einnahmen in US-Staatsanleihen zu „recyceln”. Die Gegenleistung besteht in Sicherheitsleistungen und militärischem Schutz durch die USA. Die Weltleitwährung US-Dollar ist fortan durch „schwarzes Gold“ gedeckt. Denn alle Länder müssen große Reserven der US-Währung halten, um ihre Energierechnungen zu begleichen.
Auch mehr als 50 Jahre nach dem Abkommen wird der globale Ölhandel immer noch zu rund 80 Prozent in US-Dollar abgerechnet. Der Petro-Dollar hat sich seit den 1970er-Jahren als strategisches System etabliert, in dem Energiehandel, Kapitalströme und Sicherheitsstrukturen miteinander eng verflochten sind. Jüngste geo- und energiepolitische Entwicklungen, allen voran der Irankrieg und der Kampf um die Straße von Hormus, stellen die Dominanz des Petrodollars jedoch in Frage. Die Rede ist von einer schleichenden „Entdollarisierung“ - mit potentiell gravierenden Konsequenzen für internationale Kapitalströme und die Stärke der US-amerikanischen Wirtschaft.
Im Presse-Podcast spricht Jürgen Lukasser, Deputy Chief Investment Officer der LGT Private Bank, über die Entstehung, strategische Bedeutung und zukünftige Entwicklung eines globalen Macht- und Währungssystems. Das Gespräch für die „Presse“ führt Christian Lenoble.
Zur LGT
Die LGT Bank Österreich ist eine familiengeführte Privatbank für vermögende Familien, Stiftungen und institutionelle Kunden aus Österreich sowie Ost- und Zentraleuropa. Private-Banking- und Asset-Management-Experten beraten und unterstützen Kunden aus aller Welt. Die LGT Bank Österreich ist mit zwei Niederlassungen in Salzburg und Wien vertreten. Die LGT Group ist ein international tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Vaduz im Fürstentum Liechtenstein. Die Private Banking und Asset Management Gruppe ist im Besitz des Fürstenhauses von Liechtenstein.
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00:00:00: Dieser Podcast wurde mit Unterstützung unseres Werbepartners finanziert.
00:00:30: Mehr als fünfzig Jahre nach dem Abkommen wird der globale Ölhandel immer noch überwiegend in US-Dollar abgerechnet.
00:00:35: Der Petrodollar hat sich als strategisches System etabliert, indem Energiehandel, Kapitalströme und Sicherheitsstrukturen miteinander eng verflochten sind.
00:00:43: Jüngste Geo- und Energiepulchentwicklungen – allen voran der Irankrieg unter Kampfen wie Straß von Hummus stellen die Dominanz des Petrodollars jedoch infrage!
00:00:52: Im Presse-Podcast spricht Jürgen Lukasser, Deputy Chief Investment Officer der AGT Private Bank über die Entstehung strategische Bedeutung und zukünftige Entwicklung eines globalen Macht- und Währungssystems.
00:01:02: Das Gespräch für die Presse führt Christian Lenobel.
00:01:06: Man schreibt es ja, aus dem Jahr eighteenhundertneinundfünfzig als Mitteinteckung einer unterirdischen Ölkwelle in Titusville, Pennsylvania die moderne Geschichte von Erdeöl beginnt.
00:01:16: Erdeöl wird zum Treibstoff der Industriegesellschaft, zum mächtigsten Rohstoff und dem am meisten gehandelten Gut auf dieser Welt.
00:01:24: Heute rund hundertsiebzig Jahre nach Beginn der industriellen Förderung in den USA führen andere Länder das Ranking des Staaten mit den größten Erdölreserven an.
00:01:34: Die Vereinigten Staaten stehen hier nur auf Platz neun und spielen im Ölbusiness dennoch die Hauptrolle schlechthin Denn Achtzig Prozent des globalen Ölhandels werden in US-Dollar abgewickelt und machen damit die amerikanische Währung zur Mitabstand wichtigsten der Welt.
00:01:50: Das System dahinter hört auf einen klingenden Namen, Petrodollar – seine Historie, seine Macht und vor allem seine mögliche künftige Bedeutungserosion mit einem besonderen Blick auf die Folgen auf Kapitalmärkte und Anlegerportfolios.
00:02:04: das alles sind die Themen, die im Fokus des heutigen Podcasts stehen.
00:02:08: Der Hierankrieg und die täglich schanschierenden Ereignisse rund um die Straße von Hormuz, bieten den präsenten Aktualitätsrahmen, denen wir natürlich auch thematisieren werden.
00:02:17: Ich darf zu diesem Gespräch im Presse-Tonstudio Herzlich Jürgen Lukaser begrüßen, Deputy Chief Investment Officer von LGT Private Banking.
00:02:25: Herr Lukas, schön dass Sie da sind.
00:02:27: Danke für die Einladung!
00:02:29: Herr Lukaser, kurz und bündig zu beginnen.
00:02:32: Was genau ist in der Petrodollar?
00:02:34: Und wie kam es überhaupt zu diesem erstaunlichen System?
00:02:37: Petrodollar klingte eigentlich so, als ob das jetzt sich nur darauf beziehen würde dass Geschäfte in Rohöl einfach in US Dollar abgewickelt werden.
00:02:46: Und der Umstand kommt schon vor und spielt eine wichtige Rolle.
00:02:50: aber im Wahrheit ist das System das dahinter aufgebaut wurde wesentlich komplexer.
00:02:54: also die Abrechnung in US dollar ist wie gesagt einer der Eckpunkte des Ganzen.
00:02:59: Aber viel wichtiger ist ein Faktor der sich Neudeutsch Recycling von Petrodollars nennt.
00:03:06: Das ist die Frage, was machen die erdölbe exportierenden Staaten mit den Einnahmen, die sie in Dollar zielen?
00:03:12: Und im Rahmen des Petrodollar-Systems war es so dass ein großer Anteil von diesen Dollars auch wieder in die feinigten Staaten zurückgeflossen sind.
00:03:20: In den Kapitalmarkt beispielsweise und dort zum Beispiel auch geholfen haben das Haushaltsdefizit in den feinigen Staaten zu refinanzieren.
00:03:28: Und ein wesentlicher dritter Aspekt noch hat eigentlich nichts mit Geld zu tun, da geht es um Sicherheit.
00:03:34: Es geht um geopolitische Absicherung.
00:03:36: die Vereinigten Staaten haben jahrzehntelang die Rolle gehabt eines Hegemoniestarts der Sicherheitszusagen geben konnte und man muss nur dran denken.
00:03:46: gerade der Neuosten ist dafür bekannt dass er eine geopolitisch instabile Region ist eigentlich schon seit dem Ende des Ersten Weltkriegs Und insofern waren diese Sicherheitszusagen von großer Bedeutung.
00:03:58: Das heißt, da kamen mehrere Interessen zueinander und haben überlappend eigentlich ein System aufgebaut.
00:04:07: Diesen Sicherheitsgedanken, auf dem kommen wir heute noch genau zu sprechen speziell wenn wir den Iran-Krieg noch thematisieren werden.
00:04:14: vielleicht noch zur Entstehung des Petrodollars.
00:04:17: Ein kleiner Hinweis oder Erklärung von ihrer Seite aus Das System gab es ja nicht immer, sondern sie sind in den Siebzigerjahren entstanden.
00:04:24: Das hat mit Saudi-Arabien zu tun.
00:04:27: Wenn Sie da vielleicht kurz erläutern wie Sie überhaupt dazu gekommen ist dass der Dollar, der eigentlich Führer sich am Gold orientiert hat dann plötzlich mit dem Erdöl in Verbindung gebracht worden ist und so seinen Namen bekommen.
00:04:38: Sehr gerne sehr exzellente Frage.
00:04:40: also nach dem Zweiten Weltkrieg war's eigentlich so das das sogenannte Bretton Wood System eingeführt worden ist?
00:04:46: Und im Rahmen von Bretton Woods System war klar Der zentrale Punkt eines Währungssystems ist.
00:04:52: Und der Dollar wurde damit dem Währungssystem Stabilität verlieren wird, an Gold gebunden.
00:04:58: Es war dann, und ich glaube es war im August, als Richard Nixon vor die Öffentlichkeit getreten ist und gesagt hat, my dear fellow Americans – Ich muss ja etwas sagen….
00:05:08: Die Konvertierbarkeit von Dollars in Gold direkt werden wir aufheben!
00:05:12: Die Goldbindung vom Dollar ist aufgehoben Und damit ist natürlich schon eine Frage aufgestanden, die vorher nicht geklärt werden musste.
00:05:20: Ab diesem Zeitpunkt war der US-Dollar eine echte Viertwärmung.
00:05:24: Eine echte Fiertwährung bedeutet – Die Sicherheit, die der Anlieger hat, ist eigentlich das Vertrauen in die Funktionsweise von Institutionen und von Regeln.
00:05:34: Was alle bis dorthin nicht wussten ist ob dieses Vertrauen so stark ist um den Dollar tatsächlich zu stützen oder fällt er dann ins Bodenlose?
00:05:42: Es hat sich über die Zeit gezeigt dass das Vertrauen einen Dollar groß waren, dass der Dollar die Fähigkeit gehabt hat zur Weltleitwährung aufzusteigen und das auch für viele viele Jahre innegehabt hat.
00:05:52: In drei Jahren haben wir einen Effekt.
00:05:55: Wir hatten die erste Erdölkrise.
00:05:58: Es hat natürlich die westlichen Wirtschaften extrem erschüttert und auch gerade die amerikanische Administration hat sich wieder einmal Gedanken gemacht Was machen wir mit dem Dollar?
00:06:06: Das ist jetzt in Wirklichkeit hängt.
00:06:08: In der Luft ist nur vom Vertrauen der Leute abhängig und da hat man sich gedacht, okay die Erdöl exportierenden Staaten haben doch im Moment große Dollar gut haben.
00:06:17: Große Dollar-Eingänge.
00:06:19: vielleicht können wir hier mit unseren Freunden am persischen Golf von Saudi Arabien ist traditionell ein Freund der Vereinigten Staaten am persischem Golf gewesen.
00:06:26: Vielleicht können wir ja hier ein gutes System aufsetzen und einen Deal.
00:06:29: Der heutige Präsident würde sagen Deal machen mit ihnen.
00:06:32: und genau das hat stattgefunden.
00:06:34: also Der Ausgangspunkt war, dass Saudi-Araben sich einverstanden erklärt hat das alle Deals in Erdöl in US Dollar abgerechnet werden.
00:06:42: und das war der Ausgangspunkt eigentlich für den Petrodollar wo wir dann gesagt haben, dass da eine relativ komplexe System daraus entstanden ist.
00:06:50: Die
00:06:50: Gegenleistung der USA war Sicherheit zu bitten?
00:06:52: Ja!
00:06:53: Das heißt ein Deal so wie Sie es vorhin gesagt haben Wie dieser Deal und was das mit Vertrauen in die Institution um Mit Sicherheit zu tun hat auch das werden wir heute noch ausreichend beleuchten.
00:07:04: Sie haben etwas Interessantes angesprochen, vielleicht kann man das noch einmal ein bisschen vertiefen nämlich das Recycling.
00:07:10: So dass die Erdöl exportierten Nationen ihre Gewinne diese dadurch machen wieder investieren interessanterweise meistens in US-Finanzanlagen.
00:07:20: und als Kritiker wenn man das Ganze kritisch betrachten will könnte man sagen man vergleicht es mit einer Bank die Schulscheine ausgibt die aber anschließend von den Gläubigern wieder bei derselben Bank angelegt werden.
00:07:34: Also das ist ja ein gut funktionierendes, aber doch seltsames System.
00:07:38: Hat das von Anfang an?
00:07:39: war das so geplant oder hat sich das ergeben?
00:07:42: Weil eben der Erdöl exportierten Ländern weil es denen dann Möglichkeiten mangelnder Investitionen sinnvoll im eigenen Land zu tätigen.
00:07:51: Ob das von Anfang an so geplant war, ist eine superspannende Frage.
00:07:54: Ich glaube dafür gibt es jetzt auch wenige Erklärungen oder wenig Ansatzpunkte für wirkliche Erklärung.
00:07:59: Aber ich glaube ein guter Ansatzpunkt für Erklärunge ist wenn man darüber nachdenkt was haben eigentlich die Erdölexperteure für Interessen?
00:08:06: Was wollen sie eigentlich?
00:08:08: Und eine Sache haben wir schon angesprochen, was für die Staaten am persischen Golf im mittleren Osten immer ein Riesenfaktor war, war Sicherheit und Stabilität.
00:08:16: Also sprich das Versprechen der Vereinigten Staaten – Wir machen einen Deal, wo auf der einen Seite Sicherheit und stabilität steht, war für die Anreinerstaaten dort auf alle Fälle mal etwas, was man sich ansieht.
00:08:27: Zweite Sache ist dass wenn man viel Dollereinnahmen hat trotzdem überlegt Was, wo investiert das ganze Geld?
00:08:33: Ich muss das ja doch sicher investieren.
00:08:36: Dass ich auch sozusagen mit dem Vermögen, dass ich hier durch den Abbau von Rohstoffen vereinnahmt habe, dass das sicher angelegt ist und da hat schon geholfen, dass der entwickelste Kapitalmarkt der Welt in den Vereinigten Staaten ist und deren ganz ein anderen Reife gerade hat als die lokalen Kapitalmärkte.
00:08:53: Es gibt heute schon lokale Kapitalmerkte.
00:08:56: aber was jetzt?
00:08:56: marktive Liquidität Streubreite an Invest-Mitmöglichkeiten betrifft, ist Amerika immer noch die Nummer eins.
00:09:05: Und eine Stärke muss man fairerweise sagen hat haben die Vereine Co-Pred America würde ich vor allem sagen.
00:09:11: Die Kombination aus Innovationskraft in Silicon Valley und Kapitalkraft an der Wall Street gibt es halt nur einmal auf dem Planeten und das ist ein wesentlicher Faktor.
00:09:19: also Suche nach sicheren Anlagemöglichkeiten, wo man sein Geld auch wieder bekommen kann.
00:09:24: Und das dritte ist natürlich Wertehalt dieser Anlagen.
00:09:27: Sprich da war dann schon die Frage Wenn ich im Dollar-Raum investiere, ist das werthaltig?
00:09:33: Krieg' ich da auch sozusagen meine Kaufkraft wieder zurück?
00:09:35: und für viele Jahre war der Antwort auf diese Frage ein einfaches Jahr.
00:09:40: Das heißt die Kriterien, die Sie jetzt genannt haben sind auch diejenigen, die die Stabilität des Systems Petrodollars ausmachen also die institutionelle Stabilität die geopolitische Verankerung, die Kapitalmarktiefe, diese genannt haben und vor allem die Zahlungssystemdominanz.
00:09:58: Das ist ja sozusagen das was die wirtschaftliche Sicherheit für der Erdöl-exportierten Nationen bietet oder?
00:10:05: Absolut.
00:10:05: Ich glaube, dass dieser systemische Faktor, sprich das ich ein Zahlungssystem habe wenn ich im Dollar-Raum dabei bin ist etwas was sicherlich ein großer Anreizfaktor war.
00:10:15: Sie dürfen nicht vergessen mit dem Zahlungsystem kommen ja viele andere Tools die es sozusagen Zusatznutzen bringen können mit, sie haben die Möglichkeiten abzusichern.
00:10:24: Das gibt's im Dollar-Raum!
00:10:25: Sie haben die Möglichkeit zu einer amerikanischen großen Bank zu gehen und einen Kredit aufzunehmen.
00:10:30: Die Bilanz in Dollar und ein Dollarkredit ist viel leichter zu bekommen als ein Kredite an einer exotischen Währung – die Kosten werden noch andere
00:10:37: sein.".
00:10:38: dann wie gesagt, wenn ich Währungen tatsächlich wechseln möchte und ich habe Dollar gut haben kann ich es eigentlich in jede erdenkliche Währung, die frei konvertierbar ist transferieren.
00:10:48: Also insofern auch die Nebendienstleistungen finde ich sind Schaben für die Erdöl-exportierenden Nationen sicherlich einen Charme gehabt.
00:10:56: das kriegen sie auch wenn man mit Blick auf heute.
00:10:59: was könnten denn Alternativen sein?
00:11:01: Das Set an Nebendehnsleistungen ist schwer zu schlagen.
00:11:04: das haben Sie nach wie vor noch.
00:11:06: die Vereinigten Staaten.
00:11:07: Sie haben die Interessen der oil-exportierten Länder angesprochen.
00:11:10: Wie sitzt denn mit den USA selber aus?
00:11:12: Weil schlussendlich erzeugt ihr dieses System eine enorme, konstante Nachfrage nach US Dollar und das wiederum zementiert dem Platz als Status einer Weltreservewährung ein weil eben Weltreserves in den US Dollar gehalten werden müssen.
00:11:28: Das sichert wiederum die wirtschaftliche Dominanz der USA.
00:11:31: also es ist offensichtlich ein System.
00:11:33: da sind beidelei Interessen Lagerungen gut funktioniert hat die letzten fünfzig Jahre,
00:11:39: oder?
00:11:39: Das ist absolut der Fall und der Geig daran ist ja dass dieses System dazu gibt es keinerlei formale Verträge.
00:11:46: Das ist einfach durch übereinstimmenden Willen und über einstimmende Interessen zustande gekommen.
00:11:52: Absolut!
00:11:53: Die Vereinigten Staaten hat das in einer.
00:11:55: ich glaube es wird in der Literatur gerne das exorbitante Privileg genannt, in eine super Position bekommen um sich verschulden zu können, wie es eigentlich keinem anderen Staat möglich ist.
00:12:05: Der einzige Staat der ähnliche Erfahrung gemacht hat glaube ich in seinem Leben war Griechenland als das in der Eurozone beigetreten ist wo auf einmal auch unun und beschränkte Kreditmöglichkeiten zur Verfügung gestanden sind.
00:12:16: Bis dann ausgegangen ist haben wir auch gelernt.
00:12:17: aber auch in den Vereinigten Staaten ist es so.
00:12:19: sie haben sich sehr günstig mit großen Volumen verschulden können, aber auch zum Beispiel wenn es darum geht dass man Risikokapital aufnehmen wollte.
00:12:27: Wenn Aktienemissionen an der Wall Street waren, waren Staatsfonds aus dem mittleren Osten immer traditionelle Kunden davon.
00:12:35: also insofern das ist schon Ein System, das beide Interessen sozusagen gut zusammenfügt.
00:12:41: Es gibt ja auch zwei Schulen – wenn man es ein bisschen von der akademischen Seite betrachten möchte ist die eine Schule, die von Davids Büro argumentiert wurde dass der Petrodollar einen wesentlicher Bestandteil der unsichtbaren Hand der Hegemonie der Vereinigten Staaten ist.
00:12:55: Wohin dagegen gibt's dann andere Schulen?
00:12:56: Die sagen na na!
00:12:57: Das haben die ertuell exportierende Staaten deswegen gemacht weil in den Vereinigten staaten der Kapitalmarkt einfach am besten ist.
00:13:03: Meiner Meinung nach widersprechen sich die Theorien gar nicht, sondern erklären einfach... Das
00:13:07: ist eine gemeinsame Interessenzweige.
00:13:09: So ist das.
00:13:10: Genau!
00:13:11: Wenn wir dieses Idealbild mal kurz verlassen, diese monopolistische Dominanz von Petro D'Olla, dies ja logischerweise nicht im Interesse aller und wird es auch immer weniger und is anderen Mächten ein Doorn im Auge?
00:13:22: Wieso ist es eigentlich so?
00:13:24: dass ein System, das so gut funktioniert und nicht umgelegt werden kann auf eine andere Währung.
00:13:28: Warum gibt es nicht den Petro Euro?
00:13:30: Warum gibt's nicht dem Petro Johann?
00:13:33: Was ist das Besondere daran was dieses System mit den USA so erfolgreich macht?
00:13:39: Ich glaube wir dürfen nicht vergessen in welcher Zeit es eingeführt worden ist.
00:13:43: Es war in den siebziger Jahren als es erdacht worden ist Und die Welt in den Siebzigern hat völlig anders funktioniert als heute.
00:13:48: Damals gab es eine bipolare Welt, es gab den Westen Also aus unserer Sicht waren das die Guten und es gab den Osten.
00:13:54: Das war eigentlich eine Gruppe von Staaten, die als Satelliten der UDSSR gewirkt haben.
00:14:01: Und damals war sie eben so entweder auf der Seite der Westmächte des Westens oder auf der seite des Ostens Und insofern, der Ostenhater sind kleinere Masse auch probiert.
00:14:12: Hat ja auch sehr viel in Entwicklungsländern investiert aber in dem skalierbaren Ausmaß hat es halt natürlich nur mit den Kapitalmärkten funktioniert und die UDSSR hatte keinen Kapitalmarkt also da ein wesentlicher Bestandteil hat gefehlt und was wir heute sehen ist dass wir uns wegentwickeln von dieser Bipolaranwelt hin zu einer Multipolaren Welt.
00:14:31: wobei man aber sagen muss ist einen Kapitalmark kann man nicht auf- und abdrehen wie ein Toaster sondern das muss sich entwickeln.
00:14:37: Ich glaube, dass zum Beispiel gerade wenn man Kinder betrachtet hier in den letzten zwanzig Jahren große Schritte in diese Richtung unternommen worden sind.
00:14:45: Trotzdem ist es so das die Entwicklung hier nur nicht abgeschlossen ist.
00:14:48: Man darf nicht vergessen – die währung, die chinesische Währung ist heute noch gemanagt gegen den Dollar.
00:14:53: also der ist nicht frei flotent wie man so schön sagt, er ist nicht von den Marktkräften gebildet sondern ist gemanagd gegen den dollar und sozusagen eine Reservewährung zu verwenden.
00:15:03: Die gemanaged ist gegen eine andere Währungen klingt ein bisschen zu verrückt um wahrzusehen.
00:15:07: Jetzt haben sich sehr viele gute Gründe genannt, warum dieses System des Petrotollers hervorragend funktioniert.
00:15:13: Dennoch ist es so dass in den letzten Jahren und zwar auch schon vor der aktuellen Kriegerischen Eskalation im Jahr an gewisse Bruchlinien aufgetaucht sind in diesem vermeintlich so stabilen System.
00:15:24: Was gefährdet denn die Exklusivität des Petrodollars strukturell?
00:15:29: Also Stichworte, Verlagerung der Nachfrage nach Asien von Erdöl oder eben auch alternative Zahlungssysteme, die wir kurz angesprochen haben.
00:15:38: Die Vessifikationen der Golfstaaten vielleicht in die Richtung... Wo könnte es denn in naher Zukunft hingehen?
00:15:45: Warum ist das doch nicht so stabil?
00:15:48: in den letzten Jahren, wie man das glauben könnte.
00:15:50: Also
00:15:50: ich glaube es gibt gewisse Bruchlinien die man sicherlich ausfindig machen kann und eine wesentliche Bruchline ist natürlich schon nach Fragefalt nach Erdöl.
00:16:00: In den siebzigerjahren als das System erdacht worden war waren die Vereinigten Staaten der größte Nachfrage nach Ertöl.
00:16:06: Ist das heute noch so?
00:16:07: Und die Antwort ist ja immer noch so.
00:16:09: aber gleichzeitig sind die Vereinigen Staaten auch der größten Produzent.
00:16:13: von Per Saldo produzieren Sie ein bisschen mehr Erdöl am Tag, als sie selber verbrauchen.
00:16:19: Wobei das jetzt natürlich auch eine Milchmädchenrechnung ist – da sind nicht alles die gleichen Qualitätsstufen.
00:16:24: aber sozusagen die große Richtung ist vom größten Konsumenten der wenig selbst produziert hat.
00:16:31: Die Vereinigten Staaten haben sich in einem Land entwickelt, dass zwar ein großer Nachfrage ist, aber selbst durch Fracking auch ein großer Produzent ist.
00:16:38: Wenn man heute nachschaut und überlegt, wohin geht denn das Erdöl, dass am persischen Golf gefördert wird?
00:16:43: Dann kommt man drauf.
00:16:44: China und Japan gemeinsam machen die Hälfte der Nachfrage aus.
00:16:48: Wenn man Südkorea und den restlichen asiatischen Staaten dazuzählt kann man fast achtzig Prozent der Nachfage erklären.
00:16:55: Das
00:16:56: heißt, das Öl geht nicht nach Amerika.
00:16:58: Das geht nach Asien und das ist natürlich schon... ...geht ein bisschen an die Grundfesten dieses Deals weil früher war es so die Amerikaner kaufen Ölein bzw.
00:17:08: andere Staaten kaufen Öl ein und die Dollars fließen automatisch nach Amerika.
00:17:12: Wenn jetzt China in Saudi Arabien Öl einkauft.. ..das ist jetzt kein Naturgesetz dass es in Dollar abgerechnet werden muss.
00:17:18: Am Ende vom Tage glaube ich, dass es dann auch von Nacktmacht abhängig ist.
00:17:22: China ist der wichtigste Kunde.
00:17:26: Jeder, der ein Geschäft selber betreibt weiß, wer der wichtigste Kunden Wunsch hat, überlegt man sich sehr genau ob man den nicht besser irgendwie erfüllen kann.
00:17:33: In der langfristigen Betrachtung müssen wir noch ein anderes Thema ansprechen das möglicherweise noch wichtiger werden wird weil die strategische Bedeutung von Petrodollar, die hängt ja davon der fundamentalen Rolle vom Erdöl in der globalen Wirtschaft ab.
00:17:45: und gerade da stehen wir doch an einem Wendepunkt.
00:17:48: wenn man einen Experten glauben sollte dann sind ja neuerbaren Energien die Zukunft.
00:17:53: Dann stellt man auch fest, dass die Kernenergie in vielen Industrieländern einer Renaissance erlebt.
00:17:58: also das System sollte doch beginnen zu bröckeln in einer Welt, die eine immer geringere Abhängigkeit langfristig betrachtet von Erdöl hat?
00:18:06: Ja ist richtig!
00:18:08: Das heißt, die Rolle vom Erdl wird sich in den kommenden Jahrzehnten ändern.
00:18:13: Das hat auch mit den Vorkommen zu tun, die jetzt nicht mehr werden.
00:18:15: Und das hat dazu geführt, dass sehr viele Golfstaaten eigentlich ihr Geschäftsmodell überdacht haben.
00:18:20: Allen voran finde ich ist Dubai ein Zeichen, das gewusst hat, dass die Ölreserven in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwar verhanden sind aber auch ähnlich sehen und die haben darüber nachgedacht und gefunden, dass einen sicheren Platz in einer unsicheren Welt anzubieten, ein gutes und lohntes Geschäfts-Modell ist.
00:18:37: D.h.,
00:18:37: die Staaten haben es sehr wohl verstanden, dass sie sich strategisch neu ausrichten müssen.
00:18:42: Gleichzeitig ist es so, wenn wir jetzt zum Beispiel an unsere Energieversorgungssituationen in Europa denken.
00:18:47: Europa ist wahnsinnig abhängig von Energiepreisentwicklungen und wahnsinn anfällig auf Energiepreisschocks.
00:18:53: Man darf nicht vergessen mit der Entscheidung, dass wir in Russland zu Sanktionieren sind, ist unser Hauptenergie-Lieferant ausgefallen.
00:19:01: Wir versuchen das natürlich nach Kräften durch eine erneuerbare Energien zu ersetzen.
00:19:05: Das gelingt uns aber noch nicht perfekt.
00:19:07: Man sieht, wenn im mittleren Osten – obwohl wir eigentlich kaum Öl von dort beziehen Wenn dort der Preis in die Höhe geht, gehen bei uns mal alle Energiekosten gleich einmal durch die Decke.
00:19:16: Mit Inflationswirkung und gleichzeitig wird es auch wahrscheinlich wachstumkostend.
00:19:20: Das heißt das bringt Europa eine unangenehme Situation.
00:19:23: Wir müssen schauen dass wir unsere Energieversorgung in den Griff kriegen.
00:19:27: Das haben wir bis jetzt nicht geschafft?
00:19:29: Ist es nicht ein bisschen ein Treppenwitz der Geschichte?
00:19:32: oder möglicherweise würde es zu diesem wenn US-amerikanische Präsident Ja, ganz offensichtlich dafür steht die Erdölindustrie zu fördern und die erneuerbaren Energien kleinzureden.
00:19:43: Und den Klimawandel gibt es ja gar nicht wie wir wissen.
00:19:46: Laut Trump das ausgerechnet eher möglicherweise dafür verantwortlich ist – jetzt kommen wir auf den Iran-Krieg zu sprechen – dass Öl eine problematische Ressource wird, die anders verteilt ist und somit ein erhöhter Run, wie man feststellen kann, auf erneubare Energien einsetzt?
00:20:04: Ich glaube, das ist ein fairer Punkt!
00:20:06: fairer Punkt, den Sie da ansprechen.
00:20:07: Ich glaube dass wir generell darüber nachdenken müssen ob das ich finde das Regime der Globalisierung generell hat sich geändert ist.
00:20:15: euch kann mich erinnern das war eigentlich in der Zeit vor zwanzig zweiundzwanzig.
00:20:19: Globalisierung funktioniert, wie es im Textbuch steht.
00:20:22: Wie sich David Ricardo der Rockstar Economist aus Großbetanien aus dem achtzehnten Jahrhundert ausgedacht hat, der gesagt hat am besten ist wenn Dienstleistungen und Güter dort generiert werden wo sie am günstigsten generieren können weil der Nutznieser am Ende des Tages ist der Endkunde.
00:20:38: Und das ist auch sozusagen das Programm gewesen, nachdem Globalisierung seit dem Beitritt Kinas zur Welthandelsorganisation im Jahr two-two-one funktioniert hat.
00:20:47: Ab zweizehn-zwanzig sehen wir jetzt schon eine Zäsur.
00:20:50: Es geht jetzt viel stärker darum wie kann ich mich meine Energieversorgung unabhängig aufstellen?
00:20:55: Wie kann ich meine Versorgung mit seltenen Erden sicherstellen?
00:20:59: Und insofern sieht man, dass Globalisierung jetzt eine wesentlich stärkere strategische Komponente hat als vorher eine kaufmännische.
00:21:06: Vorher ist es darum gegangen wie kann ich die Waren günstig herstellen?
00:21:09: Mit allen Nebenwirkungen was Umweltauflagen betrifft, die nicht eingehalten wurden oder vielleicht in anderen Ländern vielleicht ein bisschen liberaler umgesetzt wurden.
00:21:17: heute hat das ganz starker strategische Komponente bekommen.
00:21:20: Das glaube ich ist dann ein neues Regime.
00:21:22: darauf müssen wir uns einstellen.
00:21:24: Lassen Sie uns zum Ihr Ankriegen ein bisschen im Detail kommen wollen weil das einfach genau das Thema.
00:21:29: Die Amerikaner haben ja ein großes Glück, wo immer sie hingehen um Freiheit und Demokratie zu bringen, schauen Sie auf Erdöl zu stoßen.
00:21:36: Dieser pointierte Satz kommt leider nicht von mir, der wird zugeschrieben dem italienischen Journalisten Michel Serran mag ich sehr gerne.
00:21:43: Fakt ist, wenn man sich anschaut die letzten Jahrzehnte Irak, Libyen, Syrien, Venezuela jetzt der Iran.
00:21:51: Also Länder, die riesige Ölreserven haben und gleichzeitig schlechte Beziehungen zu Washington haben offensichtlich eine im gleichen Maße statistisch bemerkenswerte hohe Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann mal die US-Luftwaffe binnen vorbeischaut?
00:22:04: Es geht um Öl und dem Petrodollar.
00:22:07: da muss man kein Verschwörungstheoretiker sein.
00:22:11: Und ich möchte Sie da auch mit einem Satz von US-Senator Lindsey Graham gut mit Trump konfrontieren.
00:22:17: Der war zu Gast beim Nachrichtensender Fox und hat über die Ziele der USA in den kommenden Friedensverhandlungen mit THRM referiert, und hat die bemerkenswerte Sache gesagt.
00:22:26: Zunächst eine erste Forderung lautet er, dass die Iran niemals eine Atomwasser bauen dürfe – das wissen wir!
00:22:31: Und dann hat er angefügt, eine Gefahr die von diesem ganzen Debakel ausgeht besteht darin dass es dem Dollar schaden wird wenn wir zulassen das Öl in der chinesischen Währung gehandelt wird.
00:22:41: Nur da sind die Dinge doch endlich mal am Tisch oder?
00:22:43: Das ist glaube ich jetzt right to the point wie ihr sagen würde.
00:22:48: Also man kann das auch rein ohne Sarkasmus was im Moment geopolitisch los ist in der Welt darauf einschränken möchte ich fast sagen Öl geht, dass es hier um den Petrodollar geht und nicht um irgendwelche Freiheits- und Demokratiefragen.
00:23:06: Oder ist das zu eng gefasst?
00:23:07: Ich
00:23:08: glaube als das Problem ist, dass die Zielsetzung als der militärische Operation ausgegangen ist jetzt nicht supergenau definiert worden.
00:23:16: Es begann mit dem Wunsch nach einem Regime Change.
00:23:20: Danach sieht es jetzt nicht aus, und man muss ehrlich gesagt doch sagen...
00:23:23: Das war auch eher ein israelischer Wunsch möglicherweise.
00:23:25: Möglich?
00:23:26: Also die amerikanische Track record beim Erzielen von Regime Changes ist jetzt auch nicht super gut!
00:23:30: Wenn wir uns die letzten fünfzig Jahre anschauen oder siebzig Jahre ansehen, was der letzte gute Regime Change, den Sie gehabt haben in Mitteleuropa wo sozusagen nach dem zweiten Weltkrieg dann eigentlich Demokratien aufgebaut wurden das ist im mittleren Osten eigentlich nicht gelungen.
00:23:44: also insofern Das war schon ein bisschen ein wackeliges Ziel.
00:23:47: Dann hat man gesagt, okay das Nukjahre Betrugspotenzial muss ausgeschaltet werden.
00:23:52: Das könnte man vielleicht auch durch eine Verhandlung schaffen können?
00:23:55: Ich bin kein Diplomat aber ich denke mir da gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten.
00:23:59: also insofern... Man ist losgestartet ohne klares Ziel.
00:24:03: Und was aber stehen bleibt und was man schon gewusst hat, dass der Iran große Erdölreserven hat?
00:24:08: Generell ist der Iran ein sehr roststoffreiches Land.
00:24:11: Der hat neben Erdöl, hat Goldreserfen, er hat doch vorkommen an Iran.
00:24:17: also das Problem, dass das Land hat, ist es, dass seit deinerneunzebzig richtig richtig sanktioniert ist.
00:24:23: Ja, ich will sie auch nicht zu einer politischen Äußerung drängen.
00:24:25: Das ist ja hier gar nicht die Aufgabe.
00:24:27: aber wenn man sich anzieht was in Venezuela passiert ist unter welchen Vorwänden?
00:24:31: Ich glaube Drogen waren es.
00:24:33: Man hat in Venezuela den Maduro kidnapped und erstaunlicherweise was ist danach passiert?
00:24:39: das Öl wird wieder in doller gehandelt.
00:24:42: dort gab's ja Möglichkeiten, das über Kryptowährungen ein bisschen auszulagern.
00:24:47: Also man ist einem Ziel nachgejagt dass etwas mit Öl und Petrodollar zu tun hat.
00:24:52: und ja möglicherweise hat man sich gedacht als Blaupause für Iran könnte das gut herhalten scheint im Moment nicht so funktionieren.
00:24:59: Sicherheitsgarantien haben Sie schon mehrfach heute angesprochen.
00:25:03: Das ist ja der Deal, den Sie, wie Sie es gesagt haben die Sicherheits garantieren für die zentralen Energieproduzenten, wie die Golfstaaten und das ist auch das institutionelle Fundament von Petrodollar.
00:25:14: Das ist ja deswegen so spannend, weil diese Sicherheitsgarantien im Moment nicht zu richtig wirken.
00:25:20: Der Rahn und seine Reaktion die Golfstaaten anzugreifen geht genau in die entgegengesetzte Rechnung.
00:25:26: Hat man sich da verkalkuliert aus amerikanischer Seite?
00:25:30: dass sich einfach die Art und Weise, wie so ein Konflikt militärisch geführt wird, extrem geändert hat.
00:25:36: Das kann man von der Ukraine bis zum Mittleren Osten beobachten.
00:25:39: Der mittlere Osten, die die Anreiner starten im Golf haben natürlich amerikanische Hardware bekommen.
00:25:45: Die haben natürlich den neusten High-Tech bei der Raketenabwehr bekommen.
00:25:48: aber das Problem ist, da sind eine Rakete vier Millionen Dollar kostet und auf eine Drohne schießt die vierzigtausend Dollar kostelt und von den Raketen nur sechshundert im Jahr produziert werden.
00:25:57: also insofern die Fragestellung war... Könnt ihr einen Schutzschirm für uns bereitstellen und sicherstellen, dass es keine negativen Auswirkungen auf die Anreinerstaaten am Pärsischen Golf gibt?
00:26:08: Da muss man sagen das hat jetzt nicht funktioniert.
00:26:11: Man hat auch gesehen, dass zum Beispiel im Dubai-Dronen eingeschlagen sind, dass aber auch an den Anreinernstaaten auch die Energieversorgungseinrichtungen, die Infrastruktur attackiert worden ist.
00:26:22: Das ist asymmetrisch und auf diese asymmetrische Bedrohung haben die Vereinigten Staaten Denke ich im Moment, ihr habt noch keine perfekte Antwort die sich irgendwie ökonomisch rechtfertigen lässt.
00:26:33: Also mit einer vier Millionen Dollar Rakete auf eine Vierzigtausend Euro Drohne zu schießen das kann man ein paar mal machen aber es macht irgendwann aufgrund der Kosten keinen Sinn mehr.
00:26:41: Worauf ich hinaus will?
00:26:42: Es ist ja interessant wie der Iran Krieg losgegangen ist und die Reaktion des Iranens war die Golfstaaten anzugreifen hat sich die Welteröffentlichkeit gefragt was ist jetzt los?
00:26:52: sie bringen nur noch andere Länder gegen sich auf.
00:26:56: Aber wenn man sich das aus Sicht des Petrodollers anschaut und der Rahn ist schon seit vielen Jahren einer, der dagegen ankämpft und versucht davon loszukommen.
00:27:04: Dann war es ein enorm schlauer Schachzug, wenn man das so sagen will.
00:27:08: Weil genau diese Stabilität und Sicherheit die im Deal das Gegengeschäft ist was die USA den Golfstaaten bieten, die ist ja jetzt gefährdet.
00:27:19: Also die haben glaube ich den Petrodollar auch gut analysiert und haben gesehen, wo ist er am verwundbarsten.
00:27:24: Und das ist genau... Die Handlungsweise, die es zeigen, ist genau das was passiert.
00:27:28: Das ist ja nicht nur die Sicherheitsgarantie, die nicht funktioniert.
00:27:31: Es hat ja auch damit zu tun dass einfach logistisch kein Öl über die Straße von Hormons transportiert werden kann.
00:27:36: Das heißt die Erdölernamen, die normalerweise gesprudelt sind, sprudeln im Moment auch nicht.
00:27:41: Das is dir auch ein Teil vom Petrodoller.
00:27:43: also insofern ihr habt die Mechanik und das Biotop gut verstanden und haben genau gewusst, wo das System am Verwundeten ist.
00:27:50: Und genau dort setzen sie an?
00:27:51: Perfekt gelungen!
00:27:53: Sie haben den Übergang von einer bipolaren Weltordnung zu einer multipolanen Welterordnung angesprochen also früher sozusagen die Einteilung in Ost- und West im Kapitalismus und Kommunismus.
00:28:03: Das ist mehr oder weniger passé.
00:28:05: wir sind in einer multipolaren Weltordnung gelandet ob wir wollen oder nicht mit dem asiatischen Raum teilweise mit dem afrikanischen auch mit Südamerika.
00:28:15: Untergräbt das eigentlich die Basis des System Petrodollars?
00:28:18: Ich glaube ja.
00:28:20: Der Petrodollar ist sicherlich ein Produkt einer Bibelangwelt, wo es eine wirtschaftliche Hegemonialmach gibt und das waren Unangefochten, die Amerikaner hatten fast Exklusivität.
00:28:32: Und das ändert sich natürlich durch den Aufstieg von China zum Beispiel, aber auch durch den aufstieg vom Indien.
00:28:37: Das darf man nicht vergessen.
00:28:38: also da kommen wie man Neu-Deutsch sagt einfach neue Player ins Spiel.
00:28:43: und dass wir dann sozusagen ein Währungssystem haben wo es mehrere Alternativen gibt, das würde ich dann sozusagen auf mittlere Sicht gar nicht total überraschend finden.
00:28:51: Das würde ich eigentlich als logisches Resultat sogar sehen.
00:28:55: Wobei man sagen muss, dass heute die Alternatifen noch nichts vorhanden sind.
00:28:58: Also die Chinesen wissen sie müssen das nur weiterentwickeln.
00:29:00: Die wollen da auch keinen Fehler machen.
00:29:02: Und die anderen Staaten sind in der Entwicklung noch hinter den Chinesen zurück.
00:29:07: Das ist aber einer der Gründe, warum Gold wie eine Währung behandelt worden ist und als Alternative, als Zwischenlösung mehr oder minder behandelt war.
00:29:14: Nesen das ist der Grund, warum gold auch gelaufen ist in den letzten Jahren also wirklich tolle Performance-Zahlen gebracht hat.
00:29:21: Es ist ein Ziel von unserem Gespräch dass ich Ihnen heute auch in Glocke Ihre Ideen zu den möglichen Zukunftsszenarien, wie es mit dem Petrodollar weitergeht.
00:29:29: Auf der einen Seite ein enorm stabiles System über fünfzig Jahre lang war aber wir haben jetzt auch schon gewisse strukturelle Probleme besprochen und geopolitische Veränderungen die ihm unter Druck bringen.
00:29:41: Wenn ich da eine historische Parallele zu nineteen sechsundfünfzig ziehen will, dann hätte ich gerne Ihre Meinung dazu.
00:29:46: Das war ganz interessant.
00:29:47: damals war der Pfund Stirling und der Dollar.
00:29:49: die waren lange Zeit fast gleich wichtig im Erdöl-Business.
00:29:53: Und ironischerweise war es genau die mislumene Intervention der Briten an einer mehr enge nämlich dem Suez Kanal die den Niedergang des Stirlings beschleunigt hat.
00:30:02: Ninze sechsund fünfzig war das.
00:30:03: Da hat der ägyptische Staatschef Naser den Suez Canal verstaatslicht.
00:30:08: Das hat dem britisch-französischen Konsolation nicht besonders gefallen, dem da so ein Kanal damals gehört hat.
00:30:13: Und dort hat Israel auch wieder Großbritane und Frankreich dann eine militärische Intervention gewagt.
00:30:20: aber die Aktion endete mit einem Fiasco.
00:30:22: und was war die Folge?
00:30:23: Der Punkt Stirling ist mehr oder weniger verschwunden also verschwundene Sinne von als Weltreserve Währung.
00:30:31: könnte das jetzt in der Straße von Hormus wieder passieren?
00:30:35: Das ist eine super spannende Frage.
00:30:37: Ich glaube, was wir nicht ganz vergessen dürfen ist, dass Pund Stirling nach zwei Weltkriegen wirklich also sozusagen wirtschaftlich komplett ausgeblutet war und das war schon klar, dass Amerika nach dem Zweiten Weltkrig als diese industrielle Kraft sich im Zweiten Wettkrieg entwickelt hat, dass dies die vorherrschende Wirtschaftsmacht ist.
00:30:55: Gleichzeitig waren sie auch die vorherrschenden Militärmacht und man darf nicht vergessen wenn ich es richtig im Kopf habe warum ist diese Suez-Krise zu Ende gegangen?
00:31:03: weil die Amerikaner gesagt haben, Schluss jetzt.
00:31:06: So da hat jeder auf der Welt gewusst wer das sagen und wer es nicht hat und das hat natürlich.
00:31:12: einerseits waren die Fundamentals vom Pfund nicht mehr gut und andererseits war es dann auch das Vertrauen ins Pfund und in die Handelungsfähigkeit von der Krone stark eingeschränkt Und das natürlich auch zu einem Zeitpunkt, als das britische Empire zur Verbrechen begonnen hat.
00:31:35: Da hat das britische Imperium schon den Zenit weit hinter sich gehabt.
00:31:42: Wenn Sie mich jetzt fragen, wird er doll?
00:31:44: Ich wollte gerade fangen.
00:31:44: Ist es nicht eine Analogie auf zur jetzigen Situation?
00:31:47: Also könnte man nicht behaupten, dass du auch den Zenite hinter sich hattest in seiner geopolitischen Rolle?
00:31:52: Also ich glaube wenn's darum geht, dass man sagt die haben quasi einen Monopol und das war der Zenit dann haben sie den Zenith auch hier hinter sich was aber jetzt nicht bedeutet dass sie sozusagen morgen auseinanderfallen oder keine bedeutende Rolle mehr haben.
00:32:06: Also wenn Sie mich fragen, was hilft eigentlich dem Dollar?
00:32:09: Dass er sozusagen eine gute Position behalten kann, dann ist eine Sache schon mal das die alle Golfstaaten haben ihre Währungen gebunden an den US-Dollar.
00:32:18: Ein bisschen so wie in der Zeit vor dem Euro als der Schilling immer fix gegen die D-Mark gebunden war mit sieben zu eins.
00:32:24: ähnlich funktioniert das am persischen Golf.
00:32:26: Das hilft schon einmal ein bisschen.
00:32:28: dann, dass es noch keine perfekten Alternativen gibt.
00:32:31: Find ich ist schon ein Faktor der auch dem Dollar hilft und die militärische Stärke, die man bis jetzt zumindest im amerikanischen Raum zugeschrieben hat das es dann doch immer wieder mal als Fluchtwährung funktionieren kann.
00:32:42: aber wenn Sie mich fragen welches Szenarien können wir uns vorstellen für den Petrodollar?
00:32:47: Dann gibt's eigentlich nur drei Szenare.
00:32:49: Das eine ist es bleibt fest so wie sie Also spricht resiliente Dominanz, könnte man das ein bisschen vorhanden mehr sagen.
00:32:55: Dann es gibt einen geopolitischen Bruch.
00:32:57: Es fällt wirklich in Einzelteile was extrem unwahrscheinlich ist wenn man sich die Kräfte anschaut, die wir vorher besprochen hatten oder die Stellung dazwischen eigentlich, es gibt eine Fragmentierung.
00:33:07: Eine Erosion und ich glaube das ist das wahrscheinlichste Szenario.
00:33:11: Das würde dann natürlich, wenn Sie mich jetzt fragen haben sie den Zenit hinter sich?
00:33:15: Und wir sagen eine schrittweise Erosión ist das realistischste Scenario.
00:33:21: Würde dann mit anderen Worten die These unterstützen dass der Zenit vom US Dollar vielleicht schon ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist.
00:33:30: ja
00:33:31: Jetzt sind sie ja für LGD Private Band ging tätig und da ist es natürlich besonders interessant, was dieses Zukunfts-Szenarien die Sie jetzt als Möglichkeiten dargelegt haben welche Implikationen sich daraus auf den globalen Kapitalmarkt ergeben.
00:33:48: Und vor allem für die Kunden Portfolios die Fragen mit denen sie konfrontiert sind.
00:33:54: Ich denke vor allem an Kundenportfolios, also von Personen mit den investierbaren Vermögen von über dreißig Millionen US-Dollar.
00:34:05: Wie sieht's da aus?
00:34:06: Wie muss man darauf reagieren auf die jetzige Situationen.
00:34:10: Also erstens glaube ich, dass es für große und kleine Kunden gleichermaßen gilt.
00:34:13: Ich glaube eine wichtige Aussage ist schon das Dollar-Assets also sprich Vermögensgegenstände im Dollar Raum, die bleiben schon immer noch ein wichtiger Bestandteil in Portfolio.
00:34:23: Ich habe davor gesagt, dass die Kombination aus Innovationskraft in Silicon Valley Keine vergleichbare Größe findet auf dem Planeten das Änderzehnte.
00:34:36: Aber eine wichtige Einsicht, glaube ich ist schon da – man kann Corporate America gut finden, muss aber die amerikanische Administration nicht gut finden.
00:34:43: Sprich, ich kann mir überlegen möchte ich wirklich in den US-Staatsanleihen investieren oder gibt es hier bessere Alternativen?
00:34:48: Und das Dollar-Risiko, das kann ich nehmen.
00:34:51: Dagegen könnte ich mich aber auch absichern.
00:34:53: Also ich könnte in den US-Aktien investieren und mich gleichzeitig absichert.
00:34:56: Da gibt es Möglichkeiten.
00:34:58: Es gibt ja abgesicherte Investmentfonds zum Beispiel.
00:35:00: Das kann man sich zum Beispiel überlegen.
00:35:02: was wir auch glauben ist... doch ein guter Defisifikator für solche Situationen sein kann in der Zukunft.
00:35:09: Das heißt, es ist nicht Haus und Hof draufsetzt oder was?
00:35:12: Das Beimischung stabilisiert das Ganze.
00:35:15: Und generell denken wir dass man sozusagen ein paar Folien strukturieren muss dass er robust mit beiden Szenarien umgehen kann, sprich wenn die Dollar-Dominanz doch jetzt noch einige Jahre vielleicht sogar Jahrzehnte anhält.
00:35:27: Dass es damit gut umgehen können aber das man nicht völlig überrascht ist wenn das zu erotieren beginnt sondern dass man sagt okay das habe ich als Alternative oder das Wahrscheinlichkeit auf dem Radar und dafür hab' ich mein Portfolio auch aufgesetzt.
00:35:38: Ich weiß ich kann Währungen absichern.
00:35:40: ihr habt bei Mischung im Dollar drinnen.
00:35:42: ich hab zum Beispiel Rohstoffe als Diversifikator in Portfoli drin.
00:35:46: Das könnt ihr dann zb helfen.
00:35:48: Also wie auch immer es ausgeht, besteht kein Anlass in Panik zu geraten aus Ihrer Sicht.
00:35:53: Ich glaube also das ist einem Maximum meines Lebens.
00:35:56: Plan schlägt Panik.
00:35:57: Gut ist wenn man die Risiken kennt, gut ist wenn sich überlegt was bedeutet und sich einen guten Plan ausearbeitet.
00:36:03: Schlecht ist immer wenn man in die Action dann überlegen muss was mache ich jetzt genau.
00:36:07: Meistens sind das keine besonders guten Entscheidungen meiner Erfahrungen nach und insofern glaube Es ist jetzt kein Zeitdruck, wenn man das in Ruhe mit ruhiger Hand sich durchkalkuliert und so aufbaut.
00:36:20: Kann man Risikmanagen?
00:36:21: Am Ende vom Tag geht es darum, dass wir hier Risik-Manage wollen.
00:36:24: Planen schlägt Panik.
00:36:25: Das gefällt mir sehr gut.
00:36:26: Das würde ich auch an manchen Entscheidungsträgern im internationalen Umfeld gerne empfehlen.
00:36:31: Also wenn ich Sie da zusammenfassend richtig interpretiere dann ist das wahrscheinlichste Szenario aus Ihrer Sicht, dass der Petrodollar nicht verschwindet aber seine Rolle sich verändert von einem exklusiven System zu einem herausgeforderten Punktokapitalmarkt und Portfolios.
00:36:48: Ich glaube, Sie haben gesagt, dass die strategische Priorität für die Akteure im Kapitalmarkt jetzt nicht in der Anticipation einer Dollar-Krise liegt.
00:36:57: Sondern das es darum geht, sich portfoliomäßig vorzubereiten und zu diversifizieren – und vor allem damit zu rechnen und darauf zu setzen, dass wir einfach in eine strukturell zunehmend multipulare Währungs- und Energiewelt einhergehen.
00:37:11: Ich möchte Ihnen zum Schluss noch ein zitater renommierten Politikanalystin Hiber Maik vom Institut of Palestine Islamabad mitgeben, wenn Sie es nicht schon kennen.
00:37:21: Der Iran-Krieg ist eine strategische Reaktion auf die zunehmende Annäherung des globalen Südens an China und die damit einhergehende Enddolarisierung.
00:37:30: für den USA geht es unabhängig von der Rhetorik diesmal allein darum dem Petrodollar zu
00:37:36: halten.".
00:37:36: Herr Lukas, ich danke Ihnen für das Gespräch.
00:37:38: Vielen
00:37:38: Dank für die Einladung und für das tolle Gespräch!
00:37:40: Danke sehr.
00:37:42: Das war der Presse-Podcast zum Thema Der Petrodollar über die ungewisse Zukunft eines globalen Machtsystems.
00:37:48: Vielen dank fürs Zuhören.
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