Zukunftsfitte 24-Stunden-Betreuung – was es dafür braucht
Shownotes
Die Menschen in Österreich werden immer älter. Besonders die Gruppe der Hochbetagten (80 Jahre und älter) wird in den nächsten Jahren stark anwachsen. Damit steigt nicht nur die Zahl der Pflegebedürftigen, sondern auch die Nachfrage nach Pflege- und Betreuungskräften. Und gerade hier gibt es zunehmend einen Engpass.
Wenn vom drohenden Pflegenotstand die Rede ist, dann gilt das im besonderen Maße für die Betreuung zu Hause. Denn: Rund 80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Österreich werden zu Hause versorgt.
Welchen Stellenwert hat die häusliche 24-h-Betreuung? Vor welchen konkreten Herausforderungen steht sie? Und welche politischen Maßnahmen und Systemreformen sind dringend notwendig, um die zentrale Säule der Versorgung zukunftsfit zu machen? Antworten auf diese Fragen liefert im Podcast Robert Pozdena, Obmann der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Ein Gespräch über fehlende Betreuungskräfte, bürokratische Hürden, mangelnde Förderungen, die Rolle von diplomiertem Fachpersonal und die Bedeutung von Qualitätssicherung in einem wenig reglementierten Arbeitsmodell.
Zur Person Robert Pozdena ist Obmann der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Niederösterreich.
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00:00:00: Dieser Podcast wurde mit Unterstützung unseres Werbepartners finanziert.
00:00:04: Ich glaube schon, dass ein Wille da ist aber man sollte irgendwann aufhören irgendwelche Interessensgruppen vorzuschieben oder in einen Klientell zu bedienen und so zu sagen das sind alte Menschen die haben hier für dieses Land unglaublich viel geleistet und die haben doch es jetzt verdient hier in ihrem Zuhause halt werden zu dürfen.
00:00:26: Ich darf hier leben, ich darf hier vielleicht auch sterben.
00:00:29: Wir haben ja auch das Thema der Palliativbetreuung zu Hause und warum kann mir das nicht ermöglicht werden?
00:00:35: Warum kann meine Angehörigen sich das nicht leisten, dass ich Zuhause betreut werden
00:00:38: darf?".
00:00:39: Und das sollte irgendwann in die Köpfe rein.
00:00:41: Ich sage es immer mit einem Satz – so viele Branchen haben eine Lobby aber die Zupflegenden haben eigentlich keine wirkliche Lobby und das ist da ein bisschen das Thema, was wir
00:00:51: haben.".
00:00:55: Die Lage ist äußerst angespannt.
00:00:57: Unser gesamtes Pflegesystem steht vor großen Herausforderungen und die Betreuung zu Hause bildet dabei keine Ausnahme.
00:01:04: Im Gegenteil, sie gerät zunehmend Unterdruck.
00:01:07: Personalmangel steigende Kosten und komplexe bürokratische Vorgaben machen es sowohl für Familien als auch für Betreuungskräfte immer schwieriger.
00:01:15: Dabei ist gerade diese Form der Versorgung eine zentrale Säule wenn es darum geht Menschen ein würdevolles Leben im eigenen Zuhause zu ermöglichen.
00:01:23: Im Presse-Podcast spricht Robert Posniner ob man der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Niederösterreich über die Bedeutung des Modells der vierundzwanzigstunden Betreuung, und darüber was es braucht um sie auch in Zukunft sicher- und fair anbieten zu können.
00:01:38: Das Interview führt Christian Lenoble.
00:01:42: Die Menschen in Österreich werden immer älter, besonders die Gruppe der Hochbetagten.
00:01:47: Achtzig Jahre unter Älter wird in den nächsten Jahren stark anwachsen.
00:01:51: Damit steigt nicht nur die Zahl der Pflegebedürftigen sondern auch die Nachfrage nach Pflege- und Betreuungskräften.
00:01:57: Und gerade hier gibt es Zunehmer deinen Engpass.
00:02:00: Wenn vom drohenden Pflegenotstand die Rede ist dann gilt das im besonderen Maße für die Betreuungen zu Hause Denn rund achtzig Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Österreich werden zu Hause versorgt.
00:02:12: Vor welchen Herausforderungen die häusliche vierundzwanzig Stundenpflege steht und welche politischen Maßnahmen und Systemreformen dringend notwendig wären, um diese zentrale Säule der Versorgung zukunftsfitzumachen Das wollen wir in unserem heutigen Podcast besprechen.
00:02:28: Ich darf dazu im Presse-Tonstudio ganz herzlich Robert Potstener begrüßen, er ist Opfer an der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Niederösterreich.
00:02:37: Herr Potsdener, schön dass Sie da sind!
00:02:39: Herzlichen Dank für die Einladung!
00:02:41: Jetzt habe ich das Wort, vierundzwanzig Stunden... Pflege verwendet, man könnte auch sagen vierundzwanzig Stunden Betreuung.
00:02:47: Da beginnt schon das erste Wirrwarr.
00:02:49: Vielleicht können Sie uns das ein bisschen auseinanderdividieren?
00:02:52: Wovon wir hier heute überhaupt sprechen und welche Bedeutung dieses Modell im Gesamtsystem der Pflege in Österreich hat.
00:03:01: Sehr gerne, ich darf vielleicht gleich mit der Begrifflichkeit anfangen.
00:03:03: Wir reden ganz korrekt von der Person und Betreuung.
00:03:06: Natürlich landweifig ist die Vierundzwanzigstunden-Betreuung ein gängigerer Name aber grundsätzlich ist es Personenbetreuung.
00:03:13: warum?
00:03:14: Die Betreuerinnen sind selbstständig, die hier in Österreich arbeiten zu mindestens neunneinzig Komma zwei Prozent.
00:03:19: Es gibt Nullkommach Prozent, die auch angestellt sind Aber Neuneinzig Kommen zwei Prozent sind auf einer selbstständigen Basis.
00:03:25: Hier unterliegen dem Hausbetreuungsgesetz.
00:03:28: Das bedeutet, sie dürfen Tätigkeiten ausführen die im Rahmen dieses Gesetzes geregelt sind.
00:03:33: Kurz und knapp zusammengefasst ist es eben Kocher, Waschen, Putzen Unterstützung im Alltag Während die Pflege im GOK-Gesetz geregelt sind und dementsprechend auch nicht von einer Betreuerin direkt ausgeführt werden darf, wenngleich – wir kommen später zu es – eine Delegation dazu geben würde von einem Fachpersonal.
00:03:51: Also das ist einmal ganz wesentlicher Unterschied, dass wir hier von der Betreuungssituation reden, in Prinzip auch von den Alleinpflegeräten.
00:03:58: Das ist auch ganz wichtig!
00:03:59: Das ist etwas was Sie und ich genauso machen dürften.
00:04:02: ja weil wir dazu keine spezielle Qualifikation oder Ausbildung benötigen würden.
00:04:07: Das heißt,
00:04:13: ich brauche keine besondere Qualifikation noch eine Ausbildung.
00:04:17: Aber gibt es eine solche?
00:04:19: Es ist so dass die meisten Betreuerinnen in Österreich diese Tätigkeit führen Ungefähr eine Ausbildung haben einer österreichischen Heimhilfe, das ist meistens so ein drei bis vier Monatskurs.
00:04:30: In ihren Heimatländern wird oft von Organisationen in dem Heimatland angeboten und dann wie gesagt circa das Niveau eines österreichischer Heimhelfer haben.
00:04:39: und das wäre diese Tätigkeit die sie auch im Rahmen ihrer Tätigkeiten hier in Österreich durchführen dürfen.
00:04:45: wie das Verhältnis ist bei den Betreuungspersonen, zwischen denen die aus dem Ausland kommen und aus Österreich kommen.
00:04:52: Ob diese Qualifikation angesprochen haben hier auch entsprechend anerkannt oder respektiert wird auf all das werden wir vielleicht noch sehr näher zu sprechen kommen.
00:05:00: Ich
00:05:01: möchte mal ganz kurz zur Problemdarstellung.
00:05:04: Sie bitten uns zu sagen Wo liegen die Herausforderungen?
00:05:08: Also es ist ja offensichtlich ein Modell, das gefragt ist.
00:05:11: Weil bei Umfragen geht aus Umfragend immer wieder hervor dass die Menschen am liebsten wenn sie die Möglichkeit haben zu Hause alt werden wollen und auch sterben wahrscheinlich.
00:05:21: Das heißt, wir sprechen von einem System das gewünscht ist und gleichzeitig eines des vergrossenen Herausforderungs steht.
00:05:26: wenn sie mit dieser Herausforderung nur mal skizzieren?
00:05:28: Wir können dann im Detail darauf einbringen.
00:05:29: Sehr gerne!
00:05:30: Ich sage immer so die Vierundzwanzigsturmen Betreuung oder Personenbetreuung ist eine systemrelevante Größe in der gesamten Pfleger- und Betragungsbranche.
00:05:36: es haben einige Politiker, Minister und wichtige Persönlichkeiten dies bereits auch Kund getan.
00:05:42: Ohne der Personenbetreuung würde unser Pflege- und Betreungssystem in sich zusammenbrechen.
00:05:47: Was ist die Thematik der Österreicher?
00:05:49: Die Österreicherin möchte... zu Hause alt werden.
00:05:53: Das ist der seendlichste Wunsch, das Pflegeheim ist oft eine medizinische und leider auch eine finanzielle Notwendigkeit.
00:06:01: ja es gibt sicherlich gewisse Fälle die können zuhause nicht betreut werden.
00:06:04: wenn ich jetzt am pflegestufen sechs und sieben denke also sehr hochgradige pflegestufe dann ist er sicherlich nicht immer einfach diese auch Zuhause zu beträumen.
00:06:11: Und das zweite große thema uns haben angesprochen ist natürlich die Finanzierbarkeit.
00:06:14: man muss sich einfach nur das ganz klar vor Augen führen.
00:06:16: Es ist sehr einfach zu sehen Die Personenbetreuung zu hause zu privat finanzierende Dienstleistung.
00:06:24: Es gibt eine Förderung, kommen wir später noch drauf zum Sprechheim.
00:06:27: Das Pflegeheim ist ein Thema das der Steuerzahler zahlt für uns alle die Allgemeinheit und das ist ein thema wo ich sage viele Menschen wollen gerne Zuhause in ihren eigenen vier Wänden alt werden.
00:06:37: was ist die Herausforderung wäre fangen mal dem ersten thema an.
00:06:42: Betreuungskräfte die zu neunzig prozent aus dem osteuropäischen Raum kommen kommen immer weniger zu uns.
00:06:48: auch dafür gibt es klare gründe.
00:06:51: Seit der Pandemie eine Zahl haben wir circa sieben Tausend weniger Betreuerinnen in ganz Österreich, die hier diese Tätigkeit für unsere ältere Generation durchführen.
00:07:01: hat Gründe.
00:07:02: Erstens sind die Lohn- und Gehaltsniveaus in diesen osteuropäischen Ländern auch gestiegen, das heißt vor allem wenn ich jetzt an Slowakei oder an Tschechien bzw.
00:07:11: Westung dann denke ist es für eine Betreuerin nicht mehr so finanziell interessante Tätigkeit nach Österreich zu kommen wie es vielleicht auch früher war und wie es noch im rumänischen und pulgauschen Raum ist weil dort halt die Gehaltenniveau vielleicht noch nicht so seht.
00:07:24: Riesenthema.
00:07:25: Vor allem besteht ja der Bedarf zu Hause und es wäre ja auch im Sinne der Betreuungskraftbesicht Hause diesen Job zu machen, also sowohl aus ethischer Sicht.
00:07:33: Auch diese die Länder sind darauf gekommen dass sie eigentlich ihre Betreuungskräfte im eigenen Land brauchen und haben auch dort die Gehälter angezogen in den Spitäler etc.
00:07:41: damit sie ihr Personal ihrer Bevölkerung im eigenen land behalten.
00:07:45: großes thema Zweites Thema ist natürlich auch die Altersstruktur.
00:07:49: Sie haben jetzt an, so in ca.
00:07:51: fifty-fünf Jahren ist eine Betreuerin im Durchschnitt alt, die nach Österreich kommt und diese Tätigkeit ausübt.
00:07:57: D.h.,
00:07:58: durchschnitt heißt immer wir haben viele ältere, die schon Richtung eigene Pension gehen, die dann nicht mehr in Österreich kommen.
00:08:04: Und der Nachwuchs, wenn ich das so sagen darf, ist nicht mehr gewillt oder dieser hohen Anzug gewillт, nach Österreich zu kommen um diese Tättigkeit hier auszuführen auch genannt, aus den finanziellen Gründen.
00:08:14: Also sicherlich auch ein Riesenthema.
00:08:16: und das dritte ganz große Thema ist natürlich auch die finanzielle Dinge oder finanziell Voraussetzungen, die eine Betreuung hier in Österreich verdienen kann.
00:08:25: Da ist es wirklich so dass wir im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich hinterher liegen.
00:08:30: wenn Sie heute eine betreuung haben, die nach Großbritannien geht, in die Beneluxländer geht, nach Frankreich geht, verdient sie – und auch in der Schweiz natürlich sowieso – verdient sich einfach deutlich mehr als bei uns in Österreich?
00:08:42: Das hängt wieder mit dem Thema der Förderung zusammen.
00:08:45: Die Familien würden gerne den Betreuern mehr bezahlen, weil sie sehen was sie für den wertvollen Job machen aber sie können nicht mehr, weil Sie sich selbst nicht leisten können.
00:08:54: und die Summe aus diesen drei genannten Dingen führt dazu dass die Ressourcebetreuerin immer knapper wird.
00:09:01: Lassen Sie uns bei den einzelnen Punkten noch ein bisschen tiefer gehen?
00:09:04: Sie haben gesagt das zu neunzig Prozent die Betreuungskräfte erst im Ausland kommen.
00:09:10: Jetzt darf ich Ihnen ganz neu die Frage stellen, warum?
00:09:13: Weil die Tätigkeit für Österreicherinnen und Österreichern – es gibt nur da, dass sie auch eine Zahl am ca.
00:09:18: acht Prozent männliche Betreuer ist – einfach zu wenig attraktiv in diesem Bereich der Selbstständigkeit.
00:09:26: Jetzt kommt sofort die Gegenfrage logischerweise, warum sind Sie dann nicht angestellt?
00:09:31: weil es im Angestellenbereich überhaupt nicht mehr leistbar für die Familien sind.
00:09:34: Ich möchte dazu eine Zahl sagen Ein Betreuungssättig im Rahmen der Personalbetreuung, der Selbstständigkeit kostet circa ein bisschen abhängig von den Pflegestufen zwischen drei und dreieinhalb Tausend Euro pro Monat.
00:09:47: Die wird gefördert mit achthundert Euro in Niederösterreich bereits ab der Pflegestufe eins für die Familie.
00:09:54: dann wird noch das Pflegedabt gezogen.
00:09:55: Das heißt sie haben je nach Pflegelstufen ca.
00:09:58: einen Selbstbehalt von tausend bis tausenfünfhunderte Euro als Familie zu finanzieren.
00:10:03: Punkt Würden Sie die gleiche Tätigkeit zu Hause betreut?
00:10:08: Mit angestellten Betreuernemacher reden wir von Kosten von dreizehntausendfünfhundert Euro im Monat.
00:10:14: Das wird schwer zu finanzieren sein, hatte bereits mehrere Diskussionen auch mit vielen Gesundheitsministern um Ihnen auch zu sagen was das bedeutet.
00:10:22: Der Staat müsste zwei bis zweikommer fünf Milliarden Euro pro Jahr dazuschießen damit es auch wieder leistbar ist.
00:10:27: also es ist de facto nicht finanzierbar.
00:10:29: deswegen ist es ein Thema dass man eigentlich sagt okay Es kostet dem Steuerzahler viel weniger, wenn die Betreuung zu Hause folgt als in jedem Pflegeheim.
00:10:39: Das ist eigentlich ein wesentlicher Grund, der auch für die Betragung spricht.
00:10:42: Es ist systemrelevant.
00:10:43: Wir könnten das pflegende Betragungssystem nicht aufrecht erhalten hätten, wenn nicht die Personenbetreuung.
00:10:48: Und wir müssten das, um ihre Frage noch einzugehen und nur den Satz zu sagen.
00:10:52: Wir müssten aber diese Tätigkeit auch für die Österreicher so attraktiv machen dass jemand sagt ja ich gehe in diesen Bereich der Person und Betreuung hinein Ich möchte diese Tättigkeit ausüben Aber sodass ich etwas als Selbstständiger davon natürlich davon leben kann aber es sich die Familie auch leisten kann.
00:11:09: Das wäre meine Frage gewesen Was für Möglichkeiten gibt es dieses Berufsbild so attraktiv zu gestalten?
00:11:15: Dass jemand sagt ich mache das weil kann davon auch leben.
00:11:19: Wir müssen Fördermotelle entwickeln, dass wir zum Beispiel nicht jede Familie benötigt eine Das wird derzeit nicht gefördert.
00:11:34: Das gibt es nicht, weil wir müssen uns unterscheiden auch für die Zuhörerinnen und Zuhäuer.
00:11:38: Es gibt die sogenannten mobilen Dienste von den verschiedensten Gemeinnützungen-Organisationen.
00:11:43: Die kommen halbe Stunde, stunde vorbei.
00:11:46: das ist die machen einen extrem wertvollen Job.
00:11:48: Aber wir reden hier von der mehrstündigen Betreuung und hier muss es Fördermotelle geben, die es attraktivmacher Frauen und auch Männer in diesem Bereich zu gehen und sagen, das ist meine Tätigkeit.
00:11:59: Ich betreue vier Stunden die Familie A four Stunden vielleicht die Familie B. ich bekomme dafür entsprechendes Honorar.
00:12:06: Die Familie kann sich mich leisten weil sie es gefördert bekommt Und die älteren Menschen dürfen zu Hause bleiben.
00:12:12: und da muss man ansetzen Da muss man kreative Lösungen finden.
00:12:15: Das ist im Föderalismus Land Österreich nicht immer ganz einfach.
00:12:21: Kreativität ist möglicherweise auch gefordert, um den Anteil der männlichen Betreuungskräfte zu erhöhen.
00:12:27: Sie haben gesprochen von acht Prozent?
00:12:29: Genau Das ist ja minimal.
00:12:31: Also, was haben Sie da Vorstellungen und Ideen?
00:12:36: Wie es auch für einen Mann attraktiver werden kann?
00:12:38: oder ist das ein gesellschaftspolitisches Problem durch den Mann für solche Tätigkeiten weniger interessiert?
00:12:43: Nein, das liegt eher umgekehrt daran.
00:12:44: aus meiner... Ich mache das jetzt.
00:12:45: dreiundzwanzig Jahre bin ich in dieser Branche.
00:12:47: Es liegt eher an den Kunden und Patienten die sich eher sozusagen eine Frau wünschen als zu Betreuende Weil hier vielleicht ein bisschen so restante Maus ist, kann der kochen.
00:13:00: Kann mich der entsprechend betreuen
00:13:02: etc.,
00:13:02: wie auch immer.
00:13:03: Ich kann nur sagen aus der Branche aus werden Männer sogar sehr gerne genommen vor allem bei vielleicht körperlich schweren Fällen.
00:13:09: ja wenn sie sich heute forschen mit einem Patienten vielleicht mit neunzighundert-hundertzehn Kilo Der eine körperliche natürliche Einschränkung hat, aber wie immer dann ist es für eine für eine Frau immer schwieriger, den auch zu richtig zum Mobilisieren.
00:13:21: Da gibt es natürlich Technik und so weiter tut sich ein Mann vielleicht.
00:13:23: also es liegt weniger.
00:13:25: wir hätten viele Bewerbungen von Männern sehr viele.
00:13:27: Es liegt eher daran dass es die Kunden nicht immer annehmen wollen.
00:13:31: Also einen Nachfrageproblem nicht unbedingt dein Angebotsproblem.
00:13:36: Vielleicht noch ein letzter Punkt zu diesem Thema der Betragungskräfte, weil Sie schon angesprochen haben das viele auch wieder zurückgehen möchten in Ihr Heimatland.
00:13:44: Weil sie dort inzwischen bessere Arbeitsbedingungen nach Entlohnungen haben oder eben nicht nach Österreich kommen sondern in Ländern wo sie besser bezahlt werden.
00:13:53: Da müsste man den Zugang zu den Betreuungskräften aus Drittstaaten, der ist ja auch eingeschränkt.
00:13:59: Das ist ja ein weiteres Thema.
00:14:01: Ein Riesenthema!
00:14:02: Wir hätten sehr viele interessierte Damen und Herren, außer sogar den aktuellen Beitrittskandidaten – ich rede hier von Montenegro, Serbien, Bosnien, Albanien die uns kulturell und geografisch näher liegen würden, hätten wir großes Interesse.
00:14:18: Wir dürfen das gemäß der Gewerbeordnung aktuell tun.
00:14:20: Ich kämpfe persönlich seit vielen Jahren darum dies endlich einmal aufzulösen weil wir hier ein große Anzahl an Betreuerern hätten die sehr gerne kommen.
00:14:28: nur ein Beispiel eine serbische Betreurerin darf morgen in Deutschland beginnen.
00:14:33: ihre Tätigkeit aussieht in Österreich darf sie es nicht.
00:14:35: Eine serbischen Betreurin darf Morgen in der Slowakei in Frankreich bei den Luftstarten sofort anfangen nur in Österreich nicht nur mit einem EU-Pass ist.
00:14:44: Das heißt, ich brauche eine serbische Betreuerin, die einen ungerischen Pass hat – also ein Doppelstaatsbürgerin ist zum Beispiel!
00:14:49: Ich brauche auch eine montenikrinische Betreuerin, die irgendwo vielleicht einen kroatischen Pass hatte und wenn sie das nicht hat darf sich diese Betreurerinnen in Österreich nicht vermitteln, darf diese Tätigkeit nicht ausgeübt werden.
00:14:58: Und das ist natürlich schlimm weil uns geht ein enormes Potenzial an Betreurinnen und dafür kämpfe ich wirklich, dass wir hier endlich einmal hier eine Lösung finden, dass wird diese Damen und Herren, die sehr gerne nach Österreich kommen wollen Und die uns, wie gesagt auch nahe stehen jetzt von der gesamten Geschichte etc.
00:15:15: immer, die hier gerne kommen.
00:15:16: Uns helfen nichts!
00:15:17: Die ganzen vietnamesischen und filibinischen und marokkanischem Pflegekräfte, die gerade angeworen werden sind nur für den stationären Bereich weil die sogenannte Rotweiß-Rotkart mit der sie ja kommen dürfen nur für angestelltes Personal geht und nicht fürs Selbstständiges.
00:15:31: das ist unser großes Problem.
00:15:32: Das heißt dass es ein bürokratisches Problem?
00:15:34: Ein rein politisches Problem.
00:15:37: Diese Sache ist binnen einer halben Stunde zu lösen, wenn die politische Wille da wäre.
00:15:42: Da muss ich nachhaken, woran scheitert's?
00:15:44: Weil es wäre ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wenn man sich anschaut wie hoch der Bedarf ist und ein Gap immer größer wird.
00:15:55: Und dann hat man die Möglichkeit noch dazu aus Personen zuzugreifen als Ländern, die uns kulturell leben sehen.
00:16:03: Und dann gibt es aber jemand, der sagt nein.
00:16:05: Was ist der Grundgabensee?
00:16:07: Unterschiedliche Interessensgruppen verhindern dahingehend als unsere ältere ... sozusagen dass die Leute, die älter werden auch in diesen Genuss dieser Dienstleistung kommen aus den verschiedersten politischen... Gründen.
00:16:20: wie auch immer und ich glaube sie mir, ich kämpfe seit fünf Jahren dafür vom Minister zum Minister dies zu lösen.
00:16:25: Es gibt immer positive Signale aus dem einen Ministerium dann hat das andere etwas dagegen.
00:16:29: Wie auch immer es ist ein wirklich bürokratischer Kampf muss man sagen.
00:16:32: da liegt das auch teilweise im Aufenthaltsgesetz wo schon wieder die Angst wird dass diese Leute sich nach Österreich gleich niederlassen wollen.
00:16:38: Das wollen Sie nicht?
00:16:39: Wie auch eine pulgarische Kraft die drei vier Wochen hier bleibt um wieder zurück in der Heimatland geht.
00:16:44: also all diese Bedenken kann man leicht zerstreuen oder kann man auch leicht widerlegen.
00:16:49: Es fehlt einfach hier im politischen Widen.
00:16:52: Herzlich schwieriger an, vielleicht kommen wir am Ende noch mal darauf zu sprechen.
00:16:55: lassen Sie uns zu einem anderen Thema noch näher darauf eingehen.
00:16:59: sie haben gesagt einen Personenbetreuer ist er grundsätzlich da um im Alltag zu unterstützen.
00:17:04: das heißt es ist auch festgelegt was ihr tun darf und was ihr nicht tun darf.
00:17:08: sie haben das Eingangs schon erwähnt.
00:17:10: jetzt gibt's aber jede Menge an wesentlichen und wichtigen Tätigkeiten für zur Betreuung der Pflege bedürftige Personen, die offensichtlich ein diplomiertes Fachpersonal benötigen.
00:17:22: Wie sieht es da aus?
00:17:24: Wie darf ich mir – wenn ich jetzt ein Angehöriger bin von einer Person, die zu betrauen ist, von meinem Vater oder meiner Mutter, wie darf ich das mir vorstellen?
00:17:31: Wie bekomme ich den Profi und die Betragungspersonen?
00:17:35: Was darf der eine, was darf der andere tun?
00:17:37: Das stimmt nicht so einfach
00:17:38: zusammen.
00:17:39: Vielen Dank für die Frage weil das oft auch verwechselt wird auch bei dem Thema eben wie Sie eingangs gesagt haben, vierundzwanzig Stunden Pflege.
00:17:44: Die Betreuerin darf betreuen, wie bereits vorher wehend dafür Tätigkeiten machen.
00:17:48: Die Beteuerin darf vom Gesetz ja nicht pflegen also pflegere Tätigkeit nicht.
00:17:52: Dafür bedarf es einer sogenannten Delegation als einer Unterweisung von einen österreichischen diplomierten Fachpersonal Landläufig, wie der genannte Krankenschwester.
00:18:03: Wir nennen das DGKB aber die sozusagen machen darf.
00:18:06: Die darf eine Betreuerin unterweisen und eine Delegation ausstellen so dass diese auch Tätigkeiten machen die normalerweise nur diplomiertes Personal eben machen darf.
00:18:16: ich gebe dann zu einem Beispiel das Thema zum Beispiel Medikamente verabreichen oder kleine Wundversorgungen machen, hygienische Unterstützer bei der Hygiene usw.
00:18:27: solche Dinge.
00:18:27: dazu betroffen ist gewisse Delegationen und was jetzt ganz wichtig ist natürlich kostet die Dienstleistung einer Qualitätssicherung durch einen Wert kostet Geld.
00:18:37: wer bezahlt es am Ende des Tages?
00:18:39: Der Kunde, der Angehörige, der Patient?
00:18:42: Das ist ein nächstes großes Thema, dass wir hier die Situation haben.
00:18:46: Dass es extrem wichtig wäre, das Fachpersonal mit einbinden und ich stehe zu hundert Prozent hinter dieser Themen, weil ich das selbst möchte auch.
00:18:54: Aber es muss wieder leistbar für die Familien sein!
00:18:56: Und wenn die Förderungen nicht einmal annähernd entsprechend sind?
00:19:00: Was passiert dann im Unkelschluss für die Familie?
00:19:03: Die sagt naja kann ich mir nicht leisten.
00:19:05: Geh mach das somit Die Betreuung darf das aber gar nicht mitmachen.
00:19:09: Das heißt, wenn sie Tätigkeiten macht wo sie keine Delegation hat, macht sie illegale Tätigkeit.
00:19:15: Davon verwehr ich mich als Wirtschaftskammer, ob man das soll sich auf keinen Fall machen.
00:19:18: Aber es ist ein Druck in dem du drinnen bist als Familie.
00:19:21: Ich kann's mir nicht leisten noch zusätzlich eine DGKB sein Fachpersonal mit sozusagen in die Betreuungen mit hineinfließen zu lassen und auf der einen Seite wäre es aber dringend notwendig damit die Betreuer mehr Tätigten machen können.
00:19:32: so.
00:19:33: Und dann haben Sie noch das Thema des Föderalismus in Österreich.
00:19:35: Der Gnade, wenn sie im Vorarlberg geboren sind oder in der Steiermark – wo hier ganz zusätzliche Landesförderung gibt und ein Pech haben, wenn es in Wien ist oder in Oberösterreichs sind oder auch in Salzburg sieht, wo es die Förderungen halt nicht gibt.
00:19:48: Also, und das in einem neun Millionen Land.
00:19:50: Also Sie können sich vorstellen, da kommt diese Ebene auch dazu.
00:19:54: Das ist leider sehr schlimm!
00:19:56: Wenn ich's richtig verstanden habe... Hol ich mir jemanden, der meiner Mutter oder meinem Vater helfen soll.
00:20:02: Kommt dann darauf, dass logischerweise auch Hilfe notwendig ist, zu dir eine Betreuungskraft nicht befugt ist, kreucht er dann ein diplomiertes Fachpersonal?
00:20:11: Kann wir das allerdings nicht leisten und sagt dann der Betreuerin, naja mach's halt mit!
00:20:17: Und
00:20:17: die macht
00:20:17: es
00:20:18: nämlich jetzt mal an im Alltag logischer Weise auch mit...
00:20:21: Hoffentlich nicht.
00:20:22: Ich sage es Ihnen ganz ehrlich, hoffentlich nicht!
00:20:24: Aber ich mich schließe auch nicht aus, dass es einer der Anderen mal vorkommt und das ist ganz schlimm.
00:20:28: Warum?
00:20:29: Sie hat's ja nicht gelernt.
00:20:31: Sie sollte ja unterwiesen werden damit es dem Patienten den sie betreut auch entsprechend gut dann betreute und entsprechend gut pflegt weil sie die Unterweisung auf hat.
00:20:39: Da
00:20:39: kann ja auch etwas passieren.
00:20:40: Sie haben ja von Medikamentengade gesprochen.
00:20:43: Wie sieht denn da rechtlich aus wenn das jemand tut er nicht dazu befugt
00:20:46: ist.
00:20:46: Ja Haftung bleibt bei der Person und Betreuern.
00:20:48: Das ist ja noch viel schlimmer.
00:20:50: Oft osteuropäische Dame, vielleicht nicht immer hundert Prozent des Deutschen ganz mächtig wie Rimmel und begibt sich eigentlich in die Illegalität hinein.
00:20:58: Und deswegen ist die Fachpflege so wichtig und sie.
00:21:00: deswegen musste es und sollte es für die Familien auch leistbar sein, sich dieses diplomierte Personal dazu zuzunehmen.
00:21:06: aber das muss halt auch gefördert werden.
00:21:07: Es muss halt den verantwortlichen Politikern endlich einmal bewusst werden dass diese Art der Betreuung nicht nur die kostengünstigste ist für den Staat sondern auch die, die die Familien wollen Und wir uns dadurch ja enorm für Systemkosten ersparen.
00:21:21: Weil was ist die Alternative, wenn ich den Satz noch fertig sagen darf?
00:21:25: Was bedeutet es denn, wenn sich die Familie nicht leisten kann?
00:21:28: Es gibt genau zwei Auswege!
00:21:30: Der erste ist einer von den beiden Kindern oder Geschwiegerkindern kündigt seinen Job und macht das selber – volkswirtschaftlich meiner Meinung nach schwerst bedenklich, wenn das finanziell überhaupt machbar ist.
00:21:41: Oder man versucht einen Platz im Pflegeheim zu finden weil dann zahlt's der Steuerzahler.
00:21:45: Dann zahlts der Steuerzahler Also die Allgemeinheit.
00:21:49: Und derjenige will aber vielleicht gar nicht in den Pflegeheim, er wollte nämlich zu Hause bleiben und das sollte man sich irgendwann einmal auch bewusst werden.
00:21:56: Jetzt ist es ja auch in der Pflicht der Agenturen die Betreuungskräfte oder auch das diplomierte Fachpersonal vermitteln, die Angehörigen bestmöglich darüber aufzuklären weil ich denke dass das nicht jeder weiß, was wir genau heute besprochen haben.
00:22:11: Man sitzt ja einfach nur da und denkt sich Hilfe, meine Eltern brauchen Hilfe und mehr weiß man nicht.
00:22:17: Geschieht diese Aufklärung aus ihrer Sicht gut oder gibt es auch Da-Probleme?
00:22:22: Sozusagen gibt's auch Agenturen möglicherweise die als schwarze Schafe.
00:22:26: Diese Informationen kann ich erst weiterleuten weil sie ein Eigeninteresse daran haben Arbeit billiger dargestellt wird.
00:22:33: Ja, ich will gar nicht sagen dass das absichtlich passiert aber es ist natürlich schon so dass jemand der in die Situation kommt Ich brauche jetzt Hilfe für meine Angehörigen steht in einer Notsituation dort.
00:22:43: Es ist ja leider nicht so eine interessante Branche wie Urlaube oder Schmuck oder Autos zu Vermittler da zu verkaufen.
00:22:49: Sondern du hast etwas was sehr zutiefst in den Intimbereich deines Angehören hineingeht.
00:22:53: So du stehst vor der Notsitation.
00:22:55: Dein Angehöhrer kommt vielleicht am Freitag Nachmittag aus dem Spital heraus weil auch dort da ist, jetzt kannst du das Samstag-Sondrück vielleicht noch selbst sehen wie bewerkstellig.
00:23:04: Aber Montag solltest du eigentlich arbeiten gehen wieder.
00:23:06: Das heißt du bist auf angewiesen dass dir rasch eine Vermittlungsagentur oder korrekterweise Organisationen von Personenbetreuung die hier versucht eine qualitätsmäßige Betreuung zur Verfügung zu stellen.
00:23:17: So das geht bei vielen Agenturen.
00:23:18: die unterstützen hier sehr gut.
00:23:20: es gibt ja auch ein Qualitätszertifikat der sogenannte ÖKZ.
00:23:24: Das haben einige Agentur in Österreich, die unterwerfen sich ganz speziellen strengen Richtlinien von der Transparenz und der Preisgestaltung.
00:23:31: Von der Erreichbarkeit usw.
00:23:32: Es gibt auch viele tolle Agenturen, die das Ökozeit nicht haben und genauso gute Leistung haben.
00:23:36: Und wie in jeder Branche – egal welche Branche wir jetzt erwähnen – gibt es auf allen Seiten schwarze Schafe.
00:23:42: Die gibt es bei den Vermittlungsagenturen, bei den Betreuerinnen, die nicht alle einen Top-Job machen.
00:23:49: Und da gibt's auch bei Familien, die glauben sie haben hier einen Hausklafen zu Hause!
00:23:53: Das muss man auch einmal ganz klar sagen.
00:23:55: Es ist immer ein Dreiecksverhältnis, das Sie hier haben und bei allen Dreieckverhältnissen gibt es in Natur der Sache auch Leute die das Dreiex Verhältnis vielleicht mal ausnutzen in welche Richtung auch immer.
00:24:05: Deswegen predige ich ja immer und sage, bitte liebe Familie holen Sie sich ein zweites Angebot ein.
00:24:09: kontrollieren sie genau was wird angeboten?
00:24:12: wie ist die Betreuungsagentur erreichbar?
00:24:14: wann hilft sie?
00:24:15: Was passiert wenn eine Betreuerin zum Beispiel nicht passt?
00:24:18: die kann gut qualifiziert sein aber sie passt chemisch nicht dazu.
00:24:22: das ist so man versteht sich einfach nicht.
00:24:23: da gibt es historische Gründe wo man vielleicht ein gewisses land ablehnt oder wir auch immer.
00:24:28: schauen sie was passiert bei einem Austausch.
00:24:30: was ist die Agentur mochenende erreichbar?
00:24:32: weil Die Probleme passieren nicht Montag-Vormittag, die Problemen passieren Samstag Nachmittag.
00:24:37: Ja es ist so aus den drei Jahren.
00:24:38: darf ich Ihnen das sagen und dementsprechend vergleichen Sie und dann nehmen sie die Agentur wo Sie sagen da habe ich ein gutes Gewissen, das passt, die hat vielleicht gute Bewertungen beziehungsweise gibt's schon Erfahrungswerte von der Weiter- und die helfen ihnen danach und die werden sich auch korrekt und umfassend informieren.
00:24:56: einerseits was habe ich für Fördermöglichkeiten?
00:24:59: Das ist ja extrem wichtig für die Familie als finanzielle Sicht.
00:25:02: Was darf eine Betrauerin?
00:25:03: Hatte vorher schon einen Unterschied erwähnt, Betragung und Pflege.
00:25:06: Und was passiert wenn es nicht funktioniert?
00:25:09: Das kann so sein!
00:25:10: Das ist glaube ich wichtig und da kann man dann als Vermittlungsagentur die Familie wirklich auch in dieser Notsituation gut unterstützen.
00:25:18: Es klickt sich auf der Hand dass diese Familie in der Notsituation, die sie angesprochen haben optimal informiert werden will Meine Leichtigkeit dabei hat festzustellen im Vergleich der Angebote, was gut ist und was nicht gut ist.
00:25:32: Sprich die Qualität.
00:25:34: ich will einfach wissen dass der Betreuer meiner Eltern der nach Hause kommt oder die Betreurerin zu zweiundneinzig Prozent auch jemand ist der weiß was sie tut.
00:25:44: Sie haben die Zertifizierung angesprochen also ein Qualitätssicherungsmerkmal.
00:25:49: soweit ich informiert bin, ist das nicht verpflichtend?
00:25:51: Das ist noch nicht verplichtend.
00:25:53: Vollkommen korrekt!
00:25:54: Da gibt es auch noch unterschiedliche Interessensvorstellungen aus der Politik ob man's verpflichtet macht oder nicht.
00:26:00: Grundsätzlich ist es ein freies Gewerbe vielleicht für die Zusehörung zu sehr... Es ist eben kein geregeltes Gewerber wo man eine Mindestqualifikation benötigt oder mindestens Voraussetzung wie bei dem konzentrierten Gewerb, wo du auch Meisterprüfungen machst und solche Dinge.
00:26:14: Das würde gar nicht funktionieren in diesem Gewerben aber grundsätzlich Gewerbe und dementsprechend hast du halt nur gewisse Rahmenvoraussetzungen.
00:26:23: Das ÖKZ selbst ist wie gesagt ein Qualitätszertifikat, das vom Sozialministerium aus entwickelt wurde in Zusammenarbeit mit den verschiedensten Interessensgruppen und das sichert dir als Familie zu dass die Agentur, die dieses Qualitätseffekt hat, gewisse Mindeststandards hat bei der Auswahl der Betreuerinnen, bei der Erreichbarkeit wie ich schon gesagt habe.
00:26:44: Aber auch zum Beispiel sind diese Agenturen verpflichtet die Fachpflege verpflichtend mit anzubieten.
00:26:51: das muss so sein dass hier entsprechend die Familie auch abgesichert ist.
00:26:55: deswegen ja es ist ein sehr gutes Tool.
00:26:58: das kann man auch immer weiter entwickeln.
00:27:00: wir müssen immer aufpassen wird es verpflichten muss mal aufbauen.
00:27:03: da ist jetzt kein freies Gewerbe mehr.
00:27:06: kurz Ausflug oderseits der bittige Werbeordnung.
00:27:08: Man muss ja eine gute Lösung finden und das kann man sehr gut über die Förderung steuern, dass man sagt okay wenn eine Familie sich eine zertifizierte Agentur bedient, die mehr kostet weil sie auch mehr Qualität liefert solltete Förderungen entsprechend höher sein damit sie auch guten gewissens diese Qualitätssicherung hat.
00:27:26: jetzt möchte ich Sie Bitten, dass Sie mir noch mal sagen auch auf die Gefahr hin, dass da ein paar Wiederholungen drinnen sind.
00:27:33: Wenn sie es auf den Punkt bringen wollen, haben wir die Probleme sehr gut skizziert.
00:27:37: Es muss erstens die Qualität gesichert sein und gleichzeitig auch leistbar sein.
00:27:41: Der Berufsbild soll attraktiver werden.
00:27:43: Das Ganze ist möglicherweise steuerbar über ein gerechteres Fördersystem.
00:27:47: Was sind denn so die wesentlichsten Punkte dieser Umsetzung für Sie wirklich?
00:27:54: die Betreuung zu Hause auf sichere Standbeine für die Zukunft stellen würde?
00:27:59: Wissen Sie, egal mit welchem Politiker sie reden sagt er, das ist wichtig.
00:28:04: Die vierzehn Stundenbetreuung ist total wichtig.
00:28:06: Aber zwischen wichtig und ich behandle es auch mit der entsprechenden Wertschätzung – das ist halt ein Riesenunterschied!
00:28:13: Die Vierundzwanzigstunden-Betreuung oder die Personenbetreuungen ist wie gesagt eine systemrelevante Größe.
00:28:18: ohne der geht es in einer ganzen Betreuungs- und Pflegelandschaft nicht mehr.
00:28:22: Aber es ist noch nicht angekommen, dass ich das auch entsprechend mit Geld ausstatten muss damit ich all diese aktuellen und zukünftigen Probleme irgendwie in den Griff bekomme.
00:28:32: Ich darf nur der Stichwort Babybomas sagen ja hier wird in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren eine enorme Anzahl an Personen in Pension gehen sowieso schon aber auch schon Pflegebedürftig werden.
00:28:44: und nur eine Zahl uns fehlen bis zwei tausend dreißig Zehntausend Betreuerinnen Zehntausend Betreuerinnen, die wir wissen, dass sie zwei Tresunddreißig uns fehlen.
00:28:53: Was bedeutet das?
00:28:55: Es wird zu einer immer knapperen Ressource kommen.
00:28:58: Das heißt wie immer im Leben in Wirtschaftsleben es wird immer teurer werden.
00:29:02: Das heisst immer weniger Menschen können sich diese Art der Personenbedingung Zuhause leisten.
00:29:07: was heisst im Umkehrschluss immer mehr müssen ein Pflegeheim gehen und das wird sich der Staat aber auch nicht leisten können.
00:29:12: ja weil das natürlich noch viel teurer ist.
00:29:14: Ein Pflegeheimplatz nur für unsere Zuhörer kostet ihnen, ich sage im Durchschnitt zwischen sechs, sieben, achttausend Euro hängt ein bisschen davon ab wo ist und so weiter.
00:29:22: Das heißt wir brauchen gleich drüber reden was das kostet und wo der volkswirtschaftliche Nutzen ist.
00:29:26: Und es muss irgendwann einmal hinein dass wir sagen Es gibt so viele Lösungen die auf dem Tisch liegen.
00:29:32: Drittstaaten haben Sie angesprochen Die hier da sind Fördererhöhungen und nur Einsatz.
00:29:37: Wir haben aktuell eine Fördung von achthundert Euro pro Monat.
00:29:41: Selbst wenn wir es verdoppeln Wenn wir den von heute auf morgen verdoppeln würden, haben wir noch immer zwei Drittel weniger als jedes Pflegeheim kostet und derjenige darf zu Hause bleiben.
00:29:52: Also es ist für mich unverständlich – ich muss das leider in dieser Deutlichkeit sagen – warum man hier nicht sagt ja, hier investieren wir sehr gerne weil es kommt uns auch volkswirtschaftlich um einiges günstiger wenn ich das mache.
00:30:05: Und deswegen kann ich immer nur appellieren an jeden Minister, der damit beteiligt ist eine Ministerin wirklich Augen auf und bitte die Lösungsvorschläge, die ein bisschen auch umsetzen.
00:30:16: Jetzt haben Sie die Probleme, die es gibt und auch die bürokratischen Hürden und teilweise politischem Unwille oder Unverständnis – je nachdem wie man sie definiert – auch klar auf den Tisch gelegt?
00:30:28: Wie zuversichtlich sind Sie denn das sich in den nächsten Jahren etwas bewegt?
00:30:33: Sie haben selbst gesagt, Sie sind seit über zwanzig Jahren mit diesem Thema beschäftigt Wahrscheinlich auch schon ein bisschen ein gebranntes Kind und durch viele Enttäuschungen gegangen, weil die Lösungen ja schon lange auf dem Tisch liegen.
00:30:48: Was kann ich Ihnen an Optimismus entlassen?
00:30:51: Persönlich bin ich jetzt im Gespräch mit meiner sechsten Sozialministerin seit ich sozusagen in dieser Branche tätig bin Und ich muss auch sagen Ich stoße immer wieder auf offene Ohren.
00:31:00: Es ist jeden bewusst es ist wichtig aber ich habe so ein bisschen das Gefühl es ist eine heiße Kartoffel Und man möchte nicht angreifen, weil man weiß es kostet Geld.
00:31:07: Wir sind auch jetzt gerade in einer Reformpartnerschaft mit dem Sozialministerium wo wieder die Qualitätssicherung sichergestellt worden ist.
00:31:14: Wir haben ein Riesenthema der Vierundzwanzigstunden Betreuung und die Förderung ist ein Bund-Land-Thema.
00:31:19: Das wird also gemischt oder sein gefördert.
00:31:22: Sechzigvierzig nennt man das.
00:31:23: D.h.,
00:31:23: alle Bundesländer müssen mitspielen damit es hier zu mehr Förderungen kommt.
00:31:27: Hier wäre eine Zentralisierung auf alle Fälle ein sehr interessantes Modell Weil sonst haben sie die Gnade wo sie gerade alt gewohnt sind, wie ich es vorher erwähnt habe.
00:31:35: Wie in Vorarlberg-Steirmark in Niederösterreich wo sie sagen okay dort haben Sie mehr Förderung als in anderen Bundesländern.
00:31:41: das kann's nicht sein ein neun Millionen Land dass sich das Pech habe in Wien oder Österreich und ins Eisburg gerade zu leben oder in Kärnten.
00:31:48: Dementsprechend muss ich ganz ehrlich sagen das muss man einfach anders regeln.
00:31:53: Ich glaube schon, dass ein Wille da ist.
00:31:55: Aber man sollte irgendwann aufhören irgendwelche Interessensgruppen vorzuschieben oder in dein Klientell zu bedienen und so und zu sagen das sind alte Menschen die haben hier für dieses Land unglaublich viel geleistet und die haben doch es jetzt verdient hier in ihrem Zuhause alt werden zu dürfen und sozusagen so ich darf hier leben ich darf ihr vielleicht auch sterben.
00:32:17: wir haben ja auch das Thema der Palliativbetreuung zu Hause.
00:32:21: Warum kann mir das nicht ermöglicht werden?
00:32:23: Warum kann meine Angehörigen sich das nicht leisten, dass ich zu Hause betreut werden darf.
00:32:27: Und das sollte irgendwann in die Köpfe rein.
00:32:29: Ich sage es immer mit einem Satz... So viele Branchen haben eine Lobby!
00:32:34: Aber die Zupflegenden haben eigentlich keine wirkliche Lobby Und das ist ja so ein bisschen das Thema, dass wir haben.
00:32:40: Ich bin von Hause sein optimistischer Mensch und ich versuche auch das hier weiter mit aller Kraft voranzutreiben und versuche unsere Politikerinnen zu überzeugen, dass es total wichtig wäre, etwas zu tun.
00:32:51: Aber ich bin auch Unternehmer, wir sollten auch mal ins Tun kommen und nicht nur reden mit der achtundzwanzigsten Arbeitsgruppe sondern wir sollten wirklich einmal versuchen jetzt zu tun!
00:33:01: Wir stehen nicht mehr fünf vor zwölf, wir stehen zwei nach zwölfe.
00:33:04: Ich denke, es ist deutlich dargelegt, warum das ganze Thema systemrelevant ist wie Sie mehrfach gesagt haben.
00:33:11: Wo die Probleme liegen?
00:33:12: Wir brauchen eine qualitativ hochwertige und leistbare Betreuungsmöglichkeit.
00:33:18: Die Demografie ist unbarmherzig!
00:33:21: Wir werden in Österreich bis zum Jahr twohundertunddreißig etwa achthunderttausend pflegebedürftige Menschen haben von denen nach derzeitigen Stand mehr als sechshundert tausend in häuslicher Pflege sind.
00:33:32: Ich hoffe, Herr Pell kommt bei denen an die Entscheidungen treffen.
00:33:36: Dass die politischen Rahmenbedingungen in diese Richtung geformt werden.
00:33:40: Ich danke Ihnen herzlich für das Gespräch!
00:33:42: Ich da gerne auch Dankeschön!
00:33:44: Das war der Presse-Podcast zum Thema für eine sichere und faire vierundzwanzig Stunden Betreuung.
00:33:49: Vielen Dank fürs Zuhören.
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