Betreuung zu Hause: Ein Pflegemodell in Gefahr

Shownotes

Rund 1,5 Millionen Menschen sind in Österreich unmittelbar vom Thema Pflege betroffen – entweder als Betreuungs- und Pflegebedürftige oder als pflegende Angehörige und professionelle Pflegepersonen.

Wo liegen die Schwerpunkte in der häuslichen Pflege und im stationären Bereich? Vor welchen Problemen stehen pflegende Angehörige und wie kann das Modell der 24-Stunden-Betreuung oder der stundenweisen Betreuung zu Hause Entlastung bringen? Mit welchen Kompetenzen sind Heimhilfen und Pflegefachkräfte ausgestattet? Und warum decken die aktuellen staatlichen finanziellen Unterstützungs- und Förderleistungen die wahren Kosten von pflegenden Privatpersonen nicht ab?

Im Presse-Tonstudio gibt Angelika Pozdena, Geschäftsführerin der cura domo 24-Stunden-Betreuung, einen Überblick über die Struktur der heimischen Betreuungs- und Pflegelandschaft und fordert dringliche politische Maßnahmen ein, um den drohenden Kollaps eines zunehmend prekären Systems zu verhindern.

Das Interview führt Christian Lenoble.

ZUR PERSON und ZUM UNTERNEHMEN Angelika Pozdena ist Unternehmerin und Vertreterin der Personenbetreuung in Österreich. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, Robert Pozdena, gründete sie vor 22 Jahren die cura domo 24-Stunden-Betreuung GmbH – eine Agentur, die sie und ihr Gatte zur größten ihres Bereichs in Österreich aufgebaut haben. Heute ist cura domo in allen Bundesländern mit einem flächendeckenden Netzwerk vertreten. Die Betreuungsteams bestehen aus Regionalleiter:innen und diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen (DGKPs), die Familien in ganz Österreich Betreuung im eigenen Zuhause ermöglichen. Über ihre unternehmerische Tätigkeit hinaus bringt sich Angelika Pozdena in die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für die Personenbetreuung ein. Als Funktionärin der Fachgruppe Personenbetreuung sowie als Vizepräsidentin des ÖBAP (Österreichische Bundesinteressensgemeinschaft für die Organisation von Personenbetreuung) setzt sie sich für die Interessen der Branche sowie der betreuten Familien ein. Zusätzlich wirkt sie in der Pflegeplattform mit, um nachhaltige Verbesserungen in der Pflegelandschaft zu gestalten.

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00:00:32: oder der stundenweisen Betreuung zu Hause in Glastung bringen.

00:00:36: Mit welchen Kompetenzen sind Heimhilfen und Pflegefachkräfte ausgestattet?

00:00:41: Und warum decken die aktuellen staatlichen finanziellen Unterstützungs- und Förderleistungen, die wahren Kosten von pflegenden Privatpersonen nicht ab?

00:00:50: Im Presse-Tonstudio gibt Angelika Potsdäner, Geschäftsführerin der Kuradomo-Firnzwanzigstundenbetreuung einen Überblick über die Struktur der heimischen Betreuungs- und Pflegelandschaft.

00:01:01: Und fordert dringliche politische Maßnahmen ein um den drohenden Kollaps eines zunehmend prekären Systems zu verhindern.

00:01:09: Das Interview führt Christian Lenobl.

00:01:13: Mehr als fünfhunderttausend Menschen benötigen Österreich alters- und krankheitsbedingt Betreuung und Pflege.

00:01:20: Mehr als eine Million Personen, das sind sowohl Angehörige aus dem privaten Umfeld also auch professionelle Hauptpflegepersonen gemeint, sind in der Pflege und Betreuung involviert.

00:01:30: Das Thema Pflege betrifft also ganz konkret und direkt wie indirekt bereits heute rund einen von sieben in Österreich lebenden Menschen.

00:01:39: Die Tendenz ist stark steigend aufgrund der demografischen Entwicklung hin zu einer alterten Gesellschaft.

00:01:45: Rund um dieses Thema ranken sich demnach zahlreiche, sehr wichtige Fragen.

00:01:50: Welche Betreuungsformen gibt es hierzulande überhaupt?

00:01:53: Welche Bedeutung kommt dabei insbesondere der vierundzwanzig Stundenbetreuung oder auch der stundenweisen Betreuung zu Hause zu?

00:02:01: und wie sieht das mit der Unterstützung seitens des Staates aus wenn es darum geht dem Wunsch der Mehrzahl an betroffenen Pflegebedürftigen zu entsprechen in vertrauter Umgebung in den eigenen vier Wänden verbleiben zu können?

00:02:14: Antworten auf diese und auf weitere Fragen soll der heutige Podcast liefern.

00:02:18: Ich darf dazu sehr herzlich im Präsentonstudio Angelika Pozdena begrüßen, sie ist Geschäftsführerin von KURA DOMO-Virundzwanzig Stunden Betreuung.

00:02:26: Schön, dass Sie da sind!

00:02:28: Herzlichen Dank!

00:02:29: Frau Poznena.

00:02:30: für Menschen die Betreuungen und Pflege benötigen gibt es in Österreich grundsätzlich eine Struktur.

00:02:35: zwischen heißlicher Pflege und stationären Angeboten unterscheidet.

00:02:40: Es gibt auch Zwischen- und Mischformen.

00:02:42: Können Sie uns einweitend mal einen Überblick über die Betreuungs- und Pflegelandschaft in Österreich geben, wie das System aufgebaut ist?

00:02:49: Also sehr gerne noch einmal Danke für die Einladung!

00:02:52: Grundsätzlich beginnt es ja meist so dass man merkt, man schafft nicht mehr alles alleine.

00:02:57: Meistens mit so Kleinigkeiten, wie komme ich jetzt allein zum Arzt?

00:03:02: Schaffe ich vielleicht nicht mehr so ganz, brauche Unterstützung.

00:03:05: Oder aber wer erledigt mir die Einkäufe?

00:03:07: Auch hier braucht man vielleicht Unterstützung.

00:03:09: Wer putzt mir mal meine Wohnung ordentlich durch?

00:03:12: beziehungsweise wie mache ich das mit dem Essen?

00:03:14: und da gibt es ganz, ganz tolle Angebote, die hier eine Unterstützung bringen.

00:03:18: Das sind die sogenannten mobilen Dienste.

00:03:20: Da gibt es unterschiedliche Anbieter Österreich weit, die ja unterwegs sind, die einfach auf Stundenbasis oder Halbstund Basis unterwegs sind und genau diese Dienstleistungen bringen können.

00:03:32: Das ist mal der Einstieg in das Thema, wenn man merkt so ganz alleine schafft man es nicht und vielleicht sind Kinder Angehörige nicht gerade um die Ecke,

00:03:40: d.h.,

00:03:40: man braucht wirklich eine zusätzliche Leistung.

00:03:43: Das ist einmal der Start.

00:03:45: Dann ist das oft so, dass man merkt Opa-La.

00:03:47: Es geht vielleicht nicht mehr nur ums Essen abbringen, es geht nicht mehr darum, dass ich Unterstützung für meinen Arztbesuch benötige.

00:03:55: Man benötigt vielleicht auch Unterstützung bei der Morgenhygiene und der Abendhygene.

00:03:59: Auch da haben dann die einzelnen mobilen Dienste die Möglichkeit ihre Leistung nach oben zu fahren – sofern!

00:04:06: wichtiger Punkt.

00:04:08: Sofern der jeweilige mobiler Dienst in ihrer Umgebung, in ihrem Heimatort auch wirklich die notwendigen Kapazitäten hat – das ist seit Corona leider nicht mehr immer und überall der Fall.

00:04:19: Die mobilen Dienste kämpfen generell sehr um Personal und haben hier wirklich Personalengpässe und

00:04:26: Kapazitätsprobleme.".

00:04:28: Dann steht man als Familie, als Angehöriger gemeinsam mit der pflegebedürftigen, betreuungsbedürftigem Person oft vor dem Thema wie soll es jetzt weitergehen.

00:04:39: Und da gibt's nun die Möglichkeit das man sagt gut entweder die Familie selbst involviert sich mehr in das Thema sprich man kommt zu den Punkt des pflegenden Angehöhrigen und dann muss ich sagen dass ist in Österreich wirklich ganz fantastisch.

00:04:55: Also über achtzig Prozent aller zu betreuenden Personen werden zu Hause von ihren Angehörigen betreut und gepflegt.

00:05:03: Das ist Österreich wirklich, hat hier eine Sonderstellung eingenommen das so ein hoher Prozentsatz der Kinder, der Schwiegerkinder nicht neffen wer auch immer diese Form der Betreuung oder Pflege übernimmt Und meistens sind es auch Frauen eher Frauen, Lebenspartnerinnen die im zarten Alter von achtzig fünf und achtzig dann nochmal diese Rolle übernehmen.

00:05:28: Und hier in die Betreuung einsteigen also wirklich gut ab was hier in Österreich geleistet wird.

00:05:35: auf der anderen Seite kannst du natürlich oft sein dass es eben niemanden gibt der das übernehmen kann.

00:05:40: Was passiert schon nun?

00:05:41: In so einer Situation?

00:05:43: da gibts grundsätzlich zwei große Varianten.

00:05:46: Die eine Form ist, dass man sagt gut es ist nur eine leichte Form der Betreuung notwendig.

00:05:51: da gibt es dann die Formen des betreuten Wohnens oder des betreubaren Wohnens setzt aber voraus das die Person selbst noch sehr eigenständig ist sich selbst um ihr Essen kümmern kann sich selbst auch noch versorgen kann sprich die Hygieneleistungen selbst erbringen kann etc.

00:06:10: Aber es ist jemand da im Fall des Walles, das ist die eine Seite.

00:06:15: Die andere Seite ist nun mal das klassische der stationäre Bereich, das Pflegeheim.

00:06:21: auch das ist bekannt.

00:06:22: wir haben aktuell in Österreich rund sixundneinzig tausend Personen, die im Pflegeheimen untergebracht sind.

00:06:30: Derjenige, der sagt dass möchte ich nicht.

00:06:34: Ich möchte gerne zu Hause gewohnten Umfeld bleiben, in meinem gewohnten Bereich blerben, indem ich schon die letzten dreißig, vierzig, fünfzig Jahre verbracht habe.

00:06:44: Und – ich sage es jetzt an dieser Stelle ganz bewusst schon mal – Ich kann es mir auch leisten?

00:06:49: Der bleibt zu Hause und holt sich die Unterstützung einer Vierundzwanzigstunden Seniorenbetreuerin.

00:06:56: Korrekt müsste man sagen eine Personen-Betreuererin!

00:07:00: Und das sind aktuell in Österreich ca.

00:07:02: Dreißigtausend Personen die sich diesen, ich sage es jetzt einmal ein bisschen überspitzt, besonderen Luxusgönnen zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können und den Alltag gemeinsam mit einer Personanbetreuerin meistern und leben können.

00:07:21: Wenn ich Ihre Zahlen zusammenfasse und aufgrund auch von eigenen Recherchen, dann kommen wir so auf rund zwanzig Prozent der Pflegebedürftigen in stationären Einrichtungen versorgt werden.

00:07:32: Von die Sie jetzt gelernt haben.

00:07:34: Und rund achtzig oder etwas mehr als achtzig Prozent, die zu Hause gepflegt werden eben von ihren eigenen Angehörigen bzw.

00:07:42: auch mit der Unterstützung mobiler Dienste.

00:07:45: Das laut Studien entspricht übrigens auch dem Wunsch der Mehrzahl an betroffenen Pflegelbedürftigens.

00:07:50: Also sie möchten auch in ihren eigenen vier Wänden bleiben.

00:07:54: Gleichzeitig stellt das aber die Angehörigen vor eine enorme Belastung, Sie haben es schon angesprochen, sind überwiegend Frauen und dann auch teilweise Frauen nicht mehr im zartesten Alter sondern schon ältere Semester.

00:08:07: Das ist seelisch zeitlich und finanziell eine enorme belastung Und hier setzt das Modell der vierundzwanzig Stundenbetreuung an wenn ich das richtig verstanden habe.

00:08:18: Können Sie uns das noch im Detail erläutern?

00:08:21: Sprich, wo bestehen die Herausforderungen dieses Systems auch.

00:08:25: Aber was ist genau damit gemeint mit der vierundzwanzigstunden Betreuung?

00:08:29: Also vierund zwanzig Stundenbetreuung oder generell Betreuungszuhause bedeutet dass einfach eine man muss ganz bewusst sagen eine fremde Person sprich eine Personenbetreuerin nach Hause kommt hier auch lebt und wohn spricht auch ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt werden muss Und hier einfach der zu betreuerenden Person die Möglichkeit gibt, dass man kocht, wäscht, putzt.

00:08:54: Also sprich die allgemeinen Haushaltsleistungen übernimmt aber auch allgemeine Gesellschaftsfunktionen übernmt wie das man gemeinsam spazieren geht.

00:09:03: Dass man gemeinsam den Arzt besucht.

00:09:06: Das man hier vielleicht auch gemeinsam im Vorfeld unter Anleitungen des Physiotherapeutens Übungen macht.

00:09:15: Kartenspiele, Rätsel löst Musik hört.

00:09:18: Also das ist sehr unterschiedlich noch was einfach die jeweilig zu betreuende Person gerne hat wie sie ihr Leben früher verbracht hat.

00:09:26: wir haben Damen und Herren die leidenschaftlich gerne noch selbst musizieren.

00:09:31: da wird natürlich versucht jemanden zu finden der auch ein Gefühl für Musik hat oder vielleicht selbst ein Musikinstrument spielt.

00:09:39: Das ist die eine sehr positive Seite.

00:09:41: Auf der anderen Seite stellen wir leider in den vergangenen Jahren fest, dass wir immer stärker aus der Betreuung raus.

00:09:49: in die Pflege oder im Pflegenahetätigkeiten angesiedelt werden, weil einfach die Situation wirklich prekär geworden ist.

00:09:58: In Österreich sprich es geht nicht mehr nur um Unterstützungsleistung beim Duschen, beim Haarewaschen, bei dem Anziehen – ich sage Kompressionsstrümpfe anziehen

00:10:07: etc.,

00:10:08: sondern es geht natürlich oft schon viel, viel mehr in einem Bereich wo Pflege übernommen wird, weil das einfach notwendig ist weil die zu betreuerende Person entweder in keinem Pflegeheim möchte oder es schlichtweg auch keine Plätze gibt.

00:10:24: Das ist nämlich der nächste Punkt und da ist mir schon wichtig darauf hinzuweisen, Pflegeheimbetreuung zu Hause für den Stundenbetreuungen sind keineswegs sich zwei konkurrierender Systeme – ganz und gar nicht!

00:10:37: Beide Systeme haben ihre absolute Berechtigung und beide Systeme werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, ich sage nur, gnaden uns wenn all die Babyboomer mal betreuungsbedürftig werden.

00:10:50: Nicht nur Ihre Berechtigungen sondern sie müssen wirklich schauen dass Sie auch nur ansatzmäßig dem Bedarf decken können.

00:10:58: das heißt beides Systemes sind notwendig.

00:11:01: beides systemes sind absolut wichtig um einigermaßen gutes Leben im Alter Gewehr leisten zu können und das ist eigentlich die Herausforderung, vor der wir stehen.

00:11:12: Ich möchte noch kurz bei den vierundzwanzig Stunden Betreuung bleiben.

00:11:15: Sie haben angesprochen welche Leistungen erbracht werden also Haushaltsleistungen gesellschaftliche soziale Leistungen und dass es zunehmend in den Bereich der Pflege geht.

00:11:25: da stellt sich für mich die Frage wie sind denn die gesetzlichen Regelungen?

00:11:29: Also was darf denn eine Betreuungsperson tun beziehungsweise was darf sie nicht tun wenn sie in dem Bereich der ärztlichen Leistung geht zum Beispiel?

00:11:37: Und selbst wenn sie das darf, ist sie dafür auch kompetent genug.

00:11:40: Das heißt, wie gibt es welche Regelungen?

00:11:43: Welche Einschränkungen gibt es, wäre sozusagen die erste Frage und wie sieht's mit der Ausbildung dieser Personen aus damit man ihnen auch zutrauen kann was sie hier alles zu tun haben.

00:11:52: Okay ich starte mal kurz mit einer Ausbildung.

00:11:55: Man muss ganz klar sagen wir sprechen von der Betreuung da auch ganz klar die Grenze zwischen Betreuungs- und Pfleger In der Betreuung, die Damen und Herren aus den unterschiedlichen Herkunftsländern wie Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Polen, Kroatien kommen.

00:12:14: Das sind alles Damen und Herrn, die in ihren Heimatländern zumeist die Ausbildung zu einer Heimhilfe absolviert haben – das heißt sehr niederschwellig!

00:12:23: Einige von ihnen haben sehr wohl die Ausbildung zu einer Pflegefachkraft oder auch zu einer diplomierten Fachkraft im Heimatland gemacht, sind hier in Österreich aber kaum bis gar nicht nostrifiziert.

00:12:35: Ist also nicht anerkannt?

00:12:36: Wenn jemand wo auch immer Rumänien eine Ausbildung als diplomierte Pflegekraft hat heißt es nicht automatisch dass das in Österreich anerkommt?

00:12:44: Ganz

00:12:44: genau!

00:12:44: Das wird in Österreich zu neunundneinzig Komma fünf Prozent.

00:12:47: ist es nicht anerkannt denn wenn sich die Dame nostrifizieren hat lassen dann arbeitet sie zumeist in einem angestellten Verhältnis, in einem Pflegeheim oder in einem anderen stationären Bereich.

00:13:00: Das heißt die sind nicht den Österreich nostrifiziert.

00:13:02: Sie haben zu meist die Basisausbildung einer Heimhilfe und genau diese Tätigkeiten können sie auch verrichten.

00:13:09: das heisst immer Unterstützungsleistungen.

00:13:12: Warum können wir trotzdem Pflegeleistungen anbieten, das geht nur deswegen weil sehr vieles mittlerweile delegiert wird und wir gemeinsam mit der Fachpflege bei unseren Kunden unterwegs sind.

00:13:25: Das heißt es gibt die sogenannte Delegation von medizinischen Leistungen wie beispielsweise dass Dispensieren der Medikamente – das muss letztendlich der Hausarzt delegieren.

00:13:36: oder aber auch wir arbeiten beispielsweise sehr oft mit Wundmanagement zusammen.

00:13:42: Das heißt, dass für die Versorgung von offenen Wunden im Schwachschaggon vor einem Dekupitus – auch hier ist es Fachpflege im Hintergrund stetig da kommt eine Wund-Managerin nach Hause oder es kommt Fachpflegepersonal das hier diese Wunden versorgt.

00:13:57: Das dürfen vier und zwanzig Stunden Betreuungskräfte nicht!

00:14:02: Wenn ich Sie richtig verstehen, nur eine kurze Nachfrage.

00:14:05: Die Heimhilfe oder die Betreuungskraft sozusagen jetzt keine diplomierte Pflegekraft ist, die ist vierundzwanzig Stunden vor Ort.

00:14:12: und wenn sie einen Bedarf sieht oder weiß ihre Kompetenzen werden hier überschritten, hier gilt es eine Leistung zu erbringen, die sie nicht erbringen kann oder darf dann ruft sie sozusagen an eine Fachkraft, eine Pflegefahrkraft zur Hilfe ein Unternehmen wieder irgendwie gestellt wird.

00:14:28: Ist das korrekt?

00:14:28: Ja,

00:14:29: da muss ich noch mal nachhaken.

00:14:30: Das ist nicht ganz so wichtig.

00:14:32: in dem Zusammenhang ist natürlich dass es Agenturen gibt und da hacke ich jetzt schon einmal die Zertifiziertzeit die das ÖQZ führen eine ÖQz als Österreichisches Qualitätszertifikat in der Personenbetreuung tragen.

00:14:46: Da ist immer die Familie von einer Fachpflege, also sprich für eine österreichischen diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekraft begleitet.

00:14:57: Und diese Dame stellt fest – Ups!

00:15:00: Wir haben eine Betreuung, sprich eine Pflegessituation, die eine Betreunkraft alleine nicht bewerkstelligen kann bzw.

00:15:09: darf – und jetzt holt man sich dann zusätzlich über eine Delegation, eine Fachpflege ins Boot.

00:15:16: Wichtig dass sie das betonen weil die Heimhilfe hätte ja gar nichts die Ausbildung dafür um den Bedarf überhaupt feststellen zu können.

00:15:22: Genau

00:15:23: reagieren zu können sprechen und reagieren ganz genau.

00:15:26: Das heißt Betreuung Zuhause ist absolut wichtig unabdingbar ein ganz ein wichtiger Pfeiler in der österreichischen Betreuungs- und Pflegelandschaft geht aber nur meiner Meinung nach und diese Meinung teilen viele meiner Kolleginnen und Kollegen Hand in Hand mit der Fachpflege.

00:15:45: Das hier von der Fachpflegenseite, sprich von einer österreichischen DGKB nochmals auf die Betreuungs- und Pflegesituation zu Hause ein Auge geworfen wird und ihr auch dann ganz bewusst sagt Ja!

00:15:58: Diese Leistung kann die Betreuungskraft unterbringen sie wird von mir eingewiesen, sie wird vor mir eingeschult Sie wird von mehr angeleitet.

00:16:07: Diese Leistung, nein dafür benötigen wir jetzt eine fachliche Kompetenz.

00:16:11: Eine Wundmanagerin, die kommt.

00:16:13: in diesem Bereich brauche ich vielleicht einen Ergoterapäuten der kommt und so weiter.

00:16:17: das ist einfach die Möglichkeit wie man Betreuung zu Hause auch wirklich kompetent und vor allem im Sinne dazu betreuerenden Personen auf einem hohen Niveau erbringen kann.

00:16:27: Das

00:16:27: ist also ganz klar geregelt?

00:16:29: Genau sollte es sein!

00:16:30: Das heißt wenn man sich für eine entsprechende Agentur den ÖKZ-Zertifikat trägt entschieden hat.

00:16:36: Jetzt gibt es nicht nur die vierundzwanzig Stundenbetreuung, sondern in neuen Wien auch die stundenweise Betreuung zu Hause.

00:16:43: Wie funktioniert dieses Modell?

00:16:44: Für wen ist das geeignet und mit welchen Kosten hat man hier zu rechnen?

00:16:48: vergleichsweise?

00:16:50: Stundenbetreuungen wie der Name schon sagt – hier kann man sich stundenweisen für zwei Stunden drei Stunden vier Stunden jemandem nachhause holen, der eben genau diese Dienste erbringt eigentlich früher sehr oft von den mobilen Dienstern erbracht worden sind, die aber leider die Kapazitäten nicht mehr haben.

00:17:07: Man kann hier – bei uns ist es jetzt heißt das Cura Domo Flex, sieht man auf unserer Homepage, kann man jederzeit sich das anschauen für thirty-fünf Euro die Stunde bzw.

00:17:18: wir haben ein spezielles Angebot aktuell für drei Stunden bekommt man eine vierte Stunde gratis, sich jemanden organisieren der nach Hause kommt zu der betreuenden Person und beispielsweise die Einkäufe macht oder für zwei Stunden einfach mal Gesellschaft leistet bzw.

00:17:36: mit der Person zum Arzt geht wen es die Angehörigen selbst nicht schaffen Wirklich auf stundenbasis.

00:17:43: Habe ich es richtig verstanden, dass das eine Antwort auf die Marktsituation ist?

00:17:46: Dass die mobilen Dienste sozusagen dermaßen überfordert sind?

00:17:49: Dass eben Unternehmern widersieren und wahrscheinlich andere auch diese zusätzliche Leistung... anbieten?

00:17:55: Ganz genau, das war einfach eine sehr starke Anfrage seitens der Kunden.

00:18:00: Eine sehr starche Nachfrage am Markt.

00:18:02: Wir bieten es aktuell in Wien an weil es natürlich die Möglichkeit geben muss dass die Personenbetreuerin schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B kommen kann um hier diese Betreuungsleistung anzubieten und hier wird da mit der Familie selbst besprochen.

00:18:17: Das macht man bei uns online Man bucht das ganz einfach über ein Tool.

00:18:21: Online kann man im Vorfeld schon festlegen sollte eher Thema sein, Gesellschaft leisten sollte es sein.

00:18:26: Gemeinsam zum Arzt gehen sollte es einfach auch nur mal die Wohnung durchzuputzen für vier Stunden dass man wirklich eine Grundreinigung macht wenn es die zu betreuende Person vielleicht selbst jetzt nicht mehr schafft.

00:18:37: Das heißt, der Kontakt ist niedrischwellig organisiert.

00:18:39: Auch um eventuelle Schadenprobleme die vielleicht in diesem Zusammenhang auch aufkommen zum Gehen?

00:18:46: Ganz genau!

00:18:46: Wir bieten aber auch wenn man möchte die Dienstleistung über eine Diplomierte an – auch das ist möglich dass eine diplomierte Fachkraft vorbei fährt, um sich einfach mal die Situation ganz offen und ehrlich vor Ort anzusehen ob man nicht vielleicht mehr an Unterstützungsleistungen benötigt.

00:19:03: Jetzt ist Pflegebedürftigkeit nicht gleich pflegebedüftig.

00:19:06: Da gibt es sehr unterschiedliche Gräde, die dann auch sozusagen per Gesetz definiert sind für die unterschiedlichen Stufen des Pflegegelds und insofern gibt's besondere Betreuungsformen auch, die auf ganz spezielle Fälle eingehen.

00:19:18: Dann möchte ich gerne zwei herausgreifen zum mich auch persönlich interessiert.

00:19:21: das eine sind die Demenzpatientinnen und Patienten und das andere betrifft den palliativen Bereich.

00:19:27: Das sind ja jetzt wirklich Sie haben schon einen Eingang angesprochen, manchmal geht es tatsächlich um Personen die nur leichte Hilfen brauchen.

00:19:35: Aber wir sprechen jetzt von zwei besonderen Situationen wo wirklich sehr massiv Unterstützung gefordert ist und wahrscheinlich auch eine ganz spezielle.

00:19:44: Vielleicht können sie uns die zwei Bereiche Demenz-Patienten und palliativen Bereich ein bisschen näher bringen was es da für Unterstützungsmöglichkeiten gibt?

00:19:51: Also gerade das Thema Demenz ist ja eine Erkrankungsform, die uns ja massiv begleitet die ja bis dato noch nicht wirklich heilbar ist.

00:20:00: Es gibt die unterschiedlichsten Untersuchungen, die unterschiedlichen Ansätze dafür.

00:20:05: Faktum ist dass wir derzeit in Österreich von ca.

00:20:07: hundertfünfzig-bishundertsiebzigtausend Menschen spricht, die unter einer demenziellen Erkrankung leiden.

00:20:19: Zukunftsprognosen, wie das weitergehen wird sind wirklich dramatisch und traurig.

00:20:23: Das heißt es ist einer der Erkrankungen die galubierend zunehmend wird.

00:20:28: vor allem galubieren zunimmt einfach aufgrund der demografischen Entwicklung.

00:20:32: je älter man wird und wir haben natürlich mittlerweile ein wunderschönes Durchschnittsalter erreicht umso größer ist die Gefahr dass eine dimensionelle Erkränkung ausbricht beziehungsweise fortschreitet.

00:20:45: Eine Demänzerkrankung ist vor allem für Angehörige extremst belastend, extremst herausfordernd.

00:20:52: Weil die Person – Mutter, Vater und Großeltern sich von ihrer Persönlichkeit im Laufe der Zeit immer mehr verändern.

00:21:01: Und das ist sehr, sehr belastende und schwierig!

00:21:04: Unsere Damen und Herren in diesem Bereich arbeiten, haben extreme Erfahrungswerte, haben sehr große Erfahrungen in dem Bereich, menschpatienten gearbeitet und haben auch, ich sage jetzt mal die notwendige Möglichkeit sich auch emotional abzugrenzen im Gegensatz zu den Angehörigen.

00:21:25: Kinder sind oft sehr gefordert wenn sie plötzlich beschuldigt werden etwas weggenommen zu haben einen Ring eine Kette was auch immer gestohlen zu haben oder was auch Immer getan so haben.

00:21:39: Ist das jetzt aber jemand, der von außen dazukommt mit einer entsprechenden Erfahrung?

00:21:43: Kann er dann auch mit diesen Demenzpatienten entsprechend umgehen.

00:21:47: Das ist ein großer Mehrwert für die Angehörigen, ein großer mehr Wert für die zu betreuernden Personen hier mit jemandem zusammenleben zu können, der einfach den entsprechenden Fingerspitzengefühl hat und die entsprechende Empathie hat, um hier den Alltag nach wie vor zu Hause gewährleisten zu können.

00:22:06: Sind

00:22:07: diese Fachkräfte so spezialisiert, dass sie dann auch nur noch in Demenzfällen eingesetzt werden?

00:22:12: Ganz genau, ganz genau!

00:22:13: Das sind wirklich Damen und Herren die sich darauf spezialisiert haben, die auch wirklich die entsprechende Erfahrung haben mit so einer Nonchalance und eine Ruhe bewerkstelligen können.

00:22:26: Und es ist uns auch wichtig, dass Damen und Herren uns daran immer ganz bewusst sagen nein ich möchte mit keinem Demenzpatienten arbeiten weil es wirklich so herausfordernd ist.

00:22:38: Stichwort Herausforderung.

00:22:40: kommen wir zum palliativen Bereich.

00:22:42: da ist die Herausforderung vielleicht noch größer ohne das relativieren zu wollen.

00:22:48: Ist es auch hier so, dass Personen zum Einsatz kommen, die ganz speziell in diesem Bereich sehr viel an Erfahrung mitbringen?

00:22:54: Ganz genau.

00:22:55: Auch hier ist es uns wichtig, dass sich Betreuerinnen und Betreurer ganz bewusst dazu entscheiden, Palliativpatienten zu Hause begleiten zu wollen und auch begleitend zu können.

00:23:08: Bei uns ist das auch so, dass er dann sehr engmaschig mit einer unserer DGKBs – also sprich diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen abgewickelt wird, was einfach wichtig ist zu wissen.

00:23:19: Da ist jemand im Hintergrund.

00:23:21: darüber hinaus gibt es auch sehr oft die Möglichkeiten da sowieso ein Palliativteam.

00:23:25: Es gibt mobile Palliativteams, die dann auch noch einmal dabei sind und hier diese besondere Phase unterstützen Denn weder die Familie darf in dieser besonderen Phase allein gelassen werden Noch eine Personenbetreuerin.

00:23:41: Wichtig ist wirklich dass hier ein gesamtes Team Die Familie stützt, aber vor allem die zu Betreuung der Personen in dieser besonderen Lebensphase stütz und schützt.

00:23:53: Sie haben vorhin gesagt dass dieses Pflegepersonal vor allem sich selbst entscheiden muss oder klar zum Ausdruck bringen soll ob sie zum Beispiel im Demenzbereich oder palliativen Bereich eingesetzt werden.

00:24:04: logischerweise meine Frage gibt es dann auch für jene, die das schon vorab wissen in welchem Bereich sie arbeiten wollen spezielle Ausbildungsformen.

00:24:12: Kann man sich jetzt speziell für den palliativen Bereich qualifizieren?

00:24:16: Ja also wir bieten für unsere Betreuungskräfte, die in diesem Bereich arbeiten wollen Kurse an gemeinsam mit unseren diplomierten Fachkräften, damit sie einfach wirklich wissen was alles passieren kann wie die Situation sich entwickeln kann wenn man bei einem Demenzpatienten ist bzw.

00:24:36: wenn man einen Palliativpatienten begleitet.

00:24:38: das ist ganz wichtig.

00:24:39: es ist auch immer wieder das Thema dass meine Form der Supervision hat sprich dass er sich hier mit unserem Fachpersonal austauschen kann um einfach Feedback zu bekommen.

00:24:49: habe ich hier richtig gehandelt, was hätte ich sonst noch tun können?

00:24:52: Denn die Situation ist individuell.

00:24:54: Das kann man nicht nach Schema F abarbeiten.

00:24:58: Jede Demenzsituation, jede Paläativ-Situation ist so besonders und so einzigartig wie die Person selbst, die sich aktuell in dieser Lebensfahrzeit befindet.

00:25:08: Und je mehr Input man da kommt, je mehr man sich austauschen kann umso besser dass man dann mit dieser Situation umgehen kann.

00:25:15: Schwer ist das auf alle Fälle!

00:25:19: Gerne auch noch auf den monetären Aspekt vom ganzen Thema zu sprechen kommen und zwar vielleicht einleitend über das Thema der Krankenhausnachversorgung.

00:25:28: Das hat auch einen sehr starken ökonomischen Aspekt, also Spitäler sind in unserem Gesundheitssystem die kostspieligste Einrichtung.

00:25:37: Die Belegstage werden logischerweise so kurz wie möglich gehalten.

00:25:41: Das führt aber auch dazu, dass Menschen teilweise frühzeitig entlassen und in einer Situation entlassen werden oder die Gefahr besteht, dass sie mit mangelsordentlicher Unterstützung wieder relativ schnell ins Spistalsystem reintegriert werden.

00:25:54: Drehkreuzeffekt?

00:25:56: Wie nennt man das?

00:25:57: Drehtür!

00:26:00: So kann man sich das auch sehr billig vorstellen.

00:26:03: Meine Frage an Sie.

00:26:03: Welche Modelle können denn genau dem vorbeugen, dass das nicht passiert?

00:26:08: Das heißt welche Modelle helfen dabei, dass Betroffene gerade in den ersten Wochen nach der Entlassung aus dem Spital so betreut werden, dass sie in den Alltag so schnell wie möglich zurückfinden und die Gefahr minimiert wird, dass sich gleich wieder im Spital landen?

00:26:22: Genau!

00:26:23: Also der Klassiker ist leider in einem gewissen Alter sehr oft auf den Oberschenkelhalsbruch, sprich Vater und Mutter waren eigentlich bis zu diesem Zeitpunkt noch recht aktiv.

00:26:32: Völlig selbstständig aktiv.

00:26:34: Plötzlich ist der Oberschankelhallsbruch warum auch immer passiert?

00:26:38: Man ist im Spital gelandet und alle wirklich alle und vor allem die Kinder sind völlig perplex wie rasch mittlerweile eine Entlassung erfolgt.

00:26:46: so jetzt hat man ein Vater die Mutter plötzlich mit Krücken oder mit Rollstuhl zu Hause in der Wohnung wiedergefunden.

00:26:52: und was macht man jetzt?

00:26:54: Das heißt entweder man nimmt sich selbst Urlaub, pflegeurlaub die Möglichkeit gibt es ja.

00:26:58: Und unterstützt hier beziehungsweise wenn die Person jetzt alleine bleibt ist das die schlechteste Variante von allen.

00:27:06: wir bieten dafür für eine Woche zwei Wochen bis zur drei wochen den sogenannten Krankenhausnachversorgung an.

00:27:12: sprich hier gehen Damen bzw Herren für genau diese Zeit rein als Unterstützung in dem privaten Bereich und unterhelfen, in dieser Phase einfach den gesamten Tagesablauf zu regeln.

00:27:28: Zu unterstützen bei der Hygiene, beim Kochen, beim Waschen, Beim Putzen oder beim

00:27:32: Einkaufen.

00:27:33: Und in dieser Zeit, in diesen zwei bis vier Wochen kann man wunderschön als Familie entscheiden!

00:27:39: Funktioniert es wieder soweit, dass Mama bzw.

00:27:42: Papa es allein schafft?

00:27:44: Brauchen wir vielleicht einen mobilen Dienst?

00:27:47: In dieser Zeit hat man es auch geschafft, dass der mobile Dienst dann wieder vorbeikommt für einmal am Tag.

00:27:53: oder aber brauchen wir vielleicht mehr an Unterstützung für die nächsten Monate?

00:27:58: Aber zumindest hat man das Familie einfach mal die Möglichkeit in Ruhe zu überlegen Wie soll es denn in Zukunft aussehen?

00:28:06: Und das wird auch oft sehr gerne angenommen von der zu betreuernden Person, weil sie sagt jetzt bin ich wirklich mal da nieder.

00:28:12: Jetzt liege ich wirklich im Bett-Sitz im Rollstuhl.

00:28:15: In dieser besonderen Phase brauche ich Unterstützung und ich hoffe dass sich dann wieder auf die Beine kommt – im wahrsten Sinne des Wortes!

00:28:23: Das ist zu hoffen.

00:28:25: Der monetäre Aspekt, der mit dem ganzen Mitschwingt – weil wir ja schon gesagt haben im Spital eine teure Einrichtung – betrifft natürlich in erster Linie die Pflegeangehörigen.

00:28:35: Die werden vom Staat unterstützt.

00:28:38: Es gibt da Pflegegelde, es gibt zusätzliche Förderungen und es gibt einen angehörigem Bonus oder ein pflegekarenz Geld für Berufstätige auch Angebote von Urlaubs- oder Ersatzpflege.

00:28:49: Faktum ist aber auch dass, wenn immer man fragt die Warnkosten damit nicht abgedeckt sind.

00:28:56: Wie sehen Sie die Aufgabe des Staates in dieser Situation und wie betrachten sie oder beurteilen Sie momentan, wie die Pflegegeldregelung aussieht?

00:29:06: Also die Pflege-Geldregelungen ist an und für sich gut.

00:29:13: seit einigen Jahren Inflationsangepasst und zwar automatisch Inflation angepasst.

00:29:18: Das ist gut, das ist wichtig.

00:29:21: Es gibt die Förderung

00:29:23: für

00:29:24: betreuerende Angehörige also sprich für pflegende Angehörige den sogenannten angehörigen Bonus.

00:29:30: der liegt aktuell bei ja hundertvierunddreißig Euro im Monat.

00:29:36: damit kommt man nicht durch.

00:29:38: das ist ein super tolles Einkommen dass man hier hat.

00:29:41: Ja das ist die eine Sache.

00:29:42: Die andere Sache ist, wenn man zu Hause betreut werden möchte.

00:29:47: Gibt es eine Förderung seitens des Staates?

00:29:49: Seit erstes September XXIII sind das die Achthundert Euro, die jeder bekommt der Zuhause betreuten wird unter der Voraussetzung dass das Minimum Pflegerstufe Drei ist.

00:30:01: und und das ist aktuell ein Knususknacksus.

00:30:04: Die Einkommensgrenze darf nicht höher als zweitausend Fünfhundert Euro netter sein.

00:30:09: Also sprich, die Pension darf nicht höher als zweitausendfünfhundert Euro netto sein.

00:30:14: Das wurde bereits im Jahre zweitausend sieben festgelegt.

00:30:19: Im Jahr zwei tausend Sieben war das schon eine ganz schöne Netto-Pension, die jemand hatte und es war nachvollziehbar dass man gesagt hat okay mit einer Pension von zweitauzentfünfundott Euro nette wirst du nicht mehr zusätzlich vom Staat gefördert?

00:30:33: Leider ist man seit zweitaussend sieb knapp Zeit Zwanzig Jahren auf diesem Betrag stehen geblieben.

00:30:39: Es gab keinerlei Anpassung, kein inflationsbedingte Anpassungen an die aktuelle tatsächliche Situation.

00:30:47: Das heißt wir werden jetzt irgendwo bei viertausend einhundert Euro Netto-Pensionen und das ist wirklich eine Sache, dass viele, viele Personen einfach durch den Förderrost fallen, die sehr gerne zu Hause bleiben möchten, die sehr gerne diese Unterstützung zu Hause in Anspruch nehmen möchten.

00:31:05: Und natürlich – das muss man auch ganz ehrlich sagen – Betreuung Zuhause ist eine private Leistung.

00:31:12: der Staat zahlt aktuell diese achthundert Euro und nicht mehr.

00:31:16: Und darüber hinaus wenn jemand eine höhere Pension hat so es gibt dann zwar eine kleine Abstufung bei zwei tausend sieben hundert zweitausend achthund oder irgendwo bei dreitausend euro ist dann vorbei.

00:31:26: ja da gibt's gar keine Förderung mehr muss diejenige, Person beziehungsweise die Angehörigen, die Kosten selbst und privat stemmern.

00:31:35: Und das ist ein riesen Thema wenn ich einerseits weiß dass die Pflegeheime heillos überlaufen sind Pflegepersonalmange leiden, sodass sogar Abteilungen und Betten gesperrt werden müssen.

00:31:50: Weil man zu wenig Pflegepersonale hat auf der einen Seite und auf der anderen Seite die teuerste Form der Betreuung überhaupt darstellen habe ich auf der Anderen Seite die private Form der betreuung nämlich die Betreuungshause die immer mehr zu einer auch seine Privatleistung wird weil hier das Staat nicht mehr entsprechend unterstützen kann.

00:32:12: möchte Willi, wie auch immer das man jetzt sehen möchte.

00:32:16: Wir sind in Ihrer Sicht die notwendigen Rahmenbedingungen oder Forderung mit all dem was Sie jetzt genannt haben um sicherzustellen dass die Betreuung zu Hause ja auch noch in zehn Jahren oder in zwanzig Jahren wo das Problem wesentlich akuter noch sein wird aufgrund der demografischen Entwicklung sichergestellt werden kann.

00:32:35: Was würden sie sich denn vom politischen Christkind wünschen für den nächsten Jahre?

00:32:40: Also das Dringendste wäre sicherlich, dass die Einkommensgrenze nach oben gesetzt wird.

00:32:45: einfach wirklich um die Realität aus dem Jahre zwanzig, sechsundzwanzig abzubilden.

00:32:50: Das wäre mal das erste.

00:32:51: und wenn die Einkommensgrenze bei drei tausendfünfhundert, bei viertausendwärts natürlich fantastisch netto angesetzt würde dann hätten wirklich viele, viele Personen in Österreich wiederum die Wahlmöglichkeit zu Hause bleiben zu können in ihren eigenen Fürwänden.

00:33:06: Es ist ja eine Sache denn jetzt gibt es oft keine Wahlmöglichkeit, es ist einfach der monetären Situation geschuldet dass man sagt mein Vater meine Mutter muss ins Pflegeheim.

00:33:17: Ich muss sie für einen Pflegeheimplatz anmelden, weil wir es zu Hause einfach finanziell nicht schaffen.

00:33:22: Denn auf der anderen Seite sind natürlich auch alle anderen Kosten gestiegen.

00:33:26: Wir brauchen nur ein bisschen Energiesektor uns umschauen, Mietsektor

00:33:29: etc.,

00:33:30: das sind alles Kosten wie gestiegen sind.

00:33:33: aber auf der Anderen Seite haben wir hier eine viel zu geringe Anpassung auch von der Förderung.

00:33:38: und alleine wenn man sich das anschaut was kostet dem Staat?

00:33:42: Die Unterstützung bei der Betreuung zu Hause, so sind es die eighthundert Euro mal zwölf.

00:33:47: Und auf der anderen Seite in einem Pflegeheim sprechen wir von ca.

00:33:51: thirty-six bis achtunddreißigtausend Euro, die der Staat für einen Pflegeheimplatz dazu zahlen

00:33:58: muss.".

00:33:59: Ich denke was heute in diesem Gespräch klar wurde ist die große gesellschaftliche Bedeutung der Pflege im Allgemeinen und der Betreuerung vom Pflegebedürftigen Zuhause insbesondere.

00:34:10: Der Staat ist hier gefordert, das zu ermöglichen indem er

00:34:14: z.B.,

00:34:15: wie von Ihnen genannt, Verbotsdäner die Einkommensgrenze bei den Förderungen anhebt oder die Indexanpassung zumindest vornimmt damit es an die Inflation angepasst wird.

00:34:26: Im Gesundheitsministerium kennt man diese Forderung und bekundet dafür Verständnis verweist aber gleichzeitig auf die derzeit angespannte budgetäre Lage.

00:34:36: Ich empfehle sich möglicherweise eine volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung, denn die staatlichen Unterstützung der Pflege zu Hause ist eine Investition wie wir heute gehört haben.

00:34:45: Die sowohl den Wünschen der Pflegebedürftigen nach dem Verbleib im gewohnten Umfeld entspricht als auch die öffentlichen Budgets entlastet durch die Nutzung familiärer Ressourcen.

00:34:56: eigentlich ganz nach dem Motorambulant vor stationär.

00:34:59: das ist übrigens das zentrale Leitmotiv der letzten österreichischen Gesundheitsreform.

00:35:06: Da gilt es nun auch im Bereich Pflege, Tarte auf Worten folgen zu lassen.

00:35:11: Ich hoffe wir erleben das beide noch.

00:35:13: Vielen Dank für das Gespräch!

00:35:14: Sehr sehr gerne, danke schön!

00:35:17: Das war der Presse-Podcast zum Thema Betreuung Zuhause – ein Pflegemodell in Gefahr.

00:35:22: Vielen dank fürs Zuhören.

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